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Das Erkennen von Unfallhäufungsstellen (UHS) und Unfallhäufungslinien (UHL) ist eine wichtige Voraussetzung, um Maßnahmen zur Beseitigung der Unfallursache ergreifen zu können. Unfälle können entweder aufgrund des Verhaltens von Verkehrsteilnehmern (zu schnelles Fahren, Vorfahrtsverstöße, usw.) oder wegen Mängeln in der Infrastruktur (schlechte Einsehbarkeit und Erkennbarkeit) entstehen. Um die jeweilige Ursache zu erkennen, führt die Polizei sogenannte Unfallsteckkarten, in denen die Unfälle entsprechend ihrer Art und Schwere markiert werden. Die verschiedenen Farben zeigen den Unfalltyp (Konfliktvorgang, der zum Unfall führte) und die verschiedenen Durchmesser der Nadeln die Unfallkategorie (Getötete, Schwer- und Leichtverletzte sowie Sachschaden). Zusätzlich können die Nadeln mit Markierungen (kleinen Dreiecken) hinterlegt werden, die weitere Unfallumstände betreffs Unfallursache (Alkoholunfall, Wildunfall) oder Unfallart (Aufprall auf einen Baum, Fußgänger, Radfahrer) aufzeigen. Zusätzlich zur Karte werden Unfallblattsammlungen geführt, die weitere ausführliche Daten enthalten, so zum Beispiel zum Unfallhergang, zum Straßenzustand, zur Witterung, zu den Sichtverhältnissen usw.
Früher wurden Stecknadeln zur Markierung von Unfällen in der Unfalltypenkarte genutzt, heutzutage werden meistens elektronische Unfallsteckkarten eingesetzt. Weit verbreitet ist beispielsweise EUSka, die elektronische Unfalltypen-Steckkarte, der PTV AG. Die Polizei in Rheinland-Pfalz nutzt GEOPOLIS V (“Geografisches polizeiliches Informationssystem für Verkehrsunfälle“).
Die elektronisch vorliegenden Unfalldaten werden heutzutage allerdings nicht veröffentlicht. EUSka kann über das integrierte Model “Datenweitergabe” die Daten in Formate der Statistischen Landesämter ausgeben oder im EUSka-Format weiterleiten und in anderen EUSka-Auswertungsanwendungen überspielen.
Eine Umwandlung in offene Datenformate sollte ebenso wie ein Onlinezugriff auf die Unfallsteckkarten ohne große Probleme machbar sein.
Durch die Veröffentlichung der entsprechenden Unfallkarten dürfte das Bewusstsein für Unfallschwerpunkte in der Bevölkerung wachsen. Entsprechende Maßnahmen wie die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung und andere geschwindigkeitsdämpfender Maßnahmen dürften eine höhere Akzeptanz erfahren. Neue Tempolimits sind oft Gegenstand einer starken und langlebigen Diskussion. Die Argumentation der jeweiligen anordnenden Behörde oder anderer öffentlichen Stellen bleibt zurzeit leider oftmals sehr vage und argumentiert nicht faktenorientiert. Eine Veröffentlichung bzw. ein Zugriff auf die 1-Jahreskarte (alle Unfälle innerhalb von 12 Monaten), die 3-Jahreskarte (P) (Unfälle mit Personenschäden innerhalb von 36 Monaten) und die 3-Jahreskarte (SP) (Unfälle mit schweren Personenschäden innerhalb von 36 Monaten) dürfte die Zahl, Ursache und Schwere von Unfällen nochmals vor Augen führen. Die Kenntnis aller Unfälle der vergangenen drei Jahre auf einem bestimmten Streckenabschnitt dürfte in der Bevölkerung meistens nicht vorhanden sein.
In den USA und Großbritannien mit einer ausgeprägteren Open Data-Kultur ist das Veröffentlichen von Unfalldaten schon länger üblich. Die britische Regierung veröffentlicht Unfalldaten über ihr Open Data-Portal data.gov.uk. Mehrere Kartendienste helfen bei der Visualisierung der Unfälle.
UK Road Accident Map
Die UK Road Accident Map verzeichnet alle Unfälle auf einer Karte und gibt neben Zeit und Ort die Art der beteiligten Fahrzeuge, die Unfallschwere, die Zahl der Verunfallten, deren Alter und Geschlecht, den Straßentyp, etwaige Geschwindigkeitsbegrenzungen, Wetter- und Straßenzustand, Helligkeit und die Polizeibeteiligung an.
Die Daten lassen sich nach beteiligten Fahrzeugen und Schwere des Unfalls klassieren und ein- bzw. ausblenden. (weiterlesen …)
Veröfentlicht am 22. November 2012 (Stand: 22.11.2012) in den Kategorien
VerkehrstoteEine Übersicht über weitere Länder finden Sie hier. Bitte beachten Sie auch die Hinweise bezüglich der Erhebung und Verarbeitung der Daten. Aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Prämissen sind die Daten der einzelnen Länder nicht zwingend miteinander vergleichbar.

