Artikel zum Thema Fahrrad
Vorschlag für ein kommunales CarSharing-Förderprogramm

Dieser Vorschlag für ein kommunales CarSharing-Förderprogramm ist ein Gastartikel von Johann Englmüller. Wenn auch Sie Interesse haben, hier einen Gastartikel zu veröffentlichen, dann schreiben Sie uns bitte.

Es gibt Förderprogramme für Hausdämmung, Stromeinsparungen und regenerative Energie. Alle Programme sind Bestandteile der Energiewende. In vielen Kommunen gibt es schon sehr gute einzelne Beispiele für eine Förderung von CarSharing. Es wurde aber von keiner Kommune ein CarSharing-Förderprogramm aufgestellt, obwohl Carsharing als Bestandteil der Mobilitätswende ein weiteres Standbein der Energiewende ist.

Carsharing als Baustein der Mobilitäts- und Energiewende – Foto: Patrick Johannsen / Future Mobility Camp

Dieses Förderprogramm richtet sich an kleine Kommunen. Für große Städte (mit mehr als 500.000 Einwohner) ist ein derartiges Förderprogramm nicht nötig, da sich die großen CarSharinganbieter der Autokonzerne (BMW, VW, Mercedes, Ford, Renault, usw.), sowieso gleich mit vielen CarSharingautos flächendeckend niederlassen.

Ein Gesamtkonzept als Förderprogramm von kleineren Kommunen zum Carsharing könnte viel in Bewegung setzen und einen Beitrag leisten, die gesetzten Ziele der Energiewende (Mobiltätswende) zu erreichen. Dieses Programm soll Bürger anspornen, selber aktiv zu werden und einen CarSharingverein zu gründen. Finanzielle, logistische und ideelle Unterstützung sowie Werbemaßnahmen der Kommunen sollen die Gründung von CarSharingvereinen erleichtern und das Wachstum der Vereine beschleunigen. Der Einfluss der Kommune auf Stadtwerke, Banken und größere Firmen lässt ein Netzwerk der CarSharing-Förderung entstehen. Bei schon bestehenden kleinen CarSharingorganisationen können die Kommunen erreichen, dass CarSharing schneller in alle Ortsteile vordringen kann, da ein Verein dies aus eigener Kraft nicht so schnell leisten kann. Mit den im Anschluss genannten Maßnahmen steigern die Kommunen in der Bevölkerung den Bekanntheitsgrad und erzielen einen höheren Stellenwert von CarSharing.

teilAuto-Carsharing in Leipzig – Foto: teilAuto – Mobility Center GmbH via Bundesverband CarSharing e. V. (bcs)

In folgendem Programmentwurf nenne ich gute Beispiele der CarSharing-Förderung durch Kommunen und füge sie zu einem ganzen Programm zusammen. Ich werde zu den einzelnen Teilaspekten ein Beispiel anhand einer Kommune (meist mit Internet-Link) nennen, in der dies schon so praktiziert wird; bei zwei Maßnahmen (P, Q) handelt es sich um Vorschläge, die meines Wissens noch von keiner Kommune umgesetzt wurden. (mehr …)

[Hörempfehlungen] Autonomes Fahren, Connected Car, Verbrennungsmotor, eBikes und Elektrofahrzeuge

In den vergangene Wochen war ich bei diversen Podcasts zu Gast bzw. habe einige Podcasts gehört, welche ich gerne empfehlen möchte.

fahrrad.io - Martin Randelhoff über E-Bikes als Fortbewegungsmittel der Zukunft

Im Rahmen der Interactive Cologne, auf welcher ich einen Vortrag zu zukünftigen Entwicklungen und Trends im Verkehrsbereich gehalten habe, sprach ich mit Hans Dorsch über verschiedene Themen. Neben aktuellen Entwicklungen in der Verkehrsplanung und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit verkehrsbezogenen Themen war ein großes Thema auch das Pedelec bzw. E-Bike.

Mit dem klassischen Fahrrad akzeptiert man [eine Distanz von] 10 Kilometer zum Pendeln, mit dem Pedelec sind es durch die größere Geschwindigkeit und niedrigere Anstrengung schon 30 Kilometer. Das Pedelec hat nicht nur im Bereich des klassischen Radverkehrs große Potenziale, sondern auch im Cargo-Bereich. Nicht nur, was den individuellen Transport von Gütern angeht, sondern eben auch den klassischen Kurier- und Express- und Paketdienst. 

Podcast anhören [35:30 Minuten] (mit Transkript) | Download

Ich während meines Vortrages auf der Interactive Cologne

techbros Elektromobilitätstalk mit Martin Randelhoff

Ebenfalls auf der Interactive Cologne habe ich mit Florian “dotdean” Krakau vom Blog “techbros” über den aktuellen Stand der Elektromobilität (besser: “Elektroverkehr”) und zukünftigen Trends und Entwicklungen im Bereich autonomer Fahrzeugsysteme gesprochen.

Podcast anhören [32:53 Minuten] | Download

Deutschlandradio Kultur, Sendung Breitband - “Connected Cars: Autonom und vernetzt”

Florian Regensburger spricht mit dem von mir sehr geschätzten Paul Balzer (Blog von Paul | Pauls Gastartikel bei Zukunft Mobilität zu Inversionswetterlagen und Umweltzonen), Fahrzeugingenieur und Doktorand zum Thema Algorithmenentwicklung und Fahrzeugumfeldsensorik, über das vernetzte Auto, die heutigen Möglichkeiten, Sensorinformationen und den Umgang der Autofahrer mit der Technik: Welche Rolle spielen Computer und Mensch bald auf der Straße? (bis Minute 14:45)

Podcast anhören [49:00 Minuten] | Download

omega tau über den Verbrennungsmotor

Zu Gast beim generell sehr empfehlenswerten omega tau-Podcast (bei dem ich ebenfalls schon zu Gast gewesen bin) war Donatus Wichelhaus, seines Zeichens Leiter der Motorenentwicklung bei Volkswagen Motorsport. In dem knapp unter 3 Stunden langen Podcast wurde unter anderem auf die folgenden Themen eingegangen: das Prinzip des Verbrennungsmotors, die wichtigsten Baugruppen, diverse Arten und Bauformen von Motoren, markenspezifische Eigenheiten (TDI, CDI) sowie auf die Steuerung des Motors. Ein guter Einstieg in das Verständnis verbrennungsmotorischer Prozesse und den Aufbau desselben, auch wenn Herr Wichelhaus gerne in die Fachsprache abdriftet.

Podcast anhören [2:52:45 Stunden] | Download

Cykelslangen – Kopenhagener Brückenschlag für den Radverkehr

Foto: DISSING+WEITLING architecture a/s

Kopenhagen hat ein Ziel. Und verfolgt dieses unermüdlich. Bis Ende 2015 möchte die dänische Hauptstadt der fahrradfreundlichste Ort auf der Welt werden. Viele glauben, dass Kopenhagen bereits heute diesen Titel verdient hat, die Stadt mit ihrer ambitionierten Radverkehrsstrategie sieht dies noch nicht so. Im Jahr 2015 sollen 50 Prozent aller Wege zur Arbeit und zur Schule / Universität mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Bis 2025 sollen sich 90 Prozent aller Fahrradfahrer in Kopenhagen sicher fühlen und die Reisezeit um 15 Prozent sinken. Die neue Cykelslangen wird dabei helfen.

Foto: DISSING+WEITLING architecture a/s

Die Cykelslangen (dt. Fahrradschlange) ist eine Brücke für den Radverkehr über das innere Hafenbecken von Kopenhagen. Das Bauwerk besteht aus einer 190 Meter langen Stahlbrücke und 30 Meter langen Rampen. Der orange eingefärbte Zwei-Richtungsradweg ist vier Meter breit und befindet sich sechs bis sieben Meter über dem Wasser. Die Spannweite zwischen den Pfeilern beträgt 17 Meter. Durch die integrierte Beleuchtung ist das Befahren auch in der Nacht sehr sicher. Darüber hinaus stellt die illuminierte Brücke ein schickes Designelement im Hafen dar. Die Baukosten betrugen rund 5,1 Millionen Euro.

Die Brücke schließt die Lücke zwischen der Kalvebod Brygge und der Island Brygge. Im Jahr 2006 wurde die kombinierte Fuß- und Radverkehrsbrücke “Bryggebroen” über den Hafen von Kopenhagen eröffnet. Diese verbindet den Stadtteil Vesterbro mit der Islands Brygge und ermöglicht kürzere Reisezeiten in Richtung der Universitäten und Ørestad, etwa 8000 Radfahrer nutzen die Verbindung über die Brücke täglich. Problematisch war jedoch die Nordanbindung der Bryggebroen.

Bereich mit der Bryggebroen, dem Fisketorvet und der neuen Cykelslangen mit direktem Anschluss an die Kalvebod Brygge. – Karte: OpenStreetMap / © OpenStreetMap-Mitwirkende

Zwischen beiden Brücken liegt der stark frequentierte Fisketorvet (dt. Fischmarkt) mit dem Fisketorvet-Einkaufszentrum, einem beliebten Freibad und vielen weiteren Anziehungspunkten. Insbesondere während der Sommermonate kam es zu häufigen Konflikten zwischen Fußgängern und den 12.500 Radfahrern, welche den Bereich pro Tag queren. Hinzu kommen bauliche Gegebenheiten, welche das Sichtfeld stark einschränken und den Radverkehr bremsen. Bis zur Eröffnung der Cykelslangen war es notwendig, das Fahrrad am nördlichen Ende des Fisketorvet Treppen hinunter- und hinaufzutragen oder einen Umweg mit hohem Konfliktpotential aufgrund des starken querenden Fußverkehrs zu fahren.

Treppen am nördlichen Ende der Bryggebroen, genutzt von mehreren tausend Radfahrern am Tag – Foto: Copenhagenize.com

Die Cykelslangen verbessert daher die Verkehrssicherheit von Fußgängern wie auch Radfahrern enorm.

Die Fläche unter der Brücke soll baulich aufgewertet und die Aufenthaltsqualität für den Fußverkehr weiter erhöht werden.

[Interview] “Wie sinnvoll ist eine Fahrradhelm-Pflicht?” im rbb Inforadio

Alles Wissenswerte zum Thema Radhelmpflicht und deren Wirkung auf den Radverkehr finden Sie in unserem Dossier.

Am 17.06.2014 hat der Bundesgerichtshof in einem Berufungsurteil eine Mitschuld von Fahrradfahrern, welche bei einem Unfall keinen Helm tragen und sich bei diesem verletzten, negiert (Urteil vom 17. Juni 2014 – VI ZR 281/13). Ziel der Verhandlung war die Klärung der Frage, ob Fahrradfahrern, welche ohne Helm in einen Unfall verwickelt sind, haftungsrechtlich ein Mitverschulden anzulasten sei. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Radhelmpflicht war vom Bundesgerichtshof natürlich nicht zu entscheiden.

Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs zum Urteil:

Die Klägerin fuhr im Jahr 2011 mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit auf einer innerstädtischen Straße. Sie trug keinen Fahrradhelm. Am rechten Fahrbahnrand parkte ein PKW. Die Fahrerin des PKW öffnete unmittelbar vor der sich nähernden Radfahrerin von innen die Fahrertür, so dass die Klägerin nicht mehr ausweichen konnte, gegen die Fahrertür fuhr und zu Boden stürzte. Sie fiel auf den Hinterkopf und zog sich schwere Schädel-Hirnverletzungen zu, zu deren Ausmaß das Nichttragen eines Fahrradhelms beigetragen hatte. Die Klägerin nimmt die Pkw-Fahrerin und deren Haftpflichtversicherer auf Schadensersatz in Anspruch. Das Oberlandesgericht hat der Klägerin ein Mitverschulden von 20 % angelastet, weil sie keinen Schutzhelm getragen und damit Schutzmaßnahmen zu ihrer eigenen Sicherheit unterlassen habe.

Der für das Schadensersatzrecht zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat das Berufungsurteil aufgehoben und der Klage in vollem Umfang stattgegeben. Das Nichttragen eines Fahrradhelms führt entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts nicht zu einer Anspruchskürzung wegen Mitverschuldens. Für Radfahrer ist das Tragen eines Schutzhelms nicht vorgeschrieben. Zwar kann einem Geschädigten auch ohne einen Verstoß gegen Vorschriften haftungsrechtlich ein Mitverschulden anzulasten sein, wenn er diejenige Sorgfalt außer acht lässt, die ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens anzuwenden pflegt. Dies wäre hier zu bejahen, wenn das Tragen von Schutzhelmen zur Unfallzeit nach allgemeinem Verkehrsbewusstsein zum eigenen Schutz erforderlich und zumutbar gewesen wäre. Ein solches Verkehrsbewusstsein hat es jedoch zum Zeitpunkt des Unfalls der Klägerin noch nicht gegeben. So trugen nach repräsentativen Verkehrsbeobachtungen der Bundesanstalt für Straßenwesen im Jahr 2011 innerorts nur elf Prozent der Fahrradfahrer einen Schutzhelm. Inwieweit in Fällen sportlicher Betätigung des Radfahrers das Nichttragen eines Schutzhelms ein Mitverschulden begründen kann, war nicht zu entscheiden.

Ich habe im Vorfeld der Urteilsverkündung versucht im rbb Inforadio eine Antwort auf die Frage zu geben, wie sinnvoll eine Fahrradhelm-Pflicht sei [Länge: 05:30 Minuten].

Randelhoff selbst ist klar gegen eine Helmpflicht, eben aus oben beschriebenem Grund: “Der Staat will einerseits das ökologisch sinnvolle Fahrrad fördern, gleichzeitig belegt er es aber mit immer neuen Regeln. Dabei könnte der Verzicht auf eine Helmpflicht sogar ein wichtiger Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit sein, denken wir an den sogenannten Safety-in-Numbers-Effekt: Der besagt, dass mehr Fahrradfahrer auf der Straße für eine sensiblere Fahrweise von Autofahrern sorgen. Deswegen passieren weniger Unfälle. Wenn ich nun dafür sorge, dass weniger Radler unterwegs sind, erzeuge ich den gegenteiligen Effekt.”

Sehr empfehlenswert ist ebenfalls dieses Interview des Deutschlandfunks mit dem Münchner Unfallchirurg Uli Schmucker und Joachim Schalke, Vorsitzender des Kreisverbands Köln des ADFC und Verkehrspolizist.

Weitere Informationen und Analysen zum Thema Radhelmpflicht:

Brauchen wir eine Radhelmpflicht?

Bundesratsinitiative: SPD und CDU wollen Radhelmpflicht für Kinder (Wirkung einer Radhelmpflicht für Kinder und Jugendliche)

Kosten und Nutzen einer gesetzlichen Radhelmpflicht – Teil 1: Kanada

Kosten und Nutzen einer gesetzlichen Radhelmpflicht – Teil 2: Neuseeland

Wirkung einer Radhelmpflicht: Die Abgrenzungsschwierigkeit am Beispiel der kanadischen Radhelmpflicht

Das unheimliche Fahrradhelm-Orakel, ein Gastbeitrag von Rasmus Richter

Frankreich intensiviert Radverkehrsförderung und belohnt das Fahrradfahren zur Arbeit mit 25 Cent / Kilometer

Frankreich plant in den kommenden Jahren eine systematische und umfassende Förderung des Radverkehrs. Mittlerweile fahren etwa 5 Prozent der Bevölkerung regelmäßig mit dem Fahrrad, vor einem Jahrzehnt lag dieser Wert noch bei drei Prozent. Der Radverkehr hat sich in den letzten Jahren auch zu einer ökonomischen Größe entwickelt und trägt jährlich 4,5 Milliarden Euro zum französischen Bruttoinlandsprodukt bei. 35.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt mit dem Radverkehr zusammen.

Wirkung des Radverkehrs im Bereich Berufsverkehr – Für Großansicht bitte klicken!

Das Ziel der französischen Regierung lautet, sowohl den Radverkehrsanteil wie auch die wirtschaftliche Bedeutung und die Zahl der Arbeitsplätze in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Der Anteil des Radverkehrs im Berufsverkehr soll von 2,4 Prozentpunkten um 50 Prozent auf einen Anteil von 3,6 Prozent steigen. Ziel ist eine Fahrleistung von 800 Millionen Kilometern bei einer durchschnittlichen Wegelänge von 3,5 km, d.h., etwa 230 Millionen Wege.

Zu Erreichung dieses Ziels wurde mit dem “plan d’action pour les mobilités actives” ein Maßnahmenpaket beschlossen, welches den Radverkehr systematisch und langfristig fördern soll:

  • Erhöhung der Bußgelder für Parken auf Radwegen von 35 auf 135 Euro.
  • Ausbau von sicheren Radabstellanlagen an Bahnhöfen und Förderung derselben
  • flächendeckende Ausweisung von Tempo 30-Zonen in Innenstadtgebieten (siehe auch: Paris plant stadtweit eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h einzuführen)
  • Absolutes Parkverbot auf fünf Meter vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen
  • Systematische Reduzierung von Parkplätzen
  • Freigabe von Einbahnstraßen in entgegengesetzte Richtung
  • Pkw, welche Fahrradfahrer überholen, sollen durchgezogene Fahrbahnmarkierungen (= Überholverbot) überfahren dürfen

In einem sechsmonatigen Test mit etwa 10.000 Arbeitnehmern soll zudem die Wirkung direkter finanzieller Anreize überprüft werden. MitarbeiterInnen von zwanzig Unternehmen und Institutionen unterschiedlichster Größe erhalten seit dem 2. Juni 2014 25 Cent pro Kilometer, den sie mit dem Fahrrad vom Wohnort oder einem arbeitsplatznahen Bahnhof zum Arbeitsplatz zurücklegen. Das französische Verkehrsministerium will damit mehr Menschen dazu motivieren, das Rad zur Arbeit zu nehmen. Bei positivem Ausgang soll das Experiment über den Zeitraum von sechs Monaten hinweg ausgeweitet werden. Die Förderung wird von den Unternehmen finanziert und am Ende des Monats der Lohnsumme zugeschlagen.

In der Organisation und Abwicklung der Förderung sind die Unternehmen vollkommen frei. Das Versicherungsunternehmen MMA, mit 6.400 Mitarbeitern das größte teilnehmende Unternehmen, ermöglicht es Mitarbeitern an den Standorten Mans, Strasbourg, Chartres und Lyon teilzunehmen. Zur Abrechnung soll der Arbeitnehmer am Ende des Monats ein Formular mit der Anzahl der Tage, an welchen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren wurde, der Fahrleistung und einer eidesstattlichen Versicherung abgeben.

Liste der teilnehmenden Unternehmen und Organisationen:

  • AUXILIA (Paris, 21 Mitarbeiter)
  • PREMICE (Dijon, 4 Mitarbeiter)
  • INDDIGO (Chambéry, 200 Mitarbeiter)
  • Caisse d’Épargne Normandie (Bois Guillaume, 1950 Mitarbeiter)
  • CAF 89 (Auxerre, 167 Mitarbeiter)
  • Baie d’Armor Transports (Saint Brieuc, 176 Mitarbeiter)
  • MGEN – centre de gestion de Rennes (Rennes, 320 Mitarbeiter)
  • Sotranasa télévideocom (Perpignan, 250 Mitarbeiter)
  • Crédit Coopératif (Nanterre – périmètre siège, 782 Mitarbeiter)
  • Solairebois SARL (Mauves, 2 Mitarbeiter)
  • Air Lorraine – Association Agréée pour la Surveillance de la Qualité de l’Air (Metz, 27 Mitarbeiter)
  • NOVELIA (Crédit Mutuel Arkéa) (Rennes, 45 Mitarbeiter)
  • Agence de Développement Urbanisme de la Sambre (Maubeuge, 14 Mitarbeiter)
  • Groupe Valophis (Saint Maur-des-Fossés / Saint Maurice, 850 Mitarbeiter)
  • Vélogik (Lyon, 10 Mitarbeiter)
  • MMA (Le Mans, 6400 Mitarbeiter)
  • Banque Populaire Occitane (Balma, 345 Mitarbeiter)
  • Agence pour le développement et la promotion de l’économie solidaire en Midi-Pyrénées (Ramonville, 3 Mitarbeiter)
  • Agence de l’Environnement et de la Maîtrise de l’Energie (Angers, 320 Mitarbeiter)

In Deutschland können Arbeitnehmer für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte mit dem Fahrrad die Entfernungspauschale von 30 Cent / Kilometer geltend machen, welche das zu versteuernde Einkommen verringert. Für Radfahrer wie auch ÖPNV-Nutzer gilt eine Höchstgrenze von 4.500 € im Kalenderjahr. Ein höherer Betrag kann nur geltend gemacht werden, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kraftwagen benutzt hat oder höhere Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel nachweisen kann (§ 9 Abs.1 Nr.4 und Abs.2 EStG).

Europawahl 2014 – Was wollen die Parteien in der Verkehrspolitik?

Zwischen dem 22. und dem 25. Mai 2014 wird in der Europäischen Union ein neues Europäisches Parlament direkt gewählt. Zu den Europawahlen in den 28 Mitgliedsstaaten treten jeweils nationale Parteien an. Diese haben sich jedoch teilweise zu politischen Parteien auf europäischer Ebene oder Europaparteien zusammengeschlossen. In Deutschland und Österreich wird am 25. Mai 2014 gewählt.

Das Europaparlament hat 751 Sitze. Diese werden im Rahmen nationaler Sitzkontingente auf die Mitgliedsländer aufgeteilt. In Deutschland stehen 2014 96 Sitze zur Wahl. Die Mandate werden seit 2009 nach dem Divisorverfahren mit Standardrundung (Sainte-Laguë) verteilt. Die Legislaturperiode des Europäischen Parlaments beträgt fünf Jahre.

Die 96 Sitze werden auf die Parteien entsprechend dem Verhältnis ihrer insgesamt erreichten Stimmenzahlen verteilt. Gegebenenfalls werden die für eine Partei, die mit einzelnen Landeslisten angetreten ist, ermittelten Sitze auf die Landeslisten entsprechend unterverteilt. Die so für eine Bundes- oder Landesliste ermittelten Sitze werden entsprechend ihrer Reihenfolge an die Bewerber auf der Liste vergeben. Ist die Landesliste erschöpft, bleiben weitere Sitze unbesetzt.

Da das Bundesverfassungsgericht am 26. Februar 2014, drei Monate vor der bevorstehenden Wahl (25. Mai), die Drei-Prozent-Hürde für verfassungswidrig und nichtig erklärt hat, kommt diese bei der Wahl nicht zur Anwendung. Somit haben auch Kleinparteien die Möglichkeit mit einen Sitz im Europaparlament zu erhalten. Für einen Sitz sind etwa 0,6 Prozent der Stimmen notwendig. (mehr …)

