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Links zum Wochenende III: Berliner S-Bahn, Maut, Verkehrstote, Biodiesel-Lokomotive, Arriva, ICE-Tür

Berliner : Die Entgleisung
Versagende Bremsen, brechende Räder, Unfälle mit Verletzten: Die Berliner S-Bahn ist marode, kaputtgespart für die Rendite des Mutterkonzerns Deutsche Bahn. Ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn ein Verkehrsunternehmen für die Börse fit gemacht werden soll. (Die Zeit)

Frankreich verschiebt Umweltmaut
Der Start der französischen wird auf frühestens Mitte 2012 verschoben. Als Grund wurden Probleme bei der technischen Umsetzung genannt. Die Umweltmaut sollte dazu dienen LKW-Transporte auf andere, umweltschonende Verkehrsträger zu verlagern. Die Maut sollte vom Verlader zu bezahlen sein. (Verkehrsrundschau)

Erhöhung der Schwerkehrsabgabe in der Schweiz war rechtens
Das höchste Schweizer Bundesgericht hat die Erhöhung der Schwerkehrsabgabe in der Schweiz (LSVA) im Jahre 2008 für rechtens erklärt. Das Bundesverwaltungsgericht hatte zuvor die Tariferhöhung mit der Begründung rückgängig gemacht, weil das im Schwerverkehrsgesetz verankerte Kostendeckungsprinzip nicht eingehalten werde. Das Schweizer Bundesgericht hob diese Entscheidung nun auf. (DVZ)

Zahl der Verkehrstoten auch im Februar 2010 stark gesunken
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes starben im Februar 2010 in Deutschland 201 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Das waren 48 Personen oder 19% weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Um 11% auf 19 900 zurückgegangen ist auch die Zahl der Personen, die Verletzungen davontrugen. Insgesamt ereigneten sich 185 000 Straßenverkehrsunfälle im Februar 2010, 11% mehr als im Februar 2009. Diese Zunahme ist ausschließlich auf die Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen, die um 14% auf 169 800 gestiegen sind. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 13% auf 15 200 stark zurückgegangen. (Destatis)

Seeschifffahrt bricht 2009 um über 17% ein
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes nahm 2009 der Seegüterumschlag deutscher Häfen um über 17% ab. Die Transportmengen in der Binnenschifffahrt verringerten sich um 16,8% und im Schienengüterverkehr um 15,9%. Die Luftfracht nahm um 6,1% ab. (Destatis)

Ursache der verlorenen -Tür aufgeklärt
Als Ursache für die am Samstag auf der Fahrt von Amsterdam nach Köln verlorene Tür des ICE 105 haben die Eisenbahnunfalluntersuchungsstelle des Bundes, das -Bundesamt und die Deutsche Bahn eine falsch eingestellte Stellmutter an der Verriegelungsvorrichtung festgestellt.

Eine Stellmutter hatte sich an einer Stange gelöst. Dadurch waren zwei der drei Schließvorrichtungen nur in der Position „geschlossen“ statt in der Endposition „verriegelt“. Lediglich die obere Verriegelung war verschlossen und verriegelt. Der konnte passieren, da in der ersten Version des ICE 3 nur an der obersten Schließvorrichtung die Verriegelungskontrolle. Dem Zugführer wurde daher einer verriegelte Tür angezeigt. (Spiegel)

Car-Sharing Anbieter Zipcar kauft sein englisches Pendant Streetcar
Der US-amerikanische Car-Sharing Anbieter Zipcar hat bekanntgegeben, den in London ansässigen Car-Sharing-Anbieter Streetcar übernommen zu haben. Die Streetcar-Fahrzeuge werden in Zukunft in Zipcar-Design über englische Straßen fahren. Die Übernahme erhöht die Mitgliederanzahl Zipcar’s von 360.000 auf über 400.000. (Venture Beat)

Erster -Zug fährt in den USA
Amtrak’s „Heartland Flyer“ von Oklahoma City, Oklahoma nach Fort Worth, Texas ist der erste reguläre Zug in den USA, der mit einem Biodieselgemisch fährt. Als Teil einer zwölfmonatigen Studie sollen Effekte auf den Emissionsausstoß, die Mechanik und die Performance des Zugs untersucht und analysiert werden. Der Zug wird von einer Mischung aus 80% Diesel und 20% Kuhfett angetrieben. Diese Treibstoffmischung verringert den Ausst0ß von Hydrocarbon und Carbonmonoxid um 10%, ausgestoßene Partikel um 15% und Sulfite um 20% im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselmotor. (Inhabitat)

Deutsche Bahn übernimmt das britische Transport-Unternehmen
Die Deutsche Bahn übernimmt den britischen Bus- und Bahnbetreiber Arriva. Die Deutsche Bahn und der britische Bahnbetreiber Arriva haben sich offiziell auf die anvisierte Milliardenübernahme durch das deutsche Unternehmen geeinigt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn billigte den Plan von Konzernchef Rüdiger Grube, das börsennotierte Unternehmen für 2,7 Mrd. Euro einschließlich Schulden zu kaufen. In Deutschland betätigt sich der Konzern in acht der sechzehn Bundesländer als Eisenbahninfrastrukturunternehmen, Busbetreiber sowie im Bereich Cargo und Technik. (Financial Times Deutschland)

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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Verkehr in Paris wegen starken Smogs eingeschränkt (Fahrverbote), der Nahverkehr ist kostenfrei nutzbar - tagesschau.de/ausland/paris-…

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