Artikel zum Thema Fahrrad
[Verkehrswissen] Nutzen eines Kilometers Fahrt mit dem Fahrrad in Kopenhagen

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Das Fahrrad bietet nicht nur dem Einzelnen viele unmittelbare Vorteile, sondern auch der Gesellschaft einen großen Nutzen. An jedem Kilometer, der in Kopenhagen mit dem Rad gefahren wird, verdient die Gesellschaft 1,22 DKK (0,16 €). Dieser Nutzen setzt sich aus Faktoren wie Gesundheit, Fahrzeitgewinne, Fahrtkosten, Komfort, Sicherheit sowie Markenentwicklung / Branding und Tourismus zusammen. Die Hauptvorteile liegen in einem niedrigeren Krankenstand, reduzierten Gesundheitskosten und weniger Unfällen. Der Gesundheitsnutzen beträgt 1,20 DKK von insgesamt 1,22 DKK.

Im Vergleich und unter Verwendung der gleichen Parameter verliert die Gesellschaft einen Nettobetrag von 1,13 DKK (0,15 €) für jeden Kilometer, der mit dem Auto gefahren wird.

 Nutzen
für die Gesellschaft
Nutzen
für das Individuum
Gesamtnutzen
Gesundheitseffekt1,74 DKK /
0,23 €
3,77 DKK /
0,51 €
5,51 DKK /
0,74 €
Unfallkosten0,54 DKK /
0,07 €
0,25 DKK /
0,03 €
0,79 DKK /
0,11€
Monetärer Gesundheitsnutzen1,20 DKK /
0,16 €
3,52 DKK /
0,47 €
4,72 DKK /
0,63 €

Quellen: City of Copenhagen: Bicycle Account 2010, Seite 18 / City of Copenhagen: Bicycle Account 2012, Seite 13

Wenn auch Sie eine interessante Zahl aus dem Bereich Verkehr haben, dann lassen Sie es mich bitte wissen! Vielen Dank!

Verkehr in 140 Zeichen am 30. / 31.10.2014
  • Pkw-Maut nimmt durch Beschränkung auf Bundesfernstraßen wichtige Hürde in der Union – http://t.co/PqDv7Wiwyk #maut ->
  • Future Mobility Camp Berlin 2014 am 21. und 22.11.14: Ein Weg aus unserer Ölabhängigkeit http://t.co/ZmxPWkeLYa ->
  • Nach Beschränkung der geplanten Pkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen sollen nur noch 300 Mio. € Mehreinnahmen generiert werden. #maut ->
  • Elektronische Erfassung statt klassische Vignette? Damit habe ich drei Wetten gewonnen! :-D (Artikel aus Mai): http://t.co/WQgyWz4S9u #maut ->
  • Wer wissen möchte wie die “virtuelle” Vignette funktioniert kann diesen Artikel lesen: http://t.co/WQgyWz4S9u #maut #pkwmaut ->
  • Signal Iduna analysiert Fahrstil über Bluetooth-Dongle an der OBD2-Schnittstelle für individuelle Kfz-Versicherung – http://t.co/67aR8D7gKq ->
  • Baden-Württembergischer Landesverkehrsminister kritisiert Dobrindt im Streit um Lärm am Flughafen Zürich – http://t.co/OwDLscP1QF ->
  • Ikea hat in Hamburg Altona eine neue Filiale eröffnet. 90 % der Kunden kommen mit dem ÖPNV nicht mit dem Pkw, das Parkhaus verwaist. (1/2) ->
  • Nun versucht Ikea, den Autofahreranteil vom Einrichtungshaus in Altona zu erhöhen, um das Parkhaus besser auszulasten http://t.co/UCYo0b5b9d ->
  • Eigentlich ist der Ikea Altona für seine Möbel-Fahrradkuriere und nachhaltigere Verkehrskonzepte bekannt. (3/3) http://t.co/bn3pJ8Qqvc ->
  • Dobrindts Gesetzentwurf: Viel Aufwand, wenig Maut – http://t.co/aIuF7GLYfD #maut ->
  • Straßenmuster analysiert: Der Fingerabdruck großer Städte – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/krzSC5JqsH ->
  • Ausländer-Maut und Diskriminierung: Europarechtler prophezeit Scheitern der Maut – SZ – http://t.co/WDZBjOVh4n #maut #pkwmaut ->
  • Dobrindt garantiert “harten Datenschutz” bei der Pkw-Maut- http://t.co/sqrNGR7Vv7 Solange man das dann eindeutig im Gesetz so findet… ->
  • Jetzt anmelden zum Future Mobility Camp Berlin 2014 am 21. und 22.11.14: Ein Weg aus unserer Ölabhängigkeit – http://t.co/WDUBjfZM69 ->
  • Am insolventen Flughafen Zweibrücken gehen vorerst die Lichter aus. Der Betrieb wird erst einmal eingestellt. – http://t.co/PuEmJ5yLj8 ->
  • Car2go zieht sich vom Gründungsstandort Ulm zurück. Es gebe keine Perspektive, das System “nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich” zu machen. ->
  • Interessant: Car2go erachtet für wirtschaftlichen Erfolg eine Bevölkerungsdichte von 3000 Einwohnern / Quadratkilometer als notwendig. ->
  • Mitarbeitermobilität: Arbeitgeber sind für die Verkehrswende von essentieller Bedeutung – http://t.co/asyiFqrwYp ->
  • RT @hronline: 91-Stunden-#Bahnstreik ab Montag? Twitter-Gerücht beunruhigt #Bahn-Fahrer und nervt #GDL http://t.co/TGYG5JWzj5 http://t.co/O… ->
  • Deutschland scheitert beim Klimaschutz – Telepolis – http://t.co/MPSUaqBUxV ->
  • Toter bei Absturz von Raumflugzeug “SpaceShip Two” während eines Testflugs in Kalifornien – Tagesschau – http://t.co/Mn2MchXR1Y ->
  • Mexiko will europäische Passagierdaten und droht Airlines mit Strafen – heise online – http://t.co/klULc4H7yC ->
Verkehr in 140 Zeichen am 21. – 26.10.2014
  • Streik in Deutschland: Wenn der Kulturbruch droht – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/5nBta5usvp #Streik #gdl #vc ->
  • Wie ist eigentlich der aktuelle Stand in Sachen Infrastrukturausbau für den #RRX? #Bahn #persönlichesinteresse http://t.co/i7pSIIjfC5 ->
  • Zur Aushöhlung des Streikrechts, eine antisoziale SPD und die zweifelhafte Rolle der Boulevardmedien – Telepolis – http://t.co/DcnP2OyxV3 ->
  • Flughafenanbindung für Stuttgart 21: Der Bund soll’s richten und den Streit schlichten – SWR – http://t.co/MXOHXQaL1b #s21 #bahn #STR ->
  • In Trondheim gibt es mit dem CycloCable eine Bergaufstiegsanlage für Fahrradfahrer – http://t.co/wqbJxUMJ2I #radverkehr #lift ->
  • Flüge ins europäische Ausland im Schnitt mit 100 Passagieren besetzt, bei innerdeutschen Flügen 75 und bei Interkontinentalflügen 181 https://t.co/33NQCngI77 ->
  • Die umstrittene und unerfahrene Slowenin Violeta Bulc wird nun doch EU-Verkehrskommissarin. ->
  • Kann man mithilfe von Twitter Städte besser planen? – NextCity – http://t.co/yBH4EBGNqy ->
  • Daimler trennt sich von seinen #Tesla-Anteilen und nimmt dafür mehr als 600 Millionen Euro ein – Wirtschaftswoche – http://t.co/M8Bf2thxy8 ->
  • Kölner Rheinseilbahn: Passagiere hängen stundenlang über dem Rhein fest – Tagesschau – http://t.co/zPaKxQ0j7X ->
  • Michigan (und General Motors) zu #Tesla: Bleibt diesem US-Bundesstaat fern – Fast Company – http://t.co/iWLOWrKnmG ->
  • Hunderte Parkhäuser erfassen und speichern automatisch Fahrzeug-Kennzeichen inklusive Datum und Uhrzeit. – NDR – http://t.co/U0i7kM0XVL ->
  • Projekt Visio.M: TU München stellt #Elektroauto mit 160 Kilometern Reichweite vor – heise online – http://t.co/9hDc2v0ggr ->
  • Komplexität und Offenheit des Bahnverkehrs im Gegensatz zur U-Bahn nicht beachtet. Von daher taugt der Artikel wenig: http://t.co/ECZQMl5jFq ->
  • Chinesische Unternehmen bauen die russische Schnellfahrstrecke Moskau – Kazan (770 km, 400 km/h, 3,5 statt 11,5 Std.) http://t.co/cSZARSB1rA ->
  • In Singapur werden zum ersten Mal autonom fahrende Buggies für die öffentliche Nutzung in Parks bereitgestellt – http://t.co/hBPuXsenHj ->
  • Welche negativen Auswirkungen hat der Bau von Metrostationen auf die Wohnungspreise / Mieten in Schwellenländern? – http://t.co/909hrp2X1E ->
  • RT @elba013: Folgen von Geschwindigkeitsbeschränkungen für den Schienengüterverkehr aus Lärmschutzgründen http://t.co/jtr6qyZ2qJ ->
  • Klage gegen automatisierte Kennzeichenerfassung in Bayern erfolglos – PM Bundesverwaltungsgericht – http://t.co/SwkCX4ddfn ->
  • China beschließt den Bau von fünf Flughäfen und drei Eisenbahnprojekten im Wert von 24,5 Mrd. US-Dollar – Airwise – http://t.co/qjmLZmz37F ->
  • GDL will ihre Mitgliederzahlen nicht überprüfen lassen – Tagesschau – http://t.co/u6UYnoJ7uF #bahn ->
  • Chinesischen Bürgermeistern wird empfohlen, kompakte Städte nach europäischen Vorbild zu planen – BBC – http://t.co/WPzXyacSYm ->
  • Im September 2014 wurden in Deutschland 1.099 #Elektroautos neu zugelassen. Dies entspricht einem Anteil von 0,46 % aller Neuzulassungen. ->
  • Bayern startet Bundesratsinitiative zur Anhebung des erhöhten Beförderungsentgeltes von 40 auf 60 Euro. #schwarzfahren #öpnv ->
  • Google benötigt für seine autonome Fahrzeuge detailliertes Kartenmaterial. Und das ist ein großes Problem. – Slate – http://t.co/VO7dmXDbfx ->
  • RT @Balzer82: @zukunftmobil Nicht nur Google: http://t.co/LGOX8fkoyi ->
  • Apps wollen Parkplätze vermitteln und damit verdienen. Städte wehren sich gegen die Vermarktung von öffentlichem Raum http://t.co/z7hh0TiljF ->
  • Siehe auch: [Smart Parking] Die Ökonomisierung des Parkraums – Zukunft Mobilität – http://t.co/0Wep91LC8a ->
  • Moskauer Metro kauft 768 neue U-Bahn-Waggons für eine Maximalsumme von 2,55 Mrd. €. 02/14 wurden bereits 832 Wagen für 2,76 Mrd. € bestellt. ->
  • Vereinbarung: Uber, Lyft und Sidecar-Fahrer dürfen nun Fahrgäste am San Francisco International Airport aufnehmen – http://t.co/qUQmMrzN8N ->
  • Der Tarifvertrag zwischen DB und EVG ist seit Juli gekündigt. Die EVG will aber nicht streiken und lässt die GDL die Arbeit machen. #bahn ->
  • Claudia Kemfert zum #Emissionshandel: Preis für CO2-Zertifikate müsste deutlich steigen (20-40 €/t statt heute 6€) – http://t.co/2PqvXIh16X ->
  • So viel zum oft angekündigten Wandel: ADAC-Interimschef August Markl will dauerhaft Präsident bleiben – http://t.co/CLYZptm7go ->
  • Stadt München will Seilbahn vom S-Bahnhof Englschalking bis zum S-Bahnhof Riem und weiter bis zur Messe prüfen – http://t.co/urTYt7AVuy ->
  • Neue Anlage verwandelt gebrauchtes Speiseöl in Bio-Treibstoff. In China könnten p.a. ~1,8 Mrd. l hergestellt werden. http://t.co/BjGW3jCWWf ->
  • Bauarbeiten an der 3,6 Mrd. $ teuren Bahnstrecke Nairobi-Mombasa aufgrund unklarer Entschädigungsmodalitäten gestoppt http://t.co/tPrVt8p7ZG ->
  • Im Kanton Zug wird ein kontaktloses ÖV-Ticketingsystem mit “Be in be out” (Karte bleibt in der Tasche) getestet – http://t.co/9EusN3dsrL ->
  • Die #Bahn streikt? Ab in den Fernbus! Man sollte aber auch einmal über die Arbeitsbedingungen der Busfahrer reden. – http://t.co/QSJRYEz1Vg ->
  • Kölner Verkehrs-Betriebe starten Bikesharing-Angebot mit 910 Rädern. In drei Jahren Ausbau auf bis zu 100 Stationen. http://t.co/Dug1Oe6mYC ->
  • Verkehrstote im August 2014: 276 Menschen (47 Personen oder 14,6 % weniger als 08/13), Verletzte: 33300 (- 11,3 %). Grund: schlechtes Wetter ->
  • Insgesamt 2014 bislang mehr Verkehrstote als 2013: Auf deutschen Straßen verloren bis Ende August 2014 2179 Menschen ihr Leben (+2,0 %). ->
  • Bei den Verletzten gab es bis August 2014 eine Zunahme um 4,2 % auf 256 600 im Vergleich zu Vorjahreszeitraum. – https://t.co/pyEkbbFwlA ->
  • Uber-Deutschlandchef Fabien Nestmann verteidigt im Interview mit ZEIT Online das Geschäftsmodell. – http://t.co/RN0w2tDtLu #uber #taxi ->
  • Regionalflughafen Zweibrücken vor dem endgültigen Aus? Rund 110.000 Euro fehlen für den Flugbetrieb im November. – http://t.co/aEkxs7GQil ->
  • Bund will Wasserstraßen, die für den Güterverkehr nicht mehr benötigt werden, umwidmen und in die Verantwortung der Bundesländer übergeben. ->
  • Der Bund möchte rund 2800 Kilometer Fluss und Kanal mit rund 140 Schleusen und 120 Wehren abgeben. Die Länder wollen diese aber nicht haben. ->
  • RT @hrinfo: ++EILMELDUNG++ #GDL-Chef #Weselsky in hr-iNFO DAS INTERVIEW: Keine #Lokführer-#Streiks bis einschließlich 2.11.! http://t.co/o… ->
  • Der Verkehrslandeplatz Gera-Leumnitz ist insolvent. Der Flugbetrieb wurde eingestellt. ->
  • Mehr Lastwagen auf der Schiene: Startschuss für den Bau des 4-Meter-Korridors auf der Gotthardachse – bahnONLINE – http://t.co/fmGZeyAI8e ->
  • RT @GartenCoopFreib: @zukunftmobil jetzt macht die Deutsche Bahn ernst mit ihrer Kampagne gegen Fernbusis ;) http://t.co/sELzy1C5dS ->
  • Ein internationales Vorbild: Die Verkehrspolitik der Stadt Zürich http://t.co/xeR2MzQlB1 ->
  • Prag: Bürger wehren sich gegen Segway-Raser. Die Behörden verbieten nun das Fahren von Segways auf dem Gehweg. – http://t.co/IBYIO5K8q0 ->
  • EU: Abschied vom Klimaschutz. Die Klimaziele für 2030 bleiben weit hinter dem Erforderlichen zurück. – Telepolis – http://t.co/wXjK6Q0nhg ->
  • Im Londoner Stadtteil Chelsea wird gerade eine 0815-Garage für umgerechnet 700.000 Euro versteigert – Daily Mail – http://t.co/TqScsmGPBQ ->
  • [Video zum Wochenende] Zürich in Bewegung extended http://t.co/SRFA7tJUfQ ->
  • Kriminalbeamte wollen Kennzeichen aus Maut-Daten erfassen http://t.co/9Zv4onq0nv Komische Grundgesetz-Hüter… ->
  • Wiener U6 fährt jetzt zwischen 6:30 und 9:00 Uhr im 2,5-Minuten-Takt – newstix – http://t.co/eQvc48Xm1T #Wien #wienerlinien ->
Fahrzeugumfeldsensorik: LiDAR, Radar, Infrarot, Ultraschall und Video im Vergleich – Funktionsweise, Vor- und Nachteile, Sensordatenfusion

Dies ist ein Gastartikel von Paul Balzer. Er betreibt einen sehr empfehlenswerten Blog über Fahrzeugtechnik. Wenn auch Sie Interesse haben, hier einen Gastartikel zu veröffentlichen, dann schreiben Sie uns bitte.

Velodyne High-Def LIDAR – Foto: Steve Jurvetson @ FlickrCC BY 2.0

Niemand würde auf die Idee kommen mit verbundenen Augen und hinter dem Rücken zusammengebundenen Händen, durch die Welt zu laufen und auf Hindernisse erst zu reagieren, wenn man diese bereits mit der Nasenspitze berührt.

Auch in der Welt der Technik ist das vorausschauende Sehen sehr viel wert. Vor einigen Jahren waren Kraftfahrzeuge meistens vollkommen blind, mittlerweile sind sie aber unter den Sehenden angekommen.

Technik in einem “blinden” Pkw kann auf viele Situationen erst reagieren, wenn es zu spät ist. Beschleunigungssensoren hinter der Stoßstange übernehmen dabei die Funktion der Nase. Wird ein Einschlag registriert, zünden die Airbags, die Gurte werden gestrafft und eventuell werden Fenster / Schiebedach geschlossen und die Sitze in eine aufrechte Position gebracht. Dass die dafür zur Verfügung stehende Zeit sehr knapp ist, ist leicht zu verstehen.

Die Evolution hat Menschen und Tieren Augen gegeben, mit denen eine Wand rechtzeitig erkannt und entsprechend reagiert werden kann. Wir laufen vergleichsweise selten gegen Wände.

Die Physik hat entsprechende Messprinzipien entwickelt, mit welchen ein Pkw seine Umwelt wahrnehmen, interpretieren und situationsabhängig reagieren kann. Die Fahrzeugumfeldsensorik hilft dabei, wichtige Informationen über das Fahrzeugumfeld zu sammeln. Die Wichtigsten möchte ich nachfolgend vorstellen.

Arten der Umfeldsensorik


Die Arten der Umfeldsensorik können nach den physikalischen Prinzipien hinter dem jeweiligen Sensor unterschieden werden. Ein Sensor hat immer die Aufgabe, ein Hindernis in der Umgebung des Fahrzeugs zu erkennen. Idealerweise liefern Umfeldsensoren

  • einen Ort (Koordinaten x, y, z oder Abstand & Winkel)
  • Abmessung (Länge, Breite, Höhe) und
  • Geschwindigkeit (längs-/quer oder relativ)

des Objekts zurück.

Dabei sind alle Sensoren zur Hinderniserkennung als “autonome Fremdortung” eingestuft. Dies bedeutet, dass Hindernisse vom Fahrzeug ohne dessen eigenes Zutun erkannt werden können. Die zukünftig immer stärker in den Fokus rückende Car-2-X Kommunikation bildet eine Ausnahme, denn sie folgt dem Prinzip einer kooperativen Fremdortung; das Hindernis “meldet” sein Vorhandensein aktiv beim Fahrzeug oder gibt Antwort auf eine Anfrage. (mehr …)

Verkehr in 140 Zeichen am 03.09.2014
  • Deutschland: PKW-Neuzulassungen im August 2014 mit -0,4% zum Vorjahresmonat. – Querschüsse – http://t.co/spN09zCsCB ->
  • NRW-Finanzminister lehnt Schäubles Maut-Pläne ab bzw. vielmehr die stärkere Fokussierung auf ÖPP – http://t.co/LYQWBbQEUr ->
  • Uber und das Taxigewerbe: Legende vom harmlosen Start-up – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/WdmefRLWHO #Uber #taxi ->
  • Laut NASA wird es auf absehbare Zeit wegen technischer Hürden kein #Drohnen-Liefersystem geben. – New York Times – http://t.co/47EVAAR5j6 ->
  • Laut Bundesregierung fahren p.a. 19 Mio. ausländische Pkw auf deutschen Straßen (Frage 7) -> Quelle?!? http://t.co/abBHDMROtW #maut ->
  • Meines Wissens gibt es an deutschen Grenzübergängen keine dauerhafte Zählung ausländischer Kfz bzw. Pkw mehr. in reply to zukunftmobil ->
  • Abschnittskontrolle gegen Temposünder: Datenschützer sagen Jein – heise online – http://t.co/NC9qCc30IF #sectioncontrol ->
  • [Dossier] Uber und der Umgang mit neuen nachfrageorientierten und flexiblen Angeboten http://t.co/K5AxolSa4A ->
  • Ein bitteres Eingeständnis ist fällig. Die deutsche Klimapolitik ist gescheitert. 2020-Ziele unerreichbar http://t.co/8BEQ4WmyP1 @Phasenblog ->
  • Daimler-Tochter moovel übernimmt mytaxi und den US-amerikanischen Mobilitätsplattform-Anbieter RideScout LLC. #moovel #daimler ->
  • RT @mytaxi: Tolle Neuigkeiten! Wir freuen uns sehr Euch darüber zu informieren, dass moovel mytaxi zu 100% übernommen hat https://t.co/i45… ->
  • Niederlande: PKW-Neuzulassungen August 2014 mit -9,1% zum Vorjahresmonat -> schwächster Augustwert seit August 1981 http://t.co/mpHvEsiBxD ->
  • Symbolischer Spatenstich: Dänemark beginnt Ausbau der Bahnanbindung zur Fehmarnbeltquerung. Zurzeit fehlt aber noch die Baugenehmigung. ->
  • Mexiko baut bis 2018 Hauptstadtflughafen für 120 Millionen Passagiere aus – airliners – http://t.co/4n3LMiEMBK ->
  • DHL Express testet Einsatz von Fahrradkurieren uns Lastenrädern in deutschen Großstädten – PM DHL – http://t.co/DAbN5mPT6Q ->
  • Gibt es eigentlich schon Gerüchte, welches Land den nächsten EU-Verkehrskommissar stellt bzw. wer heißester Kandidat ist?!? ->
  • Lang-Lkw können in Deutschland ab heute auf 120 zusätzlichen Streckenabschnitten fahren http://t.co/1fQWnbvUnG Karte: http://t.co/6AvaAWtuJH ->
  • Uber legt Widerspruch gegen das gerichtliche Verbot seiner Dienste in Deutschland ein und beantragt deren Aussetzung. http://t.co/evswMO1ntY ->
  • Schweizer Bundesrat lehnt Volksinitiative für eine vollständige Zweckbindung der Mineralölsteuer für den Straßenverkehr ab http://t.co/G6m8Zhsw8y ->
  • Ein brasilianisch-argentinisches Konsortium baut, betreibt & wartet die geplante Monorail in São Paulo für 1,8 Mrd. $ http://t.co/B1JBWwSVA4 ->
[Bitte um Diskussion] Bedeutung von Radwegen und Radfahrstreifen für die Radverkehrsförderung

Ich habe mir in den vergangenen Tagen einige Gedanken zum Radverkehr, Radverkehrsförderung und der vorhandenen Infrastruktur gemacht. Die Beantwortung einiger Fragen fiel mir relativ leicht, bei einer anderen – und durchaus wichtigen Frage – bin ich jedoch ins Grübeln gekommen und habe noch keine befriedigende Antwort gefunden.

Der Radverkehr teilt sich strukturell in den Freizeitverkehr und den Alltagsradverkehr auf. Insbesondere in letzter Gruppe sind viele engagierte Radfahrer vertreten. Ein Hauptanliegen dieser Gruppe ist die Abschaffung der Separation der Verkehrsarten, da Radwege und Radfahrstreifen das Unfallrisiko gegenüber dem Fahren auf der Fahrbahn stark erhöhen können. Diese Radfahrer sehen sich aufgrund der unzulänglichen Gestaltung von Radwegen, gemeinsamen Rad- und Fußwegen sowie Radfahrstreifen in Verbindung mit einer willkürlichen und rechtswidrigen Anordnung der Radwegbenutzungspflicht einem persönlichen Verletzungs- und Todesrisiko ausgesetzt. Insbesondere in Kreuzungsbereichen und entlang von längsparkenden Fahrzeugen sind Radfahrer vergleichsweise stark gefährdet. Eine wachsende Gruppe von Radfahrern fordert daher offensiv mehr Raum, die Abschaffung von Radwegen und präferiert das Fahren auf der Fahrbahn mit entsprechenden Sicherheitsabständen.

Mir persönlich stellt sich an dieser Stelle jedoch die Frage, ob diese – für jene Nutzergruppe sicherlich zutreffende – Forderung das Gesamtsystem Radverkehr nach vorne bringt und fördert. Ein Blick in die deutschen Nachbarländer Dänemark und die Niederlande, welche von vielen Seiten für ihre gute Radverkehrsinfrastruktur und Radverkehrsförderung gelobt werden, zeigt, dass dort in den vergangenen Jahrzehnten ein qualitativ hochwertiges, sicheres und engmaschiges Netz an Radwegen und Radabstellanlagen errichtet wurde.

Der Bau von Radverkehrsinfrastruktur in diesen Ländern folgt dabei folgendem Prinzip: Alltagsradeln auf einer fahrradspezifischen Verkehrsinfrastruktur soll inklusiv sein und die Bedürfnisse von jungen und alten, männlichen und weiblichen Radfahrern erfüllen. Der Wunsch nach hoher Geschwindigkeit ist nicht bei allen Radfahrern gleichsam vorhanden. Genauso wenig, wie sich alle Radfahrer im starken, motorisierten Verkehr wohlfühlen.

Die Erkenntnis, dass Radfahrer in allen Formen und Farben auftreten und unterschiedliche Bedürfnisse haben, hat in den vergangenen Jahrzehnten den Bau von Infrastruktur und die Politik in Dänemark und den Niederlanden geprägt (siehe auch: Auf der Suche nach der fahrradfreundlichsten Stadt: Eine Reise durch sieben Städte auf zwei Rädern).

Zur Förderung des Radverkehrs und wachsenden Radverkehrsanteilen in unseren Städten ist es notwendig, jene Menschen zu überzeugen, welche heute noch kein Fahrrad fahren bzw. dies nur in der Freizeit machen. Dazu ist es notwendig, sich mit den Gründen zu beschäftigen, wieso Menschen nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren. Die repräsentative Befragung des Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013 kann bei der Beantwortung der Frage helfen.1

13 Prozent der Befragten äußerten auf die Frage “Warum sie nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren”, dass sie es als zu gefährlich empfinden. Hauptgründe für eine Ablehnung des Fahrrads als Verkehrsmittel waren die Distanz, die Fahrtdauer, der Grad der körperlichen Anstrengung und der Komfort. Mit einer zunehmenden Elektrifizierung des Radverkehrs dürften diese vier Gründe in den kommenden Jahren jedoch rückläufig sein.

Eine genauere Betrachtung, wieso das Fahrrad als zu gefährlich eingestuft wird, zeigt, dass insbesondere der starke Autoverkehr (systemimmanent – dürfte ja durch einen Wechsel in der Verkehrsmittelwahl hin zu mehr Radverkehr zurückgehen), zu wenige Radwege, schlechte Erkennbarkeit derselben bzw. mangelhafte Beleuchtung und eine nicht ausreichende Breite als Ursache genannt werden. Leider wurde nicht die Frage gestellt, wieso diejenigen nicht auf die Straße ausweichen bzw. ob sie sich auf einem Radweg oder auf der Straße sicherer fühlen. Die Antwort “Zu viel Autoverkehr” zeigt aber, dass große Bedenken und Ängste bestehen, die Fahrbahn mit dem Kfz-Verkehr teilen zu müssen. Dies gilt insbesondere für ungeübte und unsichere Radfahrer.

Es ist daher relativ schwierig, potenzielle Radfahrer zu überzeugen, dass sie auf der Straße fahren sollen, weil es dort sicherer sei und sie vom Kfz-Verkehr besser wahrgenommen werden. Da diese Personen jedoch große Bedenken und Ängste haben, werden sie entweder gar nicht Fahrrad fahren oder auf Gehwege ausweichen, auf denen sie aufgrund des Fußverkehrs und der schmaleren Abmessungen gefährdeter sind.

Warum ist Radfahren zu gefährlich, sodass Sie nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren? – Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Neben den harten wissenschaftlichen Fakten (Fahren auf der Fahrbahn ist sicherer als auf Hochbordradwegen) spielt das subjektive Sicherheitsgefühl eine große Rolle. Diese subjektive Einschätzung der Lage hat für die Verkehrsmittelwahl eine starke Bedeutung.

53 Prozent der Befragten fühlten sich im Verkehr meistens oder sehr sicher, 47 Prozent eher oder sehr unsicher. Interessant ist, dass jüngere Radfahrende bis 29 Jahre sich zu 62 Prozent sicher im Straßenverkehr fühlen (38 Prozent unsicher). Dieser überdurchschnittliche Wert bei jüngeren Radfahrern bedeutend im Umkehrschluss, dass ältere Radfahrende sich überdurchschnittlich unsicher fühlen.

Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Aus dem Unsicherheitsgefühl entsteht die Forderung nach mehr und besseren Radwegen sowie einer besseren Verkehrskultur. Die Forderungen an die Politik zeigen nochmals, dass insbesondere Maßnahmen für eine höhere Sicherheit und mehr Schutz für den Radverkehr gefordert werden:

Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Die Forderungen haben sich in den vergangenen Jahren nicht verändert, auch wenn der Anteil der Befragten, welche für einen verstärkten Radwegebau sind, zwischen 2009 und 2013 um zehn Prozentpunkte gesunken ist. Die Forderung nach mehr Radwegen war jedoch bei den vergangenen Befragungen stets die Forderung mit der stärksten Unterstützung:

Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Es stellt sich die Frage, ob nicht verstärkt Radwege gebaut und Radfahrstreifen angelegt werden sollen. Natürlich müssen diese entsprechenden Ausbaustandards genügen. Ziel muss sein, eine stets sichere und mit mindestens einer guten Qualität versehenen Anlage zu errichten. So sind Minimalabmessungen zu vermeiden, die Radverkehrsanlagen sind zudem zu jeder Jahreszeit befahrbar und in gutem Zustand zu halten. Kreuzungsbereiche und auf die Fahrbahn müssen stets sicher gestaltet sein. Dies beinhaltet die Anordnung und Durchsetzung eines absoluten Halteverbots in Kreuzungsbereichen von jeweils fünf Metern in jede Richtung. Die Einhaltung des Halteverbots ist baulich zu unterstützen. Jedoch müssen dabei entsprechende Sichtachsen zwischen dem Kfz-Verkehr und dem Radverkehr gesichert werden. Eine sichere Querung ist durch eine entsprechende Programmierung der Lichtsignalanlage sicherzustellen (Priorität für Rad- und Fußverkehr). Eine saubere Trennung vom Fußverkehr ist sicherzustellen.

Sollte die Anlage von sicheren und mindestens guten Radverkehrsanlagen nicht möglich sein, ist darauf zu verzichten. Des Weiteren ist eine Benutzungspflicht nicht bzw. ausschließlich in absoluten Ausnahmefällen unter Berücksichtigung der Rechtslage und eines fixen und transparenten Kriterienkatalogs anzuordnen. Das Parken von Kraftfahrzeugen auf Radverkehrsanlagen ist konsequent zu verfolgen und zu ahnden.

Unsichere Radverkehrsanlagen sind zurückzubauen.

Sollte die Anlage sicherer Radverkehrsanlagen nicht möglich sein, ist das Fahren auf der Fahrbahn mit zusätzlichen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, sicherzustellen.

Ziel sollte es sein, schwächeren Verkehrsteilnehmern – dies beinhaltet auch schwächere Radfahrer (Kinder ab acht bzw. zehn Jahren und Ältere) – eine sichere Infrastruktur anzubieten. Sichere Radfahrer, welche zudem eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit fahren, sollte stets ein sicheres Fahren auf der Fahrbahn möglich sein.

Durch eine wachsende Zahl von Radfahrern, welche zudem durch die häufigere Nutzung des Fahrrads sicherer im Verkehr werden und vom Radweg auf die Fahrbahn ausweichen, kommt es zum sogenannten “Safety in Numbers”-Effekt. Ein höherer Radverkehrsanteil führt zu einer geringeren Gefährdung des einzelnen Radfahrers, da Radfahrer im Straßenbild häufiger auftauchen und dadurch seltener übersehen werden. Somit erhöht sich die Sicherheit des Radverkehrs insgesamt.

Ein häufig genutztes Argument lautet, dass ein besseres Miteinander durch mehr Rücksichtnahme und eine bessere Kultur auf unseren Straßen möglich sei. Man müsse daher Autofahrer dazu anhalten, §1 der Straßenverkehrsordnung konsequent einzuhalten. Dies ist sicherlich wichtig und richtig, eine bessere Verkehrskultur wird aber kaum von oben herab zu verordnen. Weitaus wirksamer wäre es, Autofahrer zu einem Perspektivwechsel anzuhalten. Dies wäre am einfachsten möglich, wenn Autofahrer hin und wieder auf das Rad steigen und am Straßenverkehr teilnehmen. Dies dürfte das Bewusstsein für die existierenden Probleme und ein richtiges Verhalten schaffen. Des Weiteren sollte dieser Perspektivwechsel auch im Rahmen des Führerscheinerwerbs eingeführt werden. Leider erreicht man damit nicht jene, die seit mehreren Jahren und Jahrzehnten eine Fahrerlaubnis besitzen. Es wäre sicherlich von Vorteil, die Wenig- oder Nicht-Radfahrer unter jenen von der sicheren und schnellen Alternative Fahrrad zu überzeugen. Dann klappt es auch mit einer besseren Kultur und Rücksichtnahme auf unseren Straßen.

Ich möchte abschließend die These in den Raum stellen, dass zur attraktiven Gestaltung und konsequenten Förderung des Radverkehr die Schaffung weiterer sicherer Radverkehrsanlagen gehört und eine vollkommene Abschaffung der Separation der Verkehrsarten nicht zielführend ist. Nicht-Radfahrern sollte das Angebot sicherer Radverkehrsanlagen entlang viel befahrener Straßen gemacht werden, die subjektiv als unsicher angesehen werden. Sichere Radfahrer sollten nicht zur Nutzung dieser Radverkehrsinfrastruktur gezwungen werden.

Die konsequente Forderung nach Abschaffung von Radwegen und einer vollständigen Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn schadet dem Ziel, mehr Leute für das Verkehrsmittel Fahrrad zu begeistern und die Zahl von Radfahrern zu erhöhen.

Dies würde ich gerne an dieser Stelle in den Kommentaren zur Diskussion stellen. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, da ich mir persönlich keine abschließende Meinung bilden kann.

  1. sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung – http://www.adfc.de/files/2/35/Monitor_2013.pdf
Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen nach Verkehrsarten (pro Person)

Die Fläche einer Stadt ist von herausragender Bedeutung. Starr im Angebot und nicht erweiterbar muss sie möglichst gerecht zwischen den einzelnen Interessensgruppen aufgeteilt werden. Der Verkehr tritt häufig in Konkurrenz zu anderen Flächenansprüchen und verdrängt diese. Ziel sollte dabei immer eine ausreichende Berücksichtigung der einzelnen Interessen und die Maximierung der Lebensqualität der dort lebenden Menschen sein.

Die tatsächliche Beanspruchung der Innerortsstraßenflächen durch die einzelnen Verkehrsarten ist dabei recht unterschiedlich. Der Pkw-Verkehr benötigt mit Abstand die größten Flächen, der Fuß- und Radverkehr ist am flächeneffizientesten. Der öffentliche Personennahverkehr benötigt zwar ebenfalls relativ große Flächen – insbesondere bei unabhängigen und besonderen Bahnkörpern – ist aber aufgrund der hohen Massenleistungsfähigkeit und Fahrzeugkapazität auch bei einer Auslastung von nur 20 % vergleichsweise effizient. Steigt die Auslastung auf 80 Prozent oder höher, ist der ÖPNV mit Abstand das flächeneffizienteste Verkehrsmittel.

Insbesondere in einem verdichteten urbanen Raum ist die Flächeneffizienz von besonderer Bedeutung. Auf sie sollte bei Investitionsentscheidungen daher verstärkt geachtet werden.

Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen durch Pkw, Bus, Straßenbahn, Stadtbahn, Radfahrer und Fußgänger (pro Person), hochkant – Download in folgenden Breiten: 580 px, 1000px, 2000px, 3000 px – Grafik: Martin Randelhoff, www.zukunft-mobilitaet.net – CC BY 3.0

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Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen durch Pkw, Bus, Straßenbahn, Stadtbahn, Radfahrer und Fußgänger (pro Person) – Download in folgenden Breiten: 580 px, 1000px, 2000px, 3000 px – Grafik: Martin Randelhoff, www.zukunft-mobilitaet.net – CC BY 3.0

Berechnungen und Annahmen

Im Folgenden ist die Berechnung der individuellen Flächenbedarfe beschrieben. Die Werte werden ohne individuellen Stellplatzbedarf ausgewiesen. Der Anhalteweg besteht aus dem Bremsweg und dem Reaktionsweg. Die Reaktionszeit beträgt typischerweise eine Sekunde. Als Minimalsicherheitsabstand s sollte der doppelte Wert, also tr = 2s, eingehalten werden. Um dies abzubilden, wurde jeweils der doppelte Reaktionsweg (8,3333 m bei 30 km/h bzw. bei 50 km/h) in die Rechnung einbezogen. Alle Werte beziehen sich auf den Bremsweg mit der jeweiligen Bremsverzögerung einer Betriebsbremsung (normale Bremsung).

