Hier finden Sie alle Artikel zum Thema "urbane Mobilität".


Sie haben die Möglichkeit den RSS-Feed (Was ist RSS?) speziell nur für diese Kategorie zu abonnieren.

Mit einem Tool wie Feed Rinse können einzelne Kategorie-Feeds zu einem individuellen RSS-Feed zusammengestellt werden. Ganz wie es gefällt.

Umbau des Seine-Ufers: Paris korrigiert Fehler der 1960er Jahre

In den 1960er Jahren hatte Paris eine intensive Liebesbeziehung mit dem Automobil. Es wurde als technischer Fortschritt und die Zukunft gefeiert. Die Liebe ging sogar so weit, dass der französische Staatspräsident Georges Pompidou beide Seine-Ufer zu einer Schnellstraße umbauen ließ (eröffnet 1967), um Autofahrer den direkten und schnellsten Weg von Westen und Osten in die Innenstadt und wieder zurück zu ermöglichen. Etwa 70.000 Fahrzeuge fuhren zuletzt täglich auf der linken Flussseite.

Pariser Schnellstraße Voie Georges-Pompidou auf der rechten Seite der Seine – Foto: Jean-François Gornet @ FlickrCC BY-SA 2.0

Mit der Zeit ist jedoch die Liebe zum Automobil Schritt für Schritt erloschen. Fünfzig Jahre später hat Paris eines der besten und ambitioniertesten öffentlichen Fahrradverleihsysteme weltweit, eine im Großteil verkehrsberuhigtes Straßennetz, ein gut ausgebautes ÖPNV-Angebot mit kombinierten Bus-Taxi-Radspuren und seit Ende Juni 2013 haben die Fußgänger einen Teil des Seine-Ufers wieder zurück erhalten.

Les Français aiment la bagnole!
(Die Franzosen liebe die Karre!)

 - Georges Pompidou, 1973

Weiterlesen ->

[Video zum Wochenende] Zürich in Bewegung

Foto: Alessandro Della Bella

Der Schweizer Fotograf Alessandro Della Bella wollte das Lebensgefühl in Zürich, die pulsierende und elektrisierende Stadt an der Limmat, einfangen. Angestrebte Filmobjekte seines Zeitrafferfilms waren die malerische Altstadt, die großartigen Einkaufsmöglichkeiten, das breite kulturelle Angebot sowie die wunderschöne Seepromenade, viele Parks und Grünflächen. Nun ist es aber relativ schwer, in einer Stadt mit einem der besten Verkehrssysteme weltweit, den Verkehr außen vorzulassen. 

Daher ist das Video auch ein exquisiter Kurzfilm über den Züricher ÖPNV mit der berühmten Bahnhofstraße, das Gleisvorfeld des Züricher Hauptbahnhofs, des Züricher Flughafens und den nächtlichen Straßenverkehr.

[re:publica 13] Im Gespräch mit Dieter Zetsche, CEO Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars

An dieser Stelle möchte ich heute auf eine Session mit Dr. Dieter Zetsche und mir auf der re:publica 13 am 07. Mai, 13:45 Uhr – 14:45 Uhr, hinweisen. Die re:publica ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, speziell Weblogs, soziale Medien und die Digitale Gesellschaft. Sie wird seit 2007 jährlich in Berlin veranstaltet.

Die siebte re:publica findet vom 6. bis zum 8. Mai 2013 unter dem Motto IN/SIDE/OUT statt. Veranstaltungsort ist zum zweiten Mal die STATION Berlin. Eingeladen sind 350 Redner, 5000 Besucher werden erwartet.

Am zweiten Tag werde ich mich mit Dr. Dieter Zetsche über “Das vernetzte Auto – wie verändert sich unsere Mobilität?” auf Stage 1 unterhalten. Thema wird die Veränderung der automobilen Mobilität und die Stellung des Pkw in der Zukunft sein.

Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands Daimler AG / Leiter Mercedes-Benz Cars – Foto: Daimler

Angesprochen werden von mir auf jeden Fall die Bereiche Carsharing (car2go), moovel, die intermodalen Serviceansätze, welche die Daimler Mobility Services verfolgt, autonome Fahrzeuge und das breite Feld der Konnektivität und der Car-2-X-Kommunikation.

