Zukunft Mobilität » In eigener Sache http://www.zukunft-mobilitaet.net Verkehr, Transport und Mobilität neu denken – Blog über Elektromobilität, Verkehrspolitik, Hochgeschwindigkeitszüge, Elektroautos, ÖPNV, Eisenbahn, Luftverkehr und die Zukunft der Mobilität Tue, 28 Jul 2015 17:20:42 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.2.3 Fünf Jahre Zukunft Mobilitäthttp://www.zukunft-mobilitaet.net/111171/eigene-sache/fuenf-jahre-zukunft-mobilitaet/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/111171/eigene-sache/fuenf-jahre-zukunft-mobilitaet/#comments Wed, 01 Apr 2015 11:43:50 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=111171

Heute vor fünf Jahren ist auf Zukunft Mobilität der erste Artikel erschienen. Zu diesem Zeitpunkt war nicht abschätzbar, in welche Richtung und vor allem wie gut sich dieser Blog nach mittlerweile 1.802 veröffentlichten Artikeln entwickeln sollte. Ich bin wirklich sehr dankbar für das, was in den vergangenen Jahren geschehen ist.

Die mit Abstand schönste Erfahrung, die das Bloggen mit sich gebracht hat, sind die vielen interessanten Menschen aus allen möglichen Bereichen, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte. Mit dem Future Mobility Camp hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein Format etabliert, das bei einigen Schwächen sehr viele Stärken hat. Eine ist sicherlich die Vernetzung, der persönliche Kontakt und Austausch. Verkehr und Mobilität sind intensive und leidenschaftliche Themen und ich freue mich immer, wenn man diese Leidenschaft auch bei anderen spürt.

Ich persönlich habe in den vergangenen Jahren extrem viel hinzugelernt. Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Das Internet und Veranstaltungen – insbesondere im kommunalen Bereich – können relativ emotionale Diskussionen hervorbringen. Situationen, mit denen ich über die Zeit umgehen lernen musste. Mein Terminkalender ist mittlerweile auch gut mit Terminen und Aufträgen gefüllt. Ein Umstand, der einen Gelassenheit und mit Stress umzugehen lehrt. Leider muss ich mir auch eingestehen, dass in den letzten Monaten die konstante leichte Überforderung aufgrund einiger privater Ereignisse, die Kraft und Zeit gekostet haben, hin und wieder in richtige Überforderung umgeschlagen ist.

Wer mich näher kennt, weiß von meiner großen Ungeduld. Auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass es nicht sinnvoll ist, ärgere ich mich oft über entgangene Chancen und die Behäbigkeit mit der Dritte agieren (oder eben gerade nicht). Eine Mischung aus Faszination und Entsetzen. Noch vielmehr ärgere ich mich hin und wieder über mich persönlich, der es nicht mehr schafft, kontinuierlich zu bloggen und die rund einhundert Artikelentwürfe, die zu gewissen Teilen vorgeschrieben sind, fertigzustellen.

Auf der anderen Seite ist dieses „Baby“ mittlerweile groß und soll den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige Gedanken gemacht, in welche Richtung Zukunft Mobilität sich entwickeln soll. Der 01. April ist für größere und ernsthafte Ankündigungen jedoch ein undankbarer Tag, wird man doch nicht für voll genommen.

Daher werde ich erst morgen das Projekt „Zukunft Mobilität 2020″ starten. Ziel ist es, den Bestand und die Qualität dieses Blogs auch in den kommenden fünf Jahren zu sichern. Den zehnjährigen Geburtstag im Jahr 2020 möchte ich groß feiern!

Ich möchte mich an dieser Stelle auch für die langjährige Treue, die interessanten Gespräche, Mails, Kommentare und Kontakte bedanken. Und wie in jedem Jahr wünsche ich mir zum ZM-Geburtstag Lob, Kritik und Anmerkungen entweder per Mail, Kommentar oder per Nachricht in den einschlägigen sozialen Netzwerken.

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Einen guten Rutsch und alles Gute für 2015!http://www.zukunft-mobilitaet.net/98994/eigene-sache/einen-guten-rutsch-und-alles-gute-fuer-2015/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/98994/eigene-sache/einen-guten-rutsch-und-alles-gute-fuer-2015/#comments Wed, 31 Dec 2014 15:23:05 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=98994


Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch sowie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2015! Kommen Sie gut herüber!

Ich möchte mich bei allen Lesern von Zukunft Mobilität für ihre Treue und ihre Besuche bedanken. Ein besonderer Dank geht an die vielen Kommentatoren und Hinweisgeber für ihre Anregungen, die mich sogar ganz klassisch per Post erreicht haben und an die Gastautoren, welche ihre Gedanken in einige sehr interessante Artikel gegossen haben.

Es hat mich sehr gefreut, dass ich einige von Ihnen persönlich kennen lernen durfte und hoffe, dass auch im Jahr 2015 ausreichend Gelegenheit für einen direkten persönlichen Austausch bestehen wird. Die Future Mobility Camps 2015 sind dafür natürlich prädestiniert!

Die Planungen für das Jahr 2015 sind bereits relativ weit fortgeschritten. Dies hängt auch damit zusammen, dass diese bereits in diesem Jahr relativ viel Vorarbeit in Anspruch genommen haben. Das kommende Jahr wird daher mit Sicherheit nicht langweilig werden. Versprochen!

Ich wünsche Ihnen ein feierliches Jahresende und einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015!

