Artikel zum Thema Dieselantrieb
[Pkw-Maut] Die Achillesferse des Mautkonzepts: Die Tagesgeschäftsreisen ohne Übernachtung

Alles Wissenswerte zum Thema Pkw-Maut / Infrastrukturabgabe in Deutschland finden Sie in unserem Dossier.

Das Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erwartet mit einer Maut für ausländische Pkw auf deutschen Autobahnen gemäß Prognose der Einnahmen aus dem Verkauf von Vignetten an Halter von im Ausland zugelassenen Fahrzeugen im Rahmen der Einführung einer Infrastrukturabgabe1 jährliche Einnahmen in Höhe von rund 696 Millionen Euro. Die Kosten für die Erhebung und die Kontrolle der Maut betragen nach den Berechnungen des BMVI rund 195 Millionen Euro pro Jahr (BMVI 2014, S. 27).

Ein Großteil der Mauteinnahmen gebietsfremder Pkw auf deutschen Bundesautobahnen stammt mit 360,177 Millionen Euro pro Jahr aus dem Fahrtzweck “Tagesgeschäftsreisen (TGR) ohne Übernachtung” (vgl. BMVI 2014, S. 15). Tagesgeschäftsreisende (ohne Übernachtung) erzeugen somit laut BMVI-Berechnungen 52,5 % und damit den Großteil der Mauteinnahmen.

Eine eingehende kritische Betrachtung des Abschnitts 3.2.5 wirft jedoch einige Fragen auf, die den Erfolg einer Pkw-Maut / Infrastrukturabgabe für Ausländer maßgeblich beeinflussen können. (mehr …)

