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[FMC Berlin 2013] Podiumsdiskussion über neue Mobilitätsformen und die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur (Video)

Am Abend des ersten Tages des Future Mobility Camps Berlin 2013 haben wir im Technikmuseum eine Podiumsdiskussion zu verschiedenen Themenbereichen zukünftiger veranstaltet. Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Prof. Dr. Andreas Knie (DB / InnoZ), (Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH), Burkhard Stork (Bundesgeschäftsführer ), (MdB , Co-Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Ausschusses für , Bau und im Deutschen Bundestag der vergangenen Legislaturperiode), Prof. Dr. Dirk Böndel (Direktor des Deutschen Technikmuseums Berlin), (Pressesprecher Services / ) und (Geschäftsführer Technik Verband Deutscher Verkehrsunternehmen / ehem. Geschäftsführer Vossloh Kiepe GmbH).

 Ein Transkript der Podiumsdiskussion wird an dieser Stelle noch ergänzt werden.

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

4 Kommentare

  1. Helmigo

    Mich hat der Konsens darüber, dass in Deutschland im ländlichen Raum öffentlicher Personenverkehr von seinem aktuell schon niedrigen Niveau in Deutschland, noch weiter reduziert wereden soll erschreckt. Zum immer schlechter werdenden Angebot beim ÖV, kommt die immer schlechter werdende Nahversorgung. Das alte Menschen, die damit ein Problem haben eine Erfindung von Leuten sind, die „etwas bauen wollen“, ist doch das exakte Gegenteil von der Realität, die ich kenn. Man steckt doch das Geld offensichtlich viel lieber in Straßen; Autobahnen hochgeschwindigkeits Eisenbahnen und Flughäfen, als in einen besseren ÖV am Land, für den man vergleichsweise nur sehr wenig neu bauen müsste.

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    • Martin Randelhoff

      War das wirklich Konsens? Oder gab es nicht eher die Befürchtung, dass wir derzeit in diese Richtung steuern und daraus abgeleitet die Forderung, umzusteuern?

      Prof. Knie hat es ja entsprechend deutlich gemacht, dass sich die ruralen Räume nicht komplett entleeren werden, sondern immer noch Menschen dort wohnen und arbeiten. Und dass die Stadt nicht für jeden Menschen das passende Lebensumfeld ist, sollte auch klar sein. Hier muss es einfach zu einem gesellschaftlichen Konsens kommen, das wir die Strukturen und Angebote, die Menschen auf dem Land brauchen, erhalten und eben auch entsprechend finanzieren. Und neben der Bildung und Versorgung muss hier zwingend über den öffentlichen verkehr diskutiert werden.

      Prestige-Großprojekte vs. flächendeckende Versorgung ist ja auch eine Diskussion, die wir nicht erst seit gestern führen. Nicht nur wenn es um Neu- uns Ausbauprojekte geht, sondern auch bei der Ausrichtung der Staatsbahnen, u.ä. Aber hier ist der gesellschaftliche Druck auf die Politik noch zu schwach, um auf dieser Ebene einen Mentalitätswandel zu erzeugen. In allen Wahlprogrammen steht die Bekenntnis zum ländlichen Raum und der Versorgung in der Fläche, aber die letztlichen Entscheidungen entsprechen nicht immer diesem Ziel. Vor allem wenn es um die Zuweisung von Mitteln geht…

