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Express-Züge: Tempo um jeden Preis?

In der vergangenen Nacht lief um 00:55 Uhr auf ARTE die neue Folge der Serie „Der Blogger / le blogueur„. Thema der letzten Ausgabe waren „Express-Züge: Tempo um jeden Preis?“. Trotz der französischen „-Gläubigkeit“ behandelte „der Blogger“ die Entwicklungen sehr kritisch.

In wurde Kritik an den hohen Fahrpreisen laut, den sich viele Spanier nicht leisten können / wollen. Ein ähnliche Entwicklung ist auch in China zu beobachten. Aber auch das französische TGV-Netz bekam sein Fett weg. Der kritische Journalist Marc Fressoz sprach gar von der französischen Hochgeschwindigkeitspleite. Insbesondere sei der TGV wegen der französischen Überheblichkeit und des hohen Preises kein Exportschlager, der jedoch innerhalb Frankreichs derart viel Kapital binde, dass für regionale Eisenbahnverkehre schlicht kein Geld mehr vorhanden sei. In sind ein Drittel der TGV-Strecken nicht rentabel, dennoch soll der Bau weiterer () vorangetrieben werden.(siehe auch hier und hier)

Weitere Stationen sind Italien und . In beiden Ländern gibt es derzeit massiven Widerstand gegen den Bau von Schnellfahrstrecken. Und auch das deutsche Schnellfahrstreckennetz kommt kurz vor. Auch wenn ich mir etwas weniger Fokus auf den schrecklichen ICE-Unfall 1998 bei Eschede und den Unfall mit einer Schafherde bei Fulda gewünscht hätte.

Die Folge des „Bloggers“ ist sieben Tage (bis nächsten Sonntag) frei im Internet verfügbar.

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

2 Kommentare

  1. Sven Krämer

    Ich finde Hochgeschwindigkeitsstrecken gut. Also wenn ich die wichtigen Strecken Ruhrgebiet-Hannover-Berlin denke (fürs Fliegen viel zu kurz) oder an die Möglichkeit mit dem Thalys nach Paris zu fahren, sind das schon echte Alternativen zum Flugzeug.

    Ich habe nichts gegen das Flugzeug, aber es gibt halt Strecken, die sind mit dem Zug besser zu erreichen als die eine Stunde mit dem Flugzeug plus den ganzen Zusatzminuten für Fahrt zum Flughafen, Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle, Landung, Gepäckausgabe, Fahrt vom Flughafen zur Stadt. Klingt für mich alles megaumständlich.

    Zum Preis: Die Strecken müssen auch finanziert werden. Nicht jeder kann sich auch die 1. Klasse im Flugzeug leisten oder nicht jeder fährt die höchste Mercedes-Klasse.

    Alternative zur Hochgeschwindigkeitseisenbahn wäre der Transrapid, aber den wollte ja niemand (bis auf die Chinesen). Schade eigentlich, aber eine Fahrt von Deutschland nach Spanien wäre da mit dem Transrapid schon ideal gewesen, zwar immer noch langsamer als mit dem Flugzeug, aber schneller als mit dem heutigen Zug, auch wenn dieser mehr als 300 km/h fährt.

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Hallo Sven,

      die Kapitalbindung und der Investitionsaufwand ist bei Schnelfahrstrecken leider ungleich höher als bei den herkömnmlichen Strecken. Hinzu kommt, dass in Frankreich und Spanien die Schnellfahrstrecken nicht als Mischstrecken angelegt sind. In Deutschland werden Schnellfahrstrecken (mit Ausnahme Köln-Frankfurt) nicht nur vom Hochgeschwindigkeitsverkehr, sondern auch vom Regional- und Güterverkehr genutzt. Damit kann man insbesondere in der Nacht die Auslastung erhöhen und die Fixkosten / Zugfahrt senken. Ist wahrscheinlich die bessere Lösung…

      Und zum Thema Transrapid möchte ich auf diesen Artikel hinweisen: Shanghai bereut den Bau des Transrapids – http://j.mp/14NbdWV

      Gruß,
      Martin

      Antworten

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