  1. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 2014: Prognose der Einnahmen aus dem Verkauf von Vignetten an Halter von im Ausland zugelassenen Fahrzeugen im Rahmen der Einführung einer Infrastrukturabgabe. Berlin 2014, Online im Internet: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Strasse/prognose-einnahmen.pdf?__blob=publicationFile, zuletzt zugegriffen am 23.02.2015
Verkehr in 140 Zeichen am 08.02.2015
  • Vorstädte sind nicht überall gleich. Die vorstädtischsten wachsen am schnellsten – http://t.co/VK8sQePETL #Zersiedelung ->
  • Realwerte statt Laborbedingungen: Die Europäische Union plant Fahrzeug-Emissionswerte ab 2017 unter Realbedingungen ermitteln zu lassen. ->
  • Das neue Testverfahren soll die Einhaltung des Stickstoffoxid-Grenzwerts von 80 mg/km überwachen helfen. ->
  • Der Stickstoffoxid-Grenzwert wird zurzeit im Schnitt um das Siebenfache überschritten. – The Guardian – http://t.co/NXAxRI91h1 #NOx ->
  • In Dubai sind 2013 Stauzeitverluste von 790 Mio. $ entstanden. Ohne Investitionen (u.a. öV) wären es 4,5 Mrd. gewesen http://t.co/NIwNtboAJD ->
  • RT @multi_mobility: “Geheimnis Kölner Hauptbahnhof” Spannende Reportage für denn Sonntag :) Link in die WDR-Mediathek ->
  • Bochumer Innenstadt und Ruhrpark könnte eventuell bald eine Seilbahn verbinden – http://t.co/Ln5bEqlt0O ->
  • [Video zum Wochenende] Liège / Lüttich in Bewegung http://t.co/BxvS0uyXO8 ->
  • Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Viechtach und Gotteszell: Bürger stimmen mit über 60% für Probebetrieb – BR – http://t.co/5IvB6PoeRb ->
  • RT @elba013: .@zukunftmobil fast 64%, Quorum verfehlt, wird aber trotzdem umgesetzt. http://t.co/Xs5hIWNumr ->
  • Studie: Steuerrabatte für #Elektroautos waren bislang ineffektiv, Aufbau von Ladeinfrastruktur sei zielführender. http://t.co/KDZGt6Mgub ->
  • Die US-Regierung schlägt eine Erhöhung der Steuerrabatte für Elektroautos von 7.500 $ auf 10.000 $ vor – Gas2 – http://t.co/IfuU7ftkAn ->
  • Bislang errichtete öffentliche Ladesäulen werden jedoch kaum genutzt, die Investitionen lohnen sich zurzeit nicht. – http://t.co/ajgstL914L ->
Verkehr in 140 Zeichen am 25.01.2015
  • EU-Kommissarin Bulc prüft Einführung einer europaweiten fahrleistungsabhängigen Pkw-Maut – http://t.co/HVQOUqB5de #maut #pkwmaut ->
  • Experten fordern niedrigere Promille-Grenze von 1,1-Promille statt 1,6 mg/g für Radfahrer – ZEIT ONLINE – http://t.co/q4AF1ISMhA ->
  • US-Verkehrsminister Foxx fordert die Kommunen auf mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen – http://t.co/GsLDXTRGq6 ->
  • New York City und San Francisco versuchen auf unterschiedlichen Wegen die Sicherheit für Fußgänger zu verbessern – http://t.co/cBMbX6POc6 ->
  • Starke Zersiedelung: Chinesische Großstädte sind bei Weitem nicht so dicht wie in anderen Ländern – The Economist – http://t.co/pvH1QnzE5p ->
  • Die neuseeländische Stadt Auckland prüft den Bau einer Stadtbahn – IRJ – http://t.co/8109nIyPcG ->
  • So möchte Stuttgart sein massives Luftreinhalteproblem lösen: erst ein paar Jahre Freiwilligkeit, dann mehr Pflicht http://t.co/O1TzhLwLUZ? ->
  • Der Dieselantrieb und sein Einfluss auf die öffentliche Gesundheit – Sustainable Mobility – http://t.co/tuGbzuCzIo ->
  • In Schweden setzt der Straßengüterverkehr immer stärker auf die Energieträger CNG und LBG (verflüssigtes Biogas) – http://t.co/qsIgCl5Z0w ->
  • In Deutschland verkaufte Pkw haben laut CAM im Jahr 2014 im Durchschnitt 133 g CO2 je Kilometer emittiert (2013: 136 g CO2 / km). ->
  • Auch in den USA besteht unbeschreiblich großer Bedarf für Infrastrukturerhaltungsinvestitionen – Wired – http://t.co/a77xUPJ8cL ->
  • Seoul plant massive Investitionen und Förderungen im Bereich Elektromobilität. Ziel: 50000 Elektroautos bis 2018 – http://t.co/kLMOMiTC1C ->
  • Tokio will bis 2020 den Bau von H2-Tankstellen und Anschaffung von Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit 330 Mio. € fördern http://t.co/2lRGEBCFSW ->
  • Shanghai startet elektrisches #Carsharing im Regelbetrieb mit 350 Fahrzeugen, Ausweitung auf 2000 Fzg. ist geplant – http://t.co/udHxVHBQpp ->
  • Die Europäische Investitionsbank unterstützt Airbus mit 500 Millionen Euro (seit 2011 insgesamt 1,3 Milliarden Euro). http://t.co/4JDumvhoc1 ->
  • Dobrindt lässt bei der EU elf mögliche ÖPP-Projekte prüfen und will diese auch auf Bundesstraßen ausweiten. Investitionssumme: 7,5 Mrd. ->
  • Für Erhaltung und Betrieb werden über 30 Jahre nochmals 7,5 Mrd. € veranschlagt. Projekte: 670 km BAB, Ausbau B 247 Bad Langensalza – A 38 sowie B 402/213 Meppen – Cloppenburg ->
Verkehr in 140 Zeichen am 29.11. – 15.12.2014
  • Elektroauto-Langzeittest enthüllt Batterieprobleme – Telepolis – http://t.co/lg7tj584QD #elektroauto ->
  • Bundesrat billigt ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 60 Euro für Schwarzfahrer – Tagesschau – http://t.co/lPAQATTJHW ->
  • Autobahnen vom Lebensversicherer? Das ist Irrsinn mit Methode – NachDenkSeiten – http://t.co/mATu7M0dzz ->
  • Radverkehr in São Paulo: Eine Stadt kämpft gegen ihre Automobil-Abhängigkeit – The Economist – http://t.co/s7fgRtxmV6 #radverkehr ->
  • Wird der #Radverkehr mit allen Services rund ums Rad das nächste große wirtschaftliche Ding? – Urbanity Fair – http://t.co/Xp7IH3hw4k ->
  • Warum Apps wie Uber nur in Städten funktionieren – WIRED Germany – https://t.co/GviSOq3LwJ #uber ->
  • Deutsche Bahn verklagt “Cargo-Kartell” von rund 30 Airlines um die Lufthansa auf 1,8 Milliarden Euro Schadensersatz – http://t.co/gFZNRPJkMi ->
  • Uber: So attraktiv wie Fracking und Atomkraft – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/XtxI0uv0mo #Rideselling #uber ->
  • Sollte die Pkw-Maut in Zukunft steigen, erfolgt keine weitere Entlastung über die Kfz-Steuer. – http://t.co/jBfhienDTG #pkwmaut #maut ->
  • Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages: Die Regionalisierungsgelder für den SPNV im Jahr 2015 bleiben konstant. ->
  • Thyssen Krupp entwickelt Fahrstuhl ohne Seil und mit Linearantrieb. Der Lift kann sich auch waagerecht bewegen. – http://t.co/n1zBWJb22y ->
  • Selbstfahrende Autos: Schneller als das Recht – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/3FGUGdjnft (via @balzer82) ->
  • Daimler baut Batterie-Werk in Kamenz aus. Die Batteriezellenproduktion wurde ja vor Kurzem stillgelegt. – heise – http://t.co/ctj6Zx41o1 ->
  • Luftkrieg um Passagierdaten: EU-Regierungen ignorieren Parlamente, Abkommen nun sogar mit Türkei geplant – https://t.co/rEKYDPm3cN ->
  • Deepwater Horizon: Die vergessene Katastrophe – Tagesschau – http://t.co/sqYcbLH15S ->
  • Elektro-Lkw im Terminalverkehr @ Westhafen Berlin http://t.co/HkKwFEafnN ->
  • Neue Erfahrung für mich, kleiner Spoiler für euch. Und da kommen in den kommenden Monaten noch ein paar mehr… ;-D http://t.co/dWZUrj05wg ->
  • RT @SecretCoAuthor: Wichtiger Termin mit @zukunftmobil: Herausforderung Mobilität – #Osnabrück muss sich bewegen! http://t.co/kF2Do5coAj #M->
  • Bericht zur Elektromobilität: Ziel von einer Million Elektroautos in weiter Ferne – Tagesschau – http://t.co/XLaOX5do1T ->
  • RT @SecretCoAuthor: Martin von @zukunftmobil zum #Verkehr der Zukunft: Der #Radverkehr wird innerstädtisch eine bedeutende Rolle spielen. ->
  • Defizitärer Flughafen Hahn soll 2015 zum Verkauf angeboten werden – airliners – http://t.co/uiJBAQHvg3 ->
  • Was Bahnreisende schon wussten, jetzt auch schwarz auf weiß: Schlechte Netzabdeckung entlang von Bahnstrecken – http://t.co/z0VHKjVp2T ->
  • Bahn-Chef: Kostenloses WLAN für alle ICE-Fahrgäste kommt 2016. Allerdings müsse erst die Technik so weit sein. http://t.co/wOD3ivdVy1 #Bahn ->
  • Ein Zeichen der Zeit? Die Deutsche Bahn fährt anstelle eines ICE nun mit einem IC Bus nach London. #Bahn #fernbus ->
  • DB mal innovativ mit speziellen #Ridesharing-Parkplätzen… http://t.co/DGuXzpqhPI ->
  • Maut und Soli: Die Steuerlüge der großen Koalition – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/K5uTmC1VLx ->
  • RT @SecretCoAuthor: Die FDP-Ratsfraktion hat @zukunftmobil übrigens eingeladen. Mehr Zuschauer hier als Wähler! (Der musste sein…) ->
  • RT @SecretCoAuthor: .@zukunftmobil: “Die Stadt der Zukunft braucht einen starken Rad- und Fußverkehr!” ->
  • RT @SecretCoAuthor: .@zukunftmobil: “Der Handel liegt falsch, wenn er sagt, viele Parkplätze seien essentiell für das Geschäft.” ->
  • RT @SecretCoAuthor: “Die Uckermark und die Eifel werden uns in den nächsten 10 Jahren um die Ohren fliegen.” (ÖPNV-technisch) ->
  • RT @SecretCoAuthor: “70 bis 80 % des innerstädtischen Güterverkehrs kann mit Lastenrädern abgewickelt werden.” ->
  • RT @SecretCoAuthor: Fazit: @zukunftmobil zeigt, dass beim Verkehr der Zukunft theoretisch alles möglich ist. Es traut sich nur kaum einer … ->
  • Pläne für Einsparungen: Schafft die Deutsche Bahn die BahnCard ab? – http://t.co/GwApwlTHWc Ebenfalls droht die Einstellung aller Nachtzüge. ->
  • Zukünftig könnte es statt Bahncard-Rabatt nur noch “Rabatte gemäß Auslastung eines Zuges und individuelle Rabatte nach Kundenumsatz” geben. ->
  • Deutsche #Bahn dementiert Pläne für Abschaffung der Bahncard – ZEIT – http://t.co/hLAJOI04ls ->
  • RT @hrinfo: #hrinfo zum #Bahncard-Dementi der @DB_Bahn: Wir halten die Quelle für zuverlässig und bleiben bei unserer Darstellung. ->
  • Die Deutsche #Bahn beziffert den Umsatzverlust durch die Fernbus-Konkurrenz mittelfristig auf 240 Millionen Euro pro Jahr. ->
  • Wer hat eigentlich festgelegt, dass diese Unternehmen die Mobilität von morgen und übermorgen gestalten sollen? http://t.co/Sgcs6oKMrF ->
  • RT @SecretCoAuthor: Vortrag von @zukunftmobil: “Bei Regen bekommen Fußgänger schneller Grün” http://t.co/29IC2pPD8i ->
  • Bahn: GDL verkündet Streikpause bis 11.01.2015, kündigt aber im Anschluss massive Streikmaßnahmen an – Tagesschau – http://t.co/RMDvIBGdnn ->
  • Frankreich: PKW-Neuzulassungen im November 2014 mit -2,3% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/iEx0kmMXnw ->
  • Italien: PKW-Neuzulassungen im November 2014 mit +5,0% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/LD5awlXq5r ->
  • Österreich: PKW-Neuzulassungen im November 2014 mit -7,1% zum Vorjahresmonat, erste elf Monate 2014 -4,1% – http://t.co/DlCXVHCK0v ->
  • USA: Autoverkäufe im November 2014 mit +4,6% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/kKxu75caJQ ->
  • Japan: PKW-Neuzulassungen im November 2014 mit -15,9% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/asTonp3AGV ->
  • Deutschland: PKW-Produktion im November 2014 mit -4,8% zum Vorjahresmonat, in den ersten elf Monaten +2,9% – http://t.co/4UD1I0Hl95 ->
  • Indien hat ein anderes Verständnis von “Smart Cities” als westliche Staaten – Zeenews – http://t.co/0uadBW9jRW ->
  • Uber nimmt 1,2 Milliarden US-Dollar frisches Kapital auf, Bewertung steigt auf rund 40 Milliarden US-Dollar – http://t.co/K0A4XgNUEQ #uber ->
  • Brandenburg will Minister aus BER-Aufsichtsrat abziehen und durch externe Fachleute ersetzen. – rbb online – http://t.co/o3Le6z75Oi #BER ->
  • Guter Artikel über meinen Vortrag in Osnabrück vor zwei Tagen: http://t.co/V13pcDUFDf ->
  • EU-Kommission rügt Deutschland wegen zu hoher Feinstaub-Belastung (insbesondere Stuttgart und Leipzig) – EurActiv – http://t.co/q8URTE3yyy ->
  • Im kommenden Jahr soll in Peking die erste U-Bahnlinie auf vollautomatischen Betrieb umgestellt werden – IRJ – http://t.co/hKFgf6sCz8 ->
  • Früher, als es nur wenige Autos gab, haben Fußgänger das Straßenbild geprägt. Hohe Aufenthaltsqualität war die Folge. http://t.co/WrMMb73AGw ->
  • Gegen schlüpfrige Gleise durch feuchtes Laub: Niederländische Bahn möchte Blätter mit Lasern von den Gleisen brennen. http://t.co/HiX0FgouSu ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Ein weiteres Video über den Lasereinsatz gibt es von Railly News bei Youtube.
  • Ein Vorgängersystem hatte jedoch Probleme, da die Zugvibrationen einen fokussierten Lasereinsatz unmöglich machten. https://t.co/bdmBmNCgU1 ->
  • Benzin kostet in einigen US-Bundesstaaten mittlerweile umgerechnet weniger als 0,50 € / Liter – CNN – http://t.co/VEISkExcBw ->
  • Longread zum Wochenende: Die Suche nach der fahrradfreundlichsten Stadt der Welt. http://t.co/1Xe6dq01mF #radverkehr http://t.co/DX24hhg3yj ->
  • Der Zugbauer Stadler Rail wird zum größten Trolleybusbauer der Welt. Stadler kam dazu “wie die Jungfrau zum Kind”. http://t.co/DqWdwX9PdD ->
  • Der Flughafen Oslo ist ab 03/2015 der erste große Flughafen der Welt, der eine Versorgung mit Bio-Kraftstoff anbietet http://t.co/pa6NksEvM8 ->
  • Deutschland: PKW-Neuzulassungen im November 2014 mit -1,8% zum Vorjahresmonat, 01-11/2014 +2,6% zum Vorjahreszeitraum http://t.co/r6dSJOkrct ->
  • Urbaner Metabolismus: Bewohner großer Städte laufen schneller – Citylab – http://t.co/gr6pzq5IEz http://t.co/GlNIVu8WQu ->
  • Frankreich möchte die Nutzung des Dieselantriebs in Pkw wegen der Emissionen einschränken: Sondersteuer & Fahrverbote http://t.co/aFgso0rrnw ->
  • Laut der Tageszeitung „Journal du Dimanche” plant die Pariser Bürgermeisterin ein Verbot für Diesel getriebene Automobile ab 2020. ->
  • Brasilien: PKW-Neuzulassungen im November 2014 mit -5,7% zum Vorjahresmonat, 01-11/2014 -10,9% zum Vorjahreszeitraum http://t.co/RkqWFMEbby ->
  • Indien scheint harte Maßnahmen gegen Luftverschmutzung ernsthaft in Erwägung zu ziehen – NYT – http://t.co/71XPHWJhNL ->
  • Lyft-Gründer: “Transportation is going to transition from a period of ownership to transportation as a service.” http://t.co/AW4IBsDKET ->
  • Obama: Zustand der US-Infrastruktur ist im Vergleich zu China “beschämend”. – The Hill – http://t.co/yaOfWng4t2 ->
  • Der Break-Even-Preis der amerikanischen Fracking-Branche, die unbekannte Einflussgröße auf den Ölpreis – KR – https://t.co/jxGLzVbjbA ->
  • “Die Fracking-Firmen […] müssen Hunderte Milliarden Schulden aufnehmen, um überhaupt noch arbeiten zu können.” – https://t.co/jxGLzVbjbA ->
  • “Fracking ist eine Wette auf den steigenden Ölpreis. Öl muss teurer werden, damit [..] die Branche nicht crasht.” – https://t.co/jQZDSh4AAl ->
  • Wie der #Radverkehr die Grundlage für den Aufstieg des Automobils gelegt hat – Citylab – http://t.co/XtMXk4xRKi ->
  • Der Bundesrechnungshof kritisiert die deutsche Verkehrspolitik hart: Viele Verkehrsprojekte seien unnötig – http://t.co/NiJ14SLiZl ->
  • Was sind die Gründe zur Nutzung eines bestimmten Verkehrsmittels in der EU28? (n = 27.678, zwei Antworten möglich) http://t.co/hwvWJvL7Gm ->
  • Deutsche Bahn investiert 2015-2019 28 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/VMDijmCx9K ->
  • Von 2015 bis 2019 sollen 17.000 km Schiene, 8700 Weichen und mindestens 875 Brücken erneuert werden. #bahn ->
  • In Spitzenzeiten werden sich 850 Baustellen / Tag im Schienennetz befinden. #bahn ->
  • LKW-Maut: Neuer Mautvertrag begünstigt angeblich einseitig Toll Collect und die Anteilseigner Daimler und DTAG. – http://t.co/B3d1R6bzps ->
  • Drei Tage nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung durch einen #Uber-Fahrer in Neu-Delhi wurde der Dienst verboten – http://t.co/ud0NBQZaHb ->
  • Die Wirtschaftskammer der Niederlande hat das Verbot des Rideselling-Diensts Uberpop in den Niederlanden bestätigt. http://t.co/jEhH0ppXpd ->
  • Tolle Tunnel und Brücken für den #Radverkehr – Sustainable Mobility – http://t.co/y399lsTv1Y ->
  • Uber ist in Portland am vergangenen Freitag gestartet, nun klagt die Stadt bereits wegen mangelnder Lizenz – http://t.co/DUs1JCwVCo #uber ->
  • Medien: Neuer BER-Aufsichtsratschef steht fest, Mehdorn-Nachfolger gesucht, zwei mögliche Nachfolger bereits gefunden http://t.co/ktnAKAwcIh ->
  • Lkw-Maut: Opposition fordert Offenlegung des Toll-Collect-Vertrags – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/Qhux7Pugah #maut ->
  • TU Wien will Autos vor Hacking-Angriffen schützen – heise online – http://t.co/Arb2AbaMiY ->
  • München prüft Seilbahn links der Isar und einige weitere Verkehrsprojekte. Nur ist die Seilbahn eben am plakativsten… – ZEIT ONLINE – http://t.co/McfuT4LmWv ->
  • Thüringen: Birgit Keller (Die Linke) ist neue Verkehrsministerin. Sie war seit 2012 Landrätin des LK Nordhausen und 2009 – 2012 MdL. ->