Karte von der Schweiz – Wikimedia Commons von TUBS – CC BY-SA 3.0
Zahl der Verkehrstoten: 370 (2006, innerhalb von 30 Tagen an den Folgen des Unfalls verstorben, 76% Männer, 24% Frauen)
Zahl der Verletzten im Straßenverkehr: 26 718

Trend:

Der Straßenverkehr in der Schweiz:
Der Grossteil der Bevölkerung im dicht besiedelten Mittelland wohnt weniger als 10 km von der nächsten Autobahn oder Autostrasse entfernt. Eine grosse Fläche der Schweiz mit einem relativ geringen Bevölkerungsanteil ist demgegenüber durch Hauptstrassen erschlossen und schliesslich gibt es im Gebirge verschiedene Verbindungen über Passstrassen, welche im Winter gesperrt sind. 2006 betrug die Gesamtlänge aller Strassen 71’298 km, wovon 1’758 km Autobahnen waren.
Das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz macht sich dadurch bemerkbar, dass rund ein Fünftel aller Schweizer Haushalte nicht über ein eigenes Auto verfügt. Dieser Anteil steigt in den Städten auf 43 Prozent, zusätzlich durch den Umstand unterstützt, dass in der Schweiz auch das Car-Sharing sehr weit verbreitet ist. Im Kanton Graubünden blieb der individuelle Motorfahrzeugverkehr bis zum Jahr 1926 verboten.
Die Benutzung des Schweizer Strassennetzes ist für Personenkraftwagen grundsätzlich unentgeltlich. Für die Benutzung der Autobahnen mit weiss-grüner Beschilderung besteht in der Schweiz jedoch Vignettenpflicht für Personenkraftwagen, die einmalig für ein Jahr zu entrichtende Nationalstrassenabgabe (40 CHF/Jahr, Stand: 2011). Gebühren auf einer der Öffentlichkeit zugänglichen Privatstrasse sind die absolute Ausnahme (bekanntestes Beispiel: der nach Italien führende Tunnel am Grossen Sankt Bernhard). Für Lastkraftwagen gilt seit dem 1. Januar 2001 die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA), die elektronisch erhoben wird und deren Höhe nicht vom Typ der befahrenen Strasse, sondern von der gefahrenen Strecke und von der Emissionskategorie des Fahrzeuges abhängt.
(Auszug aus der Wikipedia mit Stand vom 21.11.2012)
Nationale Gesetzgebung
Landesweit geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen: JA
Lokale Behörden dürfen geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen beschließen: JA
Maximalgeschwindigkeit innerorts: 50 km/h
Durchsetzungsgrad: 7/10
Alkoholbegrenzungen: JA
Maximale Promillegrenze: 0,5 Promille
Maximale Promillegrenze Fahranfänger: 0,5 Promille
Atemalkoholtests und / oder Polizeikontrollen: JA
Verkehrstote nach Genuss von Alkohol: 16%
Durchsetzungsgrad: 6/10
Helmpflicht für Motorradfahrer: JA
Verpflichtend für alle Motorradfahrer: JA
Müssen gewisse Helmstandards erfüllt werden? JA
Helmtragerate: 100%
Durchsetzungsgrad: 9/10
Gurtpflicht: JA
Verpflichtend für alle Insassen? JA
Gurtanlegerate: 86% Front, 61% Font
Durchsetzungsgrad: 7/10
Kindersitzpflicht? JA
Durchsetzungsgrad: 8/10
Wirbt das Land für alternative Verkehrsmodi?
Existiert ein nationales Programm für verstärkten Fußgänger- und Radverkehr? Ja
Existiert ein nationales Programm für die verstärkte Nutzung des ÖPNV? Ja
Anzahl gemeldeter Fahrzeuge: 5 356 000 (2007)
davon PKW: 72%
davon motorisierte Zwei- und Dreiräder: 14%
davon Lkw: 10%
davon Busse: 1%
Sonstige: 3%
Daten: Global status report on road safety: time for action. Geneva, World Health Organization, 2009 (www.who.int/violence_injury_prevention/road_safety_status/2009).
Eine Übersicht über weitere Länder finden Sie hier.
Bitte helfen Sie uns! Wir können die Zahl der Verkehrstoten leider nicht immer aktuell halten, da uns die Vielzahl der Länder schier überfordert und wir viele Sprachen auch nicht verstehen. Sollten Sie aktuellere Daten gefunden haben, so würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese – bitte mit Quellenangabe versehen – in den Kommentaren unterhalb dieses Beitrags mitteilen könnten. Danke!
Veröfentlicht am 22. November 2012 (Stand: 22.11.2012) in den Kategorien
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Karte von Österreich – Wikimedia Commons von TUBS – CC BY-SA 3.0
Zahl der Verkehrstoten: 691 (2007, innerhalb von 30 Tagen an den Folgen des Unfalls verstorben, 77% Männer, 23% Frauen)
Zahl der Verletzten im Straßenverkehr: 53 211

