Hier finden Sie alle Artikel zum Thema "Verkehrspolitik".
Güterverkehrssparte der Deutsche Bahn legt deutlich zu
In den letzten zwei Monaten hat der Güterverkehr wieder deutlich zugelegt, so DB-Schenker-Chef Karl-Friedrich Rausch. Gegenüber 2009 verbesserten sich die Umsätze zwischen 14 und 33 Prozent. Luft- und Seeverkehr zogen mit 33% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärker als der Schienenverkehr an. Der Schienengüterverkehr wuchs im Vergleich zum April letzten Jahres um 18%. Derzeit hat Schenker jedoch Probleme genügend Waggons bereitzustellen, da eine große Anzahl im Zuge der Auftragsflaute stillgelegt worden war. Rausch rechnet damit, dass das sehr gute Ergebnis des Jahres 2008 erst wieder 2014/2015 erreicht werde. (Yahoo News)
CDU-Widerstand gegen PKW-Maut bröckelt
Gegenüber der Rheinischen Post sagte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Norbert Barthle, dass er sich für eine flächendeckende PKW-Maut in Deutschland einsetzen werde. Diese solle vor allem helfen, dass Haushaltsdefizit der überforderten öffentlichen Haushalte zu senken. Im Gespräch ist eine 100 Euro-Maut pro Jahr, die insgesamt etwa drei Milliarden Euro in die Staatskassen spülen würde. (Rheinische Post)
Frankreich: 667 Transportfirmen haben im ersten Quartal Insolvenz angemeldet (Verkehrsrundschau)
Weder Heathrow noch Stansted und Gatwick werden ausgebaut
Im Koalitionsvertrag zwischen Liberalen und Konservativen wurde der Bau der dritten Start- und Landebahn des Londoner Flughafens Heathrow endgültig auf Eis gelegt. Ebenso abgerückt wurde von einem Ausbau der Flughäfen Gatwick und Stansted. Forciert werden soll stattdessen der Bau eines Hochgeschwindigkeitszugnetzes. (DVZ)
Toyota und Tesla entwickeln zusammen Elektroautos
Die Toyota Motor Corporation (TMC) beteiligt sich mit 50 Millionen an dem kalifornischen Unternehmen Tesla Motors. Beide Partner wollen künftig gemeinsam Elektrofahrzeuge, Teile und Produktionssysteme entwickeln. (DMM)
EU-Kommission möchte die Einführung von CO2-Höchstgrenzen für LKW
Die EU-Kommission hat ersten Mal zur Reduzierung der CO2-Emissionen durch den Verkehrssektor verbindliche Höchstwerte für den LKW-Verkehr gefordert. (Transport & Environment)
50% der kleinen Fuhrbetriebe in Deutschland vor dem Aus
Peter Klaus, emeritierter Professor am Lehrstuhl für Logistik an der Universität Nürnberg/Erlangen prognostiziert das Sterben von 5.000 – 6.000 kleiner Fuhrunternehmen mit bis zu 10 Fahrzeugen bis 2015. Das Unternehmenssterben wird vor allem durch eine Konzentration im Transportsektor ausgelöst. Chancen bestünden allerdings in nischen oder als Subunternehmer, so Klaus weiter. (Verkehrsrundschau)
Menschliches Versagen Grund für Zugunglück nahe Oslo
Ein Missverständnis zwischen Mitarbeitern auf dem Rangierbahnhof Alnabru hatte Ende März das Zugunglück, bei dem drei Menschen starben, ausgelöst. 16 Güterwagen hatten sich selbstständig gemacht, konnten nicht mehr abgebremst oder umgelenkt werden und endlich mit 130 Kilometer pro Stunde an einem Hafenterminal. Dort kamen drei Menschen ums Leben. (DVZ)
“Elbvertiefung light” offiziell keine Alternative
Für Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gibt es keine Alternative zur geplanten Elbvertiefung. Diese soll einen Meter betragen. Das “Hamburger Abendblatt” hatte zuvor unter Berufung auf “eine mit dem Vorgang vertraute Person” berichtet, dass Senat, Umweltverbände und Hafenwirtschaft darüber diskutierten, das Strombett der Elbe statt um einen Meter nur um 50 Zentimeter zu vertiefen. Mit der “Elbvertiefung light” sollten die Umweltverbände von einer möglichen Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss abgehalten werden. von Beust dementierte entsprechende Berichte und stellte nochmals klar, dass die Elbvertiefung um einen Meter kommen werde. Die Kosten des Projektes betragen vermutlich etwa 385 Millionen Euro. (NDR)