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[In eigener Sache] Korrektur der Grafik über den Verkehrsflächenbedarfhttp://www.zukunft-mobilitaet.net/78811/eigene-sache/ikorrektur-grafik-ueber-den-verkehrsflaechenbedarf-radverkehr/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/78811/eigene-sache/ikorrektur-grafik-ueber-den-verkehrsflaechenbedarf-radverkehr/#comments Thu, 21 Aug 2014 15:07:55 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=78811

Liebe Leserinnen und Leser,

am 19.08.2014 habe ich in diesem Blog den Artikel „Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen nach Verkehrsarten (pro Person)“ mit zwei Grafiken veröffentlicht. Leider habe ich bei der Erstellung der Grafiken einen Fehler begangen, welcher das Ergebnis grob verfälscht hat (siehe Gegenüberstellung der falschen und richtigen Grafik am Ende dieses Artikels).

Die Werte der Flächenbedarfe für den Fuß- und Radverkehr habe ich „Knoflacher, H. und Kloss, H.P. (1980): Verkehrskonzeption Wien, Teil C: Konsulentengutachten – Radverkehr, Wien“ entnommen. Die dort genannten Flächenbedarfe werden in der einschlägigen Literatur vergleichsweise oft verwendet und zitiert. Nach Veröffentlichung der Grafik wurde ich mehrfach gefragt, welche Breite für den Radverkehr angenommen wurde, da der Flächenbedarf eines Radfahrers bei 30 km/h von 6,7 m² als fragwürdig angesehen wurde. Beim Nachrechnen des Wertes (analog zum beschriebenen Vorgehen im Artikel) ist mir leider der Fehler unterlaufen, die Ausgangsgeschwindigkeit im Zähler nicht quadriert zu haben. Das Ergebnis und im Folgenden die Bewertung von Knoflachers Berechnung war somit falsch.

Dieser Fehler ist mir am folgenden Tag, den 20.08.2014, selbst aufgefallen. Daraufhin habe ich den Flächenbedarf neu berechnet. Es stellte sich heraus, dass Knoflacher je nach der von ihm verwendeten Bremsverzögerung eine Breite des Radverkehrs von etwa 0,7 – 0,9 Metern angenommen haben muss, da ansonsten eine Fläche von 6,7 m² bei 30 km/h nicht erzielt werden kann.

Meiner Meinung nach nimmt der Radverkehr jedoch eine weitaus größere Breite der Verkehrsfläche ein. Dies wird in neueren Richtlinien sowie der Rechtssprechung ebenfalls so gesehen. Nach RASt 06 ist ein Radfahrer einen Meter breit zuzüglich entsprechender variabler Sicherheitsabstände zwischen 0,25 – 0,75 Metern. Die verwendeten Flächenmaße von KNOFLACHER (1980) für den Radverkehr konnte ich daher für die Bemessung des Flächenbedarfs nicht verwenden. In einer Diskussion auf Facebook und Twitter einigte man sich nach einigen Kontroversen auf eine Breite des Radverkehrs im Mittel von 1,5 Metern. Diesen Wert habe ich daraufhin für eine Neuberechnung des Flächenbedarfs des Radverkehrs verwendet.

Da das Ergebnis einen eklatanten Unterschied zur veröffentlichten Grafik aufwies, habe ich diese sowie den dazugehörigen Artikel daraufhin zurückgezogen und überarbeitet. Neben der Korrektur des Flächenbedarfs des Radverkehrs habe ich zudem die Fahrspurbreite des Busverkehrs an die Vorgaben der RASt 06 angepasst und Sicherheitsabstände und Reaktionszeiten mit in die Grafik aufgenommen.

Diejenigen, welchen gegenüber ich den Wert von KNOFLACHER auf Basis meiner fehlerhaften Berechnungen verteidigt habe, habe ich um Entschuldigung und Verständnis gebeten.

Es ist mit Sicherheit nicht mein Anspruch, Werte zu kommunizieren, welche einen Verkehrsträger aufgrund fehlerhafter Berechnungen besser stellen. Ich hätte die entsprechenden Annahmen vorab einsehen und bewerten bzw. den Wert im Vorfeld nachrechnen müssen. Dies habe ich leider unterlassen. Für dieses Versäumnis möchte ich meine LeserInnen und Leser aufrichtig um Entschuldigung bitten. Es tut mir sehr leid, dass falsche Werte kommuniziert und veröffentlicht wurden. Ich möchte mich auch im Vorfeld all jene um Entschuldigung bitten, welche die Nachricht der fehlerhaften Grafik nicht erreicht und diese daraufhin verwenden. Es ist für mich leider unmöglich, alle Versionen und Kopien, welche mittlerweile im Internet kursieren, einzusammeln und zu löschen bzw. die Verwender vorab zu informieren.

Ich werde in Zukunft kritischere Maßstäbe an die Verwendung externer Daten legen und vorab die entsprechenden Primärquellen einsehen. Sollte dies nicht möglich sein, werde ich die Unsicherheit der Werte explizit kommunizieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Martin Randelhoff

Die korrekte Grafik:

Flächenbedarf Straßenverkehr MIV Pkw Radverkehr ÖPNV Bus Straßenbahn Stadtverkehr Infografik

Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen durch Pkw, Bus, Straßenbahn, Stadtbahn, Radfahrer und Fußgänger (pro Person) – Download in folgenden Breiten: 580 px, 1000px, 2000px, 3000 px – Grafik: Martin Randelhoff, www.zukunft-mobilitaet.net – CC BY 3.0

Die fehlerhafte Grafik:

Flächenbedarf Straßenverkehr MIV Pkw Radverkehr ÖPNV Bus Straßenbahn Stadtverkehr Infografik

[!NICHT VERWENDEN!] Die fehlerhafte Grafik – Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen durch Pkw, Bus, Straßenbahn, Stadtbahn, Radfahrer und Fußgänger (pro Person) – Grafik: Martin Randelhoff, www.zukunft-mobilitaet.net – CC BY 3.0

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[Hörtipp] „Rüpelzone Straßenverkehr: Wie können Radler, Autofahrer und Fußgänger fairer miteinander klarkommen?“ – Im Gespräch bei DRadio Kulturhttp://www.zukunft-mobilitaet.net/68664/eigene-sache/dradio-kultur-martin-randelhoff-lutz-tesch-kampfradler-diskussion/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/68664/eigene-sache/dradio-kultur-martin-randelhoff-lutz-tesch-kampfradler-diskussion/#comments Fri, 20 Jun 2014 16:56:11 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=68664

Eine Hörempfehlung in eigener Sache: Am Samstag, den 21.06., war ich zwischen 09:05 – 11:00 Uhr in der Sendung „Im Gespräch“ des Deutschlandradio Kultur zu Gast. Das Thema der Diskussion lautete Rüpelzone Straßenverkehr: Wie können Radler, Autofahrer und Fußgänger fairer miteinander klarkommen?“ Im Studio war neben mir und der Moderatorin Gisela Steinhauer der Berliner Verkehrspsychologe Lutz Tesch zu Gast.

Getreu des Namens der Livesendung „Im Gespräch“ war es Hörern möglich direkt im Studio anzurufen, Statements abzugeben, Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren. Für Anmerkungen, Lob, Kritik und Fragen stehe ich natürlich jederzeit in den Kommentaren Rede und Antwort!

Nehmen Sie die Fahrradfahrer: Für die ist wichtig: ‚Welche Qualität haben die Radwege? Ist es sicherer auf der Straße zu fahren oder auf dem Gehweg?‘ Fast allen Autofahrern fehlt das Verständnis, wie das ist, wenn man von vielen Autos bedrängt wird. Die Autofahrer sagen mir wiederum: ‚Wir müssen immer mehr zurückstecken, es werden immer mehr Radwege angelegt, immer mehr Fußwege‘.

– Martin Randelhoff

Mitschnitt der Sendung [Länge: 1 Stunde 25 Minuten 21 Sekunden]

MP3 zum Download

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[Talk] Das Auto der Zukunft – Eine Reise ins Ungewisse?http://www.zukunft-mobilitaet.net/56629/eigene-sache/talk-im-hangar-7-zukunft-des-automobils-talkshow/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/56629/eigene-sache/talk-im-hangar-7-zukunft-des-automobils-talkshow/#comments Wed, 09 Apr 2014 16:47:55 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=56629

Am Donnerstag der vergangenen Woche (03.04.2014) saß ich mit Prof. Ferdinand Dudenhöffer (Professor für Automobilwirtschaft und deutscher „Autopapst“), Dr. Felix Clary (Sprecher des Verbandes der österreichischen Automobilimporteure, ehemaliger Hauptgeschäftsführer BMW Austria und Leiter der BMW Group Nordic), Prof. Hermann Knoflacher (Auto-Kritiker und Autor („Virus Auto“)) und Doris Holler-Bruckner (Chefredakteurin „Oekonews.at“) in einem Salzburger Fernsehstudio und diskutierte in der Talkshow „Talk im Hangar-7″ (ServusTV) über die Zukunft des Automobils.

In der einstündigen Sendung (01:08:05) haben wir uns zu Beginn mit den zahlreichen Vor- und Nachteilen der Massenmotorisierung und des Automobils beschäftigt. Über Raum- und Nutzungsdurchmischung sowie den Aufbau unserer Städte haben wir im Anschluss aktuelle Trends und die Herausforderungen ländlich geprägter Regionen, alternative Antriebstechnologien, den Stand der Elektromobilität und die Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme diskutiert.

Ich persönlich war überrascht, dass wir uns relativ kritisch mit den Entwicklungen in der Automobilindustrie auseinandergesetzt haben. Insbesondere von Herrn Prof. Dudenhöffer hatte ich im Vorfeld durchaus andere Statements erwartet. Ebenso überrascht war ich über die Frage „Ist Autofahren am Ende asozial?“, die in einer deutschen Talkshow so vermutlich nicht gestellt werden würde.

Dass was die deutsche Bundeskanzlerin gemacht hat, die 95 g CO2-Grenze in die Zukunft zu schieben, heißt, sie hat drei Jahre lang Elektroautos getötet!

– Prof. Ferdinand Dudenhöffer

Leider lässt sich das Video nicht direkt einbinden. Ein Klick auf das unten stehende Bild öffnet die Webseite zur Sendung. Dort kann auch die Aufzeichnung gestartet werden.Screencap Diskussion

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[Jetzt anmelden] Future Mobility Camp Dresden 2014 am 17. und 18. Mai 2014http://www.zukunft-mobilitaet.net/52999/eigene-sache/fmc-dresden-future-mobility-camp-tu-dresden/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/52999/eigene-sache/fmc-dresden-future-mobility-camp-tu-dresden/#comments Wed, 19 Mar 2014 09:47:10 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=52999
Zur FMC-Webseite und Anmeldung]]>

fmc_dd14_backgroundAm 17. und 18. Mai 2014 wird in Dresden das nächste Future Mobility Camp stattfinden. Schwerpunktthemen werden „Innovationen im Schienenverkehr“ und „der Preis des Verkehrs“ sein. Das Hybridbarcamp verbindet die besten Eigenschaften einer Konferenz mit den Besonderheiten eines Barcamps. Veranstaltungspartner ist die Technische Universität Dresden und der Lehrstuhl für Verkehrs- und Infrastrukturplanung an der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“.

Themen

Die Schiene ist ein leistungsfähiger, verlässlicher und zukunftsträchtiger Verkehrsträger. Seit 1835 stellt die Eisenbahn dies in Deutschland unter Beweis. Sachsen – und insbesondere Dresden – hatte in der Eisenbahnwelt immer eine herausragende Rolle inne. Die Leipzig-Dresdner Eisenbahn war mit einer Streckenlänge von 120 km die erste deutsche Fernbahn und die erste ausschließlich dampfbetriebene Eisenbahn in Deutschland. Zu ihrer Strecke gehörte auch der erste deutsche Eisenbahntunnel. Bei der Eröffnungsfahrt kam die erste in Deutschland gebaute Lokomotive SAXONIA zum Einsatz.