Trend:

Der Straßenverkehr in Österreich:
In Österreich gilt generell eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Schnell-, und Freilandstraßen und 50 km/h in Ortsgebieten. Das Straßennetz ist größtenteils in öffentlicher Hand. Auf Autobahnen und Schnellstraßen werden Personenkraftwagen mit Mautvignetten und die LKW kilometerabhängig (Go-Box) durch die ASFiNAG bemautet. Seit 2008 ist vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Verhältnissen Winterausrüstung (M&S-Reifen, Mitführen von Schneeketten etc.) vorgeschrieben.
Lichtpflicht (Licht am Tag): Nur für einspurige Kfz. Vom 15. November 2005 bis 31. Dezember 2007 galt auch für mehrspurige Kraftfahrzeuge das Abblendlicht bzw. Tagfahrlicht tagsüber einzuschalten.
(Auszug aus der Wikipedia mit Stand vom 21.11.2012)
Nationale Gesetzgebung
Landesweit geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen: JA
Lokale Behörden dürfen geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen beschließen: JA
Maximalgeschwindigkeit innerorts: 50 km/h
Durchsetzungsgrad: 7/10
Alkoholbegrenzungen: JA
Maximale Promillegrenze: 0,5 Promille
Maximale Promillegrenze Fahranfänger: 0,1 Promille
Atemalkoholtests und / oder Polizeikontrollen: JA
Verkehrstote nach Genuss von Alkohol: 8%
Durchsetzungsgrad: 9/10
Helmpflicht für Motorradfahrer: JA
Verpflichtend für alle Motorradfahrer: JA
Müssen gewisse Helmstandards erfüllt werden? JA
Helmtragerate: 95%
Durchsetzungsgrad: 9/10
Gurtpflicht: JA
Verpflichtend für alle Insassen? JA
Gurtanlegerate: 89% Front, 49% Font
Durchsetzungsgrad: 7/10
Kindersitzpflicht? JA
Durchsetzungsgrad: 9/10
Wirbt das Land für alternative Verkehrsmodi?
Existiert ein nationales Programm für verstärkten Fußgänger- und Radverkehr? Ja
Existiert ein nationales Programm für die verstärkte Nutzung des ÖPNV? Ja
Anzahl gemeldeter Fahrzeuge: 5 796 973 (2007)
davon PKW: 73%
davon motorisierte Zwei- und Dreiräder: 11%
davon Lkw: 14%
davon Busse: < 1%
Sonstige: 2%
Daten: Global status report on road safety: time for action. Geneva, World Health Organization, 2009 (www.who.int/violence_injury_prevention/road_safety_status/2009).
Eine Übersicht über weitere Länder finden Sie hier.
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Veröfentlicht am 21. November 2012 (Stand: 21.11.2012) in den Kategorien
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Karte von Indien – Wikimedia Commons von TUBS – CC BY-SA 3.0
Zahl der Verkehrstoten: 105 725 (2006, innerhalb von 30 Tagen an den Folgen des Unfalls verstorben, 84% Männer, 16% Frauen)
Zahl der Verletzten im Straßenverkehr: 452 922

Trend:

Der Straßenverkehr in Indien:
Der wichtigste Verkehrsweg in Indien ist heute die Straße. Schon in den 1970er Jahren hat der Straßenverkehr bei der Güter- und Personenbeförderung die Eisenbahn überholt. Heute werden rund 70 Prozent des Gütertransports und sogar 85 Prozent des Personenverkehrs auf der Straße abgewickelt. Indiens Straßennetz umfasst rund 3,3 Millionen Kilometer, wovon nur etwa die Hälfte asphaltiert ist. Am wichtigsten sind die National Highways, die über 65.000 Kilometer umfassen. Sie verbinden die größten Städte des Landes untereinander. Als Schlagader gilt die Grand Trunk Road, die von Amritsar an der pakistanischen Grenze über Delhi nach Kolkata führt. Tatsächlich ist der weitaus größte Teil der National Highways aber nur zweispurig und zudem oft in einem katastrophalen Zustand. Problematisch bleiben die mehr als 130.000 Kilometer State Highways der Bundesstaaten, die sehr unterschiedlichen Standards genügen und in ärmeren Staaten teilweise nur einspurig sind. In Indien herrscht Linksverkehr.
(Auszug aus der Wikipedia mit Stand vom 21.11.2012)
Nationale Gesetzgebung
Landesweit geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen: NEIN
Lokale Behörden dürfen geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen beschließen: JA
Maximalgeschwindigkeit innerorts: nicht vorhanden
Durchsetzungsgrad: -
Alkoholbegrenzungen: JA
Maximale Promillegrenze: 0,3 Promille
Maximale Promillegrenze Fahranfänger: 0,3 Promille
Atemalkoholtests und / oder Polizeikontrollen: JA
Verkehrstote nach Genuss von Alkohol: http://de.wikipedia.org/wiki/Indien#Stra.C3.9Fenverkehr
Durchsetzungsgrad: 3/10
Helmpflicht für Motorradfahrer: JA
Verpflichtend für alle Motorradfahrer: JA
Müssen gewisse Helmstandards erfüllt werden? JA
Helmtragerate: nicht angegeben
Durchsetzungsgrad: 2/10
Gurtpflicht: JA
Verpflichtend für alle Insassen? JA
Gurtanlegerate: http://de.wikipedia.org/wiki/Indien#Stra.C3.9Fenverkehr
Durchsetzungsgrad: 2/10
Kindersitzpflicht? NEIN
Durchsetzungsgrad: -
Wirbt das Land für alternative Verkehrsmodi?
Existiert ein nationales Programm für verstärkten Fußgänger- und Radverkehr? Ja
Existiert ein nationales Programm für die verstärkte Nutzung des ÖPNV? Ja
Anzahl gemeldeter Fahrzeuge: 72 718 000 (2004)
davon PKW: 13%
davon motorisierte Zweiräder: 71%
davon Lkw: 3%
davon leichte Lieferwagen und Kleinbusse: 5%
davon Traktoren und Anhänger: 6%
davon Busse: 1%
Sonstige: 1%
Daten: Global status report on road safety: time for action. Geneva, World Health Organization, 2009 (www.who.int/violence_injury_prevention/road_safety_status/2009).
Eine Übersicht über weitere Länder finden Sie hier.
Bitte helfen Sie uns! Wir können die Zahl der Verkehrstoten leider nicht immer aktuell halten, da uns die Vielzahl der Länder schier überfordert und wir viele Sprachen auch nicht verstehen. Sollten Sie aktuellere Daten gefunden haben, so würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese – bitte mit Quellenangabe versehen – in den Kommentaren unterhalb dieses Beitrags mitteilen könnten. Danke!
Veröfentlicht am 21. November 2012 (Stand: 21.11.2012) in den Kategorien
VerkehrstoteEine Übersicht über weitere Länder finden Sie hier. Bitte beachten Sie auch die Hinweise bezüglich der Erhebung und Verarbeitung der Daten. Aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Prämissen sind die Daten der einzelnen Länder nicht zwingend miteinander vergleichbar.