Brasilien plant 1.600 Kilometer zusätzliche Hochgeschwindigkeitszugstrecken
Die brasilianische Regierung hat den Bau dreier zusätzlicher Hochgeschwindigkeitszugstrecken angekündigt mit einer Gesamtlänge von 1500 Kilometer angekündigt. Währenddessen verschiebt sich die geplante Fertigstellung der 518km langen Strecke zwischen São Paulo und Rio de Janeiro. Sie sollte ursprünglich pünktlich zur Fussball-Weltmeisterschaft 2014 fertiggestellt sein. Die Fahrtzeit soll nach der Eröffnung weniger als zwei Stunden betragen. Man hofft nun, dass die Fertigstellung der ersten brasilianischen Hochgeschwindigkietsstrecke pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro erfolgen kann. (Financial Times)
ÖPNV in der San Francisco Bay Area benötigt eine Milliarde Unterstützung pro Jahr
Laut des jährlichen Berichts der Metropolitan Transportation Commission benötigen die Öffentlichen Nahverkehrsanbieter in und um San Francisco in den nächsten 25 Jahren jährlich eine Milliarde Dollar um zu überleben. Die Fähren, Busse und Züge fahren bis 2033 ein geschätztes Defizit von 25 Milliarden Dollar ein. Die Probleme kommen vor allem durch sinkende Fahrgastzahlen aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage, der hohen Kosten durch Gehaltssteigerungen und die Aufsplitterungen in 28 selbstständige Verkehrsunternehmen. (San Jose Mercury News)
Berkeley lehnt Busspuren ab – Verlust von Fahrstreifen bedroht angeblich die lokale Wirtschaft
Der Stadtrat der us-amerikanischen Stadt Berkeley hat gegen die Schaffung von Busspuren gestimmt. Geplant waren die Umwandlung einiger Fahrstreifen in gesonderte Busspuren sowie der Verlegung von haltestellen in die Straßenmitte. Dadurch sollte der Busverkehr beschleunigt und somit das Öffentliche Nahverkehrsnetz attraktiver gemacht werden. Die Stadträte lehnten den Vorschlag mit der Begründung ab, dass vor allem Ältere und Behinderte durch die baulichen maßnahmen eingeschränkt werden würden. (Berkeley Daily Planet)
EU-Verkehrsausschuss fordert neun europäische Schienengüterverkehrskorridore
Mit großer Mehrheit hat der Verkehrsausschuss des EU-Parlamentsfür die Einrichtung von neun grenzüberschreitenden Korridoren für den Schienengüterverkehr gestimmt. Für jeden der neun Korridore soll eine unabhängige Koordinierungsstelle (One-Stop-Shop, kurz OSS) eingerichtet werden. Ein absoluter Vorrang des Güterverkehrs vor Personenzügen in diesen Korridoren wurde abgelehnt. (Verkehrsrundschau)
EU-Mitgliedstaaten behaupten Anteil am deutschen Außenhandel
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren auch im Krisenjahr 2009 die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) die wichtigsten deutschen Handelspartner. Trotz eines starken Rückgangs der deutschen Ausfuhren in die EU-Staaten im Jahr 2009 von 18,3% auf 508,4 Milliarden Euro verringerte sich deren Anteil am Gesamtwert der deutschen Ausfuhren nur geringfügig um 0,4 Prozentpunkte auf 62,9%. Die Einfuhren aus den EU-Mitgliedstaaten sind im Jahr 2009 gegenüber 2008 ebenfalls erheblich um 14,8% auf 392,6 Milliarden Euro gesunken, dennoch erhöhte sich deren Anteil am Gesamtwert der deutschen Einfuhren um 1,1 Prozentpunkte auf 58,3%. Die fünf wichtigsten EU-Mitgliedstaaten für die deutschen Exporteure waren 2009 Frankreich mit Ausfuhren im Wert von 81,9 Milliarden Euro (– 12,6% gegenüber 2008), die Niederlande (54,1 Milliarden Euro, – 17,7%), das Vereinigte Königreich (53,2 Milliarden Euro, – 17,2%), Italien (51,1 Milliarden Euro, – 17,7%) und Österreich (48,2 Milliarden Euro, – 11,8%). Diese Länder hatten zusammen einen Anteil an den deutschen Gesamtausfuhren von 35,7%.
Die fünf wichtigsten EU-Mitgliedstaaten gemessen am Wert der deutschen Einfuhren waren im Jahr 2009 die Niederlande mit Einfuhren im Wert von 58,0 Milliarden Euro (– 14,6% gegenüber 2008), Frankreich (54,6 Milliarden Euro, – 13,9%), Italien (39,7 Milliarden Euro, – 15,3%), das Vereinigte Königreich (33,2 Milliarden Euro, – 20,3%) und Belgien (29,2 Milliarden Euro, – 20,2%). Der Anteil dieser Länder an den deutschen Gesamteinfuhren im Jahr 2009 betrug 31,9%. (Destatis)
Ramsauer will neue Finanzierungsformen für Verkehrswege
Auf der 26. Mitgliederversammlung des Deutschen Verkehrsforums hat sich der Verkehrsminister Ramsauer, für neue Finanzierungsformen der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung ausgesprochen. Allein mit den bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten sei die Verkehrsinfrastruktur nicht zukunftsgerecht zu gestalten, so der Minister. „Langfristig können wir die Aufgaben bei der Infrastruktur mit der heutigen Haushaltsfinanzierung nicht bewältigen. Daher brauchen wir dringend innovative Ansätze, um unsere Verkehrswege wettbewerbsfähig zu halten. Ich denke da vor allem an zusätzliche Öffentliche-Private-Partnerschaften. Mit unseren bisherigen Projekten im Autobahnbau haben wir gute Erfahrungen gemacht. Unsere Wirtschaftskraft ist von der Qualität der Infrastruktur abhängig. Dabei werden wir uns auch noch mehr als bisher auf den Erhalt konzentrieren.“ (Deutsches Verkehrsforum)
Es sollte der Startschuss für das Elektroauto in Deutschland sein. Es war nur ein lauer Windhauch. Was uns Politik und Industrie gestern als großen Erfolg verkaufen wollten, ist den ganzen Aufwand nicht wert gewesen.
Das Schaulaufen der Politik und der Industrie war nicht anderes als ein Herumstolziere im Nichts – keine einzige konkrete Maßnahme ist dabei herumgekommen. Die Erklärung der Industrie, verstärkt im Bereich der Elektromobilität zu forschen, hat nichts mit einem plötzlichen Sinneswandel zu tun, sondern ist von der nackten Furcht getrieben. In der Entwicklung von Elektroautos stehen alle Nationen auf derselben Stufe – bei Null. Nein, dies stimmt nicht ganz: insbesondere die Chinesen haben bereits einen großen Kraftakt hinter sich und sind zur Zeit führend beim Bau und der Entwicklung von Elektroautos und den dazugehörigen Batterien. Dies ist allerdings nicht verwunderlich.
In Deutschland sieht sich nur BMW als Vorkämpfer für den Elektroantrieb, Audi oder VW wollen am liebsten vorerst auf Elektromobilität ganz verzichten und Daimler hat sich eher dem Wasserstoffantrieb verschworen. Dies ist auch der Grund, warum VW-Chef Martin Winterkorn gegen eine finanzielle Unterstützung beim Kauf eines Elektroautos ist. Sollte VW aber ab 2013 den ersten eigenen Stromer auf den Markt gebracht haben, wird sich diese Meinung ganz schnell ändern.
Auch das Ziel eine Million Elektroautos bis 2020 auf die Straße zu bringen, ist eher ein schlechter Witz als ein ernst gemeintes Ziel. Wenn es überhaupt errreicht wird.
