- Blaualgen zur Wasserstoffgewinnung: RUB-Forscher nehmen Arbeit an EU-Projekt auf – ATZ Online - http://bit.ly/XOpUT0
- Hybridfahrzeuge müssen in Zukunft vermutlich ebenfalls die Londoner Congestion Charge bezahlen – Evening Standard – http://bit.ly/XOrrbI
- Hybrid-Wing-Flugzeug macht Fortschritte – heise online - http://bit.ly/T3Jz4n
- EU27: Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen mit -23,4% – Querschüsse - http://bit.ly/WLIOew
- Traditionsfluglinie OLT ist insolvent – Tagesschau - http://bit.ly/116rFgw
- Ärger über Schwarzfahrer: SBB müssen 2012 die Hälfte der Strafgebühren abschreiben – Blick - http://bit.ly/116wo1K
#bahn#sbb - Koalitionskrach: Zukunft der S-Bahn entzweit SPD und CDU in
#Berlin - Tagesspiegel - http://j.mp/126ALyz - Wie Logistik Marken ruinieren kann – etailment - http://j.mp/126CZ0X
#GLS#ecommerce#fail - Stuttgart 21: Kritik von Regierungsvertretern am DB-Aufsichtsratsvorsitzenden Felcht wg. mangelhafter Unterrichtung über
#S21-Kosten. - Es soll faktisch ein ganzes Jahr keine schriftliche Unterrichtung des Gremiums zum Projektstatus gegeben haben - http://j.mp/VtDZKM
#s21 - AKN verschiebt Bestellung von neuen Zügen, weil man keine passenden Dieseltriebwagen findet – Nahverkehr Hamburg – http://j.mp/VtEnJc
- ICE-Verbindung Frankfurt – Paris: Nur noch einer von fünf ICE fahrbereit,
#Bahn streicht Verbindungen – Rheinpfalz - http://j.mp/VtEtAx - Jetzt also doch: US-Verkehrsminister Ray LaHood verzichtet auf eine zweite Amtszeit Washington Post - http://j.mp/1152lgm
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testet in Braunschweig die hochautomatisierte Parkplatzsuche – PM DLR – http://j.mp/11560Ld
- Smog-Alarm in Peking: Behörden rufen Luftnotstand aus – Tagesschau - http://bit.ly/T5ICZr
- Flughafengesellschaft FBB prüft Bau eines Satellitenterminals am
#BER, um die Kapazität um 7,5 Mio. PAX zu erhöhen. Kosten: ~ 500 Mio. € - Was mir gerade einfällt: Den Vorschlag mit dem Satellitenterminal bzw. Bau von T2 hatte ich ja bereits am 7.1. O_o http://j.mp/UASwBP
#BER - Ein möglicher Zusammenhang zw. elektronischen Werbetafeln & Autobahnunfällen wurde nun wissenschaftlichen nachgewiesen – http://bit.ly/VudGUR
- Die wohl fußgängerunfreundliche Kreuzung weltweit: 28 Fahrspuren müssen überquert werden, Dauer: 8,5 Minuten - http://bit.ly/T6MCJ1
Am 20. Januar 2013 wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Bei der letzten Landtagswahl am 27. Januar 2008 wurde die CDU mit dem damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff mit 42,5 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Die CDU bildete mit der FDP, die mit dem Spitzenkandidaten Philipp Rösler angetreten war und 8,2 Prozent der Stimmen erhielt, eine Koalition. Die SPD erreichte mit 30,3 % ihr bislang schlechtestes Landtagswahlergebnis ihrer Geschichte in Niedersachsen, die Grünen erhielten 8,0 Prozent der Stimmen und die Linke 7,1 Prozent.
Das Bundesland Niedersachsen steht mit seinen Häfen und dem damit verbundenen Hinterlandverkehr vor großen Herausforderungen. Die für die kommenden Jahre prognostizierte Güterverkehrsmenge erfordert Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, um die Küstenregion leistungsfähig anbinden zu können. Umstritten ist beispielsweise der Bau der sogenannten Y-Trasse, eine Eisenbahn-Neubaustrecke zur Aufnahme des Schnellverkehrs von Hannover über Walsrode nach Hamburg und Bremen.

