Volkswagen hat auf der Hannover Messe die Studie eines kompakten rein elektrisch betriebenen Taxikonzepts mit dem Namen “Milano” vorgestellt. Volkswagen möchte dadurch nicht nur neue Wege für die individuelle Mobilität entwickeln, sondern auch für andere innerstädtische Transportmodi. Elektrische Antriebe scheinen für den Taxibetrieb, in dem zum großen Teil nicht allzu lange Strecken zurückgelegt werden, besonders geeignet.
Das Design der Studie erinnert stark an das 2007 vorgestellte Konzeptcar VW space up! blue. Für den Taxibetrieb wurden jedoch einige Modifikationen vorgenommen. So ist die Fahrgasttür – eine seitliche Schiebetür - nur auf der rechten Seite, der Fußgängerwegseite, zu finden. Dies soll die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen. Des weiteren verzichtet die Designstudie komplett auf einen Kofferraum und einen Beifahrersitz. Das Gepäck der Fahrgäste soll in einer extra Halterung an Stelle des Beifahrersitzes transportiert werden. Farblich ist das Fahrzeug an frühere Mailänder Taxis angelehnt. (weiterlesen …)
Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben in der Zeit vom 15. bis 28. April den Göppel Maxi Train – eine Kombination aus Niederflurbus mit Anhänger – getestet. Gebaut wird dieses System von dem thüringischen Unternehmen Göppel Bus GmbH aus Nobitz-Ehrenhain.
Durch den modularen Aufbau ist es möglich, flexibler auf Stoßzeiten mit stark schwankendem Passagieraufkommen reagieren zu können. In den Hauptverkehrszeiten fährt das ganze Gespann, in Nebenzeiten nur der Solobus. Der Miditrain – bestehend aus einem 9,1 Meter langen Midibus und dem dazugehörigen Anhänger – kann etwa 160 Personen befördern, der Maxitrain (12 Meter Solobus mit Anhänger) ist für 200 Personen ausgelegt.Durch diese Kombination bietet der Maxi Train gegenüber einem normalen Gelenkbus rund 30 Prozent mehr Kapazität. Wegen seiner Überlänge darf der rund 430.000 Euro teure MaxiTrain nur mit einer Ausnahmegenehmigung des jeweiligen Verkehrsministeriums fahren.
Bussysteme von Göppel sind schon in mehreren deutschen Städten im Einsatz, u.a. in Fürth, Reutlingen, Altenstadt und einigen weiteren.
Der Dresdner Blogger Rolf Schreiter hat eine Testfahrt durchgeführt und fleißig darüber gebloggt.
Ein sehr innovatives und weit gedachtes Fahrzeugkonzept für das Jahr 2030 haben sich der chinesische Automobilhersteller Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) und General Motors (GM) ausgedacht. Das Fahrzeug mit dem Namen “YeZ”, übersetzt bedeutet das in etwa soviel wie “Laubblatt”, soll nicht nur fahren können, sondern auch Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln. Ein in das Fahrzeugdach integriertes System soll CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen, einem Blatt ähnlich in Sauerstoff umwandeln und dann wieder in seine Umgebung abgeben. Der metallisch-organische1 Rahmen nimmt das CO2 auf, das in einer mikrobiellen Brennstoffzelle (MFC) 2 in Sauerstoff umgewandelt wird. Die Mikroben spalten den Wasserstoff vom Wasser (H2O) und Kohlenstoff vom CO2 ab, um daraus CH4 (Methan) zu generieren. Der Sauerstoff O2 wird wiederum in die Atmosphäre abgegeben.
Richtig interessant ist jedoch die Umwandlung hoch konzentrierten CO2 in Elektrizität für die Fahrzeugbeleuchtung mit Hilfe eines Leichtstromrichters. Dadurch würde das Fahrzeug zu einem Negativ-Emissionen”-Auto.
Der US-amerikanische Designer Dave Owsen hat sich ein mögliches Konzept für ein durch Sonnenenergie betriebenes ÖPNV-System ausgedacht. Es besteht aus einem Schienensystem und einzelnen Fahrgastzellen, die sowohl zum Personen- als auch zum Gütertransport eingesetzt werden können.
Straßen, deren Zustand und deren Beleuchtung sind essentiell für die Verkehrssicherheit. Insbesondere die Straßenbeleuchtung erfordert einen hohen Aufwand, wird nur selten mit Ökostrom betrieben und ist eine finanzielle Belastung für die Kommunen. Das Designstudio TAK hat nun einen einfachen Weg aus diesem Dilemma gefunden: das ‘Turbine Light’
Diese Straßenbeleuchtung soll nur durch die Energie der vorbeifahrenden Autos betrieben werden. Beim Vorbeifahren eines Fahrzeugs an einem solchen ‘Turbine Light’ wird die Turbine durch den Fahrtwind angetrieben. De so entstandene Energie wird gespeichert und nachts für die Straßenbeleuchtung verwendet.
Das Ganze ist natürlich nur eine Designstudie im Rahmen der Greener Gadgets Competition und es ist fraglich, ob sich Straßen effektiv auf diese Art und Weise beleuchten lassen. Vorstellbar wäre jedoch eine zusätzlich durch Solar gestützte Variante wie zum Beispiel in Oregon.
Wenn 2030 die Weltbevölkerung rund acht Milliarden Menschen beträgt, benötigen wir neue innerstädtische Verkehrskonzepte, vor allem weil rund 60% der Weltbevölkerung in Ballungsräumen leben dürften.
Das zweisitzige Gefährt entwickelte GM in Zusammenarbeit mit Segway. Insgesamt wurden drei verschiedene Prototypen gebaut. Die Konzeptcars sind nur 1,50 Meter lang und wieen weniger als 500 Kilogramm. Zum Einsatz kommen Materialien wie Kohlefaser und Acryl. Angetrieben wird das EN-V durch je einen Doppelmodus-Elektromotor in den Rädern, den GM zum ersten Mal in der Hy-Wire Studie 2006 vorstellte. Dabei beschleunigen die Motoren nicht nur, sondern bremsen das Fahrzeug umgekehrt auch bis zum Stillstand ab. Gespeist wird der Motor durch Lithium-Ionen-Batterien, die eine Reichweite von 40 Kilometern garantieren sollen. Durch ein Aufladen in Zeiten niedriger Nachfrage wird eine kontinuierliche Netzauslastung gefördert, sodass sie die Effizienz der Strominfrastruktur nachhaltig steigern lässt. Außerdem soll das EN-V dank einer Kombination von GPS, Car-to-Car-Kommunikation und Abstandsmessung auch völlig autonom fahren können.
Die insgesamt drei GM-Konzeptfahrzeuge sind vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2010 auf der Weltausstellung in Shanghai zu sehen.
Infrastrukturprojekte zu planen und umzusetzen, dauert seine Zeit. Daher werden Artikel in diesem Blog ständig aktualisiert. Es lohnt sich also, bereits gelesene Artikel nochmals aufzurufen.
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Das Fahrzeug der Zukunft hat einen CW-Wert von 0,2 und fährt 280. Völlig schadstofffrei. Es hat serienmäßig Allrad, ABS, Antischlupf, Bordcomputer und Klimaanlage. Außerdem getönte Scheiben, Telefon, Telefax, Stereo-Video, Liegesitze vorne und hinten. Und: Rallyestreifen. aus einem Werbespot der DB zur Einführung des Intercity-Express, 1991
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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren: