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Verkehr in 140 Zeichen am 02.07.2012

Verfasst von:

Zukunft Mobilitaet

Jeden Tag informieren wir Sie auf Twitter über interessante Informationen aus den Bereichen Mobilität und Verkehr. Hier gibt es das Ganze nochmals zum Nachlesen in einer wöchentlichen Zusammenfassung.Linktipps können Sie gerne jederzeit an uns schicken.

3 Kommentare

  1. Martin H.

    ZU: ERSTER FERNVERKEHRSKONKURRENT DER DEUTSCHEN BAHN

    Ich stehe der Sache skeptisch gegenüber.

    Ich fahre des Öfteren die Strecke Flensburg – Kleve über Düsseldorf. Das bedeutet für mich, dass ich beim Umsteigen am Hamburger Hauptbahnhof nicht jeden Zug nehmen kann, der nach Düsseldorf weiterfährt. Es könnte ja ein Zug eines Bahnkonkurrenten sein und die Tickets bzw. Tarife sind nicht kompatibel.

    Neben HKX soll ja auch noch ein weiterer Anbieter in den Startlöchern stehen.
    Soll es zukünftig so sein, dass auf einem Bahnhof Züge von 10 verschiedenen Anbietern abfahren? Für mich als Umsteiger ist das eine grauenhafte Vorstellung.

    Auf eine Anfrage von mir bei der Firma HKX bezüglich der Kompatibilität der Fahrkarten zwischen Bundesbahn und HKX bekam ich folgende Antwort:

    Trotz größter Bemühungen war es uns leider nicht möglich, die Deutsche Bahn AG zu einer Tarif- oder wenigstens einer Vertriebskooperation mit uns zu bewegen. Daher existiert -weder mit den Fernverkehrstarifen noch mit dem Nah- und Regionalverkehrstarif- eine Durchtarifierung mit der DB AG und Ihren Gliedgesellschaften. Das bedeutet, dass wir leider weder DB-Fahrscheine in Zügen anerkennen noch selbige verkaufen können bzw. dürfen.

    So stelle ich mir die Mobilität der Zukunft nicht vor.

    Martin Huth

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Hallo,

      die Komplexität im Fernverkehr nimmt ebenfalls zu. Aber ich glaube nicht, dass wir Zustände wie im Regionalverkehr mit unterschiedlichen Länder-, Verbund- und was es sonst noch so für Fahrkarten gibt, bekommen. Ich sehe das eher pragmatisch. Kaum hat HKX sein neues Angebot vorgestellt, schafft die Bahn es ihr Angebot auf dieser Relation zu verbessern. Einzelne Umläufe werden ja heute schon mit ICE gefahren, auf dieser Strecke sollen die neuen IC-Wagen mit letztendlich ICE-Interieur zum Einsatz kommen, usw. Preislich wird man natürlich nicht mithalten können, allerdings finde ich persönlich Bahnfahren nicht ZU teuer…

      Und man sollte nicht vergessen, mit welchem Wagenmaterial HKX an den Start geht. Alte Alex-Wagen (Regentalbahn) aus den siebziger Jahren sind sicherlich nicht so attraktiv, auch wenn sie aufgearbeitet wurden. Und HKX wird auch mit den Tücken des Schienennetzes und der hohen Auslastung im Ruhrgebiet zu kämpfen haben.

      Den einzigen Vorteil, den der HKX haben kann, ist ein nicht beschädigtes Image (aber Bahnfahrer sind eh zu kritisch, wird auch HKX treffen), die Dreier- statt Vierer-Bestuhlung und die Möglichkeit einen günstigeren Preis anzubieten, da man nicht in der Bahn-Tarifstruktur gefangen ist. Aber ob es darauf letztendlich ankommt, wird man sehen müssen. Ich werde das auf jeden Fall mal testen…

      Und was MSM letztendlich auf die Schienen stellt, wird auch abzuwarten sein… ;-)

      Gruß,
      Martin

      PS: Viel spannender wird München – Berlin, wenn VDE 8 fertiggestellt sein sollte. Durchgängiger Hochgeschwindigkeitsverkehr mit noch sehr viel freier Trassenkapazität… ;-)

      Antworten
  2. Eckehard Lüdke

    Liebe Leser, den Wettbewerb haben fast alle Bundestagsparteien 1994 beschlossen, das ist Tatsache. Daß die Deutsche Bahn im Fernverkehr bis heute naheu Monopolist geblieben ist, geht zurück auf vielerlei gesetzliche und manches mal auch nahezu illegale Umstände zurück. Ja: wir werden uns daran gewöhnen müssen und dürfen – so hat es die Mehrheit im Deutschen Bundestag gewünscht – , daß vielleicht wirklich mal zehn Anbieter im selben Bahnhof stehen. Deren Züge stehen a nun nicht unverhofft am Bahnsteig und man kann sich ja vor Reisebeginn informieren und buchen, auch kurzfristig.
    Ich freue mich, daß der Monopolist, der auch alle Preise diktiert, endlich einen Mitbewerber hat!
    Und gegen die „Rheingold“-Abteilwagen ist der ICE nun wirklich ein Stück Traurigkeit. Wie man schöne und wirklich menschengerechte Züge baut, das wute man u Bundesbahn-Zeiten noch! Heute zählt nur noch der Profit – und so sehen die Züge auch aus….
    Grüße aus Kevelaer von eckehard Lüdke

    Antworten

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