Artikel zum Thema Lichtsignalanlagen
Verkehr in 140 Zeichen am 27.10. – 02.11.2015

Dieselabgase, insbesondere der Volkswagen-Abgasskandal „Dieselgate“

  • EU sucht Kompromiss bei Einführung neuer Abgastests, v.a. welche Abweichung von den Labortests gestatten wird – https://t.co/0GCgUzYJ9A ->
  • RT @mac260: Die Autoindustrie fordert, dass Abweichungen >60% vom Grenzwert erlaubt sind. Das ist doch ein schlechter Scherz! ->
  • EU-Staaten zu neuen Diesel-Tests: 50% Abweichung der Realwerte gegenüber den Laborwerten geht in Ordnung – https://t.co/AlkcIEQKXH ->
  • Neue Abgastests: Der Stickoxid-Ausstoß auf der Straße darf dauerhaft um die Hälfte über den im Labor gemessenen Werten liegen. #dieselgate ->
  • Für neue Fahrzeuge gelten die neuen Regelungen ab dem 1. September 2017 und für neu zugelassene Fahrzeuge ab dem 1. September 2019. ->
  • Dann darf der gemessene Stickoxid-Ausstoß aber noch um das 2,1-fache über dem Laborwert liegen. #Dieselgate #NOx #Abgastests ->
  • Die Übergangsphase endet am 01.01.2020 für neue und am 01.01.2021 bei allen neu zugelassenen Autos. ->
  • Der VDA nannte die Werte „sehr ambitioniert“. Sie stellten Autobauer & Zulieferer „vor große technische und wirtschaftliche Herausforderungen“ ->
  • Grüne und Umweltverbände kritisieren die Aufweichung der NOx-Grenzwerte für die neuen Straßentests mit Dieselautos https://t.co/dIwNgB5zOx ->
  • Die amerikanische Umweltbehörde hat Manipulations-Software im TDI V6 3,0 Liter-Motor von VW entdeckt – https://t.co/RUq1UUUagU #dieselgate ->
  • Dieser Motor ist neben dem 2014 VW Touareg auch im 2015 Porsche Cayenne und den 2016 Audi A6, A7, A8L sowie Q5 verbaut. #dieselgate ->
  • Hier die Pressemitteilung der EPA zum sich ausweitenden #Dieselgate-Skandal innerhalb der #Volkswagen-Gruppe: https://t.co/l9mpShqfKL ->
  • Porsche hat bislang erklärt, nicht in den Abgas-Skandal verwickelt zu sein: https://t.co/mOzWptF0zp Am Ende Fehlinformation von Aktionären? ->
  • VW weist die Vorwürfe zurück: „dass keine Software bei den 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte [..] zu verändern“ ->

Neue Mobilitätsangebote, Digitalisierung und automatisiertes Fahren

  • Ein von Forschern der FU Berlin entwickeltes Auto ist im automatisierten Betrieb 2.400 km quer durch Mexiko gefahren https://t.co/0zB97vJsQF ->
  • Professor Dr. Raúl Rojas beschäftigt sich an der FU Berlin bereits seit 2006 mit dem automatisierten Fahren: https://t.co/NX9Kj2et1k ->
  • Evolutionär vs revolutionär: Die Herangehensweisen von Tesla und Google beim automatisierten Fahren sind verschieden https://t.co/4fO3FsTgO6 ->
  • Uber zieht sich aus Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf zurück, Konzentration zukünftig auf Berlin und München – https://t.co/Ore58gFD1Q ->
  • Das Ende einer Ära: Die Rolle amerikanischer Autobauer aus Sicht des Silicon Valley – Huffington Post – https://t.co/fLP9P2b33T ->
  • Stiftung Warentest: Alle drei deutschen Netzanbieter haben entlang von Bahnstrecken eine mangelhafte Netzabdeckung – https://t.co/mcwmx2OoFP -> [Eisenbahn]
  • Geschäftsreisende in den USA nutzen zunehmend Ridesharing / Rideselling-Angebote wie Uber & Lyft – L.A. Times – https://t.co/RVuSlRCcyo ->
  • Uber hat seine vermeintliche Rolle bereits gefunden, Lyft befindet sich noch auf der Suche – Technology Review – https://t.co/vR1peuht9B ->
  • Wissenschaftler haben Uber Surge Pricing-Algorithmus reverse engineered. Ergebnis: Im Grundsatz ist er fair – https://t.co/wt6SE9C75N [pdf] ->
  • Rollende HotSpots gegen sanierte Bahnhöfe – UdL Digital (Digital Public Affairs Blog der TELEFÓNICA GRUPPE) https://t.co/q5ji7PCVjN #bahn ->
  • App-basierte Sharing-Angebote schließen Angebotslücken im öffentlichen Verkehrsangebot in Mumbai – Hindustan Times – https://t.co/58bfpqu5IA ->
  • Auch in Jakarta werden Apps für die Organisation der täglichen Wege immer wichtiger – https://t.co/g5sUZTU2TZ ->
  • Widerstand im Bundesrat gegen das WLAN-Gesetz: Hotspot-Anbieter sollen von der Störerhaftung ausgenommen werden – https://t.co/KIKxNrQd3h ->

Siedlung und Verkehr

Radverkehr

Deutschland

  • RT @KayHrabia: Wieder ein mildes Urteil für einen Lkw-Fahrer nach Tötung einer #Radfahrerin (06.08.14) beim Amtsgericht #Tiergarten Link ->
  • Köln: Alle Stadtratsfraktionen haben einen Antrag gestellt, die Radwegbenutzungspflicht aufzuheben – https://t.co/hQk47iLYrs ->
  • Wie immer gilt: Die Benutzungspflicht soll nur aufgehoben werden, „wo es die Verkehrssituation erlaubt.“ Wo das sein wird -> Diskussion… ->
  • In einem weiteren Antrag soll Radfahrern erlaubt werden, auch bei roter Ampel abzubiegen. Ähnlich wie in Paris oder Idaho Stop. ->
  • RT @PeterRippl: .@zukunftmobil darf halt nicht dazu führen keine gescheiten Radwege zu bauen. #8to80 ->
  • RT @renntv: Dass ich das noch erleben darf: das Fahrrad erobert sich in Köln ein Stück Verkehrsraum zurück. @zukunftmobil Link ->
  • In der Kölner Innenstadt sollen 50 Fahrradstraßen und tausende neue Fahrradabstellplätze geschaffen werden – https://t.co/F1Pew89JzA ->
  • RT @ADFCKoeln: @zukunftmobil Der Artikel ist ein paar Monate alt und geht um eine Planung lt. Verwaltung auf 10-15 Jahre. Klingt also positiver als es ist! ->
  • RT @ADFCKoeln: @zukunftmobil Aktuelle Entscheidungen drehen sich um Radwegbenutzungspflicht, Einbahnstraßenöffnung und Pilotprojekt Rechtsabbiegen bei Rot. ->
  • RT @ADFCKoeln: @renntv @zukunftmobil Planungen des Radverkehrskonzepts beinhalten Radtunnel im Tunnel und Radspur auf Nord-Südfahrt. Aber wann es kommt? ->
  • Nutzungspflicht von Radwegen in Köln: Der lange Weg weg vom Radweg – https://t.co/I9KUmKcLrj #radverkehr ->
  • Manche Journalisten brauchen wohl noch ein bisschen Nachhilfe… https://t.co/VWSiib7W4h ->
  • RT @hamburgize: @zukunftmobil @DerWesten Denn sie wissen nicht, was Radwege sind . . . . https://t.co/JmPVfr9wxe ->