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 3,5 Millionen Autos neu zugelassen:
Bis zum Jahr 2020 würde es in Deutschland ~35 Millionen Neuzulassungen geben. Bei einer Zielvorgabe von 1.000.000 Elektroautos bis 2020, entspricht dies gerade einmal einem gewünschten (!) Anteil von 3,5%. Man wird den Verdacht nicht los, dass die deutschen Automobilhersteller noch nicht richtig vom Elektromotor überzeugt sind und am liebsten weiter an ihren Verbrennungsmotoren forschen möchten. Dies ist auch sinnvoll, aber auf Dauer gesehen nicht zukunftsgerichtet. Die Energiewirtschaft hat auch ein eher marginales Interesse am Ausbau ihrer Infrastruktur. Die Strommenge, die sie wegen Elektroautos mehr verkaufen könnten, liegt deutlich unter 0,5% des heutigen Stromverbrauchs!
Es ist jedoch begrüßenswert, dass die deutschen Automobilhersteller mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt haben und mehr Mittel in die Elektromobilität investieren wollen.Viel zu lange haben sie damit gezögert. Dies ist auch allzu verständlich. Eine Oberklasse-Limousine mit Elektroantrieb ist sehr viel schwerer umzusetzen – und vor allem zu verkaufen – als ein Kleinwagen. Das Fahrgefühl und der brüllende, pulsierende Motor sind doch dann dahin! Obwohl es ebenso ein Ding der Unmöglichkeit sein dürfte, einen Kleinwagen für 30.000 Euro zu verkaufen. Die deutschen Automobilhersteller stehen sowieso schon vor mehreren großen Problemen, die sie zu lösen haben, da in den heutigen und vor allem zukünftigen urbanen Strukturen (großvolumige) Autos keinen Platz mehr finden werden. Das Elektroauto ist keine Lösung für dieses Problem und es ist bei weitem kein Allerheilmittel, aber es ist eine Überbrückungstechnologie bis der notwendige Wandel im Bewusstsein der Bevölkerung eingesetzt hat.
Um unsere zukünftige Mobilität zu sichern, kommt es vor allem darauf an, unnötigen Verkehr zu vermeiden und das grundsätzliche Konzept der totalen individuellen Mobilität zu überdenken. Dringender als die Förderung der Elektroautos ist ein massiver Ausbau des Öffentlichen Verkehr mit elektrisch betriebenen Eisen- und Straßenbahnen, U- und S-Bahnen.
Wir werden in den nächsten Jahrzehnten einen massiven Wandel in den heute existierenden urbanen Strukturen erleben. Wir werden uns sehr genau überlegen müssen, welche Wege sinnvoll sind und ob wir das bisherige Leben der unbegrenzten Mobilität weiter führen können und wollen. Elektroautos brauchen Platz und Straßen, verursachen Lärm – ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h übertonen die Rollgeräusche der Reifen die Motorengeräusche – und zerstören wertvolle urbane Strukturen. Durch eine Förderung des nicht-motorisierten Verkehrs, sprich Radfahren und zu Fuß gehen, können wertvolle innerstädtische Lebensräume von den Menschen zurückerobert werden. Des Weiteren ließen sich auf diese Weise CO2-Emissionen erheblich senken. Um dieses Ziel jedoch zu erreichen, ist eine Förderung der innerstädtischen und auch dörflichen Strukturen dringend notwendig. Wenn ich keine Möglichkeit habe, in meinem Dorf einkaufen zu gehen, muss ich eben in das große Einkaufszentrum am Rande der nächstgrößeren Stadt fahren. Wenn die ländliche Versorgung mit Ärzten weiter zurückgefahren wird, muss ich lange Wege zurücklegen, um den nächsten Arzt zu sehen. Dies gilt ebenso für Schulen, Freizeiteinrichtungen, Kindergärten, soziale Einrichtungen, usw.
Die Besinnung auf ein Leben der kurzen Wege, das Revival des Dorfladens und das Entstehen einer Mikromobilität könnte schnell gehen: sollte der Ölpreis in 10 bis 15 Jahren einen bestimmten Wert überschreiten und notwendige Technologien wie Wasserstoff- oder Elektroantrieb noch nicht zu konkurrenzfähigen Preisen verfügbar sein, bekäme die individuelle Mobilität einen ganz anderen Preis. Auf einmal wären die Öffentlichen Verkehrsmittel gangbare Alternativen, die Verkürzung und Vermeidung von Wegen stünde im Vordergrund. Und die Klimaziele wären relativ einfach zu erreichen.
Merken wir uns für die Zukunft: Jede Tonne CO2, die heute emittiert wird, muss in der Zukunft zusätzlich vermindert werden. So sollte der Wahlspruch der Bundesregierung lauten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, Bildungsministerin Annette Schavan sowie Umweltminister Norbert Röttgen, die Nationale Plattform Elektromobilität ins Leben gerufen. Diese hat das Ziel, den bereits vorhandenen Rückstand Deutschlands bei der Entwicklung von Elektroautos aufzuholen und Deutschland in den kommenden Jahren zu einem Vorreiter für Elektromobilität zu machen. Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinführung von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland soll insgesamt einen Schritt nach vorne machen. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Dieses Ziel wurde bereits im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität im Sommer letzten Jahres festgeschrieben. Damals wurden außerdem 500 Millionen Euro Forschungsförderung aus dem Konjunkturpaket II bis zum Jahr 2011 bewilligt.
Folgende Ziele haben die Bundesregierung und die Automobilindustrie nun zusätzlich im Zuge der Nationalen Plattform Elektromobilität formuliert:
- Technologieführerschaft bei den notwendigen Schlüsselkomponenten und Marktführerschaft im Bereich Elektromobilität. Dazu werden die Kernkompetenzen der deutschen Industrie in ihrer gesamten Wertschöpfungskette genutzt.
- Auf- und Ausbau von Arbeitsplätzen in der Elektromobilität in Deutschland, sowie Sicherung von zukunftsorientierten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in den beteiligten Branchen
- CO2-Emissionsminderung und kontinuierlich wachsender, langfristig substantieller Beitrag zur Erreichung der politischen Klimaschutzziele.
- Reduzierung der Kosten künftiger Elektrofahrzeuge zur Steigerung der wirtschaftlichen Akzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit.
- Errichtung einer bedarfsgerechten, intelligenten und wirtschaftlichen Lade- und Netzinfrastruktur sowie Erhalt der hohen Netzstabilität und verbesserte Netzintegration der Erneuerbaren Energien.
- Reduzierung des erdölbasierten Kraftstoffverbrauchs und Erhalt der Versorgungssicherheit
- Enge, branchenübergreifende Kooperation innerhalb der Wertschöpfungskette für die erforderliche Produkt- und Produktionstechnologieentwicklung.
- Festigung und Ausbau der Werkstoff- und Materialkompetenz einschließlich Recycling
- Enge Kooperation mit anderen europäischen Ländern bei der Definition von Rahmenbedingungen, Normen und Standards sowie deren Umsetzung auf internationaler Ebene
Das Hauptziel, eine Million Elektroautos bis 2020, soll durch die folgendes Maßnahmen erfüllt werden:
Die Energieunternehmen sollen in den Ausbau der Energienetze investieren und den Aufbau eines nationalen Netzes mit Ladestationen forcieren. Die Autoindustrie soll ihre Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung verstärken. Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Automobilhersteller etwa 20 Milliarden Euro pro Jahr in die Erforschung und Erprobung von Elektromobilität, kraftstoffeffizienten Fahrzeugen sowie andere energiesparende Maßnahmen investieren.
Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Ausbildung, Weiterbildung und Wissenschaft sollen helfen, den Fachkräftebedarf zu decken. Politisch soll eine mehrfache Anrechnung von Fahrzeugen mit weniger als 50 Gramm CO2/km auf die CO2-Flotten-Ziele bis 2020 auf EU-Ebene erreicht werden. Die Genehmigungsverfahren z.B. für Ladesäulen sollen vereinfacht und beschleunigt werden.
Des Weiteren möchte die Bundesregierung ihren Fuhrpark soweit möglich mit Fahrzeugen, die einen CO2-Ausstoß von weniger als 50 g/km haben, aufrüsten.
