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Geschichte der Eisenbahn – Teil I: Anfang 17. Jahrhundert – 1835

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung infolge der Ausbeutung der Kolonien und der Anfänge der industriellen Revolution gab es einen großen Mangel an leistungsfähigen Transportsystemen um Rohstoffe und Endprodukte transportieren zu können. Die wachsenden Güterströme waren nicht mehr durch Pferdefuhrwerke zu bewältigen. Auch verlangte das rasante Bevölkerungswachstum das sich in den Städten ballte, einen schnellen und kostengünstigen Transport von Gütern.

Industrielle Revolution, IndustrialisierungDie Zeche Mittelfeld (Carl-August-Schacht) in Ilmenau (Thüringen) – Urheber unbekannt

Durch die starke Zunahme der Bevölkerungsdichte innerhalb der Städte stieg auch die Nachfrage nach Beförderung für geschäftliche und private Zwecke.

Dies war aber keinesfalls die Geburtsstunde des schienengebundenen Verkehrs. Dieser wurde zuerst in Kohlebergwerken Mitteleuropas mit Hilfe von Holzschienen eingeführt. Wagonways transportierten die Rohstoffe innerhalb der Bergwerke und zu den Verladestellen für Binnenschiffe.

Wagonway Vorläufer der Eisenbahn – Bild von Barry Hurst – Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Im 18. Jahrhundert wurde die sogenannte entwickelt, gusseiserne Winkelschienen für die Benutzung durch gewöhnliche Fuhrwerke auf kurzen und  besonders gefährlichen Streckenabschnitten.

Durch Kostensenkungen beim Transport von Kohle und Eisenerzen sanken die Preisen für Eisen. Diese Entwicklung wurde durch Überproduktion noch weiter verstärkt. Es kam zur ersten Krise der Montanwirtschaft im Jahre 1767. Erst dadurch wurde das Verlegen von kilometerlangen Eisenschienen erst möglich.

1795 wurde die erste Pferdeeisenbahn in eröffnet. Zu dieser Zeit kam auch die Idee auf, eine stationäre Dampfmaschine als Antrieb zu nutzen, was aber einige Probleme (Umsetzung der Kolbenbewegung (Translation) einer Dampfmaschine in Achsantriebskraft / Zugkraft (Rotation) eines Fahrzeugs sowie der Kraftübertragung vom Eisen- / Stahlrad auf die Eisen- / Stahlschiene) mit sich brachte. 1783 wurde das Problem der Translation – Rotation gelöst. Dies ermöglichte Richard den „tram wagon“ als erste Dampflokomotive der Welt zu bauen. 1808 entwickelte Trevithick die “, 1812 folgte die erste Zahnradbahn. 1814 baute die erste betrieblich verwendete Lokomotive „Mylord“.

Lokomotive Catch me if you can TrevithickLokomotive Catch me if you can von Trevithick

Aber auch die Schienen entwickelten sich weiter: ab 1820 gewalzte Schienen, 1835 Doppelkopfschienen und ab 1836 wurden Breitfußschienen verbaut.

Stockton – Darlington
1825 wurde die erste öffentliche auf der Strecke Stockton – Darlington in Betrieb genommen. Diese wurde noch im Mischbetrieb mit Fuhrwerken betrieben. Die erste  reine Eisenbahnstrecke (Manchester – Liverpool) wurde 1828 eröffnet. Ab 1830 sprang der „Eisenbahnvirus“ auch auf Kontinentaleuropa und die USA über. 1835 ist die Eisenbahn auch in angekommen.

Verfasst von

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

4 Kommentare

  1. Michelle

    Hallo.. ((:
    Wir haben gerade das Thema Revolution usw in der Schule..
    Wir müssen ein Referat über die Entstehung der Eisenbahn und Entwicklung der Eisenbahn halten..
    Dieser Text hat uns sehr geholfen..
    Vielen Dank..

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Hallo, freut mich dass ich euch helfen konnte. :-)

      Antworten
  2. ich

    kurze frage:
    wie wurden die wagonways angetrieben? :)
    PS: schöner Artikel hat mir geholfen

    Antworten

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