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Otobuxi = Selbstfahrendes Auto + Bus + Taxi~2 Minuten Lesezeit

Eine Hypothese bezüglich des Verkehrs der lautet, dass die einzelnen Verkehrsarten weiter miteinander verschmelzen werden. Anders ausgedrückt: Die Grenzen zwischen motorisierten Individualverkehr, öffentlichen Personennahverkehr und Gelegenheitsverkehr verschwimmen.

Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist eine einfache Feststellung: Nicht jedes Fahrzeug ist für jede Straße und jedes Gebiet geeignet. Gelenkbusse sind in eng bebauten Wohngebieten denkbar ungeeignet. Gleiches gilt für große Pkw in hoch verdichteten Räumen.

Der kanadische Maschinenbauer Charles Bombardier (unabhängig von Bombardier Transportation) hat sich Gedanken über die Anforderungen und die technischen Spezifikationen eines Fahrzeugs gemacht, das die Problematik des in Gegenden mit geringen Straßenquerschnitten löst. 

Otobuxi Designstudie Konzept ÖPNV der Zukunft

Otobuxi – Rendering: / Boris Schwarzer

Das vollautonom fahrende und elektrisch angetriebene „Otobuxi“ (ausgesprochen: „Auto-Boxy“) verschmilzt die positiven Eigenschaften des MIV, des ÖPNV und des Taxiverkehrs und schafft eine ganz neue Fahrzeugkategorie. „Otobuxi“ hat seinen etymologischen Ursprung in den Worten “Auto” (Oto-); “” (-bu-) und (-xi).

Otobuxi Designstudie Konzept ÖPNV der Zukunft

Der Otobuxi aus der Vogelperspektive – Rendering: Charles Bombardier / Boris Schwarzer

Das „intelligente öffentliche Verkehrskonzept für “ sammelt Fahrgäste direkt an der Haustür ein und dient als Feeder zu Knotenpunkten des ÖPNV wie -, - oder -Haltestellen. Bestellt wird ein Otobuxi über eine spezielle -App, über die zudem der Fahrpreis abgerechnet wird. Die Anwendung schlägt dem Fahrgast zwei oder drei mögliche Routen und Kombinationen unterschiedlicher Verkehrsmittel vor. Die Fahrtroute wird entsprechend der Zahlungsbereitschaft, dem Zeitbudget, den Geschwindigkeitsanforderungen, etc. der Fahrgäste angepasst.

Otobuxi Designstudie Konzept ÖPNV der Zukunft

Seitenansicht des Otobuxi – Rendering: Charles Bombardier / Boris Schwarzer

Das elektrisch angetriebene Fahrzeug mit Allradantrieb kann bis zu 12 Fahrgäste aufnehmen und aufgrund der kompakten Abmessungen und des leisen Elektromotors belästigungsfrei in Wohngebieten operieren. Durch den autonomen Fahrbetrieb sind die Betriebskosten sehr gering.

Ich persönlich habe mich über die sehr gefreut. Schließlich entspricht sie genau dem Bild in meinem Kopf, wenn ich an den ÖPNV der Zukunft in der Peripherie oder einzelnen Stadtvierteln denke. Eröffnet uns auf jeden Fall ganz neue Möglichkeiten!

Verfasst von

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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