Bis heute hat sich das Rad-Schiene immer weiter entwickelt. Nicht nur die Geschwindigkeit wurde immer weiter gesteigert (Spitzengeschwindigkeit: 574,79 km/h), sondern auch die Energieeffizienz und die Umweltverträglichkeit nimmt kontinuierlich zu. Aber natürlich muss sich auch der Schienenverkehr den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Daher freuen wir uns, wenn wir für das Future Mobility Camp zahlreiche Beiträge von Verkehrsingenieuren, Telematikern, Maschinenbauern, Fahrzeugtechnikern, Bau- und Bahnsystemingenieuren und anderen Fachrichtungen erhalten würden, die sich mit folgenden Themenkomplexen im Bereich Schienenverkehr beschäftigen:

  • Integrierter Taktfahrplan / Deutschlandtakt
  • Reduktion des Bahnlärms
  • strategische Ausrichtung der Eisenbahn in Deutschland (Trennung Netz / Betrieb oder integrierter Konzern?)
  • Das Wechselspiel zwischen Infrastruktur und Hochgeschwindigkeitsverkehr
  • Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs
  • Moderne Konzepte zum Umschlag von Aufliegern
  • Zulassung von Schienenfahrzeugen (neue Regelungen, Richtlinien, u.a.), Problematik mit Neufahrzeugen der jüngeren Vergangenheit
  • europäischer Bahnverkehr (Integrationswirkung, Hemmnisse, TSI, u.a.)
  • Schienengüterverkehr zwischen Asien und Europa
  • Steigerung der Energieeffizienz des Bahnverkehr, Hybridisierung von Dieselfahrzeugen
  • Organisation / Regionalisierung des SPNV in Deutschland
  • Privater SPFV in Deutschland – Wieso klappt in Deutschland nicht, was in anderen Ländern funktioniert?
  • ERMTS / Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz des Bahnsektors durch ETCS
  • Next generation Train

Dresden mit seiner hohen Eisenbahnkompetenz ist eindeutig das richtige Umfeld, um die zukünftigen Herausforderungen des Schienenverkehrs zu diskutieren!

Das Leben in einer dauermobilen Gesellschaft hat einen Preis. Nicht nur die steigenden Preise für Kraftstoff und Fahrscheine, sondern auch die Finanzierung der Infrastruktur und des öffentlichen Personennahverkehrs durch die öffentliche Hand, verdeutlichen dies.

Der Preis ist auf der anderen Seite jedoch auch ein scharfes Werkzeug der Verkehrsplanung. Preissignale können die Verkehrsmittelwahl beeinflussen, Nachfrage zeitlich und räumlich verlagern und den Verkehrs insgesamt besser fließen lassen.

Der technologische Fortschritt ermöglicht heute neue Formen der Parkraumbewirtschaftung, neue Formen des Ticketings im öffentlichen Verkehr, neue Formen der Nutzerfinanzierung im Bereich Infrastruktur, neue Formen in der Auslastungssteuerung. Und er stellt uns vor neue Fragen und Herausforderungen.

Verkehr hat nicht nur positive Seiten, sondern bringt auch eine Vielzahl negativer Effekte mit sich: Unfälle, Luftverschmutzung, Lärm, Stau, Flächenversiegelung, usw. Diese externen Effekte des Verkehrs können ebenfalls bepreist werden. Es stellt sich nur die Frage, was bei Einbeziehung aller Faktoren die realen Kosten des Verkehrs sind. Und wie können wir diese externen Kosten verursachergerecht internalisieren? Ein brisantes und hochpolitisches Thema.

Ich persönlich freue mich, wenn neben Verkehrsingenieuren, Telematikern, Maschinenbauern, Fahrzeugtechnikern und Bau- und Bahnsystemingenieuren möglichst viele Verkehrswirtschaftler und Volkswirte teilnehmen würden, da wir mit dem Schwerpunktthema „Preis des Verkehrs“ auch einige wirtschaftliche Sachverhalte erörtern und diskutieren möchten. Mögliche Themen könnten sein:

  • Ubers surge pricing und die Wirkung auf das Nachfrage-Angebotsgefüge
  • Dynamische Parkgebühren und deren Wirkung auf das Parkplatzangebot und den Parksuchverkehr
  • Steuerungswirkung einer fahrleistungsabhängigen und zeitlich differenzierten Pkw-Maut
  • Grenzen des yield managements (Luftverkehr, Bahnverkehr, Fernbusverkehr)
  • Externe Effekte des Verkehr und deren Internalisierung
  • Neue Wege der Infrastrukturfinanzierung
  • Kann es eine gerechte(re) Fahrpreisgestaltung im öffentlichen Personennahverkehr geben?

So war das Future Mobility Camp Berlin 2013:

Partner gesucht!

Neben den Inhalten steht natürlich auch immer die Finanzierung im Fokus. Leider ist das Veranstalten eines “Kongresses” nicht wirklich günstig. Es hat durchaus einen Grund, wieso die Teilnahme oftmals 2000 Euro und mehr kostet.

Da wir jedoch jedem die Möglichkeit geben möchten, am FMC Dresden teilzunehmen und wir die Herausforderungen der Zukunft auch mit jungen und innovativ denkenden Menschen erörtern möchten, deren Haushaltseinkommen in den allermeisten Fällen vergleichsweise niedrig sind, sind wir wie im vergangenen Jahr auf finanzielle Unterstützung durch unsere Kooperationspartner angewiesen. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn sich unsere Partner neben einer finanziellen Beteiligung auch inhaltlich einbringen und interessante Referentinnen und Referenten spannende Vorträge halten und auf Augenhöhe mit größtenteils Studierenden die wichtigen Themen der Branche diskutieren.

