Artikel zum Thema Fahrrad
Verkehr in 140 Zeichen am 03.09.2014
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[Bitte um Diskussion] Bedeutung von Radwegen und Radfahrstreifen für die Radverkehrsförderung

Ich habe mir in den vergangenen Tagen einige Gedanken zum Radverkehr, Radverkehrsförderung und der vorhandenen Infrastruktur gemacht. Die Beantwortung einiger Fragen fiel mir relativ leicht, bei einer anderen – und durchaus wichtigen Frage – bin ich jedoch ins Grübeln gekommen und habe noch keine befriedigende Antwort gefunden.

Der Radverkehr teilt sich strukturell in den Freizeitverkehr und den Alltagsradverkehr auf. Insbesondere in letzter Gruppe sind viele engagierte Radfahrer vertreten. Ein Hauptanliegen dieser Gruppe ist die Abschaffung der Separation der Verkehrsarten, da Radwege und Radfahrstreifen das Unfallrisiko gegenüber dem Fahren auf der Fahrbahn stark erhöhen können. Diese Radfahrer sehen sich aufgrund der unzulänglichen Gestaltung von Radwegen, gemeinsamen Rad- und Fußwegen sowie Radfahrstreifen in Verbindung mit einer willkürlichen und rechtswidrigen Anordnung der Radwegbenutzungspflicht einem persönlichen Verletzungs- und Todesrisiko ausgesetzt. Insbesondere in Kreuzungsbereichen und entlang von längsparkenden Fahrzeugen sind Radfahrer vergleichsweise stark gefährdet. Eine wachsende Gruppe von Radfahrern fordert daher offensiv mehr Raum, die Abschaffung von Radwegen und präferiert das Fahren auf der Fahrbahn mit entsprechenden Sicherheitsabständen.

Mir persönlich stellt sich an dieser Stelle jedoch die Frage, ob diese – für jene Nutzergruppe sicherlich zutreffende – Forderung das Gesamtsystem Radverkehr nach vorne bringt und fördert. Ein Blick in die deutschen Nachbarländer Dänemark und die Niederlande, welche von vielen Seiten für ihre gute Radverkehrsinfrastruktur und Radverkehrsförderung gelobt werden, zeigt, dass dort in den vergangenen Jahrzehnten ein qualitativ hochwertiges, sicheres und engmaschiges Netz an Radwegen und Radabstellanlagen errichtet wurde.

Der Bau von Radverkehrsinfrastruktur in diesen Ländern folgt dabei folgendem Prinzip: Alltagsradeln auf einer fahrradspezifischen Verkehrsinfrastruktur soll inklusiv sein und die Bedürfnisse von jungen und alten, männlichen und weiblichen Radfahrern erfüllen. Der Wunsch nach hoher Geschwindigkeit ist nicht bei allen Radfahrern gleichsam vorhanden. Genauso wenig, wie sich alle Radfahrer im starken, motorisierten Verkehr wohlfühlen.

Die Erkenntnis, dass Radfahrer in allen Formen und Farben auftreten und unterschiedliche Bedürfnisse haben, hat in den vergangenen Jahrzehnten den Bau von Infrastruktur und die Politik in Dänemark und den Niederlanden geprägt (siehe auch: Auf der Suche nach der fahrradfreundlichsten Stadt: Eine Reise durch sieben Städte auf zwei Rädern).

Zur Förderung des Radverkehrs und wachsenden Radverkehrsanteilen in unseren Städten ist es notwendig, jene Menschen zu überzeugen, welche heute noch kein Fahrrad fahren bzw. dies nur in der Freizeit machen. Dazu ist es notwendig, sich mit den Gründen zu beschäftigen, wieso Menschen nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren. Die repräsentative Befragung des Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013 kann bei der Beantwortung der Frage helfen.1

13 Prozent der Befragten äußerten auf die Frage “Warum sie nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren”, dass sie es als zu gefährlich empfinden. Hauptgründe für eine Ablehnung des Fahrrads als Verkehrsmittel waren die Distanz, die Fahrtdauer, der Grad der körperlichen Anstrengung und der Komfort. Mit einer zunehmenden Elektrifizierung des Radverkehrs dürften diese vier Gründe in den kommenden Jahren jedoch rückläufig sein.

Eine genauere Betrachtung, wieso das Fahrrad als zu gefährlich eingestuft wird, zeigt, dass insbesondere der starke Autoverkehr (systemimmanent – dürfte ja durch einen Wechsel in der Verkehrsmittelwahl hin zu mehr Radverkehr zurückgehen), zu wenige Radwege, schlechte Erkennbarkeit derselben bzw. mangelhafte Beleuchtung und eine nicht ausreichende Breite als Ursache genannt werden. Leider wurde nicht die Frage gestellt, wieso diejenigen nicht auf die Straße ausweichen bzw. ob sie sich auf einem Radweg oder auf der Straße sicherer fühlen. Die Antwort “Zu viel Autoverkehr” zeigt aber, dass große Bedenken und Ängste bestehen, die Fahrbahn mit dem Kfz-Verkehr teilen zu müssen. Dies gilt insbesondere für ungeübte und unsichere Radfahrer.

Es ist daher relativ schwierig, potenzielle Radfahrer zu überzeugen, dass sie auf der Straße fahren sollen, weil es dort sicherer sei und sie vom Kfz-Verkehr besser wahrgenommen werden. Da diese Personen jedoch große Bedenken und Ängste haben, werden sie entweder gar nicht Fahrrad fahren oder auf Gehwege ausweichen, auf denen sie aufgrund des Fußverkehrs und der schmaleren Abmessungen gefährdeter sind.

