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Links zum Wochenende IX, X und XI: Jade-Weser-Port, Wettbewerbsfähigkeit von Speditionen, Algen-Treibstoff, Hochgeschwindigkeitszug 380A, Dubais ÖPNV, Luftverkehrsabgabe, DB Tarifdschungel, Verkehrstote in Indien, Busfernverkehrsnetz, Arriva, London – Peking in zwei Tagen, Floridas Hochgeschwindigkeitszugnetz, BBI, Tesla, ICE4

Dieser Artikel erscheint leider ein „bisschen“ verspätet. Leider bin ich zeitlich ein bisschen eingespannt, da allmählich die Prüfungsphase näher rückt und die Universität einfach vor geht. Ich werde aber mein Bestes geben den Blog in nächster Zeit wieder regelmäßig mit neuen Inhalt zu bestücken. Ich bitte daher um Verständnis, dass es hier in letzter Zeit etwas ruhiger geblieben ist.

Jade-Weser-Port öffnet am 05. August 2012
Darauf haben sich die Jade-Weser-Port Realisierungs GmbH & Co. KG und die Betreiber des Terminals, die -Gruppe mit ihrem Partner APM Terminals International, geeinigt. Vorausgegangen war ein Disput über den Eröffnungstermin, den die Betreiber aufgrund der angespannten konjunkturellen Lage nach hinten verschieben wollten. (MM Logistik)

Kleine Logistikdienstleister können sehr wohl ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern
Die Studie Branchenkompass 2010 Transport von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut zeigt, dass partnerschaftlich organisierte gegenüber Konzernen wettbewerbsfähig sein können. Aufgrund der Möglichkeit im Verbund Komplettlösungen anbieten zu können, können Großkunden zukünftig auch Großaufträge an mittelständische vergeben. (MM Logistik)

EADS stellt Algen-Treibstoff vor
Auf der hat EADS erstmals einen von ihnen entwickelten Algen-Treibstoff für Flugzeuge vorgestellt. Eine zweimotorige Diamond DA 42 flog nicht mit , sondern mit dem auf Algen basierenden Kerosinersatz. Der Verbrauch der Diamond ist bei gleicher Leistung um 1,5 Liter pro Stunde geringer als mit herkömmlichem Treibstoff. (Airliners.de)

Neuer chinesischer geht in Serienproduktion
Die Changchun Railway Vehicles Co., Ltd hat ihren neuen Hochgeschwindigkeitszug 380A vorgestellt, der im Normalbetrieb eine Geschwindigkeit von 380 Kilometern pro Stunde erreichen soll. Die Changchun Railway Vehicles Corporation ist eine Tochter der CNR Corporation, einem der beiden großen chinesischen Zughersteller. Die Züge, an denen die geistigen Eigentumsrechte besitzt, werden erstmals auf der Beijing-Shanghai Hochgeschwindigkeitsstrecke betrieben werden, welche 2011 eröffnet werden soll. (Inhabitat)

Dubais öffentlicher Personennahverkehr wächst
Der öffentliche Personennahverkehr des Emirats ist in den letzten zehn Jahren um 150 Prozent gewachsen. Insbesondere die fahrerlose U-Bahn, die am 09.09.2009 ihren Dienst aufgenommen hat, trug zu diesem Erfolg bei. In Zukunft planen die Verkehrsbehörden des Emirats den Bau mehrerer Straßenbahnlinien um die Attraktivität des noch weiter zu erhöhen. Pro Tag nutzen etwa 325.000 Fahrgäste das Doppeldecker-Busnetz. Die insgesamt 1.551 Busse sind derzeit zu 38% ausgelastet. Für die U-Bahn werden für dieses Jahr etwa 35 Millionen Fahrgäste erwartet. Diese Zahl soll sich durch die Eröffnung acht neuer Stationen in den nächsten Monaten sowie die Eröffnung der neuen U-Bahnlinie „Grüne Linie“ weiter erhöhen. (Khaleej Times)

Bundesregierung plant nationale Luftverkehrsabgabe
Die schwarz-gelbe Koalition plant eine «ökologische Luftverkehrsabgabe» einzuführen. Diese soll von allne Passagieren erhoben werden, die von einem deutschen Flughafen starten um verstärkte Anreize für umweltgerechtes Verhalten zu fördern. Die Einnahmen von einer Milliarde Euro sollen vor allem der Haushaltssanierung zugute komme. Die Fluggesellschaften protestierten aufs Energischste und planen eine Klage. (Airliners)

Tarifdschungel der Deutschen Bahn größtes Hindernis
Bahnfahren ist teilweise zu kompliziert. Dies ist eines der wichtigsten Erkenntnisse, die man aus dem VCD (Verkehrsclub Deutschland e.V.) Bahntests 2010 gewinnen kann. Als gravierende Hürden haben sich die Wahl des passenden Fahrscheins, der Kauf dieses Fahrscheins und die mangelnden Informationsmöglichkeiten über Fahrplan, Fahrscheine, Ermäßigungen und Fahrscheinkauf herausgestellt.