Die Ermittlung des Bremsweges sBrems erfolgte für alle Verkehrsarten über die folgende Formel:

sBrems = (v02 – v2) / 2a

v0 = Anfangsgeschwindigkeit in m/s
v = Endgeschwindigkeit in m/s (= 0 m/s)
a = Bremsverzögerung in m/s2

Pkw

Die Flächeninanspruchnahme des Pkw-Verkehrs wurde für den ruhenden Verkehr (parkend) sowie für den mit 30 bzw. 50 km/h fahrenden Verkehr berechnet. Hierfür wurde für die 30 km/h schnelle Fahrt eine Wohnsammelstraße / Anliegerstraße mit einer Fahrstreifenbreite von 2,75 Meter zzgl. einem seitlichen Bewegungsspielraum von 0,25 Meter herangezogen (RASt 06, Entwurfssituation “Quartiersstraße”, ohne ÖPNV, 400 – 1000 Kfz). Die 50 km/h schnelle Fahrt erfolgt auf einer Hauptverkehrsstraße mit einer Fahrstreifenbreite von 3,25 Metern zzgl. 0,25 Metern seitlichen Bewegungsspielraum (RASt 06, Entwurfssituation “Verbindungsstraße”, Linienbusverkehr, 800 – 1800 Kfz). Dies ist der gängige Standardquerschnitt mit einer zulässigen Höchstbelastung von 15.000 Kfz/Tag (davon 300 Lkw/Tag)).

Die durchschnittliche Belegungslänge des fünf Personen fassenden Fahrzeugs wird mit 4,75 Meter angenommen (-> Pkw-Länge im Durchschnitt: 4,75 Meter)1. Der Besetzungsgrad beträgt im Schnitt 1,4 Personen / Pkw.

Der ruhende Verkehr (=parkend) benötigt bei Schräg- und Senkrechtaufstellung eine Parkstandsbreite von 2,50 m bei einem Seitenabstand der Fahrzeuge von 0,75 m (geht jeweils hälftig ein). Somit ergibt sich ein Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs von 4,75 m Fahrzeuglänge * (2,50 m + (0,375 m * 2)) = 15,44 m2

Bei Längsaufstellung ist eine Parkstandsbreite von 2,3 Metern (ohne zusätzlichen Sicherheitsstreifen) ausreichend. Bei Längsaufstellung wird jedoch zusätzlich eine Fläche von 0,8 Meter Länge zum Rangieren benötigt. Es ergibt sich somit ein Flächenbedarf von (4,75 m Fahrzeuglänge + 0,8 m Bewegungsfläche) * 2,3 m Parkstandbreite = 12,77 m². Der Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs ermittelt sich aus dem gewichteten Flächenbedarfen aus Längs- und Schräg- / Senkrechtaufstellung  und wird mit einem Flächenbedarf von 13,5 m² bewertet.

Die negative Bremsverzögung des Pkw wird mit 3,858 m/sangesetzt (Herleitung). Auf einen Flächenzuschlag für Reaktionszeit wird verzichtet, da alle Werte für einen normalen Verkehrsfluss mit normalem Verkehrsgeschehen berechnet sind.

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / Besetzungsgrad = Flächenbedarf

30 km/h:
(4,75 m * 3 m + 9 m * 3 m + 2 * 8,33 m * 3 m) /1,4 = 65,16 m²

50 km/h:
(4,75 m *3,5 m + 25 m * 3,5 m  + 2 * 13,89 m * 3,5 m) / 1,4 = 143,83 m²

Bus

Mercedes-Benz Citaro in Utrecht – Foto: Roel Hemkes @ Flickr - CC BY 2.0

Die negative Bremsverzögerung eines Busses wird mit 2,5 m/s2 angenommen. Dies entspricht der normalen Bremsverzögerung eines Busses während einer Stadtfahrt. Ein 12,135 Meter langer Citaro von Mercedes Benz hat  eine Fahrgastkapazität von 105 (31 Sitzplätze und 74 Stehplätze). Die benötigte Straßenbreite des 2,55 Meter breiten Busses beträgt nach RASt 06 3,25 Meter zuzüglich beidseitig 0,5 Meter zur Ermittlung des Lichtraums (Breite = 4,25 Meter).

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand mit 20% Auslastung:
(12,135 m * 4,25 m) /(105*0,2) = 2,46 m²

30 km/h mit 20 % Auslastung:
(12,135 m * 4,25 m + 13,89 m * 4,25 m + 2 * 8,33 m * 4,25 m) /(105*0,2) = 8,64 m²

50 km/h mit 20 % Auslastung:
(12,135 m *4,25 m + 38,58 m * 4,25 m + 2 * 13,89 m * 4,25 m) / (105*0,2) = 15,89 m²

Im Stand mit 40% Auslastung:
(12,135 m * 4,25 m) /(105*0,4) = 1,23 m²

30 km/h mit 40 % Auslastung:
(12,135 m * 4,75 m + 13,89 m * 4,25 m + 2 * 8,33 m * 4,25 m) /(105*0,4) = 4,46 m²

50 km/h mit 40 % Auslastung:
(12,135 m *4,75 m + 38,58 m * 4,25 m + 2 * 13,89 m * 4,25 m) / (105*0,4) = 8,09 m²

Straßenbahn, Stadtbahn und U-Bahn

Bei spurgeführten Fahrzeugen wurden ebenfalls keine zusätzlichen Zeitbedarfe für den Reaktionsweg addiert, da Stadt- und U-Bahnen auf eigenem vom restlichen Verkehr getrennten Bahnkörpern sowie im sogenannten Blockabstand verkehren. Zudem wurde jeweils die mittlere Bremsverzögerung einer Betriebsbremsung angesetzt. Die genannten Werte werden bei einer Gefahrenbremsung bei Weitem überschritten und liegen bei 2,75 – 3 m/s2. In den Bremswegen im Rahmen einer Betriebsbremsung sind folglich ausreichende Reserven für den Reaktionsweg im Falle einer Gefahrenbremsung vorhanden.

Straßenbahn

NGT D12DD der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG) – Foto: Matthew Black @ FlickrCC BY-SA 2.0

Die Dresdner Straßenbahn NGT D12DD bremst bei einer Betriebsbremsung mit einer Bremsverzögerung von 1,35 m /s2 (vollbesetzt). Die Straßenbahn hat eine Länge über Kupplung von 45.090 mm und eine Breite von 2.300 mm. In ihr finden 260 Fahrgäste Platz (107 Sitzplätze und 153 Stehplätze). Der Triebwagen zählt zum Typ “Flexity Classic XXL” und wurde von Bombardier Transportation im Werk Bautzen hergestellt.