Bis ins Jahr 2013 möchte die Bundesregierung ebenfalls die F&E-Anstrengungen finanziell unterstützen. Mögliche Förderschwerpunkte sind:
- Batteriezellen und Batteriesysteme (insbesondere industrielle Fertigung in Deutschland)
- Elektromotor und Leistungselektronik
- Netzintegration, Speichermanagement, Ladesysteme
- Recyclingverfahren
- Weiterentwicklung und Ausbau von Modellregionen zu Pilotregionen
In sieben Arbeitsgruppen zu den Themen Antriebstechnologie, Batterietechnologie, Ladeinfrastruktur und Netzintegration, Normung, Standardisierung und Zertifizierung, Materialien und Recycling, Nachwuchs und Qualifizierung und Rahmenbedingungen sollen jeweils bis zu 25 Mitglieder bis Herbst erste Konzepte vorlegen.
Die Cleantech Unternehmensberatung Apricum hat vor einigen Tagen erste Ergebnisse ihrer „E-Mobility Readiness Studie“ veröffentlicht. Diese zeigt, dass vor allem die Kommunen und andere lokale bzw. regionale Entscheidungsträger besonders wichtig für eine erfolgreiche Schaffung der für Elektromobilität notwendigen Strukturen sind. So benötigen zum Beispiel Stromtankstellen in Deutschland Sondergenehmigungen, für die die Kommunen zuständig sind. Auch praktische Anreize für Elektroautos wie die Freistellung von Busspuren können nur von Städten und Gemeinden gesetzt werden. Allerdings fehlen diese regionalen und lokalen Entscheidungsträger bei der Nationalen Plattform Elektromobilität bislang völlig.
Bestes Beispiel für eine erfolgreiche Einbindung lokaler Akteure ist das österreichische Bundesland Vorarlberg. Die Vorarlberger Kraftwerke AG, das Land Vorarlberg, das Vorarlberger Energieinstitut, der Verein „Kairos – Wirkungsforschung und Entwicklung“ und der Vorarlberger Verkehrsverbund ziehen für das Elektromobilitätsprojekt VLOTTE an einem Strang. Das Ziel dieser Initiative ist der Aufbau eines Service- und Vertriebsnetzes für Elektrofahrzeuge und einer Ladeinfrastruktur sowie die Bereitstellung von sogenanntem „grünen“ Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Im Ergebnis trifft Elektromobilität dort bereits heute auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung, die Warteliste für eine Teilnahme am Modellprojekt ist lang. Ein weiterer Erfolgsfaktor bei VLOTTE ist die dezentrale Verantwortung für Budgets.
Was aber nützen die besten lokalen Rahmenbedingungen ohne geeignete Fahrzeuge? „Nur wenn Elektroautos in der Breite verfügbar und finanzierbar sind, wird sich die Bevölkerung für Elektromobilität öffnen“, verdeutlicht Dobrott. Lokale Akteure sollten deshalb unbedingt in die Debatte um Kaufanreize für Elektroautos einbezogen werden. Vor dem Hintergrund, dass es in absehbarer Zeit nur ausländische, nicht aber deutsche Elektroautomodelle in Serienreife geben wird, spricht sich die deutsche Automobilindustrie bislang gegen die direkte Subventionierung von Fahrzeugen aus. Die Herkunft der Fahrzeuge ist zur Marktvorbereitung jedoch vorerst zweitrangig – mittelfristig könnten ausländische Elektrofahrzeuge deutschen Elektroautos den Markteinstieg sogar erleichtern. Bereits eine begrenzte Initiative, in der beispielsweise 10.000 Autos mit jeweils 5.000 Euro gefördert werden, würde nur 50 Millionen Euro und damit 2,5% der geplanten Gesamtausgaben der Bundesregierung für Elektromobilität ausmachen, aber zunächst genügend Fahrzeuge für Flotten- und Privatkunden zur Verfügung stellen.