Die Tarifsysteme in Nah- und Fernverkehr wurden durchweg schlecht bewertet, im Nahverkehr schlechter als im Fernverkehr. Die breite Vielfalt von Fahrscheinen und Verbund-, Nah-, Fernverkehrs- und Sondertarifen, die sich gegenseitig häufig ausschließen, verwirre selbst passionierte Bahnnutzer. Der VCD fordert, diese Unterscheidungen zu durchbrechen. Gehrmann: „Bahnreisende wollen einfach und bequem von A nach B reisen, ohne sich im Vorfeld lange den Kopf über Sparpreise, Kindertarife oder Sonderregelungen zerbrechen zu müssen. Wir brauchen Vereinheitlichung bei den Bahntarifen, bei Vertrieb, Fahrscheinkauf und Informationsbeschaffungen.” Mit einem einheitlichen »Deutschland-Tarif«, wie ihn der VCD vorschlägt, könnten mit einem Grundpreis alle Züge des Nah- und Fernverkehrs mit einem einheitlichen Fahrschein genutzt werden. Eventuelle Aufschläge − etwa für ICEs oder Nachtzüge − würden problemlos im Zug nachgelöst.

Nachbesserungsbedarf bestehe auch beim Fahrscheinkauf. Ob Automat, Internet oder Schalter − alle von der Bahn angebotenen Verkaufssysteme wurden von den Befragten als mittelmäßig eingestuft.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: „Am einfachsten wäre es, in den Zug zu steigen und das Ticket dort direkt kaufen zu können − nicht nur im Fernverkehr. Fahrscheinautomaten müssen eine einheitliche oder zumindest vergleichbare Bedienoberfläche besitzen. Der personenbediente Verkauf in Reisezentren und Bahnagenturen muss erhalten bleiben. Vor allem im Fernverkehr, bei Fahrrad- oder Gruppenreisen ist gute Beratung unerlässlich.” Fahrscheine, die am Fahrkartenschalter oder in einer Bahnagentur gekauft werden, dürften nicht teurer sein als im Internet oder am Automaten.

Bei fast allen Befragten sind es mangelnde Informationen über die Bahntarife, die sie gegebenenfalls vom Bahnfahren abhalten. Tischmann: „Umfassende Informationen über die Angebote der Bahn, über Preise, Fahrscheine und Verkaufsstellen sind Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen von ihrem Auto in die umweltfreundlichere Bahn umsteigen. Die Informationen müssen verständlich, übersichtlich, vollständig und aktuell sein. Wichtig ist, dass auch Ortsfremde und Menschen, die nicht jeden Tag im Zug sitzen, sie verstehen.” Es sollte grundsätzlich auch für Menschen ohne Tarif- und Ortskenntnisse in wenigen Schritten möglich sein, das für den jeweiligen Zweck richtige Ticket zu erwerben.

Zudem müssten die Bahnangebote besser aufeinander abgestimmt werden. Wie der VCD Bahntest ergab, sind für Menschen, die bisher nicht mit der Bahn fahren, Flexibilität, Zeitgewinn und Pünktlichkeit die wichtigsten Faktoren für die Wahl des Verkehrsmittels. Der VCD fordert daher einen integralen Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild, wo alle Züge immer jede Stunde zur gleichen Minute abfahren und ankommen. Tischmann: „Mit dem sogenannten Deutschland-Takt kann das gesamte Bahnangebot so verknüpft und vertaktet werden, dass häufigere und zügigere Verbindungen mit optimalen Umsteigemöglichkeiten entstehen. Vom über die Regionalbahn bis hin zum Bus in der Fläche gebe es so verlässliche Reiseketten.” (VCD)