Da ich vollkommen frei in der Auswahl meiner Fragen bin, darf man sich auf einige interessante und kritische Fragen meinerseits freuen. Natürlich kann ich nicht allzu sehr ins Detail gehen, da ich die Zuhörerschaft nicht überfordern möchte. Ich bin mir aber sehr sicher, dass es sehr interessante 60 Minuten werden!

Das Gespräch wird via Livestream über die re:publica-Webseite übertragen. Das Video steht nach einiger Zeit auch im Archiv zum Ansehen bereit.

Disclosure: Die Daimler AG hat das Future Mobility Camp in Dresden finanziell unterstützt. Des Weiteren besteht Kontakt zu verschiedensten Mitarbeitern der unterschiedlichsten Abteilungen der Daimler AG inkl. Tochterunternehmen. Für mein Gespräch mit Herrn Dr. Zetsche werden Reise- und Hotelkosten von Seiten der re:publica übernommen. Des Weiteren erhalte ich ein Ticket für die drei Tage re:publica 13 zum Normalpreis von 150 Euro. Er erfolgen keine Zahlungen seitens Daimler.

Rio de Janeiro: Umbau des Hafengebiets zum Porto Maravilha

Die Umgestaltung ehemaliger Hafenanlagen und -flächen steht seit einigen Jahren im Fokus von Hafenstädten: Hamburg entwickelt die HafenCity, London gestaltete die Docklands vollständig um und Rio de Janeiro wird in den kommenden Jahren den Porto Maravilha auf fünf Millionen Quadratmetern umbauen.

Seit den 1970er Jahren erlebte der Hafen von Rio de Janeiro stets einen Niedergang. Zurzeit stehen über eine Million Quadratmeter Wohn- und Büroflächen leer, viele historische Gebäude sind vom Verfall bedroht. Aufgrund der steigenden Grundstückspreise und einigen Großereignissen wie den 450. Geburtstag der Stadt und den 2016 stattfindenden Olympischen Sommerspielen entschloss sich die Stadt gemeinsam mit der brasilianischen Regierung und privaten Investoren den Hafen selbst, als auch dort entstandene Industriegebiete sowie ältere bestehende Wohnviertel, wie zum Beispiel Gamboa, zum Porto Maravilha (Marvelous Port) umzubauen. 

Alleine für die Olympischen Sommerspiele wurde ein Investitionsplan für rund 11 Milliarden Euro vorgelegt, von dem ein großer Teil auf die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel und verstärkte Sicherheitsvorkehrungen entfallen sollen. Ein gewisser Teil wird auch für die Revitalisierung des Hafengebietes genutzt werden.

Der Plan sieht vor, 700 Kilometer neue Wasser-, Abwasser-, Strom-, Gas- und Telekommunikationsleitungen zu verlegen, vier Kilometer Straßentunnel zu errichten und 650.000 Quadratmeter neue Gehwege, 17 Kilometer Radwege und drei neue Kläranlagen zu bauen. 70 Kilometer des Straßennetzes sollen vollständig saniert werden. Zudem sollen 15.000 neue Bäume gepflanzt werden. Dadurch soll der Grünanteil in diesem Gebiet von heute 2,46 Prozent auf 10,96 Prozent steigen.

Mit verschiedenen Sozial- und Bildungseinrichtungen soll der Anstieg der Bevölkerungszahl von heute 22.000 auf 100.000 Einwohner in zehn Jahren begleitet werden. Alle derzeitigen Bewohner sollen auch nach dem Umbau zur gleichen Miethöhe dort leben dürfen. Mindestens drei Prozent der Grundstückserlöse müssen zur Mietsicherung der heutigen Bewohner eingesetzt werden.

Eine neue Stadtbahn soll das Hafengebiet in Zukunft an die Knotenpunkte des ÖPNV anbinden. Die Linie wird auf eine Kapazität von 200.000 Fahrgästen am Tag ausgelegt. Durch weitere Maßnahmen im Verkehrsbereich wie das Einhausen einiger Hauptverkehrsstraßen und das Anlegen von Boulevards sollen Lärm und Luftverschmutzung reduziert werden. Des Weiteren soll der Verkehrsfluss um 50 Prozent verbessert werden. Die Elevado da Perimetral, eine aufgeständerte Hauptverkehrsstraße (40.000 Kfz / Tag) soll vollständig rückgebaut und durch Tunnel, der längste davon 1.800 Meter, ersetzt werden.

