Artikel zum Thema Hinterlandanbindung
Verkehr in 140 Zeichen am 12.06.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 03. – 08.06.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 17./18.02.2013
  • Den Fahrraddieben mit GPS auf der Spur – ZEIT Velophil – http://t.co/I4XWfir5 ->
  • Eine niederländische Investorengruppe will den Aufbau des Flughafens Enschede fördern. – airliners – http://t.co/7nDSzDXj ->
  • Flughafen #BER soll angeblich 20.000 Mängel haben – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/0M9kYGKu ->
  • Stuttgart 21: Verkehrsminister Ramsauer besteht offenbar auf der Beteiligung der Partner Stadt und Land. Zahlen sie nicht, droht das Aus. ->
  • So schiebt Ramsauer den schwarzen Peter weiter und kann sich schadlos halten. Ganz tolle Verkehrspolitik! – http://t.co/KbPgBfer #s21 ->
  • Selbstheilender Asphalt vervierfacht die Lebenszeit des Straßenbelags von zehn auf 40 Jahre http://t.co/9hP3qjBK ->
  • Spaß in Südamerika: entzieht chilenischer LAN und brasilianischer TAM die Lizenz, die fliegen trotzdem weiter http://t.co/GHGSnOb8 ->
  • Ehem. UK-Verkehrsminister Philip Hammond wollte die Höchstgeschwindigkeit auf britischen Autobahnen zur Staubekämpfung auf 130 km/h erhöhen. ->
  • Abgesehen davon, dass das sowieso nicht funktioniert hätte, ist man nun aus Gründen der Verkehrssicherheit von der Idee abgekommen. ->
  • Etwa 50 Prozent der Autofahrer überschreiten das heutige Geschwindigkeitslimit von 70 mph (~110 km/h) – Daily Mirror – http://t.co/lmrrvAnU ->
  • Streit über Elektroauto: Erbitterter Kampf zwischen Tesla Motors und der New York Times – FAZ – http://t.co/4K3CZ6Lc #elektroauto ->
  • Anstatt an Flughäfen teure Parkgebühren zu bezahlen, kann man nun während der Reisezeit sein Auto an Dritte vermieten – http://t.co/niAe3rk6 ->
  • Bei der polnischen Fluggesellschaft LOT gilt mittlerweile Alles oder Nichts – DMM – http://t.co/Qq59LftM ->
  • Wieso bleiben die hoch, wenn es doch wieder eine Art Ölboom in den USA gibt? – Resilience – http://t.co/r1VHljsk ->
  • Teil 3 im Kampf Tesla Motors vs New York Times – NYT Wheels – http://t.co/Q5s0Nhya ->
  • Mobilität ist eine Voraussetzung für unser heutiges Leben – NZZ Debatte – http://t.co/Nz6g936f ->
  • Die SNCB stoppt die Abnahme von Desiro ML-Zügen wegen ~1.500 Mängeln, Siemens musste bereits 25 Mio. € Strafe zahlen – http://t.co/CVn17EdZ ->
  • Lego startet neue Serie “Gescheiterte deutsche Großprojekte” – Der Postillion – http://t.co/JDzthq8w ;-) ->
  • Das nächste Großprojekt das systematisch zerschossen werden soll: Beim Fehmarnbelttunnel mehren sich die Anzeichen für eine Kostenexplosion. ->
  • Was für ein Glück für die Deutschen, dass wir für den Tunnel an sich keinen Cent bezahlen müssen. Das machen die Dänen. ->
  • Bei einer Betrachtung der Øresundquerung und der Querung des großen Belts fällt auf, dass auch diese Projekte teurer wurden. ->
  • Die Dänen haben trotzdem gebaut! Könnten wir uns bitte darauf fokussieren, d. Hinterlandanbindung zu verkacken und lassen die Dänen in Ruhe? ->
  • Kostensteigerung: Bahn will über Stuttgart 21 neu verhandeln und hat sie sog. Sprechklausel gezogen – SPIEGEL – http://t.co/h0fQQXlm #s21 ->
  • Hamburg will Europas modernste Logistik-Metropole werden – Hamburger Abendblatt – http://t.co/ztdcXkKh ->
  • Beim Streik der Iberia-Mitarbeiter gegen den Wegfall von 3.800 Stellen kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei http://t.co/rcKBFARd ->
  • In Kalifornien werden Befürchtungen laut, dass Hochgeschwindigkeitszüge dem Schienengüterverkehr schaden könnten – KQED http://t.co/BQJEjTLZ ->
  • Antwort von @cahsr: Hochgeschwindikeitsverkehr und sind Freunde, keine Feinde. http://t.co/lwbcgWYI Bauen die Mischstrecken?!? ->
  • Googles selbstfahrende Autos stehlen allem anderen die Show auf dem Transportation Forum in Austin – Dallas News http://t.co/qawGX2M8 ->
  • CSU hält an Ausbau der fest – Frankenpost – http://t.co/MraB6Jrr ->
  • Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube rechnet mit Rekordergebnis für die Bahn, im Güterverkehr gab es einen Turnaround – http://t.co/BhYFVM9Y ->
Landtagswahl Niedersachsen 2013 – Was wollen die Parteien in der Verkehrspolitik?

Wappen des Bundeslandes NiedersachsenAm 20. Januar 2013 wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Bei der letzten Landtagswahl am 27. Januar 2008 wurde die mit dem damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff mit 42,5 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Die bildete mit der FDP, die mit dem Spitzenkandidaten Philipp Rösler angetreten war und 8,2 Prozent der Stimmen erhielt, eine Koalition. Die SPD erreichte mit 30,3 % ihr bislang schlechtestes Landtagswahlergebnis ihrer Geschichte in Niedersachsen, die Grünen erhielten 8,0 Prozent der Stimmen und 7,1 Prozent.

Das Bundesland Niedersachsen steht mit seinen Häfen und dem damit verbundenen Hinterlandverkehr vor großen Herausforderungen. Die für die kommenden Jahre prognostizierte Güterverkehrsmenge erfordert in die Verkehrsinfrastruktur, um die Küstenregion leistungsfähig anbinden zu können. Umstritten ist beispielsweise der Bau der sogenannten Y-Trasse, eine Eisenbahn-Neubaustrecke zur Aufnahme des Schnellverkehrs von Hannover über Walsrode nach Hamburg und Bremen.

Y-trasse Verlauf NDS Hamburg Hannover Bremen SFS

Verlauf der Y-Bahn-Trasse Hannover – Bremen/Hamburg – Quarz @ Wikimedia CommonsCC-by-sa 2.0

Das Land Niedersachsen setzt zurzeit auf die Y-Trasse, den Ausbau der Heidebahn für Güterzüge sowie die Beseitigung von Engpässen im bestehenden Netz. Mehrere Gutachten, darunter auch eines des Umweltbundesamtes, halten das Vorhaben für nicht mehr zeitgemäß, den Verkehrsansprüchen nicht dienlich und nicht zeitnah realisierbar. Als Alternative schlägt die UBA-Studie den dreigleisigen Ausbau der Strecke Lüneburg–Uelzen sowie den zweigleisigen Ausbau der Strecken Stendal–Uelzen, Uelzen–Langwedel und Rotenburg–Verden vor. Die Kosten lägen mit geschätzten 1,5 bis 2 Milliarden Euro deutlich unter den Baukosten der Y-Trasse, die einschließlich notwendiger Ausbauten mit vier Milliarden Euro kalkuliert werden, erzielten jedoch einen höheren Nutzen.

Niedersachsen ist durch den wichtigen Steuerzahler und Arbeitgeber Volkswagen, an dem das Land ebenfalls Anteile hält, stark der Automobilindustrie verpflichtet. In den Wahlprogrammen ist ersichtlich, dass keine Partei die “heilige Kuh” Volkswagen anfassen wird, nur die Grünen fordern einen Wandel zu einem Mobilitätskonzern und stärkere Anstrengungen bei der Entwicklung umweltfreundlicherer Fahrzeuge.

Ebenfalls steht Niedersachsen als Flächenland vor den Herausforderungen des demografischen Wandels, der Versorgung und Erreichbarkeit im ländlichen Raum, der Energieeffizienz und des Flächenverbrauchs. Die Parteien haben hier zwar unterschiedliche Ansätze, jedoch meistens das gleiche Ziel. 

Die einzelnen Programmpunkte sind nach dem Erscheinen im jeweiligen Wahlprogramm angeordnet. Dies erleichtert zum einen die Auffindbarkeit und stellt in meinen Augen auch eine Art Priorisierung durch die Parteien selbst dar (gilt allerdings nicht zwingend). Für die  ist nicht nur diese an sich wichtig, sondern auch politische Ziele in den Bereichen Siedlungs- und Raumstruktur, Flächennutzung sowie Daten- und Umweltschutz. Daher sind alle Punkte, die sich auf den Bereich  beziehen bzw. einen Einfluss ausüben könnten, aus dem jeweiligen Wahlprogrammen herausgearbeitet worden (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Die jeweilige Seitenzahl ist in Klammern hinter den einzelnen Punkten angegeben.

Politische Entscheidungen bzgl. konkreter Projekte wie zum Beispiel der Y-Trasse, des Ausbaus des niedersächsischen - und Schienennetzes sowie Hafenentwicklungsprojekte wie der Rysumer Nacken in Emden sind hervorgehoben.

Die Reihenfolge der vorgestellten Parteiprogramme richtet sich nach dem Ergebnis der letzten Wahl 2008 Aufgeführt sind alle Parteien, die bei der letzten Wahl 2008 mindestens 1,0 % auf Landesebene erreichten oder laut aktueller Hochrechnungen die 1%-Hürde überschreiten und zur Wahl landesweit antreten. (weiterlesen …)

Jahresrückblick 2012: Viel ging nicht voran!

Das Jahr 2012 liegt mittlerweile einige Stunden zurück, und wie es üblich ist, wird am Ende Bilanz gezogen. Ich persönlich bin ein Mensch, der lieber in die spannende und inspirierende Zukunft anstatt in die nicht mehr veränderbare Vergangenheit blickt, aber ein Blick in das vergangene Jahr sei dennoch erlaubt.

Alles in allem war 2012 aus verkehrlicher Sicht kein besonders aufregendes, aber dennoch spannendes Jahr. Auch wenn diese Übersicht einen leicht negativen Grundton mit sich bringt, hat uns das Jahr 2012 ein Stück weiter zu einem nachhaltigen Verkehr gebracht. Es sollte uns nur klar sein, dass noch einige Baustellen und Probleme vor uns liegen, die wir 2013 lösen müssen. Packen wir es an! 

Pleiten, Pech und Pannen im und der

Die konjunkturelle Entwicklung und der recht durchwachsene Ausblick haben sowohl der Luftfahrtbranche wie auch der Schifffahrt erheblich zugesetzt. Hinzu kamen insbesondere im Luftfahrtbereich einige Probleme auf Flughafenseite.

Die großen deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin versuchen, mit Sparprogrammen die Effizienz zu steigern. Viele kleine Luftverkehrsunternehmen wie Cirrus Airlines, German Sky Airlines oder XL Airways stellten ihren Betrieb ein. Auf internationaler Ebene ist die Liste noch eindrucksvoller.

Auf Flughafenseite wurde das am Frankfurter Flughafen zwischen 23 und 5 Uhr höchstrichterlich bestätigt, in München sprachen die Bürger in einem Bürgerentscheid gegen die dritte Start- und Landebahn aus, der Flughafen Frankfurt Hahn ist auf finanzielle Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz angewiesen und der Regionalflughafen Lübeck wurde an einen Investor verkauft. Zukünftige Entwicklung noch unklar.

In der öffentlichen Debatte dominierten allerdings ohne Zweifel die Probleme am neuen Berliner Großflughafen Berlin Brandenburg “Willy Brandt”. Der genaue Eröffnungstermin scheint weiterhin unklar zu sein. Am deutschen Streben nach Perfektion und unserem Ruf einer sehr guten Organisation hat das Berliner Flughafen-Debakel tiefe Kratzer hinterlassen.

Aber auch die Schifffahrt befindet sich in einer schwierigen Situation. Insbesondere die Charterreeder hat es stark getroffen. Die niedrigen Charterraten, die zum Teil durch den Aufbau massiver selbst verschuldet sind, lassen auf manchen Linien keinen profitablen Betrieb mehr zu. Im Containerbereich ist der Angebotsüberschuss am gravierendsten. Hinzu kommen Finanzierungsprobleme aufgrund der Schwäche vieler Schiffsbanken und -fonds. Eine Besserung wird noch einige Zeit dauern. Dem Ruf nach Hilfszahlungen an deutsche Reeder erklärte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zum Jahresende eine Absage.

Verkehrspolitik – Mehr Schein als Sein

RRX Rhein-Ruhr-Express im Ruhrgebiet Zukunft der Eisenbahn Designsttudie mit Stadler FLIRT

Ein Opfer der deutschen Probleme in der Verkehrspolitik: Der Rhein-Ruhr-Express

Die deutsche Verkehrspolitik 2012 war meiner Meinung nach durch Scheingefechte geprägt. Wichtige Aufgaben wie die Schaffung einer tragfähigen Infrastrukturfinanzierung blieben unerledigt. Der weitere Ausbau von Hinterlandanbindungen deutscher Häfen stockte ebenso wie die Verbesserung von grenzüberschreitenden Verbindungen. Eine verkehrspolitische Programmatik ist weiterhin nicht erkennbar.

Dominiert wurde die verkehrspolitische Diskussion von der Reform der Flensburger Verkehrssünderkartei, der schwierigen Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, einem Gefecht zwischen CSU und FDP über die Einführung einer Vignettenpflicht für Pkw auf deutschen Autobahnen und den zu hohen Kraftstoffpreisen.

Hinzu kam die Einführung eines Positiv-Streckennetzes für Gigaliner. Der Feldtest blieb aber über das Jahr hinweg hinter den Erwartungen. Zum Jahresende ließen 20 Spediteure 35 Fahrzeuge mit 25,25 Meter Länge fahren. Geplant waren bis zu 400. Im November 2012 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages weitere 750 Mio. Euro für den Verkehrsetat genehmigt, welche die Finanzierungslücke in der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung nur kosmetisch überdecken können.

Zum Jahresende ist zudem Bewegung in die dringend notwendige Anschlussregelung zum auslaufenden Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gekommen. Die Grundlage für die Verkehrsfinanzierung muss bis zum Ende des Jahres 2013 neu geschaffen werden. Ansonsten sieht es in den Kommunen ganz düster aus.

Auf europäischer Ebene wurden 2012 mehrere politische Vorhaben gestoppt oder sogar wieder rückgängig gemacht. So rückte die EU von ihrem Plan ab, Biokraftstoffen im Verkehrssektor eine größere Rolle zukommen zu lassen. Unter Einbeziehung indirekter Landnutzungsänderungen und steigender Nahrungspreise ist eine Steigerung der Biokraftstoffanteile nicht mehr erstrebenswert. Äußerst problematisch entwickelt hat sich auch das Vorhaben, den internationalen Luftverkehr in den Emissionshandel mit einzubeziehen. China und die USA drohten mit einem Handelskrieg, nun soll auf internationaler Ebene ein Kompromiss, der das europäische Vorhaben aufweichen dürfte, gesucht.

London, & Co. – Die “großen” zeigen, dass sie es können

In den ersten Monaten des Jahres wurde sehr stark darüber diskutiert, ob London dem Besucheransturm zu den Olympischen Spielen gewachsen sei. Der SPIEGEL malte den Teufel und ein Riesen-Fiasko an die Wand. Im Nachhinein stellten sich alle Sorgen als unbegründet heraus. Durch gute Planung, eine Verhaltensanpassung der Londoner Bevölkerung und die zusätzlich geschaffenen Kapazitäten lief der Verkehr während der Olympischen Spiele reibungsloser als zu normalen Zeiten. London Overground und Underground erreichen Pünktlichkeitswerte jenseits der 90 Prozent, 12,4 Millionen zusätzliche Sitzplätze absorbierten die zusätzliche Nachfrage. Weitere Informationen zum Londoner Verkehr während der Olympischen Spiele 2012 finden sich hier.

Ebenfalls oft kritisiert wird der New Yorker Nahverkehr. In den vergangenen Jahren hat er aber sehr stark an Qualität gewonnen. Der Hurrikan Sandy, der Ende Oktober 2012 die US-amerikanische Ostküste traf und 253 Menschen das Leben kostete, war ein großer Rückschlag für die Bemühungen, ein zuverlässiges und sicheres Verkehrsmittel anzubieten. Das zweite Mal in der 108-jährigen Geschichte musste der U-Bahn-Betrieb eingestellt werden.

Acht Tunnel unter dem East River, die Manhattan mit Brooklyn oder Queens verbinden, waren überflutet. Ein notdürftig zusammengeschustertes Busnotnetz war am Rande seiner Kapazität. Hinzu kommt, dass viele Straßen wegen umgeknickter Bäume und Trümmerteilen unpassierbar waren. Mehrere Hundert Millionen Liter Salzwasser zerstörten Elektronik, Zugsicherungsanlagen und U-Bahn-Züge. In den Tunneln und Stationen stand das Wasser meterhoch. Hinzu kommen Tonnen von Schlamm und Geröll, die das Wasser mit in die Tunnelanlagen spülte.

Trotz der Probleme hat sich das New Yorker Verkehrsnetz als äußerst robust erwiesen. Viele New Yorker haben ihr Verhalten angepasst, ein Busnotnetz wurde in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft und der Radverkehrsanteil stieg sprunghaft an. Hurrikan Sandy hat gezeigt, dass auch Großstädte mit mehreren Millionen Einwohnern sich in kürzester Zeit auf eine Anpassung ihrer Verkehrsnetze einstellen können und kein Chaos ausbricht. Ein durchaus beruhigendes Wissen…

Jade-Weser-Port

Seit dem 21. September hat Deutschland einen Tiefwasserhafen. Der Jade-Weser-Port bei Wilhelmshaven ist der einzige deutsche Hafen, der tideunabhängig angefahren werden kann. In den kommenden Jahren muss der Jade-Weser-Port seine Notwendigkeit aber noch unter Beweis stellen, auch mit hohen Rabatten ist der Hafen zurzeit nur in wenigen Linien zu finden. Das größte Containerschiff der Welt, die “CMA CGM Marco Polo”, legte lieber in Hamburg und Bremerhaven denn in Wilhelmshaven an. Problematisch ist auch die , die insbesondere im Schienenbereich noch zu wünschen übrig lässt. Eine Elekrifizierung der bald zweigleisigen Strecke ist derzeit noch im Bau. Bei einer Loco-Quote, dem Anteil von Gütern die im Hafengebiet oder im direkten Umfeld verbleiben, von nahezu Null ist eine gute von essentieller Bedeutung.

Und auch der Jade-Weser-Port hatte mit Bauproblemen und Verzögerungen zu kämpfen. Wegen Mängeln an der Spundwand musste die Eröffnung vom 5. August auf den 21. September verlegt werden.

Zulassungschaos im deutschen Schienenfahrzeugmarkt

Die Deutsche Bahn, andere Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Bahnindustrie haben mit Zulassungsproblemen neuer Fahrzeuge zu kämpfen. Die BR 442, die BR 407 (der “neue 3″) und die neuen Stadler KISS der ODEG  für RE2 und RE4 in Brandenburg seien als Beispiel genannt. Mängel in der komplexer werdenden Zugsteuerung, Zeitdruck und Sonderwünsche der Besteller, das Drücken der Preise bis zur Schmerzgrenze und Ausschreibungen, die stets neues Rollmaterial, eine engere Bestuhlung bei gleichzeitig geringeren Betriebskosten fordern, verzögern die Zulassung neuer Züge immer öfter. Ein bisschen mehr Realitätssinn wäre eventuell auf allen Seiten angebracht.

Hochgeschwindigkeitszüge in den USA: Im Finanzierungschaos hängen geblieben.

Rendering Hochgeschwindigkeitszug in Kalifornien USA Bahnhof CAHSR

Rendering des kalifornischen Hochgeschwindigkeitszugprojekts

Große Hoffnungen wurden 2012 in den USA in Präsident Obama gesetzt. In Kalifornien hoffte man auf neuen Schub für den Aufbau des ersten Hochgeschwindigkeitsverkehrs zwischen und Fresno. Stattdessen gab es Gegenwind von republikanischer Seite, die die Verschwendung von Steuergeldern anprangern. Hochgeschwindigkeitsverkehr solle stattdessen von privaten Eisenbahnunternehmen angeboten werden, eine Verwendung der Mittel im wäre angebrachter. Vor dem Hintergrund des US-amerikanischen Haushaltsdefizits und den strikten Kürzungsplänen des rechten republikanischen Rands dürfte die erste neue HGV-Strecke in den USA noch etwas auf sich warten lassen.

Innovation des Jahres: Oberleitungs-Lkw oder Hiriko Fold?

Hiriko Fold Fronansicht Elektrofahrzeug MIT

Frontansicht des Hiriko Fold im eingeklappten Zustand – Foto: Hiriko

Ich bin mir etwas unschlüssig, welche Innovation die beste des Jahres 2012 gewesen ist. Der eHighway von Siemens ist ein tolles Konzept für die Elektrifizierung des Güterverkehrs nicht nur auf deutschen Autobahnen. Er trägt durch den höheren Wirkungsgrad sehr zum Ziel einer höheren Effizienz im Verkehrsbereich bei.

Das einklappbare Elektroauto Hiriko Fold brilliert auf dem Feld der Flächenoptimierung. Durch die geringen Grundmaße sinkt der Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs. Da sich beide Innovationen jeweils in ein Gesamtkonzept integrieren, möchte ich die endgültige Entscheidung offen lassen und hoffe auf ebenso tolle Konzepte im Jahr 2013!

Abschließend möchte ich noch fragen, was im Jahr 2012 eure / Ihre größte und wichtigste Entwicklung  im Verkehrssektor gewesen ist. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen!

Verkehr in 140 Zeichen am 20.11.2012
Verkehr in 140 Zeichen am 21./22.09.2012
  • Italienische FS und französische #SNCF: #Bahn-Konkurrenz drängt auf deutschen Markt – RP Online – http://t.co/HRQxlyDm ->
  • Teilausschreibung rechtswidrig? S-Bahn verklagt Berliner Senat – Berliner Kurier – http://t.co/n7BFS9up ->
  • kopiert die berühmte und vor allem markenrechtlich geschützte SBB-Uhr – Tagesanzeiger – http://t.co/p7vLTw0t #sbb #schweiz #apple ->
  • Flughafen Frankfurt: Höhere Gebühren für laute Flugzeuge. Die Zahl der Lärmkategorien wächst 2013 um vier auf 16 – http://t.co/TE8isiRU #FRA ->
  • Ramsauer: Liebe Schweiz, Deutschland wird den Rheintalbahnausbau zwischen Karlsruhe und Basel bis 2020 nicht schaffen – http://t.co/Na4FVbVJ ->
  • Könnte interessant werden: #Volvo will ab 2014 Niederflur-Stadtbusse in Europa nur noch als Hybrid verkaufen – http://t.co/Y5UNE28r #hybrid ->
  • Wer Bedarf an der Eröffnungsfeier des JadeWeserPorts hat, kann hier den NDR-Livestream sehen – http://t.co/4iCySesy #jwp ->
  • Druck auf #Ryanair in Sicherheitsfragen steigt – Telepolis – http://t.co/wt1k2N8t #LCC #Luftverkehr ->
  • Übrigens: Die in Spanien notgelandeten Maschinen hatten laut irischer Aufsichtsbehörde IAA ausreichend Kerosin im Tank http://t.co/Gv2DO1AM ->
  • In #Griechenland wird der aus Protest gegen weitere Austeritätsmaßnahmen bestreikt – Seattle Times – http://t.co/5csNZ5rN #streik ->
  • Bahnindustrie fordert Abwrackprämie für Dieselruß-Lokomotiven – ÖPNV Aktuell – http://t.co/6Xst7Zpw ->
  • #BER-Untersuchungsausschuss rückt näher – airliners – http://t.co/j592XNQQ ->
  • China und die EU nähern sich im Streit um CO2-Emissionen und den Emissionshandel an – Airwise – http://t.co/q6unHBMy ->
  • Nach 6 Monaten haben sich meine Überlegungen zu den #Kraftstoffpreisen bestätigt. ;-) http://t.co/2iH1txW6 #spritpreis #benzinpreis ->
  • China finanziert Abuja, Hauptstadt von Nigeria, den Bau einer Straßenbahn – http://t.co/dL0szFQf Projekt in Wikipedia: http://t.co/vWbHtYSr ->
  • Anaheim, Kalifornien, errichtet für 184 Millionen Dollar einen multimodalen Verkehrsknotenpunkt – Better Roads – http://t.co/9uRT2Iuq ->
  • Die zwischen Basel und Chiasso soll bis 2020 auf vier Meter Lichtraumprofil für die Rollende Landstraße aufgeweitet werden. ->
  • Die Kosten auf Schweizer Seite betragen 590 Mio. €. Auf Italien entfallen ~190 Mio. €. Der größte Teil entfällt auf den neuen . ->
  • Möglich wird durch die Aufweitung auch eine Nutzung durch Doppelstock-Personenzüge. Dies erhöht die Kapazität http://t.co/GBjdg1I4 ->
  • 2.500 Fahrräder für das Bikesharing-System in Long Beach kosten 12 Millionen Dollar – Everything Long Beach – http://t.co/Z0gNxKT0 ->
  • “Prinsesse Benedikte” erstes Schiff mit neuer Technologie: #Scandlines setzt auf Hybrid-Antrieb – THB – http://t.co/Cvd6Uy4H ->
  • Wie wichtig ist für einen Flughafen ein ÖPNV-Anschluss? – Slate – http://t.co/bGab5HtE ->
  • Amtrak erwirtschaftet 85% der Kosten selber. Den Republikanern ist das aber nicht genug – Transportation Nation – http://t.co/7pRjGVjH ->
  • China verdoppelt die Investitionen für neue U-Bahnen. Unabhängig vom finanziellen Erfolg. – The Transport Politic – http://t.co/Fj3S9AFl ->
  • Der Pkw-Besetzungsgrad in den USA steigt. Zumindest auf dem Weg zur Arbeit – USA today – http://t.co/LKKz4KCy ->
  • Neue US-Studie: Eine Zunahme der Einwohner- und Arbeitsplatzdichte und der Pro-Kopf-Aufgaben für den ÖPNV um 10 Prozent… (1/1) ->
  • …lässt die Pkw-Fahrleistung der Einwohner um 20% sinken. Download der Studie: http://t.co/mo7btwT3 Zusammenfassung: http://t.co/Md0DqqKf ->
  • Interessant! Bahnhöfe und Haltestellen, die nicht für den Ö(PN)V-Nutzer entworfen wurden, sind die Erfolgreichsten – http://t.co/KLKYMXk8 ->
  • US-Federal Railroad Administration genehmigt Streckenführung für Kaliforniens Hochgeschwindigkeitsprojekt – http://t.co/c6niDjZx ->
  • Durch eine spezielle Order von US-Präsident #Obama kann die Planungsdauer erheblich verringert werden – SF Gate – http://t.co/ESirZBPD ->
  • Miese Stimmung vor dem Pariser Autosalon – DMM – http://t.co/IPxgOJ2W Achtung! Dudenhöffer inside ;-) ->
  • SPD will Verkehrsetat um 2 Mrd. EUR erhöhen – ÖPNV aktuell – http://t.co/Edv3v3cT ->
  • Deutsche #Bahn: Keine neue Trasse für die Hinterlandanbindung des Fehmarnbelttunnels. Die bestehende Bahntrasse soll ausgebaut werden. ->
  • Um die an der Strecke liegenden Ostseebäder zu schützen, sollen Lärmschutzmaßnahmen und drei Umfahrungen gebaut werden http://t.co/1p3iAL1R ->
  • Mit dieser Entscheidung dürfte sich der Konflikt zwischen Deutscher Bahn und den Kommunen und der Bevölkerung verschärfen. Spannend! ->
  • Sicherheitslücke in bestimmten Fahrkarten mit NFC-Chips: Manipulation für kostenloses Fahren möglich – Golem – http://t.co/3Dex4Rvz ->
  • Shell: Große Pläne in der Arktis ohne Weitblick? – Telepolis – http://t.co/rKmA3w9D ->
  • Eine am MIT entwickelte Smartphone-App soll Autofahren stressfreier machen und den Benzinverbrauch um 20% senken – http://t.co/aFqRCiOh ->
  • Kampf um die . Zudem droht dem Schifffahrtsamt in Stuttgart das Aus – Schwäbisches Tagblatt – http://t.co/v8GZO1u9 ->
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Schlußstrich

If I\’d asked my customers what they wanted, they\’d have said a faster horse.
Henry Ford

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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