Zu diesem Zweck haben wir eine spezielle Partnerseite für das Future Mobility Camp erstellt, auf der Sie sich über die Veranstaltung informieren und Kontakt mit uns aufnehmen können.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des Future Mobility Camp Dresden 2014. Natürlich vollkommen kostenlos!

Noch Fragen?

Natürlich stehen wir jederzeit für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Ein Blick vorab in die FAQ sei jedoch empfohlen!

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[Interview] Deutschlandradio Kultur vom 06.01.2014 zum Thema Pkw-Maut, die zukünftige Rolle des Automobils in Städten und der Sicherstellung von Mobilität auf dem Landhttp://www.zukunft-mobilitaet.net/42796/eigene-sache/randelhoff-interview-pkw-maut-deutschlandradio-kultur/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/42796/eigene-sache/randelhoff-interview-pkw-maut-deutschlandradio-kultur/#comments Mon, 06 Jan 2014 19:57:47 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=42796

Heute Nachmittag habe ich versucht, den HörerInnen und Hörern des Deutschlandradio Kultur in elf Minuten die Themen Pkw-Maut, die zukünftige Rolle des Automobils in Städten und die Sicherstellung von Mobilität auf dem Land näher zu bringen. Ob mir dies gelungen ist, können Sie hier nachhören und nachlesen. [MP3 als Direktlink]
Radiostudio MDR Interview Martin Randelhoff Dresden

Schlüsselaussagen:

Ich glaube, eine Maut wäre wirklich sehr sinnvoll, weil, so effektiv eine intelligente, leistungsabhängige Maut im Bereich der Verkehrssteuerung und somit letztendlich in der Vermeidung von Staus ist, und die ganzen volkswirtschaftlichen Schäden, die dadurch entstehen, so ineffizient ist letztlich eine Vignette, besonders wenn wir die eben nur für Ausländer machen wollen und diese zudem den deutschen Autofahrer nicht belasten darf. Kurzfristig fürchte ich, wir werden diese Vignettenform bekommen, aber wir werden nicht darum kommen, letztendlich auch andere Finanzquellen zu erschließen. Ich nehme an, wir werden den Soli 2019 für komplett alle Infrastrukturmaßnahmen in Gesamtdeutschland verwenden, und wir werden vielleicht auch 2020 noch eine Erhöhung der Mineralölsteuer bekommen, zusätzlich zu einer Maut.

Es sind pro Jahr nur ungefähr 5,5 Millionen ausländische Pkw, die auf dem deutschen Autobahnnetz verkehren, und wenn ich letztendlich eine Vignette für 100 Euro ansetze, komme ich damit auf ungefähr 550 oder, sagen wir mal, 600 Millionen Euro insgesamt. Abzüglich der Erhebungskosten bleiben dann vielleicht noch 400 oder 500 Millionen übrig. Man kann natürlich jetzt überlegen, wie sinnvoll das ist: Sind 400, 500 Millionen Euro mehr, die ich da in der Tasche habe, nicht Grund genug, diese einzuführen? Ich sage eher nein, weil ich mir dadurch sehr viele intelligente Optionen vom Tisch nehme, womit wir letztendlich unsere Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland auch langfristig sichern können.

[…] ich möchte niemanden für seine Entscheidung irgendwie verurteilen. Ich sage aber, dass vor allem der private Pkw-Besitz in Großstädten wie München, Berlin oder Frankfurt nicht unbedingt zielführend ist. Ich kann alle oder die meisten meiner Ziele durchaus mit dem ÖPNV in einer guten Qualität, in einer recht kurzen Zeit 24 Stunden am Tag erreichen, ich kann die Fahrten, die ich nicht mit dem ÖPNV durchführen kann oder mit dem Fahrrad wie zum Beispiel die Fahrt zum Baumarkt und so weiter durchaus durch Carsharing-Fahrzeuge oder Mietwagen letztendlich ergänzen und habe dadurch keinerlei Mobilitätsverlust, obwohl ich selber keinen eigenen Pkw besitze. Das geht in Großstädten sehr gut, die ein sehr gutes ÖPNV-Angebot haben, auf dem Land sieht es natürlich anders aus, in Klein- und Mittelstädten ebenso.

Parkraum ist etwas sehr Spezielles, da Fläche ein starres Angebot ist. Ich kann nicht [unbegrenzt] zusätzliche Flächen zubauen in einer Stadt. Wenn ich mir vorstelle, was ich teilweise für Grundstückspreise in Frankfurt, München und anderen Großstädten habe, ist es letztendlich Wahnsinn, für einen Pkw ein paar Quadratmeter dafür zu opfern! Man kann Parkraum natürlich auch den normalen Mechanismen von Angebot und Nachfrage unterwerfen und dann habe ich eben sehr große Steigerungen oder auch sehr große Schwankungen im Preis. In den USA ist es teilweise so, da bezahle ich pro Stunde 15 Dollar im Business District zur Hauptarbeitszeit, um letztendlich diese Fläche, die ich verbrauche, entsprechend zu bepreisen.

[…] der Pkw im ländlichen Raum wahrscheinlich noch an Bedeutung gewinnen wird, besonders, weil wir uns den ÖPNV heutzutage schon in gewissen Regionen nicht mehr leisten können und er de facto nicht mehr existent ist. Man sagt immer, sind die Schüler alle, ist der ÖPNV dort komplett, ja, nicht mehr existent.

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Frohe Weihnachten!http://www.zukunft-mobilitaet.net/41299/eigene-sache/frohe-weihnachten/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/41299/eigene-sache/frohe-weihnachten/#comments Mon, 23 Dec 2013 17:31:29 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=41299

Ich wünsche allen LeserInnen und Lesern und Ihren/euren Familien ein geruhsames Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage. Genießt die Zeit mit Euren Angehörigen und Freunden. Entspannt vom Alltagsstress und denkt auch die ein oder andere Minute an diejenigen, die über die Weihachtstage den Laden am Laufen halten: Busfahrer, Triebfahrzeugführer, Mitarbeiter in den Leitstellen, Krankenhäusern und Pflegeheimen, Elektrizitätswerken und die ganzen Polizisten, Feuerwehrmänner und in dieser Aufzählung von mir vergessenen!

