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Die ultimative Mobilitätszukunft – ein Traum

Ich hatte einen . Ich habe etwas geträumt, dass heutzutage bereits sicher zu sein scheint: Transporte und Bewegung werden in der Zukunft umweltverträglich und effizient sein, ihre nähere und weitere Umgebung schonen (d.h. keinen Lärm oder andere externe Effekte verursachen), ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten, leicht zu nutzen und günstig im Gebrauch sein.

Doch mit welcher Art Fortbewegungsmittel werden wir diese Art von umsetzen können?

In naher Zukunft wird die Fahrt mit dem Hybrid-Auto, an dem fast jeder Autohersteller derzeit arbeitet, oder dem wie dem , den Straßenverkehr dominieren. Vermehrt werden Hochgeschwindigkeitszugverbindungen zwischen Metropolen errichtet werden und vielleicht hat auch die Magnetschwebebahn eine Chance im Verkehrsmix der Zukunft.

Aber was für Fahrzeuge wird es 2030 oder 2100 geben?

GM glaubt mit dem EN-V bis zum Jahre 2030 den innerstädtischen Verkehr revolutionieren zu können, aber was können wir noch so alles erwarten? Viele Menschen haben sich schon Gedanken gemacht und es sind schon viele Konzepte, Designstudien, etc. auf den Tisch gelegt worden. Manche umsetzbar, manche eher zum Scheitern verurteilt. Da hätten wir zum Beispiel das anziehbare Motorrad:

, das Elektro- 1

Deus ex Machina, Elektro-Exoskeleton

Das von Jake Loniak entworfene Ein-Personen-Motorrad „Deus ex Machina“ ist ein elektrisch angetriebenes, vertikal parkendes, „anziehbares“ Motorrad. Es ist einem menschlichen Skelett nachempfunden. Mit sieben sich hinter dem Helm befindenden künstlichen Wirbeln soll der Fahrer das aus 36 pneumatischen Muskeln und zwei Aktuatoren bestehende Motorrad steuern. Die Deus Ex Machina soll von 0 auf 100km/h in 3 Sekunden beschleunigen, die Spitzengeschwindigkeit soll 120km/h betragen. Nano-Phosphat Batterien und Ultra-Kondensatoren treiben die in den Rädern versteckten Motoren an, die für die ungeheure Beschleunigung sorgen.

Inspiriert wurde das Design von der Biomechatronik und einer engen Verbindung zur Natur. Biomechatronik verbindet Biologie mit Mechanik und Elektronik um technische Probleme mit Lösungen der Natur zu lösen. Der Helm, die Arme und das Skelett stellen eine Verbindung zur menschlichen Physiologie dar, die Mechanik und Elektronik sind „anziehbar“ und von den Funktionen dem menschlichen Körper ähnlich.

: Elektro VTOL (vertical takeoff and landing) Fluggerät

Fluggeräte der heutigen Zeit – Flugzeuge, Hubschrauber und Heißluftballons – sind für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich. Die NASA möchte dies mit einem Elektro- nun ändern. Das Ein-Mann-Fluggerät soll von einem 60 PS starken Elektromotor angetrieben werden, der das Fluggerät besonders leise macht und durch seine schwenkbaren Rotoren keine Start- bzw. Landebahn benötigt. Angetrieben wird das futuristische Gefährt von einer , die eine Reichweite von 80 Kilometern garantieren soll. Die Höchstgeschwindigkeit soll laut NASA bei 300 mph liegen (~480 km/h).

NASA Puffin

Der NASA Puffin ist 3,7 Meter lang, die Flügelspannweite mit den zwei Proprotoren an den Flügelspitzen beträgt 4,4 Meter. Der Puffin wiegt leer 136 Kilogramm plus 45 Kilogramm für die Batterie und 91 Kilogramm für den Piloten und die maximale Zuladung. Insgesamt wiegt das Fluggerät maximal 272 Kilogramm.

Das Fluggerät wurde von Mark Moore in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), dem Georgia Institute of Technology, dem National Institute of Aerospace (NIA) und M-DOT Aerospace entworfen. Die NASA plant erste Testflüge mit einem um 60% verkleinerten Modell für Mitte 2010.

Es mag vielleicht sehr nach Science Fiction klingen, aber es geht in diesem Artikel ja um mögliche Mobilitätskonzepte für die Zukunft. Ob diese umsetzbar sind oder nicht, ist erstmal zweitrangig.