  • RT @elba013: Qualitätsjournalismus muss die Exoten-Seilbahn natürlich in den Vordergrund rücken – Überschrift voll daneben. @zeitonline ->
  • Paris und Madrid planen starke Restriktionen für den Autoverkehr in den Innenstädten http://t.co/m0nhlKXarz ->
  • Russland: PKW-Verkäufe im November 2014 mit -1,1% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/KPYhoz0lIb ->
  • Wenn ein Blogger mit dem Thema Verkehrswende ins Kino kommt. Unglaublich spannend! Wird ein toller Film! #cliffhanger http://t.co/7m74ltCkvy ->
  • Grünes Licht im EU-Rat für Auto-Notruf eCall. Ab 2018 müssen Neufahrzeuge mit einem Ortungssystem ausgerüstet sein. – http://t.co/JVbKMUN16V ->
  • Paris und Madrid planen starke Restriktionen für den Autoverkehr in den Innenstädten – http://t.co/AIHY9OwgIt http://t.co/uZsS3g3FYe ->
  • University of Texas: Der Fracking-Boom ist eine Illusion, Vorkommen sind weitaus geringer als angenommen – Nature – http://t.co/TTV0tmL61I ->
  • Mit 100 Millionen US-Dollar frischem Kapital im Rücken plant BlaBlaCar die Expansion – Inhabitat – http://t.co/pRYOzeUDL6 #ridesharing ->
  • Würden alle mit dem Auto nach Manhattan fahren, bräuchte man 48 Brücken und 62 km2 Parkplätze. http://t.co/zhOS6kSgQE http://t.co/hdR1ffXbPJ ->
  • Der Weg der New Yorker Verwaltung die CO2-Emissionen bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren – The Energy Collective -http://t.co/ZlEGkQRACX ->
  • Luftfahrtbundesamt genehmigt Partnerschaft von Air Berlin und Etihad mit Auflagen – Tagesschau – http://t.co/R6LM7Nxit2 ->
  • Auch nach Ende der offiziellen Konsultatiomsphase wird hinter den Kulissen gegen Londons Cycle Superhighways gekämpft http://t.co/j7mz7V25qq ->
  • Wie man möglichst energieeffiziente Gebäude und Stadtviertel plant – Sustainable Cities Collective – http://t.co/ObK4AARZNM ->
  • Frauenpower aus Gaza: Mariam Abultewi und ihr #Ridesharing-Startup Wasselni: http://t.co/iWZCMgkLi8 http://t.co/ar2Kwj13WS ->
  • Ridesharing-Anwendung Wasselni: Die Antwort aus Gaza auf Uber http://t.co/DhTagRrIR6 ->
  • RT @osis1980: @zukunftmobil Nette Sache. Aber der Kampf wird wenn im Bestand gewonnen bei 1-2 % Neubauquote. ;-) ->
  • Wir brauchen transparente Vergaben und offene öffentliche Verträge – Netzpolitik – https://t.co/RRz3Qf2TBm Und das nicht nur im IT-Bereich! ->
  • Tarifkonflikt: Beamtenbund (Dachverband der Lokführergewerkschaft GDL) droht #Bahn mit weiteren Streiks – http://t.co/MGdCdUg2kC ->
  • RT @e4Motion: Für den VRR könnte es eng werden. 1. Uni stimmt mit 90% gegen Semesterticket-Vertrag. Nachbessern gefordert. ->
  • Mehdorn fordert den Bau eines weiteren Terminals am #BER noch vor der Eröffnung. Kostenpunkt: 177 Millionen Euro – http://t.co/F0uMElnGfj ->
  • BER-Aufsichtsrat: Berlin ist gegen Brandenburgs Vorschlag für neuen Aufsichtsratsvorsitz, Mehdorn droht Rauswurf – http://t.co/ecqufP3oi3 ->
  • Der chinesische Internet-Gigant Baidu steigt für 600 Millionen US-Dollar bei #Uber ein – Bloomberg – http://t.co/pwuAMs5QjE ->
  • Baidu (größter Suchmaschinenbetreiber Chinas) soll Uber bei der Erschließung des chinesischen Markts durch Zugang zu Online-Ressourcen helfen ->
  • Das Interesse am Lastenrad wächst nur langsam – ZEIT Velophil – http://t.co/NC5Yg94FL4 #cargobike #radverkehr ->
  • RT @PhilipArtelt: @zukunftmobil Die kritische Masse mag nicht erreicht sein, aber Trendsetter und Early Adopter in den Städten schon: Link ->
  • Der Bus ist in vielen indischen Städten das Rückgrat des motorisierten Verkehrs – The CityFix http://t.co/1n4JON0Lvv http://t.co/bSqIg4BjWi ->
  • Viele indische Städte versuchen den Busverkehr zu optimieren und zu verbessern. – The CityFix -http://t.co/1n4JON0Lvv http://t.co/ScVD3YKEr3 ->
  • Nachdem das Bundeskabinett am Donnerstag das Gesetz zur Tarifeinheit beschlossen hat, reagiert der Beamtenbund in Sachen #GDL versus #Bahn. ->
  • Der Beamtenbund, der die Streikkasse der GDL verwaltet, fordert die Deutsche Bahn auf, der GDL ein Angebot “ohne Vorbedingungen” vorzulegen. ->
  • Andernfalls drohe der Bahn ein Streik, der die bisherigen Ausstände wie “Kinderkram” aussehen lasse. #bahn #GDL #streik ->
  • “Das [Tarifeinheitsgesetz] schweißt alle Gewerkschaften im Beamtenbund zusammen”, sagt Russ, “da wackelt keiner einen Millimeter.” #bahn ->
  • Die GDL verzichtet erst einmal bis zum 11.01.2015 auf einen #Bahnstreik, die EVG bis zum 14. Januar – http://t.co/2Mgmxxqwie #bahn ->
  • New York könnte bald eine zentrale App zur Taxibestellung haben. Anwendung ist auch gegen #Uber und Lyft gerichtet. http://t.co/2xwLvtrP8C ->
  • Merkel sieht auf dem CSU-Parteitag “gute Chancen” für die Pkw-Maut: http://t.co/mTmCZUUZt6 Was tut man nicht alles für den Koalitionsfrieden ->
  • Der neue Hauptstadtflughafen #BER soll spätestens Ende 2017 eröffnet werden. Bauliche Fertigstellung: März-Juni 2016 http://t.co/6tvSUhBeFw ->
  • Statt Oktober 2011 soll die Eröffnung des #BER im Juni bis September 2017 stattfinden. Also mit rund sechs Jahren Verspätung. ->
  • Verdi ruft zu dreitägigen Streiks bei #Amazon kurz vor Weihnachten auf – heise online – http://t.co/399dlTmUdo ->
  • Niederlande: Betuweroute komplett mit ETCS ausgestattet nach Inbetriebnahme des Abschnitts Zevenaar (NL)-Emmerich (D) http://t.co/XdH0hoaae8 ->
  • 15 Jahre nach der Schweizer Bahnreform: Ein Plädoyer für mehr Dynamik – NZZ – http://t.co/OFm5AgbOTF #sbb #bahn ->
  • Datenschutz für Autos: Was die Automobilindustrie von Autofahrern weiß und was sie damit macht – The Washington Post http://t.co/WMEhUVAyF7 ->
  • Fracking und OPEC-Produktion lassen Ölpreis weiter fallen. Ein Barrel WTI-Öl kostet mittlerweile unter 60 US-Dollar – http://t.co/NnWLSQUs7I ->
  • All-you-can-fly ab 1650 Euro / Monat: Die belgische Airline Take Air ist die erste Flatrate-Airline in Europa – http://t.co/4RGPACWejH ->
  • China: PKW-Verkäufe im November 2014 mit +4,66% zum Vorjahresmonat (1,76 Millionen verkaufte PKW-Einheiten) – http://t.co/Dz9W4BonbZ ->
  • BlaBlaCar will verstärkt in Schwellenländern wie Russland und Brasilien aktiv sein. Ziel: 80 Prozent der Nutzer außerhalb Europas. ->
  • Google Maps mit neuer Darstellung öffentlicher Verkehrsmittel – Stadt Bremerhaven – http://t.co/B8y4Mhe1NE ->
  • VRR: Studenten protestieren gegen teureres Semesterticket – Lokalzeit Ruhr in der WDR MEDIATHEK – http://t.co/JazI9Jr1WF ->
  • Hessen will die restlichen Anteile am Flughafen Hahn von 17,5 Prozent verkaufen – airliners – http://t.co/x7KC5lDNpz ->
  • Der Grundstein für die erste kalifornische Hochgeschwindigkeitsstrecke wird im Januar gelegt – The Merced Sun-Star – http://t.co/VIsW9gSmN1 ->
  • Pkw-Maut: EU-Kommissarin erteilt Dobrindts Plänen eine Absage – ZEIT ONLINE – http://t.co/cPK5SazuL9 #maut #pkwmaut ->
  • PKW-Maut: Vorausgesetzt Autofahrer nützen ausschließlich Kreis- und Landstraßen, könnten sie die Maut zurückfordern – http://t.co/n3S6vIFItW ->
  • Schön! “Verkehr in Zahlen 2014/2015″ gibt es umsonst und dieses Jahr erstmals online! – newstix – http://t.co/3rZpVvXJZ0 ->
  • Französische Regierung verbietet UberPop landesweit ab dem 1. Januar – ZEIT Online – http://t.co/unoqtQtgq6 #uber #uberpop ->
  • Hartmut Mehdorn kündigt Rücktritt als Berliner Flughafen-Chef spätestens zum Juni 2015 an. #BER ->
  • Seehofer will Pkw-Maut wie geplant beschließen, die Einwände von EU-Verkehrskommissarin Bulc findet er “eigenartig”. http://t.co/UC5EQCuYQj ->
  • Dobrindt wirft EU-Kommissarin Bulc und der EU-Kommission Unwissen über seine Pkw-Maut vor – http://t.co/IMBvIO9Skm #maut #pkwmaut ->
  • Ryanair liebäugelt mit einem Umzug nach München und schon fordert Memmingen als Gegenmaßnahme einen Flughafenausbau – http://t.co/IEbxSRawZJ ->
  • RT @StefanLeifert: Pkw-Maut ist nicht mit EU-Recht vereinbar, schreibt Verkehrskommissarin Bulc an Dobrindt. Der Brief im Wortlaut: Link ->
  • PKW-Maut: ein CSU-Projekt droht in Brüssel durchzufallen – ZDF heute – http://t.co/QKpgVC3kL3 #maut #pkwmaut ->
Paris und Madrid planen starke Restriktionen für den Autoverkehr in den Innenstädten

Die neue Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo plant im Rahmen der Luftreinhaltung massive Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr in der Stadt. Die vier zentralen Bezirke 1., 2., 3. und 4. Arrondissement, in welchem sich viele historische Gebäude und für den Tourismus wichtige Anziehungspunkte befinden, sollen zu “Halbfußgängerzonen” umgestaltet werden. In Zukunft sollen dort nur noch Busse, Fahrräder, Taxis, Lieferwagen, Rettungsfahrzeuge und Anwohner-Pkw verkehren dürfen. Verschiedenen Achsen mit hoher Feinstaubbelastung wie die Rue de Rivoli und die Champs Elysees dürfen nur noch “Ultra-Low-Emission-Fahrzeuge” befahren.

Die Bürgermeisterin will die Pläne bis Februar kommenden Jahres gemeinsam mit dem für Verkehr und Transport zuständigen stellvertretenden Bürgermeister, Christophe Najdovski (EELV), ausarbeiten. Anschließend soll der Stadtrat darüber beraten. 64 Prozent der befragten Pariser sind – unabhängig ihres Wohnorts innerhalb der Stadt – für die Umsetzung dieser Maßnahme (n = 804, Erhebung durchgeführt von Ifop im Auftrag des Journal de Dimanche).

Pariser Arrondissements mit markanten Punkten der Stadt. Die Restriktionen würden in den Arrondissements 1, 2, 3 und 4 implementiert werden. – Karte: Mark Jaroski für WikitravelCC SA 1.0

Die Restriktionen sollen zunächst am Wochenende gelten und im Anschluss schrittweise auf die ganze Woche ausgeweitet werden. Im Großteil des Pariser Straßennetzes wird in Kürze eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelten. Ausnahmen werden nur für einige Hauptverkehrsstraßen sowie das Seine-Ufer gemacht auf denen eine Höchstgeschwindigkeit vom 50 km/h gelten soll. Begegnungszonen (zones de rencontre) sollen geschaffen werden, in denen Fußgänger sowie Radfahrer Priorität haben. Der motorisierte Individualverkehr (Abkürzung: MIV, Pkw und motorisierte Krafträder) darf maximal 20 km/h schnell fahren.

Im Güterverkehr soll der Lkw-Durchgangsverkehr in Paris und auf der Ringautobahn verringert werden. Etwa 30 Prozent aller Lkw-Fahrten queren Paris ohne zu Be- oder Entladen bzw. könnten ihr Ziel im Pariser Umland auch auf anderen Wegen erreichen. Die Pariser Bürgermeisterin möchte zudem den Transportweg Seine stärken und neue Güterverkehrskonzepte für die Metro, die Straßenbahn und den Schienenpersonennahverkehr (RER) entwickeln. Transporte auf der letzten Meile sollen mit kleinen, effizienten und elektrisch betriebenen Transportern durchgeführt werden.

Der Kampf gegen die Luftverschmutzung ist in Paris ein wichtiges Thema, da diese große Probleme im Bereich der öffentlichen Gesundheit verursacht. Der Straßenverkehr erzeugt 66 % der NOx-Emissionen und 56 % der Feinstaubelastung (PM 10) in Paris. Im Jahr 2014 wurden erstmals seit 1997 Fahrverbote abwechselnd für gerade und ungerade Kennzeichen aufgrund der starken Smog- und Feinstaubbelastung (180 Mikrogramm Feinstaub-Partikel pro Kubikmeter Luft an fünf Tagen in Folge) verhängt. Nebenbei reagierte die französische Hauptstadt mit kostenlosen Fahrten im Nahverkehr sowie dem Gratisverleih von Elektroautos und Leihrädern.

Der ehemalige Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë hatte während seiner Amtszeit bereits verkehrsbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen. So wurden viele Straßen mit Busspuren versehen, Fußgängerzonen und Radverkehrsanlagen geschaffen, das Bikesharing-Angebot Vélib’ mit 20.000 Fahrrädern eingeführt und der Pkw-Verkehr von Teilen des Seine-Ufers verbannt. Als Folge dieser Maßnahmen ist der Verkehr in der Stadt zwischen 2002 und 2008 um 20 Prozent gesunken. Zwischen 2001 und 2014 ist die Pkw-Besitzquote von 60 auf 40 Prozent gesunken. Die neue Bürgermeisterin Anne Hidalgo versucht diesen Weg weiter zu gehen und die verkehrsbezogenen Schadstoffemissionen weiter zu verringern. Perspektivisch sollen beispielsweise die Betriebsstunden der Pariser Metro auf die ganze Nacht ausgedehnt werden, Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit Hybridantrieb sollen von der Zahlung von Parkgebühren befreit werden.

Umgestaltetes Seineufer – Foto: Mairie de Paris/Marc Verhille

Als weitere Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität plant die Stadtverwaltung, das Einfahren in die Innenstadt mit Diesel-Pkw zu verbieten. Allenfalls einkommensschwache Haushalte mit alten Dieselfahrzeugen könnten eine zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigung erhalten. Perspektivisch sollen Pkw mit Dieselantrieb den Périphérique ebenfalls nicht mehr befahren dürfen.

Dieselmotoren haben durch die Emission feiner Rußpartikel und Stickstoffoxide (NOx) eine negative gesundheitliche Wirkung. “Dieselmotoren erzeugen – bei Turboaufladung besonders stark – prozessbedingt wesentlich mehr NOx als Ottomotoren. Der permanent hohe Luftüberschuss in der Flamme und höhere Verbrennungstemperaturen begünstigen die chemischen Reaktionen, die zur Oxidation des Luftstickstoffs führen. Hinzu kommt, dass aufgrund des höheren Luftanteils während der Verbrennung kein Dreiwegekatalysator wie beim Ottomotor eingesetzt werden kann. Um die Emissionen von Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) zu verringern und die vorgegebenen Grenzwerte sicher einzuhalten, wurden vorrangig bei Euro-2 und -3 Diesel-Pkw Oxidationskatalysatoren im Abgasstrang eingesetzt. Diese wandeln auch das im Motor primär entstandene NO (je nach Zusammensetzung des Katalysators unterschiedlich stark) in NO2 um; der direkt emittierte NO2-Anteil steigt an.”1 Eine Abwrackprämie, deren Einführung Bürgermeisterin Hidalgo vom französischen Staat fordert, soll beim Umstieg von Diesel auf einen (teilweise) elektrifizierten Antriebsstrang (Elektroauto / Hybridauto) oder Gasantrieb unterstützen.

Neben einer Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs sollen auch die Alternativen zum Pkw gestärkt werden. In den kommenden sechs Jahren soll die Länge des Radwegenetzes mit 100 Millionen Euro verdoppelt und das Bikesharing-Angebot Vélib’ mit elektrischen Fahrrädern ergänzt werden. In Nord-Süd- wie auch Ost-West-Richtung sollen leistungsfähige Trassen für den Radverkehr entstehen. Die Zahl von Ladepunkten innerhalb der Stadt soll erhöht werden. Die Elektromobilität soll jedoch nicht nur im Bereich Automobil, sondern auch im Fahrradbereich gefördert werden.

Um Spitzen der Schadstoffbelastung in der Luft abmildern zu können, plant die Stadtverwaltung eine temporäre Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit sowie weitere tageweise Fahrverbote abwechselnd für gerade und ungerade Kennzeichen. Diese Maßnahmen sollen jedoch durch grundsätzliche Änderungen wie Verbote für Diesel-Pkw innerhalb des Autobahnrings gar nicht mehr notwendig werden.

Unterstützung in und um Paris seitens der Bevölkerung

84 Prozent der befragten Pariser (n = 804, Erhebung durchgeführt von Ifop im Auftrag des Journal de Dimanche) sehen den Kampf gegen die Luftverschmutzung als wichtig an. Hierfür sind sie auch bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. 73 Prozent der Befragten befürworten die Förderung alternativer Antriebskonzepte (elektrischer Antrieb oder Gas) und des ÖPNV. 27 Prozent lehnen dies ab. 70 Prozent der Befragten unterstützen Fahrverbote abwechselnd für gerade und ungerade Kennzeichen bei länger andauernder Verschmutzung, 30 Prozent lehnen dies ab. 67 Prozent der Befragten unterstützen diese Maßnahme bereits bei Überschreiten der Spitzenwerte, 33 Prozent sind dagegen.

64 Prozent der befragten Personen sprechen sich für Einfahrverbote und die teilweise Umgestaltung im 1., 2., 3. und 4. Arrondissement aus, 36 Prozent sind dagegen. Eine Mehrheit von 54 Prozent findet sich für ein Verbot von Dieselfahrzeugen im Pariser Stadtgebiet (46 Prozent dagegen).

Von Restriktionen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung sind die Pariser in den meisten Fällen stärker überzeugt als die Bewohner des Umlandes und der Vororte:

Detailergebnisse der Befragung – Grafik: JDD

Je weiter die Befragten von Paris entfernt leben und je weniger stark sie durch die externen Effekte des Verkehrs beeinflusst werden, desto stärker fühlen sie sich in ihrer Freiheit beschränkt und diskriminiert. Die Pläne für die Beschränkung des motorisierten Individualverkehrs und der Verbesserung der Luftqualität sollen bis Februar kommenden Jahres fertiggestellt werden. Anschließend soll der Stadtrat darüber beraten.

Am 09. Februar 2015 hat der Stadtrat einem Teilplan des Luftreinhalteplans von Bürgermeisterin Anne Hidalgo zugestimmt (Download, 33 Seiten). Ab 1. Juli 2015 dürfen Lastwagen und Busse, die älter als 14 Jahre sind und in die niedrigste französische Emissionskategorie (1 Stern) fallen, zwischen 8 und 20 Uhr nicht mehr in den Bereich innerhalb des Autobahnrings Périphérique fahren. Ab dem 1. Juli 2016 wird Pkw und Motorrollern, die vor 1997 zugelassen wurden, die Einfahrt verboten. Die Grenzen werden schrittweise angehoben, sodass im Jahr 2020 nur noch ab 2011 zugelassene Diesel- und Benzinfahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 in die Innenstadt einfahren dürfen.

Pkw-Besitzer, welche ihr Fahrzeug in Zukunft aufgrund der neuen Grenzwerte nicht mehr nutzen können, sollen finanziell entschädigt werden. So zahlt die Stadt für die Abschaffung eines über 14 Jahre alten Pkw einen Zuschuss von 500 Euro beim Kauf eines Fahrrads und der dazugehörigen Ausrüstung. Alternativ kann man einen “Pass Navigo annuel” erhalten, welcher zur kostenfreien Nutzung des öffentlichen Verkehrsangebots (ÖPNV und das öffentliche Fahrradverleihsystem Vélib’) für ein Jahr berechtigt, für das Carsharing-Angebot Autolib’ gibt es einen Rabatt von 50 Prozent. Die beschlossenen Maßnahmen bleiben jedoch nicht unwidersprochen und stehen als familienfeindlich und als ökologische Bevormundung in der Kritik.