Karte von Russland – Wikimedia Commons von TUBS – CC BY-SA 3.0
Zahl der Verkehrstoten: 33 308 (2007, innerhalb von 7 Tagen an den Folgen des Unfalls verstorben, 74% Männer, 26% Frauen)
Zahl der Verletzten im Straßenverkehr: 292 206 (2007)

Trend:

Der Straßenverkehr in Russland:
Seit 2000 ist in Russland der Trend zur Straße aber deutlich zu erkennen. Die Straßendichte ist mit 40 Meter Straße pro Quadratkilometer sehr gering. Dies ist unter anderem auf die in großen Teilen des Landes sehr geringe Bevölkerungsdichte zurückzuführen. Das Straßennetz in Russland ist von sehr unterschiedlicher Qualität, sein Ausbau kann mit dem immer stärker werdenden Straßenverkehr nicht Schritt halten. Die Dichte des Netzes nimmt von West nach Ost stark ab: Je weiter man sich von Moskau nach Osten entfernt, desto mehr verschlechtern sich die Straßenverhältnisse. Trotzdem wird der Großteil des Güterverkehrs zwischen Westeuropa und Russland über die Straße abgewickelt – im Transit über Polen und Weißrussland oder über die Nordroute via Polen und die baltischen Republiken sowie über Finnland. Das russische Autobahn- und Fernstraßennetz umfasst zusammen etwa 540.000 Kilometer (2001), davon sind zwei Drittel befestigt. Erst seit 2003 existiert eine räumlich und saisonal durchgehende Straßenverbindung von der Ostsee zum Pazifik. Die Fernstraßen sind außerhalb der Ballungsgebiete in der Regel nicht als Autobahnen oder Schnellstraßen ausgebaut und auch bei größeren breiten Straßen sind die Richtungsfahrbahnen nicht durch Leitplanken voneinander getrennt. Die wichtigste Fernstraße in Russland ist die Europastraße 30, die in Sibirien endet.
(Auszug aus der Wikipedia mit Stand vom 21.11.2012)
Nationale Gesetzgebung
Landesweit geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen: JA
Lokale Behörden dürfen geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen beschließen: JA
Maximalgeschwindigkeit innerorts: 60 km/h
Durchsetzungsgrad: 6/10
Alkoholbegrenzungen: JA
Maximale Promillegrenze: 0,3 Promille
Maximale Promillegrenze Fahranfänger: 0,3 Promille
Atemalkoholtests und / oder Polizeikontrollen: JA
Verkehrstote nach Genuss von Alkohol: 10 Prozent
Durchsetzungsgrad: 6/10
Helmpflicht für Motorradfahrer: JA
Verpflichtend für alle Motorradfahrer: JA
Müssen gewisse Helmstandards erfüllt werden? JA
Helmtragerate: nicht angegeben
Durchsetzungsgrad: 6/10
Gurtpflicht: JA
Verpflichtend für alle Insassen? JA
Gurtanlegerate: 33 % Fahrer
Durchsetzungsgrad: 7/10
Kindersitzpflicht? JA
Durchsetzungsgrad: 8/10
Wirbt das Land für alternative Verkehrsmodi?
Existiert ein nationales Programm für verstärkten Fußgänger- und Radverkehr? Nein
Existiert ein nationales Programm für die verstärkte Nutzung des ÖPNV? Nein
Anzahl gemeldeter Fahrzeuge: 91 378 636 (2006 motorisierte Zweiräder, 2008 Rest)
davon PKW: 72%
davon motorisierte Zwei- und Dreiräder: 8%
davon Lkw: 13%
davon Busse: 2%
Sonstige: 5%
Daten: Global status report on road safety: time for action. Geneva, World Health Organization, 2009 (www.who.int/violence_injury_prevention/road_safety_status/2009).
Eine Übersicht über weitere Länder finden Sie hier.
Bitte helfen Sie uns! Wir können die Zahl der Verkehrstoten leider nicht immer aktuell halten, da uns die Vielzahl der Länder schier überfordert und wir viele Sprachen auch nicht verstehen. Sollten Sie aktuellere Daten gefunden haben, so würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese – bitte mit Quellenangabe versehen – in den Kommentaren unterhalb dieses Beitrags mitteilen könnten. Danke!
Dies ist ein Gastartikel von Rasmus Richter. Wenn auch Sie Interesse haben, hier einen Gastartikel zu veröffentlichen, dann schreiben Sie uns bitte.
Münster, Wolbecker Straße an einem ganz normalen Montagabend. Die letzten Vorlesungen und Seminare sind beendet, die Studentinnen und Studenten der Stadt fallen in den örtlichen Rewe-Supermarkt im trendigen Hansaviertel ein, um nach dem Wochenende die WG-Vorräte wieder aufzufrischen.