Eisenbahn

  • Start des Testbetriebs im Gotthard-Basistunnel – Eurailpress – https://t.co/nRwgUcUdW5 #sbb #Schweiz ->
  • Großbritannien: Öffentliche Anhörung zu Crossrail 2 begonnen. Ein Ziel ist die Festlegung der Stationen – https://t.co/RlJ0OVAcoB -> [Infrastruktur]
  • Das französische Eisenbahngüterverkehrsunternehmen Fret SNCF testet 1.000 Meter lange Güterzüge – https://t.co/RuPRBV8SYM -> [Güterverkehr und Logistik]
  • SNCF startet den e-Book-Service „SNCF e-livre“: Für 9,90 € / Monat können Fahrgäste im Abonnement 100.000 Bücher lesen, 5.000 sind gratis. ->
  • Tunneldurchstich des neuen Tunnels (3886 m) für den HGV-Verkehr zwischen Hongkong und Festland-China (Shenzhen) – https://t.co/dzh6jXTN8U -> [Infrastruktur]
  • In der Türkei werden bis 2023 voraussichtlich 13 Mrd € in Schienenfahrzeuge investiert (6500x Straßenbahn & U-Bahn) https://t.co/KlKKkB6W6X ->
  • Die EU-Kommission klagt gegen Tschechien vor dem EuGH, weil es noch keine unabhängige Stelle für die Untersuchung v. Eisenbahnunfällen gibt ->

Deutschland

Öffentlicher Verkehr

  • Zürich: Der zweite Teil der Durchmesserlinie wurde eröffnet (9,6 km, 8 Jahre Bauzeit, Baukosten: 2,068 Mrd. CHF) – https://t.co/9ACqC8GoCo ->
  • Kansas City verhandelt mit Bridj über den Aufbau eines Microtransit-Angebots mit flexiblen Linien – https://t.co/FB86Cak41R -> [Neue Mobilitätsangebote]
  • Singapur: Der sechste Bauabschnitt wird die 36 km lange Circle Line im Jahr 2025 schließen https://t.co/edlM8sD7hc https://t.co/n716nUNfhP -> [Infrastruktur]
  • Sri Lanka plant den Bau einer Monorail oder eines MRT-Systems in Colombo – Railly News – https://t.co/iK1khHL7rI -> [Infrastruktur]
  • Kuala Lumpur, Dubai, Bangkok, Nairobi, Moskau haben laut eines Immobilienentwicklers die spannendsten ÖPNV-Projekte https://t.co/ccctC0jf4e ->
  • Hongkong: Die Pläne zur Abschaffung der 111 Jahre alten Straßenbahn zur Beschleunigung des MIV wurden mit großer Mehrheit abgelehnt. ->
  • Stattdessen wird nun darüber nachgedacht, eine der meistgenutzten Straßen Hongkongs autofrei zu gestalten – https://t.co/VjRSacEioB ->
  • In Dalian wurde die erste Metrolinie (17 km, 13 Stationen) eröffnet – Railway Gazette – https://t.co/D6siYKXhRI -> [Infrastruktur]
  • London: 20% aller Fahrten mit dem ÖPNV werden elektronisch bezahlt. Die normale Kredit- / Bankkarte dient als Ticket („contactless“) https://t.co/eVwu2HLSv6 ->
  • Bericht: Australien muss mehr Geld in den öffentlichen Verkehr investieren, um seine Zukunft zu sichern – Guardian https://t.co/YSGki0ibsx ->

Deutschland

  • Seilbahn in Wuppertal: Seilbahn-Experte Prof. Heiner Monheim distanziert sich von Seilbahn-Gegnern – https://t.co/Bt91fLCcly ->
  • Sorgenkind im Ruhrgebiet: Der Nahverkehr steckt im Sanierungsstau. – WAZ – https://t.co/kTePRp99vZ ->
  • Heidelberg: Im März 2016 sollen die Arbeiten an der 2,2 km langen Straßenbahntrasse in die Bahnstadt beginnen – https://t.co/qDXrOKEGXv ->

Infastruktur und Infrastrukturfinanzierung

  • US-Infrastrukturfinanzierung hat auch ihre Spezialitäten: Finanzierung wird um drei Wochen verlängert – https://t.co/XZ6kFzw8id ->
  • Die niederländische Staatssekretärin für Infrastruktur tritt nach Veröffentlichung des Fyra-Berichts zurück – https://t.co/c5fQlMCAJ5 ->
  • USA: 39 Infrastrukturprojekte erhalten insgesamt 500 Millionen US-Dollar Fördermittel (TIGER grants) – The Hill – https://t.co/kf9f5S23o6 ->
  • Übersicht der Infrastrukturprojekte, welche Fördermittel erhalten: https://t.co/2jmaQH9p3i ->
  • Die EU stellt Tschechien 167 Millionen Euro zur Modernisierung der Straßen- und Schieneninfrastruktur zur Verfügung https://t.co/glbgMZZzE0 ->

Deutschland

  • Infrastrukturgesellschaft: Gesetzentwurf zur Änderung des Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaftsgesetzes – https://t.co/C34VQ5iMDs ->
  • Aktionsbündnis klagt gegen Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der B 207 als Verbindung zum Fehmarnbelt-Tunnel https://t.co/FA0i8vswgP ->
  • Der Bundesrechnungshof sieht erhebliche finanzielle Risiken bei der Pkw-Maut – https://t.co/cHFcD3RsDq ->
  • Insbesondere bestehe Klärungsbedarf bzgl. der Einnahmeprognose und des Zeitplans. Durchaus nichts Neues: https://t.co/mc8UeXo9O4 ->
  • Kostenwahrheit im Verkehr: Autofahrer decken die Instandhaltungskosten der Straßeninfrastruktur nicht – https://t.co/oqReKuoURg ->

Verkehrspolitik

  • Weil ihm die Flüchtlingspolitik nicht passt: Seehofer erwägt Abberufung u.a. von Minister Dobrindt aus dem Kabinett https://t.co/GqgpBHgTmj ->
  • Im Vergleich zu seinen Ex-Kollegen hat Ex-EU-Verkehrskommissar Kallas bei seinen neuen Tätigkeiten Maß walten lassen https://t.co/lPuurqbnBY ->

Luftverkehr

Deutschland

Verkehrssicherheit

  • Mitsubishi entwickelt Straßenprojektor für Autos und Lkw. Das System soll Symbole auf den Asphalt projizieren und die Sicherheit erhöhen. – https://t.co/ixEe1JhcqQ ->
  • Wie viele Opfer im Straßenverkehr will unsere Gesellschaft noch tolerieren? – itstartedwithafight – https://t.co/8OlGOm1sKX ->
  • Polizeikontrolle in Hamburg: Von 40 überprüften Autofahrern in der Hamburger Innenstadt sind 26 über Rot gefahren. – https://t.co/2yp8hwkECS ->
  • In Großbritannien werden Kreisverkehre zunehmend durch Lichtsignalanlagen ersetzt. – Treehugger – https://t.co/4uLAo8ppZ0 ->

Güterverkehr und Logistik

  • DHL wollte ein neues IT-System eingeführen. Das 308 Mio. € teure Projekt ist gescheitert, ein Totalschaden. https://t.co/ezAZqkaHuI ->
  • Das Berliner Startup Sennder lässt Pakete per Fernbus transportieren. Zustellung am gleichen Tag oder an Feiertagen. #Logistik ->
  • Lkw-Mautdaten: Die LKW-Fahrleistung ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 auf 21,8 Mrd. km angestiegen. ->

Elektromobilität

  • Europa: Verkauf von Elektroautos in Q3/15 mit +62,2% zum Vorjahresquartal (28.360). Hybridfahrzeuge +34,7 % (53.183) https://t.co/4519RJrrbA ->

Weitere Themen

  • Rainer Wendt, Vorsitzender der „Deutschen Polizeigewerkschaft“, mal wieder: Mehr Verkehrstote wegen Flüchtlingen https://t.co/UG60Dd1RqN ->
  • Neues Fernbusterminal am Flughafen Köln/Bonn hinter Terminal 2 nimmt den Betrieb auf (5.800 qm, elf Haltebuchten) https://t.co/KVY1rYQfkc ->
  • Die Lüge von der Green Economy – NachDenkSeiten – https://t.co/JMFmdpygot ->
  • (Verkehrs)Lärm schädigt, wenn auch weniger als gedacht. Die psychischen Schädigungen werden bisher aber unterschätzt https://t.co/hxlBlgiD0f ->
  • Die US-Regierung stellt klar, dass Software in Fahrzeugen nicht dem Copyright unterliegt – PopSci – https://t.co/uWuIGjqztN ->
  • Factsheet: Veränderungen im Verkehrsbereich in England in den letzten 50 Jahren: https://t.co/adCM9DZaKA [pdf] ->
[Video zum Wochenende] Mit dem Fahrrad unterwegs in London im Jahr 1984

In vielen Städten erlebt das Fahrrad derzeit eine Renaissance. Zunehmende Probleme mit dem wachsenden motorisierten Individualverkehr wie beispielsweise Staus, Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen, Unfälle und Flächenkonflikte, z. B. zwischen Wohnen und Parken, zwingen zu einem Umdenken. Das Fahrrad an sich ist flächensparsam, leise, energieeffizient, schadstofffrei und fördert die Gesundheit. Hinzu kommt, dass Infrastruktur für den Radverkehr vergleichsweise günstig ist – in Zeiten knapper kommunaler Kassen ein entscheidendes Kriterium.

Der Bau von Infrastruktur für den Radverkehr in Form gesonderter Radwege hat in Deutschland bereits in den 1920er Jahren begonnen. Das Fahrrad, welches zu dieser Zeit den Stadtverkehr wegen seines erschwinglichen Preises dominierte, behinderte in den Augen der Politik und der Verkehrsplanung den damals noch schwachen motorisierten Individualverkehr. Durch den Bau gesonderter Radwege sollte die Fahrbahn für den Autoverkehr hindernisfrei gestaltet werden. Die Reichsstraßenverkehrsordnung, welche als erste reichseinheitliche Verkehrsordnung im Jahr 1934 aufgestellt wurde, enthielt bereits eine Benutzungspflicht von Radwegen.1

Bis in die fünfziger Jahre blieb das Fahrrad dominierendes Verkehrsmittel in deutschen Städten, wurde jedoch zunehmend durch den Pkw verdrängt. Maßgeblich hierfür waren eine automobilorientierte Verkehrspolitik und das planerische Leitbild einer „autogerechten Stadt“. Bestehende Radverkehrsanlagen wurden als vermeintliches Hindernis beseitigt oder zu Parkraum umgewidmet. Zusammenhängende Radwegenetze wurden aufgetrennt, ohne gleichzeitig die Trennung von Rad- und Kraftfahrzeugverkehr aufzuheben. Die Folge waren unzusammenhängende und verteilte Radwegereste einhergehend mit einem hohen Konfliktpotenzial zwischen Fußgängern und Radfahrern.

Bereits in den 1970er und 1980er Jahren wurde von einer ersten „Wiederentdeckung des Fahrrads“ gesprochen. Der Niedergang des Radverkehrs war gestoppt und in einigen Städten begann der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr wieder langsam zu steigen. Als Entwicklungshemmnis für den Radverkehr wurde das Fehlen von Radwegen identifiziert. Diese wurden daraufhin in unterschiedlicher Qualität und Linienführung auf Fußwegen zulasten der Fußgänger markiert.2

In manchen deutschen Städten stellen die in den achtziger Jahren geschaffenen Radwege auch heute noch das Gros der dort existierenden Radverkehrsinfrastruktur dar.

In Deutschland veröffentlichte die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (kurz FGSV) im Jahr „1982 die ‚Empfehlung für Planung, Entwurf und Betrieb von Radverkehrsanlagen‘ (ERA 82), die aber schon Anfang der neunziger Jahre durch die einsetzende Entwicklung im Bereich der Radwegeinfrastruktur überholt war und 1995 durch die ‚Empfehlung für Radverkehrsanlagen‘ (ERA 95) ersetzt wurde. Gerade die hohen Unfallzahlen auf zu schmalen oder baulich schlechten Radwegen führten dazu, dass in der ERA 95 Anforderungen an Radverkehrsanlagen definiert wurden. Diese diente als Grundlage für die Novelle der Straßenverkehrsordnung 1997, deren wesentliche Änderungen u.a. die Aufhebung der allgemeinen Benutzungspflicht von Radwegen, die Öffnung von Einbahnstraßen für den Fahrradverkehr, die Einrichtung von Fahrradstraßen sowie von Schutzstreifen umfassten.“3

Folgendes Video des Greater London Council (GLC) aus dem Jahr 1984 zeigt Maßnahmen, die zur Förderung des Radverkehrs in London ergriffen wurden. Das Greater London Council (GLC) war zwischen 1965 und seiner Auflösung im Jahr 1986 die oberste Verwaltungsbehörde von Greater London4 und auch für die zentrale Planung des Radverkehrs zuständig.

Im Jahr 1983 wurde jedoch von der britischen Regierung beschlossen, den GLC aufzulösen. Sie argumentierte, der GLC sei ineffizient und unnötig, die Aufgaben könnten von den Boroughs – den einzelnen Stadtvierteln – mindestens so gut erledigt werden. Nach der Auflösung des GLC war London die weltweit einzige Metropole ohne zentrale Verwaltung. Die Verkehrsplanung, und damit eingeschlossen die Radverkehrsplanung, litt unter der fehlenden Koordination der einzelnen Stadtviertel.

Im Jahr 1999 wurde in einer Volksabstimmung die vom damaligen Premierminister Tony Blair vorgeschlagene Schaffung der Greater London Authority (GLA) angenommen. Die GLA, bestehend aus der London Assembly und dem Mayor of London, nahm ihre Tätigkeit im darauf folgenden Jahr auf. Im Rahmen dieses Prozesses wurde die Zuständigkeit für London Underground, London Rail und den Oberflächenverkehr in London im Jahr 2001 an „Transport for London (TfL)“ übertragen. TfL verantwortet unter anderem das sogenannte „Cycling Centre of Excellence“, welches für die Förderung des Fahrradverkehrs in London und die Vergabe der Konzession für das Londoner Bikesharing-System zuständig ist.

Der Film aus dem Jahr 1984 verdeutlicht, dass im Vergleich zu heute ähnliche Herausforderungen und Lösungen für den Radverkehr gesucht wurden. Auch damals war die Planung eines zusammenhängenden Radwegenetzes prioritär und gleichsam schwierig.

Die Position des Radverkehrsbeauftragten mit entsprechenden Mitarbeitern war geschaffen. Jedoch standen nur zwei Millionen Pfund, etwa ein Prozent des gesamten Verkehrsbudgets, für den Radverkehr zur Verfügung. Im Rahmen einer Beteiligung der Öffentlichkeit und in enger Abstimmung mit Radfahrern, Verbänden und Umweltvereinigungen wurde versucht, die Mittel möglichst effizient einzusetzen.

Als großer Fortschritt wurde damals die Öffnung von Busspuren und von Einbahnstraßen für den Radverkehr angesehen.

Die zahlreichen best practise-Beispiele aus den achtziger Jahren, die im Film genannt werden, dürften heute als nicht mehr adäquat angesehen werden:

Eine weitere Neuerung waren erste mit Lichtsignalanlagen gesicherte Übergänge für den Radverkehr, welche bedarfsgesteuert über Induktionsspulen aktiviert wurden. Ebenfalls wurde bereits in den achtziger Jahren versucht, den Radverkehr über das Nebenstraßennetz zu leiten und sichere und stressfreie Routen zu entwickeln.

Der Radverkehr blieb jedoch in den letzten Jahren auf vergleichsweise niedrigem Niveau. In Großbritannien betrug der Radverkehrsanteil im Jahr 2012 rund 3%. In London hat der Radverkehr jedoch in den letzten Jahren starke Zuwachsraten verzeichnet, auch wenn der Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen von 2% noch Potenzial bietet.

Modal Split in London im Jahr 2013 – Quelle: TfL Planning, Strategic Analysis. In: Travel in London, report 7, S. 26

Im Berufsverkehr stieg der Radverkehrsanteil von 3% im Jahr 2001 auf 5% im Jahr 2011. In einigen Straßen machen Fahrräder in der Hauptverkehrszeit mittlerweile den Großteil des Verkehrs aus.

Transport for London geht davon aus, dass täglich etwa 4,3 Millionen Wege in London mit dem Fahrrad zurückgelegt werden könnten. Über die Hälfte dieser Wege sind kürzer als drei Kilometer Länge und würden maximal 12 Minuten mit dem Fahrrad dauern. Beinahe zwei Drittel von 4,3 Millionen möglichen Wegen werden zurzeit mit dem Pkw zurückgelegt, die restlichen hauptsächlich per Bus. 3,5 Millionen dieser Wege können in weniger als 20 Minuten mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Für sichere und komfortable Fahrten mit dem Fahrrad hat London noch einen weiten Weg vor sich.

Aufgrund der mangelhaften Infrastruktur und Verkehrskultur ist das Fahrrad nur für einen kleinen Teil der Londoner Bevölkerung das Verkehrsmittel der Wahl. Insbesondere ältere und jüngere Menschen sind heute stark gefährdet und wählen kaum das Fahrrad als ihr Verkehrsmittel.

Auswahl von diversen Gefährdungen ausgehend von unterschiedlichen Verkehrsarten




Eine Hauptursache für die starke Gefährdung von Radfahrern ist die geringe Weiterentwicklung des Radverkehrsnetzes. Trotz des starken Radverkehrswachstums in London hat sich die Radverkehrsinfrastruktur seit den achtziger Jahren nur in Teilen verbessert. Der einzige Unterschied liegt darin, dass eine Umverteilung von Fläche und eine Schwächung des Pkw-Verkehrs zumindest kommunikativ akzeptiert zu werden scheinen. Dies zeigt sich beispielsweise in den Plänen von Bürgermeister Boris Johnson zur Weiterentwicklung des Radverkehrs in London.

Auch wenn London trotz der weitreichenden Pläne noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich hat und die Cycle Superhighways noch ein ganzes Stück von niederländischen oder dänischen Qualitätsstandards entfernt zu sein scheinen:

Man darf gespannt sein, wie in 31 Jahren auf den Radverkehr in London und die heutige Situation zurückgeblickt werden wird. Und erst recht, ob sich bis dahin signifikante Verbesserungen eingestellt haben werden.

Filmempfehlung via VeloCityRuhr auf Twitter

  1.   vgl. Bockelmann, P. (1975): Einführung zum Straßenverkehrsrecht, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1975, Seite 12
  2. vgl. Monheim, H. (1992): Radverkehr an Hauptverkehrsstraßen – Netzaspekte im Wandel der Auffassungen in: Radverkehr an Hauptverkehrsstraßen, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes NRW (Hrsg.), Düsseldorf 1992, Seite 10
  3. von Einem, T. (2006): Verkehrsregeln für den Radverkehr – Kenntnisse und Verhalten, Diplomarbeit am Institut für Mobilität und Verkehr, Technische Universität Kaiserslautern. Kaiserslautern. S. 33
  4. Das Verwaltungsgebiet Greater London (engl. für Groß-London) umfasst die zentralen Bezirke City of London, City of Westminster sowie 31 weitere London Boroughs; also jenes Gebiet, das allgemein als London bekannt ist.
Verkehr in 140 Zeichen am 23. / 24.08.2015
  • In den Favelas rund um Rio de Janeiro garantiert das Fahrrad Zugang zu Mobilität, der Radverkehrsanteil beträgt 57% – http://t.co/r7oqXJuNIo ->
  • Elektrisches #Carsharing: Freifahrten für die Fahrt zu einer Ladestation – Tagesspiegel – http://t.co/m2eSpt25jr #Berlin #DriveNow ->
  • In einem Pilotprogramm hat BMW in Kalifornien das verzögerte Laden von E-Fahrzeugen zur Netzstabilisierung getestet https://t.co/0428m0zzkP ->
  • Tschechischer Verkehrsminister Tok: Die Autobahn Dresden-Prag soll Ende 2016 fertig sein, ursprünglicher Termin: 2006 http://t.co/FIgzVGueFd ->
  • Tok rechnet zudem damit, dass bis zum Jahr 2030 Züge mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h zwischen Berlin, Prag und Wien verkehren werden ->
  • RT @velotropolis: 5 minutes, 157 cyclists, no cars. Welcome to Groningen, the Netherlands. http://t.co/PBkfguSHx9 ->
  • Spiel-Anreisen: Die Deutsche Bahn untersagt 200-300 gewaltbereiten Hooligans die Nutzung Ihrer Züge – Tagesschau – http://t.co/RhQ8TWuuBb ->
  • Londoner Taxifahrer gehen gerichtlich gegen den Bau eines Cycle Superhighways vor – http://t.co/T5V6kBQgxF #Radverkehr #London ->
  • Krass! In Japan legt man mal schnell in 3,5 Stunden und mit 1200 Mann eine Bahnstrecke unter die Erde… http://t.co/FOF6P05K5m ->
  • Bis wohin kam man im Jahr 1915 von London aus in einigen Tagen? #isochronen https://t.co/VGdbxR7WLZ ->
  • Bis 2100 wird die Welt anders aussehen: mehr Menschen und eine andere Bevölkerungsverteilung. https://t.co/p95WYllv5a http://t.co/75mcEQvBwa ->
  • Eine einzelne Antriebstechnologie muss nicht für alle Teile der Welt ideal sein wie sich bspw. im Busbereich zeigt – http://t.co/vAN3gY0AdS ->
  • Am 07.10. treffen sich die EU-Verkehrsminister erstmals zum Thema #Radverkehr. Was Dobrindt wohl beizutragen hat? – http://t.co/H3qSTnb5PD ->
  • Die portugiesische Regierung hat die Privatisierung der Metro in Porto vorerst gestoppt, da die Erlöse zu gering waren http://t.co/Ns5F3RvXS0 ->
  • Die Deutsche Bahn übernimmt über die Tochter BEX die Berlin Linien Bus-Gesellschaft komplett und will das #Fernbus-Geschäft ausbauen – http://t.co/mHSwaHtm2b ->
  • Natürlich ist die portugiesische Regierung gemeint und nicht die französische. Für den Fehler bitte ich um Entschuldigung. in reply to zukunftmobil ->
  • Die Steuerung von Lichtsignalanlagen ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Eine Optimierung des Verkehrsflusses bringt jedoch auch… ->
  • …Rebound-Effekte in Form einer höheren Durchschnittsgeschwindigkeit mit sich. Vor dem Hintergrund eines konstanten Reisezeitbudgets geht.. ->
  • ..dies wiederum mit einer Ausweitung der Fahrleistung einher -> längere Fahrten -> mehr Emissionen -> nichts gewonnen http://t.co/yo5mIlm3PH ->
Verkehr in 140 Zeichen am 19. – 25.07.2015
  • Im US-Bundesstaat Montana ist erneut ein mit Rohöl beladener Zug entgleist. 130.000 Liter Öl sind ausgetreten. http://t.co/fVRgtZQqLs ->
  • Die USA und Kanada haben gravierende Probleme mit den sogenannten „bomb trains“, die #Fracking-Öl transportieren. – http://t.co/7UrznEly7f ->
  • Neuer Wohnraum, Verdichtung und der Mensch in der Stadt: Der Kampf um Freiraum – ORF – http://t.co/2gjNCRfBzP #wien ->
  • Die EU-Kommission droht u.a. Deutschland mit Klage, da man die Umsetzung des einheitlichen Luftraums verschleppe. – http://t.co/atQqTqI0ol ->
  • Vision Zero scheint in New York vermehrt Zuspruch aus der Bevölkerung zu bekommen. Es entsteht Druck von unten. – http://t.co/qE1aYxxJ37 ->
  • Fußgängerfreundliche Städte in China: Lange ignoriert, mittlerweile jedoch mehr in den Fokus rückend – http://t.co/19PVdrbVrr ->
  • Boeing hat ein Laser- und Nuklearbetriebenes Triebwerk zum Patent angemeldet – Business Insider – http://t.co/grAy4lmf0Q ->
  • Schienenverkehr in Österreich 2014: 278 Mio. Fahrgäste (+4 Mio. zu 2013), 11,9->12,1 Mrd. Personenkilometer (+1,5%). http://t.co/zK3bZFkjqr ->
  • Schienengüterverkehr in Österreich 2014: 113 Mio. t Güter wurden transportiert (+2%), Verkehrsleistung: 22,5 Mrd. Nettotonnenkilometer (+6%) ->
  • Australien und der #Radverkehr, eine sehr schwierige Beziehung. Man scheint sich nicht so recht zu verstehen… – http://t.co/FiPrJrn2XA ->
  • Mit lumineszierenden Solarkonzentratoren können bspw. Schallschutzwände Strom erzeugen und sehen auch noch gut aus – http://t.co/1ahdNdyixs ->
  • [Video zum Wochenende] 8.000 Jahre Verkehrsgeschichte – eine animierte Reise bis in die Gegenwart http://t.co/5N8pnyhuLU ->
  • Dobrindt legt morgen Finanzplan für Straßensanierungen vor, in dem viele Mittel für Lückenschlüsse und Neubau stecken http://t.co/4uzoM0ZVSq ->
  • Neue Grenzwerte für Lkw werden die Kraftstoffeffizienz von US-Trucks stark über EU-Niveau erhöhen – EurActiv – http://t.co/v5dPMBQoJ3 ->
  • Verkalkuliert: Berlin wird dank misslungener Ausschreibung ~100 Mio. € mehr pro Jahr für die S-Bahn bezahlen dürfen – http://t.co/G5qg84As4l ->
  • Da die Kosten für die S-Bahn bei angespannter Haushaltslage steigen, drohen nun Angebotskürzungen – http://t.co/AziWigncwA #berlin ->
  • RT @pneumannberlin: Fahrzeugpool als Option für die #SBahnBerlin ? Angeblich gab’s da schon eine kleine Studienreise nach Niedersachsen. Link ->
  • Ein chinesisches Unternehmen kauft den spanischen Geister-Flughafen La Mancha (Baukosten: 1 Mrd. €) für 10.000 Euro – http://t.co/OklGhE3axm ->
  • Ah, okay. Doch nicht verkauft. Ein Gericht lehnte die Offerte von 10.000 € als zu niedrig ab. https://t.co/Y2N4uDMmTG ->
  • Die Antwort der Bundesregierung auf die Angemessenheit des Bußgeldkatalogs ist da: http://t.co/DnqxtHHQAG [pdf] Zusammengefasst: nix gibt’s ->
  • Verkehrsteilnehmer sollen für gegenseitige Rücksicht sensibilisiert werden. Gegen 2. Reihe-Parker soll Kampagne „Runter vom Gas“ helfen?! ->
  • Die Antwort der Bundesregierung ist wie üblich: wir kümmern uns, es wird irgendein Ergebnis geben, aber wie das aussehen wird: keine Ahnung. ->
  • BReg: Das erhöhte Beförderungsentgelt von 60€ ist eine Vertragsstrafe und kein Bußgeld -> nicht vergleichbar mit Strafen für Falschparken. ->
  • Laut Auffassung der BReg sind Strafen für das Schwarzfahren und für Parkverstöße nicht vergleichbar -> müssen nicht im Verhältnis stehen. ->
  • Der Hamburger Senat will den Fahrradverkehr fördern, betreibt dabei aber Augenwischerei. – http://t.co/v4NVggHyTS #radverkehr #hamburg ->
  • Der ÖPNV-Dschungel: Fallstricke bei Bus und Bahn in NRW – WDR – http://t.co/KNC1s9Ev3k #VRR #VRS ->
  • #Radverkehr in Utrecht – i b i k e l o n d o n – http://t.co/C8Hs56QFvR ->
  • Bereits seit Ende der 1950er Jahre forscht und entwickelt man in London an kontaktlosen elektronischen Fahrausweisen http://t.co/Fc8jcwhy73 ->
  • Der technologieneutrale Ansatz bei Suche nach klimaneutralen Kraftstoffen sei gescheitert, Fokus solle auf reg. Strom http://t.co/15pCVUxq3s ->
  • RT @wegeheld: Soll aber beidem ein bestimmtes Verhalten bewirken: #Schwarzfahren und #Falschparken soll unterbleiben https://t.co/dKlcxVB4KT ->
  • RT @elba013: @wegeheld @axelhercher @zukunftmobil Oder anders gesagt: was die Exekutive meint, ist irrelevant, solange der Souverän es ande… ->
  • Driving in the Networked Age – Reid Hoffman @ LinkedIn – https://t.co/AVyJbKrVqc ->
  • Empfehlenswerter Artikel: Die Schwierigkeit eine für alle passende Lichtsignalanlagen-Steuerung zu finden http://t.co/09i4jUNRtT ->
  • „Dobrindt-Liste“ für Straßensanierungen: Bayern profitiert am meisten – Tagesschau – http://t.co/Hg33f5sa73 ->
  • Dobrindt-Pläne: Mehr privates Geld soll Schlaglöcher stopfen – Tagesschau – http://t.co/cLqqr85VMm ->
  • Gleiche Anzahl Fahrstreifen und doch ganz anders… Ergebnisse: http://t.co/4xvWhLewss #NYC #radverkehr https://t.co/bggHzbrBjf ->
  • Der Weg zu einem fußgängerfreundlicheren Mexiko City: Schritt für Schritt – GreenByBlue – http://t.co/ndwcCUjpTD ->
  • Der Europäische Gerichtshof wird voraussichtlich im Herbst 2016 über die Zukunft von #Uber in Europa entscheiden – http://t.co/visoQLd6d7 ->
  • Deutsches Kraftfahrt-Bundesamt arbeitet bereits an der Umsetzung der Pkw-Maut – Der Standard – http://t.co/iDoyHGspFS #Maut #pkwmaut ->
  • Der Bau des neuen Berliner Flughafens #BER verzögert sich immer mehr, und davon profitiert ein Konzern: Imtech – ZEIT http://t.co/l9bDYD036H ->
  • ADFC fordert Bundesprogramm für Radschnellwege mit einem Volumen von zunächst 200 Millionen Euro – PM ADFC – http://t.co/sVCbKPlFFB ->
  • Die Fernverkehrsstrategie der DB soll „Pofallas Baby“ sein. Er soll u.a die Länder von der Mitfinanzierung überzeugen http://t.co/3iT6SjZfRs ->
  • Flugplatz Cottbus-Drewitz ist insolvent – airliners – http://t.co/IUPQCZDDkm ->
  • Der Hafen von Los Angeles hat einen fünfjährigen Aktionsplan vorgelegt, um die Emissionen signifikant zu senken – http://t.co/qfZpBVzp0N ->
  • Jugendliche und die Veränderung in der Beziehung zum Auto: „Führerschein? Unnötig!“ – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/DRzE9XIneE ->
  • RT @mashable: Early electric cars were so easy to use, they were considered ‚ladylike.‘ http://t.co/d0NcPU0LgX http://t.co/7zc2AAfOmi ->
  • Britische Regierung legt Millionen-Fonds für autonomes Fahren auf – heise online – http://t.co/dBrhX4d4Wg ->
  • Hintergrundwissen zur Elektrifizierung Hof – Nürnberg und der Erneuerung der Brücken im Pegnitztal: http://t.co/Wlm2jXlJy0 [PDF] #bahn ->
  • Audi, BMW und Daimler kaufen laut Manager Magazin für 2,5 Milliarden Euro Nokias Kartendienst Here. – http://t.co/exd6uAJh7l ->
  • Die Existenz von ÖPNV alleine erzeugt noch kein „Transit related development“ – ALTURBANIST – http://t.co/aGObFNv81I ->
  • TomTom und Bosch gehen eine Kooperation im Bereich von Kartendaten für das hochautomatisierte Fahren ein – http://t.co/ech0opadxA ->
  • Die Stadt München bekommt 5700 brenzlige Stellen gemeldet und macht was? Eine Expertenhearing mit eigener Plattform. https://t.co/mldth7DNup ->
  • Irgendwie scheint die Ortsumgehung Much im BMVI auf besonderes Interesse für den BVWP 2015 zu stoßen: http://t.co/t0f80ItI0L [pdf] ->
  • Wenn im Jeep Cherokee bei 110 km/h auf einmal wie von Geisterhand Scheibenwischer und Radio angehen, wurde er gehackt http://t.co/71VUU7IS9C ->
  • In der chinesischen Stadt Shenzhen wird ein neues Stadtbahn-Netz mit zehn Linien errichtet – IRJ – http://t.co/Ij0HH4zIkg ->
  • RT @elba013: Monopolkommission: Bund behindert Wettbewerb auf der Schiene zum Vorteil des Staatskonzerns Deutsche Bahn http://t.co/J12woiRa… ->
  • Bald soll es in allen Erfurter Straßenbahnen kostenfreies WLAN für die Fahrgäste geben. Erfurt ist Vorreiter in D! https://t.co/1jpPkONTCP ->
  • Testphase: #Gigaliner in der 17,8 Meter-Version nun auch in NRW auf den Straßen – WDR – http://t.co/p4TrRCB9IW ->
  • Im Kanton Luzern müssen sich Einkaufszentren mit mehr als 7500 qm Verkaufsfläche am Ausbau des ÖPNV beteiligen. – http://t.co/Gui6rpNsky ->
  • Die Händler wehren sich jedoch gegen die Finanzierungspflicht. Eventuell sollten sie ihre Kunden einmal über deren Anreise befragen. ->
  • JadeWeserPort: Konzept für Bahnanschluss (56 km, 844 Millionen Euro) steht. Geplante Fertigstellung: 2019 – NDR – https://t.co/hDByDWOcwY ->
  • Hamburg: Bau der S 4 wird deutlich teurer und soll statt 630 Mio. € (+189 Mio € Risikoaufschlag) über 1 Mrd. € kosten http://t.co/HE8UXN1mV2 ->
  • Spanien: Renfe kauft 40 Hochgeschwindigkeitszüge für neu eröffnete Strecken und zur Abwehr von privaten Konkurrenten http://t.co/Nhn4RiQx9f ->
  • EU billigt Finanzierung für Fehmarnbelt-Tunnel – Tagesschau – http://t.co/PrWggAZLJ8 #fbq ->
  • Ein Lkw-Fahrer überfährt in Tschechien das Rotlicht an einem Bahnübergang. Ergebnis: Drei Tote und viele Verletzte – http://t.co/NLztAW9AL3 ->
  • [VIDEO] Der Pendolino der ČD ist stark deformiert. Die Streckengeschwindigkeit beträgt am BÜ 160 km/h. – http://t.co/2WBfSsM0VJ ->
  • In Tschechien geschehen jedes Jahr etwa 180 bis 200 Zusammenstöße an den rund 9.000 Bahnübergängen im Land. Viele davon sind unbeschrankt. ->
  • In Tschechien wird nun über gefährliche Bahnübergänge und deren Ersatz diskutiert. – Radio Praha – http://t.co/IHXDGYSh5D ->
  • Google im Silicon Valley vs. Die klassische Automobilindustrie aus Michigan: Wettstreit der Auto-Ideologien – http://t.co/1WKoIq0V9g ->
  • Umfrage im Auftrag von Sat.1 Bayern: Mehrheit der Bayern ist gegen Bau der dritten Startbahn in München – http://t.co/4hij7DS3k4 ->
  • Bahnindustrie sieht Fehler bei Berliner S-Bahn-Ausschreibung – Berliner Zeitung – http://t.co/eKQJYZsm5K #berlin ->
  • Die chinesische Eisenbahn hat im 1. HJ 2015 42,67 Mrd. $ ins Schienennetz investiert und 2226 km Strecke eröffnet. http://t.co/ZrMccLWIER ->
  • Nach Fernsteuerungs-Hack ruft Fiat Chrysler 1,4 Millionen Autos zum Software-Update zurück – heise online – http://t.co/G4ygi40jv0 ->
  • Houston stellt in einer Nacht im August das gesamte Busnetz mit 80 Linien, 1.200 Bussen und 250000 Fahrgästen/Tag um https://t.co/bgksYXTeS2 ->
  • Sind Stadtbahn-Tunnel kostenintensiv und machen Projekte zu teuer? http://t.co/vjuOlsCa8A Mit Infos über verschiedene Bauweisen. ->
  • Der Gewinn der Deutschen #Bahn soll im 1. Halbjahr 2015 vor Steuern & Zinsen (Ebit) 890 Millionen Euro betragen (-18% zum Vorjahreszeitraum) ->
  • Bis auf das Schienennetz schnitten alle Sparten schlechter ab als im Vorjahr und verfehlten ihre eigenen Planzahlen. #DB #bahn ->
  • DB Fernverkehr hat einen erneuten Gewinneinbruch von über 50% zu verzeichnen und erzielte ein Ergebnis unter 60 Millionen Euro. #Bahn #DB ->
  • Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2012 erzielte DB Fernverkehr ein operatives Ergebnis (EBIT) von 364 Millionen Euro. #Bahn #DB ->
  • Der Umsatz des DB-Konzerns soll im 1. HJ 2015 auf knapp 20 Milliarden € gestiegen sein. Gewinnprognose 2015: 2,0 Mrd http://t.co/RperNnjSQI ->
  • Französische Regierung plant Vereinheitlichung u.a. von Bezahlvorgängen an Ladesäulen – https://t.co/e3r9jP5qvV #elektroauto ->
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält den Ausbau des kriselnden Tiefwasserhafens JadeWeserPort für nötig http://t.co/uqHzgQqYM1 ->
  • Verkehrspolitik Stuttgart: Viel Kritik am Mobilitätsgipfel und dessen Ergebnis – Stuttgarter Zeitung – http://t.co/Dztl7YEJga ->
  • Kleiner Einblick in Politikerköpfe bei Verkehrsprojekten am Bsp. Mittlerer Ring München: Ude und Gauweiler rechnen ab http://t.co/LYirPCWZ3V ->
  • Gute Idee zur abschittsweisen Schaffung von Bewusstsein bei Radfahrern sowie Autofahrern – ja oder nein? #radverkehr https://t.co/rxiTzMsus6 ->
  • RT @tuessl: @zukunftmobil Es zeigt 1. warum Radfahrer in der Mitte fahren und 2. dass sie überhaupt auf der Straße fahren dürfen.Ja, eine gute Idee.->
  • RT @elba013: @zukunftmobil Im Prinzip wird zusätzlicher Straßenraum dem (ruhenden) Auto zugeordnet und die Message ist: Zurückschauen unnötig! ->
  • RT @elba013: @tuessl @zukunftmobil Empfehle Blick auf den auf https://t.co/6aLXMZfczd links erkennbaren Schutzstreifen unmittelbar neben parkenden Autos. ->
  • RT @Jo__Ma: @zukunftmobil @autofrei_leben Ja!
    Konterkariert aber die Radstreifen-Intention, Auto- & LKW-Fahrer zum überholen zu animieren, egal wie eng. ->
  • RT @Radpolitik: Auf jeden Fall deutlich besser als „Schutzstreifen“, die gerade einmal die Dooring-Zone abdecken wie in Hannover. Link ->
  • RT @Gerhard_Weiss: @zukunftmobil zumindest sollten alle „schutzstreifen“ bzw Mehrzwechstreifen (Österreich) dadurch ersetzt werden ->
  • RT @cm_altona: @zukunftmobil ja! Ähnlich gut, wie die Schilder „Radverkehr auf der Fahrbahn erlaubt“. Jede Aufklärung hilft. ->
  • RT @Radpolitik: @cm_altona @zukunftmobil Autofahrer könnten aber denken, dass das Radeln nur mit expliziten Hinweisen erlaubt ist, mit den bekannten Folgen. ->
  • RT @cm_altona: @Radpolitik @zukunftmobil Die denken sowieso immer, was sie wollen. Beispielsweise: „Radwege (ohne Schilder) müssen immer benutzt werden.“ ->
  • RT @Radpolitik: @cm_altona @zukunftmobil Könnte einem ja egal sein, was sie denken, solange es zum Fahren gemäß StVO reichen würde. ->
Verkehr in 140 Zeichen am 04. – 14.07.2015
Verkehrsplanung in der Planstadt Almere (NL): Vom Plan in die Realität

Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Plangebiet Almere innerhalb der Ringstraße – Grafik: Homeruskwartier Oost, 2009, Gemeente Almere

Wenn man das erste Mal in die niederländische Stadt Almere fährt, wundert man sich. Die Stadt, mit dem Zug etwa 25 Minuten und mit dem Auto dank Stau rund 45 Minuten von Amsterdam entfernt, fühlt sich nicht niederländisch an. Breite Straßen durchziehen die Stadt, keine Radwege sind zu sehen und links und rechts uniforme Reihenhaus-Züge. Kilometerweit.

Almere ist die jüngste Stadt der Niederlande und wird seit 1975 nach der Einpolderung des Flevolandpolders im Ijsselmeer errichtet. Mittlerweile leben 197.318 Menschen in der Stadt (Stand: 01.03.2015). Die siebtgrößte Stadt der Niederlande besteht aus den Stadtteilen Almere Stad, Almere Haven (ältester Stadtteil) und Almere Buiten. In Bau sind die Stadtteile Almere Hout und Almere Poort.

Entwicklung von Almere in den Jahren 1980 bis 2007 – Grafik: Zhou, Jing (2012): Urban Vitality in Dutch and Chinese New Towns. A comparative study between Almere and Tongzhou. Diss. TU Delft, S. 141

Die am stärksten wachsende Stadt der Niederlande soll bis 2030 350.000 Einwohner haben (siehe ‚Structural Vision Almere 2.0‚). Der Bau von Almere soll dabei helfen, die Wohnungsnot in Amsterdam zu lindern und die Überbevölkerung der zentralen Niederlande zu verringern. Dies bringt es mit sich, dass sich die Verkehrsströme zwischen Almere und Amsterdam stark einseitig ausgerichtet haben und es zu vielen Staus kommt.

Eine Besonderheit ist das Konzept der getrennten Verkehrswege: das Rad- und Fußwegenetz ist vom Busnetz sowie vom Netz für den motorisierten Individualverkehr räumlich getrennt. Erst unmittelbar in den verkehrsberuhigten Bereichen, z. B. der Wohngebiete, sind die getrennten Verkehrswege zusammengeführt. (mehr …)

Auf dem Weg zur Fahrradstadt: Paris errichtet bis 2020 innerstädtische Radschnellwege (REV) und investiert 150 Millionen Euro in den Radverkehr

Paris hat sich das ambitionierte Ziel gegeben, bis zum Jahr 2020 eine der bedeutendsten Fahrradstädte der Welt zu werden und zu Kopenhagen und Amsterdam aufzuschließen. So soll beispielsweise der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen von heute fünf auf 15 Prozent gesteigert werden. Über 150 Millionen Euro stehen für Investitionen in den Radverkehr zur Verfügung, neben der Verdopplung des Radwegenetzes von 700 auf 1.400 km auch für die Errichtung innerstädtischer Radschnellwege mit dem Namen réseau express vélo, kurz REV.

Die 80 km langen Hauptachsen verlaufen in Nord-Süd sowie in West-Ost-Richtung und entlang der beiden Seine-Ufer (in der Karte pink markiert). Die Nord-Süd-Achse führt vom Porte d’Aubervilliers bis zum Porte d’Orléans und passiert den Gare de l’Est, châtelet, saint-Michel und Denfert-Rochereau. Die West-Ost-Achse verläuft vom Stadtpark Bois de Boulogne im Westen nach Vincennes im Osten und passiert den Place de l’Etoile, de la Concorde, Rivoli, die Bastille (mit dem neuen Maison du vélo) und die Avenue Daumesnil.

Zielnetz 2020 für den Pariser Radverkehr, unter anderem mit Radschnellwegen und Tangentialverbindungen – Grafik: Mairie de Paris

Die Radschnellwege sollen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h ermöglichen. Ergänzt werden sie durch ein nachrangiges Radwegenetz, welches wichtige Tangentialverbindungen über drei Ringe (durchgängig grün markiert und fett grün gestrichelt) sowie die Feinerschließung von Stadtvierteln (dünn grün gestrichelt) abbildet. Ebenfalls werden die Pariser Brücken, die Wälder von Vincennes und Boulogne sowie Teile außerhalb der Verwaltungsgrenze von Paris erschlossen. Das Radwegenetz soll 365 Tage im Jahr rund um die Uhr nutzbar sein. Hierfür sollen ausreichend Personal und Finanzmittel bereitstehen. In der Nacht sollen Radwege beleuchtet werden. Sensoren detektieren die Annäherung eines Radfahrers und beleuchten den jeweiligen Abschnitt. (mehr …)

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Schlußstrich

Oft wird Kopenhagen als Vorbild zitiert, wo ein Fahradwegeplan erfüllt wurde, der alle deutschen Ambitionen dieser Art verblassen lässt. Dänemark ist eben kein Autoland – Deutschland hingegen verdankt seinen Wohlstand im Wesentlichen dem Umstand, dass es rastlos das umweltschädlichste Industrieprodukt der zivilen Technikgeschichte herstellt.
Christian Wüst (2015): Von Velo-Highways träumen. In: DER SPIEGEL 14/2015, S. 120

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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