Elevado da Perimetral in Rio de Janeiro

Die erste, von der Öffentlichen Hand finanzierte Bauphase begann 2010 mit dem etappenweisen Abriss der Hochstraße und den Ersatz durch Tunnel. Der Abriss soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. In der zweiten Phase sollen mithilfe von Public-Private-Partnerships (PPP) bis zu 7,6 Milliarden Reales (~ 3 Milliarden Euro) in 15 Abschnitten investiert werden.

[Video zum Ostersonntag] Erfahrungen mit Kopenhagens fußgängerfreundlichen und verkehrsberuhigten Straßen

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen gilt als eine der fahrrad- und fußgängerfreundlichsten Städte der Welt. Dies dürfte ein wichtiger Grund für die ebenfalls herausragende Stellung als eine der lebenswertesten Städte weltweit sein. Die Grundlage für diese Entwicklung wurde in den 1970er Jahren zu Zeiten der Ölkrise gelegt. Der einsetzende politische Wandel wurde von einigen Schlüsselfiguren aus dem Planungsbereich unterstützt, die Stadtviertel um Stadtviertel umbauten und somit die gesamte Stadt Stück für Stück transformierten.

So wurden beispielsweise in den vergangenen Jahrzehnten 18 Parkplätze zu öffentlichen Parkanlagen, Spielplätzen und Treffpunkten umgebaut. Straßencafés säumen die Straßen und bieten mehr als 7.500 Sitzplätze zum Verweilen. Natürlich riefen die vielen einzelnen Veränderungsprozesse immer wieder Widerstand aus der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft hervor. So wurde argumentiert, dass in Kopenhagen keine südländische Straßencafé-Mentalität entstehen würde und Wege durch das kalte Winterwetter nur im eigenen warmen Pkw auszuhalten seien. Einzelhändler fürchteten um ihre Umsätze und glaubten nicht, dass Fußgänger Umsätze in gleicher Größenordnung wie Pkw-(Mit-)Fahrer generieren würden. Jahre später wurden viele eines Besseren belehrt. Heutzutage hat Kopenhagen mit der Strøget die längste Fußgängerzone in Europa.

Ebenfalls stark umstritten war die Anpassung der Höchstgeschwindigkeit. Ähnlich wie im heutigen Deutschland wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Befürchtungen geäußert, dass der Verkehr durch Geschwindigkeitsbegrenzungen ausgebremst werden würde, der Verkehrskollaps nicht weit sei und die Stadt zum Erliegen komme. Im Stadtgebiet gilt heute flächendeckend eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 – 40 km/h. Einzelne Wohnstraßen dürfen maximal mit 15 km/h befahren werden und sind im Aufbau einer deutschen Spielstraße recht ähnlich.

Viele Abschnitte des Nebenstraßennetzes wurden zudem mit Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie Bremsschwellen, aufgerauten Straßenbelägen, gepflasterten Bereichen und Fahrbahnverengungen ausgestattet. Ebenfalls werden mehrere Versuche mit Shared Space-Bereichen, in denen Pkw-Fahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt sind und sich gegenseitig respektieren und beachten müssen.

Es ist großartig, die Gedanken des dänischen Architekten und Stadtplaners Jan Gehl (Mitgründer von Gehl Architects und Autor des Buches Public Spaces, Public Life) und Gil (Guillermo) Penalosa (Geschäftsführer von 8-80 Cities) über die Transformation der Stadt zu hören. Ebenso inspirierend sind die Gedanken der Abgeordneten und dänischen Umweltministerin, Ida Auken, und des Leiters der Verkehrsplanungsbehörde der Stadt Kopenhagen, Niels Torslov.

Eine Zeit wie die Osterzeit ist sehr gut geeignet, die Inspiration und die Energie zu nutzen, um unsere Städte Stück für Stück zu lebenswerteren Orten zu machen. Packen wir es an und frohe Ostern!

Future Mobility Camp am 20./21.04.2013 in Dresden

Ich freue mich sehr heute etwas bekannt geben zu können, an dem ich gemeinsam mit einem Kommilitonen (Danke Moritz!) seit mehreren Wochen arbeite:

Am Samstag, den 20 April, und am Sonntag, den 21. April, findet in Dresden das erste Future Mobility Camp statt.

Das Future Mobility Camp 2013 ist eine kleine, aber feine Konferenz zum Thema Zukunft der Mobilität. Wir wollen gemeinsam über verschiedenste Themen und Trends im Verkehrssektor diskutieren und uns gegenseitig austauschen.