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  2. Helmigo

    Prof Dr Knie sagte: „Das heist, auch die berühmte Oma irgendwann zu verabschieden, die immer noch auf den Bus oder auf den Zug wartet, die gibt es schon lange nicht mehr, die ist eine Chimäre von Leuten die ein Interesse haben, dort etwas hin zu bauen, was aber garkeiner braucht.“ Nun ich glaube, dass ich genug Menschen im ländlichen Raum kenne um zu wissen, dass das Unsinn ist. Viele haben ein Problem mit dem praktisch nicht vorhandenen ÖPV. Nicht nur ältere Frauen, nichteinmal nur Leute die selber am Land leben, sondern auch Städter, die kein Auto haben und in der Freizeit aus der Stadt raus wollen. Was ist überhaupt „am Land“? Ich kenne in Deutschland die Kleinstadt Tirschenreuth. Im Zentrum dieses Orts mit fast 10.000 Einwohnern steht immer noch der Bahnhof der eingestellten Strecke. Von Sa. Mittag bis Mo. Früh fährt kein einziger Bus. Tirschenreuth ist sicher kein Einzelfall. Zu behaupten, Deutschland hätte die beste Erreichbarkeit der Welt, und dies ausdrücklich auch auf den ÖPV am Land zu beziehen ist, wie es Prof Knie gemacht hat, ist grotesk und ich hätte mir da Widerspruch erwartet. Selbst in Entwicklungsländern hat jedes Dorf, sofern es einen Straßenanschluss gibt, ein besseres ÖPV Angebot als so manche deutsche Kleinstädte. Die Verkehrspolitik der USA sollte man nicht zum Vorbild für Europa machen, wie es Prof. Knie fordert. Schauen wir uns lieber an, warum in der Schweiz 3x so viele Menschen ÖPV benutzen, wie in Deutschland.
    Du hast das als Diskussionsleiter übrigens sehr gut gemacht.

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  3. Dieter Handrich

    Also ich war sehr erschrocken über einige Äußerungen der Teilnehmer.
    Hier einige Zitate: +“ Wir müssen uns von Standards verabschieden.“
    +“ Wir müssen etwas in den Köpfen ändern.“
    +“Neue Lebensmodelle..“
    +“Müssen Bebaung umsteuern…“
    +“Müssen uns ändern…“

    Dieses Denken hat sozialistische Tendenzen. Was dazu lernen, das macht Sinn, aber keine Umerziehung. Das hat Mao und andere Führer schon einmal versucht:
    Die Menschen um zu erziehen.
    Das ist nicht mein Verständnis von Freiheit und Freiheit der Bewegung.

    Wir müssen die Menschen so nehmen wie sie sind!! Wir haben keine Anderen.!!

    Also ich denke wir müssen den heutigen Anforderungen folgen und die Individuelle Mobilität
    effizienter, umweltverträglicher, schneller und zuverlässiger ausgestalten.

    Das verstehe ich unter Future Mobility.

    Nicht zurück alle auf das Fahrrad. Das ist für den Urbanen-Verkehr eine Ergänzung und ansonsten eine Freizeitbeschäftigung. Aber keine Future Mobility Lösung!

    Der Mensch will keinen Plan machen, wie er „Intermodal“ zur Freundin kommt.
    Sondern er will einfach, schnell, zuverlässig und sicher da ankommen.

    Der Trend in der Bevölkerung ist : Mit einem großen PKW fahren die Mütter die Kinder in den 500 m entfernten Kindergarten, weil sie dann weiter zur Arbeit unterwegs sind.
    Das kann die Mutter nicht mit dem Fahrrad machen, oder weil Sie nach wie vor am Status-Symbol Auto hängt. Das typische Image- und Markenbewußtsein was wir zugelassen und gewollt haben!!

    Noch ein Wort zum Car-Sharing.
    Warum haben die heutigen Auto-Leasinggesellschaften diese Geschäftsmodell noch nicht eingeführt??
    Das ist kein Geschäftmodell dass ist ein Subventions-Grab, das bringt keinen Ertrag ein.

    Was meinen Sie wie diese Autos, die täglich in andere Hände gehen, in zwei Jahren aussehen? Ich meine,da will keiner mehr einsteigen!!

    Wir haben das schon mit dem Regenschirm-Sharing nicht geschafft.

    Weil Gemeinschaftseigentum nicht so behandelt wird, wie das eigene. Die Deutsche Bahn, der ÖvPN etc. können davon ein Lied singen. Diese Wunschmodelle, sind zu weit weg von der Realität.

    Die Future Mobility, die Individuelle Mobilität muss effizienter, umweltverträglicher, schneller und zuverlässiger, und bequem ausgestaltet werden.

    Das verstehe ich unter Future Mobility.

    Wir brauchen Denk- und Entwicklungs-Anstöße die praktisch umsetzbar sind und die vorhandenen Infrastrukturen ergänzen, stärken und effizienter machen. Damit unsere Infrastruktur modernisiert wird und nicht nur erhalten und erweitert wird.

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