- Große Worte, wenig Taten. Trotz Ankündigungen sind in Montreal nach 2 Jahren Bauzeit erst 10% fertig – Examiner – http://exm.nr/cc5j9T #
- EU-weit werden rund 1% aller Autofahrten unter Alkoholeinfluss durchgeführt – ETSC – leider kein Link #
- Arnold, Siemens und die Japan-Kredite – Gaertner’s Blog – http://blog.markusgaertner.com/2010/09/14/arnold-siemens-und-die-japan-kredite/ #
- Laut IATA erwarten die Airlines für dieses Jahr massive Verluste von weltweit 5,9 Mrd. USD – Supply Chain Digital – http://j.mp/c39wki #
- UK: Elektrifizierung weiterer Zugstrecken angekündigt – Supply Chain Digital – http://j.mp/c7LpGc #
- China löst EU als Deutschlands wichtigster Handelspartner ab – DVZ – http://bit.ly/cDOBvt #
- ETSC kritisiert Schweden, das als einziges EU Land Handys am Steuer weiterhin zulässt – Sveriges Radio – http://bit.ly/cSaTSx #
- Deutsche Hafenwirtschaft optimistisch – THB – http://j.mp/aiaOBe #
- (Aus-)baubeginn der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke der USA zwischen Chicago und St. Louis – DMM – http://j.mp/biMvyt #
- Fertigstellung d. “New Heartland” Korridors erhöht Frachtkapazität zwischen Ostküste und Chicago – Transport Politic – http://bit.ly/avNQxY” #
- Torontos Bürgermeisterkandidaten haben wilde (Fantasie-) Pläne für das Transportsystem der Stadt – The Globe and Mail – http://bit.ly/9R0O6F #
- Stuttgart 21: Realisierung bis 2019 wird unwahrscheinlicher – Zughalt – http://j.mp/cxYcw1 #
- Modalohr – die rollende Autobahn – http://bit.ly/ba9NEB #
- Japan ist bereit Kalifornien Kredite für den Aufbau eines Hochgeschwindigkeitszugnetzes zu gewähren – Bloomberg – http://bit.ly/aJNSJX #
- Goodbye “Sänk ju for träwelling”? – Bahn will Englisch in Zügen reduzieren – Wirtschaftswoche – http://wiwo.de/t/a/440898 #
- Flugzeugabsturz einer ATR42 der staatlichen Fluggesellschaft Conviasa in Venezuela – airliners.de – http://j.mp/a7zEVh #
Dieser Artikel ist Teil der Serie Europaweite Beeinträchtigungen im Luftverkehr durch Vulkanasche – Liveblog. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.
137 Stunden lang war der Himmel in Deutschland Kondensstreifenfrei. 137 Stunden waren der Deutsche Luftraum und die meisten deutschen Flughäfen gesperrt. Laut Eurocontrol fielen mehr als 100.000 Flüge aus. Auf Deutschland entfielen geschätzte 40.000 gestrichene Flugbewegungen.
Mehr als 10 Millionen Flugreisende saßen zwischenzeitlich fest – die Umsatzausfälle der Luftfahrtunternehmen belaufen sich auf 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro. Der volkswirtschaftliche Schaden mag noch größer sein.
Diese Infografik verdeutlicht das Problem und die Auswirkungen in Europa nochmals vollständig:
Abb. 1 – Auswirkungen der Aschewolke in Europa
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In den letzten Tagen wurde eigentlich nur negativ über den Ausbruch des Eyjafjallajökull und den damit verbundenen Verkehrsproblemen berichtet. Allerdings gab es ja nicht nur Vulkanaschenverlierer. Autoverleiher, Videotelefonieanbieter, Bus- und Taxiunternehmen machten europaweit ebenso ein Bombengeschäft wie auch die Bahngesellschaften.
Einer der größten Gewinner dürfte wohl das europäische Hochgeschwindigkeitszugnetz gewesen sein. Sowohl ICE als auch Eurostar und TGV waren vollständig ausgebucht und teilweise am Rande ihrer Möglichkeiten. Eurostar setzte täglich zusätzlich 32 Züge von und nach Paris sowie 18 Züge von und nach Brüssel ein. In der Schweiz wurde die Zuglänge oftmals verdoppelt. Der TGV wurde leider durch einen Streik der französischen Eisenbahner ausgebremst, in Deutschland war die Situation auch nicht allzu optimal. Das hat zum einen damit zu tun, dass es in deutschen Hochgeschwindigkeitszügen, anders als zum Beispiel im Thalys oder Eurostar, keine Reservierungspflicht gibt und zum anderen durch die allgemeinen Probleme der Deutschen Bahn, die schon seit längerem (aus eigenem Verschulden) an ihrer absoluten Kapazitätsgrenze operiert. Erschwerend kam noch dazu, dass sich die Tür des ICE 105 Amsterdam – Basel bei voller Fahrt auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt geöffnet hat und gegen einen entgegenkommenden Intercity-Express prallte. Dies sorgte ebenfalls für erhebliche Störungen und eine verminderte Geschwindigkeit der ICE-Flotte.
Nichtsdestotrotz konnte Europa stolz und glücklich über ihr Hochgeschwindigkeitszugnetz sein. In den USA würde ein Flugausfall solcher Größenordnung das tägliche Leben komplett zum Erliegen bringen. Im Ost-West-Verkehr ist derzeit keine praktikable Alternative zum Flugzeug vorhanden. In Europa saßen zwar dennoch Reisende in ihren Urlaubsorten fest, allerdings hatten diese häufig zumindest die potentielle Möglichkeit auch per Bahn ihr Ziel zu erreichen. Probleme waren aber oft den zu geringen Kapazitäten geschuldet.
Hochgeschwindigkeitszüge sind natürlich keine Alternative um nach Toronto oder Sydney zu gelangen, allerdings spielen sie in Kontinentaleuropa eine nicht zu verachtende Rolle im Modal Split. Daher ist ein weiterer Ausbau des europäischen Hochgeschwindigkeitszugnetzes sinnvoll, um Alternativen bei einem erneuten Ausfall eines so wichtigen Verkehrsträgers wie dem Flugzeug zu besitzen.
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Mittwoch, 21.04.2010
Es wird erwartet, dass dieser Tag ruhiger verlaufen wird als die letzten. Warten wir es einmal ab.
00:29: In den Triebwerken eines World Airways Frachtflugzeug wurden nach einem Flug von Maastricht nach Ostende (Belgien) Aschereste gefunden. (Quelle)
03:01: Der britische Luftraum ist nun total geöffnet. Ausnahmen bestehen nur in einem Gebiet über Nordwest-Schottland.
05:02: Eine Maschine von Thomas Cook vom Typ Boeing 757 musste nach Manchester umkehren, da Probleme mit den Triebwerken nach einem “intensiven Aschegeruch” auftraten. Das Flugzeug war auf dem Weg nach Korfu als in circa 6.000 Meter Höhe die Abzweigluft nicht mehr funktionierte. Offenbar war ein Triebwerkszapfen-Ventil verstopft, das Luft in das Flugzeug saugt um den Kabinendruck zu regulieren. (Quelle)
06:14: Der Funkverkehr zwischen den Piloten und der Flugverkehrskontrolle lässt sich hier anhören.
07:29:
Ausbreitung der Vulkanasche am 21.04.2010 – 07:29 – Met Office
08:00: Der untere Luftraum an den Flughäfen Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld wurde für Instrumentenflüge (IFR-Flüge) bis auf weiteres freigegeben. Im übrigen Bundesgebiet sind IFR-Flüge im unteren Luftraum (bis 7,5 Kilometer Höhe) derzeit nicht möglich. Weitere Lockerungen werden im Laufe des Tages erwartet.
08:38: Der Vulkan hat seit dem Wochenende ungefähr 80% seiner Kraft verloren. In nächster Zeit werden keine größeren Eruptionen erwartet.
09:32: Der dänische Luftraum wird gegen 11:00 wieder in allen Höhenlagen bis mindestens 22.04.2010 08:00 geöffnet werden. (Quelle)
09:47: Die Pariser und Londoner Flughäfen sind ab jetzt wieder vollständig geöffnet. In London gibt es noch kleinere Beschränkungen. (weiterlesen …)
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Als die Aschewolke den europäischen Flugverkehr für ein oder zwei Tage lahmlegte, war die Welt noch beinahe in Ordnung. Aber mit fortschreitender Zeit kippte die Stimmung allmählich. Zuerst bei den Fluggesellschaften, die eine Menge Geld verloren, kurz darauf bei den Medien und am Ende – so war es jedenfalls zu spüren – auch in der Bevölkerung. Stein des Anstoßes waren jene ominösen Computermodelle, welche die Ausbreitung der durch den isländischen Vulkans Eyjafjallajökull ausgestoßenen Aschewolke berechneten. Auf Grundlage dieser Vorhersagen wurden die Entscheidungen über die Sperrung gewisser Teile des europäischen Luftraumes getroffen.
Frank Schirmacher, Mitherausgeber der FAZ, schrieb kurz darauf sichtlich erregt: “Der Stillstand des Luftverkehrs beruht nicht auf Daten, sondern auf einer Simulation. Die riesige Datenwolke des Internets dient heute schon für Risikoprognosen nach denselben Algorithmen.” Nun hat sich Frank Schirrmacher nie durch eine besondere Freundschaft zu Daten, Algorithmen und dem eng damit verbundenen Internet hervorgetan. Allerdings wüsste ich auch nicht, dass Herr Schirrmacher umfassende Kenntnisse in Meteorologie, Vulkanologie oder dergleichen besitzt.
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Dienstag, 20.04.2010
02:01:
Ausbreitung der Vulkanasche am 20.04.2010 – 02:01 – Met Office
02:31: In Irland wird es bis mindestens 14:00 Einschränkungen im Flugverkehr geben.
02:36: Bestätigt: Wegen einer neuen Aschewolke, die sich Richtung Irland bewegt, wird sich die Öffnung des irischen Luftraums bis mindestens 14:00 verzögern.
05:08: Die Daten der beiden gestrigen Airbus-Testflüge werden übrigens nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben.
05:40: Aktualisierte Liste der geöffneten und geschlossenen Flughäfen in Europa.
06:33: Schöne Helikopteraufnahmen vom Krater des Eyjafjallajökull, gefilmt von einem Team von ITN.
Beginnend mit dem 20. März kam es zu mehreren Eruptionen des Vulkans “Eyjafjallajokull” auf Island mit einem großen Ausstoß an Asche. Der Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa musste in weiten Teilen infolgedessen für mehrere Tage eingestellt werden. Auch Transatlantikflüge sind betroffen.
Dieser “Ticker” bietet keine Liveberichterstattung, sondern hat eher archivarische Gründe. Er stellt daher eher ein Protokoll dar. Für aktuelle Informationen bietet zum Beispiel Focus Online einen Liveticker an. Eine Übersicht über alle derzeit stattfindenden Flüge findet man bei Flightradar24.com (Achtung: Zeitweise Überlastung!). Dieser Artikel fokussiert sich rein auf den Luftverkehr. Kanzlerin Merkel und Obama bleiben außen vor. (weiterlesen …)




