In dieser Kategorie finden Sie tiefergehende Analysen verkehrswissenschaftlicher Themen. An dieser Stelle werden Studien zu Elektromobilität, Kraftstoffeffizienz, Verkehrsauteilung und anderen wichtigen Themen unserer Zeit vorgestellt und erläutert.
Nachdem die erste Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den europäischen Luftverkehr bereits einmal zum Erliegen gebracht hatte, nähert sich nun eine zweite Aschewolke West- und Mitteleuropa. Ab dem 1. Mai 2010 wurden die Aktivitäten des Vulkans wieder stärker, die Eruptionssäule stieg bis zu 5,5 km in die Höhe und wurde durch den sich drehenden Wind in Richtung Südosten getrieben.
Sonntag, 02.05.2010
01:22: Ausleger der Aschewolke erreichen den Norden Schottlands und Irlands.
Ausleger der Aschewolke erreichen Europa – Stand: 02.05.2010 – 01:22 – Met Office
Montag, 03. Mai 2010
13:40: Die Aschewolke bedeckt weiterhin den Luftraum über Irland, Schottland und Westengland. Die Flughäfen sind jedoch geöffnet.
Ausleger der Aschewolke weiterhin über Europa – Stand: 03.05.2010 – 13:40 – Met Office
Dienstag, 04. Mai 2010
08:52: Die Flughäfen Glasgow, Shannon und Dublin wurden geschlossen.
08:55: Die Aschewolke erreicht eine Höhe von bis zu 6.000 Meter.
09:14: Die geschlossenen Flughäfen sollen gegen 13 Uhr lokaler Zeit wieder geöffnet werden.
10:24: Eurocontrol erwartet ungefähr 28.000 Flüge im europäischen Luftraum für den heutigen Tag. Dies entspricht der Normalität.
In höheren Lagen gibt es auch über Irland, Nordirland und Westschottland keinerlei Probleme. Überflüge sind durch die Aschewolke nicht beeinträchtigt.
12:13: Ascheregen ging in Álftaver und Meðalland nieder.
14:16: Der schottische und irische Luftraum ist wieder vollständig geöffnet.
15:19: Eurocontrol kündigt an, dass es im Laufe der nächsten Tage eventuell zu Sperrungen des nordwestlichen Luftraumes über den britischen Inseln kommen kann. Allerdings sollen diese keinesfalls die Ausmaße der ersten Aschewolke annehmen, da die Aschekonzentration geringer sei. (weiterlesen …)
137 Stunden lang war der Himmel in Deutschland Kondensstreifenfrei. 137 Stunden waren der Deutsche Luftraum und die meisten deutschen Flughäfen gesperrt. Laut Eurocontrol fielen mehr als 100.000 Flüge aus. Auf Deutschland entfielen geschätzte 40.000 gestrichene Flugbewegungen. Mehr als 10 Millionen Flugreisende saßen zwischenzeitlich fest – die Umsatzausfälle der Luftfahrtunternehmen belaufen sich auf 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro. Der volkswirtschaftliche Schaden mag noch größer sein.
Diese Infografik verdeutlicht das Problem und die Auswirkungen in Europa nochmals vollständig:
Die Flugstrecke Sydney – Melbourne ist am viert häufigsten genutzte Flugstrecke weltweit. Mehr als 950 Flüge finden zwischen den zwei wichtigsten Städten Australiens in der Woche statt. Als Alternative bietet sich eine 950 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitszugstrecke von Sydney nach Melbourne bzw. Brisbane an, die 8,5 Millionen Menschen in knapp vier Stunden miteinander verbinden könnte. Newcastle und Canberra könnten ebenfalls an die Strecke angeschlossen werden.
Es wird erwartet, dass dieser Tag ruhiger verlaufen wird als die letzten. Warten wir es einmal ab.
00:29: In den Triebwerken eines World Airways Frachtflugzeug wurden nach einem Flug von Maastricht nach Ostende (Belgien) Aschereste gefunden. (Quelle)
03:01: Der britische Luftraum ist nun total geöffnet. Ausnahmen bestehen nur in einem Gebiet über Nordwest-Schottland.
05:02: Eine Maschine von Thomas Cook vom Typ Boeing 757 musste nach Manchester umkehren, da Probleme mit den Triebwerken nach einem “intensiven Aschegeruch” auftraten. Das Flugzeug war auf dem Weg nach Korfu als in circa 6.000 Meter Höhe die Abzweigluft nicht mehr funktionierte. Offenbar war ein Triebwerkszapfen-Ventil verstopft, das Luft in das Flugzeug saugt um den Kabinendruck zu regulieren. (Quelle)
06:14: Der Funkverkehr zwischen den Piloten und der Flugverkehrskontrolle lässt sich hier anhören.
07:29:
Ausbreitung der Vulkanasche am 21.04.2010 – 07:29 – Met Office
08:00: Der untere Luftraum an den Flughäfen Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld wurde für Instrumentenflüge (IFR-Flüge) bis auf weiteres freigegeben. Im übrigen Bundesgebiet sind IFR-Flüge im unteren Luftraum (bis 7,5 Kilometer Höhe) derzeit nicht möglich. Weitere Lockerungen werden im Laufe des Tages erwartet.
08:38: Der Vulkan hat seit dem Wochenende ungefähr 80% seiner Kraft verloren. In nächster Zeit werden keine größeren Eruptionen erwartet.
09:32: Der dänische Luftraum wird gegen 11:00 wieder in allen Höhenlagen bis mindestens 22.04.2010 08:00 geöffnet werden. (Quelle)
09:47: Die Pariser und Londoner Flughäfen sind ab jetzt wieder vollständig geöffnet. In London gibt es noch kleinere Beschränkungen. (weiterlesen …)
Ausbreitung der Vulkanasche am 20.04.2010 – 02:01 – Met Office
02:31: In Irland wird es bis mindestens 14:00 Einschränkungen im Flugverkehr geben.
02:36: Bestätigt: Wegen einer neuen Aschewolke, die sich Richtung Irland bewegt, wird sich die Öffnung des irischen Luftraums bis mindestens 14:00 verzögern.
05:08: Die Daten der beiden gestrigen Airbus-Testflüge werden übrigens nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben.
05:40: Aktualisierte Liste der geöffneten und geschlossenen Flughäfen in Europa.
06:33: Schöne Helikopteraufnahmen vom Krater des Eyjafjallajökull, gefilmt von einem Team von ITN.
Beginnend mit dem 20. März kam es zu mehreren Eruptionen des Vulkans “Eyjafjallajokull” auf Island mit einem großen Ausstoß an Asche. Der Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa musste in weiten Teilen infolgedessen für mehrere Tage eingestellt werden. Auch Transatlantikflüge sind betroffen.
Dieser “Ticker” bietet keine Liveberichterstattung, sondern hat eher archivarische Gründe. Er stellt daher eher ein Protokoll dar. Für aktuelle Informationen bietet zum Beispiel Focus Online einen Liveticker an. Eine Übersicht über alle derzeit stattfindenden Flüge findet man bei Flightradar24.com (Achtung: Zeitweise Überlastung!). Dieser Artikel fokussiert sich rein auf den Luftverkehr. Kanzlerin Merkel und Obama bleiben außen vor. (weiterlesen …)
00:19: Starke seismische Aktivität wurde an den Vulkanen Eyjafjallajökull und Katla gemessen.
01:50: Die Radaranlage der IMO in der Nähe von Keflavik misst seit gestern 08:00 keinen Rauch mehr, der aus dem Eyjafjallajökull austritt. Dennoch wurde starke seismische Aktivität gemessen, Asche trat jedoch den ganzen Sonntag nicht mehr aus. (Quelle)
02:30: Der niederländische Luftraum bleibt bis mindestens 14:00 geschlossen.
02:34: KLM führte letzte Nacht einige Langstreckenflüge mit ein paar Boeing 777 aus. Passagiere waren nicht an Bord. Geflogen wurde mit Hilfe einer Kombination aus VFR & IFR.
03:17: Der italienische Luftraum wird ab heute 05:00 wieder geöffnet.
03:19: Der österreichische Luftraum wird ab heute 02:00 wieder geöffnet.
03:22: Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben eine hohe Aschekonzentration in der Luft gemessen. Laut Messungen am Wochenende mit Hilfe von Wetterballons, Messflugzeugen und Lasern enthält die Aschewolke tatsächlich für Flugzeuge gefährliche Vulkanaerosole. Über der Schweiz waren die Aschewolke und einzelne Partikel sichtbar. Einer der Forscher hat davon folgendes Foto gemacht.
04:11: Serbien und Montenegro haben ihre Lufträume wieder geöffnet.
05:13: Air France kündigt an, heute folgende Strecken anbieten zu wollen: Beijing-Bordeaux, Seoul-Bordeaux, Beirut-Nizza und Damaskus-Marseille.
06:09: Guter Artikel von Geoffrey Thomas zur aktuellen Lage.
06:50: Die schwedische Luftfahrtbehörde teilt mit, dass der Stockholmer Flughafen Arlanda ab 08:00 wieder für Starts und Landung in nördlicher und westlicher Richtung geöffnet wird.
Infrastrukturprojekte zu planen und umzusetzen, dauert seine Zeit. Daher werden Artikel in diesem Blog ständig aktualisiert. Es lohnt sich also, bereits gelesene Artikel nochmals aufzurufen.
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Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Werbekampagne der Deutschen Bundesbahn, 1966
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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren: