Artikel zum Thema Florida
Verkehr in 140 Zeichen am 13./14./15.12.2012
  • Im Dezember werden in zwei neue Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken eröffnet. – geomix – http://t.co/dcnhns08 ->
  • Die neue in Mariche, Venezuela, wurde gestern eröffnet und kann 93.000 Fahrgäste / Tag befördern – http://t.co/wkrGroOR ->
  • Ramsauer: Bahn darf für Stuttgart 21 nicht die Preise erhöhen! Wenn dann werden die das bestimmt auch so kommunizieren. http://t.co/TaCAH7Fo ->
  • PKP Cargo soll 2013 an die Börse gehen – DVZ – http://t.co/CJK66QiN #Polen #Bahn ->
  • „Die Wirtschaftlichkeit von S 21 geht massiv in die Knie“ – Stuttgarter Nachrichten – http://t.co/YQNkIvGp #s21 (via @elba013) ->
  • A7-Ausbau im Norden kommt als PPP – DVZ – http://t.co/rGYuBjfa ->
  • Eine sehr erfreuliche Prognose des Statistischen Bundesamtes: Die Zahl der Verkehrstoten wird 2012 voraussichtlich um mehr als 7 % sinken. ->
  • Etwa 3.700 Menschen verloren 2012 im Straßenverkehr ihr Leben. Bei den Verletzten ist eine Abnahme um etwa 1% auf rund 389.000 zu erwarten. ->
  • Die Gesamtzahl der erfassten Unfälle wird aber voraussichtlich auf 2,4 Millionen (+2%) steigen. ->
  • Auf Autobahnen (-12,3%) und Landstraßen (-8,5%) sind voraussichtlich weniger Menschen gestorben. Auch war das Wetter 2012 regnerischer. ->
  • Folge sind weniger getötete Zweiradfahrer (Motorradfahrer -16,9%) und Fußgänger (-8,5%). – Destatis – http://t.co/jCnUsARc ->
  • Gegen Fußgänger, die Handys benutzen, müsse man ähnlich streng wie gegen Fahren unter Alkoholeinwirkung vorgehen – http://t.co/2vBnwIzT ->
  • EU-Parlament stimmt für Fluglärmschutz und Slot-Neuregelung – airliners – http://t.co/TbYQ0cBM ->
  • Die Zukunft liegt im Mobilitätspool – Wiwo Green – http://t.co/4jnJKYBx ->
  • Amtrak plant die -Züge im Nordostkorridor zu ersetzen – Businessweek – http://t.co/iVU6CMlR ->
  • Rheinland-Pfalz ringt um tragfähiges Zukunftskonzept für den Flughafen Hahn – airliners – http://t.co/7jPH4jmt ->
  • Haha! Als Stadtplaner allein in einem Raum voller Verkehrsingenieure. :-D – Car Free http://t.co/zUW9V9GK ->
  • US-Ölpreis könnte auf 50 Dollar je Barrel fallen – Gas 2.0 – http://t.co/2FNgrr4S ->
  • In bietet Scotrail ab Ende 2013 seinen Passagieren flächendeckend freies WLAN – Scotsman – http://t.co/st4rdlGh ->
  • “Jeder Radfahrer muss ab und zu kampfradeln” (wegen der einseitig auf Autos ausgerichteten ) – ZEIT – http://t.co/OVb3D5Ul ->
  • Neue Maßeinheit für Großprojekte: Elbphilharmonie – Netzfundbüro – http://t.co/H9DTTmwN ->
  • Deutsche Post und ADAC wollen Busfahrten anbieten – SPIEGEL – http://t.co/isvzfOfj ->
  • Kleine Anfrage Zukunft der Mobilität – Entwicklung der Mobilitätsforschung d. Bundes http://t.co/ByNf1vrI Ich bin auf die Antworten gespannt ->
  • Fahrradfahren ist nicht gefährlicher als Autofahren (erst ab 70) – Telepolis – http://t.co/6zWAjUFj ->
  • OLT Express in schwerer Krise – Austrian Aviation – http://t.co/Pw1mXJWf ->
  • OLT schränkt sein Flugkontingent u.a. am Flughafen Münster/Osnabrück stark ein, 4-5 Fokker 100 werden stillgelegt – http://t.co/2juWxft7 ->
  • Bahn-Vorstand Kefer denkt über S21-Ausstieg nach – STERN – http://t.co/CQJqOrxG #s21 #bahn Ich glaub aber nicht wirklich daran. ->
  • BUND fordert von der Landesregierung in Sachsen-Anhalt Verzicht auf Elbe-Saale-Kanal- DVZ – http://t.co/9IDzkgpt ->
  • Verfassungsrechtler: Volksabstimmung über S 21 wg der Kostensteigerungen nicht mehr für die Landesregierung verbindlich http://t.co/SVnb4QT1 ->
  • EU27: PKW-Neuzulassungen mit -10,3% – Querschuesse – http://t.co/e5MW2ASD ->
  • Die ÖPNV-Nutzerzahlen sind 2012 in den USA erneut gestiegen – Clean Technica -http://t.co/GXBao7B4 ->
  • Nächster Versuch: Das Bieterverfahren für Bau und Betrieb der brasilianischen SFS Rio –  wurde wieder eröffnet http://t.co/Jvcig8Ku ->
  • UPS ist offenbar bereit, sich für die TNT-Übernahme von Aktivitäten in 15 europäischen Ländern zu trennen – DVZ – http://t.co/ZtHOAvwe ->
  • Die Planung einer privat finanzierten vom Flughafen Orlando zur Messe wurde beschlossen – http://t.co/Ma6o3Flc #maglev ->
  • Die 24 Kilometer lange Strecke soll 315 Millionen Dollar kosten. ->
  • Indonesien: Total Car Sales mit +53,3% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/cVdNL3Bb ->
  • Elektroautos könnten in Zukunft die einzigen Kraftfahrzeuge sein, die von der Londoner Innenstadtmaut befreit sind – http://t.co/gDS784Xo ->
  • Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung legt Flugrouten für den Flughafen Kassel-Calden – airliners – http://t.co/Co9vHKgB ->
  • Seit der Eröffnung der Metro Dubai im September 2009 wurden mehr als 213 Millionen Fahrgäste befördert – http://t.co/7vdoW82m ->
  • Zweifel an neuem BER-Eröffnungstermin. Wowereit möchte keine Garantie für den 27. Oktober 2013 abgeben. – http://t.co/NlKZCf4A #BER ->
  • Ein kleiner Ausblick auf das Jahr 2013 in der US-Verkehrspolitik – Politico – http://t.co/hVs4SwiJ ->
  • Minnesotas Gouverneur plant zahlreiche Steuererhöhungen um 20 Milliarden $ für die Verkehrsinfrastruktur einzunehmen – http://t.co/RfG5jZGW ->
  • Schlechter ÖPNV: Zeitverlust und Stau haben 2008 in São Paulo nahezu 20 Milliarden Dollar volkswirtschaftlichen Schaden verursacht. ->
  • Es wird empfohlen in alle Verkehrsträger zu investieren und ein multimodales Angebot zu ermöglichen. Dies soll durch P&R-Anlagen und ein… ->
  • …besseres Nahverkehrsangebot entstehen. Die Pkw-Nutzung soll durch entsprechende Maßnahmen eingeschränkt werden. – http://t.co/ndcATzuY ->
  • “In transportation at least, China is the future. The US is a third world nation.” – LymeLine – http://t.co/a5YfV7Jh ->
[Video zum Wochenende] Mit dem Tropicana-CSX Juice Train von Florida nach New Jersey in 156 Sekunden

Zur Entspannung und leichten Information zum Wochenende empfehle ich heute das folgende Zeitraffervideo über den (Orange) Juice Train, das Generel Electric veröffentlicht hat. Der “Saftzug” ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Güterzüge der , der bereits seit mehreren Jahrzehnten  Orangensaft von Florida nach transportiert.

Tropicana wurde 1947 in Bradenton, Florida von Anthony T. Rossi, einem italienischen Immigranten gegründet. Mit der Zeit wuchs das Unternehmen von 50 Mitarbeiter auf über 8.000 im Jahr 2004. Tropicana wurde im Jahr 1998 von PepsiCo übernommen und durch mehrere Fusionen und Übernahmen zum weltweit größten Produzenten von Marken-Fruchtsäften gemacht.

In den Anfängen war das Unternehmen ein kleiner Orangensaftproduzent, der vor allem die umliegenden Städte und Gemeinden in Florida versorgt. Durch die wachsende Nachfrage an der Ostküste wurden aber bereits 1957 jede Woche 5,7 Millionen Liter per Schiff nach transportiert.

1970 wurde der Tropicana Orangensaft in Kühlwagen im Einzelwagenverkehr von Florida nach Kearny, New Jersey, gebracht. Im nächsten Jahr benötigte das Unternehmen bereits zwei 60-Wagen-Züge, um 3,8 Millionen Liter Orangensaft nach New Jersey zu bringen. Am 7. Juni 1971 wurde der ”Great White Juice Train”, der erste eigene Wagenpark der Lebensmittelindustrie bestehend aus 150 Kühlwagen, in Dienst gestellt. Dieser wurde kurz darauf um 100 weitere Wagen, die mit Kühlaggregaten nachgerüstet wurden, ergänzt. In den ersten zehn Betriebsjahren sparte Tropicana auf der 2.012 Kilometer langen Strecke etwa 40 Millionen Dollar an Treibstoffkosten.

Zu Anfang wurde Traktionsleistung von Penn Central zugekauft, die Lokomotiven und das Streckennetz stellten. Nach dem Konkurs im Jahre 1970 (siehe auch Wikipedia) wurden die Penn Central-Aufgaben auf die staatseigene Eisenbahngesellschaft Conrail übertragen. Nach diversen Restrukturierungsprozessen gab Conrail schrittweise Strecken ab. So wurde beispielsweise der Nord-Ost-Korridor an übergeben. Im Großraum Philadelphia übernahm der regionale Verkehrsbetrieb SEPTA die Aufgaben im Nahverkehr. In New Jersey wurden die noch nicht von der Verkehrsbehörde NJ Transit bedienten Conrail-Dienste NJ Transit unterstellt. In den Bundesstaaten New York und Connecticut übernahm die Metro North Railroad, eine Tochter der Metropolitan Transportation Authority (MTA), die die U-Bahnen und Busse sowie seit 1966 die S-Bahnen der Long Railroad (LIRR) betreibt, den Conrail-Nahverkehr. Im Raum Boston zeichnete nun die MBTA verantwortlich, die Amtrak mit dem operativen Betrieb bis 2003 betraute.

Mit der Zeit wuchs die Wagenflotte und das Angebot des Juice Train weiter an. Mittlerweile werden neben den traditionellen weißen Waggons auch orangefarbene und blaue eingesetzt. Der Zug fährt mittlerweile zehn Mal die Woche nach Jersey City und . Die Verbindung  – Florida wurde 1997 aufgenommen. Zudem fahren einzelne Züge die 4.800 Kilometer lange Strecke bis nach Kalifornien.

Nach einer Übernahmeschlacht Mitte der achtziger Jahre und dem daraufhin folgenden Börsengang von Conrail im Jahr 1987, übernahm CSX 1999 einen 42 Prozent-Anteil. Die restlichen Anteile gingen an die Norfolk Southern Railway.

Der Tropicana-CSX Juice Train gilt heutzutage als Beispiel für modernen Eisenbahngüterverkehr, der sich erfolgreich gegen den Lkw-Verkehr behaupten kann. Der Zug ist Objekt vieler Studien und wurde mittlerweile mehrfach ausgezeichnet.

Die 973 Meter langen Züge transportieren heute 5.405 Tonnen Orangensaft. Die Züge werden von zwei 4.400 PS starken GE Evolution Series Tier 3 Lokomotiven gezogen (Informationen).

(Quelle: Wikipedia)

Romney vs. Obama – US-Verkehrspolitik in den nächsten vier Jahren

Am kommenden Dienstag wird in den USA der 57. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Mit dem Amtsinhaber Barack Obama und dem Herausforderer stehen sich zwei Kandidaten gegenüber, die sich politisch sehr stark unterscheiden. Die Unterschiede in den verschiedenen Politikbereichen können hier abgerufen werden.

Die spielt in diesem Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle. Dominiert wird der Kampf ums Weiße Haus eindeutig von der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Nichtsdestotrotz haben beide Kandidaten unterschiedliche Ansätze im Infrastruktur- und Verkehrsbereich, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Der Status Quo

Große Teile der US-Verkehrsinfrastruktur sind baubedürftig. Insbesondere das US-Highwaynetz mit seinen vielen Brücken schiebt einen Investitionsstau vor sich her. Ebenso besteht ein großer Investitionsbedarf im Schienennetz. Pro Jahr müssten zusätzliche zwanzig Milliarden Dollar für den Infrastrukturunterhalt bereitgestellt werden. Ökonomen warnen, dass die Defizite im Infrastrukturbereich die Wettbewerbsfähigkeit der USA bedrohen könnten. Laut der American Society of Civil Engineers könnte bis 2020 ein volkswirtschaftlicher Schaden von 3,1 Billionen Dollar wegen Mängeln in der Infrastruktur entstehen.

Das World Economic Forum setzt die USA bei einem internationalen Vergleich der Infrastrukturqualität auf den 24. Platz. 2002 befanden sich die Vereinigten Staaten noch auf den fünften Platz. Laut dem amerikanischen Think Tank Council on Foreign Relations, der Rat für auswärtige Beziehungen, geben Industrieländer im Durchschnitt 53 Prozent mehr von ihrem BIP für die Infrastruktur aus als die USA.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Romney hat allerdings größere Probleme seine Wählerschichten mit Infrastrukturinvestitionen anzusprechen. Zwar haben auch der Mittlere Westen und die ländlichen Gebiete einen Investitionsbedarf; der Nutzen ist aber in den Metropolen und Ballungsgebieten um ein Vielfaches höher. Die United States Conference of Mayors (vergleichbar mit dem Deutschen Städtetag) hat beispielsweise gefordert, Finanzmittel lieber in den größeren Städte zu investieren als Brücken irgendwo im Nirgendwo zu bauen.

Obamas mehr oder weniger erfolgreiche Versuche der letzten Jahre

US-Präsident Obama hat in den vergangenen Jahren mehrere Konjunkturpakete mit Infrastrukturbezug aufgelegt. So wurden Finanzmittel für Ausbesserungsmaßnahmen im Straßen- und Eisenbahnnetz zur Verfügung gestellt, sowie mehrere Bürgschaften und Fördermittel für den Aufbau eines US-Hochgeschwindigkeitseisenbahnnetzes bereitgestellt. Zur Flankierung dieser Maßnahmen wurde eine US- gegründet, die an Bundesstaaten und Kommunen zinsgünstige Kredite vergibt. Diese sollen in Kombination mit privaten Mitteln das notwendige Kapital bereitstellen (siehe auch: “Obama: Elektroautos, Hochgeschwindigkeitszüge und die Instandhaltung der Infrastruktur” und “Der 53 Milliarden Dollar Plan“).

In den vergangenen zwei Jahren konnten diese Maßnahmen jedoch nicht die gewünschte Wirkung entfalten, da viele Finanzmittel im US-Kongress von der republikanischen Mehrheit blockiert wurden. Insbesondere traten Widerstände beim Ausbau des Eisenbahnnetzes auf, die auch aus den Bundesstaaten selber kamen. Als Beispiel sei hier die oppositionelle Haltung von New Jerseys Gouverneur Christie und Floridas Gouverneur Scott genannt, die mehrere Hundert Millionen Dollar Bundesmittel für den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken in ihren Bundesstaaten ablehnten.

Das Tandem Romney / Ryan: Einschwenken auf den Kurs von George W. Bush

Der republikanische Präsidentschaftskandidat möchte den Einfluss auf verkehrspolitische Entscheidungen aus Washington D.C. verringern. Stattdessen sollen die Bundesstaaten mehr Entscheidungsmacht erhalten. Romney lehnt die Bereitstellung von staatlichen Mitteln für die Verkehrsinfrastruktur zur Förderung der Konjunktur nicht ab, allerdings fordert er eine strikte Auswahl der förderungswürdigen Projekte nach Kosten-Nutzen-Faktor. Bürgschaften und Kredite sollen hauptsächlich an Projekte vergeben werden, die einen steten Rückfluss von Finanzmitteln über Nutzungsentgelte, oder Gebühren generieren. Kritiker fürchten, dass dadurch vor allem der ländliche Raum und Städte mit großen Finanzproblemen weitere Probleme bekommen und sinnvolle Projekte nicht durchgeführt werden.

Unter einer Romney / Ryan-Regierung würden die amerikanischen Hochgeschwindigkeitszugpläne unter Beschuss geraten. Obama stellte für erste Strecken acht Milliarden Dollar Finanzmittel bereit. Dies wurde von den Republikanern als extravagant und verschwenderisch angesehen. Die Förderung von Hochgeschwindigkeitszugverkehr wurde im Repräsentantenhaus und im Senat von den Republikanern unter teilweiser Zustimmung der Demokraten gestoppt. Mit einem republikanischen Präsidenten dürfte sich der Traum von schnellen Zügen in den USA für längere Zeit zerschlagen.

In einem ersten Haushaltsentwurf des Vize-Präsidentschaftskandidaten Ryan ist eine Reduktion des Budgets für Verkehr und Infrastruktur um 25 bis 35 Prozent vorgesehen. Ob eine Kürzung allerdings durchsetzbar ist, bleibt abzuwarten. Weitere Details der US-Infrastrukturfinanzierung unter Romney und Ryan sind bei Transportation Issues Daily und The Transport Politic zusammengefasst.

Romney möchte des Weiteren den nationalen amerikanischen Schienenpersonenverkehr unter der Marke privatisieren. Staatliche Zuschüsse für den Schienenverkehr sollen gestoppt werden. Ebenfalls sollen Teile der Luftraumüberwachung privatisiert werden. Mittel aus dem U.S. Highway Fund sollen nicht mehr für den Nahverkehr oder die Förderung des Radverkehrs umgeschichtet werden.

The current Administration has changed that, replacing civil engineering with social engineering as it pursues an exclusively urban vision of dense housing and government transit.

- Republican Platform 2012 zur Verkehrspolitik

Mit dieser Agenda folgt Romney stark dem Kurs, den George W. Bush eingeschlagen hatte. Große Teile der Berater stammen auch aus dem Verkehrsministerium unter George W. Bush.

Weder Obama noch Romney wollen die Finanzierungslücke im Verkehrssektor über eine Erhöhung der Kraftstoffsteuer schließen bzw. verringern. Der Steuersatz wurde zuletzt im Jahr 1993 angehoben und seitdem auch nicht an die Inflation angepasst. Allerdings lehnen die auch eine Einführung einer fahrleistungsabhängigen Steuer bzw. Maut sowie ähnliche Abrechnungsmodelle ab. Dies sei eine staatliche Einmischung in das Fahrverhalten jedes Bürgers.

I think that increasingly not only experts, but also voters, recognize the old urban-suburban-exurban divide doesn’t really make sense anymore. When you look at states here in the Midwest, cities are the economic engines for the suburbs.

- Präsident Obama im Interview mit The Plain Dealer vom 29. September 2012

Romney lehnt allerdings auch die Funktionsweise der US-Infrastrukturbank ab, da er keine staatlichen Institutionen, die Fannie Mae und Freddie Mac ähnlich sind, möchte. Stattdessen sollen vermehrt Private-Public-Partnerships zur Refinanzierung des Infrastrukturbedarfs genutzt werden. Um Verkehrsbauprojekte zu beschleunigen, sollen Umweltauflagen reduziert und Planungsprozesse vereinfacht werden. 

Romney kann aber auch anders

In seiner Zeit als Gouverneur im Bundesstaat Massachusetts hat Romney abseits aller Rhetorik durchaus die Weichen für ein nachhaltiges und intelligentes Wachstum gestellt. Nach seiner Amtsübernahme im Jahr 2003 schloss er die Ministerien für Verkehr, Bau, Wohnen, Energie und Umwelt zum neuen Office of Commonwealth Development (OCD) zusammen. Und besetzte sie, durchaus überraschend, mit Doug Foy, dem damaligen Vorstand der Conservation Law Foundation. Die CLF ist eine Umweltorganisation, die bereits die milliardenteure Säuberung des Hafens von Boston durchgesetzt hatte sowie diverse Highwayprojekte verhinderte.

Durch die Schaffung des neuen Ministeriums sollte eine bessere Koordinierung der einzelnen Fachbereiche erreicht werden. Als besonders wichtig erschien ihm die Reduktion des Flächenverbrauchs. Die Aufgaben des OCD erschließen sich sehr gut durch die Förderrichtlinien, die für staatliche Beihilfen für Kommunen zu erfüllen sind.

Sprawl is the most important quality-of-life issue facing Massachusetts

- Mitt Romney im Jahr 20o2

In seiner Amtszeit wurde das “fix-it-first”-Programm für in die Verkehrsinfrastruktur geschaffen. Ebenfalls wurde das “communities first”-Programm gestartet, in dessen Rahmen mehrere Handbücher mit Anforderungen und Planungsvorgaben auch für den Rad- und Fußverkehr erstellt wurden. Diese Planungsvorgaben wurden unter dem Namen “Complete Streets” bekannt. Die Vorgaben waren auch im der Bundesgesetzgebung enthalten, bis die republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus die gesamte Gesetzesinitiative stoppte.