Die Nationale Plattform Elektromobilität droht vom Ringen der großen deutschen Automobilhersteller und der Industrieverbände um Einfluss und Fördermittel beherrscht zu werden. „Die Bundesregierung sollte bei der Fördergeldvergabe ein eigenständiges strategisches Konzept entwickeln, das die Beiträge lokaler Akteure deutlich anerkennt“, fordert Dobrott. Eine Konzentration auf die Interessen der Industrie ist nicht automatisch ein Erfolgsgarant für die Markteinführung für Elektromobilität – vielmehr nehmen lokale Akteure eine Schlüsselrolle ein.
Diese Woche soll es sich in diesem Blog nur um Elektromobilität, Elektroautos, den Elektroautogipfel von Kanzlerin Merkel und Batterietechnik drehen.
Geplant sind eine Vorstellung einiger Fahrzeugkonzepte, die neusten Erkenntnisse in der Batterieforschung sowie eine kritische Auseinandersetzungen mit den Entscheidungen der Politik. Elektromobilität ist eine Technologie, die uns unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit bietet, unsere individuelle Mobilität zu sichern. Natürlich ist das Elektroauto nicht der Weisheit letzter Schluss. Auch in Zukunft werden wir vor großen Herausforderungen stehen. Das Elektroauto wird aber derzeit in der Gesellschaft und den Medien als Rettung vor dem nächsten Ölpreisschock, dem Klimawandel und dem vollkommenen Verkehrskollaps gepriesen. Daher verdient es auch unsere Aufmerksamkeit.
Wir werden daher versuchen, ganz wertfrei die Probleme und Chancen der Elektromobilität zu beleuchten. Für unsere Zukunft. Für die Mobilität von morgen.
Korruptionsverdacht bei DB International
Zwei frühere Geschäftsführer und acht Mitglieder des mittleren Managements stehen unter Verdacht in verschiedenen afrikanischen Staaten – u.a. Algerien, Tansania, Ruanda – und Griechenland Schmiergelder in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionenbetrags zur Erteilung von Aufträgen gezahlt zu haben. (Süddeutsche Zeitung)
EU-Kommission will Schaffung eines einheitlichen Luftraums in Europa beschleunigen
Als Reaktion auf die isländische Aschewolke, will EU-Verkehrskommissar Siim Kallas die Schaffung des Single European Sky beschleunigen. Ebenfalls soll eine Aufsichtsbehörde für den gesamten europäischen Flugraum geschaffen werden sowie die Leistungsfähigkeit alternativer Verkehrsträger (hauptsächlich die Schiene) verbessert werden. (Verkehrsrundschau)
Opel plant Elektro-Kleinwagen
Nick Reilly, Chef von Opel und GM Europa, gab bekannt, dass Opel ein reines Elektroauto unterhalb des Corsas plane. Das Auto soll an einem europäischen Standort gebaut werden. (Wiwo)
Bundesregierung kann sich nicht zur vollständigen Liberalisierung des Linienverkehrs mit Fernbussen durchringen
Die Bundesregierung möchte zwar weiterhin wie im Koalitionsvertrag festgelegt, den Fernbuslinienverkehr liberalisieren, tut sich aber mit einer vollständigen Öffnung des Marktes schwer. Bei einer gemäßigten Variante könnte die Bahn keinen Einspruch mehr gegen die Zulassung neuer Buslinien einlegen, der Bedarf würde aber immer noch von der Politik festgelegt werden. (Financial Times Deutschland)
EU-Abgeordnete fordern mehr LKW-Stellplätze
Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat mehr Parkplätze für LKW an Autobahnen, eine Angleichung der Bußgelder sowie ein harmonisierteres Strafsystem für den Straßenverkehr gefordert. (Verkehrsrundschau)
Neuer Velaro D vorgestellt
