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Mit Twitter Verkehrsströme visualisieren

, der sich selbst als Karten-Geek, Fan gescheiterter Netzplämne, Technikgeschichte, Computern, Fußgängern und falschgeschriebener Straßenschilder bezeichnet, hat mehrere Visualisierungen von Verkehrsströmen veröffentlicht. Die notwendigen Geodaten haben mehrere tausend Twitterprofile geliefert. Die Abbildungen verdeutlichen, auf welchen Routen sich Twitter-Nutzer in den USA, Europa und einigen Städten Asiens und Australiens hauptsächlich bewegen. Diese bildet somit nicht zwingend die wahren Verkehrsströme ab; eine starke Nutzung von Twitter wie in Großbritannien und den Niederlanden verfälscht das Ergebnis leider.

Übrigens: Anfang 2011 hatte ich bereits diese  sehr interessanten Visualisierungen des Busverkehrs in San Francisco vorgestellt. Diese wurden ebenfalls von Eric Fischer erstellt.

Alle Grafiken können im Vollbildmodus (3000 px * 3000 px bzw. teilweise sogar 5100 px * 5100 px) betrachtet werden.

Europa

Für diese Visualisierung hat Fischer 60.000 Ortsveränderungen in einem Radius von 32 Kilometern und mehr genutzt. 750.000 zufällig ausgewählte Geodaten wurden in einem 16 Kilometer-Radius zusammenfasst und ergaben dieses Bild:

Verkehrsströme in Europa Visualisierung Eric FischerGroßbritannien

1.016.334 Ortsveränderungen, die durch 500.000 Kontrollpunkte geleitet wurden und zu 15.000 Punkten aggregiert wurden, ergaben diese Visualisierung der britischen Verkehrsströme:Verkehr Verkehrsströme Großbritannien UK

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[Video zum Wochenende] Berlin in Bewegung

Auch wenn heute in  Busse und Bahnen streikbedingt still standen, ist Berlin eine interessante und durchaus bewegte Stadt.

Der Berliner Fotograf Matthias Makarinus hat diese Bewegung im Mai 2010 bis September 2011 in über 50.000 Fotografien festgehalten. Entstanden ist ein atemberaubendes Zeitraffervideo über Berlin und den in der 3 Millionen Einwohner-Metropole. Seien es Busse oder Straßenbahnen der , Ausflugsdampfer auf der Spree oder Züge im Berliner Hauptbahnhof.

Das Video passt auch sehr gut als “Video zum Wochenende“, da die Berliner U-Bahn diese Woche ihr 110. Jubiläum begeht, das von der BVG anscheinend eher still gefeiert wurde.

Die Fotos sind mit einer Canon 5D Mark II und mehreren verschiedenen Linsen gemacht worden.

[Video zum Wochenende] Was Los Angeles bewegt

Es gibt wohl nur wenige Städte, die so autozentriert sind wie Los Angeles. In den letzten Jahrzehnten wurde diese Entwicklung stets durch bauliche wie auch politische Maßnahmen unterstützt.

Die Folgen sind unübersehbar. Aufgrund der müssen Pendler morgens und abends weite Strecken zurücklegen, selbst achtspurige Autobahnen sind regelmäßig von Staus betroffen. Laut INRIX National Traffic Scorecard war das Gebiet um Los Angeles – Long Beach 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006 das am meisten von Staus geplagte Gebiet der . 11,5% aller in den existierenden Staus des Jahres 2010 traten in der Metropolregion L.A. auf.

Um die zunehmenden Verkehrsprobleme zu beheben, bzw. zumindestens zu lindern, investiert Los Angeles massiv in das S-Bahnnetz, das Schnellbusnetz, das Radwegenetz und alle anderen alternativen zur Straße. Allerdings braucht der Wandel seine Zeit. Derzeit fahren immer noch zwei Drittel aller Pendler alleine mit ihrem Pkw zur Arbeit und zurück, nur 15 Prozent nehmen andere auf ihrem Arbeitsweg mit (Carpooling). 11 Prozent nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel und nur fünf Prozent gelangen zu Fuß oder mit dem (nur 0,9%) zu ihrem Arbeitsplatz. Dabei hatte Carmageddon doch gezeigt, was möglich wäre. Aber trotzdem fährt jeder Einwohner L.A.s jeden Tag durchschnittlich 33,6 Kilometer!

Dabei ließe sich durch bereits kleine Änderungen am , der erheblich verbessern. Wie genau Los Angeles unterwegs ist und welches Änderungspotential existiert, visualisiert diese menschliche Infografik:

Aber natürlich gibt es auch eine weitaus weniger bewegte Infografik zum Thema “ in Los Angeles”:Verkehr in Los Angeles Autozentrierte Stadt Infografik

[Video zum Wochenende] Urbane Räume in Russland

Wenn man einmal mit -Videos anfängt, kann man nur sehr schwer aufhören. In der letzten Woche bin ich über zwei Videos “gestolpert”, die das urbane Leben in Moskau und Murmansk im Zeitraffer zeigen.

Im -Video hat einen großen Stellenwert. Seien es die breiten russischen Straßen, der Hafen oder ein paar Meter Schiene.

Das Video über ist einfach nur schön. Die Aufnahmen dürften mit die Besten sein, die ich jemals gesehen habe: 

Und noch eine schnelle Kontrolle, ob ihr beim letzten Video auch aufmerksam wart: Wie viele Fahrstreifen sieht man bei Minute 01:01? ;-)

[Video zum Wochenende] Kleine Stadt am Hafen: Kiel

René Raab hat “” einen Film über die Stadt gedreht, der einen Tag bzw. fast ein Jahr, im Leben der Stadt zeigt und diese dabei miniaturisiert. Und natürlich kommt in einer Hafenstadt der auch nicht zu kurz.Tilt Movie Kiel Rene Raab Hauptbahnhof Kiel ModelleisenbahnFür den Film fand der sogenannte Anwendung, der normale Bilder wirken lässt als seien es Bilder von kleinen Modellbauten. Wirklich sehr hübsch anzusehen.

Entstanden ist das Video im Rahmen eines freien Projekts im Studiengang Multimedia Production an der Fachhochschule Kiel und wurde mit einer Canon 60D gefilmt (insgesamt 300 GB Rohmaterial). Der Tilt-ShiftEffekt ist rein digital und per Nachbearbeitung in Adobe After Effects enstanden.

Bundesratsinitiative: SPD und CDU wollen Radhelmpflicht für Kinder

Die Hamburger CDU und SPD planen zur Zeit eine Bundesratsinitiative, die eine für Kinder fordert. Die konkrete Altersgrenze ist noch offen, derzeit ist jedoch eine für Kinder bis 14 Jahren im Gespräch.

Als Grund für die Einführung einer Radhelmpflicht wird die hohe Zahl beim Fahrradfahren getöteter Kinder angegeben. Jedes vierte Kind, das 2009 im getötet wurde, hatte laut Aussage beider Fraktionen einen Fahrradunfall. Bei der Hälfte der tödlich verunglückten war eine Kopfverletzung die Ursache. Aufklärungskampagnen hätten die Helmtragequote nicht merklich erhöht, daher sei es nun an der Zeit über eine gesetzliche Verpflichtung nachzudenken.

Wie bei solchen Initiativen üblich, möchte ich nun kurz auf diesen Vorschlag eingehen und weiteres Zahlenmaterial nennen. (weiterlesen …)

Verkehrstote in Europa zwischen 15 und 30: 81 Prozent männlich, 19 Prozent weiblich

Es ist eigentlich ein offenes Geheimnis, dass in Deutschland das höchste Todesrisiko für junge Menschen in der Nacht von Freitag auf Samstag, bzw. die Nacht von Samstag auf Sonntag existiert. Die Fahrt von der Disko nach Hause wird für einige Jugendliche zu ihrer letzten Fahrt.

Der letzte Road Safety Performance Index (PIN) betrachtet die Situation für ganz Europa. Er bestätigt nochmals, dass Menschen in jungen Jahren (15 bis 30) vor allem im sterben. Weltweit sind mit 22,3 Prozent die Todesursache für junge Menschen bis 17 Jahren.

