Artikel zum Thema Flugzeug
Verkehr in 140 Zeichen am 11. – 15.08.2014
[Visualisierung] Luftverkehr über Europa und dem Nahen Osten

Mit etwa 30.000 Flugbewegungen am Tag ist der europäische Luftraum einer der am stärksten genutzten Lufträume der Welt. An Werktagen werden etwa 46,3 Millionen Flugkilometer durch Flugverkehrskontrollstellen (ATC) kontrolliert, koordiniert und begleitet. Der Flugverkehr über Europa ist in der Organisation sehr komplex. Die Flugsicherung wird in Europa von etwa 50 Flugverkehrskontrollstellen, einigen Hundert Anflugkontrollstellen und Kontrolltürmen in über 650 Sektoren überwacht, deren Grenzverläufe sich oft den Ländergrenzen anpassen müssen und dadurch in ihrer Funktionalität eingeschränkt sind. Hinzu kommen militärische Bereiche, die nicht durchflogen werden dürfen. Ein Teil der Komplexität soll durch die Neustrukturierung des Luftraumes und die Schaffung des sogenannten “Single European Sky” reduziert werden. Die Zersplitterung durch nationale Landesgrenzen und Interessen soll aufgelöst werden, indem eine begrenzte Anzahl von funktionellen Luftraumblöcken (engl. Functional Airspace Blocks, FABs) geschaffen wird.

Eine Visualisierung der britischen NATS Holdings (früher: National Air Traffic Services), ein britisches Unternehmen welches einen Großteil des britischen Luftverkehrs und darüber hinaus Luftverkehr in weiteren 30 Ländern überwacht und optimiert, verdeutlicht die Komplexität im europäischen Himmel sehr gut:
Die Visualisierung wurde aus britischen Radardaten vom 21. Juni 2013 und europäischen Flugplänen vom 28. Juli 2013 generiert und zeigt den Luftverkehr an einem typischen Sommertag in 1.440 facher Geschwindigkeit.

Insbesondere der britische Luftraum ist stark belastet. Etwa ein Viertel aller Flüge im europäischen Luftraum tangiert den britischen Luftraum. Die Londoner Flughäfen stehen im Fokus. Von 5.675 Flügen, welche am 21. Juni 2013 an britischen Flughäfen gestartet oder gelandet sind, haben 2.295 den Flughafen London Gatwick (894) und London Heathrow (1401) angeflogen bzw. sind dort gestartet. London Heathrow ist der internationale Flughafen mit den meisten Flugbewegungen in Europa und Gatwick verzeichnet unter den Flughäfen mit nur einer Landebahn die meisten Flugbewegungen weltweit. (Weitere Visualisierungen des Londoner Verkehrs, u.a. des Luftverkehrs zu den Londoner Flughäfen)

Seit mehreren Jahren wird intensiv diskutiert, wie die Kapazität an Londoner Flughäfen ausgebaut werden kann. Zur Diskussion stehen ein Ausbau des Flughafens Heathrow, der Bau einer zweiten Bahn am Flughafen Gatwick, der Bau eines vollkommen neuen Flughafens oder eine intensivere Nutzung des Flughafens Stansted.

Ebenfalls stark gewachsen ist der Luftverkehr im Nahen und Mittleren Osten. Die Region hat in den vergangenen Jahren ein exponentielles Wachstum verzeichnet. Große neue Flughafenprojekte (Dubai International) wurden umgesetzt, viele Flughäfen in der Region ausgebaut und ein sehr hohes Volumen an neuen Flugzeugen von den Golfcarriern bestellt.

Große Defizite bestehen jedoch in der Organisation des Luftraums. Das derzeitige Verkehrsvolumen muss mit veralteten Strukturen bewältigt werden. Bis 2030 soll sich die Zahl der Flugbewegungen auf 1,62 Millionen verdoppeln. Der Dubai Al Maktoum International Airport (IATA: DWC, auch: Dubai World Central Airport) könnte sich zum größten Flughafen der Welt entwickeln. Nach endgültiger Fertigstellung (ca. 2025) kann und soll der Flughafen jährlich 160 Millionen Passagiere abfertigen sowie rund 12 Millionen Tonnen Luftfracht umschlagen (Flughafen Frankfurt: 58,04 Mio. PAX und 2,13 Mio. t. Luftfracht im Jahr 2013). Der Aufbau einer Art “Gulfcontrol” in Anlehnung an die europäische “Eurocontrol” wäre daher notwendig, dürfte jedoch aufgrund diverser politischer Konflikte und noch längere Zeit auf sich warten lassen.

Europawahl 2014 – Was wollen die Parteien in der Verkehrspolitik?

Zwischen dem 22. und dem 25. Mai 2014 wird in der Europäischen Union ein neues Europäisches Parlament direkt gewählt. Zu den Europawahlen in den 28 Mitgliedsstaaten treten jeweils nationale Parteien an. Diese haben sich jedoch teilweise zu politischen Parteien auf europäischer Ebene oder Europaparteien zusammengeschlossen. In Deutschland und Österreich wird am 25. Mai 2014 gewählt.

Das Europaparlament hat 751 Sitze. Diese werden im Rahmen nationaler Sitzkontingente auf die Mitgliedsländer aufgeteilt. In Deutschland stehen 2014 96 Sitze zur Wahl. Die Mandate werden seit 2009 nach dem Divisorverfahren mit Standardrundung (Sainte-Laguë) verteilt. Die Legislaturperiode des Europäischen Parlaments beträgt fünf Jahre.

Die 96 Sitze werden auf die Parteien entsprechend dem Verhältnis ihrer insgesamt erreichten Stimmenzahlen verteilt. Gegebenenfalls werden die für eine Partei, die mit einzelnen Landeslisten angetreten ist, ermittelten Sitze auf die Landeslisten entsprechend unterverteilt. Die so für eine Bundes- oder Landesliste ermittelten Sitze werden entsprechend ihrer Reihenfolge an die Bewerber auf der Liste vergeben. Ist die Landesliste erschöpft, bleiben weitere Sitze unbesetzt.

Da das Bundesverfassungsgericht am 26. Februar 2014, drei Monate vor der bevorstehenden Wahl (25. Mai), die Drei-Prozent-Hürde für verfassungswidrig und nichtig erklärt hat, kommt diese bei der Wahl nicht zur Anwendung. Somit haben auch Kleinparteien die Möglichkeit mit einen Sitz im Europaparlament zu erhalten. Für einen Sitz sind etwa 0,6 Prozent der Stimmen notwendig. (mehr …)

EU-Zielvorgaben / Grenzwerte für den Verkehrssektor in der Übersicht

Eines der wichtigen Beschäftigungsfelder der EU-Verkehrspolitik ist die Festlegung von Grenzwerten durch neue EU-Rechtsvorschriften, um beispielsweise eine höhere Kraftstoffeffizienz und eine vermehrte Verbreitung alternativer Kraftstoffe zu erreichen. Die verkehrspolitischen Vorhaben haben als Kernziel die Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase des Verkehrssektors (inklusive Luftverkehr, ohne Seeverkehr) um 60 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990.

Zur Erreichung dieses Ziels definiert die Europäische Union in enger Abstimmung mit den Mitgliedsstaaten entsprechende Regelungen und Grenzwerte. Diese mittel- und langfristigen europäischen Mindestziele sollen den Beitrag des Verkehrssektors zur Erfüllung der europäischen Klimaschutzziele unterstützen.

Die EU hat sich für 2020 bindende Klimaschutz- und Energiesparziele gesteckt, um

  • die Treibhausgasemissionen in der EU um mindesens um 20 % im Vergleich zum Niveau von 1990 zu reduzieren;
  • den Anteil der EU am Verbrauch von Energie aus erneuerbaren Energieträgern um 20 % zu steigern;
  • die Energieeffizienz zu steigern, um den Primärenergieverbrauch um 20 % im Vergleich zu den veranschlagten Niveaus zu verringern.

Die EU hat angeboten, bis 2020 ihre Emissionsreduzierung von 20 % auf 30 % unter der Bedingung anzuheben, dass sich auch andere wichtige Wirtschaftsländer verpflichten, einen angemessenen Beitrag zu den globalen Reduzierungsanstrengungen zu leisten.

Auf lange Sicht wird eine noch viel drastischere Reduzierung der weltweiten Emissionen erforderlich sein, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Die EU arbeitet darauf hin, im Rahmen gemeinsamer Anstrengungen, an denen sich auch andere entwickelte Länder beteiligen sollen, die Emissionen in der EU bis 2050 um 80-95 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren.

Die Festlegung entsprechender Grenzwerte, welche die Mitgliedsländer der Europäischen Union bei der Erreichung der gesetzten Ziele, unterstützen sollen, werden seit jeher stark diskutiert. So versuchen Lobbyisten eine Verschärfung der Grenzwerte zu vermeiden bzw. abzuschwächen; vielen Umweltorganisationen sind die Pläne wiederum nicht ambitioniert genug. EU-Mitgliedsstaaten wie Deutschland und Frankreich, in denen die Automobilindustrie einen großen Anteil an der Wirtschaftsleistung hat, viele Arbeitnehmer beschäftigt und somit über einen großen Einfluss auf verschiedensten politischen Ebenen verfügt, sind starken Belastungen der Fahrzeugindustrie oft negativ eingestellt. 

Dies zeigte sich beispielsweise bei der Festsetzung neuer CO2-Grenzwerte für Pkw ab dem Jahr 2020:

Wie EurActiv Brüssel erfuhr, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel “fiesen Druck” – so die Worte eines Diplomaten – auf EU-Länder ausgeübt, um die Debatte über die neuen CO2-Vorgaben für Autos abzuwürgen.

[...]

So machten Gerüchte die Runde, wonach Merkel am Abend vor dem Gipfel am 27. Juni dem irischen Premierminister Enda Kenny in einem Telefonat mit Konsequenzen bei künftigen Euro-Rettungsmaßnahmen gedroht habe. Eine Quelle, die namentlich nicht genannt werden will, erzählte EurActiv, dass in diesem Telefonat “mit Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Bankenkrise Druck [auf Kenny] ausgeübt wurde”. Andere Quellen berichten, dass Deutschland weiter gegangen sei und nicht nur Irland gedroht habe. 

[...]

Der Beamte behauptet, dass Ungarn allein deshalb Deutschlands Position unterstützt habe, weil die Schließung deutscher Autofabriken in Ungarn angedroht worden sei. Die Niederlande und ein anderes Mitgliedsland hätten ebenfalls Warnungen erhalten, dass künftige BMW-Investitionen in MINI-Fabriken überdacht würden, falls nicht korrekt gestimmt werde.

- EurActiv: “Merkel gegen alle: Neue CO2-Grenzwerte für Autos “schurkenhaft” blockiert” vom 22.07.2013

Neben der europaweiten Festlegung einheitlicher Standards unter Lobbyeinfluss ist auch die Erreichung bzw. das Monitoring der beschlossenen Grenzwerte problematisch. Dies ist jedoch kein EU-spezifisches Problem, sondern betrifft alle Zielwerte, die mittel- bzw. langfristig gelten sollen.

Politikerinnen und Politiker beschließen gerne Ziele, die erst weit in der Zukunft erreicht werden müssen. Gerne wird das Jahr 2030 oder gar erst das Jahr 2050 als Ziel gesetzt. Dieses Vorgehen bringt einige Probleme mit sich.

So müssen die allermeisten PolitikerInnen und Politiker keinerlei Verantwortung übernehmen, falls ein selbst gestecktes Ziel verfehlt werden sollte. Entweder, weil sie nicht mehr in Amt und Würden sind, oder, nach einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten nicht mehr auf dieser Erde weilen. Der Anreiz, ein Ziel wirklich zu erreichen, ist somit nicht vollständig gegeben. Des Weiteren haben lange Zeithorizonte den Nachteil, dass keine unmittelbaren Entscheidungen erforderlich sind. Dies bringt mit sich, dass über einem Zeitraum von zwanzig Jahren, der bereits zur Zielerreichung genutzt werden könnte, die ersten Jahre gerne verschwendet werden. Der Grad an Untätigkeit korreliert zudem gerne mit Wahlterminen.

Es ist daher zu empfehlen, einem langfristigen Ziel eine Art Zielerreichungskorridor mitzugeben. Zusätzlich erscheint es sinnvoll, Zwischenziele im Zwei- bis Drei-Jahres-Takt festzulegen und entsprechende Sondereffekte – wie beispielsweise konjunkturelle Effekte – bei der Bestimmung der Istwerte herauszurechnen. Dies ermöglicht ein weiteres Stück Transparenz gegenüber dem Bürger und macht die Wirkung politischer Umsetzungsarbeit deutlich und vor allem messbar.

Die Reduktionsziele im Bereich Treibhausgasemissionen des Verkehrs können als Beispiel dienen. Diese sind nicht nur für das Jahr 2030 (-20 % auf Basis 2008) und für das Jahr 2050 (-60 % auf Basis 1990) festgesetzt worden, sondern folgen zudem noch einem Zielkorridor. Dieser definiert sich durch Zielwerte, die aller fünf Jahre erreicht werden sollen und linear miteinander verbunden worden sind. Bei dieser Art des Vorgehens sollte jedoch im Hinterkopf behalten werden, dass die Einführung neuer Technologien oder Richtlinien häufig erst zeitlich versetzt Wirkung zeigen. Ein Nichterreichen der Ziele in den ersten Jahren muss daher nicht zwingend bedeuten, dass das Gesamtziel ebenfalls verfehlt wird. (mehr …)

Verkehr in 140 Zeichen am 26. – 28.01.2014
  • Belgien: Stolpermatten am Gleis gegen unbefugtes Betreten – flanderninfo – http://t.co/dV1JJmCv3g (Video / via @elba013) #bahn ->
  • “Sind wir das Pferd?” – Albert Wenger über eine Welt im ständigen Umbruch http://t.co/RjsJavrOqy ->
  • Wieso verunglücken in Nordamerika so viele mit Rohöl beladene Güterzüge? – Planetizen – http://t.co/SlAxPECt2a ->
  • Das US-Verkehrsministerium hat daraufhin unmittelbare Maßnahmen seitens der Energie- und Bahnindustrie gefordert. – http://t.co/4QZPGZBt9i ->
  • Das National Transportation Safety Board (NTSB) warnt unterdessen vor “vielen möglichen Toten”, falls die Regeln für Rohöltransporte… ->
  • ..nicht angepasst werden. So sollen Züge mit Rohöl dicht besiedeltes Gebiet in Zukunft nicht mehr durchfahren dürfen. http://t.co/8U4NeqGcHj ->
  • Auch US-Abgeordnete fordern die US-Regierung auf, die entsprechenden Regeln entsprechend zu verschärfen. – The Hill – http://t.co/JjD2CSR76E ->
  • Der Chef von #MyTaxi verteidigt das neue Gebührenmodell und will nun auch Pakete von Saturn & Media Markt ausliefern. http://t.co/zg0GCnVuvv ->
  • Deutsche Bahn: Gleiche Fahrgastrechte für alle Verkehrsträger zentrales DB-Thema 2014 – http://t.co/EZLlA2Lpf8 #bahn #fernbus #flugzeug ->
  • #TfL stellt Londoner Stadtvierteln 20,87 Mio. € zur Schaffung von Radabstellmöglichkeiten und Fahrtrainings bereit. – http://t.co/85TMlTMEKF ->
  • Spekulation mit Kreditderivaten: Der Kontrollverlust der BVG – taz – http://t.co/SHHCq7vZOO #Berlin #BVG #CDO ->
  • Großartige Luftaufnahmen von Städten! Manchmal hilft es eben die Perspektive zu verändern! – Fubiz – http://t.co/4GIkrbmMtA ->
  • Betrug oder Kavaliersdelikt: Der große Schwarzfahrer-Report – SZ-Magazin – http://t.co/aeX02IG5n4 ->
  • Smog in Neu-Delhi ist schlimmer als in Peking – Spiegel – http://t.co/7D5v3tS4N9 Macht den chinesischen Zustand aber auch nicht besser! ->
  • In den Wintermonaten ist die Luftqualität in Indien besonders schlecht. Der Großteil der Emissionen entsteht durch das Verbrennen von Holz.. ->
  • und organischen Stoffen sowie dem Verkehr. Zwischen 2002 und 2010 ist die Luftverschmutzung in Bangalore um 34% gestiegen. #indien ->
  • Eine Untersuchung der Tel Aviv University wies für Bangalore die stärkste Luftverschmutzung unter 189 Städten aus. http://t.co/vMun1LAtwN ->
  • Dobrindt will Internet in allen Zügen der Deutschen Bahn. – http://t.co/TMc2VjoV7E Frage: Hotspots oder nur flächendeckend UMTS entlang der Strecken? ->
  • EU-Polizeinetzwerk will Autos ferngesteuert stoppen und bessere und mehr Kennzeichen-Scanner – heise online – http://t.co/36QW7y7hwG ->
  • Die intelligente Straßenbahn: Weltweit einzigartige M2M-Lösung im Personennahverkehr – http://t.co/o5hOWEI0Ui #Linz #bombardier #kapsch ->
  • Zur intelligenten Straßenbahn mit der entsprechenden Echtzeit-Datenerfassung und -übertragung gibt es auch ein Video: http://t.co/rgIWPPyB6i ->
  • Teure Finanzwette der BVG: Keine Ahnung, keine Schuld – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/amHP22lHsQ #berlin #BVG ->
  • Polen unternimmt neuen Anlauf für LOT-Privatisierung – airliners – http://t.co/x1DzC14bhR ->
  • “85 Prozent der Bevölkerung wissen [...] nicht, dass die allgemeine Radwegebenutzungspflicht aufgehoben worden ist.” http://t.co/WhNuVehoBU ->
  • Interview mit Smart-Chefin Annette Winkler: “Die iPhone-Liebe spielt uns in die Karten” – Spiegel Online – http://t.co/DW64wYGvNN ->
  • Im Jahr 2013 wurden in #China 14604 reine #Elektroautos neu zugelassen (+37,9% z. Vj.), 3038 PHEV, gesamt: 21.984.100 http://t.co/5barFEixde ->
  • Lärmschutz am neuen Hauptstadtflughafen #BER wird deutlich teurer. Schätzungen gehen von Kostensteigerungen um das vier- bis fünffache aus. ->
  • Das BVerwG bestätigte den Grenzwert: Der Fluglärm darf die normale Gesprächslautstärke von 55 Dezibel tagsüber nicht überschreiten. #BER ->
  • Die weitreichenden Schallschutzvorschriften hatte der Flughafen einst selbst beantragt und wollte sie nachträglich wieder ändern. #BER ->
  • Die Gesamtkosten für Lärmschutzmaßnahmen sollen nun 600 bis 700 Millionen Euro betragen. – airliners – http://t.co/g7Zk3itu44 #BER #fluglärm ->
[Video zum Wochenende] Ein Tag im Leben eines Mittelstreckenflugzeugs

Die Flotten‐ und Umlaufplanung einer Airline ist ein vergleichsweise komplexes und umfangreiches Unterfangen. Auf der einen Seite stehen Kunden, die je nach Kundenstruktur, unterschiedliche Bedürfnisse aufweist. Geschäftsreisende verlangen meist eine Flugverbindung in Tagesrandlage, um Geschäftstermine innerhalb eines Tages abwickeln zu können. Reiseveranstalter und Touristen weisen wiederum andere Nachfragespezifika auf. Alles in allem soll ein möglichst geringer Preis bei maximaler Flexibilität anfallen.

Auf der Angebotsseite sind Flugreisen nicht minder komplex. Die Ziele einer Fluggesellschaft lauten stets Kostendeckung, maximal möglicher Gewinn, hohe Auslastung, konstante Menge und hohe Flugzeugproduktivität. Dieses Ziel muss mit einem nicht lagerfähigen Produkt, hohen Produktionskosten (Kerosin, Gebühren, Kapitalkosten, Wartungskosten, Personalkosten) vereinbart werden.

Letztendlich besteht das Problem darin, dass das Flugzeug zu seiner jeweiligen Flugzeit den maximal möglichen Ertrag erzielen soll. Ein Flugzeug verdient aber nur Geld, wenn es sich in der Luft befindet.

Da ein einzelnes Flugzeug jedoch nicht isoliert betrachtet werden wird, sondern stets die gesamte Flotte optimal eingesetzt werden soll, ergeben sich noch viele weitere Schwierigkeiten. Welches Flugzeug ist für welchen Flughafen geeignet (Start-/Landebahnlänge, Navigation)? Welche Crews mit welchen Ruhezeitregelungen und Tages-/Wochen-/Monatsarbeitszeiten werden auf welchem Flugzeug eingesetzt? Welche Wartungsintervalle sind einzuhalten? Wann werden C‐Checks, A‐Checks, Transitchecks, ETOPS‐ Checks und weitere Checks durchgeführt? Auf welcher Basis und mit welchem Werkstattteam werden diese durchgeführt? Welche Zubringer und Abbringer liegen in meinem Zeitfenster? Welche Umsteigeverbindungen gibt es mit eigenen Verbindungen und Verbindungen meiner (Allianz-)Partner? Und sehr wichtig: Wie stellt sich die Situation auf dem Flughafen dar? Sind noch Slots vorhanden und wenn ja welche? Bietet der Flughafen noch ausreichend Kapazität für eine effiziente Abfertigung der Flugzeuge? Existiert ein Nachtflugverbot und wenn ja, welche Auswirkungen hat dies auf meine Flugzeugrotation?

Die Flugplanung der Fluggesellschaften mündet in Umlaufplänen, die entsprechende Pufferzeiten für Verspätungen und Wartungsarbeiten enthalten:

Teil der Umlaufplanung der niederländischen Fluggesellschaft KLM. Jede Zeile steht für ein einzelnes Flugzeug.

Am Ende stehen hinter diesen abstrakten Umlaufplänen unzählige Flugbewegungen. Ein einzelnes Flugzeug (A 319) der brasilianischen Fluggesellschaft TAM Linhas Aéreas fliegt beispielsweise innerhalb eines Tages die folgenden inner-brasilianischen Verbindungen: Curitiba – Guarulhos, Guarulhos – Curitiba, Curitiba – Londrina, Londrina – Curitiba und Curitiba – Guarulhos.

Und wenn dabei noch eine Kamera mitläuft, kommt am Ende dieser Zeitraffer-Film heraus:

Verkehr in 140 Zeichen am 12./13.07.2013
Seite 1 von 512345

Schlußstrich

What’s bad about sprawl is not its uniformity, but that it is so uniformly bad.
James Kunstler, amerikanischer Autor, Zivilisationskritiker, einer der Begründer des New Urbanism in den USA

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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