Siemens und die Deutsche Bahn haben den neuen Velaro D – auch bekannt als ICE 3 – vorgestellt. Äußerlich hat sich bis auf die plattere Front und die aerodynamischeren Dachaufbauten nichts geändert, die Änderungen stecken vor allem im Inneren. Der Innenraum ist jetzt besser schallisoliert, sodass weniger Fahrgeräusche im Innenraum zu hören sind. Der Energieverbrauch wurde um 10% gesenkt, die Sitzplatzanzahl um 40 Plätze gesteigert. Die neuen automatischen Kupplungen und die verstärkten Achsen sollen die Ausfallsicherheit erhöhen. Der Hochgeschwindigkeitszug soll vor allem auf den grenzüberschreitenden Verbindungen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden zum Einsatz kommen. (Der Westen)
Deutsches Schienennetz dramatisch geschrumpft
Laut Daten der EU-Kommission ist das deutsche Schienennetz zwischen 1990 und 2008 um 17,4 Prozent geschrumpft. Nur Polen platzierte sich mit einem Abbau von 25,2 Prozent seiner Netzlänge noch hinter Deutschland. Europaweit wurden im gleichen Zeitraum nur 8,1 Prozent des Schienennetzes stillgelegt. Ein Drittel der Länder setzt auf einen Ausbau des Schienennetzes: Schweiz +10,6 Prozent, Italien +4,9 Prozent, Spanien und die Niederlande +3,5 Prozent (Allianz pro Schiene)
Starker Einbruch im kombinierten Verkehr
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Angaben mitteilt, wurden in Deutschland im kombinierten Verkehr mit Containern insgesamt fast 165 Millionen Tonnen befördert. Das war gegenüber dem Jahr 2008 ein Rückgang um 20%. Die stärksten Verluste verbuchte der Containerverkehr über See (– 24%). Hier war der Rückgang höher als die Abnahme des Seeverkehrs insgesamt (– 17%). Im Eisenbahnverkehr entwickelten sich Containerverkehr und Gesamtverkehr mit Rückgängen von 16% parallel. In der Binnenschifffahrt konnte sich der kombinierte Verkehr besser behaupten als der Binnenschiffsverkehr insgesamt: Während der kombinierte Verkehr nur um 8% abnahm, insbesondere aufgrund der Erholung zum Jahresende, sank der Gesamtverkehr um 17%. (Destatis)
Streit um zeitgerechten Bahnausbau zum Tiefwasserhafen JadeWeserPort
In der letzten Woche kamen Gerüchte auf, dass das Verkehrsministerium den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg–Wilhelmshaven, verzögern möchte, da im Bundeshaushalt 2011 keine Mittel bereitstünden. Der zweigleisige Ausbau der Strecke könnte daher erst 2014 fertiggestellt sein und die Elektrifizierung erst 2017. Der Jade-Weser-Port soll 2012 voll in Betrieb gehen.Verkehrsminister Ramsauer dementierte umgehend. (NWZonline)
Spedition Kübler gewinnt „Job of the Year“ in der schweren Klasse über “120 Tonnen”
Die Spedition Kübler gewinnt in der Königsklasse über 120 t den ersten Preis mit dem Transport eines 300 t schweren Pressenoberteils, das in einer aufwendigen Aktion mit drei Tiefladern nebeneinander gekoppelt über die 600 m lange Werratalbrücke gezogen werden musste. Der Transport mit einem Gesamtgewicht von rund 500 t musste anschließend von vier Zugmaschinen über eine Steigung von 8% geschoben werden. Einen genauen Transportbericht findet sich hier.
Abu Dhabi investiert 68 Milliarden US-Dollar in Verkehrsprojekte
Das Emirat Abu Dhabi plant 68 Milliarden Dollar in den nächsten fünf Jahren für diverse Transportprojekte auszugeben. Es wurde angekündigt, dass die Stadt eine 131 Kilometer lange Metro bauen wird, die im Siedlungskern durch einige kürzere Tramlinien ergänzt werden soll. Danach soll die Abu Dhabi Metro 2016 in Betrieb gehen und die erste Tram bereits 2014. Das Streckennetz der Metro Abu Dhabi soll im Endausbau etwa 131 km haben und alle wichtigen Vororte wie Saadiyat, Yas Island, Masdar City, Al Raha Beach und den Flughafen mit der City verbinden. Es ist auch der Bau einer Light Rail Transit (LRT) angedacht, diese Bahnen entsprechen etwa den europäischen S-Bahnen und fahren mit weniger Halts entferntere Stadtteile an, die geplant und voraussichtlich bis 2030 errichtet worden sind. Eine der LRT-Linien könnte auch bis zur Grenze des Emirates Dubai fahren und dort mit der roten Linie der Metro Dubai verbunden werden. (gulfnews)