Auch vor dem Geschäft herrscht Hochbetrieb: Im Sekundentakt klingeln Fahrradfahrer Passanten vor sich her, die sich mit allerlei Einkäufen beladen zwischen den abgestellten Fahrrädern und parkenden Autos hindurch schlängeln. Auf dem schmalen Fußweg können sich keine zwei erwachsenen Menschen begegnen.
Auf der Fahrbahn nebenan herrscht wenig Verkehr – so wenig, um genau zu sein, dass ein großer LKW vor der gegenüberliegenden Drogerie gemächlich seine Ware entladen kann. Viele der Radfahrer würden vermutlich auf der Fahrbahn nebenan besser vorankommen und die Fußgänger hätten dann ihre Ruhe. Doch auf die Fahrbahn dürfen Münsters Radfahrer nicht: An nahezu allen Radwegen im Stadtgebiet sind die blauen Verkehrszeichen mit dem Fahrradpiktogramm aufgestellt. Und solche Radwege müssen in Deutschland zwingend benutzt werden. Gerade in Münster ist die Polizei da unerbittlich. Man ist ja schließlich Fahrradhauptstadt.
Wenn heute irgendwo in Deutschland das Stichwort „Münster“ fällt, dann ist klar, in welche Richtung das Gespräch gleich gelenkt wird: Zunächst fallen die Namen der beiden Tatort-Lieblinge Boerne und Thiel, dann werden vielleicht noch der nette Weihnachtsmarkt und die vielen Studenten erwähnt, aber niemals darf ein Verweis auf Münsters beliebtestes Fortbewegungsmittel fehlen: Das Fahrrad.
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Alles Wissenswerte zum Thema Luftverschmutzung durch den Verkehr, Feinstaub, Luftreinhaltepläne und Umweltzonen finden Sie in unserem Dossier.
Die Robert Wood Johnson Foundation, die größte philanthropische Stiftung in den USA, die sich ausschließlich dem Gesundheitswesen und der Pflege widmet, hat eine Infografik über die Wirkungen des Verkehrs auf unsere Gesundheit veröffentlicht. Der Fokus liegt dabei auf den Wechselwirkungen zwischen motorisierten Individualverkehr, dem öffentlichen Verkehr, dem Zugang zu Haltestellen, Verkehrsunfällen und unserer Gesundheit.
Einige Fakten aus der Infografik:
- Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs laufen im Durchschnitt 19 Minuten zur / von der Haltestelle
- Länder mit einer niedrigen Zahl an übergewichtigen Menschen haben einen höheren Anteil von Pendlern, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit gelangen.
- Das Risiko übergewichtig zu werden, steigt mit jeder Meile (~ 1,6 Kilometer), die im Auto zurückgelegt wird, um sechs Prozent und sinkt für jede Meile Fußweg um fünf Prozent,
- Lange Wege zur Arbeit verursachen jedes Jahr Kosten in Höhe von 100 Milliarden Dollar durch den höheren Kraftstoffverbrauch und niedrigere Produktivität
- Durch strenge Vorschriften für die Beförderung von Kindern und die Durchsetzung der Gurtpflicht, konnte die Zahl der Verkehrstoten in den USA um 25 Prozent (Basis: 2005) reduziert werden.
Das Thema Gesundheitsfolgen durch Verkehr war auch schon mehrmals Thema in diesem Blog. Hierzu seien die Artikel “Gesundheitsschädlich: Autofahren macht fett und träge“, “Bundesratsinitiative: SPD und CDU wollen Radhelmpflicht für Kinder“ und “[Fakt der Woche] Radfahrer in Städten inhalieren pro Atemzug Millionen von Feinstaubpartikeln” empfohlen.
Die Stiftung plädiert dafür, dass wir in Zukunft die Auswirkungen auf die Gesundheit mit in die Planungsvorbereitung und die Planung einfließen lassen sollten. Bereits heute fallen Gesundheitskosten in Milliardenhöhe für unsere Wohlstandkrankheiten wie Diabetes und Herzinfarkte an. Diese sind zu einem nicht geringen Teil durch unser Mobilitätsverhalten beeinflusst. Wir sollten darüber nachdenken, ob wir der Empfehlung der Robert Wood Johnson Foundation folgen sollten.

Infografik: Wechselwirkungen zwischen Verkehr und Gesundheit – Robert Wood Johnson Foundation