Madrid

Neben Paris plant auch die spanische Hauptstadt Madrid Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr im Innenstadtbereich. Ab 1. Januar 2015 wird auf weiteren 1,9 Quadratkilometern in der Innenstadt der Pkw-Verkehr auf den Anwohnerverkehr beschränkt. Nach der Ausweitung erstreckt sich die sogenannte “Área de Prioridad Residencial (APR)” auf insgesamt 3,52 Quadratkilometer.

Área de Prioridad Residencial (APR) – Karte: Ayuntamiento de Madrid

Der motorisierte Individualverkehr wird in dieser Zone auf das Hauptstraßennetz begrenzt. Falls ein Fahrzeug, welches keinem Anwohner gehört und keinen Stellplatz auf einem der 13 offiziellen Parkplätze in der Zone hat, diese befährt, erhält automatisiert ein Bußgeld von 90 Euro. Ein Zutrittskontrollsystem erfasst die Kfz-Kennzeichen aller einfahrenden Fahrzeuge mittels 22 Überwachungskameras und prüft die Zutrittsgenehmigung in einer Datenbank.

Bewohner, öffentliche Verkehrsmittel und Rettungsfahrzeuge dürfen die Zone jederzeit befahren. Motorräder sind auf 07:00 – 22:00 Uhr limitiert. Handwerker, Lieferanten und KEP-Dienste dürfen an bestimmten Tagen und zu gewissen Zeiten (10 – 13 Uhr) die Zone befahren.

Diese Maßnahme sind Teil des Plans, den Innenstadtbereich Madrids innerhalb des Autobahnrings M-30 (Autopista de Circunvalación M-30) bis 2020 in eine Fußgängerzone zu verwandeln. Durch die nun ergriffenen Beschränkungen soll die Verkehrsmenge um mindestens ein Drittel sinken. Zuvor wurden bereits die Parkgebühren stark angehoben, das Radwegenetz und das öffentliche Fahrradverleihsystem ausgebaut, die Zahl der Busspuren erhöht und ortsfeste Radarfallen installiert.

Zurzeit beträgt die mittlere Geschwindigkeit in der zentralen Zone 21 km/h. 29 Prozent aller Fahrten werden mit Privatfahrzeugen durchgeführt. Sechs Prozent der Fahrten in Madrid werden durch Stau oder zähflüssigen Verkehr ausgebremst. Im Schnitt beträgt der Besetzungsgrad im Berufverkehr 1,1 Personen / Pkw. 75 Prozent der Arbeitnehmer, welche im Innenstadtbereich arbeiten, fahren mit dem Pkw zur Arbeit.

Die Bevölkerung soll durch die Maßnahmen nicht nur vor den negativen Folgen von Luftschadstoffen, sondern auch vor Verkehrsunfällen und Verkehrslärm geschützt werden. Etwa 132.000 Personen (4 % der Bevölkerung) sind über den Tag hinweg einer übermäßigen Geräuschentwicklung ausgesetzt. 483.000 (15%) sind in der Nacht von Lärm negativ beeinflusst. Durch eine Aufwertung des Innenstadtbereichs dürfte zudem der Tourismus auf dem Plaza Mayor und der Puerta del Sol profitieren.

Bis 2020 sollen insgesamt 95 Maßnahmen durchgeführt werden, um sechs Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den ÖPNV sowie den Fuß- und Radverkehr zu verlagern. Der MIV-Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen soll von heute 29 Prozent auf 23 Prozent gesenkt und der Anteil des Umweltverbunds (ÖPNV, Fuß, Rad) von heute 42 auf 45 Prozent erhöht werden. Die Stadtverwaltung prognostiziert, dass bei Umsetzung aller Maßnahmen etwa 3,2 Millionen Fahrzeugkilometer / Tag eingespart werden können. In Folge sollen 135.000 Tonnen CO2, 400 Tonnen NOx und 26 Tonnen PM 2,5 (Feinstaub) weniger emittiert werden. Bis zum Jahr 2020 soll zudem die Zahl der zurückgelegten Wege um 3,5 Prozent – dies entspricht etwa 130.000 zusätzlichen Wegen – wachsen. Diese zusätzliche Nachfrage soll mit den bestehenden Strukturen abgewickelt werden können.

Paris und Madrid stehen weltweit jedoch nicht alleine. Unter anderem plant Singapur, die Attraktivität des Fußverkehrs stark zu verbessern. Damit möchte der Stadtstaat die öffentliche Gesundheit und insbesondere die Gesundheit der Bevölkerung über 65 Jahren fördern. Weitere Städte dürften den Beispielen folgen.

Aktualisierung – 10.02.2015

Informationen zur Stadtratsentscheidung vom 09.02.2015 hinzugefügt, dass ab Juli 2015 ältere Lastwagen und Busse nicht mehr in die Innenstadt fahren dürfen.

  1. UBA (2013): Warum sind Dieselmotoren „NOx- und NO2-Schleudern“? – Online im Internet: www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/warum-sind-dieselmotoren-nox-no2-schleudern, abgerufen am 09.12.2014
Verkehr in 140 Zeichen am 08. / 09.11.2014
  • Nach Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz: Künftig keine Personenkontrollen mehr in Inlandszügen? – http://t.co/wOAWtxoMLk #bahn ->
  • Neue Vorratsdatenspeicherung für Kreuzfahrtschiffe und bald auch für Ausleihe von Jet-Ski? – Telepolis – http://t.co/G19YkmdSjU ->
  • Automatisierter Bahnbetrieb und führerlose Züge: Eine Einführung (Technik, Vorteile, Hürden, Umsetzungszeitraum) http://t.co/nNYnOKOXdt ->
  • Der Fernbusanbieter DeinBus hat Insolvenz angemeldet. Grund: Der teils ruinöse Preiskampf. – @wiwohttp://t.co/JpCFZOFKaX #fernbus ->
  • Ukraine: PKW-Neuzulassungen im Oktober 2014 mit -63,4% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/8aBFnBC26x ->
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  • Diesel-Pkw übersteigen EU-Grenzwerte für Stickoxide laut Studie “systematisch” – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/QKoubiULug ->
  • BMVI und der ADAC kalkulieren die #Maut völlig unterschiedlich. Wie ist Dobrindt bloß auf seine Zahlen gekommen? http://t.co/LDOyEp2iPj ->
  • “Wenn der ADAC auch nur einigermaßen richtig liegt, verfehlt der […] Gesetzentwurf […] sein Ziel […] radikal.” #maut ->
  • “Das Verkehrsministerium hingegen kann oder will […] nicht erklären, wie genau die 700 Mio. € an Einnahmen [..] zustande kommen sollen.” ->
  • Die Ergebnisse des ADAC (252 Mio. €) liegen nah am von mir transparent errechneten Ergebnis von 272 Mio. €. http://t.co/5PJFSFKrs3 #maut ->
  • Wenn im VRR mal etwas nicht klappt, gebt nicht nur den Mitarbeitern die Schuld. Da entscheiden 71 Kommunalpolitiker: http://t.co/4xy5zzCtX4 ->
  • Ein interessanter Artikel über den Beruf des Lokführers und dessen Ansehen ist in der FAZ zu finden: http://t.co/xXNYeSilKS #bahn ->
ReVolt: autonom und elektrisch – Die Revolution für das short sea shipping?