Und da ich bis zu meinem Stimmbruch zehn Jahre lang im Knabenchor gesungen habe, möchte ich an dieser Stelle auch mit einem klassischen Weihnachtslied, gesungen vom Dresdner Kreuzchor, enden:

Frohes Fest!

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Future Mobility Camp Berlin 2013 – Eine Nachlesehttp://www.zukunft-mobilitaet.net/40201/eigene-sache/future-mobility-camp-berlin-2013-video-nachlese/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/40201/eigene-sache/future-mobility-camp-berlin-2013-video-nachlese/#comments Fri, 06 Dec 2013 00:27:06 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=40201

Etwas größer, etwas organisierter und etwas professioneller ist sie geworden, die zweite Auflage des Future Mobility Camps. Bereits kurze Zeit nach dem ersten Future Mobility Camp im April dieses Jahres in Dresden war mir klar, dass das von uns erprobte Veranstaltungskonzept eines Nachfolgers würdig ist.

Mit dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) fand sich in Berlin ein geeigneter Partner, der durch Valentin Jahn erfolgreich vertreten wurde. Die derzeitige Diskussion um die Finanzierung unserer Infrastruktur, Planungsprinzipien und die Datenschutzproblematik von Verkehrsdaten (Maut, elektronische Fahrscheine, etc.) setzte den entsprechenden thematischen Rahmen.

Etwa 200 meist junge Teilnehmende diskutierten Ende Oktober angeregt mit Vertretern aus Politik, Unternehmen, Organisationen und der Wissenschaft über Trends und Entwicklungen in den Bereichen Fahrgastinformation im 21. Jahrhundert, Nachfrageorientierte (Echtzeit-) Verkehrsplanung, Bürgerbeteiligung bei Infrastrukturprojekten, u.v.m.

Weitere Impressionen der Veranstaltung sind hier zu finden.

Future Mobility Camp 2013 Berlin

Angeregte Diskussion bspw. mit Dominique de Ternay, Head of Marketing R.A.T.P. Développement – Foto: Patrick Johannsen

Ich persönlich war mit dem Verlauf des FMC Berlin 2013 im Großen und Ganzen zufrieden und habe mich insbesondere über die tolle Atmosphäre und den offenen Austausch gefreut. Hierfür möchte ich mich bei allen Teilnehmenden recht herzlich bedanken!

Die Veränderungen, die wir im Vergleich zum ersten Future Mobility Camp in Dresden umgesetzt haben, entfalteten ebenfalls ihre Wirkung. Durch den stärkeren Workshop-Charakter des ersten Tages wurde das klassische Prinzip aus Vortrag und anschließender Frage-Antwort-Runde aufgebrochen, die Interaktion und der Austausch sowie eine weitergehende Auseinandersetzung mit bestimmten Themen gefördert. Dies werden wir auch in Zukunft beibehalten bzw. noch weiter ausbauen!

Wir haben auf die Teilnehmer des FMC Dresden gehört und den Wunsch nach einer Abendveranstaltung erfüllt! Freundlicherweise hat uns das Deutsche Technikmuseum Berlin die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, welche uns den Brückenschlag zwischen alt und neu, etabliert und innovativ ermöglicht haben.

Herausstechendes Element des Abends war sicherlich die Podiumsdiskussion, die ich mit solch illustren Gästen wie Prof. Dr. Andreas Knie (DB / InnoZ), Hartmut Mehdorn (Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH), Burkhard Stork (Bundesgeschäftsführer ADFC), Anton Hofreiter (MdB Bündnis 90/Die Grünen, Co-Fraktionsvorsitzender, seit 2011 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Deutschen Bundestag), Prof. Dr. Dirk Böndel (Direktor des Deutschen Technikmuseums Berlin), Andreas Leo (Pressesprecher Daimler Mobility Services / car2go) und Martin Schmitz (Geschäftsführer Technik Verband Deutscher Verkehrsunternehmen / ehem. Geschäftsführer Vossloh Kiepe GmbH) moderieren durfte. 

Podiumsdiskussion FMC Berlin

Podiumsdiskussion auf dem Future Mobility Camp Berlin mit Prof. Andreas Knie, Hartmut Mehdorn, Burkhard Stork, Andreas Leo, Martin Randelhoff, Prof. Dirk Böndel, Martin Schmitz, Anton Hofreiter (von links nach rechts) – Foto: Patrick Johannsen

Es dürfte allerdings sehr schwer werden, dies nochmals zu toppen. Nichtsdestotrotz werden wir uns dieser Aufgabe natürlich stellen!

Wie geht es weiter?

Die ersten beiden Future Mobility Camps haben gezeigt, dass das Format funktioniert. Dies soll es aber nicht gewesen sein! Wir haben auch erkannt, dass in diesem Format noch enorme Potenziale stecken, die wir gemeinsam heben und entwickeln möchten. 

Der gesellschaftliche Diskurs, wie die Mobilität der Zukunft, und damit einhergehend unser Leben in der Zukunft, gestaltet sein soll, muss auch von jenen geführt werden, die hoffentlich auch noch in fünfzig Jahren auf diesem Planeten leben werden. Das FMC bietet eine Plattform für diesen Austausch und wird hoffentlich auch im Jahr 2014 interessante Menschen miteinander vernetzen.

