Im Jahr 1850 hat die Reise von London nach Mumbai noch zwei Monate gedauert, 50 Jahre später nur noch drei Wochen, 1950 noch 14 Stunden und heutzutage reichen neun Flugstunden für die 7.203 Kilometer (Luftlinie) lange Strecke. Alleine dieses Beispiel zeigt recht gut, wie wir heute mit Entfernungen umgehen und welche Bedeutung diese noch für uns haben.
Arte hat vor dem Hintergrund des weltweiten Bevölkerungswachstums, der zunehmenden Verstädterung und des Wirtschaftswachstums betrachtet, wie sich der globale Verkehr in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und in den nächsten Jahrzehnten weiter entwickeln wird. Diese wachsende Nachfrage nach Transport hat positive und negative Auswirkungen auf unser aller Leben. Es ist für uns heute viel einfacher geworden tausende Kilometer zurückzulegen. Gleichzeitig aber werden die täglichen zehn Kilometer Weg zur Arbeitsstelle oder Schule immer mühsamer. Stau, Lärm und Abgase beeinträchtigen unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit, die Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs und Kennenlernens erweitert unseren Wissenshorizont und sorgt für gegenseitiges Verständnis und ein friedlicheres Zusammenleben der Völker.
PS: Prüfungsphase vorbei. Hiermit melde ich mich zurück. Da ich dieses Jahr keinen Urlaub mache, wird der “Normalbetrieb” nun wieder aufgenommen.
Entwurf eines gesamtdeutschen Eisenbahnnetzes durch Friedrich List 1833
Bereits 1833 entwirft Friedrich List ein deutsches Eisenbahnnetz, die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth wird am 7. Dezember 1835 mit der berühmten Lokomotive „Adler“ in Betrieb genommen (Bayerische Ludwigsbahn). Es folgte als erste Eisenbahn Preußens die Berlin-Potsdamer Eisenbahn, die die 14 km von Zehlendorf nach Potsdam überwand und wenige Monate später bis Berlin fortgeführt wurde. Ab dem 1. Dezember 1838 verkehrte zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel die Herzoglich Braunschweigische Staatseisenbahn. Die am 20. Dezember 1838 mit der Teilstrecke Düsseldorf–Erkrath eröffnete Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn war die erste Dampfeisenbahn im Rheinland bzw. der preußischen Rheinprovinz. (weiterlesen …)
Durch den wirtschaftlichen Aufschwung infolge der Ausbeutung der Kolonien und der Anfänge der industriellen Revolution gab es einen großen Mangel an leistungsfähigen Transportsystemen um Rohstoffe und Endprodukte transportieren zu können. Die wachsenden Güterströme waren nicht mehr durch Pferdefuhrwerke zu bewältigen. Auch verlangte das rasante Bevölkerungswachstum das sich in den Städten ballte, einen schnellen und kostengünstigen Transport von Gütern.
Die Zeche Mittelfeld (Carl-August-Schacht) in Ilmenau (Thüringen) – Urheber unbekannt
Durch die starke Zunahme der Bevölkerungsdichte innerhalb der Städte stieg auch die Nachfrage nach Beförderung für geschäftliche und private Zwecke.
Dies war aber keinesfalls die Geburtsstunde des schienengebundenen Verkehrs. Dieser wurde zuerst in Kohlebergwerken Mitteleuropas mit Hilfe von Holzschienen eingeführt. Wagonways transportierten die Rohstoffe innerhalb der Bergwerke und zu den Verladestellen für Binnenschiffe.
Im 18. Jahrhundert wurde die sogenannte Tramwayentwickelt, gusseiserne Winkelschienen für die Benutzung durch gewöhnliche Fuhrwerke auf kurzen und besonders gefährlichen Streckenabschnitten.
Durch Kostensenkungen beim Transport von Kohle und Eisenerzen sanken die Preisen für Eisen. Diese Entwicklung wurde durch Überproduktion noch weiter verstärkt. Es kam zur ersten Krise der Montanwirtschaft im Jahre 1767. Erst dadurch wurde das Verlegen von kilometerlangen Eisenschienen erst möglich.
1795 wurde die erste Pferdeeisenbahn in England eröffnet. Zu dieser Zeit kam auch die Idee auf, eine stationäre Dampfmaschine als Antrieb zu nutzen, was aber einige Probleme (Umsetzung der Kolbenbewegung (Translation) einer Dampfmaschine in Achsantriebskraft / Zugkraft (Rotation) eines Fahrzeugs sowie der Kraftübertragung vom Eisen- / Stahlrad auf die Eisen- / Stahlschiene) mit sich brachte. 1783 wurde das Problem der Translation – Rotation gelöst. Dies ermöglichte Richard Trevithick den „tram wagon“ als erste Dampflokomotive der Welt zu bauen. 1808 entwickelte Trevithick die Lokomotive „Catch me if you can“, 1812 folgte die erste Zahnradbahn. 1814 baute George Stephenson die erste betrieblich verwendete Lokomotive „Mylord“.
Lokomotive Catch me if you can von Trevithick
Aber auch die Schienen entwickelten sich weiter: ab 1820 gewalzte Schienen, 1835 Doppelkopfschienen und ab 1836 wurden Breitfußschienen verbaut.
1825 wurde die erste öffentliche Eisenbahn auf der Strecke Stockton – Darlington in Betrieb genommen. Diese wurde noch im Mischbetrieb mit Fuhrwerken betrieben. Die erste reine Eisenbahnstrecke (Manchester – Liverpool) wurde 1828 eröffnet. Ab 1830 sprang der „Eisenbahnvirus“ auch auf Kontinentaleuropa und die USA über. 1835 ist die Eisenbahn auch in Deutschland angekommen.
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So ein Mann seinen fahrbaren Untersatz frisiert, auf dass der mehr Lärm mache, so ist er unrein. Auch der Sattel, auf dem er reitet, wird unrein. Und er und seine Maschine sollen deinem Bann verfallen. Fährt er aber fort, auf ihr herumzudüsen, so soll er des Todes sterben. Aus: «Das elfte Gebot», Robert Gernhardt, deutscher Satiriker
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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren: