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Eisenbahn, Flugzeug und der Umweltverschmutzer~2 Minuten Lesezeit

Die Diskussion über ein Hochgeschwindigkeitszugnetz für die ist mittlerweile ein hochpolitischer Prozess geworden. Gegner wie Befürworter kämpfen den Kampf mit starken Bandagen. Überall im Land entstehen sogenannte „Graswurzelbewegungen“ aus engagierten Bürgern, die für oder gegen eine Hochgeschwindigkeitsstrecke in ihrem Bundesstaat oder ihrer Stadt kämpfen. Längst zählen nicht mehr ausschließlich die Fakten. Die ganze Diskussion hat sich in einen sehr emotionalen Prozess gewandelt.

Thanksgiving ist einer der reisestärksten Tage in den USA. Der Blogger Matthew Yglesias hat zu diesem Anlass eine Grafik im US-Politikblog Think Progress veröffentlicht, welche die verschiedener Transportmodi gegenüberstellt:

Gegenüberstellung Energieeffizienz Auto Eisenbahn Flugzeug HochgeschwindigkeitszugDie Grafik wurde mit Hilfe dieser Daten aus dem “Vision for High-Speed Rail in America” Plan erstellt:

Gegenüberstellung Energieeffizienz Auto Eisenbahn Flugzeug Hochgeschwindigkeitszug Datentabelle

Die unterschiedlichen Werte zeigen nicht nur unterschiedliche Effizienzgerade sondern auch unterschiedliche Emissionswert. Dies hängt meistens damit zusammen, dass Strom normalerweise mit einer geringeren Umweltbelastung pro Energieeinheit produziert werden kann.Es wird interessant zu sehen, wie sich diese Werte verändern, wenn das im Massenmarkt angekommen sein sollte.

Problematisch ist und wird jedoch immer Flugzeugkerosin bleiben. Dies lässt sich derzeit nicht substituieren. Für die Langstrecke über Kontinente hinweg, wird das Flugzeug auch in Zukunft das einzig wettbewerbsfähige Verkehrsmittel bleiben. Zumindestens so lange bis wir endliche Beamen können. ;-)

Diese Grafik zeigt aber zum wiederholten Male, dass auf der Mittelstrecke sowohl auf das Flugzeug wie auch auf das Auto verzichtet werden sollte. Der Wirkungsgrad und die sind einfach zu hoch. Wie Matthew Yglesias in seinem Artikel anmerkt, fliegen viele Menschen auch auf der Kurzstrecke, da es entweder keine Alternative gibt oder die Alternativen als zu teuer erscheinen. Dies hängt aber damit zusammen, dass „der derzeit einen großen externen Effekt nicht richtig bepreist: die Luftverschmutzung. Sollte der Ausstoß von Emissionen mit einer Steuer belegt werden, so würde die massive Marktanteile auf jenen Strecken gewinnen, auf denen derzeit bevorzugt geflogen wird.“

Ein intelligenter Einwand, den es in meinen Augen dringend zu verfolgen gilt.

(via INFRASTRUCTURIST)

Verfasst von

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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