Warum ist Radfahren zu gefährlich, sodass Sie nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren? – Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Neben den harten wissenschaftlichen Fakten (Fahren auf der Fahrbahn ist sicherer als auf Hochbordradwegen) spielt das subjektive Sicherheitsgefühl eine große Rolle. Diese subjektive Einschätzung der Lage hat für die Verkehrsmittelwahl eine starke Bedeutung.

53 Prozent der Befragten fühlten sich im Verkehr meistens oder sehr sicher, 47 Prozent eher oder sehr unsicher. Interessant ist, dass jüngere Radfahrende bis 29 Jahre sich zu 62 Prozent sicher im Straßenverkehr fühlen (38 Prozent unsicher). Dieser überdurchschnittliche Wert bei jüngeren Radfahrern bedeutend im Umkehrschluss, dass ältere Radfahrende sich überdurchschnittlich unsicher fühlen.

Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Aus dem Unsicherheitsgefühl entsteht die Forderung nach mehr und besseren Radwegen sowie einer besseren Verkehrskultur. Die Forderungen an die Politik zeigen nochmals, dass insbesondere Maßnahmen für eine höhere Sicherheit und mehr Schutz für den Radverkehr gefordert werden:

Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Die Forderungen haben sich in den vergangenen Jahren nicht verändert, auch wenn der Anteil der Befragten, welche für einen verstärkten Radwegebau sind, zwischen 2009 und 2013 um zehn Prozentpunkte gesunken ist. Die Forderung nach mehr Radwegen war jedoch bei den vergangenen Befragungen stets die Forderung mit der stärksten Unterstützung:

Aus: sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung

Es stellt sich die Frage, ob nicht verstärkt Radwege gebaut und Radfahrstreifen angelegt werden sollen. Natürlich müssen diese entsprechenden Ausbaustandards genügen. Ziel muss sein, eine stets sichere und mit mindestens einer guten Qualität versehenen Anlage zu errichten. So sind Minimalabmessungen zu vermeiden, die Radverkehrsanlagen sind zudem zu jeder Jahreszeit befahrbar und in gutem Zustand zu halten. Kreuzungsbereiche und auf die Fahrbahn müssen stets sicher gestaltet sein. Dies beinhaltet die Anordnung und Durchsetzung eines absoluten Halteverbots in Kreuzungsbereichen von jeweils fünf Metern in jede Richtung. Die Einhaltung des Halteverbots ist baulich zu unterstützen. Jedoch müssen dabei entsprechende Sichtachsen zwischen dem Kfz-Verkehr und dem Radverkehr gesichert werden. Eine sichere Querung ist durch eine entsprechende Programmierung der Lichtsignalanlage sicherzustellen (Priorität für Rad- und Fußverkehr). Eine saubere Trennung vom Fußverkehr ist sicherzustellen.

Sollte die Anlage von sicheren und mindestens guten Radverkehrsanlagen nicht möglich sein, ist darauf zu verzichten. Des Weiteren ist eine Benutzungspflicht nicht bzw. ausschließlich in absoluten Ausnahmefällen unter Berücksichtigung der Rechtslage und eines fixen und transparenten Kriterienkatalogs anzuordnen. Das Parken von Kraftfahrzeugen auf Radverkehrsanlagen ist konsequent zu verfolgen und zu ahnden.

Unsichere Radverkehrsanlagen sind zurückzubauen.

Sollte die Anlage sicherer Radverkehrsanlagen nicht möglich sein, ist das Fahren auf der Fahrbahn mit zusätzlichen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, sicherzustellen.

Ziel sollte es sein, schwächeren Verkehrsteilnehmern – dies beinhaltet auch schwächere Radfahrer (Kinder ab acht bzw. zehn Jahren und Ältere) – eine sichere Infrastruktur anzubieten. Sichere Radfahrer, welche zudem eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit fahren, sollte stets ein sicheres Fahren auf der Fahrbahn möglich sein.

Durch eine wachsende Zahl von Radfahrern, welche zudem durch die häufigere Nutzung des Fahrrads sicherer im Verkehr werden und vom Radweg auf die Fahrbahn ausweichen, kommt es zum sogenannten “Safety in Numbers”-Effekt. Ein höherer Radverkehrsanteil führt zu einer geringeren Gefährdung des einzelnen Radfahrers, da Radfahrer im Straßenbild häufiger auftauchen und dadurch seltener übersehen werden. Somit erhöht sich die Sicherheit des Radverkehrs insgesamt.

Ein häufig genutztes Argument lautet, dass ein besseres Miteinander durch mehr Rücksichtnahme und eine bessere Kultur auf unseren Straßen möglich sei. Man müsse daher Autofahrer dazu anhalten, §1 der Straßenverkehrsordnung konsequent einzuhalten. Dies ist sicherlich wichtig und richtig, eine bessere Verkehrskultur wird aber kaum von oben herab zu verordnen. Weitaus wirksamer wäre es, Autofahrer zu einem Perspektivwechsel anzuhalten. Dies wäre am einfachsten möglich, wenn Autofahrer hin und wieder auf das Rad steigen und am Straßenverkehr teilnehmen. Dies dürfte das Bewusstsein für die existierenden Probleme und ein richtiges Verhalten schaffen. Des Weiteren sollte dieser Perspektivwechsel auch im Rahmen des Führerscheinerwerbs eingeführt werden. Leider erreicht man damit nicht jene, die seit mehreren Jahren und Jahrzehnten eine Fahrerlaubnis besitzen. Es wäre sicherlich von Vorteil, die Wenig- oder Nicht-Radfahrer unter jenen von der sicheren und schnellen Alternative Fahrrad zu überzeugen. Dann klappt es auch mit einer besseren Kultur und Rücksichtnahme auf unseren Straßen.