Verlauf der Y-Bahn-Trasse Hannover – Bremen/Hamburg – Quarz @ Wikimedia Commons – CC-by-sa 2.0
Das Land Niedersachsen setzt zurzeit auf die Y-Trasse, den Ausbau der Heidebahn für Güterzüge sowie die Beseitigung von Engpässen im bestehenden Netz. Mehrere Gutachten, darunter auch eines des Umweltbundesamtes, halten das Vorhaben für nicht mehr zeitgemäß, den Verkehrsansprüchen nicht dienlich und nicht zeitnah realisierbar. Als Alternative schlägt die UBA-Studie den dreigleisigen Ausbau der Strecke Lüneburg–Uelzen sowie den zweigleisigen Ausbau der Strecken Stendal–Uelzen, Uelzen–Langwedel und Rotenburg–Verden vor. Die Kosten lägen mit geschätzten 1,5 bis 2 Milliarden Euro deutlich unter den Baukosten der Y-Trasse, die einschließlich notwendiger Ausbauten mit vier Milliarden Euro kalkuliert werden, erzielten jedoch einen höheren Nutzen.
Niedersachsen ist durch den wichtigen Steuerzahler und Arbeitgeber Volkswagen, an dem das Land ebenfalls Anteile hält, stark der Automobilindustrie verpflichtet. In den Wahlprogrammen ist ersichtlich, dass keine Partei die “heilige Kuh” Volkswagen anfassen wird, nur die Grünen fordern einen Wandel zu einem Mobilitätskonzern und stärkere Anstrengungen bei der Entwicklung umweltfreundlicherer Fahrzeuge.
Ebenfalls steht Niedersachsen als Flächenland vor den Herausforderungen des demografischen Wandels, der Versorgung und Erreichbarkeit im ländlichen Raum, der Energieeffizienz und des Flächenverbrauchs. Die Parteien haben hier zwar unterschiedliche Ansätze, jedoch meistens das gleiche Ziel.
Die einzelnen Programmpunkte sind nach dem Erscheinen im jeweiligen Wahlprogramm angeordnet. Dies erleichtert zum einen die Auffindbarkeit und stellt in meinen Augen auch eine Art Priorisierung durch die Parteien selbst dar (gilt allerdings nicht zwingend). Für die Verkehrspolitik ist nicht nur diese an sich wichtig, sondern auch politische Ziele in den Bereichen Siedlungs- und Raumstruktur, Flächennutzung sowie Daten- und Umweltschutz. Daher sind alle Punkte, die sich auf den Bereich Verkehr beziehen bzw. einen Einfluss ausüben könnten, aus dem jeweiligen Wahlprogrammen herausgearbeitet worden (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Die jeweilige Seitenzahl ist in Klammern hinter den einzelnen Punkten angegeben.
Politische Entscheidungen bzgl. konkreter Projekte wie zum Beispiel der Y-Trasse, des Ausbaus des niedersächsischen Autobahn- und Schienennetzes sowie Hafenentwicklungsprojekte wie der Rysumer Nacken in Emden sind hervorgehoben.
Die Reihenfolge der vorgestellten Parteiprogramme richtet sich nach dem Ergebnis der letzten Wahl 2008 Aufgeführt sind alle Parteien, die bei der letzten Wahl 2008 mindestens 1,0 % auf Landesebene erreichten oder laut aktueller Hochrechnungen die 1%-Hürde überschreiten und zur Wahl landesweit antreten. (weiterlesen …)
Die Medien sind zurzeit voll mit Meldungen über die Zulassung autonomer Fahrzeuge in Kalifornien. Dort dürfen computergesteuerte Pkw nun offiziell im Straßenverkehr fahren. Im Jahresverlauf wurde diese Erlaubnis bereits in Nevada und Florida erteilt. Im Mai 2012 erhielt Google in Nevada die erste Zulassung eines autonomen Fahrzeugs in den USA.

Autonomes Fahrzeug Junior (Factsheet) der Stanford University – Bild: S. Thrun, Stanford University
Das kalifornische Gesetz SB1298 definiert die Sicherheitsstandards, die autonome Fahrzeuge für die Straßenzulassung erfüllen müssen. Bisherige Testfahrten konnten nur mit Sondergenehmigungen auf öffentlichen Straßen durchgeführt werden. Dabei sind natürlich gewissen Auflagen zu erfüllen.
Beispiel Nevada: So müssen für eine reguläre Straßenzulassung mindestens 10.000 Testmeilen (über 16.000 km) vor dem Zulassungsantrag zurückgelegt worden sein. Die Technologie des autonomen Fahrens muss ebenso beschrieben sein wie das Sicherheitskonzept und die Ausbildung der Testfahrer.
In zehn Jahren ist die Technik so weit, dass autonome Autos definitiv zuverlässiger und damit sicherer fahren als der Mensch.
- Sebastian Thrun, Professor für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Stanford; 2007
In den vergangenen Jahren war die Forschung im Bereich der autonomen Fahrzeuglenkung ein wissenschaftlicher Wettbewerb zwischen mehreren Universitäten und Forscherteams. Ursprung hatte die Forschung im militärischen Bereich. Seit den siebziger Jahren versuchte die DARPA (Defence Advanced Research Projects Agengy) mehrere autonome Fahrzeuge für den militärischen Bereich zu entwickeln. Seit einem US-Kongressbeschluss wird fieberhaft daran gearbeitet, dass im Jahr 2015 ein Drittel aller US-Militärfahrzeuge ohne Fahrer fahren kann.
Für den Gewinn der ersten DARPA-Challenge wurden eine Million Dollar ausgelobt. Beim ersten Wettbewerb im Jahr 2004 erreichte von 15 Fahrzeugen kein einziges das Ziel. Daraufhin wurde das Preisgeld auf zwei Millionen Dollar verdoppelt. Beim Wettbewerb des Jahres 2005 nahmen 23 Fahrzeuge teil, von denen fünf die 132 Meilen lange Strecke bewältigten. Vier autonome Fahrzeuge erreichten das Ziel sogar in der vorgegebenen Maximalzeit von unter 10 Stunden. Gewinner war der VW Touareg Stanley der Stanford University unter Leitung von Professor Sebastian Thrun. Der VW erreichte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,1 mph (30,7 km/h) das Ziel in weniger als sieben Stunden.
Die DARPA Grand Challenge 2007 legte die Messlatte noch ein wenig höher. Anstatt nur das Ziel erreichen zu müssen, mussten die Fahrzeuge einen speziellen Parcours in weniger als sechs Stunden absolvieren. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Dollar ausgelobt. Die drei ersten Teams, die das Ziel in kürzester Zeit erreichen und die wenigsten Abzüge wegen Regelverletzungen vorzuweisen haben, erhalten 2 Millionen, 1 Million bzw. 500.000 US-Dollar.
Gewinner war das Team Tartan Racing der Carnegie Mellen University. Platz 2 ging an das Stanford Racing Team der Stanford University und Platz 3 an das Team VictorTango.
Professor Thrun arbeitet seit einiger Zeit zusammen mit Google an deren autonomen Fahrzeugen. Er hat im März 2011 einen sehr interessanten Vortrag über seine Forschung und Googles autonomes Fahrzeug gehalten:
Wie funktioniert Googles autonomes Fahrzeug?
Exemplarisch möchte ich nun kurz erklären, wie Googles autonomes Fahrzeug funktioniert. Es gibt natürlich eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme, die ebenfalls so gut funktionieren wie Googles Fahrzeug. Zu nennen sind hier natürlich auch die beiden deutschen Forschungsprojekte “Stadtpilot” an der TU Braunschweig oder das Projekt “Spirit of Berlin” am Forschungsbereich “Künstliche Intelligenz” der Freien Universität Berlin.
Googles Fahrzeug hat jedoch neben der guten Dokumentation einige weitere Vorteile. So hat der Suchmaschinengigant ein US-Patent für die Technik zum Betrieb von autonomen Fahrzeugen erhalten und kommuniziert die technischen Eigenschaften recht offensiv. Mittlerweile wurden über 300.000 700.000 Kilometer (Stand: März 2013) unfallfrei mit den Fahrzeugen zurückgelegt.
Einer der wichtigsten Komponenten ist der Velodyne HDL-64E LiDAR auf dem Dach des Fahrzeuges.

Velodyne HDL-64E LiDAR – Foto: Velodyne Lidar
Mithilfe dieses Sensors wird die Umgebung abgetastet und ein 360 Grad-3D-Modell des direkten Umfeldes generiert. In der Dachkonstruktion befinden sich zwei Sensoren, die um 90 Grad gegeneinander verschränkt sind. Das 3D-Abbild wird durch die Rotation und die Verschränkung der LiDAR-Sensoren (LiDAR = Light detection and ranging) erzeugt. Zur Messung der Entfernung und der Geschwindigkeit sendet das Lidar-System aus 64 fest angeordneten Lasern Laserpulse aus und detektiert das vom Objekt zurückgestreute Licht. Aus der Laufzeit der Signale und der Lichtgeschwindigkeit kann die Entfernung zum Objekt berechnet werden. Anhand mehrerer Messpunkte (1,3 Millionen / Sekunde) lässt sich somit ein genaues Abbild der Umgebung erzeugen. Das dreidimensionale Modell wird mit hochauflösenden Aufnahmen zusammengeführt und somit ein Echtzeit-Abbild des Verkehrs und des Straßenzugs erzeugt. Pro Sekunde sammelt ein autonomes Fahrzeug von Google etwa ein Gigabyte verschiedenste Daten. Die Karte wird gespeichert und bei jeder Vorbeifahrt mit weiteren stationären Details angereichert.

Folgendes Bild “sieht” ein autonomes Fahrzeug von Google, wenn es an einer roten Lichtsignalanlage auf der linken Abbiegerspur steht – Bild: Bill Gross via Twitter
Um ein Bild des fließenden Verkehrs zu erzeugen, befinden sich in der vorderen und hinteren Stoßstange vier Radarsensoren. Eine Kamera hinter der Windschutzscheibe registriert Verkehrsschilder und Lichtsignalanlagen und kann die dort enthaltene Information mittels Bildverarbeitungssoftware in Umgebungsinformation für die Steuerungseinheit umwandeln.
Sensoren in den Reifen, ein GPS-Modul und Trägheitssensoren registrieren Fahrzeugbewegungen und berechnen in Echtzeit Fahrweg, Geschwindigkeit und in Zusammenarbeit mit der Steuerungseinheit etwaige Konfliktsituationen.
Das autonome Google-Fahrzeug ist hochgradig abhängig von detaillierten und hochauflösenden Karten der Straßen und des Terrains. Aus diesem Grund fahren die Google-Ingenieure Strecken mehrmals ab, um genügend Daten zu sammeln, bevor das Fahrzeug die Strecke autonom zurücklegen darf.
Für einen autonomen Fahrbetrieb müssen Informationen über die Umwelt und die eigene Position sowie Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges selbst und aller anderen Fahrzeuge und Objekte in unmittelbarer vorliegen. Aus der Position der statischen und variablen Objekten sowie der Fortbewegung in eine bestimmte Richtung lassen sich Steuerbefehle an die einzelnen Komponenten des Fahrzeugs wie Lenkung, Motorsteuerung oder Bremsanlage senden.
Je höher die Fahrgeschwindigkeit ist, desto größere Anforderungen werden an die Verarbeitung von Daten, die Situationsanalyse und die Verhaltensentscheidung gestellt. Der Forschungsbereich der “Künstlichen Intelligenz” spielt daher beim autonomen Fahren eine große Rolle, da das Fahrzeug selbständig auf unterschiedlichste Situationen reagieren muss ohne zwingend zusätzliches Input eines Menschen zu erhalten.

Fahrzeugsteuerung: Situationsaspekte mit einer Objektbezogenheit 1. Grades (a) und 2. Grades (b); aus: PELLKOFER, Martin: Verhaltensentscheidung für autonome Fahrzeuge mit Blickrichtungssteuerung, Dissertation zum Doktor-Ingenieurs (Dr.-Ing.) der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Universität der Bundeswehr München, München 2003
Dabei muss ein quasi-statisches Problem einer bestimmten Fahrsituation soweit flexibilisiert werden, dass ein plötzlich auftretendes Ereignis, zum Beispiel ein auf die Straße rollender Ball, in den Fahrprozess mit eingeflochten werden kann. Der Fahrzeugrechner muss also entscheiden können, ob er abbremst, ausweicht oder nicht reagiert. Aber auch im normal fließenden Verkehr müssen in Echtzeit Informationen generiert, verarbeitet und die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden.
Aus diesem Grund sind die Tests im fließenden Verkehr auch so wichtig. Zurzeit treten bei Googles autonomen Fahrzeugen im Schnitt aller paar tausend Kilometer Fehler auf, die ein Eingreifen des Testfahrers notwendig machen. Dieser Wert ist für ein vollautonomen Betrieb noch zu hoch. Nur durch eine Verbesserung der Entscheidungsalgorithmen und der künstlichen Intelligenz lässt sich die Fehlerrate verringern. Und dies geht nunmal am besten im richtigen Straßenverkehr.
Dieses Video zeigt noch mal, wie die autonomen Google-Fahrzeuge technisch aufgebaut sind und funktionieren:
In diesem Video kann man mit erleben, welche Fahrmanöver Googles autonome Fahrzeuge durchführen können und mit welcher Geschwindigkeit sie einen Parcours absolvieren können.
Und eventuell werden wir in einigen Jahren nicht mehr selber hinter dem Steuer sitzen. Und auch der Motorsport (wobei das für mich eigentlich kein Sport ist) könnte eine kleine Revolution erleben. Computer können Fahrzeuge auch bei extrem hohen Geschwindigkeiten unter Kontrolle halten. Dabei machen sie nicht die typischen Lenkbewegungen, die der Mensch macht und die ein Fahrzeug bei 250 oder 300 km/h zum Ausbrechen bringen. Bei Rennen autonomer Fahrzeuge würde die Ingenieurskunst im Vordergrund stehen, da sie über Sieg oder Niederlage entscheidet. Und nicht, ob der Fahrer einen guten oder einen schlechten Tag erwischt hat. Vielleicht nicht die schlechtesten Aussichten…
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- Wegen #Bahnlärm: Bald Tempo 70 für den Schienengüterverkehr in der Nacht am Mittelrhein? – Rhein Zeitung - http://t.co/zziCcqcL #bahn ->
- BER-Fiasko: Schießt der Bund jetzt Geld nach? – airliners - http://t.co/BfMKqbZ9 ->
Am 31.05.2012 habe ich auf Einladung der Ratsfraktion der Piratenpartei Braunschweig einen Vortrag zum Thema “Fahrscheinloser Öffentlicher Personennahverkehr – ein Modell für Braunschweig?” gehalten. Da ich meine Vorträge (Übersicht) immer recht offen gestalte und auch versuche auf die Hintergründe und Funktionsweisen von Verkehr ein wenig näher einzugehen, ist der Vortrag und das dazugehörige Video mit etwas über zwei Stunden recht lang geworden.
Neben dem ÖPNV waren auch Parkraumbewirtschaftung, Best Case-Beispiele aus anderen Städten und die Weiterentwicklung des ÖPNV in Braunschweig Thema.
Der Foliensatz kann hier heruntergeladen werden (PDF) und steht unter CC BY-SA 3.0 de-Lizenz.
Die theoretischen Hintergründe und Erfahrungswerte aus anderen Städten sind hier zu finden:
Unentgeltliche Nutzung des Nahverkehrs in Tallinn ab 2013 – ein Modell für andere Städte?
Aktualisierung – 27.06.2012
In der Samstagsausgabe der Braunschweiger Zeitung vom 23.06.2012 ist auf einer fast kompletten Seite ein Artikel zu meinem Vortrag erschienen. Dieser kann hier online abgerufen werden: Stress-Test: Nulltarif in Bussen und Bahnen?
Ergänzend zu dem Artikel möchte ich folgende Anmerkungen machen (entsprechend ihres Vorkommens innerhalb des Artikels):
- Die genannten 50 Millionen Euro sind ein grober Richtwert, der keineswegs belastbar ist. Ich habe das aktuelle Defizit der Verkehrs-AG, die Aufwände für die bislang bestellte Leistung sowie eine Ausweitung der Fahrleistung um 20 bis 30 Prozent angenommen. Die realen Kosten können aber je nach Nachfrageveränderung höher oder niedriger liegen.
- Ich bin zwar im August für einen Vortrag in Zürich, allerdings zu einem anderen Thema und bei einem Privatunternehmen. Die Stadt und das Kanton Zürich planen derzeit keine Einführung eines fahrscheinlosen ÖPNV. Dies ist in Zürich aufgrund des exzellenten Öffentlichen verkehrsangebots auch nicht notwendig.
- Der im Artikel genannte Fahrgastzuwachs um 50 Prozent ist so nicht richtig. Hintergrund ist die Simpson-Curtain-Regel, mit der die Elastizität für ÖPNV-Nachfrage gemessen werden kann. Diese liegt normalerweise bei -0,3. Dies bedeutet, dass eine Verringerung der Fahrtkosten um 10 Prozent eine zusätzliche Nachfrage von drei Prozent induziert. Somit ergibt eine Reduktion des Fahrpreises auf Null Euro, also um 100 Prozent, theoretisch einen Nachfragezuwachs um 30 Prozent. Bei Versuchen diesen Effekt empirisch zu messen, wurde ein realer Nachfragezuwachs von im Schnitt etwa 50 Prozent gemessen 1. Dieser Wert wurde jedoch nur in einem begrenzten Gebiet in den USA (im Vergleich mit Europa schlechteres ÖPNV-Angebot) bestimmt und ist somit nicht ohne weitere Betrachtungen auf Europa, Deutschland oder Braunschweig übertragbar.
In der belgischen Stadt Hasselt wurden innerhalb von zehn Jahren (1996 – 2006) Zuwachsraten über 1000 Prozent gemessen:
JahrFahrgästeProzentsatz1996 360 000 100% 1997 1 498 088 428% 1998 2 837 975 810% 1999 2 840 924 811% 2000 3 178 548 908% 2001 3 706 638 1059% 2002 3 640 270 1040% 2003 3 895 886 1113% 2004 4 259 008 1217% 2005 4 257 408 1216% 2006 4 614 844 1319% - Die Hauptumsteigergruppe Fußgänger und Radfahrer wurde in Templin festgestellt. Die brandenburgische Stadt Templin ist mit einem Durchmesser von fünf Kilometern allerdings auch entsprechend klein. Bei größeren Entfernungen dürfte der Fuß- und Radverkehrsanteil, der umsteigen könnte, niedriger sein.
Aktualisierung – 10.09.2012
Link zum Foliensatz aktualisiert
- Hodge, D.C., Orrell III, J.D., & Strauss, T.R. (1994). Fare-free Policy: Costs, Impacts on Transit Service and Attainment of Transit System Goals. Report Number WA-RD 277.1. Washington State Department of Transportation ↩
- Neubau vom Containerschiffen: Orderbuch auf Neun-Jahres-Tief um Frachtraten zu stabilisieren – THB – http://t.co/IIsNNKD5->
- Die drei großen Chancen, die uns die Elektromobilität bietet http://t.co/d6NWo9bM->
- Kein billiges Öl mehr – Telepolis – http://t.co/fQLcYlxj->
- GDL fordert 7 Prozent mehr Lohn für Lokführer der Deutschen #Bahn und den Schienengüterverkehrsunternehmen – Zughalt – http://t.co/tmxDYHho->
- .@BombardierRail testet das Induktionsladesystem PRIMOVE in einem Van. Gleiche Technologie wie bei Straßenbahnen – http://t.co/jNuYcDsE->
- In Braunschweig soll in Kürze ein Bus mit der gleichen Technik fahren. Hierzu muss allerdings der Fahrweg entsprechend ausgerüstet werden. ->
- Interessant: Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum – TU Berlin / Integrierte Verkehrsplanung http://t.co/3HuA3rrZ->
- Baltic Dry Index (Preisindex für Frachtraten von Massenfrachtgütern) sinkt auf 923 Indexpunkten – Querschüsse - http://t.co/6KXSQ93L->
- Europäischer Schienengüterverkehrskorridor Nr. 8 (ARA-D-P-Baltikum) soll bis zum 10. November 2015 in Betrieb gehen - http://t.co/437oRKdm->
- Ramsauer: Stromtrassen entlang von Bahnanlagen kosten “Heidengeld” – WELT Online - http://t.co/bqpQRgKf#bahn#energiewende->
- Elektroflieger Volta Volaré GT4 soll angeblich 1000 Kilometer weit fliegen, wegen des hohen Gewichts unwahrscheinlich - http://t.co/gtXqxGtS->
- Zu diesem Thema: Das Elektroflugzeug fliegt, allerdings mit Benziner – Technology Review - http://t.co/3M5FyeNf->
- Ambitioniertes Ziel: In zehn Jahren soll kein Mensch mehr in Chicagoer Verkehr umkommen. – Treehugger - http://t.co/hFo9UaAO#chicago->
- Ich glaube ich muss mich mal mit Seeverkehr beschäftigen. Für mich als gebürtiger Bayer immer wieder faszinierend: http://t.co/UpqOAZGg->
- Innenminister wollen Alkoholverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit sollen Stadionkrawalle verhindert werden. ->
- Es folgen die Pkw-Neuzulassungszahlen für Mai 2012: ->
- USA: Autoverkäufe mit +25,7% zum Vorjahresmonat – Querschüsse - http://t.co/g7AAVfSv ->
- Spanien: PKW-Neuzulassungen mit -8,2% zum bereits schwachen Vorjahresmonat – Querschüsse - http://t.co/lGChkbxX ->
- Italien: PKW-Neuzulassungen mit -14,26% zum Vorjahresmonat – Querschüsse - http://t.co/G9uDTpHO ->
- Portugal: PKW-Neuzulassungen mit -27,5% zum Vorjahresmonat – Querschüsse - http://t.co/X3RYesZR ->
- Frankreich: PKW-Neuzulassungen mit -16,1% zum Vorjahresmonat – Querschüsse - http://t.co/y1RFvKkl ->
- Laut #ADFC wird der Etat für den Radwegebau im Bundeshaushalt 2012 um 25 Prozent gekürzt – Econitor - http://t.co/68qQFZKg #radverkehr ->
- Deutsche Bahn rüstet endlich Treibradsatzwellen der ICE3-Flotte um – Wirtschaftswoche - http://t.co/ymRfwz6b #bahn #ice ->
- Sehr interessante Session: Komplexitätsreduktion in der Stadt. Simply city klingt wirklich interessant! #scicamp ->
- “Dänen-Ampel” gibt kein Geld für die Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung - http://t.co/MjQJeg0o #spd #gruene #ssw #fbq ->
In der nächsten Woche werde ich einige Vorträge / Sessions halten, auf die ich kurz hinweisen möchte:
“Fahrscheinloser ÖPNV” bei der Piratenpartei Braunschweig am 31.05.2012
Am kommenden Donnerstag, den 31.05.2012, werde ich bei der Piratenpartei in Braunschweig einen Vortrag über den fahrscheinlosen ÖPNV halten. Ich werde näher auf die verschiedenen Pro- und Contra-Argumente eines “kostenlosen” ÖPNV eingehen, ein paar Hinweise zu generellen Einflussvariablen auf die Verkehrsmittelwahl geben und versuchen über die Zusammenhänge aufzuklären. Da ich einige Mitglieder der Piratenpartei immer für ihre Konzeptlosigkeit in diesem Bereich kritisiere, muss ich meinen Teil dazu beitragen, die Diskussion auf eine sachliche Grundlage zu stellen und auf durchdachte Konzepte hinzuwirken.
Mein Vortrag und die anschließende Diskussion wird gefilmt und im Anschluss online gestellt.
Ort: Rathaus der Stadt Braunschweig, Raum A1.63
Zeit: Donnerstag, 31.05.2012 19:00 Uhr
Teilnahme kostenfrei
Einladung
Disclosure: Die Ratsfraktion bezahlt mir An- und Abreise.
Scicamp “Zukunft Mobilität” in Lübeck 02.06. & 03.06.
Am 2. und 3. Juni findet in Lübeck das erste Scicamp zum Thema “Zukunft Mobilität” statt. Das Scicamp ist eine Veranstaltung von “Wissenschaft in Dialog” (1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft von den führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen – u.a. DFG, Fraunhofer, Helmholtz, Leibniz, Max Planck u.v.m. gegründet).
Ob für die Wirtschaft oder privat: Mobilität ist ein wesentlicher Aspekt unseres täglichen Lebens. Aber wie werden wir in Zeiten der Ressourcenknappheit, steigender Energiepreise und des Klimawandels die grenzenlose Mobilität auch zukünftig sicherstellen und gestalten können? Welche Rolle spielen Elektro-Autos und -Fahrräder oder das CarSharing für die individuelle Mobilität? Welche Möglichkeiten bietet die Bahn? Welche Herausforderungen gibt es für unsere Wirtschaft und die globalen Handelsströme?
Im ersten deutschen Scicamp gibt es für euch alle – auch als NichtWissenschaftler – die Gelegenheit, eure Gedanken und Konzepte zur Zukunft der Mobilität vorzustellen und darüber zu diskutieren!
Ob Forscher, Politiker, Journalist, Unternehmer oder Privatperson – das Scicamp bietet jedem die Möglichkeit zum Knüpfen von Kontakten und zur Vernetzung, zur Entwicklung neuer Ideen und gegebenenfalls sogar zur Bildung neuer Projekte.
Die Idee des Scicamps basiert auf dem Prinzip des BarCamps. Bei dieser offenen MitmachKonferenz könnt ihr die Abläufe und konkreten Inhalte selbst entwickeln und gestalten – und das alles ohne Vorgaben durch den Veranstalter.
Teilnehmen kann jeder, der interessiert ist oder etwas beitragen möchte. Egal, ob ihr eine Session halten, eine Diskussion leiten oder erst mal nur »reinschnuppern« wollt: Ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen!
Die Teilnahme ist kostenfrei!
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf Facebook oder auf mixxt zu finden.
Ort: cloudsters Lübeck
Zeit: Samstag, 02.06.2012 ab 11:00 bis 03.06.2012 15:00
Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich
Im Rahmen dieser Veranstaltungen findet sich sicherlich noch die Zeit zu einem kleinen Treffen. Gerne auch bereits am Freitag Abend in Lübeck. Wer will, kann mich gerne direkt ansprechen oder vorab eine Nachricht über das Kontaktformular senden.
Disclosure: Wissenschaft im Dialog bezahlt mir An- und Abreise sowie zwei Übernachtungen.