Bahnanbindung des Jade-Weser-Ports wird teurer als geplant
Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktiongeht hervor, dass die Anbindung des Jade-Weser-Ports etwa 500 Millionen Euro kosten wird. Damit wird der Ausbau der Strecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven doppelt so teuer wie bislang veranschlagt. (THB)

: Zahl der Verkehrstoten steigt weiter
In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten in Indien um über 40% gestiegen. 2008 starben mehr als 118.000 Menschen im indischen Straßenverkehr. Die hohe Zahl Verkehrstoter ist vor allem auf die schlechte Straßenplanung und die schlechten Straßenverhältnisse, die mangelhafte Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung, einer Welle neu zugelassener PKW und LKW sowie eine große Zahl untrainierter Fahrer zurückzuführen. (New York Times)

Liberalisierung des Fernverkehrs – Der Bus als Alternative zur Bahn (Logistik Rhein-Main)

Infrastruktur entwickelt sich zur Wachstumsbremse
Der Netzbeirat des deutschen Schienennetzes ist der Auffassung, dass das Schienennetz zum Engpass für das wirtschaftliche Wachstum wird. Laut dem unabhängigen Experten-Gremiums solle das vorhandene Geld künftig, durch eine neu ausgerichtete Infrastrukturplanung effizienter ausgegeben werden. Damit Mobilität die Basis für Beschäftigung und Wachstum bleibt, muss eine andere Rangfolge der Prioritäten bei nationalen Schienenbau-Projekten erfolgen. Auf wichtigen Achsen und Knoten wird bereits heute die Kapazitätsgrenze erreicht. Laut dem Bundesverkehrsministerium wird bis 2025 mit einer Steigerung von 26% im Personenverkehr und mit 65% im Schienengüterverkehr gerechnet. Die 1,1 Milliarden Euro für die fest disponierten Ausbau-Vorhaben reichen nicht und werden kaum in kapazitätserhöhende Maßnahmen investiert. (Zughalt.de)

Deutsche Bahn kann britischen Arriva-Konzern übernehmen
Die Aktionäre des britischen Verkehrsunternehmens Arriva haben für das Übernahmeangebot der Deutschen Bahn (DB) gestimmt. Vorbehaltlich der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden sei der Vollzug der Transaktion für Ende August 2010 geplant. Danach solle Arriva von der Börse genommen werden und als eigenständige 100-prozentige Tochtergesellschaft  in die DB UK Holding Ltd. integriert werden. (WELT)

Im Hochgeschwindigkeitszug von London nach Peking in zwei Tagen
China plant derzeit eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von London nach Peking mit Verlängerung nach Singapur. Laut Wang Mengshu, Berater für Bahnprojekte in China, soll das gewaltige Bahnprojekt in einem ersten Teil auch Indien und Pakistan mit einschliessen. Der zweite Abschnitt des Projekts soll Strecken im Norden umfassen durch Russland bis nach Deutschland und das europäische Schienennetz hinein. Und ein dritter Teil würde sich nach Süden hin erstrecken, um China mit Vietnam, Thailand und Burma zu verbinden. (Daily Telegraph)

: Bau des Hochgeschwindigkeitszugnetzes soll im Februar oder März 2011 starten
Ab Oktober wird das Florida Department of Transportation (FDOT) zuerst zwei Aufträge ausschreiben. Einen für die Planung des Zugnetzes, den anderen für den Bau und den Betrieb. Die Strecke soll entlang der Interstate 4 von Orlando nach Tampa entstehen und Anfang 2015 eröffnet werden. Die Kosten werden voraussichtlich 1,25 Milliarden Dollar betragen. Geplant sei außerdem eine Route von Orlando nach Miami, diese soll aber erst in Angriff genommen werden, wenn die Route Orlando-Tampa fertiggestellt sei. (Newschief)

Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) verzögert sich

Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens in Schönefeld wird sich Zeitungsberichten zufolge voraussichtlich um sechs bis neun Monate verzögern. Geplant sei die Eröffnung nun für Anfang bis Mitte 2012. (Airliners)

Offizielle Ankündigung: baut mit Tesla ein gemeinsames (Inhabitat)

Superzug auf Schleichfahrt
Wie kleinteiliges Denken, die Frucht konsequenter Verkehrspolitik zugunsten der Bahn, deutsche Bürgermeister, die auf ihren eigenen Vorteil und den ICE-Halt ihrer Stadt bedacht sind, den deutschen Hochgeschwindigkeitszugverkehr im Ganzen und den ICE 4 im Kleinen ausbremsen. (SPIEGEL)

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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