Der Bremsweg aus 30 km/h beträgt 25,72 Meter und aus 50 km/h 71,44 Meter.

Grundmaß für den Verkehrsraum einer Straßenbahn mit maximaler Fahrzeugbreite (W = 2,65 m) nach RASt06 ist eine Breite von 3,25 Metern. Da nicht die Breite der Straßenbahn, sondern die Breite des benötigten Verkehrsraum maßgeblich sind, ergeben sich bei 20 % Auslastung über den Tag folgende Werte:

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand: 45,09 m * 3,25 m / (260 * 0,2) = 2,82 m2

Bei 30 km/h:
(45,09 m * 3,25 m + 25,72 m * 3,25 m + 2 * 8,33 m * 3,25 m) / (260 * 0,2) = 5,47 m2

Bei 50 km/h:
(45,09 m * 3,25 m + 71,44 m * 3,25 m + 2 * 13,89 m * 3,25 m) / (260 * 0,2) = 9,02 m2

Stadtbahn

Stadtbahn Stuttgart Serie DT 8.11 an der Haltestelle Ruhbank – Foto: gemeinfrei

Die Stadtbahn SSB DT 8.11 der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) mit einer Länge von 38,56 Meter und einer Breite von 2,65 Meter. Die Bremsverzögerung beträgt 1,8 m /s2. Der Stadtwahnwagen bietet 254 Fahrgästen Platz (108 Sitzplätze und 146 Stehplätze).

Die Stadtbahn mit einer Fahrzeugbreite von 2,65 Metern verkehrt im Beispiel auf einem besonderen bzw. unabhängigen Bahnkörper in Mittellage und Sicherheitsraum im Seitenbereich von 0,70 Meter zur straßenzugewandten Seite und 0,35 Meter im Gleiszwischenraum. Die Breite des Verkehrsraums beträgt folglich 3,7 Meter.

Der Bremsweg aus 30 km/h beträgt 19,29 Meter und aus 50 km/h 53,58 Meter.

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand:
38,56 m * 3,7 m / (254 * 0,2) = 2,81 m2

Bei 30 km/h:
(38,56 m * 3,7 m + 19,29 m * 3,7 m + 2 * 8,33 m * 3,7 m) / (254 * 0,2) = 5,43 m2

Bei 50 km/h:
(38,56 m * 3,7 m + 53,58 m * 3,7 m + 2 * 13,89 m * 3,7 m) / (254 * 0,2) = 8,73 m2

Fahrrad

Ein Fahrrad hat in unserem Beispiel eine Länge von 1,8 Meter und eine Breite von 0,65 Meter. Somit ergibt sich eine Grundfläche von 1,2 m².

Ein Radfahrer nimmt nach RASt 06 eine Breite von 1 Meter zzgl. variable Sicherheitsabstände ein. Diese unterscheiden sich je nach Situation: 0,75 Meter von parkenden Fahrzeugen in Längsaufstellung, 0,5 Meter vom Fahrbahnrand und 0,25 Meter von parkenden Fahrzeugen in Schräg- und Senkrechtaufstellung, von Verkehrsräumen des Fußgängerverkehrs und von Gebäuden, Verkehrseinrichtungen, usw. Um den verschiedenen Verkehrssituationen gerecht zu werden, wird die Breite des fahrenden Radverkehrs mit 1,5 Meter angenommen. Im Stand wird eine Breite von 0,65 Metern angesetzt, da Sicherheitszuschläge entfallen und stehende Radfahrer aufgrund der fehlenden Fahrbewegungen (insbesondere des Oberkörpers) kompakter sind. Hier definiert vor allem die Schulter- bzw. Lenkerbreite die Breite.

Die Bremsverzögerung eines Fahrrads besteht aus den kombinierten Bremsverzögerungen von Vorder- und Hinterbremse. Laut StVO muss ein Fahrrad eine Bremsverzögerung von 4 m/s² besitzen. Da hohe Bremsverzögerungen jedoch nur schwer zu beherrschen sind (Blockade des Hinterrads und Kippbewegung bei zu starker Bremsung mit der Vorderbremse), wird eine mittlere Bremsverzögerung von 3,5 m/s² angenommen.

Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) = Flächenbedarf je Fahrradfahrer

Bei 30 km/h:
1,8 m *0,65 m + 9,92 m * 1,5 m + 2 * 8,33 m * 1,5 m = 41,04 m²

U-Bahn

Baureihe C der Münchner U-Bahn – Foto: Max Talbot-Minkin @ Flickr – CC BY 2.0

Auch wenn eine U-Bahn kein straßengebundenes Verkehrsmittel ist und nur bei oberirdisch geführten Streckenteilen einen realen Flächenbedarf hat, der Vollständigkeit halber die errechneten Werte:

Die U-Bahn der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG der Baureihe C weist eine mittlere Bremsverzögerung von 1,2 m/s2 auf.

Die 2.900 mm breite und 113.980 mm lange U-Bahn verkehrt in einem Tunnel mit einem Innendurchmesser von 6,30 Meter. Das Lichtraumprofil wird in der Breite mit 5,0 Metern angenommen. Der U-Bahn-Zug bietet 252 Sitzplätze und 666 Stehplätze. Insgesamt können somit 918 Personen mit einem Zug befördert werden.

Der Bremsweg aus 30 km/h beträgt 28,94 Meter und aus 50 km/h 80,38 Meter.

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum  + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand:
113,98 m * 5,0 m / (918 * 0,2) = 3,10 m2

Bei 30 km/h:
(113,98 m * 5,0 m + 28,94 m * 5,0 m + 8,33 m * 5 m) / (918 * 0,2) = 4,12 m2

Bei 50 km/h:
(113,98 m * 5,0 m + 80,38 m * 5,0 m + 2 * 13,89 m * 5 m) / (918 * 0,2) = 6,05 m2

Aktualisierung – 21.08.-2014

Aufgrund eines Fehlers meinerseits waren eine frühere Version der beiden Grafiken sowie die hier kommunizierten Flächenwerte fehlerhaft. Die Fehler wurden entsprechend korrigiert. Details können Sie hier nachlesen.

  1. Dieter Lohse,Werner Schnabel (2011): Grundlagen der Straßenverkehrstechnik und der Verkehrsplanung: Band 1, S. 488
Seite 1 von 171234510>|

Schlußstrich

Verkehr hat dienende Funktion. Aber manchmal hat man den Eindruck, der Diener habe die Herrschaft übernommen.
Unbekannt

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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