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CargoBeamer soll Güterumschlag revolutionieren

CargoBeamer soll Güterumschlag revolutionieren

Dieser Artikel ist Teil der Serie Neue Möglichkeiten der LKW-Auflieger Verladung. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

Laut Weißbuch der Europäischen Union soll der bis zum Jahr 2015 um 60% zunehmen, der -Verkehr sogar um 75%. Bereits heute sind 6 von 10 Zugmaschinen mit Auflieger. Jeder einzelne , der von der Straße auf die Schiene verlagert wird, hilft dabei den zu entlasten und die Umwelt zu schonen. Bislang fehlt es allerdings an effizienten und vor allem schnellen Umschlagterminals für LKW-Auflieger.

Bisher wird der Auflieger oder der gesamte LKW auf für den Kombinierten Verkehr geeignete Wagen verladen. Die Halterungs- und Sicherungseinrichtungen an diesen Waggons sind speziell auf die standardisierten Transportbehälter zugeschnitten, so dass ein sicherer Transport zum nächsten Umschlagterminal gewährleistet wird. Der berühmteste Vertreter für das Verladen gesamter LKW ist die sogenannte „Rollende Landstraße„.

Eine andere Möglichkeit ist der Huckepackverkehr. So wird das Vorgehen bezeichnet, den LKW-Auflieger von der Zugmaschine abzukoppeln und mit Hilfe eines Greifarmes auf den Zugwaggon zu laden. Am Empfangsterminal geht das Ganze dann wieder andersherum. Für diese Verladeform müssen die Auflieger jedoch mit speziellen Versteifungen und Krantaschen ausgerüstet sein, was bei 45% der heute fahrenden Aufliegern nicht der Fall ist. Kranbar sind nur 1% der Auflieger (+14% Wechselbrücken).

Die -Wagen sind vom Eisenbahn-Bundesamt 2010 als TSI WAG und NOISE 2007 mit den Änderungen von 2009-konform zugelassen worden und können damit theoretisch in der gesamten EU eingesetzt werden. Das Bundesamt für Verkehr der Schweizerischen Eidgenossenschaft hat der AG für Ihre Wagons vom Typen Sdkmss Mitte 2011 die Inbetriebnahmegenehmigung erteiltm, im Januar 2012 folgte die Genehmigung durch die französische Zulassungsbehörde EPSF (Établissement Public de Sécurié Ferroviaire).

Das Verladen von LKW-Anhängern bietet allgemein gesprochen zahlreiche Vor- wie auch Nachteile. Vorteile sind ökonomischer wie auch ökologischer Natur. Durch das Transportieren des LKW per Bahn wird Treibstoff, Maut, Zeitverluste durch Staus und an den Kosten für Abnutzung gespart. Den Fahrern wird es ermöglicht, ihre Ruhezeiten einfacher einzuhalten und Sonn-, Feiertags-, oder Ferienfahrverbote spielen ebenfalls keine Rolle (auch im Vor- und Nachlauf). Mit CargoBeamer ist ein Verladeprozess unter Fahrdraht möglich, sodass nicht von Elektro- auf Dieseltraktion umgespannt werden muss. Das zulässige Höchstgewicht des Trailers beträgt 37 Tonnen und daher vier Tonnen mehr als das zulässige Gesamtgewicht von 33 Tonnen für Straßentransporte. Zu klären ist natürlich, inwieweit ein Vor- und Nachlauf im öffentlichen Straßennetz stattfindet.

CargoBeamer Zug Cargojet Konzept Kombinierter Verkehr waggonaufsatz

Bild: CargoBeamer

Nachteilig sind jedoch die anfallenden Kosten von mindestens 180.000 Euro je Wagen (konventioneller Gelenktaschenwagen kostet etwa 90.000 Euro), die Abhängigkeit von Fahrplänen und die lange Verladedauer. Genau an diesem Punkt möchte der CargoBeamer ansetzen. Das Kernelement ist ein robustes und effizientes Umschlagsystem Schiene / Straße. Die Neuheit ist ein parallelisierter und automatisierter Umschlag von Standardaufliegern und Megatrailern.

Der LKW-Fahrer stellt den zu verladenden Sattelauflieger im Umschlagsterminal („Cargogate“) in der Verladeschale mit dem Namen „CargoModule / JetModule“ ab und nimmt dort einen eventuell dort auf Weitertransport wartenden Auflieger wieder mit.

CargoBeamer Zug Cargojet Konzept Kombinierter Verkehr

Bild: CargoBeamer

Der Zug „“ fährt im Terminal ein und wird innerhalb von 10 Minuten mit maximal 64 CargoModules be- und entladen. In einem herkömmlichen KV-Terminal würde dieser Vorgang über drei Stunden dauern. Die Technik des CargoBeamers ist im Patent WO/2007/104721A1 detailliert beschrieben.

CargoBeamer Zug Cargojet Konzept Kombinierter Verkehr Parallelverladung

Bild: CargoBeamer

Problematisch ist jedoch, dass die notwendige Infrastruktur an wichtigen Knotenpunkten erst mit Hilfe von hohen Investitionen geschaffen werden muss. Die Kosten hierfür werden auf zehn bis 20 Millionen Euro pro Standort beziffert. Die Logistikbranche mit ihren geringen Gewinnmargen dürfte für Investitionen in solcher Höhe nicht von sich aus bereit sein. Hilfe von Seiten des Staates ist daher notwendig. Zumal sich die schwarz-gelbe Koalition für die eigene Nachhaltigkeitsstrategie bis 2015 ein Ziel von 25 Prozent Marktanteil für den Schienengüterverkehr verordnet hat.

Anfang 2012 hat Kombiverkehr zwei CargoBeamer-Waggons in einem Regelzug zwischen Hamburg und mitgeführt.

Streckennetz

[Abschnitt überholt] Geplant ist, den CargoBeamer auf einer Pilotstrecke zwischen Leipzig und dem Ruhrgebiet – Duisburg und Hagen sind die Favoriten – verkehren zu lassen. Bis 2014 soll das System etabliert sein. Dann soll es von Rotterdam über Leipzig und Berlin bis nach Riga () rollen. [/Abschnitt überholt]

Im Jahr 2011 wurde der Testbetrieb auf der Strecke Leipzig – Hagen durchgeführt. Die Auflieger wurden am Leipziger CargoBeamer-Umschlagbahnhof auf die JetModule verladen. Da in Hagen bislang kein Terminal existiert, mussten die kranbaren JetModule, beladen mit nicht-kranbaren Aufliegern, mit herkömmlichen Kränen umgeschlagen werden.

Route des Cargobeamer Verkehrs Rotterdam - Mockava - Riga ESTRaB

Geplante Route mit Cargobeamer-Verkehr zwischen Rotterdam und Riga. In werden die JetModule von einem Normalspur-CargoBeamer auf einen Breispur-CargoBeamer umgeschlagen. – CargoBeamer: Die Revolution im Güterverkehr hat begonnen Innovative Verkehrsverlagerung im alpenquerenden Gütertransport, Übersichtspräsentation für die Medien-Studienreise 2010 der Schweizer Bahnjournalisten, Cargobeamer AG, August 2010 – CargoBeamer-Artikel bei Bahn-Journalisten.ch

Das Projekt „“ (ESTRaB), das von der EU-Kommission im Rahmen des Programms Marco Polo II mit 5.415.900€ gefördert wird, soll die CargoBeamer-Technologie auf der Route zwischen den Niederlanden und Litauen erproben und einführen. Im ESTRaB-Projekt werden CargoBeamer-Terminals in Leipzig und Mockava (Litauen) sowie CargoBeamer Waggons gebaut, getestet und zugelassen. Eine weitere Umschlagstation soll im polnischen betrieben werden.

Im Gespräch ist ebenfalls der Bau eines Terminals an der russischen Grenze. Durch eine gemeinsame Verschiebung der JetModule und der Auflieger könnten alle Lkw-Auflieger innerhalb einer Stunde auf einen Zug mit Normalspur auf einen mit Breitspur und zurück verlagert werden. Dazu müssten die Module nur seitlich auf die befestigte Fläche neben den Zug und von dort auf den Zug der anderen Spurweite verschoben werden.

Anfang 2014 wurden im Rahmen von Pilotfahrten auf der Lötschberg- und erfolgreich CargoBeamer-Waggons eingesetzt, mit denen erstmals auch nicht kranbare vier Meter hohe Sattelauflieger durch den Gotthard transportiert werden können. Bis zum vollständigen Ausbau aller Tunnels auf das so genannte „P400“-Profil (für vier Meter hohe Sattelauflieger) erlaubt die Gotthardstrecke nur eine maximale Eckhöhe der Trailer von rund 3,85 m. Derzeit können vier Meter hohe Sattelauflieger nur auf der transportiert werden, die bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Sobald der 4-m-Korridor auch auf der fertig gestellt ist, können mit dem Cargobeamer Megatrailer (3 Meter statt 2,55 Meter Innenhöhe) befördert werden.

CargoBeamer Maße Gotthard Tunnel

Pilotfahrt auf der Gotthardachse durch den Gotthard-Scheiteltunnel – Foto: CargoBeamer AG

Im April 2015 haben CargoBeamer und BLS Cargo den Transport von vier Meter hohen Sattelauflieger auf der Gotthardachse begonnen. Die Relation zwischen Köln und dem italienischen Melzo nahe Mailand wird in drei Umläufen pro Woche mit jährlich rund dreihundert Zügen angeboten. Ein Zug besteht aus bis zu 28 Waggons. Der Umschlag der Auflieger auf die Schiene wird im neuen Terminal Köln-Nord (D) sowie im Terminal Melzo (I) in der Lombardei durchgeführt. Bisher waren derartige Verkehre auf der Gotthardroute nur über die Strasse möglich. Die CargoBeamer-Verkehre unterstützen somit eine effektive Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene.

BLS CargoBeamer Gotthardachse

CargoBeamer auf der Gotthardachse – Foto: CargoBeamer AG

Liniennetz

  • Wolfsburg – Bettembourg (Luxemburg) für ab Juni 2013
  • Eine Wagengruppe zwischen den Häfen Rostock und Wien in Zusammenarbeit mit ERS Railways B.V. (exakter Starttermin unklar)
  • Alpentransit Ostsee – Gotthardachse in Kooperation mit der BLS Cargo AG ab 2014 (Lübeck – Nordrhein-Westfalen – Mailand) sowie Niederlande – Mailand
  • – Berlin – Polen / Baltikum ab 2015
  • Die European Cargo Logistics GmbH (ECL), eine Tochter der Lübecker Hafengesellschaft, nutzt ab Anfang September 2013 CargoBeamer-Wagen für den Intermodalverkehr zwischen Lübeck und Duisburg. Die sechs Mal je Woche und Richtung verkehrenden Züge führen einige CargeBeamer-Wagen mit, um zusätzliche Marktpotentiale im Bereich der nicht-kranbaren Auflieger zu erschließen.

Terminals

Terminal Mockava (Litauen)

Das Terminal in der Nähe des litauischen Dorfes Mockava sollte in Zusammenarbeit mit dem litauischen Mischkonzern Achemos grupė errichtet und ab Mitte 2012 betrieben werden. Geplant waren zunächst 31 Stellplätze und 3 Abfahrten in der Woche. Ab 2014 soll das CargoBeamer-System auf der gesamten Strecke zwischen Rotterdam und Riga in Betrieb genommen werden. Allerdings war Ende 2012 weder ein Terminal in Litauen errichtet noch ein teilweiser Verkehr aufgenommen.

Terminal Legnica (Polen)

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Legnica soll im Frühjahr 2013 der Bau des ersten polnischen CargoBeamer-Terminals beginnen. Investor ist die polnische Bus- und Bahngesellschaft Pol-Miedź Trans. Verladen werden sollen Auflieger mit Gütern aus dem Bezirk Legnicko-Głogowski Okręg.

Terminal Hagen

Im Norden der Stadt Hagen wollte CargoBeamer ursprünglich bis 2014 auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs am Ufer des Hengsteysees ein neues Verladeterminal errichten. Es sollte für eine Umschlagskapazität von 800 Lkw und zehn Züge täglich ausgelegt werden. Das Terminal befände sich am Schnittpunkt der Ruhr-Sieg-Strecke, der Ruhrtalbahn, der Bahnstrecke Hagen–Hamm und der Obere Ruhrtalbahn sowie an der Autobahn A1 (Ausfahrt Hagen-Nord). Dadurch ist Hagen insbesondere für einen Wechsel von der Nord-Süd auf die Ost-West-Verbindung und umgekehrt von Bedeutung.

Jedoch ist der gewählte Standort stark umstritten. Der Hengsteysee dient heute in besonderem Maße der Freizeitnutzung und ist Ziel zahlreicher Ausflügler aus den nahen Großstädten des Ruhrgebiets. Anwohner und Gäste fürchten eine massive Störung durch Lkw-Verkehr und eine sinkende Attraktivität des Naherholunsgebietes.

Der Rat der Stadt Hagen hat sich für den Bau des Terminals ausgesprochen. Für die Baugenehmigung müssen allerdings zunächst Flächennutzungspläne sowie der Regionalplan geändert werden. Das geplante trimodale KV-Terminal am alten Hafenbahnhof in Huckarde, das etwa 18 Kilometer Fahrt entfernt ist, soll durch das CargoBeamer-Terminal nicht beeinflusst werden.

Im Juni 2015 hat CargoBeamer vom Standort am Ufer des Hengsteysees Abstand genommen. Am Standort Hagen solle jedoch festgehalten werden. Das neue Wunsch-Standort liegt ebenfalls in Hagens Norden und ist derzeit noch im Besitz der Deutschen Bahn. Es liegt direkt an einer Bahnlinie und ebenfalls nicht weit von der Autobahn A 1. Eine Änderung des Regionalplans und des Landesentwicklungsplans ist am neuen Standort nicht notwendig. Der Hengsteneysee soll nun zu einem attraktiven Naherholgsangebot umgestaltet werden. Nach der Cargobeamer-Entscheidung wurde in Hagen Kritik an dem Unternehmen laut. „Durch die ­zögerliche Haltung des Unternehmens, das seine Entscheidung immer wieder hinausgeschoben hat, ist uns schon viel Zeit verloren gegangen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzender Mark Krippner.

Terminal Calais

Lange ausgebremst wurde der Bau eines Terminals in der französischen Hafenstadt Calais. Etwa 25 Millionen Euro sollen dort in ein 35.000 Quadratmeter großes Terminal auf dem Gelände des neuen Logistikzentrums Calais Premier investiert werden. Das Terminal soll 800 Sattelauflieger pro Tag umschlagen können und täglich acht bis zehn Züge abfertigen. Die Inbetriebnahme ist auf 2014 Ende 2015 Ende 2016 terminiert. Zur Errichtung der Terminals in Calais und weiteren Erschließung des französischen Markts hat die CargoBeamer AG mit DCB International, einem führenden französischen Projektentwickler für Immobilien, im Oktober 2014 das Joint Venture Cargobeamer France SAS gegründet. DCB International errichtet den Logistikpark Calais Premier.

Calais liegt nahe zum und damit äußerst verkehrsgünstig. Die französische Hafenstadt passieren pro Jahr etwa 3,2 Millionen Lkw. Calais soll im CargoBeamer-Netzwerk vor allem eine wichtige Rolle im Grobritannienverkehr einnehmen. Mehr als 1,7 Millionen Lkw setzen von Calais aus jedes Jahr nach Großbritannien über. Die Autoroute A26 verbindet Calais direkt mit Paris (295 km).

Die französische Eisenbahn und der französische Eisenbahnnetzbetreiber Réseau ferré de France verweigerte jedoch lange Zeit den Gleisanschluss. fret setzt zur Zeit auf das Modalohr-System des französischen Unternehmens Lohr Industrie. Derzeit transportiert das luxemburgische Transportunternehmen Lorry Rail Lkw mit Modalohr-Wagen auf der 1.050 km langen internationalen Schienen-Straßenverbindung von Bettemburg in Luxemburg und dem französischen Perpignan an der spanischen Grenze. Die französische Eisenbahn SNCF, die Luxemburger CFL und Geodis, ein Transport- und Logistikunternehmen der SNCF, sind Eigentümer von Lorry Rail. Im Oktober 2015 wurde zudem auf dem Gelände des Hafens von Calais ein neuer Modalohr-Terminal eröffnet.

Ende Oktober 2012 führte CargoBeamer eine Testfahrt von Leipzig nach Calais durch. Die Testfahrt bildet den Abschluss einer Reihe von europäischen Testfahrten. Sie erbringt den Nachweis, dass CargoBeamer alle technischen und operativen Voraussetzungen für die Nutzung des europäischen Schienennetzes erfüllt. Der Termin für die Inbetriebnahme des Terminals in Calais wurde auf 2014 Ende 2015  Ende 2016 terminiert.

Zuletzt weigerte sich die Académie française ein benötigtes Grundstück abzutreten.

Pilotterminal Volkswagen in Wolfsburg

CargoBeamer hat auf dem Gelände des Volkswagen Werks in Wolfsburg eine Pilotanlage zum Umschlag von Waggons im Kombinierten Verkehr errichtet.