Die Idee eines Lifts bis in den Weltraum ist schon sehr alt. Bereits 1895 hatte der russische Weltraumpionier Konstantin Ziolkowski – inspiriert vom Eiffelturm – die Idee eine Art Weltraumturm zu bauen um Menschen in den geostationären Orbit zu bringen.

1957 schlug der sowjetische Wissenschaftler Juri Arzutanow vor, einen Satelliten in den Orbit zu schießen, der als Aufhängung für den Aufzug dienen sollte. Von dort aus sollte ein 35.786 Kilometer langes Kabel zur Erde gespannt werden.

Der US-Amerikaner Jerome Pearson schlug 1975 vor, eine kegelförmige Konstruktion zu benutzen. Das Kabel müsste im Bereich des Schwerpunktes am dicksten sein, da es dort die größte Spannung auszuhalten hat. Das Kabel könnte als Gegengewicht in den Weltraum hinaus verlängert werden, während die erdnahe Hälfte des Turms errichtet würde, so dass der Schwerpunkt des Systems ständig auf dem geostationären Orbit liegt.

Weltraumlift NASA

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist ein Material bekannt, das die Anforderungen erfüllen könnte: Kohlenstoffnanoröhren. Anfang 2004 ist es einer Gruppe von Wissenschaftlern um Alan Windle  an der Universität Cambridge  gelungen, auf der Grundlage dieser Technologie einen etwa 100 Meter langen Faden herzustellen. Kohlenstoffnanoröhren haben ein bis zu 100 mal besseres Verhältnis von Zugfestigkeit zu Gewicht als Stahl, deshalb ist dieser Werkstoff ein möglicher Kandidat für den Weltraumlift. Jedoch ist die Technologie noch längst nicht ausgereift: Kohlenstoffnanoröhren können bisher nur in sehr begrenzter Zahl hergestellt werden und sind dementsprechend sehr teuer.

Bradley Edwards plant innerhalb von 15 Jahren einen Prototyp zu errichten. Die NASA unterstützt diesen Versuch mit 500.000 Dollar.
Ebenfalls hat sich das Unternehmen LiftPort Group das Ziel gesetzt, einen solchen Weltraumlift zu bauen. Das selbstgesteckte Ziel der Fertigstellung wurde im Oktober 2006 vom 12. April 2018 auf den 27. Oktober 2031 korrigiert.

Seit 2008ist auch Japan in das Rennen um den Bau des ersten Weltraumlifts mit eingestiegen. Die japanische Regierung möchte fünf Milliarden Euro zielgerichtet für die Forschung und Entwicklung eines Space Elevators ausgeben. Ebenso gab es im November 2008 eine Konferenz, auf der ein Zeitplan für den Bau des Lifts festgelegt wurde.

Robert Pulliam, der Erfinder des Tubular Rail – ins Deutsche übersetzt soviel wie Röhrenzug – sagte über seine Erfindung: „Wir setzen keine komplett neue Technologie ein – wir reorganisieren nur die alte.“ Das von ihm entworfene Konzept verspricht einen Zug ohne Schienen. Die Zugeinheit gleitet stattdessen durch einzelne Ringe. Dazwischen schwebt sie frei in der Luft. Angetrieben wird das ganze System durch Motoren in den Ringen, die den Zug immer weiter nach vorne schieben. Ein etwa 120 Meter langer Zug gleitet durch vier Ringe, die jeweils 30 Meter voneinander entfernt sind. Das heißt, dass der Zug zu jeder Zeit durch mindestens drei Ringe gehalten wird.

Der große Vorteil dieses Transportkonzepts ist, dass kein durchgängiger Schienenstrang benötigt wird. Dies spart auch enorm viel Platz ein. Pulliam meint, dass ein 1,6 Kilometer langer Streckenabschnitt nur die Hälfte eines gleich langen Straßenbahnabschnitts und zwei Drittel einer gleich langen Hochgeschwindigkeitsstrecke kostet. Dabei erreicht der Zug Geschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern. Etwa 400 – 500 Passagiere finden in einer Zugeinheit Platz.

Tubular Rail will die größten Vorteile eines Zuges, Sicherheit und Effizienz, mit der Möglichkeit kombinieren, Probleme wie Finanzierung und der teilweise schwierige und teure Bau einer Bahnstrecke zu lösen.

  1. http://www.greencardesign.co.uk/site/item.php?id=1210936143

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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