Die Küstenschifffahrt spielt in Europa eine große Rolle im Güterverkehr und soll in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen. Jedoch sind die Margen aufgrund der hohen Energie- sowie Betriebskosten und anfallenden Steuern relativ gering. Die Klassifikationsgesellschaft DNV GL 1 arbeitet an der Zukunft der Seeschifffahrt und hat für die Herausforderungen der Zukunft “ReVolt” entwickelt – ein Schiff, das ökologischer, intelligenter und sicherer als konventionell angetriebene und betriebene Schiffe sein soll.

ReVolt beim Ladevorgang im Hafen – Grafik: DNV GL

Für “ReVolt” setzt DNV GL auf Technik, welche derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium ist, jedoch die Zukunft maßgeblich prägen soll. Das Schiff wird rein elektrisch angetrieben und bezieht seine Energie aus einem Akku mit 3000 kWh Kapazität. Im Vergleich zu einem Schiffsdiesel kann der Elektromotor 60 Prozent der Energie in Vortrieb umsetzen. Bei einem konventionellen Dieselmotor wird in der Schifffahrt ein Wirkungsgrad von gerade einmal 15 Prozent erreicht. Zudem besteht der Elektroantrieb aus weniger wartungsintensiven Teilen – wie etwa rotierende Komponenten – und weist somit geringere Wartungskosten auf.

Der Antrieb besteht aus zwei Propellergondeln mit je einer Schiffsschraube (drei Meter Durchmesser). Hinzu kommt eine einziehbare Querstrahlsteueranlage. Der Rumpf besteht aus Stahl, da eine Leichtbauvariante aufgrund der geringeren Wasserverdrängung kleinere Schiffspropeller erforderlich gemacht hätte und somit die Gesamteffizienz des Schiffes gesunken wäre.

Speziell konstruierter senkrechter Bug des ReVolt – Grafik: DNV GL

Der Schiffsentwurf ist für eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Knoten ausgelegt. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit konnte das Schiff mit einem geraden, senkrechten Bug konstruiert werden und hat im Vergleich mit anderen Schiffen, die normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 8,7 Knoten unterwegs sind, über das gesamte Profil einen geringeren Wasserwiderstand. Zudem muss das Schiff aufgrund seines Designs keine Ballasttanks vorhalten.

Der durchschnittliche Schiffswiderstand 2 bei normalem Wellengang und Wind beträgt 120 Kilowatt. Bei ruhiger See reduziert sich der Widerstand auf 50 Kilowatt.

Indem die Umschlagszeit in den Häfen vom Schiffsdesign auf etwa vier Stunden Liegezeit reduziert werden kann, ist der gesamte Zeitbedarf auch mit einer geringen Fahrgeschwindigkeit im Vergleich zu heute konventionell eingesetzten Schiffen wettbewerbsfähig. Für einen funktionierenden Schiffsbetrieb müssen die angefahrenen Häfen jedoch mit entsprechenden Ladestationen ausgestattet werden.

Größenvergleich des ReVolt zu einem komventionellen Schiff – Grafik: DNV GL

Das Schiff “ReVolt” ist eindeutig für den küstennahen Betrieb konzipiert. Der Akku speichert Energie für eine Reichweite von 100 Seemeilen, das sind umgerechnet 185 Kilometer. Mit einer Breite von 14,5 Metern und einer Länge von 60 Metern kann das Schiff maximal 100 Standardcontainer tragen und ist somit vergleichsweise klein. Das Konzept ist dennoch wirtschaftlich tragfähig.

Das Schiff entspricht mit seinen Eigenschaften hinsichtlich Reichweite und Tragfähigkeit den Eigenschaften der Schiffe, welche im Jahr 2012 in der Norwegian Economic Zone (NEZ) als Vorbild für das ReVolt analysiert wurden.

3D-Modell eines beladenen ReVolt-Schiffs – Grafik: DNV GL

Durch die autonome Steuerung entfallen die Personalkosten und somit ein wesentlicher Faktor der Preisbildung im maritimen Transportwesen. Durch den Wegfall der Kommandobrücke steht darüber hinaus mehr Ladefläche zur Verfügung. Die autonome Steuerung eines Schiffes ist dabei keinesfalls trivial. Bei Seegang führt ein Schiff drei gradlinige und drei Rotationsbewegungen aus: Bewegung entlang der Längsachse (Wogen), Bewegung entlang der Querachse (Schwoien), Bewegung entlang der Hochachse (Tauchen), Bewegung um die Längsachse (Rollen), Bewegung um die Querachse (Stampfen) und Bewegung um die Hochachse (Gieren). Die Steuerung eines autonom fahrenden Schiffes muss daher in der Lage sein, Manöver und Entscheidungen vor dem Hintergrund dieser Eventualitäten zu treffen. Entscheidungen, welche an Land richtig wären, können auf See vollkommen falsch sein! Hinzu kommen Schwierigkeiten und Herausforderungen beim An- und Ablegen in Hafenbecken. Mir persönlich stellt sich zudem die Frage, wie das Schiff Kollisionen mit kleinen Schiffen, welche nicht mit einem AIS-Transponder ausgestattet sind oder nur geringe Reflektionsflächen für das Radar bieten, vermeiden soll. Zwar ist das Schiff mit ECDIS, GPS, Radar, Lidar und Kameras ausgestattet (siehe: Fahrzeugumfeldsensorik: LiDAR, Radar, Infrarot, Ultraschall und Video im Vergleich – Funktionsweise, Vor- und Nachteile, Sensordatenfusion. Die Ergebnisse aus dem Pkw-Bereich gelten bei der Umfeldsensorik ebenso für den Schiffsverkehr), jedoch müssen diese auch bei Nebel und schlechten Wetterverhältnissen zuverlässig und korrekt funktionieren. Eine große Herausforderung.

Diese und andere Fragen müssen noch geklärt werden, bevor “ReVolt” produktiv eingesetzt werden kann. Derzeit befindet sich das Konzeptschiff in der Testphase und wird als drei Meter langer Prototyp in einem Fjord bei Oslo getestet. Das Modellschiff ist jedoch noch nicht komplett autonom unterwegs.

Mittelfristig soll “ReVolt” im short sea shipping eingesetzt werden. Eine schlagende Eigenschaft besitzt das Schiff im Vergleich mit heute eingesetzten Schiffen: Während einer rund 30-jährigen Lebensdauer soll ein ReVolt-Schiff durch seine geringen Personal- und Betriebskosten im Vergleich zu einem dieselbetriebenen Schiff bis zu 34 Millionen US-Dollar an Kosten einsparen. Und das trotz relativ hohen Batteriepreisen von 1.000 US-Dollar / kWh und einem zweimaligen Austausch des Batteriepacks über die Lebensdauer des Schiffs.

Lebenszykluskosten des ReVolt im Vergleich zu einem Schiff mit konventionellem Dieselantrieb – Grafik: DNV GL

  1. Klassifikationsgesellschaften erstellen technische Richtlinien zum Entwurf und zur Konstruktion von Schiffen und geben diese als Bauvorschriften heraus, DNV GL ist aus der Fusion der Det Norske Veritas (DNV) mit der Germanischer Lloyd (GL) entstanden.
  2. Der Schiffswiderstand gibt die Kraft an, die man aufwenden muss, um ein Schiff bei ruhiger See mit konstanter Geschwindigkeit zu ziehen.
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Schlußstrich

Planning of the automobile city focuses on saving time. Planning for the accessible city, on the other hand, focuses on time well spent.
Robert Cervero, Professor of City & Regional Planning, UC Berkeley

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

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