Ich finde es immer recht spannend, über den großen Teich zu blicken und etwas über die Planungsansätze und Gedanken amerikanischer Verkehrsplaner zu lernen. Deren Philosophie und Denkstrukturen stehen teilweise im kompletten Gegensatz zur europäischen Sichtweise. Dies liegt vor allem in den unterschiedlichen Strukturen begründet. In den USA wird Verkehrsplanung und insbesondere die Moduswahl berechnet, indem eine Matrix für den MIV aufgestellt wird und eine Art Restmatrix. In diese fließen die Modi Fuß, Rad und ÖV ein. Diese Restmatrix wird letztlich als Abfallmatrix angesehen, die unter den Tisch fällt.
In amerikanischen Großstädten spielt der ÖPNV allerdings eine immer größer werdende Rolle. New York wäre ohne sein U-Bahnnetz bereits im totalen Verkehrschaos versunken.
Eine interessante Diskussion über den ÖPNV in den USA haben diese Woche Darrin Nordahl (Blogger und Autor diverser Bücher, u.a. My Kind of Transit) und Jarrett Walker (Autor des von mir empfohlenen Blogs und Buchs Human Transit) geführt. Moderiert wurde das Gespräch von Lloyd Alter, Autor für Design und Architektur bei Treehugger.
Die diskutierten Kernthesen waren stark vereinfacht öffentlicher Verkehr sollte mehr Spaß machen (Darrin Nordahl) versus öffentlicher Verkehr sollte nützlicher werden (Jarrett Walker).
Und wie Blogger nunmal so sind, wurde die gesamte Diskussion via Videochat auf Google Plus geführt. Um die technischen Anlaufschwierigkeiten zu überspringen, kann man das knapp 54 Minuten lange Video gerne erst ab Minute 04:15 betrachten.









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