Veranstaltungsort: Die Fakultät Informatik der TU Dresden – Philipp Götze @ FlickrCC BY-NC-ND 2.0

Die Veranstaltung soll vor dem Hintergrund einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema wirken, allerdings auch den Lückenschluss zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Zu diesem Zweck ist das Future Mobility Camp als Hybridveranstaltung aus Kolloquium und Barcamp gestaltet, sozusagen ein Hybridbarcamp!

Auf der einen Seite hoffen wir auf viele spannende Beiträge zu den verschiedensten Themen von den Teilnehmern selbst, auf der anderen Seite haben wir im Vorfeld gezielt Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft angesprochen, die zu den Themen intermodale Verknüpfung von Personenverkehrsmitteln und -prozessen, Fahrzeugtechnik, Raum- und Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Radverkehrsinfrastruktur, Eisenbahn- und ÖPNV-Betrieb / -Technik einen Beitrag leisten können. Ebenfalls sind spannende Vorträge und Diskussionen zum noch jungen Fernbusmarkt, Trends und Entwicklungen im Schienenpersonenverkehr und aus dem Bereich Aviation geplant! Die Redner werden in den nächsten Wochen vorgestellt.

Die Anmeldung für das Future Mobility Camp beginnt am kommenden Donnerstag. Details und weitere Informationen sind auf der FMC-Webseite zu finden. Aktuelle Informationen gibt es auch auf der FMC-Facebook-Seite und auf Twitter.

Die Teilnahme ist kostenlos!

Sponsoren gesucht

Um unsere Kosten zu decken, sind wir auf Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich einige Unternehmen – egal ob groß oder klein – finanziell oder mit Sachspenden am Future Mobility Camp 2013 in Dresden beteiligen würden. Weitere Informationen zum Sponsoring finden Sie hier.

Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn sich Mitarbeiter der Unternehmen, die Zukunft Mobilität regelmäßig lesen und mein Artikel gut und nützlich finden, sich in ihrem Unternehmen für ein Sponsoring einsetzen würden. Das Future Mobility Camp ist ein Experiment, um die Herausforderungen des Mobilitätssektors gemeinsam zu diskutieren und verschiedenste Konzepte und Lösungsansätze kennenzulernen. Meiner Meinung nach ein förderungswürdiger Ansatz!

Vielen Dank im Voraus!

[In eigener Sache] Radiointerviews zur Londoner Innenstadtmaut und der Tarifstruktur der Deutschen Bahn

Ich möchte an dieser Stelle nochmals kurz auf zwei Radiointerviews hinweisen, die ich in der vergangenen Woche gegeben habe. Thema in der WDR 5-Sendung Leonardo war das zehnjährige Bestehen der Londoner Innenstadtmaut.

Der Beitrag kann hier nochmals nachgehört werden (MP3, 16,6 MB). Der Themenkomplex Congestion Charge London beginnt ab Minute 23:53. Das Interview mit mir kann man ab Minute 29:04 hören. Der Übersichtsartikel zur Londoner Innenstadtmaut ist hier zu finden.

Mit detektor.fm habe ich Mitte der Woche über die Tarifstruktur der Deutschen Bahn und den Vergleich mit Bahnpreisen in anderen europäischen Ländern gesprochen. Das Telefoninterview kann hier heruntergeladen werden (MP3, 5,58 MB).

Seite 7 von 30Seite 1567892030>|

Schlußstrich

Das Automobil ist schuld an der Immobilität.
Dr. Fritz P. Rinnhofer

About

In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

Artikel der letzten 6 Monate (Gesamtes Archiv)

Oder wählen Sie einen bestimmten Monat aus:

Feeds à la carte

RSS-Feed für alle Beiträge
RSS-Feed für alle Kommentare

Um den RSS-Feed einer einzelnen Kategorien zu abonnieren, müssen Sie nur das Wort "feed" anhängen. Die RSS Feedadresse lautet also:

http://www.zukunft-mobilitaet.net/kategoriename/feed/

Linktipp / Sachdienlicher Hinweis

Sie haben einen interessanten Link, Bericht oder eine andere online verfügbare Quelle gefunden? Dann schreiben Sie uns doch bitte.

Über Zukunft Mobilität

Archiv
Datenschutzerklärung
Spread the web!
Impressum

Ein herzliches Danke an die Plugin-Entwickler der hier eingesetzten Plugins!

Theme originally made by Fearless Flyer | Wir lieben Wordpress

blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogtraffic


nach oben ↑