Interessanterweise startete Romney auch verschiedene Förderprogramme. Ein neues Gesetz mit dem Namen ”Chapter 40R” ermöglichte Städten und Kommunen beispielsweise den Erhalt von Fördermitteln zur Umgestaltung von Stadtteilen hin zu kompakteren und fußläufigeren Einheiten.

By targeting development to areas where there is already infrastructure in place, not only can we revitalize our older communities, but we can also curb sprawl as well.

- Mitt Romney

De facto förderte Romney mit mehreren Hundert Millionen Dollar den Nahverkehr, den multimodalen Verkehr, “grünes” und energieeffizientes Wohnen, die Durchmischung von Stadtvierteln und viele weitere Bereiche, die eher einem grünen Stadtplaner als einem republikanischen Gouverneur zuzuschreiben sind.

Der öffentliche Personennahverkehr im Großraum Boston wird von Mass Bay, der lokalen Verkehrsbehörde bedient. Nach erheblichen Defiziten forderte Romney keineswegs die Privatisierung des ÖPNV, sondern unterschrieb ein Gesetz zur Erhöhung der Fahrpreise. Nach erheblichen Protesten, dass der kleine Mann für die Verfehlungen einzustehen habe, setzte er dieses wieder außer Kraft und stellte Finanzmittel bereit um das Angebot zu verbessern und somit neue Kunden zu gewinnen. Auch die Verteilung der Finanzmittel war nicht gegen den ÖPNV gerichtet. So wurde das Budget für den Straßenunterhalt auf 12 Milliarden Dollar festgelegt und das Budget für den Nahverkehr auf neun Milliarden Dollar.

Natürlich hat Romney als Gouverneur nicht nur Gutes für den Verkehrsbereich getan. Er verlor auch den Kampf gegen den wachsenden Flächenverbrauch. Und sein Nachfolger hatte nur wenig Gutes für ihn übrig. So habe Romney die Infrastruktur in einem schlechten Zustand und einem Nahverkehr in schlechten Zustand zurückgelassen.

Nichtsdestotrotz erhielt sein neues Ministerium 2006 den National Award for Smart Growth Achievement der US Environmental Protection Agency (amerikanische Umweltschutzbehörde).

Im Juni 2009 ordnete US-Präsident Obama die Zusammenarbeit zwischen der Umweltschutzbehörde, dem US-Verkehrsministerium und dem Ministerium für Wohnen und Stadtentwicklung neu. Als Vorbild diente Romneys Office for Commonwealth Development. In den kommenden Jahren wurden mehr als 3,5 Milliarden Dollar an über 700 Kommunen verteilt.

Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass Romney diese Struktur beibehalten oder gar fördern wird. Dies widerspricht diametral seinen Grundsätzen. So möchte er die Entscheidungsgewalt auf Ebene der Bundesstaaten konzentrieren und nicht mit einer Bundesbehörde koordinieren. Zudem ist es unklar, ob er ein solches Förderprogramm gegen die konservative Basis und insbesondere die Tea Party durchsetzen könnte.

Die konservative Kraft in der an sich bereits konservativen Partei sieht hinter allen Programmen für nachhaltiges Wachstum eine Verschwörung. Die nur schwer nachvollziehbaren Befürchtungen ergeben sich aus einem unverbindlichen Plan der Vereinten Nationen. Die sogenannte “Agenda 21” hat die amerikanische Rechte aufgeschreckt. Im Allgemeinen soll das Programm dazu betragen, dass alle Menschen weltweit ihre Grundbedürfnisse befriedigen können, einen höheren Lebensstandard erreichen, in einer intakten geschützten Umwelt leben und Land nachhaltig genutzt und verwaltet wird.

Seit dem Beschluss im Rahmen der Rio-Konferenz 1992 wurde der Plan von fast allen Ländern weitgehend ignoriert. Auch in den USA verstaubte das Papier in den Archiven und Schreibtischen, bis die Tea Party darauf aufmerksam wurde und das Ende der Souveränität der Vereinigten Staaten heraufbeschwor (natürlich besteht dazu keinerlei Anlass).

Die Paranoia mündete in einer Resolution des rechten republikanischen Flügels:

WHEREAS, the United Nations Agenda 21 is a comprehensive plan of extreme environmentalism, social engineering, and global political control … and,

WHEREAS, the United Nations Agenda 21 is being covertly pushed into local communities throughout the United States of America through the International Council of Local Environmental Initiatives (ICLEI) through local “sustainable development” policies such as Smart Growth, Wildlands Project, Resilient Cities, Regional Visioning Projects, and other “Green” or “Alternative” projects; and,

WHEREAS, this United Nations Agenda 21 plan of radical so-called “sustainable development” views the American way of life of private property ownership, single family homes, private car ownership and individual travel choices, and privately owned farms; all as destructive to the environment …

Das Romney stark unter Druck und dem Einfluss der Tea Party steht, konnte man bereits erkennen, als Massachusetts überraschenderweise aus der Initiative zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im Nordosten der USA ausstieg. Romneys Entscheidung überraschte damals sogar den Leiter des neuen Ministeriums Foy, der das Programm mitentworfen hatte und sich daraufhin aus dem Ministerium zurückzog.

Letztendlich kann man Romney am Besten mit den Worten eines Mitarbeiters des Office of Commonwealth Development beschreiben:

Romney the governor was very active on the environment and smart growth and, for a time, climate change.” And now? “His positions on those topics have certainly changed, so I’m not sure what to think.

(weiterlesen …)

Verkehr in 140 Zeichen am 19.08.2012
  • Nicht nur in , sondern auch in steht der Aufsichtsrat des Flughafens unter massiver Kritik. So seien zu viele Politiker Mitglied und hätten in Vergangenheit Aufträge an Freunde und Bekannte vergeben. Derzeit wird eine 6 Mrd. $ teure Schienenanbindung zum Flughafen errichtet. – The Post – http://t.co/UxbHiHhD #BER #filz #politik #Washington #USA ->
  • 31 Tote bei Flugzeugunglück im – Tagesschau – http://t.co/zBZsMBxA ->
  • Für US-Verhältnisse eine Meldung wert: Neue Verbindung (160 km/h) zwischen und Orlando—ohne staatl. Unterstützung http://t.co/TJvqEHZX ->
  • Die Luftschadstoffemission durch Fahrzeuge in Los Angeles ist in den letzten 50 Jahren um 98% zurückgegangen – NOAA – http://t.co/SPThDgYm ->
  • Allerdings hat sich der in den letzten 50 Jahren verdreifacht. In Sachen ist noch einiges zu tun. ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Dazu passt auch, dass die Luftschadstoffe zwar um ein Vielfaches niedriger liegen, allerdings die Grenzwerte oft dennoch nicht eingehalten werden. Ein anhaltendes Problem ist beispielsweise die Ozonbelastung im Großraum Los Angeles.
  • bekommt einen Vorgeschmack auf Hochgeschwindigkeitszüge. Aber vorerst nur 178 km/h auf 14 Meilen Strecke. – http://t.co/Kj8da9Ta ->
  • [] in Bewegung http://t.co/WeVWe6NI ->
  • Weniger als 30 Prozent aller Israelis nutzen den ÖPNV. Das ist einer der geringsten Werte weltweit – Ynetnews – http://t.co/tSJFEArc #israel ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Laut Daten der OECD sind israelische Städte auch überproportional oft von Staus betroffen. Dies muss allerdings nicht zwingend eine Rückkopplung sein.
Die Flughäfen mit dem weltweit größten Passagieraufkommen 2011

Artikelaktualisierung Zukunft Mobilität

Die Wachstumsraten im waren in den letzten Jahren enorm. Insbesondere in und Südamerika scheinen die Passagierzahlen zu explodieren.

Diese Liste zeigt wie bereits im vergangenen Jahr das der weltweit größten und wichtigsten . Diese Liste wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Sollten Ihnen fehlende oder gar fehlerhafte Daten auffallen, würde ich mich über einen kleinen Hinweis in den Kommentaren freuen (bitte mit Quellenangabe).

(weiterlesen …)

Verkehr in 140 Zeichen am 31.03.2011
Verkehr in 140 Zeichen am 25.03.2011
Seite 1 von 512345

Schlußstrich

Flugzeuge sind Grenzkosten mit Flügeln.
Alfred E. Kahn (*1917), amerik. Wirtschaftswissenschaftler u. Politiker

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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