Archiv: April 2012
Verkehr in 140 Zeichen am 29.04.2012
International Transport Meeting 2012 in Dresden, Germany

International Transport Meeting 2012 DresdenLetzte Woche kreuzten sich in die Wege vieler interessanter Menschen. Studenten aus sieben Ländern trafen sich zum International Transport Meeting 2012, um über die Herausforderungen der im Verkehrssektor zu beraten.

Nun muss man wissen, dass russische oder kroatische Studenten deutsche Verkehrsnetze ein wenig anders wahrnehmen als wir selbst. Umgekehrt wissen wir selbst auch recht wenig über die Herausforderungen und Lösungsansätze in diesen Ländern. Überraschenderweise sind die Entwicklungsunterschiede doch größer, als ich bislang angenommen hatte. Veranstaltungen wie das ITM 2012 sind die beste Gelegenheit, die Probleme anderer Länder zu verstehen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die zukünftige Sicherstellung unserer zu entwickeln.

Studenten aus , , den Niederlanden, , Polen, Kroatien und Deutschland diskutierten gemeinsam Strategien, Entwicklungen und Szenarien in den Bereichen

  • Hochgeschwindigkeitszüge vs. Flugzeug
  • Mobilität in urbanen Räumen
  • Mobilität für alle ()

Einige Vorträge und Präsentationen werde ich in den nächsten Wochen auf Zukunft Mobilität veröffentlichen.

Neben dem fachlichen Austausch stand natürlich das Kennenlernen und der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. In der vergangenen Woche sind mit Sicherheit einige Freundschaften entstanden, die länger halten werden.

International Transport Meeting 2012 Dresden Berlin main stationGruppenfoto des 2012 vor dem Berliner Hauptbahnhof – Foto: ITM (Sami) - CC BY-NC-ND 3.0

Ich persönlich durfte sehr viele interessante Menschen kennen lernen und hatte die Möglichkeit, Probleme anderer Länder wie Polen, Kroatien und Russland besser zu verstehen. Wir Westeuropäer machen uns sehr viele Gedanken über die , die Finanzierung und die Servicequalität unseres Verkehr. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern diskutieren (und jammern) wir jedoch auf hohem Niveau. Stundenlange Staus, nicht-barrierefreie Fahrzeuge, Fahrpläne, die nicht einmal annähernd eingehalten werden – wenn sie denn überhaupt existieren – sind uns fremd. In anderen Ländern sind diese Probleme jedoch an der Tagesordnung.

Leider schweben einige osteuropäischen Länder zur Zeit in der Gefahr die gleichen Fehler, die wir in Westeuropa gemacht haben, ebenfalls zu begehen. Ich schrieb ja bereits über den verschobenen Neubau von Schnellfahrstrecken in Polen, eine Entscheidung die ich nun mit all ihren Auswirkungen besser verstanden habe. Ich hoffe, dass man durch einen regen Austausch einige Fehler vorab vermeiden und die Entwicklung leistungsfähiger und zugleich umweltverträglicher Verkehrssysteme beschleunigen kann.

Man muss auch jenen Studenten der danken, die monatelang ihre Zeit und Energie geopfert haben, um diese Veranstaltung zu ermöglichen. Ihr seid wirklich klasse und ich freue mich, euch kennen gelernt zu haben!

Ich freue mich sehr, dass alle ausländischen Studenten geäußert haben, sie hätten in der vergangenen Woche viel gelernt. Man kann nur auf eine Neuauflage im Jahr 2013 hoffen…

English version:

The International Transport Meeting 2012 was hosted in Dresden, Germany, this week. 44 students of transport sciences from all over Europe were discussing problems in today’s transport sector and tried to develop workable solutions.

The meeting was hosted by Verkehrte Welt e.V., a student association for international contacts in the field of transport sciences. Verkehrte Welt is part and foundermember of the European Association of Transport Students, EATS. The student association was initialy founded to host the first Meeting of European Transport Students 2003 in Dresden. However, the 7th Budapest transport meeting had to be cancelled in 2009 due to financial problems. Yet, some dresden students revived this tradition in 2012 by organizing another international transport meeting.

Students from Gdansk, Warsaw, Zagreb, , Hasselt, Prague, Samara, Omsk and Ekatarinburg gave presentations about the transport networks in their home countries, local problems and expanded our knowledge about transportation in general.

We have developed strategies concerning our mobility in the future putting the main focus on

  • Mobility for All (accessibility for disabled persons)
  • Modern City Mobility
  • High Speed Rail vs. Aviation

Within the next couple of weeks I am going to publish some videos and presentations, e.g. Mobility in German Towns, traffic calming in Ghent, the improved public transit system in Zagreb, Pomernian Metropolitan Railway- specification and impact on Tricity transportation system, etc.

For me as a German student it was after all quite interesting to learn something about the challenges and disparities in the level of development between Eastern and Western Europe. In Germany as well as in Belgium, France and the Netherlands environmental compatibility, the internalisation of external costs and service quality in public transport are higly controversial topics. Whereas Russia, Croatia and Poland are lacking even some of the most basic infrastructure concepts.

We on the other hand tried to mediate an authentic insight into our transport system and which might even become a kind of role model for our eastern neighbours. Our goal, keeping the people also in future moving, is our common responsibility!

We are grateful that so many students attended ITM 2012 and hope that some students decide to host the International Transport Meeting 2013!

Verkehr in 140 Zeichen am 24. – 28.04.2012

Ich möchte mich zunächst dafür entschuldigen, dass Verkehr in 140 Zeichen in der vergangenen Woche nicht erschienen ist. Leider hat das International Transport Meeting 2012 meine vollkommende Aufmerksamkeit erfordert. Etwaige Unannehmlichkeiten tun mir leid.

  • Die steigenden Dieselpreise und die Auswirkungen für den – Zughalt – http://t.co/sxnSXROn->
  • Aufschub von fünf Jahren für strenge Schwefel-Grenzwerte – THB – http://t.co/1nMmJmBd->
  • und NBS Stuttgart-Ulm verspäten sich bis mindestens 2021 – DMM – http://t.co/HGqBdZWI#s21#bahn#stuttgart21->
  • Weiter Streit um Frankfurter Nachtflugregelung – airliners – http://t.co/1icawlNS#FRA->
  • sperren im August Bahnstrecke über den Brenner für Modernisierungsarbeiten – DMM – http://t.co/IIFaFZnm #ÖBB #brenner#bahn->
  • Reeder wehren sich gegen strengere Umweltauflagen – Lübecker Nachrichten – http://t.co/ndk8l2Kj->
  • NRW-CDU will den -Lückenschluss in Bottrop – Der Westen – http://t.co/IX6HWfou->
  • Dortmunds Nein zur 110km langen Radautobahn durch das Ruhrgebiet: Rad-Lobby rügt Rolle rückwärts – Der Westen – http://t.co/Q677PZ2C->
  • Ramsauer will beim Lang-Lkw-Feldversuch nachbessern – Motor-Traffic – http://t.co/jRg9oY18 ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Wenn der Bedarf und das Interesse an Gigalinern wirklich so groß wäre, wie immer suggeriert wird, wären bereits viel mehr Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs. Die Teilnahme an einem Feldversuch ist nunmal mit größeren Hürden und Antragsstellungen verbunden. Jeder Wissenschaftler, der einen Fördermittelantrag gestellt hat, weiß was ich meine…
  • Selbstfahrende Kabinen, sogenannte Podcars, stehen vor einer Renaissance. – Technology Review - http://t.co/ZYwKvGJS->
  • Neues Verfahren im Hamburger Piraten-Prozess nachdem die Angeklagten weitere Überfälle gestanden haben – THB - http://t.co/0NNyLHyv->
  • Flughafen München: Grundstein für Terminalerweiterung gelegt – airliners - http://t.co/7ZIKl0Fp#MUC->
  • Zweite Landebahn für Istanbuler (Charter-) Flughafen Sabiha Gökçen – DMM - http://t.co/zjCLaWtD->
  • Weiter Absatzprobleme bei Kraftstoffsorte E10 – Tagesschau - http://t.co/7Iw1HQkk->
  • Verkehrsminister #Ramsauer will Bürger über die Ausgestaltung der Punkte-Reform im Internet diskutieren lassen - http://t.co/21xbl8VE->
  • Großbrand in Berlin behindert Flugverkehr – DMM - http://t.co/SHFW029J->
  • VBB führt elektronischen Fahrausweis ein – Zughalt - http://t.co/NzhCIeoc->
  • Verbrennungsmotor bleibt der E-Mobilität überlegen – ATZ - http://t.co/EdF1M62Q#elektroauto#elektromobilitaet ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Man sollte sich die Kernthese von Professor Lenz wirklich merken:

    (…)Es ist sicher richtig und wichtig, auch reine E-Mobile zu entwickeln, um Serienerfahrung zu sammeln und auch um zu zeigen, dass wir die Sache ernst nehmen. Aber zu optimistische Zahlenspielereien mit möglichen zukünftigen Produktionszahlen mögen zunächst Aufmerksamkeit erzeugen, Fördergelder locker machen, aber wenn man zu oft die Ziele verfehlt, wird man unglaubwürdig.

  • Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung erlassen – THB - http://t.co/ef6I1k7i->
  • EU-Staaten segnen Datenabkommen über die Weitergabe von mit den USA ab – airliners - http://t.co/3bnV2FsI->
  • Bosch glaubt nicht an ein schnelles Geschäft mit Batterietechnologie für Elektroautos - http://t.co/MuQDYlUU->
  • Nach Scheitern der Ausbaupläne: Neues Zukunftskonzept für Flugplatz Bitburg – airliners - http://t.co/vm7v6941->
  • HHLA und Deutsche Bahn entflechten Beteiligungen – THB - http://t.co/HsW2lQej->
  • will Fahrradkultur wiederbeleben – Tagesschau - http://t.co/gMl09SJp#china#radverkehr->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Die Chinesen scheinen verstanden zu haben, dass nicht jeder Bürger einen eigenen Pkw besitzen können wird. Die Probleme und negativen Folgen sind bereits heute ersichtlich. Man muss auch bedenken: Der Motorisierungsgrad Chinas liegt bei etwa 25 Fzg/1000 Einwohner. Zum Vergleich: Der Motorisierungsgrad in Deutschland lag 2010 bei 510 Pkw je 1 000 Einwohner.
  • Gericht stoppt elektronische Mautabgabe in Südafrika – AllAfrica - http://t.co/MZ4spzdp->
Verkehr in 140 Zeichen am 22./23.04.2012
Verkehr in 140 Zeichen am 20./21.04.2012
Der Individualverkehr der Zukunft ist noch individueller

Einer meiner Professoren an der TU , Prof. Dr.-Ing. Gerd-Axel Ahrens (Verkehrs- und Infrastrukturplanung), hat im Jahr 2010 zwei interessante Interviews zum Thema “Wie sind wir in unterwegs” gegeben.

60 Prozent aller Wege sind kürzer als fünf Kilometer. Nichtsdestotrotz fahren viele Menschen diese Strecke mit dem Auto. Dabei haben Strecken bis zu fünf Kilometer die perfekte Länge für das . Durch das von uns selbst eingeschränkte Wahlverhalten fahren wir mehr Auto als wir eigentlich bräuchten und als uns gut tut. Eine Folge ist die Überlastung des Verkehrsnetzes.

Der Stau, das sind wir selber.

Professor Ahrens plädiert für eine intelligentere Verkehrswahl. Wir sollten darüber nachdenken, welches Verkehrsmittel für unseren Weg die beste Wahl ist. Das kann das Fahrrad sein, der Bus und auch das Auto. Letztendlich geht es um die Verfügbarkeit von Alternativen. Diese Alternativen müssen natürlich um sie überhaupt wählen zu können, erst einmal existieren. Und an dieser Stelle ist die Politik gefragt.

Leider lassen sich die Videos hier nicht direkt einbinden.

Interview mit Gerd-Axel Ahrens (ab 00:52), Planet Wissen - Mobilität von morgen – Raus aus dem Stau, 08.10.2010

“Ein ganzheitliches Umdenken ist gefragt”, 3sat nano, 25. Oktober 2010

Sehr interessant, aber mit Aussagen anderer Wissenschaftler ist das folgende Video mit dem Titel ”Mobile Zukunft – in den Megacities von morgen”:

Link: Mobile Zukunft - Verkehr in den Megacities von morgen

Verkehr in 140 Zeichen am 19.04.2012
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Schlußstrich

Der Bahnverkehr auf der Schiene ist entscheidend für das künftige Wachstum Amerikas.
Warren Buffet, US-Großinvestor, November 2009

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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