- Bolivien verstaatlicht spanischen Flughafenbetreiber, das Militär soll nun vorerst die drei Flughäfen betreiben – http://t.co/CwEB7UiY ->
- Studie der TU Dresden: Autofahrer verursachen mehr Kosten, als sie Abgaben zahlen: 90 vs. 50 Mrd. Euro – FAZ – http://t.co/2keWVuw7 ->
- Gut oder schlecht? Autoverkäufe in Europa fallen im Januar 2013 auf Rekordtief – PM ACEA – http://t.co/qUUinqrF ->
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- Kehrtwende: Brandenburgs Regierung jetzt auch gegen Nachtflüge am geplanten Hauptstadtflughafen#BER – RBB – http://t.co/xU7aWssO ->
- Audis Abstandsregeltempomat hat laut MIT Technology Review das Potential, das globale Leben nachhaltig zu beeinflussen http://t.co/dlasxDyq ->
- In Großbritannien wurde die Bahnfahrpreisstruktur unter Creative Commons Open Licence veröffentlicht: http://t.co/Mjq6XLYS #opendata ->
- Stuttgarts OB Kuhn lehnt einer Übernahme von Mehrkosten für Stuttgart 21 ab – Stuttgarter Zeitung – http://t.co/spYGZXwN #s21 #bahn ->
- Tarifkonflikt im Sicherheitsgewerbe: Das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen wird am Mittwoch ganztägig streiken http://t.co/38YK3sKw ->
- Seit 1.1.13 gilt Fahrverbot für Kfz mit roter Plakette in der Umweltzone, doch in Bochum wird gar nicht kontrolliert. http://t.co/WgHbtaxO ->
- Der Flughafen London Heathrow will die Gebühren in den kommenden fünf Jahren massiv erhöhen – aeroTELEGRAPH – http://t.co/Z6H7VNed #LHR ->
- Neue Strecken für den Feldversuch Lang-Lkw. Bremen öffnet sich, Niedersachsen macht zu – logistic ready – http://t.co/nULfi5BL #gigaliner ->
- Gleichzeitig klagt Bremen übrigens gegen den #Gigaliner-Versuch wegen grundlegender Bedenken – Deutschlandfunk – http://t.co/qx1SMo18 ->
- Die Londoner Seilbahn (London Emirates Air Line) macht jede Woche 78000 Dollar Verlust! – http://t.co/wf7bHz5O #TfL #london ->
- Will ja nicht darauf rumreiten, aber ich habe schon mehrmals auf die fragliche verkehrliche Bedeutung hingewiesen! http://t.co/r8Rgat2I ->
- Etwas einseitiger Artikel, aber nunja… EBA oder: das Eisenbahn-Bummelamt – FAZ – http://t.co/s5nskVaf #bahn (via @elba013) ->
- ICE der BR 407 (Velaro D) sollen auch im Juni nicht zur Verfügung stehen. -> Einsatz auf unbestimmte Zeit verschoben http://t.co/tcHCjLKz ->
- Ich hätte ja gerne geschaut, welche Verkehrsdaten bei #GovData online sind. Aber da man es versaut hat, wird das wohl nix… #bundesfail ->
- Produktionsausbau: Autobauer im Mexiko-Rausch – Wirtschaftswoche – http://t.co/H6ygv2zJ ->
- Preiskampf über Indien: Fluggäste gewinnen, Airlines verlieren – India Insight – http://t.co/Afgcvmfc ->
- Bundesbank warnt vor Risiken für Banken infolge der schweren Krise in der Schifffahrtsbranche – THB – http://t.co/EONAfIOZ ->
- Tesla Model S vs. New York Times: NYT gibt Fehler zu – Green Motors Blog – http://t.co/IcEpkQOU ->
- Heiner Geißler: Stuttgart 21 hat keine Chance mehr – Tagesspiegel – http://t.co/TtNIafMG #s21 #bahn ->
- Sogenannte “Verkehrspolitik” in Berlin: Der Rückbau des Adlergestells wird zurückgebaut – Tagesspiegel – http://t.co/jj1UnzKx ->
- Brandschutz bei Stuttgart 21: Feuerwehr ist noch unzufrieden – Stuttgarter Zeitung – http://t.co/tdDnxPiP #s21 #stuttgart21 ->
- Flughafen #BER: #Platzeck versucht’s mit Populismus – ZEIT ONLINE – http://t.co/xnepyse3 ->
- Bekanntgabe der Finanzzahlen: D-Day für Tesla und Elon Musk – Gas 2.0 – http://t.co/O5GTya40 #Elektroauto ->
- Ver.di verlagert Flughafen-Streik von Hamburg nach NRW – Tagesschau – http://t.co/5JrZZSWA ->
- Kieler Landtag diskutiert Verkehrspolitik in Schleswig-Holstein – Kieler Nachrichten – http://t.co/bBCRhKTl #NOK #A20 #fehmarnbeltquerung ->
- Gutachten sieht Rammfehler als Ursache für Schäden an der Spundwand des Tiefwasserhafens Jade-Weser-Port – THB – http://t.co/3N1GWXKB ->
- Fahrassistenzsysteme für Elektroautos: Das #Elektroauto weicht aus – Golem – http://t.co/A7YfsfjV ->
- Better Place zieht sich aus den USA und Australien zurück – Daily Kos – http://t.co/xXEK9Qvd ->
- Italien: PKW-Produktion 2012 mit -18,3%, PKW-Exporte mit -14,4% – Querschüsse – http://t.co/rI78uLVB ->
- Volvo verkauft 475 Hybridbusse nach Quebec – PM Volvo – http://t.co/CFh2oyrA ->
Dieser Artikel ist Teil der Serie Verkehr während der Olympischen Spiele 2012 in London. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

TfL-Beschilderung in Stratford Station, das auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro hinweist – Foto: @LandmarkNick
Ich habe mich in den vergangenen Tagen ja sehr intensiv mit dem Londoner Verkehr während der Olympischen Spiele auseinander gesetzt. Ich bin aber nun auch froh, dass diese spannende Zeit nun endlich vorüber ist. Ich hatte nicht gedacht, dass eine Twitter-Analyse so anstrengend sein kann, aber ich habe dabei auch sehr viel über ÖPNV und Kundenbeziehungen gelernt.
Ich habe jeden einzelnen Twitternutzer, dessen Tweets ich genutzt habe, informiert. Daraus haben sich sehr viele interessante “Tweetwechsel” ergeben. Die Londonerinnen und Londoner sind auf der einen Seite sehr freundlich und offen, auf der anderen Seite aber äußerst aggressiv und negativ gegenüber dem öffentlichen Verkehr bzw. Transport for London eingestellt.
Ich glaube dies hängt eng mit einer speziellen Erwartungshaltung gegenüber TfL zusammen, die leider oftmals enttäuscht wird. Diese große Erwartung ergibt sich sicherlich aus dem Stolz, den jeder Londoner für seine Stadt und sein Land verspürt.
In den letzten Wochen waren die häufigsten Gründe für Störungen im Londoner ÖPNV Signalstörungen, Feueralarme (alles Fehlalarme) und so traurig es ist, Selbstmorde bzw. Unfälle (“person under a train”). Ich weiß leider nicht, wieso es bei London Underground / Overground so viele Signalstörungen gibt (falls mir hier jemand weiterhelfen könnte, wäre dies sehr nett), aber auf die meisten Verspätungen oder Ausfällen scheint TfL keinen Einfluss gehabt zu haben. Bei Störungen ist die Kommunikation via Twitter und diverse Apps allerdings großartig, vielleicht könnte Transport for London hier noch ein wenig mehr ins Detail gehen und mehr erklären. Dies würde sicherlich das Verständnis für das derzeitigre Problem erhöhen. Ich fand es auch sehr interessant, dass soweit ich das einschätzen kann, kein einziges deutsches Verkehrsunternehmen an die Kommunikationsleistung auch nur annähernd anknüpfen kann, die TfL vollbringt. Wirklich großartig!
Und hier nun die Geschehnisse vom 12.08.2012 und somit dem letzten Tag der Olympischen Spiele. Ich werde noch den Abreisetag und die Abläufe am Flughafen London Heathrow genauer beleuchten und dann abwarten, welche Analyseleistung mir noch möglich sein wird.
[London 2012] Verkehr während der Olympischen Spiele 2012 – Tag 17: London feiert seinen Verkehr in der Schlußzeremonie
Verkehrsereignisse und Erfahrungen vom siebtzehnten und letzten Tag der Olympischen Spiele 2012 in London.
Storified by Zukunft Mobilität · Mon, Aug 13 2012 09:19:48
Dieser Artikel ist Teil der Serie Verkehr während der Olympischen Spiele 2012 in London. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.
Es ist recht unglücklich, wenn nach dem Fußballspiel Mexiko – Senegal die U-Bahnstation in Nähe des Stadions geschlossen ist und alle Zuschauer nach Hause fahren wollen. Man kann dann durchaus 50 Minuten in der Schlange warten müssen, bis man den Eingang zur U-Bahnstation nur erahnen kann.
Andererseits entstehen so beeindruckende Bilder wie diese:
Queue outside Wembley trying to get on tube
#olympics#football#tfl twitter.com/Loclee/status/…— Cornish Viewpoint (@Loclee) August 4, 2012

Bild: John Irvine
[London 2012] Verkehr während der Olympischen Spiele 2012 – Tag 9: Lange Warteschlangen in Wembley
Verkehrsereignisse und Erfahrungen vom neunten Tag der Olympischen Spiele 2012 in London.
Storified by Zukunft Mobilität · Sun, Aug 05 2012 11:46:16
Dieser Artikel ist Teil der Serie Verkehr während der Olympischen Spiele 2012 in London. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.
Am dritten Tag der Olympischen Spiele 2012 fand in London das olympische Radrennen der Frauen statt. Dies brachte einige Einschränkungen für den Straßenverkehr mit sich. Ebenfalls beeinträchtigt waren einige Buslinien, die umgeleitet werden mussten. Zum Abend hin kam es zu einigen Staus, als Besucher von Wettkämpfen aus Wembley und Greenwich Park, wieder in die Innenstadt zurückkehrten.
- Schöner Trend in Nordamerika: Das Fahrrad und Carsharing verringern den Ölbedarf und veränderndie Mobilitätskultur – http://t.co/BFGRkYkj ->
- Qualcomm und Renault laden #Elektroautos per Induktion im Rahmen eines Versuchs in #London – heise online – http://t.co/Qu8rNbRa ->
- Deutschland tritt in die Pedale und Ramsauer setzt sich ins gemachte Nest. Er möchte nun den #Radverkehr fördern. ->
- Sein Vorhaben deutsche Städte radfreundlicher zu machen, ist vermutlich so angelegt, Kommunen aufzufordern mehr zu machen. ->
- Beim Nationalen Radverkehrsplan und dem Bau neuer Radwege an Bundesstraßen könnt er viel eher ansetzen. Aber das ist ja nicht sein Stil… ->
- Ramsauers einziger Beitrag zum #Radverkehr der letzten Jahre waren seine unsäglichen Aussagen über #Kampfradler. ->
- Autonome Mikrokopter sollen Pakete ausliefern – heise online – http://t.co/086hC5RH ->
- Luftfracht-Versender mit der Zulassung als Bekannter Versender überfordert? -mylogistics – http://t.co/GQ5BgsjG #logistik ->
- Interessant: Vereinbarung zwischen Ryanair und dem finnischen Flughafen Tampere-Pirkkala verstößt nicht gegen EU-Recht http://t.co/jpg7dILn ->
- Streik der britischen Grenzbeamten am Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spielen abgesagt – New York Times – http://t.co/FRAW9m3D ->
- Bei der Berliner S-Bahn sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 958.857 Zugkilometer ausgefallen (ca. 7,9 %). ->
- Die Verpätungsminuten summierten sich auf 170.810 (fast 19 h/Tag) (bei durchschnittlich über 80.000 Zugkilometer pro Tag Gesamtleistung) ->
- Quelle: Anfrage der Piratenfraktion #Berlin http://t.co/zBaDvCQS | Pro Bahn @elba013 http://t.co/QWFclHaY | BZ: http://t.co/AH7E9fBE ->
- Verkehr im Wandel: Bürger sind schneller als die Politik – Hamburger Abendblatt – http://t.co/g9jW69f0 #verkehrspolitik #hamburg #HH ->
- Auch eine ewige Geschichte: Münchner Variobahn: kein dauerhaftes Reparaturkonzept und keine endgültige Zulassung – http://t.co/xP1BJxlO #mvg ->
- Nach einem technischen Defekt waren Dutzende Fahrgäste in der neuen Londoner Seilbahn Emirates Air Line gefangen – http://t.co/QcBZmGfg #tfl ->
- Daimler, Ford, Peugeot: Wirtschaftskrise erfasst Autoindustrie – SPIEGEL Online – http://t.co/7TocfdxI ->
- Flughafen BER: Ramsauer beschwert sich über Brandschutz-Test, da kein Mitarbeiter seines Hauses daran teilnehmen durfte http://t.co/wjvxnrht ->
- Solarflieger der Initiative Solar Impulse kehrt zum Heimatflughafen zurück – heise online – http://t.co/9k2LDmWZ ->
Dieser Artikel ist Teil der Serie Verkehr während der Olympische Spiele 2012 in London. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.
Hin und wieder beschäftigt man sich mit Verkehrsprojekten, denen gegenüber man neutral eingestelt ist. Je mehr man sich jedoch mit den Details und der Umsetzung auseinander setzt, desto öfter zweifelt man an der Sinnhaftigkeit eines Projekts. Die Seilbahn in London ist ein gutes Beispiel.

Foto: Squirmelia @Flickr – CC BY-NC-SA 2.0
Seit dem 28. Juni 2012 verbindet eine Seilbahn die Docklands Light Railway Station an der Royal Victoria Station und die Jubilee Line an der North Greenwich Station in London. Somit existiert erstmals eine direkte Verbindung über die Themse zwischen The O2, Europas größtem Entertainment-Komplex, und ExCeL, dem mit 400.000 Quadratmeter größten Messegelände Europas. Im ExCeL Exhibition Centre finden die Wettkämpfe im Boxen, Judo, Taekwondo, Tischtennis, Fechten, Gewichtheben und Ringen statt sowie bei den Paralympics die Wettkämpfe im Rollstuhlfechten, Tischtennis, Judo, Powerlifting, Sitzvolleyball und Boccia. In The O2 werden die olympischen Sportarten Geräteturnen und die Basketball-Endspiele ausgefochten.

Foto: Dave Catchpole @Flickr – CC BY 2.0
Die Streckenlänge über die Themse beträgt 1.100 Meter. Die Fahrt dauert etwa fünf Minuten. 24 bis 26 Gondeln befördern bis zu zehn Fahrgäste und zwei Fahrräder. Die 360 Grad Panoramakabinen des Schweizer Herstellers CWA Constructions SA sind mit einem Touchscreen und einem mehrsprachigen Infotainment-System ausgerüstet. Die notwendige Energie für Elektrik, Belüftung und das Entertainment-System wird in Doppelschichtkondensatoren, die auf dem Dach montiert sind, gespeichert und an den beiden Stationen wieder aufgeladen. Die von Maxwell gefertigten Ultrakondensatoren arbeiten problemlos zwoschen -40 bis +65 Grad Celsius und sind für mehr als eine Million Ladezyklen ausgelegt. Im Vergleich zu normalen Akkus haben sie den Vorteil, dass sie enorm gewichts- und platzsparend sind.
Die Kabinen fahren in einem Abstand von 30 Sekunden. Betriebszeiten während der Sommermonate sind Montag und Freitag 07:00 BST / 08:00 Uhr CEST – 21:00 BST / 22:00 CEST (BST = British Summer Time / CEST = Deutsche Zeitzone), am Samstag zwischen 08:00 BST / 09:00 Uhr CEST – 21:00 BST / 22:00 CEST und am Sonntag zwischen 09:00 BST / 10:00 Uhr CEST – 21:00 BST / 22:00 CEST. Zwischen 1. Oktober und 31. März endet der Betrieb jeweils eine Stunde früher.
Der Betrieb wird ab einer Windgeschwindigkeit von 18 m/s (64,8 km/h) eingestellt. Transport for London rechnet, dass wetterbedingte Schließungen bis zu sieben Tage im Jahr ausmachen können.
Die Durchfahrtshöhe beträgt 54,1 m über dem Wasserspiegel der Themse. Die höchste Erhebung ist 93 Meter hoch.
Je Stunde und Richtung können 2.500 Fahrgäste über die Themse befördert werden. Das entspricht etwa der Kapazität von 50 Standard-Bussen und einer Gesamtjahreskapazität von etwa zwei Millionen Fahrgästen.
Kostensteigerung um 250 Prozent
Die ursprünglichen Kosten wurden mit 25 Millionen Pfund angesetzt. Diese sollten vollständig von privaten Investoren übernommen werden. Nach einer Kostensteigerung auf 45 Millionen Pfund wurde im September 2011 der letztendliche Kostenrahmen auf 62,5 Millionen Pfund (~ 77,8 Mio. €) beziffert. Diese Summe umfasst die Kosten für Grundstückskäufe, die umfangreichen Planungen und rechtlichen Beratungskosten. Diese waren in die erste Kostenschätzung nicht mit eingeflossen. Die reinen Baukosten betrugen 45 Millionen Pfund. Damit ist die Londoner Seilbahn das teuerste bislang gebaute Seilbahnprojekt. Ein Kilometer kostet umgerechnet 67 Millionen Euro. Einseilumlaufbahnen kosten normalerweise acht bis maximal 24 Millionen Euro je Kilometer!
Zum Vergleich kann man die Rheinseilbahn in Koblenz heranziehen. Diese ist ebenfalls ein Kilometer lang und hat eine Stundenkapazität von 7.600 Fahrgästen und damit die höchste Leistungsfähigkeit von Seilbahnen weltweit. Obwohl die Rheinseilbahn eine leistungsfähigere und technisch komplexere 3S-Bahn, auch Dreiseilumlaufbahn genannt, ist, betrugen die Baukosten nur zwölf Millionen Euro und damit nur 18,18% der Baukosten der Londoner Seilbahn. Natürlich muss man einschränken, dass die Kosten für Bauland im Herzen Londons um ein Vielfaches höher liegen als Grundstückspreise in Koblenz. Des Weiteren kostet die Installation eines 80 Meter hohen Masten mitten in der Themse einen hohen Geldbetrag. Dennoch ist es für mich fragwürdig, ob die Londoner Seilbahn wirklich das 5,5fache im Vergleich zu Seilbahnen gleicher Länge, die zudem leistungsfähiger sind, kosten muss.
Die geplante Gegenfinanzierung durch Privatinvestoren scheiterte.
Um das Projekt zu finanzieren, hat Transport for London einen Sponsorenvertrag mit der Fluggesellschaft Emirates abgeschlossen. Diese erhält für 36 Millionen Pfund die Namensrechte über einen Zeitraum von zehn Jahren. Weitere acht Millionen Pfund stammen vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ERFE, sodass für Transport for London und damit dem Steuerzahler ein Betrag zwischen 18 und 25 Millionen Pfund verbleibt. Diese Summe soll durch Fahrentgelte wieder eingenommen werden.
Ticketpreise für die Emirates Air Line
Neben den hohen Baukosten stehen auch die hohen Ticketpreise in der Kritik. So müssen Erwachsene 4,30 Pfund (~5,40 €) für eine Einzelfahrt bezahlen. Bei Besitz einer Oyster Card bzw. einer Travelcard (im Folgendenen nur Oyster) reduziert sich dieser Betrag auf 3,20 Pfund (~ 4 €). Kinder zwischen 5 – 15 Jahren bezahlen 2,20 Pfund (~2,75 €) bzw. mit Oyster Card 1,60 Pfund (~2 €). Kinder unter fünf Jahren fahren kostenlos.
Für eine Hin- und Rückfahrt werden 8,60 Pfund (~10,70 €) ohne und 6,40 Pfund (~8 €) mit Oyster Card fällig. Fahrgäste, die diese Strecke öfters mit der Seilbahn zurücklegen wollen, können eine Zehnerkarte für 16 Pfund (~20 Euro) erwerben. Dadurch reduziert sich die Einzelfahrt auf 1,60 Pfund (~2 €).
Pendler mit einer Jahreskarte für die Zone 3 müssen zusätzliche EInzelfahrscheine erwerben. Der Londoner Bürgermeister Boris Johnson steht daher in der Kritik, Pendler einseitig zu belasten und die gestiegenen Baukosten auf deren Rücken zu refinanzieren.

Foto: Dave Catchpole @Flickr – CC BY 2.0
Die Planungsphase der Seilbahn war sehr umfangreich, da die Erfordernisse und Bedenken vieler verschiedener öffentlicher und privater Institutionen bedacht und einbezogen werden mussten. Darunter befanden sich die beiden angrenzenden Gemeinden, aber auch der Flughafen London City, die Verwaltung des Londoner Hafens, die Royal Docks Verwaltungsgesellschaft, die London Thames Gateway Development Cooperation und viele andere Institutionen aus den Bereichen Stadtentwicklung und Themse-Verwaltung.
Äußerst problematisch ist die Lage der Seilbahn im Schutzbereich des Flughafens London City. Die Risikoanalyse durch die NATS hat einige Zeit in Anspruch genommen. Dadurch wurde der Projektfortlauf weiter verzögert.
Errichtet wurde die Seilbahn von einem Baukonsortium aus den Unternehmen Doppelmayr, einem österreichischen Spezialisten für Seilbahnen, Asdas, Bachy, Buro Happold, URS Scott Wilson und Watson Steel. Als Hauptunternehmer und Betreiber für drei Jahre wurde Mace bestimmt. Dafür erhält Mace 5,5 Millionen Pfund.
Entworfen wurde die Seilbahn von WilkinsonEyre.

Foto: Dave Catchpole @Flickr – CC BY 2.0
Kritik
In London ruft die neue Seilbahn gespaltene Meinungen hervor. So stehen die hohen Fahrpreise für Pendler und Touristen in der Kritik. Zudem die Kostensteigerung von ursprünglich 25 Millionen Pfund auf über 60 Millionen Pfund und damit um immerhin 250 Prozent.
Ich persönlich glaube auch nicht, dass die Seilbahn eine große verkehrliche Rolle einnehmen wird. Zwar ist jede Querung eines Flusses von Vorteil, allerdings ist die Seilbahn für eine spätere Nutzung durch Pendler nicht optimal in das vorhandene öffentliche Verkehrsangebot eingebunden. So beträgt die Entfernung der Seilbahnstationen zur nächsten U-Bahn bzw. DLR-Station mehrere hundert Meter. Die Entfernung vom Emirates Royal Docks Terminal zur Station Royal Victoria beträgt beispielsweise nur wenige Minuten, zur wichtigeren Station Canning Town Docklands Light Railway / U-Bahn sind jedoch einige zusätzliche hundert Meter zu Fuß bzw. mit DLR zwischen Royal Victoria und Canning Town zurückzulegen. Für Touristen ist die Linienführung allerdings sicherlich sinnvoll.
Ebenfalls negativ für den Pendlerverkehr sind die hohen Wartezeiten an den Terminals. In den Tagen nach der Eröffnung betrug die Wartezeit für die fünfminütige Fahrt etwa 40 Minuten. Sinnvoller erscheint für Pendler eine Fahrt von der Royal Victoria Staion zur North Greenwhich Station mit Umstieg in Canning Town.
Vor allem Touristen und Kamerateams werden während der Olympischen Spiele die Seilbahn nutzen. Auch in Zukunft wird diese Seilbahn vor allem von Touristen genutzt werden, die den atemberaubenden Blick auf London genießen wollen. Allerdings hätte Transport for London die neue Emirates Air Line nicht als neues Verkehrsmittel für den Pendelverkehr vermarkten sollen. Ihnen wäre einiges an Kritik erspart geblieben. Hinzu kommt, dass der Bau und Betrieb einer Touristenattraktion nicht Aufgabe von TfL sein dürfte und vor allem nicht mit Steuergeldern finanziert werden dürfte.
Wer sich für innerstädtische Seilbahnsysteme interessiert, dem empfehle ich den Gastbeitrag Luftseilbahnen als innerstädtische Massenverkehrsmittel von Günther Ecker.
Aktualisierung – 17.11.2012
Monate nach der Eröffnung zeichnet sich ab, dass sich meine Befürchtungen bewahrheiten. Nach dem Ende der Olympischen Spiele wurden 400.000 Fahrgäste gezählt. Die Auslastung beträgt unter zehn Prozent. Nur eine von zehntausend Fahrten (0,01 %) wird mit dem um 6 Pfund reduzierten Pendlertarif durchgeführt. Anscheinend schreckt die fehlende Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln ab. Transport for London möchte die Fahrgastzahl nun mit einer Werbekampagne erhöhen.
Aktualisierung – 04.12.2012
Informationen über die Verwendung von Superkondensatoren für die Kabinenelektrik hinzugefügt.
Aktualisierung – 10.02.2013
Fehlerhafte Angabe der Kapazität korrigiert. Die Stundenkapazität von 2.500 Fahrgästen bezieht sich auf beide Richtungen. Bislang stand im Artikel geschrieben, dass die Kapazität 2.500 Fahrgäste je Stunde und Richtung betrage. Das ist falsch! Ich bitte für den Fehler um Entschuldigung!