Verkehr in 140 Zeichen am 09. / 10.05.2014
  • Amerikaner mit geringem Einkaufen laufen oder fahren am häufigsten Rad. – Streetsblog USA – http://t.co/ulizc3S0W2 http://t.co/tzsbzIYIlx ->
  • Pkw-Besitz und Nutzung sind eben doch eine monetäre Frage. Die Pkw-Abhängigkeit in den USA stellt jedoch Fragen der sozialen Ausgrenzung. ->
  • Natürlich wären Raumstrukturen, welche auch ohne Pkw funktionieren, besser. Wenn diese aber nicht vorhanden sind, ist der Pkw einziges… ->
  • …Mittel der sozialen Integration und Teilhabe. Was also machen? Langfristig Strukturen anpassen, aber kurzfristig? ->
  • Es gibt Spekulationen, ob Google #Uber kaufen wird. Google & Uber = Goober – Engagdet . http://t.co/DnFGHkSxWH #google ->
  • Selbstfahrendes Auto: „Ein Sensor ermüdet nicht“ – futurezone – http://t.co/tQ7aKxKLo5 (#AUDI inside, via @Popinde) ->
  • Die Stadtverwaltung von #Dresden hat ein Wahlplakat der Grünen verboten. Darauf ist ein Fahrrad zu sehen. – http://t.co/Mt4GT3FeXE ->
  • Kommunen kündigen Widerstand gegen die Nutzung von Busspuren durch #Elektroautos an. Die Freigabe sei keine Aufgabe des Bundes. ->
  • Insbesondere Berlin, Hamburg, München und Stuttgart sind dagegen, da man sich so unnötige Probleme selber schaffe. #elektroautos #öpnv ->
  • Chinesische Ingenieure wollen Bahntunnel unter der Beringstraße in die USA bauen. Fahrzeit China – USA: 2 Tage. – http://t.co/tToHD3tJp1 ->
  • Abgelöster Hahn-Chef rät zu weniger Einfluss der Politik – airliners – http://t.co/Yd35Fo9pUj ->
  • Verkehr in 140 Zeichen in der speziellen #wocomoco-Edition – http://t.co/xJRRzB1hbq… #sharing #carsharing #bikesharing / @mobilityacademy ->
  • Und natürlich gibt es auch noch die “normalen” Verkehr in 140 Zeichen-Links vom 5. – 8. Mai: http://t.co/Ew8Keoi18n ->
  • China möchte afrikanische Staaten beim Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes unterstützen und Technologie liefern. http://t.co/EiHwzzbfNu ->
  • Autonom fahrende Fahrzeuge werden kommen. Ob wir sie wollen oder nicht. – TIME – http://t.co/MPnH2EGT7K (Video, 4:57 Min) ->
  • “China will die Welt mit Super-Zügen überziehen” – ZEIT Online China Blog – http://t.co/7aFI4FmfUz ->
  • #China könnte mit dem Bau dichterer Städte 1,4 Billionen USD Infrastrukturinvestitionen sparen – http://t.co/QVfiwzt4Wx #urbanisierung ->
  • China könnte mit dem Bau dichterer Städte 1,4 Billionen USD Infrastrukturinvestitionen sparen http://t.co/2PyhxP9hnn ->
  • Mir kann man nicht vorwerfen, dass ich Weltbank-Studien nicht lese! ;-) http://t.co/0IfRIU1X7k Siehe diesen Artikel: http://t.co/mwyDq9Pn40 ->
  • Frage: Was macht die @autobildonline bei ihrem Vergleich falsch? (19/2014, S. 70) http://t.co/LVcEV94hkw ->
  • Auflösung zu @autobildonline: Es werden nur die Spritkosten und nicht die Vollkosten angesetzt, Golf (Diesel oder Benziner?) 0,42 €/km ->
  • Für die Strecke (4,4 km) sind also 1,85 € fällig. Anscheinend wird das Auto auch nicht geparkt. -> Zeitaufwand?!? / @autobildonline ->
  • Vergleiche mit Einzelfahrten verzerren zudem das Bild, da man auch keinen Mietwagen angesetzt hat. -> Weitere Verzerrung / @autobildonline ->
  • Man hat anscheinend außerhalb des Berufsverkehrs den “Weg zur Arbeit” getestet. Macht das Ergebnis nicht aussagekräftiger / @autobildonline ->
  • In Melbourne soll für 8,5 – 11 Mrd. AUS-$ der Melbourne Rail Link, ein Eisenbahntunnel unter der Stadt, gebaut werden http://t.co/9vTGNGhDgy ->
  • Der Flughafen Heathrow denkt über eine Congestion Charge für die Zufahrtsstraßen nach. Im Ausbaufall und ab 2030. – https://t.co/UUONp57Uez ->
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Schlußstrich

Eine Stadt wird nicht dann zivilisierter, wenn sie Autobahnen hat, sondern wenn sich ein Kind mit Dreirad überall sicher und einfach bewegen kann.
Enrique Peñalosa, ehemaliger Bürgermeister von Bogotá, Kolumbien

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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