Artikel zum Thema Lichtsignalanlagen
Verkehr in 140 Zeichen am 23. – 27.12.2013
  • Auch Ampeln, Entschuldigung, Lichtsignalanlagen sind Objekte künstlerischen Formats. – http://t.co/6HoZCO0qWW ->
  • Autonome Autos: Autobranche vs. Google – heise online – http://t.co/7NCBtuYh06 ->
  • Forscher haben ein sogenanntes Windschiff entwickelt, dessen Rumpf als Segelfläche dient. – Technology Review – http://t.co/XzMHfFxQa0 ->
  • Der Terror des Teilens – FAZ – http://t.co/kXF6qoZgBg #Carsharing #Uber ->
  • Verdi: Amazon habe am MontagP mind. 600 befristet Beschäftigte gekündigt und das sofortige Verlassen des Geländes verlangt http://t.co/1wiuFBDWgM ->
  • Google und Continental stehen kurz vor einem Deal zu autonomen Fahrzeugsystemen. Evtl. folgt auch noch IBM. – http://t.co/v1fpAy6Bx9 ->
  • Der Bahnkunde als Feind – Kontext Wochenzeitung – http://t.co/fNOTCNrZIa #bahn #bahnreform ->
  • Mehrmals täglich schieben sich Kreuzfahrtschiffe durch Venedig. Ihre Wellen und Emissionen sorgen für ernste Probleme http://t.co/tbtqpgdQoB ->
  • Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) schreibt Bikesharing-Systems aus (mind. 900 Räder, Stammkunden 30 min frei) – http://t.co/lfkjphBpVQ #köln ->
  • Ehemaliger BP-Geologe: Peak Oil ist da und es wird einige Volkswirtschaften extrem hart treffen. – Guardian – http://t.co/ZoP10nbQBS ->
  • Auch die türkische Staatsbahn und ihr Direktor Karaman ist von den Korruptionsermittlungen in der Türkei betroffen. – http://t.co/Ut8ndoWrDf ->
  • Im Oktober 2013 verloren 308 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben (- 7,2 % / 24 Personen zum Vorjahresmonat). – http://t.co/DYOCgD2zLC ->
  • Von vielen vergessen: Die Bedeutung der Seeschifffahrt für unsere Gesellschaft http://t.co/v8J0OcbqzB ->
  • Eine NYCDOT-Studie beschreibt eine neue Methode um den Nutzen von “lebenswerteren” Straßen quantitativ zu beschreiben http://t.co/a8gfyaSeZK ->
  • Der Bau der Schnellfahrstrecke Turin – Lyon (220 km/h) mit dem Mont-Cenis-Basistunnel soll 2014–2015 beginnen. – http://t.co/IWJwiDGJ0y ->
  • Da Frankreich das Projekt nicht als prioritär ansieht, sollte es meinen Informationen zufolge eigentlich Haushaltskürzungen zum Opfer fallen ->
  • Sicherere, leichtere und autonome Fahrzeuge werden effizienter sein. Und das Autofahren noch attraktiver machen. – http://t.co/OuzNpBGMXq ->
  • Radfahrer, die keinen Fahrradhelm tragen, sind deswegen nicht verantwortungslos. – chicago bike advocate http://t.co/kiMDW5xnjS #radverkehr ->
  • Welche Städte sind weltweit führend im Bereich der “nachhaltigen urbanen Mobilität”? – Sustainable Cities Collective http://t.co/LZriPZPY2y ->
  • RT @w_skowronek: @zukunftmobil #radverkehr viele Radfahrer mit und ohne Fahrradhelm sind verantwortungslos, behindertenfeindlich & asozial ->
  • RT @w_skowronek: @zukunftmobil – rasen auf Blindenleitsystemen oder hängen ihr Fahrzeug an Handlauf f. Mobilitätsbehinderte – #radfahrer -… ->
  • .@w_skowronek Ich finde Verallgemeinerungen ja immer ganz toll. Ich glaube, dass der Großteil unserer Gesellschaft durchaus zu Respekt… in reply to w_skowronek ->
  • .@w_skowronek ..und Rücksichtnahme fähig ist. Und wenn man ehrlich ist: Idioten gibt es überall. Sieht man ja auch auf Twitter… ;-) in reply to w_skowronek ->
  • U.S. Energy Information Administration (EIA): 2040 wird nur ein Prozent der abgesetzten Pkw ein Elektroauto sein. – http://t.co/gEovz6JGhI ->
Verkehr in 140 Zeichen am 09./10.08.2013
  • Ein paar Gedanken zur Situation in #Mainz: Die nun stattfindenden Runden von Politikern mit #Bahn und Gewerkschaften bringen gar nichts! ->
  • Eine schnelle Lösung kann und wird es nicht geben! Die Ausbildung neuer Fahrdienstleiter dauert etwa 3 Monate. #bahn #mainz ->
  • Bei der existierenden schwachen Personaldecke wird man auch schwer andere Fdl finden. Eine Folge der vergangenen Jahre. #bahn #mainz ->
  • Sollte man irgendwo einen freien Fahrdienstleiter finden, müsste dieser erst auf das komplexe Mainzer Stellwerk geschult und geprüft werden. Das geht nicht so fix! ->
  • Zumal die Beinahe-Kollision die Notwendigkeit eines sichereren Ablaufs verdeutlicht hat. Dann lieber ein paar Züge ausfallen lassen… ->
  • Die #Bahn hat nicht nur Defizite bei Rollmaterial & Ausweichstellen/-strecken, sondern auch beim Personal. #Mainz wird es noch öfters geben! ->
  • SBB legt Fahrplankonzept auf der Gotthard-Strecke bis 2020 fest – PM SBB – http://t.co/tSNkyHGjCC #bahn #schweiz #SBB ->
  • In Beirut (Libanon) wurden zwei Piloten der Turkish Airlines gekidnappt – Al Jazeera – http://t.co/lkWg1OD7Tf ->
  • Dschibuti (5,9 Mrd. USD) und Tansania (~ 11 Milliarden USD) planen neue Großhäfen – GTAI – http://t.co/pxQGZYVsmr ->
  • Countdown-LSA: mehr Sicherheit, besser informierte Entscheidungen bei Querung der Straße und weniger Rotläufer – http://t.co/xWvXWqBWOT ->
  • Ist es eigentlich Absicht, dass jeder Verkehrsinvestitionsbericht, Straßenbaubericht, usw. anders aufgebaut ist, liebes BMVBS? #grml ->
  • Spanische Regierung will Sicherheitssysteme und die Geschwindigkeitsbegrenzungen im gesamten Schienennetz prüfen – http://t.co/L4mD5VWobQ ->
  • China: PKW-Verkäufe mit +10,48% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/yq5iHr9NwS ->
  • VCÖ bestätigt Kurs des Österreichischen Verkehrsministeriums zur Zukunft der Mobilität – PM BMVIT – http://t.co/z9zsLUhz11 ->
  • Personalnot als Dauerzustand: Minimale Ausbildung, maximale Dienstzeit – Rhein-Zeitung – http://t.co/9BJbnQ0tMn #bahn #mainz ->
  • Sehr geehrte Vandalen, bitte bitte lasst die Kamera ganz! – http://t.co/FijjdBccLt #bahn #s-bahn #berlin ->
  • Tesla Motors beginnt den Aufbau des europäischen Schnellladenetzwerks in Norwegen. Erste Ladestationen sind im Bau. http://t.co/R91XFQd0n6 ->
  • Salzburger Flughafen im deutschen “Wahlkampfnirwana” – Standard – http://t.co/U1fN3gb6qT #ramsauer #fluglärm #bayern ->
  • Salzburger Verkehrsstadtrat Padutsch: Bayern kaum von Flughafenlärm betroffen – Salzburger Nachrichten – http://t.co/58RaVbqoBD #bayern ->
  • Die relevante Lärmzone soll gerade einmal 150 Meter über die Grenze D/A in unbewohntes Waldgebiet von Freilassing hineinreichen. #salzburg ->
  • Könnte auch sehr lustig werden, wenn Österreich jetzt die bisherige Anflugroute des Münchner Flughafens wegen Fluglärms untersagt. #MUC #SZG ->
  • In Ho-Chi-Minh-Stadt soll der erste 25 km lange Bus Rapid Transit-Korridor 2017 eröffnet werden – Talk #Vietnamhttp://t.co/1NrEkJ97JU ->
  • Mit einem kleinen Trick werden die strengen kalifornischen Umweltgesetze für den Bau der Schnellfahrstrecken umgangen http://t.co/MyCaRkG8pL ->
  • Zehn Beispiele, die hoffen lassen, dass China sauberer wird und mehr Rücksicht auf die Umwelt nimmt – http://t.co/TkPoVpVpGD #china ->
  • Die USA setzen verstärkt auf Private Public Partnerships – ithacajournal – http://t.co/82VstmqQ8G #usa #PPP #infrastruktur ->
  • Germà Bel: Der spanische Ausbau des HGV-Netzes, des Autobahnnetzes und der Flughäfen bedroht das Wirtschaftswachstum http://t.co/MjsjU1Mwyc ->
  • Wenn man natürlich nur Geisterflughäfen wie in La Mancha baut, dann ist das natürlich kein Wunder! – http://t.co/7zPqtTFYsW #verschwendung ->
  • Der Soziologe Peter Wagner zeigt auf, wie mit Mitbestimmungsmodellen umstrittene Projekte besser durchgesetzt werden können als mit.. (1/2) ->
  • ..autoritären Durchregieren. Und: Der gutverdienende Mittelstand ist meistens deutlich überrepräsentiert! – http://t.co/Zkj9C2Ao3b (2/2) ->
  • Und so ein Kommentar kommt ausgerechnet aus der Schweiz! “Zu viel Bahn ist gefährlich!” – http://t.co/MyGF9rhYye #sbb #bahn #schweiz ->
  • Griechenland: PKW-Neuzulassungen mit +12,2% zum Vorjahresmonat (weiterhin schwaches Niveau!) – Querschüsse – http://t.co/zPr6yQKpfa ->
  • Die neue SFS Moskau – Kasan (Fahrzeit von 11,5 auf 3,5 Stunden) soll laut Putin bis Krasnojarsk verlängert werden. – http://t.co/H2XtoduP5h ->
  • Nicaragua und der “Große Kanal” – Telepolis – http://t.co/RifOhCdNJI ->
  • Oh, schön! Die SFS zwischen Rathenow und Stendal ist anscheinend nur gering beschädigt und kann evtl. ab 09/13 wieder befahren werden. #bahn ->
  • Nord-CDU fordert Verkehr-Masterplan – NDR – http://t.co/kmbktuHk1g #infrastruktur #btw13 ->
  • Der ADFC #Hamburg hofft auf eine intelligente Verkehrsplanung bei der Entwicklung der Altonaer Eisenbahnareale – http://t.co/Elr6s8EAGE ->
  • Töten die Vororte den Amerikanischen Traum? – http://t.co/eF7ASyvRmG #suburbanisierung #sozialgefuege #wirtschaft #usa #suburbs  ->
  • Im ersten Halbjahr 2013 waren rund 25 Prozent aller Flüge weltweit eine Viertelstunde oder mehr verspätet. – ORF – http://t.co/UBSQr24tJb ->
[Video zum Wochenende] Radfahren in den USA. Aus einer niederländischen Perspektive.