VW Volkswagen Umschlag CargoBeamer Lkw Schiene Terminal Wolfsburg

Cargobeamer-Gate in Wolfsburg – Foto: CargoBeamer AG

Das Terminal soll dabei helfen, einen Teil der 1.000 Lkw, die täglich das Volkswagen-Werk anfahren, auf die Schiene zu verlagern. Ab Juni 2013 transportieren CargoBeamer und Volkswagen im gemeinsamen Pilotbetrieb zunächst wöchentlich zwölf Rundläufe von Lkw-Sattelaufliegern zwischen Bettembourg (Luxemburg) und Wolfsburg. In Bettembourg werden die nicht kranbaren MEGA Trailer umgeschlagen und mit dem Konkurrenzprodukt Modalohr weiter bis Barcelona transportiert.

Zukünftig soll die Umschlaganlage in Wolfsburg auch für weitere Routen genutzt werden, insbesondere nach Mittel- und Osteuropa. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2013 geplant. Cargobeamer investiert in Wolfsburg 2,5 Millionen Euro.

Terminal in der Region Mailand

Im Juni 2015 hat die CargoBeamer AG eine Gesellschaft für Güterumschlag und Transport in Italien gegründet. Das erste Projekt ist der Bau und Betrieb eines Terminals zum Umschlag von Sattelaufliegern in Melzo.

Terminal Köln

Köln Nord Terminal Cargobeamer Verkranung

CargoBeamer-Kranverladung im terminal Köln-Nord – Foto: CargoBeamer AG

Seit April 2015 bedient der „CargoBeamer Alpin“-Zug drei Mal in der Woche das „Terminal Köln Nord“ der Hafen- und Güterbahn Köln im Stadtteil Niehl und fährt von dort aus nach Melzo. In der ersten Ausbaustufe mit fünf Gleisen mit einer Nutzlänge von ca. 300 m, vier Abstellspuren und einen Containerkran können 42.000 Ladeeinheiten pro Jahr umgeschlagen werden. Die zweite Baustufe, die bis Ende 2017 realisiert wird, sieht eine Verlängerung der Gleise auf 700 m und einen zweiten Kran vor. Die Kapazität wird dadurch auf 150 000 TEU erhöht. Der Endausbau soll 250.000 Ladeeinheiten jährlich leistbar machen. Der Umschlag erfolgt durch die CTS Container-Terminal GmbH. Die Investition in das Terminal hat 22 Millionen Euro gekostet, 80 Prozent der Summe förderte der Bund.

Expansion nach China

Im Juli 2016 haben die CargoBeamer AG und die Regierung der Provinz Shandong, der Waggonproduzent Zhongche GroupJinan, sowie ATOP International Investment eine Absichtserklärung zum Bau und Einsatz der CargoBeamer-Technologie in China unterzeichnet. Der Einsatz der Waggons sowie der CargoBeamer Terminals ist für schnellen „Umstieg“ von LKW-Trailern innerhalb Chinas sowie für Container-Transporte auf dem Weg nach Europa geplant.

Aktualisierungen

Aktualisierung – 06.06.2012
Abschnitt Erteilte Genehmigungen und Streckennetz aktualisiert

Aktualisierung – 06.11.2012
Details zu den Terminals Calais, Mockava und Hagen hinzugefügt. 

Aktualisierung – 29.11.2012
Informationen zum Pilotterminal Wolfsburg / Volkswagen-Werk hinzugefügt

Aktualisierung – 16.12.2012
Informationen zum Terminal Lignica und zum Terminal Hagen hinzugefügt

Aktualisierung – 09.06.2013
Informationen zum Echtbetrieb und der Kooperation mit BLS hinzugefügt.

Aktualisierung – 07.09.2013
Informationen zur Nutzung von CargoBeamer-Wagen bei ECL eingefügt.

Aktualisierung – 22.01.2014
Pilotfahrten auf der Lötschberg- und Gotthardachse hinzugefügt.

Aktualisierung – 03.11.2014
Joint Venture mit DCB International, einem führenden französischen Projektentwickler für Immobilien, hinzugefügt.

Aktualisierung – 04.11.2015
Informationen zum regulären Betrieb auf der Gotthardachse sowie zum geplanten Terminal in Mailand hinzugefügt. Der Stand zum Terminal Hagen wurde aktualisiert.

Aktualisierung – 28.07.2016
Informationen zum Engagement in China hinzugefügt.

Dieser Artikel ist Teil der Serie Neue Möglichkeiten der LKW-Auflieger Verladung. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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