Die Planungen für das kommende Jahr haben wir bereits kurz nach dem FMC Berlin 2013 aufgenommen und uns viele Gedanken gemacht, wie das Future Mobility Camp weiterentwickelt werden kann. Wir würden uns an dieser Stelle auch über Vorschläge von außen freuen. Berlin hat bei mir persönlich weitaus mehr Fragen aufgeworfen als Antworten geliefert.

Martin Randelhoff Foto auf dem Future Mobility Camp Berlin 2013

In welche Richtung soll es gehen? – Foto: Patrick Johannsen

Wir werden uns in den kommenden Wochen Gedanken darüber machen müssen, wie das FMC auch eine langfristige Wirkung entfalten kann. Wie können wir mit drei oder vier Veranstaltungen im Jahr an wechselnden Orten und mit wechselnden Schwerpunktthemen eine Kontinuität und Weiterentwicklung in der Diskussion erreichen? Kann und muss man jedes FMC isoliert betrachten oder gelingt es uns, verschiedene Veranstaltungen miteinander zu verknüpfen? Wie können wir Verbände und Organisationen tiefer einbinden und entsprechende Teilnehmer gewinnen? Wie sollen die Themen festgelegt werden? Ist ein Fokus auf ein, zwei Kernthemen sinnvoll oder sollte man die ganze Bandbreite der Mobilität abdecken? Wie können wir Bauingenieure, Fahrzeugtechniker, Architekten, Designer, Stadt- und Raumplaner, etc. besser integrieren? Schaffen wir es, von einer reinen Betrachtung der Verkehrssysteme hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Themas Mobilität mit all seinen Facetten und Wirkungsmechanismen zu kommen? Ist dies im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung abzubilden?

Wir haben viele Fragen, mit denen wir uns in den kommenden Wochen beschäftigen müssen. Wir freuen uns, wenn sich möglichst viele Leser dieses Blogs, Teilnehmer des FMC und jene, die es noch werden wollen, an dieser Diskussion beteiligem. Denn nur gemeinsam können wir das Future Mobility Camp weiterentwickeln!

Wir sehen uns in Dresden!

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[Jetzt anmelden!] Future Mobility Camp am 25. und 26.10.2013 in Berlinhttp://www.zukunft-mobilitaet.net/29516/eigene-sache/fmc2013-berlin-future-mobility-camp-barcamp/ http://www.zukunft-mobilitaet.net/29516/eigene-sache/fmc2013-berlin-future-mobility-camp-barcamp/#comments Thu, 29 Aug 2013 11:11:30 +0000 http://www.zukunft-mobilitaet.net/?p=29516 dann melde dich jetzt an und sichere dir deine Teilnahme!]]>

Future Mobility Camp in Berlin - ALLE KOMMEN! HuschhuschIch besuche relativ viele Kongresse, Kolloquien und Konferenzen. Meistens als Referent oder Teilnehmer eines Podiums. Im Verkehrsbereich findet immer irgendwo eine Veranstaltung statt, Konferenzen werden in einem nahezu epidemischen Ausmaß veranstaltet.

Wenn man einige dieser Veranstaltungen besucht hat, versteht man die Systematik dahinter recht gut. Es geht nicht um die Inhalte oder eine ergebnisorientierte Diskussion, vielmehr versucht jeder Einzelne sich, sein Produkt oder seine Politik möglichst gut zu verkaufen. Das mag zunächst auch nicht verwerflich sein, macht aber dann keinen Sinn, wenn immer die gleichen Personen an solchen Konferenzen teilnehmen und sich das Gesagte wiederholt. Man kennt sich ja bereits. Und insbesondere die Politik hat das Reden, ohne etwas wirklich Substanzielles zu sagen, perfektioniert.

Darauf habe ich keine Lust.

Aus diesem Frust heraus haben Moritz Dorka und ich bis zum April 2013 das Konzept eines Future Mobility Camps (kurz: FMC) entwickelt. Das Future Mobility Camp ist ein Hybridbarcamp, besteht also zu einem Teil aus bereits vorab festgelegten Inhalten und zum anderen aus Beiträgen, welche die Teilnehmer selber mitbringen und nicht bereits im Vorfeld in einem Konferenzprogramm o.ä. nachzulesen sind. Dies hat einen einfachen Vorteil: Der Inhalt und nicht der Referent stehen im Vordergrund (dafür sorgen wir auch durch andere „Maßnahmen“), eine sachorientierte und fundierte Diskussion ist möglich.

Future Mobility Camp Dresden 2013

Dass dieses Konzept funktioniert, hat sich auf dem Future Mobility Camp Dresden Ende April 2013 gezeigt. 232 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden europäischen Ausland plus Indien/USA haben zwei Tage lang in einer entspannten Atmosphäre Probleme, Trends und Entwicklungen im Verkehrsbereich diskutiert. Das Themenspektrum war dabei besonders offen gehalten und reichte über Bürgerbeteiligung bei Verkehrsprojekten, Algorithmen für Fahrplanstabilität, Polizei und Radverkehr bis hin zu einer Multiagenten-Simulation von Carsharing-Systemen.

Aufgrund des überaus positiven Feedbacks und als Folge der sehr themenorientierten Diskussion stand bei mir recht schnell fest, dass weitere FMC notwendig sind. Denn ein solch progressives Format hat im Verkehrssektor bislang eindeutig gefehlt.

Future Mobility Camp Berlin 2013

Seit einigen Monaten arbeite ich daher gemeinsam mit Valentin Jahn an einem Future Mobility Camp Berlin. Das FMC Berlin wird am 25. und 26. Oktober 2013 auf dem EUREF-Campus in Berlin Schöneberg stattfinden. Mit dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) habe ich einen Partner vor Ort gefunden, der sehr gut zum Format eines Future Mobility Camps passt.

Wir haben uns zu Beginn der Planungen einige Gedanken über die Weiterentwicklung des Formats und die Themensetzung gemacht. Und natürlich auch aus der wenigen Kritik in Dresden (Abendveranstaltung, längere Pausen) gelernt.

