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[Programmhinweis] DRadio Wissen Onlinetalk über die Zukunft der Mobilität

Artikelaktualisierung Zukunft MobilitätEin kleiner Programmhinweis für den morgigen Samstag, den 26.01.2013. Ich habe ab 11:00 Uhr mit Daniel Fiene und Herrn Pähler im Onlinetalk bei DRadio Wissen über heutige und zukünftige Trends, Herausforderungen und Chancen im Bereich Mobilität gesprochen. Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist hier zu finden.

Wo das Intervie statt fand: Radiostudio Vier im MDR Landesfunkhaus Dresden

Ich stand im Radiostudio Vier des MDR Landesfunkhauses Dresden, Daniel Fiene und Herr Pähler in Köln

Die Sendung dauerte etwa 55 Minuten. Wir hatten also ausreichend Zeit, das Thema intensiv zu diskutieren. Ich hatte selbst keine Ahnung über die konkreten Gesprächsthemen und musste mich einfach überraschen lassen, in welche Richtung sich das Gespräch entwickelt. Unterhalten haben wir uns über alle wichtigen Verkehrsträger. Die Bereiche Radverkehr, Straßénverkehr, Schienenverkehr, Luftverkehr und sogar der Weltraumtourismus wurden abgedeckt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich beim letzten Thema nicht wirklich viel Ahnung hatte und das in diesem Blog normalerweise nur eine minimale Rolle spielt. Ist eben zu „abgehoben“. ;-)

Um die angeschnittenen Themen ein wenig weiter zu vertiefen, empfehle ich folgende Artikel:

Wer Themenvorschläge, Fragen oder Anregungen hat, kann gerne immer einen Kommentar abgeben oder mir eine Mail schreiben.

DRadio Wissen wird ausschließlich digital über den Digitalradio-Standard DAB+, Kabel, Satellit und im Internet als Livestream in verschiedenen Formaten ausgestrahlt. Der Livestream ist hier zu finden.

Wer möchte, kann das Gespräch auch noch im Nachhinein als Podcast hören.

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

2 Kommentare

  1. Sven Krämer

    Ein sehr interessantes Interview, das Sie da bei Dradio Wissen geführt haben.

    In sehr vielen Punkten stimme ich mit Ihren Ansichten überein.

    Allerdings würde mich doch interessieren, wie Sie den Datenschutz bei der Ortung der vielen Fahrzeuge gewährleisten wollen. Das Thema interessiert mich nur am Rande (eigentlich), aber ich möchte schon vorbereitet sein, sollte das Realität werden, damit man einige Argumente vorbringen könnte.

    Ich weiß doch, oder wir wissen doch wie der Aufschrei in Deutschland vonstatten geht, auch wenn alles mit den deutschen Datenschutzbehörden angeblich abgestimmt worden ist, wird der Teufel los sein, wenn es an den Start gehen wird. Natürlich auch nur dann, denn vorher interessiert es nur ein ganz geringer kleiner Kreis, der das wie auch immer dazu steht (siehe Stuttgart 21).

    Ich werde mit den Blog mal in der nächsten Zeit anschauen, denn das was im Interview mit Daniel Fiene und Herrn Pähler gesagt worden ist, klingt in sehr vielen Bereichen sehr vernünftig.

    Antworten
  2. Martin Randelhoff

    Hallo,

    Datenschutz und Echtzeit-Information / -Navigation ist wirklich ein problembehaftetes Feld. Wir werden keine vollständige Anonymität herstellen können, wenn ein Nutzer, Fahrgast oder Autofahrer eine bestimmte App nutzt und alleine über die Nutzung zu identifizieren bzw. sein Verkehrsverhalten einem bestimmten Smartphone zuzuordnen ist. Das ist wirklich problematisch.

    Ich warte schon länger auf diese gesellschaftliche Debatte. Allerdings muss man einfach feststellen, dass es nicht ohne GPS-Ortung, kurzfristiger Speicherung von Wegen, usw. gehen wird.

    Es gibt ja verschiedene denkbare Nutzungsmöglichkeiten:

    1.) Standardnavigation mit Echtzeitdaten von anderen Verkehrsteilnehmern. Dies ist ja bereits heute weitgehend Standard. In modernen Navigationslösungen werden anonymisierte Handydaten von Autofahrern oder ÖPNV-Nutzern zur Auslastungssteuerung genutzt. Apple speichert seit iOS 4 Bewegungsdaten, TomTom überträgt auch Daten bzw. nutzt Handydaten für HD Traffic: http://j.mp/W6neUw

    Aus diesen Daten kann man in der Verkehrsplanung relativ viel machen, v.a. weil die Daten auch anonymisiert vorliegen. Je mehr Daten jedoch gesammelt werden, bzw. je größer der Datensatz wird, desto leichter kann man auch Bewegungsprofile einzelner Mobiltelefone ermitteln und diese dann wieder über anderen Datensätze querreferenzieren und dann eventuell wieder personalisieren. Aber davon hat man als Verkehrsplaner bzw. Verkehrsunternehmen nichts, wird das also nicht machen.

    2.) Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist im Bereich Abrechnung. Weltweit wächst die Nutzung von sog. Smartcards, Plastikkarten mit eingebautem integriertem Chip, der entweder über RFID oder NFC ausgelesen wird. In den Niederlanden werden Fahrten mit der Bahn bzw. dem ÖPNV kilometerabhängig abgerechnet, indem man sich Ein- und wieder Auscheckt. Für die Abrechnung werden die Bewegungsdaten eine Zeit lang gespeichert und sind natürlich mit einer Karte und einem Abrechnungsprofil verknüpft. Und auch die Deutsche Bahn macht ja eine Art privater Vorratsdatenspeicherung in Sachen touch&travel. Zur Bestimmung der Fahrtweite bzw. Strecke werden die Handydaten des Fahrgasten genutzt. Diese werden zehn Monate lang und damit länger als die gesetzlichen Speicherfristen aufbewahrt. Interessant wird auch die Zahlungsabwicklung via Smartphone und NFC-Chip. Hier wird auch die Videoüberwachung und Gesichtserkennungssoftware genutzt, um zu überprüfen, ob sich Fahrgäste noch im Fahrzeug befinden oder um Umsteigebeziehungen zu erkennen. Dürfte für Datenschützer auch ein Alptraum sein. Wenn man die Speicherfristen allerdings sehr kurz hält (~15 Minuten), dürfte das mMn in Ordnung gehen.

    3.) Sehr interessant ist auch die integrierte Nutzung verschiedener Verkehrsmittel bzw. auch hier die Zahlungsabwicklung. Hier muss man alle Wege und genutzten Verkehrsmittel mit einem Konto verknüpfen und dann abrechnen, bzw. in Echtzeit die Position bestimmen und neue Wege vorschlagen (siehe auch SMART WAY: http://j.mp/Aas1Qb
    )

    4.) Und dann gibt es noch Mautdaten, Kennzeichenerfassung, Videoerfassung von Fahrzeugen und Abgleich mit einer Datenbank, usw. Das ist alles vor allem im Bereich Innenstadtmaut wichtig.

    Man sieht also, dass das Thema Datenschutz in Verkehr sehr heikel ist, aber moderne vernetzte intermodale Mobilität ohne die Freigabe von personalisierten ortsbezogenen Daten faktisch nicht möglich ist. Wir stehen wie gesagt noch ganz am Anfang dieser Debatte, auch wenn die Daten im Verkehr schon lange erhoben bzw. genutzt werden. Aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Ich muss das Thema auf jeden Fall mal näher beleuchten…

    Und viel Spaß beim Umschauen… ;-)

    Viele Grüße,
    Martin

    Antworten

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