Ich möchte abschließend die These in den Raum stellen, dass zur attraktiven Gestaltung und konsequenten Förderung des Radverkehr die Schaffung weiterer sicherer Radverkehrsanlagen gehört und eine vollkommene Abschaffung der Separation der Verkehrsarten nicht zielführend ist. Nicht-Radfahrern sollte das Angebot sicherer Radverkehrsanlagen entlang viel befahrener Straßen gemacht werden, die subjektiv als unsicher angesehen werden. Sichere Radfahrer sollten nicht zur Nutzung dieser Radverkehrsinfrastruktur gezwungen werden.

Die konsequente Forderung nach Abschaffung von Radwegen und einer vollständigen Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn schadet dem Ziel, mehr Leute für das Verkehrsmittel Fahrrad zu begeistern und die Zahl von Radfahrern zu erhöhen.

Dies würde ich gerne an dieser Stelle in den Kommentaren zur Diskussion stellen. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, da ich mir persönlich keine abschließende Meinung bilden kann.

  1. sinus: Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013, Ergebnisse einer repräsentativen Online‐Befragung – http://www.adfc.de/files/2/35/Monitor_2013.pdf
Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen nach Verkehrsarten (pro Person)

Die Fläche einer Stadt ist von herausragender Bedeutung. Starr im Angebot und nicht erweiterbar muss sie möglichst gerecht zwischen den einzelnen Interessensgruppen aufgeteilt werden. Der Verkehr tritt häufig in Konkurrenz zu anderen Flächenansprüchen und verdrängt diese. Ziel sollte dabei immer eine ausreichende Berücksichtigung der einzelnen Interessen und die Maximierung der Lebensqualität der dort lebenden Menschen sein.

Die tatsächliche Beanspruchung der Innerortsstraßenflächen durch die einzelnen Verkehrsarten ist dabei recht unterschiedlich. Der Pkw-Verkehr benötigt mit Abstand die größten Flächen, der Fuß- und Radverkehr ist am flächeneffizientesten. Der öffentliche Personennahverkehr benötigt zwar ebenfalls relativ große Flächen – insbesondere bei unabhängigen und besonderen Bahnkörpern – ist aber aufgrund der hohen Massenleistungsfähigkeit und Fahrzeugkapazität auch bei einer Auslastung von nur 20 % vergleichsweise effizient. Steigt die Auslastung auf 80 Prozent oder höher, ist der ÖPNV mit Abstand das flächeneffizienteste Verkehrsmittel.

Insbesondere in einem verdichteten urbanen Raum ist die Flächeneffizienz von besonderer Bedeutung. Auf sie sollte bei Investitionsentscheidungen daher verstärkt geachtet werden.

Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen durch Pkw, Bus, Straßenbahn, Stadtbahn, Radfahrer und Fußgänger (pro Person), hochkant – Download in folgenden Breiten: 580 px, 1000px, 2000px, 3000 px – Grafik: Martin Randelhoff, www.zukunft-mobilitaet.net - CC BY 3.0

Kompakte Version:

Vergleich unterschiedlicher Flächeninanspruchnahmen durch Pkw, Bus, Straßenbahn, Stadtbahn, Radfahrer und Fußgänger (pro Person) – Download in folgenden Breiten: 580 px, 1000px, 2000px, 3000 px – Grafik: Martin Randelhoff, www.zukunft-mobilitaet.net - CC BY 3.0

Berechnungen und Annahmen

Im Folgenden ist die Berechnung der individuellen Flächenbedarfe beschrieben. Die Werte werden ohne individuellen Stellplatzbedarf ausgewiesen. Der Anhalteweg besteht aus dem Bremsweg und dem Reaktionsweg. Die Reaktionszeit beträgt typischerweise eine Sekunde. Als Minimalsicherheitsabstand s sollte der doppelte Wert, also tr = 2s, eingehalten werden. Um dies abzubilden, wurde jeweils der doppelte Reaktionsweg (8,3333 m bei 30 km/h bzw. bei 50 km/h) in die Rechnung einbezogen. Alle Werte beziehen sich auf den Bremsweg mit der jeweiligen Bremsverzögerung einer Betriebsbremsung (normale Bremsung).

Die Ermittlung des Bremsweges sBrems erfolgte für alle Verkehrsarten über die folgende Formel:

sBrems = (v02 – v2) / 2a

v0 = Anfangsgeschwindigkeit in m/s
v = Endgeschwindigkeit in m/s (= 0 m/s)
a = Bremsverzögerung in m/s2

Pkw

Die Flächeninanspruchnahme des Pkw-Verkehrs wurde für den ruhenden Verkehr (parkend) sowie für den mit 30 bzw. 50 km/h fahrenden Verkehr berechnet. Hierfür wurde für die 30 km/h schnelle Fahrt eine Wohnsammelstraße / Anliegerstraße mit einer Fahrstreifenbreite von 2,75 Meter zzgl. einem seitlichen Bewegungsspielraum von 0,25 Meter herangezogen (RASt 06, Entwurfssituation “Quartiersstraße”, ohne ÖPNV, 400 – 1000 Kfz). Die 50 km/h schnelle Fahrt erfolgt auf einer Hauptverkehrsstraße mit einer Fahrstreifenbreite von 3,25 Metern zzgl. 0,25 Metern seitlichen Bewegungsspielraum (RASt 06, Entwurfssituation “Verbindungsstraße”, Linienbusverkehr, 800 – 1800 Kfz). Dies ist der gängige Standardquerschnitt mit einer zulässigen Höchstbelastung von 15.000 Kfz/Tag (davon 300 Lkw/Tag)).

Die durchschnittliche Belegungslänge des fünf Personen fassenden Fahrzeugs wird mit 4,75 Meter angenommen (-> Pkw-Länge im Durchschnitt: 4,75 Meter)1. Der Besetzungsgrad beträgt im Schnitt 1,4 Personen / Pkw.

Der ruhende Verkehr (=parkend) benötigt bei Schräg- und Senkrechtaufstellung eine Parkstandsbreite von 2,50 m bei einem Seitenabstand der Fahrzeuge von 0,75 m (geht jeweils hälftig ein). Somit ergibt sich ein Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs von 4,75 m Fahrzeuglänge * (2,50 m + (0,375 m * 2)) = 15,44 m2

Bei Längsaufstellung ist eine Parkstandsbreite von 2,3 Metern (ohne zusätzlichen Sicherheitsstreifen) ausreichend. Bei Längsaufstellung wird jedoch zusätzlich eine Fläche von 0,8 Meter Länge zum Rangieren benötigt. Es ergibt sich somit ein Flächenbedarf von (4,75 m Fahrzeuglänge + 0,8 m Bewegungsfläche) * 2,3 m Parkstandbreite = 12,77 m². Der Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs ermittelt sich aus dem gewichteten Flächenbedarfen aus Längs- und Schräg- / Senkrechtaufstellung  und wird mit einem Flächenbedarf von 13,5 m² bewertet.

Die negative Bremsverzögung des Pkw wird mit 3,858 m/sangesetzt (Herleitung). Auf einen Flächenzuschlag für Reaktionszeit wird verzichtet, da alle Werte für einen normalen Verkehrsfluss mit normalem Verkehrsgeschehen berechnet sind.

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / Besetzungsgrad = Flächenbedarf

30 km/h:
(4,75 m * 3 m + 9 m * 3 m + 2 * 8,33 m * 3 m) /1,4 = 65,16 m²

50 km/h:
(4,75 m *3,5 m + 25 m * 3,5 m  + 2 * 13,89 m * 3,5 m) / 1,4 = 143,83 m²

Bus

Mercedes-Benz Citaro in Utrecht – Foto: Roel Hemkes @ Flickr - CC BY 2.0

Die negative Bremsverzögerung eines Busses wird mit 2,5 m/s2 angenommen. Dies entspricht der normalen Bremsverzögerung eines Busses während einer Stadtfahrt. Ein 12,135 Meter langer Citaro von Mercedes Benz hat  eine Fahrgastkapazität von 105 (31 Sitzplätze und 74 Stehplätze). Die benötigte Straßenbreite des 2,55 Meter breiten Busses beträgt nach RASt 06 3,25 Meter zuzüglich beidseitig 0,5 Meter zur Ermittlung des Lichtraums (Breite = 4,25 Meter).

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand mit 20% Auslastung:
(12,135 m * 4,25 m) /(105*0,2) = 2,46 m²

30 km/h mit 20 % Auslastung:
(12,135 m * 4,25 m + 13,89 m * 4,25 m + 2 * 8,33 m * 4,25 m) /(105*0,2) = 8,64 m²

50 km/h mit 20 % Auslastung:
(12,135 m *4,25 m + 38,58 m * 4,25 m + 2 * 13,89 m * 4,25 m) / (105*0,2) = 15,89 m²

Im Stand mit 40% Auslastung:
(12,135 m * 4,25 m) /(105*0,4) = 1,23 m²

30 km/h mit 40 % Auslastung:
(12,135 m * 4,75 m + 13,89 m * 4,25 m + 2 * 8,33 m * 4,25 m) /(105*0,4) = 4,46 m²

50 km/h mit 40 % Auslastung:
(12,135 m *4,75 m + 38,58 m * 4,25 m + 2 * 13,89 m * 4,25 m) / (105*0,4) = 8,09 m²

Straßenbahn, Stadtbahn und U-Bahn

Bei spurgeführten Fahrzeugen wurden ebenfalls keine zusätzlichen Zeitbedarfe für den Reaktionsweg addiert, da Stadt- und U-Bahnen auf eigenem vom restlichen Verkehr getrennten Bahnkörpern sowie im sogenannten Blockabstand verkehren. Zudem wurde jeweils die mittlere Bremsverzögerung einer Betriebsbremsung angesetzt. Die genannten Werte werden bei einer Gefahrenbremsung bei Weitem überschritten und liegen bei 2,75 – 3 m/s2. In den Bremswegen im Rahmen einer Betriebsbremsung sind folglich ausreichende Reserven für den Reaktionsweg im Falle einer Gefahrenbremsung vorhanden.

Straßenbahn

NGT D12DD der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG) – Foto: Matthew Black @ FlickrCC BY-SA 2.0

Die Dresdner Straßenbahn NGT D12DD bremst bei einer Betriebsbremsung mit einer Bremsverzögerung von 1,35 m /s2 (vollbesetzt). Die Straßenbahn hat eine Länge über Kupplung von 45.090 mm und eine Breite von 2.300 mm. In ihr finden 260 Fahrgäste Platz (107 Sitzplätze und 153 Stehplätze). Der Triebwagen zählt zum Typ “Flexity Classic XXL” und wurde von Bombardier Transportation im Werk Bautzen hergestellt.

Der Bremsweg aus 30 km/h beträgt 25,72 Meter und aus 50 km/h 71,44 Meter.

Grundmaß für den Verkehrsraum einer Straßenbahn mit maximaler Fahrzeugbreite (W = 2,65 m) nach RASt06 ist eine Breite von 3,25 Metern. Da nicht die Breite der Straßenbahn, sondern die Breite des benötigten Verkehrsraum maßgeblich sind, ergeben sich bei 20 % Auslastung über den Tag folgende Werte:

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand: 45,09 m * 3,25 m / (260 * 0,2) = 2,82 m2

Bei 30 km/h:
(45,09 m * 3,25 m + 25,72 m * 3,25 m + 2 * 8,33 m * 3,25 m) / (260 * 0,2) = 5,47 m2

Bei 50 km/h:
(45,09 m * 3,25 m + 71,44 m * 3,25 m + 2 * 13,89 m * 3,25 m) / (260 * 0,2) = 9,02 m2

Stadtbahn

Stadtbahn Stuttgart Serie DT 8.11 an der Haltestelle Ruhbank – Foto: gemeinfrei

Die Stadtbahn SSB DT 8.11 der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) mit einer Länge von 38,56 Meter und einer Breite von 2,65 Meter. Die Bremsverzögerung beträgt 1,8 m /s2. Der Stadtwahnwagen bietet 254 Fahrgästen Platz (108 Sitzplätze und 146 Stehplätze).

Die Stadtbahn mit einer Fahrzeugbreite von 2,65 Metern verkehrt im Beispiel auf einem besonderen bzw. unabhängigen Bahnkörper in Mittellage und Sicherheitsraum im Seitenbereich von 0,70 Meter zur straßenzugewandten Seite und 0,35 Meter im Gleiszwischenraum. Die Breite des Verkehrsraums beträgt folglich 3,7 Meter.

Der Bremsweg aus 30 km/h beträgt 19,29 Meter und aus 50 km/h 53,58 Meter.

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand:
38,56 m * 3,7 m / (254 * 0,2) = 2,81 m2

Bei 30 km/h:
(38,56 m * 3,7 m + 19,29 m * 3,7 m + 2 * 8,33 m * 3,7 m) / (254 * 0,2) = 5,43 m2

Bei 50 km/h:
(38,56 m * 3,7 m + 53,58 m * 3,7 m + 2 * 13,89 m * 3,7 m) / (254 * 0,2) = 8,73 m2

Fahrrad

Ein Fahrrad hat in unserem Beispiel eine Länge von 1,8 Meter und eine Breite von 0,65 Meter. Somit ergibt sich eine Grundfläche von 1,2 m².

Ein Radfahrer nimmt nach RASt 06 eine Breite von 1 Meter zzgl. variable Sicherheitsabstände ein. Diese unterscheiden sich je nach Situation: 0,75 Meter von parkenden Fahrzeugen in Längsaufstellung, 0,5 Meter vom Fahrbahnrand und 0,25 Meter von parkenden Fahrzeugen in Schräg- und Senkrechtaufstellung, von Verkehrsräumen des Fußgängerverkehrs und von Gebäuden, Verkehrseinrichtungen, usw. Um den verschiedenen Verkehrssituationen gerecht zu werden, wird die Breite des fahrenden Radverkehrs mit 1,5 Meter angenommen. Im Stand wird eine Breite von 0,65 Metern angesetzt, da Sicherheitszuschläge entfallen und stehende Radfahrer aufgrund der fehlenden Fahrbewegungen (insbesondere des Oberkörpers) kompakter sind. Hier definiert vor allem die Schulter- bzw. Lenkerbreite die Breite.

Die Bremsverzögerung eines Fahrrads besteht aus den kombinierten Bremsverzögerungen von Vorder- und Hinterbremse. Laut StVO muss ein Fahrrad eine Bremsverzögerung von 4 m/s² besitzen. Da hohe Bremsverzögerungen jedoch nur schwer zu beherrschen sind (Blockade des Hinterrads und Kippbewegung bei zu starker Bremsung mit der Vorderbremse), wird eine mittlere Bremsverzögerung von 3,5 m/s² angenommen.

Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) = Flächenbedarf je Fahrradfahrer

Bei 30 km/h:
1,8 m *0,65 m + 9,92 m * 1,5 m + 2 * 8,33 m * 1,5 m = 41,04 m²

U-Bahn

Baureihe C der Münchner U-Bahn – Foto: Max Talbot-Minkin @ Flickr – CC BY 2.0

Auch wenn eine U-Bahn kein straßengebundenes Verkehrsmittel ist und nur bei oberirdisch geführten Streckenteilen einen realen Flächenbedarf hat, der Vollständigkeit halber die errechneten Werte:

Die U-Bahn der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG der Baureihe C weist eine mittlere Bremsverzögerung von 1,2 m/s2 auf.

Die 2.900 mm breite und 113.980 mm lange U-Bahn verkehrt in einem Tunnel mit einem Innendurchmesser von 6,30 Meter. Das Lichtraumprofil wird in der Breite mit 5,0 Metern angenommen. Der U-Bahn-Zug bietet 252 Sitzplätze und 666 Stehplätze. Insgesamt können somit 918 Personen mit einem Zug befördert werden.

Der Bremsweg aus 30 km/h beträgt 28,94 Meter und aus 50 km/h 80,38 Meter.

(Länge Fahrzeug * Breite Verkehrsraum (Stand) + Länge Bremsweg * Breite Verkehrsraum  + 2 * Länge Reaktionsweg * Breite Verkehrsraum) / (Kapazität * Auslastung) = Flächenbedarf je Fahrgast

Im Stand:
113,98 m * 5,0 m / (918 * 0,2) = 3,10 m2

Bei 30 km/h:
(113,98 m * 5,0 m + 28,94 m * 5,0 m + 8,33 m * 5 m) / (918 * 0,2) = 4,12 m2

Bei 50 km/h:
(113,98 m * 5,0 m + 80,38 m * 5,0 m + 2 * 13,89 m * 5 m) / (918 * 0,2) = 6,05 m2

Aktualisierung – 21.08.-2014

Aufgrund eines Fehlers meinerseits waren eine frühere Version der beiden Grafiken sowie die hier kommunizierten Flächenwerte fehlerhaft. Die Fehler wurden entsprechend korrigiert. Details können Sie hier nachlesen.

  1. Dieter Lohse,Werner Schnabel (2011): Grundlagen der Straßenverkehrstechnik und der Verkehrsplanung: Band 1, S. 488
Verkehr in 140 Zeichen am 11. – 15.08.2014
Verkehr in 140 Zeichen am 08. – 10.08.2014
  • Sind neue Autos wirklich sauberer als ältere? – Clean Technica – http://t.co/MKbFARahY3 ->
  • Dieses kleine Gerät für 150 Dollar soll Hackerangriffe auf Pkw erkennen und abwehren. – WIRED – http://t.co/Q9EaBCrn82 ->
  • Wie “Share the Road”-Kampagnen von den wahren Problemen im Bereich #Verkehrssicherheit ablenken – http://t.co/uaS4qwEss0 ->
  • “…it’s self-evidently bizarre to argue that the solution to drivers’ killing people is to ask everyone to be nice.” https://t.co/EaICaVvqet ->
  • London: 5 Fußgänger werden pro Jahr von über Rot fahrenden Radfahrern angefahren, 105 durch Autos. Richtige Aussage? https://t.co/JarMouIdIn ->
  • Radfahrer mit zu geringem Abstand zu überholen, ist für den Radfahrer unangenehm, aber nur selten Unfallursache – https://t.co/yA02848j2o ->
  • Die mit Abstand größte Gefährdung von Radfahrern geht von Unachtsamkeit beim Abbiegen im Stadtgebiet oder dem Auffahren auf Landstraßen aus. ->
  • Regionalflughäfen: Wenn den Lokalfürsten ihr Spielzeug auf die Füße fällt und den Steuerzahler Millionen kostet http://t.co/WyrPaVRnUe @wiwo ->
  • Warum Bus und Bahn so teuer sind (und wohl teurer werden). Mit einigen Statements und Erklärungen von mir @wiwohttp://t.co/xaWbJ0jHeb ->
  • Auch 11 Milliarden Dollar später krebst das US-Schienennetz noch weit von Hochgeschwindigkeit entfernt herum – NYT – http://t.co/iYJ2UQVKGC ->
  • Zweijähriges Pilotprojekt: Google bietet einen kostenlosen Shuttledienst mit vier Elektrobussen in Mountain View an – http://t.co/Zl9uoI51Ej ->
  • Malaysia Airlines wird nach Unglücken verstaatlicht und umgebaut. Der Imageschaden war einfach zu groß. – http://t.co/yBbXxctnFm #MH ->
  • myDriver (Sixt Gruppe) gewinnt Rechtsstreit gg. die Taxi Vereinigung Frankfurt am Main e.V. und darf weiter mit “myDriver statt Taxi” werben ->
  • Könnte was ändern: #Uber, #Lyft und Sidecar ergänzen ihr Rideselling-Angebot jetzt doch durch wirkliches #Ridesharing http://t.co/XehdOtYXVN ->
  • Ausbauantrag für Ausweitung der Betriebszeiten des Düsseldorfer Airports sorgt schon im Vorfeld für Streit – http://t.co/GpIPEAcU15 #DUS ->
  • Die Kommunen Essen, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Mülheim, Ratingen und Tönisvorst haben bereits Widerstand angekündigt. #DUS ->
  • RT @Radpolitik: “Die Länder Baden-Württemberg und Thüringen haben eine Fachstudie zum Thema Fahrradhelme vereinbart”: http://t.co/lnrIiHyQ0… ->
  • Radwegbenutzungspflicht: Die CDU-Ratsfraktion in Oldenburg scheint Probleme mit der Einhaltung von Gesetzen zu haben: http://t.co/LDIrl1h7Y9 ->
  • Mit einem ambitionierten Plan sollen die Städte im Norden Englands besser miteinander verbunden werden – http://t.co/4GTyan88YG ->
  • Randale auf Umwegen: Ist schon doof, wenn man in Geographie nicht so aufgepasst hat und Bahnverbindungen nicht kennt! http://t.co/4jkkFD9T1G ->
  • Delhi plant zur Bekämpfung der Luftverschmutzung Kauf von 11.000 neuen Bussen, mehr Kapazität bei Bahnen und die Reaktivierung der Ringbahn. ->
  • Das ist aber nicht der einzige Plan in Delhi: So sollen bis 2016 mehrere Bus Rapid Transit-Korridore entstehen. – http://t.co/nxhLFhV3yo ->
  • Verkehrspolitik: Hamburg fordert vom Bund mehr Geld für den ÖPNV – Wirtschaftswoche – https://t.co/RsFum3lEdO ->
  • Studie: #Radverkehr und baulich getrennte Radwege bringen einen großen gesellschaftlichen Nutzen – http://t.co/OZoLqpK9mY ->
  • Der #Radverkehr reduziert insbesondere die Luftverschmutzung und bringt positive Gesundheitseffekte – http://t.co/quJYUQwIb5 ->
  • China und Hochgeschwindigkeitsstrecken als Bindeglied zu anderen asiatischen Staaten (wegen geostrategischen Nutzens) http://t.co/rWxxbzXGWq ->
  • Radelnde Polizisten: Dein Freund und Fahrradfahrer – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/cHuRKnVvS9 #Radverkehr #Polizei ->
  • Ridesharing wird kein Substitut zum ÖPNV. Dazu fehlt die Massenleistungsfähigkeit. Maximal wirkt es komplementär. – http://t.co/EeyjP76ogl ->
  • Der Wert von schnellem Nahverkehr am Beispiel Grand Paris Express – The Transport Politic – http://t.co/PkTfYFq0na ->
  • #Bahn will ICE mit Unterhaltungsprogramm ausrüsten. Wie im Flugzeug können Fahrgäste dann Filme schauen – wiwo – http://t.co/PxsjAmEEpD ->
  • Damit setzt die #Bahn weiterhin auf Entertainment & Information. Sehr zu begrüßen! Auch benötigt man dringend eine Differenzierung ICE / IC. ->
  • Einige Fernbusanbieter bieten ebenfalls entsprechende Entertainment-Angebote mit Filmen und Musik. Nett wäre es, wenn man Filme Zug-.. ->
  • ..- übergreifend ansehen könnte, d.h. nach einem Umstieg im neuen Zug bei der letzten Szene wieder begonnen werden kann. #bahn ->
  • RT @winniesc: @zukunftmobil kostenloses WLAN wünschenswerter ->
  • .@winniesc Wenn der Langzeit-Vertrag mit der Telekom ausläuft, dürfte das hoffentlich was werden mit kostenlosem WLAN in der #Bahn->
  • Verkehrsetatansatz von SPD und Grünen in NRW: Bau neuer Radwege: 48 Millionen Euro / Bau neuer Straßen: 55 Millionen Euro ->
  • Nach Start in Teheran: Flug Sepahan A140 stürzt nahe Wohngebiet ab. 38 Menschen kommen ums Leben, 11 überleben – http://t.co/BXzXCZIe8X ->
  • Witali Jussufow hat seine dritte Werft in Deutschland gekauft. Klassischer Schiffbau interessiert ihn aber nicht. – http://t.co/pF4sPE2Zw2 ->
  • Ich stelle mir aber schon die Frage, wie man zwei Schiffe jeweils 700 Tonnen zu schwer bauen kann… ->
  • [Video zum Wochenende] Rotterdam in Bewegung http://t.co/Zo62OlrH4t ->
  • Fernbusse: Gut für die Kunden, für die Bahn ein Debakel – SZ – http://t.co/SyvGRnLsj4 Das Fazit finde ich etwas weit hergeholt… #fernbus ->
  • Die Frage lautet ja, ob Fernbusanbieter den Preisabstand zu DB Fernverkehr dauerhaft halten können. Der Markt wird sich ja noch bewegen. ->
  • Passend zu diesem Thema: Langfristige Entwicklung der Fernbuspreise nach der Markthochlaufphase – http://t.co/cVlSAzJOoQ #fernbus ->
CarSharing-Förderprogramm für kleine und mittlere Kommunen