WHO Todesursache von Jugendlichen bis 17 JahrenTodesursache bei Jugendlichen bis 17 Jahren, WHO World report on child injury prevention 2008, a = andere ungewollte Todesarten wie Erstickungen, Erdrosselungen, (giftige) Tierbisse, Unterkühlung, Hitzeschlag, Naturkatasrophen

Seit 2001 starben mehr als 140.000 Personen zwischen 15 und 30 Jahren auf europäischen Straßen, mehr als 9.150 alleine in 2010. Dabei stellen Menschen zwischen 15 und 30 nur 20% der EU-Bevölkerung, aber 30% aller Verkehrstoten.

Verkehrstote Jugendliche in Europa zwischen 2001 und 2010 in den EU 15-Ländern (ohne Deutschland seit 1991, seit 2000 mit Deutschland, Daten: CARE Datenbank, 2010: Panelists)

Besonders gefährdet sind junge Männer: 81 (!) Prozent in Europa bei Verkehrsunfällen getöteten Jugendlichen waren männlich! 

Im weltweiten Vergleich sieht das Verhältnis ein wenig besser aus. Nichts desto trotz sind Verkehrsunfälle die Todesursache Nummer 1 bei männlichen Jugendlichen bis 17 Jahre:

Todesursache Kinder weltweit Mädchen JungsAnteil der gestorbenen Kinder bis 17 Jahren nach Todesursache je 100.000 Einwohner, WHO World report on child injury prevention 2008, b = andere ungewollte Todesarten wie Erstickungen, Erdrosselungen, (giftige) Tierbisse, Unterkühlung, Hitzeschlag, Naturkatasrophen

Junge Männer starben bei Unfällen zu 39% als Autofahrer, Motorradfahrer 22%, Pkw-Insasse 18%, Fußgänger 7% und Fahrradfahrer 2%. Junge Frauen werden am häufigsten als Pkw-Insassin (38%), Autofahrerin (34%), Fußgängerin (11%), Motorradfahrerin (6%), Mopedfahrerin (3%) und Fahrradfahrerin (3%).Verkehrstote in Europa, differenziert nach Männer und Frauen

Sterblichkeit junger Menschen je Million Einwohner zwischen 15 und 30 Jahren, kumuliert und nach Geschlecht, Durchscnitt der letzten drei Jahre

Im betrachteten Zeitraum haben Portugal, Lettland und den größten Erfolg bei der Reduzierung junger Verkehrstoter erzielt. Gute Erfolge können auch Estland, und Luxemburg nachweisen. , die und sind jene Länder mit der geringsten Rate getöte junge Menschen je junge Einwohner.

Verkehrstote je junge Einwohner in EuropaVerkehrstote zwischen 25 und 30 Jahren der letzten drei Jahre, Anteil an der Zahl der Verkehrstoten insgesamt in Prozent, abgetragen   nach dem Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung

In Irland sind 9 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 30 Jahre alt, diese Gruppe stellt aber 25 Prozent der Verkehrstoten. In Luxemburg, Zypern, Norwegen, Malta, Frankreich und Großbritannien stellt diese Gruppe 8 bis 11 Prozent der Bevölkerung, aber zwischen 20 und 24 Prozent der Verkehrstoten. In Portugal, Ungarn, Italien, der Schweiz, Rumänien, Slowakei, Spanien und Lettland sind weniger als 15% der Verkehrstoten jünger als 30 Jahre.

Am meisten profitieren junge Menschen von allgemeinen Straßenverkehrssicherheitsmaßnahmen, stärkere Kontrollen und Verbesserungen der Straßeninfrastruktur (insbesondere Landstraßen). Als wirksam haben sich strenge Alkoholgrenzen, Punkte in der Verkehrssünderkartei (Deutschland: Flensburg) auch bei nicht so schwerwiegenden Verstößen und begleitetes Fahren. Nicht empfohlen wird eine Reduzierung des notwendigen Mindestalters für den Moped- bzw. Pkw-Führerschein (empfohlenes Mindestalter für den Moped-Führerschein: 16 Jahre).

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Schlußstrich

Flugzeuge sind Grenzkosten mit Flügeln.
Alfred E. Kahn (*1917), amerik. Wirtschaftswissenschaftler u. Politiker

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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