Um die drängenden Themen unserer Zeit etwas fokussierter angehen zu können, haben wir die beiden Themenschwerpunkte „Infrastrukturpolitik und -finanzierung“ sowie „Daten und Mobilität“ entwickelt. Beide Themen passen zum einen sehr gut nach Berlin (viele Startups, Programmierer und eine Nähe zur „großen“ Politik) und zum anderen ist vor allem die Thematik der Infrastrukturfinanzierung ein extrem wichtiges Thema, zu dem auch viele Kongresse und Konferenzen stattfinden. Leider mit viel zu viel Blabla.

Um beiden Themenbereichen gerecht zu werden, haben wir das Format eines Future Mobility Camps weiter entwickelt. Am ersten Tag kommen vorrangig die von uns eingeladenen Personen zu Wort. Jedoch maximal 20 Minuten. Vielmehr sollen gemeinsam wichtige Fragen aus folgenden Themenbereichen diskutiert und selbst entwickelte Fragen beantwortet werden:

  • Ländlicher Raum: Bundesstraße und ICE in jedes Kaff?
  • Infrastrukturfinanzierung: Bildung oder Autobahn?
  • local action groups: optimizer or preventer?
  • Verkehrsdaten: Nachfrageorientierte (Echtzeit-)Verkehrsplanung versus Totalüberwachung

Am Abend des ersten Tages werden wir zudem eine von Vielen sehnlich erwünschte Abendveranstaltung durchführen. Wir freuen uns sehr, dass wir das Deutsche Technikmuseum Berlin als Partner und spannenden Veranstaltungsort gewinnen konnten.

Der zweite Tag wird stärker nach der Idee eines Barcamps aufgebaut sein. Die Themen des Tages, die Formate und Methoden werden erst zu Beginn des Tages gemeinsam festgelegt werden. Das Schöne: Wir brechen damit aus allen herkömmlichen Strukturen einer Konferenz aus und stellen endgültig die Inhalte in den Vordergrund!

Am Nachmittag des zweiten Tages werden wir einen kleinen Mobilitätsparcours veranstalten. Lasst euch einfach überraschen!

Freitag / Samstag versus Samstag / Sonntag

Das Future Mobility Camp Dresden wurde vor allem wegen der Verfügbarkeit der Räumlichkeiten an einem Samstag und Sonntag veranstaltet. Dies ist vor allem für Teilnehmer mit Familie und weit Angereiste nicht wirklich ideal gewesen. Wir haben uns daher dazu entschlossen, das FMC Berlin an einem Freitag und Samstag durchzuführen. Natürlich kann es für Berufstätige schwierig werden teilzunehmen. Da jedoch viele in Unternehmen mit Berührungspunkten zu Verkehr und Mobilität arbeiten, hoffen wir, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter neben den ganzen Konferenzen auch zum FMC schicken werden. Des Weiteren beginnen wir am Freitag auch erst am frühen Nachmittag, sodass dies hoffentlich kein allzu großes Hemmnis darstellt.

Startupmesse

Berlin ist nicht nur Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch Startuphauptstadt! Von jungen, kleinen und innovativen Unternehmen erwarte ich persönlich sehr große Beiträge für die Zukunft der Mobilität. Um Startups, Programmierern, u.a. die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Produkte zu präsentieren und zu vernetzen, werden wir im Rahmen des FMC Berlin eine kleine Startupmesse veranstalten. Natürlich kostenlos und ganz zwanglos! ;-)

Sponsoren gesucht!

Neben den Inhalten steht natürlich auch immer die Finanzierung im Fokus. Leider ist das Veranstalten eines „Kongresses“ nicht wirklich günstig. Es hat durchaus einen Grund, wieso die Teilnahme oftmals 2000 Euro und mehr kostet.

Da wir jedoch jedem die Möglichkeit geben möchten, am FMC Berlin teilzunehmen und wir vor allem junge, innovativ denkende Menschen ansprechen möchten (die haben leider meistens nicht allzu viel Geld… ;-)), sind wir auf finanzielle Unterstützung durch Kooperationspartner angewiesen.

Zu unserem Bedauern sind die Gebäude des EUREF-Campus nicht umsonst zu bekommen. Ebenfalls kostet eine Abendveranstaltung Geld. Insgesamt benötigen wir für das Future Mobility Camp Berlin 60.000 Euro!

Da wir und unsere Partner aber stark an das Format und die innovativen Ansätze des Future Mobility Camps glauben, sollte die Finanzierung hoffentlich kein Problem darstellen.

Wir würden uns aber freuen, wenn die hier mitlesenden Unternehmen bzw. die entsprechenden Mitarbeiter sich dazu entschließen würden, das Future Mobility Camp Berlin als Kooperationspartner zu bereichern. Ein entsprechendes Veranstaltungskonzept mit Sponsoringmöglichkeiten (ab Seite 19) kann hier heruntergeladen werden! Für Fragen und natürlich auch Kooperationsanfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des Future Mobility Camp Berlin 2013. Natürlich vollkommen kostenlos!

Spezielles Angebot für alle DrednerInnen!

Ihr kommt aus Dresden und möchtet am FMC Berlin teilnehmen? Ihr habt aber keine Lust euch um Fahrt, Unterkunft & Co. zu kümmern? Oder alleine zu fahren? Dann haben wir eine Lösung für euch! Verkehrte Welt e.V. organisiert nicht nur Studentenreisen nach Russland und in andere Länder, sondern auch eure Teilnahme am FMC Berlin. Wenn ihr Interesse habt, reicht eine kurze Nachricht mit dem Betreff „Verkehrte Welt“. Ich leite das dann entsprechend weiter.

Noch Fragen?

Natürlich stehen wir jederzeit für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Ein Blick vorab in die FAQ sei jedoch empfohlen!

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