Dieser Vorschlag für ein kommunales CarSharing-Förderprogramm ist ein Gastartikel von Johann Englmüller. Wenn auch Sie Interesse haben, hier einen Gastartikel zu veröffentlichen, dann schreiben Sie uns bitte.

Es gibt Förderprogramme für Hausdämmung, Stromeinsparung und regenerative Energie. Alle Programme sind Bestandteile der Energiewende. Für eine Förderung von CarSharing gibt es sehr gute einzelne Beispiele in vielen kleinen und mittelgroßen Kommunen, aber von keiner Kommune wurde ein CarSharing-Förderprogramm aufgestellt, obwohl CarSharing als Bestandteil der Verkehrswende ein weiteres Standbein der Energiewende ist.

Die Energiewende klappt aber nicht ohne Verkehrswende, da der Verkehr in manchen Bundesländern bis zu 40 % der CO2-Emissionen verursacht. Um diese Belastung durch den Verkehr zu senken, weisen bereits einige Landkreise auf die Bedeutung von CarSharing für die Energiewende hin. Ein Förderprogramm für CarSharing kann viel in Bewegung setzen und einen Beitrag leisten, die gesetzten Ziele der Energiewende zu erreichen.

Carsharing als Baustein der Mobilitäts- und Energiewende – Foto: Patrick Johannsen / Future Mobility Camp

Modernes vernetztes CarSharing liefert die Technik für eine nachhaltige Mobilitätsform; durch ein CarSharingauto werden circa 6-10 Privatautos ersetzt und ein CarSharer geht mehr Kurzstrecken (bis 5 km) zu Fuß, fährt mehr mit dem Fahrrad oder dem Bus. Ein Carsharer fährt im Vergleich zu einem normalen Autobesitzer etwa 40 % weniger mit dem Auto. CarSharing kann in kleinen Kommunen schon bei drei bis fünf Nutzern betriebswirtschaftlich funktionieren. So kauft ein CarSharer vor Ort wieder mehr ein; so werden die örtlichen Geschäfte im Zentrum gestärkt und dies macht das Leben in einer Kommune noch attraktiver. Und: Vernetztes Carsharing mit Elektroautos- wie im bayerischen Wald – ist für Touristen aus ganz Europa nutzbar und fördert den Tourismus vor Ort.

Ein CarSharing-Förderprogramm ist insbesondere für kleine und mittelgroße Kommunen sinnvoll. Für große Städte ist es nicht nötig, da sich die großen CarSharinganbieter der Autokonzerne (BMW, VW, Mercedes..), gleich mit vielen Autos niederlassen. CarSharing klappt in vielen Kommunen ab 20.000 Einwohnern; es gibt aber auch vereinzelt Beispiele mit CarSharing in Kommunen ab 500 Einwohnern. Mit dem Engagement eines CarSharingvereins und der politischen Unterstützung durch das Rathaus, kann CarSharing in kleinen Kommunen erfolgreich betrieben werden.

