Artikel zum Thema CO2
[Bundestagswahl 2013] Die verkehrspolitischen Ziele von CDU/CSU

Diese Zusammenstellung ist Teil einer Übersicht über die verkehrspolitischen Ziele aller Parteien zur Bundestagswahl.

Am 22. September 2013 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der verkehrspolitischen Zielsetzungen von CDU und CSU.

Die einzelnen Programmpunkte sind nach Themenbereichen geordnet. Dies erleichtert die Auffindbarkeit relevanter Informationen. Für die Verkehrspolitik ist nicht nur diese an sich wichtig, sondern auch politische Ziele in den Bereichen Siedlungs- und Raumstruktur, Flächennutzung sowie Daten- und Umweltschutz. Daher sind alle Punkte, die sich auf den Bereich Verkehr beziehen bzw. einen Einfluss ausüben könnten, aus dem jeweiligen Wahlprogramm herausgearbeitet worden (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Eine Priorisierung innerhalb der Themenbereiche wurde nicht vorgenommen, d.h., die Anordnung ist wahllos. Inhalte, die einem einzelnen Themenbereich nicht eindeutig zugeordnet werden konnten, finden sich in der Kategorie “Sonstiges” bzw. wurden in zwei oder mehrere Kategorien aufgenommen. Die jeweilige Seitenzahl ist in Klammern hinter den einzelnen Punkten angegeben.

Das gesamte Wahlprogramm von CDU /CSU kann hier heruntergeladen werden.

Allgemeine Ziele

  • Ländliche Regionen sollen auch künftig eine lebenswerte Heimat bleiben. (S. 9)
  • Die Union möchte eine Gesellschaft und Wirtschaft, die auf ein Wachstum von Ideen und neuen Lösungen setzt, die dazu beitragen, Umwelt und Wirtschaft besser miteinander zu vereinbaren. Solche Lösungen können beispielsweise neue Formen der Mobilität in Großstädten sein. (S. 17)
  • Der Bevölkerungswandel ist einer der größten Herausforderungen unseres Landes. Ihn zu bewältigen sieht die Union als eine nationale Aufgabe, die alle gesellschaftlichen Gruppen betrifft. Dazu zählt u.a. auch die Schul- und Arztversorgung auf dem Land. (S. 38)
  • „Der Bevölkerungswandel sorgt für größere Unterschiede zwischen wachsenden Städten und dünner besiedelten Regionen. Wir müssen lernen, mit diesen Unterschieden umzugehen und die Bereitschaft entwickeln, darauf mit flexiblen Ansätzen die richtigen Antworten zu geben. Unser Ziel ist es, überall die Voraussetzungen für eine gute Versorgung der Bevölkerung zu schaffen. Dazu setzen wir auf neue Antworten, die flexibel und klug mit den neuen Herausforderungen umgehen beispielsweise indem sie verstärkt auf digitale und mobile Lösungen setzen.“ (S. 39)
  • Eine verlässliche Verkehrspolitik für das 21. Jahrhundert soll von den konkreten Bedürfnissen der Menschen und der Wirtschaft her denken. (S. 48)
  • Menschen sollen weniger im Stau stecken, die Züge pünktlicher fahren, Güter sicher und schnell dort hinkommen, wo sie gebraucht werden und die Lärm- und Abgasbelastungen durch den Verkehr zurückgehen. (S. 48)
  • Einer ideologischen Verkehrspolitik, die einseitig auf bestimmte Verkehrsmittel setzt und andere gezielt benachteiligt, treten CDU/CSU entgegen. (S. 48)
  • CDU/CSU wollen Rücksicht auf die regionalen Unterschiede nehmen: Im ländlichen Raum bleibt der Pkw unverzichtbar, in Städten sollen Verkehrsmittel neu miteinander vernetzt werden. (S. 48)
  • Ziel von CSU/CSU ist die CO2-neutrale, energie- und klimaangepasste Stadt. (S. 88)
  • CDU/CSU unterstützen ein Miteinander der verschiedenen Verkehrssysteme. Ziele in der Stadt sollen zu Fuß, per Auto, per Rad und mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar sein. Zudem setzen CDU/CSU auf neue Mobilitätskonzepte wie beispielsweise die Elektromobilität, das Car-Sharing und Mietfahrräder. Die wachsende Attraktivität des Fahrradverkehrs fördern sie weiter und setzen dabei neben dem Ausbau von Radwegen vor allem auf eine bessere Sicherheit für Radfahrer. (S. 88)

Infrastrukturpolitik / Finanzierung des Verkehrs

  • Die Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland soll gestärkt und die Bundesfernstraßen mit einem 25 Milliarden Euro Investitionsprogramm saniert und ausgebaut werden. (S. 8)
  • Investitionen in Schulen oder Straßen sollen so geplant werden, dass sie auch bei einer sich verändernden Bevölkerungszahl sinnvoll genutzt werden können und finanzierbar sind. (S. 39)
  • Die Verkehrsinfrastruktur soll besonderer Schwerpunkt der Union in der kommenden Legislaturperiode werden. (S. 48) Die Finanzausstattung für Verkehrswege soll erheblich erhöht werden. (S. 48) Mit einem 25 Milliarden Euro Investitionsprogramm für den Erhalt und Ausbau der Bundesfernstraßen in der kommenden Wahlperiode soll Planungs- und Finanzierungssicherheit geschaffen ein wichtiger Beitrag zu höherer Wettbewerbsfähigkeit geleistet werden. (S. 49)
  • Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Geldgebern in sogenannten Öffentlich-Privaten-Partnerschaften (ÖPP) soll stärker genutzt werden, wenn dadurch Kosten gespart und Projekte schneller umgesetzt werden können. (S. 49)
  • Gemeinsam mit der EU sollen die großen europaweit wichtigen Verkehrsachsen in Deutschland weiter ausgebaut werden. (S. 49)
  • Bundesverkehrswegeplanung: Investitionen sollen dort erfolgen, wo sie den größten Nutzen bringen. (S. 49)
  • Beseitigung von Engpässen und Lückenschlüsse zur Stauvermeidung spielt in der Bundesverkehrswegeplanung eine wichtige Rolle. (S. 49)
  • Erhalt und Ertüchtigung bestehender Straßen vor Neubau (S. 49)
  • Der Bund soll ein verlässlicher Partner der Kommunen bei der Finanzierung des kommunalen Verkehrs bleiben. Gemeinsam mit den Ländern wollen CDU/CSU für eine gute Infrastruktur sorgen. (S. 49)
  • Um den Aufbau Ost zum Abschluss zu bringen, gilt es die letzten großen Infrastrukturungleichgewichte zwischen Ost und West zu beseitigen. CDU/CSU wollen deshalb leistungsfähige Anbindungen der See- und Binnenhäfen, Flughäfen und Wirtschaftszentren an das nationale, europäische und internationale Verkehrsnetz schaffen. (S. 58)
  • Die Transeuropäischen Netze mit der wichtigen Achse von der Ostsee bis an die Adria und das Schwarze Meer sollen mit Nachdruck verwirklicht werden. (S. 58)
  • CDU/CSU setzen sich auch künftig für wichtige Infrastrukturvorhaben vor Ort ein, die die Wirtschaft voranbringen, neue Arbeitsplätze schaffen und die Umwelt schonen. (S. 85)

Bürgerbeteiligung

  • CDU/CSU möchten Bürger stärker beteiligen und haben laut eigenen Angaben daher für eine bessere Einbindung der Bürger gesorgt. CDU/CSU haben Offenheit in allen Verfahrens- und Planungsschritten sowie eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Genehmigungsprozess gesetzlich verankert. Dadurch erfolgt die Beteiligung bereits, bevor Entscheidungen über ein Vorhaben gefallen sind. Schon die Frage, ob überhaupt Bedarf für ein Vorhaben besteht, wird nun mit den Bürgern öffentlich erörtert. Alle wichtigen Unterlagen und auch Alternativentwürfe müssen nun frühzeitig im Netz veröffentlicht werden, damit sie in den Beteiligungsprozess einbezogen werden können. Alle Vorschläge, auch für Alternativlösungen, müssen nun im Genehmigungsverfahren geprüft werden. Die Menschen vor Ort können so ihre Sichtweise besser einbringen. Durch die Bürgerbeteiligung soll das Verständnis bei den Bürgern gestärkt werden. Das schafft verlässliche Bedingungen für Investoren und trägt dazu bei, dass Großprojekte schneller verwirklicht werden können. So sollen auch die Kosten besser im Rahmen bleiben. Prozesse der Bürgerbeteiligung sollen daher in Zukunft weiter ausgebaut werden. (S. 108)

Öffentlicher Personennahverkehr

  • Einsatz von Videotechnik an Brennpunkten wie etwa auf Bahnhöfen soll verstärkt werden. (S. 9)
  • CDU/CSU werden darauf achten, dass der ländliche Raum an einen attraktiven Schienen- und Busverkehr. Dort, wo der öffentliche Linienverkehr nur eingeschränkt aufrecht zu erhalten ist, setzen CDU/CSU auf neue Ansätze wie Rufbusse, Senioren- und Jugendtaxen, Mitfahrzentralen und kombinierte Personen- und Gütertransporte. (S. 90/91)
  • Barrierefreiheit in Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Zügen. (S. 40) Informationen für Reisende zur Verfügung zu stellen, wo und wann welcher Zug oder Bus bereit steht und wo ein Stau den Verkehr behindert. (S. 52)
  • Für diese Dienste soll zum einen eine gemeinsame Datenbasis der Verkehrsträger bereitgestellt werden. Zum anderen wollen CDU/CSU Verkehrsinformationen und Ticketsysteme besser miteinander vernetzen und den Bürgern eine „digitale Mobilitätsunterstützung“ zur Verfügung stellen. (S. 52)
  • Die Union erfreut sich an den erreichten Zielen in Sachen Barrierefreiheit: „Wir haben die Grundlage dafür gelegt, dass bis 2022 der öffentliche Nahverkehr in ganz Deutschland barrierefrei wird. Ab 2016 muss jeder erstmals zugelassene Fernbus mit mindestens zwei Stellplätzen für Rollstuhlfahrer sowie mit Einstiegshilfen ausgestattet sein.“  (S. 67)

Straßenverkehrspolitik (Antriebstechnologien, Elektromobilität, Tempolimit)

  • Ablehnung eines generellen Tempolimits aus deutschen Autobahnen. Beschränkungen müssen gezielt verkehrlichen Gegebenheiten oder zeitlichen Erfordernissen gerecht werden. (S. 48)
  • Die Zahl der Verkehrsopfer soll deutlich gesenkt werden. Deshalb setzen CDU / CSU zum einen auf technische Maßnahmen wie zum Beispiel mehr Ampeln oder Gefahrenhinweise. Das gilt insbesondere in der Nähe von Schulen und Kindergärten. Zum anderen wollen CDU / CSU durch Baumaßnahmen bisherige Unfallschwerpunkte sicherer machen. Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern soll unter anderem mit besseren Fuß- und Radwegen erhöht werden. (S. 50)
  • Integrierter Ansatz soll Fahrzeugtechnologie, Kraftstoffe, Infrastruktur, intelligente Verkehrssysteme, Fahrverhalten und Vernetzung der Verkehrsträger gleichermaßen berücksichtigen. (S. 51)
  • Ausbau und Technologieoffenheit bei alternativen Antriebskonzepten (beispielsweise Wasserstoff-, Erdgas-oder Hybridfahrzeuge. (S. 51)
  • Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein. Alle Glieder der Wertschöpfungskette vom Rohstoff über die Batterieherstellung bis zum Fahrzeug sollen in Deutschland entwickelt und produziert werden. (S. 51)
  • Durchführung von Pilotprojekten für Ladestationen sowie Setzen von steuerlichen und finanziellen Anreize. (S. 51)

Eisenbahnpolitik

  • CDU und CSU wollen den Schienenverkehr stärken und ausbauen. Dazu gehören eine enge Taktung der Züge, Pünktlichkeit, moderne Bahnhöfe sowie ein gut ausgebautes und aufeinander abgestimmtes Nah- und Fernverkehrsnetz. (S. 50)
  • CDU / CSU setzen sich für eine wettbewerbsorientierte Eisenbahnregulierung ein, die den Zugang zu Schienenwegen und Bahnhöfen regelt, eine sachgerechte Entgeltregulierung sicherstellt und zugleich die Missbrauchskontrolle durch die Bundesnetzagentur umfasst. (S. 50)
  • Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Deutsche Bahn AG zur Erhaltung der bestehenden Schienenwege des Bundes soll weiterentwickelt werden. (S. 50)
  • Die Eisenbahninfrastruktur soll in der Hand des Bundes verbleiben. (S. 50/51)
  • Am Modell des integrierten Konzerns soll festgehalten werden. (S. 51)
  • Chancen privater Bahnen im Wettbewerb sollen gesichert werden. (S. 51)

Güterverkehrspolitik

  • Die im Aktionsplan „Güterverkehr und Logistik“ der Bundesregierung aufgeführten Maßnahmen sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. (S. 50)
  • Wo immer sinnvoll, soll die Verlagerung des Verkehrs auf Schiene und Wasserstraße gefördert werden. Insbesondere wollen CDU / CSU Umschlaganlagen für den Kombinierten Verkehr fördern. (S. 50)

Schifffahrt

  • Das Gesamtsystem aus Seehäfen, Binnenhäfen und Wasserstraßen soll nachhaltig gestärkt werden. Vorrang haben zum einen der bedarfsgerechte Ausbau der Zufahrten und Hinterlandanbindungen an Nord- und Ostsee, zum anderen die Beseitigung von Kapazitätsengpässen in den Häfen. (S. 51)
  • Die Wettbewerbsfähigkeit von Schiffen unter deutscher Flagge soll erhalten werden. (S. 51)
  • Fortführung des „Maritimen Bündnis für Beschäftigung und Ausbildung“ (S. 51)
  • Weitere Förderung deutscher Reeder und Werften. (S. 51)

Radverkehrspolitik

  • Das Fahrrad spielt als umweltfreundliches Verkehrsmittel eine wichtige Rolle. CDU/CSU wollen den Anteil des Fahrradverkehrs als attraktive und umweltfreundliche Alternative zum Auto weiter steigern. Sie werden deshalb das Radwegenetz ausbauen und das Fahrrad besser mit anderen Verkehrsmitteln verzahnen. Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrrädern (Pedelecs) schafft hier neue Möglichkeiten. (S. 49/50)

Luftverkehrspolitik

  • CDU/CSU wollen einen leistungsfähigen Luftverkehr und die Abschaffung der Luftverkehrssteuer prüfen. (S. 49)
  • Fluglärm: Wettbewerbsfähigkeit und Lärmschutz müssen in Einklang gebracht werden, daher: Weiterentwicklung des Fluglärmgesetzes. CDU/CSU wollen sich auch für den Einsatz leiserer Flugzeuge stark machen. (S. 83)

Lärmschutz

  • Der Lärmschutz soll durch ein einheitliches Lärmschutzprogramm verbessert und die Berechnungsgrundlagen bei den Lärmbelastungswerten angepasst und vereinheitlicht werden. (S. 83)
  • Lärmschutz im Verkehr durch Lärmsanierungsprogramme und technische Neuerungen wie Flüsterasphalt (S. 83)
  • Fluglärm: Wettbewerbsfähigkeit und Lärmschutz müssen in Einklang gebracht werden, daher: Weiterentwicklung des Fluglärmgesetzes. CDU/CSU wollen sich auch für den Einsatz leiserer Flugzeuge stark machen. (S. 83)

Umweltpolitik (Klimaschutzziele, Emissionen, Flächenverbrauch, usw.)

  • Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Europa soll bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 vermindert werden. Deutschland als Hochtechnologieland soll mit einem nationalen Minderungsziel von 40 Prozent einen größeren Beitrag dazu leisten. (S. 81)
  • Klimaziele auf EU-Ebene: Reduzierung der Treibhausgase, Steigerung der Energieeffizienz um mindestens 20 Prozent und das Ausbauziel für die erneuerbaren Energien in Höhe von 20 Prozent am Gesamtenergieverbrauch. (S. 82)
  • Reform des Emissionshandels als wichtiges Element. Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Erhalt der Arbeitsplätze. Langfristiges Ziel: Aufbau eines weltweiten Emissionshandels. (S. 82)
  • Senkung der Feinstaubbelastung in den Städten. Dazu soll die Förderung von Rußpartikelfiltern weitergeführt werden. (S. 84)
  • Flächenverbrauch für Wohnen, Gewerbe und Straßenbau soll von heute fast 90 Hektar bis 2020 um zwei Drittel auf 30 Hektar pro Tag gesenkt werden. Stadtplanungskonzepte sollen dies bedenken. (S. 85)

Demografische Entwicklung / ländlicher Raum

  • CDU/CSU wollen eine verlässliche Förderung der ländlichen Regionen, damit sie auch künftig eine lebenswerte Heimat bleiben. Sie wollen die Infrastruktur stärken, damit zum Beispiel Bildungseinrichtungen oder Kinderbetreuungsangebote weiterhin auf dem Land gut erreichbar sind. (S. 89)
  • Vor dem Hintergrund des Bevölkerungswandels ist die Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen, pflegerischen und sozialen Versorgung sowie die gute Erreichbarkeit dieser Einrichtungen auf dem Land laut CDU/CSU eine große Herausforderung. CDU/CSU werden weitere Anstrengungen unternehmen und zum Beispiel die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für eine bessere Versorgung mit telemedizinischen Leistungen und mobilen Gesundheitsdiensten schaffen. Auch die flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen hat für sie einen hohen Stellenwert. Wichtig ist ihnen die Sicherung der Mobilität im ländlichen Raum, damit die Regionen weiterhin als Wohnort für Familien und als Standort für Unternehmen attraktiv sind. CDU/CSU werden darauf achten, dass der ländliche Raum an die großen Verkehrsachsen des Landes angeschlossen bleibt, ebenso wie an einen attraktiven Schienen- und Busverkehr. Dort, wo der öffentliche Linienverkehr nur eingeschränkt aufrecht zu erhalten ist, setzen CDU/CSU auf neue Ansätze wie Rufbusse, Senioren- und Jugendtaxen, Mitfahrzentralen und kombinierte Personen- und Gütertransporte. Für mobile Dienstleistungsangebote (zum Beispiel rollende Verkaufsläden, Apotheken und Banken) wollen CDU/CSU die Rahmenbedingungen verbessern. (S. 90/91)
  • CDU und CSU wollen eine gut erreichbare Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser, vor allem in ländlichen Regionen, sichern und dafür zum Beispiel die Attraktivität des Hausarztberufs steigern. Um die Versorgung in dünn besiedelten Gebieten sicherzustellen, setzen CDU/CSU auch auf neue Lösungen wie den Ausbau der Telemedizin. (S. 75)
  • Umsetzung der Demografiestrategie der Bundesregierung: Gerade in den neuen Ländern soll erprobt und gezeigt werden, wie eine Gesellschaft mit geringerer Bevölkerungszahl und einem höheren Anteil älterer Menschen eine leistungsfähige Infrastruktur erhalten kann. (S. 58)

Sonstiges

  • Deutschland soll sich zum Leitmarkt und Leitanbieter neuer Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf die Bedürfnisse der älteren Generation zugeschnitten sind. CDU/CSU sind davon überzeugt, dass die Lebensqualität für alle Menschen in unserem Land steigt, wenn es gelingt, hier neue Akzente zu setzen. Denn vieles, was gut für ältere Menschen ist, ist auch gut für junge Familien. Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Züge mit niedrigen Einstiegen sind für Rollatoren und Rollstühle genauso wichtig wie für Kinderwagen. (S. 40)
  • Mit der Hightech-Strategie 2020 sollen auch die Forschungs- und Innovationsaktivitäten aus dem Bereich Mobilität gebündelt werden (S. 42)
  • Deutschland soll Leitmarkt und Leitanbieter für umweltfreundliche Antriebstechnologien werden. (S.51)
  • Entwicklung und Nutzung von intelligenten Systeme zur Steuerung des Verkehrs um die Leistungsfähigkeit der Verkehrswege zu verbessern, Staus zu vermeiden oder Informationen für Reisende zur Verfügung zu stellen, wo und wann welcher Zug oder Bus bereit steht und wo ein Stau den Verkehr behindert. (S. 52)
  • Für diese Dienste soll zum einen eine gemeinsame Datenbasis der Verkehrsträger bereitgestellt werden. Zum anderen wollen CDU/CSU Verkehrsinformationen und Ticketsysteme besser miteinander vernetzen und den Bürgern eine „digitale Mobilitätsunterstützung“ zur Verfügung stellen. (S. 52)
  • Nach dem Prinzip des „Open Data“, bei dem Daten zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt werden, sollen Verkehrsunternehmen und öffentliche Hand hierzu ihren Beitrag leisten. (S. 52)
  • Neue Möglichkeiten zur besseren Steuerung der Verkehrsflüsse und Steigerung der Sicherheit sehen CDU/CSU auch in der Umsetzung des Satellitennavigationssystems Galileo in praktische und wirtschaftlich sinnvolle Angebote für die Nutzer. (S. 52)
  • Forschung zu neuen Entwicklungen wie „Cloud-Computing“ und „Big-Data“ sollen verstärkt werden. (S. 55)
  • Die Union erfreut sich an den erreichten Zielen in Sachen Barrierefreiheit: „Wir haben die Grundlage dafür gelegt, dass bis 2022 der öffentliche Nahverkehr in ganz Deutschland barrierefrei wird. Ab 2016 muss jeder erstmals zugelassene Fernbus mit mindestens zwei Stellplätzen für Rollstuhlfahrer sowie mit Einstiegshilfen ausgestattet sein.“  (S. 67) Weiteres Ziel: Der barrierefreie Tourismus. (S. 68)
  • Einsatz von Videokameras an Kriminalitätsbrenn- und Gefahrenpunkten, wie etwa auf Bahnhöfen, soll verstärkt werden. Die Polizei soll die Möglichkeit erhalten, schnell auf Videoaufzeichnungen anderer, wie etwa der Deutschen Bahn, zuzugreifen. (S. 110)
Verkehr in 140 Zeichen am 25.06.2013
  • EU-Abgaswerte: Deutschland will Ausnahmen für große Autos. Mit teils grotesken Konstruktionen. -Tagesschau – http://t.co/eywOC5STHr #CO2 ->
  • Wien: 54 Prozent befürworten Radfahrer-Tempolimit, usw. – http://t.co/eY0fSCiYA1 Ich möchte allerdings die Repräsentativität bezweifeln. ->
  • Microsoft will Gesten beim Autofahren zur einfacheren Steuerung des Smartphones patentieren lassen – heise online – http://t.co/ULp7bh7jBx ->
  • Dürfte in Deutschland ähnlich sein: Amerikaner lehnen Erhöhung der Kraftstoffsteuer ab, solange es keine Bindung gibt http://t.co/E49a1A82RU ->
  • GfK-Umfrage: 58 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher für Abschaffung der Luftverkehrssteuer – http://t.co/txI1YhOPSL ->
  • Macht das Sinn? Bloomberg spekuliert, dass Google Tesla Motors als Übernahmeobjekt sehen könnte – Bloomberg Video – http://t.co/8PRO5RvxIQ ->
  • Westafrikanische Länder möchten ebenfalls eine internationalen Anti-Piraten-Einsatz wie vor der Küste Ostafrikas – http://t.co/GITK3tSFY1 ->
  • Zentrale Datendrehscheibe für Echtzeitinformation in Schleswig-Holstein: Umsetzung startet – newstix – http://t.co/BwCsGbT8JF ->
[Fakt der Woche] Verkehrsbezogener Energieaufwand in Abhängigkeit der Bevölkerungsdichte im weltweiten Vergleich

Städte können einen maßgeblichen Anteil an der Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase leisten. Insbesondere im Verkehrssektor lassen sich noch erhebliche Erfolge erzielen.

In den Jahren 1990 – 2011 haben wir es trotz aller technischen Neuerungen nicht geschafft, die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs zu senken. Im Gegensatz zur Industrie (-32 %), der Energieerzeugung (- 16%) und der Haushalte (- 24%) sind die Emissionen des Verkehrs um 28 Prozent gestiegen!

Im Bereich Verkehr basieren etwa 95 Prozent des weltweiten Endenergieverbrauchs auf fossilen Energieträgern, hauptsächlich Erdöl. Durch effizientere Verbrennungsmotoren werden zwar immer weniger Schadstoffe ausgestoßen, die wachsende Zahl an Fahrzeugen kann dieser Effizienzgewinn allerdings nicht kompensieren. Da sich dieser Trend weiter fortsetzt, wird der Verkehr in den kommenden Jahrzehnten zu einer weiteren Reduktion von Treibhausgasen, insbesondere der CO2-Emissionen, verpflichtet werden müssen. Anderen Bereichen wie der Industrie und den Energieerzeugern dürften weitere Zugeständnisse nur schwer abzuringen sein, wenn gleichzeitig ein Bereich alle Minderungsziele verfehlt und de facto seine Emissionen weiter ausweitet.

Neben effizienteren Motoren, Leichtbau und besserer Aerodynamik, einer Elektrifizierung des Antriebsstranges (Hybridisierung und elektrischer Antrieb aus regenerativen Energien) und dem Einsatz intelligenter Verkehrssteuerung werden wir mittelfristig um eine Dämpfung der Nachfrage nicht herumkommen. Mit einer steigenden Verkehrsnachfrage wird die Einhaltung der Minderungsziele keineswegs zu erreichen sein.

Insbesondere in Städten und anderen hoch verdichteten Räumen bieten sich diesbezüglich hohe Potenziale. Durch eine bessere Nutzungsdurchmischung und einer Verlagerung des Verkehrs auf Energie- und somit schadstoffärmere Verkehrsträger lässt sich ein signifikanter Anteil der verkehrsbezogenen Treibhausgas-Emissionen vermeiden.

Den Stadtverwaltungen und Stadtregierungen kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Straßen und Stadtviertel sind Fußgänger- und radfahrerfreundlich zu gestalten, zur Deckung der Grundbedürfnisse (Einkaufen, Bildung, etc.) sollten keine weiten Wege zurückgelegt werden müssen. Ein attraktives Nahverkehrsangebot sollte eine leistungsfähige Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV) sein und der Grundsatz “Kein Verkehr ist der beste Verkehr” gelten.

Der Raumplanung kommt an dieser Stelle eine äußerst wichtige Rolle zu. Diese ist in der erfreulichen Situation mittelfristig, Mobilität bei möglichst wenig Verkehr sicherstellen zu können. Dies hilft, den Energieverbrauch im Stadtverkehr erheblich zu reduzieren. Städte sollten ihren Fokus und ihre Raumwahrnehmung beibehalten und im Gegensatz zur Zersiedelung nach Vorbild Los Angeles aus Verdichtung von Räumen setzen. Durch die Vermeidung von “Schlafstädten” und einer guten Durchmischung von Nutzungsweisen innerhalb von Stadtvierteln kann ein signifikanter Teil des Berufsverkehrs vermieden werden. 

All dies spart Treibhausgas-Emissionen, da der Energieverbrauch in den Städten im unmittelbaren Zusammenhang mit der Einwohnerdichte steht. Je höher die Zahl der Einwohner pro Quadratkilometer ist, desto effektiver kann beispielsweise ein öffentliches Verkehrsangebot wirken.

Verkehrsbezogener Energieaufwand in Abhängigkeit der Bevölkerungsdichte im weltweiten Vergleich – Grafik: Emmanuelle Bournay, UNEP/GRID-Arendal; Aus: Kick the Habit: A UN Guide to Carbon Neutrality (2008)

Es ist zu erkennen, dass hoch verdichtete Räume – beispielsweise asiatische Großstädte – einen viel geringeren Energieverbrauch je Kopf und Jahr aufweisen als zersiedelte Großstädte Nordamerikas. Insbesondere bei US-amerikanischen, kanadischen und australischen Städten besteht ein erheblicher Optimierungsbedarf, aber auch unter den europäischen Städten weisen die “Fahrradstädte” Kopenhagen und Amsterdam mit die besten Werte auf. Leider zeigt die obige Grafik auch nicht die ganze Wahrheit, da diese auf den Energieverbräuchen des Jahres 1989 basiert und somit das Ergebnis zum einen nicht aktuell und zum anderen verzerrt ist (Beispiel: Moskau). Leider existiert keine aktualisierte Version (Hinweise auf aktuelle Daten willkommen!).

Verkehr in 140 Zeichen vom 08. – 12.05.2013
  • ThyssenKrupp plant den Verkauf des Geschäftsbereichs „Railway/Construction“ – PM ThyssenKrupp – http://t.co/N9O0Aj9zrF ->
  • Autoindustrie, schnall dich an! Tesla redet mit Google über den Bau von autonomen Elektrofahrzeugen – Bloomberg – http://t.co/ys2duoA0t4 ->
  • Oder such wenigstens schonmal den Gurt. Google kommentiert dies nicht, Tesla möchte auf Google-Basis einen eigenen Autopiloten entwickeln. ->
  • Tote und Verletzte bei Schiffsunglück in Genua – Tagesschau – http://t.co/g15Kngdy0W ->
  • Die südkoreanische Werftgruppe Hyundai baut fünf 18.400-TEU-Containerschiffe für die chinesische Reederei CSCL – http://t.co/nsVdpEHhgE ->
  • München droht neues Chaos im Nahverkehr: Regierung stoppt neue Tram- und U-Bahnen
    – SZ – http://t.co/mv6DV6bv5p via @elba013 #München #MVG ->
  • SPD-Chef Sigmar Gabriel fordert Tempo 120 auf Autobahnen – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/YWvIleeceT ->
  • UK: PKW-Neuzulassungen mit +14,8% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/GyHYF2UDeZ ->
  • Der Umweltausschuss des EU-Parlaments gibt der Autoindustrie nach und beschließt eine Obergrenze von 140g CO2 / km für Kleintransporter. ->
  • Positionierung gegen die EU: Bundesrat für Direktvergaben im ÖPNV und gegen Schröpfen der Bahninfrastruktur – http://t.co/LGhcF7WJPS ->
  • Fluglärm-Initiative Hessens im Bundesrat gescheitert – airliners – http://t.co/9XgMpkJP4X ->
  • In Peking wurde der erste 12,4 km lange Abschnitt der neuen U-Bahnlinie 14 mit sieben neuen Stationen eröffnet. – http://t.co/BIpamif0xk ->
  • Kann mir jemand erklären, wieso es gerade in New York so einen Aufstand gegen das neue Bikesharing-Angebot gibt? http://t.co/nQMZ9mzdio ->
  • Opferzahl bei Schiffsunglück in Genua steigt auf sieben – Tagesschau – http://t.co/K3DJRbGMw4 ->
  • Geschwindigkeitsbegrenzung für Autobahnen: Steinbrück pfeift #SPD-Vorsitzenden Gabriel beim Tempolimit zurück – ZEIT http://t.co/XpvcmX95Y6 ->
  • Und auch zu dieser Bundestagswahl wird die Verkehrspolitik nur ein Spielball verschiedenster Seiten ohne wirklichen Sinn und Verstand sein. ->
  • Warum sterben so viele US-Veteranen (Irak und Afghanistan) durch Auto-Unfälle? – Telepolis – http://t.co/Le7jsxU1mn ->
  • 2013 und 2014 wird noch einmal Spatenstichpolitik! Alle Projekte, die bis 2015 nicht begonnen wurden, werden im neuen BVWP neu bewertet! ->
  • “@stonie_kiel: @zukunftmobil : in SH hat Spatenstichpolitik eine sehr bittere Note wg #nok und #brunsbuettel->
  • Brasilien: PKW-Neuzulassungen mit +30,2% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/cXxdU3Zb2R ->
  • SPD-Chef Gabriel lenkt im Streit ums Tempolimit ein – Tagesschau – http://t.co/BYRFxpO9bT ->
  • BER-Chef Mehdorn im Porträt: Besessener im Notstandsgebiet – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/IwRytFB8FL #BER #mehdorn #bahn ->
  • Los Angeles LAX wird umgebaut – aeroTELEGRAPH – http://t.co/iMC4sr3XMk ->
  • Mit dem Solarflugzeug quer durch die USA: Solar Impulse fliegt erfolgreich von San Francisco nach Phoenix – http://t.co/IR9l2BoztR ->
  • Facebook zeigt Interesse an Verkehrs-App Waze – heise online – http://t.co/Lvy0ws0XpT ->
  • Ground Based Augmentation System (GBAS)-Anflugsystem in Frankfurt soll Fluglärm reduzieren – airliners – http://t.co/tb0T1VpBTd #FRA ->
  • China: PKW-Verkäufe mit +13,0% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/7yTlY7TDVR ->
  • Griechenland: PKW-Neuzulassungen mit +20,9% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/J2BPuaiYHd Bei dem Niveau kein Wunder… ->
  • Neue große Player im Fernbusbereich: Ab November rollen die ADAC-Postbusse – Tagesschau – http://t.co/gjM9fiFXaD ->
  • #rp13: Mein Gespräch mit Dieter Zetsche (Video) http://t.co/9oCIhIXcgP ->
  • CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat die symbolische Grenze von 400 ppm überschritten – Telepolis – http://t.co/OP9PfZnH8C ->
  • Frankreich setzt einen neuen Infrastrukturfonds mit einem Volumen von 450 Millionen Euro auf – Steelguru – http://t.co/tlOs63v7n5 ->
  • Entscheidung über externen Zug-TÜV fällt – Wirtschaftswoche – http://t.co/WpHfoh5TwP #bahn #EBA ->
  • Unter anderem hält Ramsauer eine Pkw-Maut auch auf Bundesstraßen für vorstellbar, soll natürlich offiz. deutsche Autofahrer nicht belasten. ->
  • Ramsauer: Man müsse auch darüber nachdenken, “ob wir Bundesstraßen wirklich auf 7,50 Meter ausbauen müssen, ob es nicht auch 6,50 Meter tun” ->
  • 6,5 Meter entsprechen dem Regelquerschnitt RQ 9,5. Das ist der Standardquerschnitt für Landesstraßen. ->
  • Dieser Standardquerschnitt hat eine Leistungsfähigkeit von bis zu 15.000 Fahrzeugen, davon 300 Lkw pro Tag. ->
  • Heutige Bundesstraßen nach RQ 10,5m (befestigte Fläche 7,5m) werden auf eine Kapazität von 20.000 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt. ->
  • Die Mitarbeiter der Londoner Piccadilly Line haben in einer Urabstimmung für Streik gestimmt – BBC – http://t.co/tlFPpmfrb9 #london #tube ->
  • Wirklich eine beschi**ene Werbung von Subaru. Hängt wie der Automobilhersteller in vergangenen Jahrzehnten fest… – http://t.co/eeG8gzaqnB ->
  • Nicht zu vergessen: Die Daimler-Tochter Smart hat sich auch so einen Schwachsinn geleistet – newstix – http://t.co/2XgmUhiRDq (via @elba013) ->
  • Bundestags-Wahlprogramm: FDP will Luftverkehrssteuer abschaffen – airliners – http://t.co/tw7lNeSVjw ->
  • Quorum übertroffen: Petition gegen Luftverkehrssteuer erfolgreich – airliners – http://t.co/NeQNrIZGRA ->
  • Tolle Aufstellung von unrealisierten Innovationen im öffentlichen Verkehr von Los Angeles – GOOD – http://t.co/7R8FXS2Chp ->
  • Der Bürgermeister von Johannesburg möchte mit verschiedenen Maßnahmen die Pkw-Abhängigkeit seiner Stadt verringern – http://t.co/U6sDQrV7Lx ->
  • Zehn Fehler, die Autofahrer gegenüber Radfahrern begehen – redeye – http://t.co/0unOyqg9Vp #radverkehr #verkehrssicherheit ->
  • Wie müsste die ideale ÖPNV-App aussehen? – 2nd Ave. Sagas – http://t.co/QE3hFY2QHY #NYC #transit #app #MTA ->
  • Karte: In diesen 18 nordamerikanischen Städten startet 2013 ein neues #Bikesharing-Angebot – WNYC – http://t.co/ofAbb0AJ1R ->
  • Leiden US-Infrastrukturprojekte unter einem Demokratie-Defizit? – Pedestrian Observations – http://t.co/ciwqN4vKU9 #us #infrastrukur ->
  • [Infografik] Wie misst man die Radverkehrsfreundlichkeit einer Stadt? http://t.co/3cPMQStuKW ->
  • Die größte Hürde für autonome Fahrzeuge könnte die Freude am Fahren werden – Detroit Free Press – http://t.co/IHdayti97O ->
  • The Sharing Economy: Ein Gespräch mit Neal Gorenflo – polis – http://t.co/x4f5sPW1di ->
  • [Video zum Wochenende] Zürich in Bewegung http://t.co/auIzI9wruI ->
  • [Aktualisiert] Die “Super-Pendler”: 4000 Kilometer Weg zur Arbeit – http://t.co/4NxDOI2eHH ->
  • Portugal: Automobilherstellung im April mit +2,4% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/UmqIWzrrTp ->
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Verkehr in 140 Zeichen am 24.02.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 19./20.02.2013
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  • Gut oder schlecht? Autoverkäufe in Europa fallen im Januar 2013 auf Rekordtief – PM ACEA – http://t.co/qUUinqrF ->
  • Polens Staatspräsident Tusk droht mit der Auflösung der finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft #LOT – airliners – http://t.co/VQsfDfy5 ->
  • Boeing denkt mittlerweile über eine Titan-Umhüllung der #Dreamliner-Batterien sowie über Ableitungsmöglichkeiten für Rauch und Gase nach. ->
  • Bei Zustimmung der Fluggesellschahften könnte die 787 #Dreamliner ab Mai wieder fliegen – Seattle Times – http://t.co/eRxQ8Kre ->
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  • Vorschlag für bessere Querverbindungen: Eine urbane Seilbahn könnte Verkehrsprobleme in Seattle lösen – Seattle Times – http://t.co/CLm3b0kg ->
  • EU-Parlament: CO2-Emissionshandel soll reformiert werden, um Preise zu stabilisieren – Tagesschau – http://t.co/CLulxgmj ->
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  • Will ja nicht darauf rumreiten, aber ich habe schon mehrmals auf die fragliche verkehrliche Bedeutung hingewiesen! http://t.co/r8Rgat2I ->
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PSA Peugeot Citroën und Bosch entwickeln ein Hybridfahrzeug mit Membranspeicher. Es fährt nicht mit Luft!

PSA Peugeot Citroën und Bosch haben gemeinsam einen Hybridantrieb entwickelt, bei dem anstatt eines Akkumulators ein Drucklufttank als Energiespeicher genutzt wird. Normalerweise ist Fahrzeugtechnik nicht so prominent in diesem Blog vertreten. Allerdings fällt mir schon seit längerer Zeit auf, dass sogar Fachmedien technisch eher unausgereifte, wenn nicht sogar falsche Artikel verfassen. Am Beispiel des neuen Hybridantriebs kann man das sehr gut nachvollziehen. Viele Medien haben nämlich aus der Überschrift der Bosch-Pressemitteilung “Bosch arbeitet an hydraulischem Hybrid für Pkw” die Überschrift “Peugeot fährt mit Luft” (Golem, Autoblog) oder Peugeot präsentiert den Luftantrieb (euronews) erdacht.

Die genannten Medien sollen nur exemplarisch für die Vielfalt an falschen Meldungen stehen. Die Presseabteilungen sollten dringend befähigt werden, technische Zusammenhänge in ihren Pressemitteilungen genauer zu erläutern. Journalisten sollten Presse- bzw. Agentur-Meldungen und ihre eigenen Artikel kritisch hinterfragen. Und falls die technischen Kenntnisse nicht vorhanden sein sollten, ist eine Nachfrage bei der jeweiligen Pressestelle oder bei Personen mit Fachkenntnissen sicherlich nicht verkehrt. Denn nach meinem Empfinden steigt die Fehlerrate in letzter Zeit rapide an!

Funktionsweise – Einfach erklärt

Schematische Darstellung von HybridAir (© PSA Peugeot Citroën)

Das hydraulische Hybridsystem besteht im Wesentlichen aus zwei Hydraulikeinheiten sowie den dazugehörigen Druckspeichern von jeweils rund 20 Litern Fassungsvermögen. Im Hauptspeicher des Fahrzeugs, der sich im Kardantunnel befindet, ist ein Vordruck mithilfe von Stickstoff hergestellt. Stickstoff wird aufgrund seiner großen Moleküle genutzt, da dieses bei der Wandlung nicht so leicht entweichen kann.

Schematische Darstellung eines Membranspeichers – Zeichnung: karl.krieger@aon.atCC BY-SA 3.0

Die reversible Hydraulikpumpe, welche vom Verbrennungsmotor angetrieben wird und sich an der Kurbelwelle befindet, pumpt beim Bremsen das Hydrauliköl aus einem Ausgleichsbehälter in den Druckbehälter. Stickstoff und Hydrauliköl sind durch eine Gummimembran voneinander getrennt. Durch das einströmende Öl wird der Stickstoff von 200 auf etwa 350 Bar verdichtet und die enthaltene Energie mittels Kompression gespeichert. Bei Bedarf kann das Hydraulikventil wieder geöffnet werden, die Hydraulikflüssigkeit entweicht und lässt dem Stickstoff Raum zur Expansion. Der sich ausdehnende Stickstoff beschleunigt wiederum das Hydrauliköl, welches einem Hydraulikmotor als Antriebsenergie für rund 400 Meter dient. Von den insgesamt rund 17 Liter Hydraulikflüssigkeit im System, werden jeweils rund acht Liter bewegt.

Vorteile des Systems

  • Niedrige Kosten und geringes Gewicht von rund 100 kg – es sind nur zwei Druckluftbehälter und einige Steuerelemente erforderlich
  • Hohe Leistungsdichte. Die Leistung des Systems mit zwei 20-Liter-Druckluftbehältern liegt bei rund 41 PS.
  • Effiziente Umwandlung kinetischer Energie in Druckluft-Energie
  • Extrem schnelle Ladung und Freigabe gespeicherter Energie
  • Fahrzeuge wie der Citroën C3 oder Peugeot 208 sollen mit HybridAir nur 2,8 Liter/100 km verbrauchen und 69 g CO2 / km emittieren
  • Bis zu 45 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr laut PSA Peugeot Citroën
  • Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterie oder anderen Batteriearten fallen bei der Herstellung weniger Emissionen an
  • Ersatzinvestitionen bedürfen geringeren finanziellen Mitteln

Ob sich diese Antriebstechnologie durchsetzt, wird der Markt entscheiden. Die Kosten für die Antriebseinheit dürften aufgrund der geringeren Komplexität und der nicht vorhandenen Batterie einige tausend Euro günstiger sein. Man wird allerdings beobachten müssen, wie sich die Batteriekosten und die Batteriekapazität in den nächsten Jahren entwickeln werden, um ein abschließendes Fazit ziehen zu können. Des Weiteren müssen weitere Partner gefunden werden, da ohne entsprechende Skaleneffekte die Fertigung des Hybridsystems zu teuer ist.

ETH Zürich-Professor Lino Guzzella, der 2009 einen pneumatischen Hybridmotor entwickelte, bezweifelte den Erfolg des von PSA Peugeot Citroën und Bosch entwickelten Systems. Dieses sei “als technische Lösung faszinierend, aber sehr komplex, und deshalb eher keine kostengünstige Alternative zum Elektrohybriden.” (Auto Bild Nr. 5/2013, S. 18) Bei dem von ihm erdachten Konzept wird beim Beschleunigen durch ein zusätzliches Ventil im Zylinderkopf die vom Kompressor fehlende Druckluft eingeblasen und beim Bremsen der Lufttank wieder gefüllt 1.

Aktualisierung – 16.10.2013

In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass auch die Auto Bild in Ausgabe 5/2013 den zu Beginn dieses Artikels bemängelten Fehler gemacht habe. Dies entspricht leider nicht der Realität. Nach einem Hinweis aus der Auto Bild-Redaktion und Überprüfung des Sachverhalts habe ich dies entsprechend korrigiert.

Aktualisierung – 14.07.2014

Einige technische Details ergänzt und spezifiziert.

  1. Dönitz, C., Vasile, I., Onder, C., and Guzzella, L., “Realizing a Concept for High Efficiency and Excellent Driveability: The Downsized and Supercharged Hybrid Pneumatic Engine”, SAE Technical Paper 2009-01-1326, 2009, doi:10.4271/2009-01-1326. – http://papers.sae.org/2009-01-1326
Seite 3 von 131234510>|

Schlußstrich

Der Bahnverkehr auf der Schiene ist entscheidend für das künftige Wachstum Amerikas.
Warren Buffet, US-Großinvestor, November 2009

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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