Der Einfluss der Kommune auf Stadtwerke, Banken und größere Firmen lässt ein Netzwerk der CarSharing-Förderung entstehen und so lassen sich Sponsoren gewinnen. Bei einem bestehenden CarSharingverein kann die Kommune erreichen, dass CarSharing schneller in alle Ortsteile vordringen kann, da ein Verein dies aus eigener Kraft nicht so schnell leisten kann. Für einen Verein stellt der Kauf des ersten Autos die größte Hürde. Die Kommune kann durch eine Geldeinlage, eine Spende und durch seine Mitgliedschaft den Verein dabei unterstützen. Ein Stellplatz zentral vor dem Rathaus ist ein werbewirksamer Auftritt und eine Nutzung des CarSharingautos durch die Kommune sorgt für eine bessere wirtschaftliche Auslastung. Solange CarSharing noch nicht ausreichend bekannt ist, kann dem Verein durch eine zu geringe Nutzung des Autos ein Verlust entstehen; diese Sorge hält von einer Vereinsgründung ab. Mit einer Ausfallbürgschaft kann die Kommune hier unterstützend eingreifen, indem es für ein CarSharingauto in den ersten drei Jahren eine Ausfallbürgschaft im Förderprogramm vorsieht.

teilAuto-Carsharing in Leipzig – Foto: teilAuto – Mobility Center GmbH via Bundesverband CarSharing e. V. (bcs)

In folgendem Programmentwurf nenne ich gute Beispiele der CarSharing-Förderung durch Kommunen und füge sie zu einem ganzen Programm zusammen. Ich werde zu den einzelnen Teilaspekten ein Beispiel anhand einer Kommune (meist mit Internet-Link) nennen, in der dies schon so praktiziert wird; bei zwei Maßnahmen (P, Q) handelt es sich um Vorschläge, die meines Wissens noch von keiner Kommune umgesetzt wurden. (mehr …)

[Hörempfehlungen] Autonomes Fahren, Connected Car, Verbrennungsmotor, eBikes und Elektrofahrzeuge

In den vergangene Wochen war ich bei diversen Podcasts zu Gast bzw. habe einige Podcasts gehört, welche ich gerne empfehlen möchte.

fahrrad.io - Martin Randelhoff über E-Bikes als Fortbewegungsmittel der Zukunft

Im Rahmen der Interactive Cologne, auf welcher ich einen Vortrag zu zukünftigen Entwicklungen und Trends im Verkehrsbereich gehalten habe, sprach ich mit Hans Dorsch über verschiedene Themen. Neben aktuellen Entwicklungen in der Verkehrsplanung und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit verkehrsbezogenen Themen war ein großes Thema auch das Pedelec bzw. E-Bike.

Mit dem klassischen Fahrrad akzeptiert man [eine Distanz von] 10 Kilometer zum Pendeln, mit dem Pedelec sind es durch die größere Geschwindigkeit und niedrigere Anstrengung schon 30 Kilometer. Das Pedelec hat nicht nur im Bereich des klassischen Radverkehrs große Potenziale, sondern auch im Cargo-Bereich. Nicht nur, was den individuellen Transport von Gütern angeht, sondern eben auch den klassischen Kurier- und Express- und Paketdienst. 

Podcast anhören [35:30 Minuten] (mit Transkript) | Download

Ich während meines Vortrages auf der Interactive Cologne

techbros Elektromobilitätstalk mit Martin Randelhoff

Ebenfalls auf der Interactive Cologne habe ich mit Florian “dotdean” Krakau vom Blog “techbros” über den aktuellen Stand der Elektromobilität (besser: “Elektroverkehr”) und zukünftigen Trends und Entwicklungen im Bereich autonomer Fahrzeugsysteme gesprochen.

Podcast anhören [32:53 Minuten] | Download

Deutschlandradio Kultur, Sendung Breitband - “Connected Cars: Autonom und vernetzt”

Florian Regensburger spricht mit dem von mir sehr geschätzten Paul Balzer (Blog von Paul | Pauls Gastartikel bei Zukunft Mobilität zu Inversionswetterlagen und Umweltzonen), Fahrzeugingenieur und Doktorand zum Thema Algorithmenentwicklung und Fahrzeugumfeldsensorik, über das vernetzte Auto, die heutigen Möglichkeiten, Sensorinformationen und den Umgang der Autofahrer mit der Technik: Welche Rolle spielen Computer und Mensch bald auf der Straße? (bis Minute 14:45)

Podcast anhören [49:00 Minuten] | Download

omega tau über den Verbrennungsmotor

Zu Gast beim generell sehr empfehlenswerten omega tau-Podcast (bei dem ich ebenfalls schon zu Gast gewesen bin) war Donatus Wichelhaus, seines Zeichens Leiter der Motorenentwicklung bei Volkswagen Motorsport. In dem knapp unter 3 Stunden langen Podcast wurde unter anderem auf die folgenden Themen eingegangen: das Prinzip des Verbrennungsmotors, die wichtigsten Baugruppen, diverse Arten und Bauformen von Motoren, markenspezifische Eigenheiten (TDI, CDI) sowie auf die Steuerung des Motors. Ein guter Einstieg in das Verständnis verbrennungsmotorischer Prozesse und den Aufbau desselben, auch wenn Herr Wichelhaus gerne in die Fachsprache abdriftet.

Podcast anhören [2:52:45 Stunden] | Download

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Schlußstrich

Alle reden vom Wetter. Wir nicht.
Werbekampagne der Deutschen Bundesbahn, 1966

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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