Verkehrsplaner und Radverkehrsenthusiasten aus der ganzen Welt besuchen regelmäßig die Niederlande, um sich einen Eindruck von guter Radverkehrsinfrastruktur und der dort existierenden Radkultur zu verschaffen. Der niederländische Betreiber des Blogs BICYCLE DUTCH, Mark Wagenbuur, ging den umgekehrten Weg und besuchte die USA. Und war keinesfalls begeistert.

Mark Wagenbuur besuchte Chicago, San Francisco und Davis, eine kalifornische Universitätsstadt mit 65.000 Einwohnern. Die drei Städte gelten als radfreundlich und sind daher gut geeignet, um Radverkehrsinfrastruktur in den USA vorzustellen. San Francisco hat einen der höchsten Radverkehrsanteile im Berufsverkehr, Chicago, die drittgrößte Stadt der USA, wird New York in Kürze bei der Länge des Radwegenetzes überholen.

Davis war Anfang der siebziger Jahre die erste Stadt in den USA, die Radwege und spezielle Lichtsignalanlagen für Radfahrer, eingerichtet hat. Mit 15 Prozent weist Davis den größten Radverkehrsanteil unter Pendlern in den USA auf. Jedoch lag der Radverkehrsanteil im Jahr 1990 noch bei 22 Prozent, sodass Davis eine der wenigen Radverkehrsstädte weltweit ist, die Anteile am Modal Split verloren hat. Verschiedene NGOs und Organisationen versuchen, den Trend umzukehren.

Nichtsdestotrotz ist Davis im Verglcih zu anderen US-Städten vorbildlich: So gibt es in der Stadt keine Schulbusse, sodass SchülerInnen häufiger als im US-Durchschnitt den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Stadt wurde von der League of American Bicyclists als Bicycle Friendly Community ausgezeichnet und erhielt als erste von drei Kommunen in den USA (neben Boulder und Portland) die höchste Auszeichnungstufe in Platin.

Die von Mark Wagenbuur beobachteten Unterschiede zwischen den USA und den Niederlanden im Überblick:

  • Radfahren gilt in den USA nicht als normale Fortbewegungsart, sondern vorrangig als Freizeitbeschäftigung.
  • Der durchschnittliche Radfahrer ist jung, sportlich, hauptsachlich männlich und wirkt vergleichsweise gehetzt und ist in ständiger Eile.
  • Sehr viele US-Amerikaner tragen einen Fahrradhelm wegen eines konstanten sozialen Drucks. Ebenfalls dürfte das geringe Sicherheitsgefühl den Griff zum Fahrradhelm verstärken.
  • Die Wahrscheinlichkeit als Radfahrer in einen Unfall verwickelt zu werden, ist in den USA 30 Mal höher als in den Niederlanden.
  • Radwege werden meistens nur auf die Straße aufgemalt und enden meist kurz vor Knotenpunkten. Einige werden mit Pollern vom restlichen Verkehr abgetrennt, jedoch wirken diese Installationen meist etwas provisorisch.
  • Einige Radfahrer fahren lieber auf den Gehwegen und queren Straßen an Fußgängerampeln.
  • US-amerikanische Autofahrer zeigen im Allgemeinen großen Respekt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern (Fußgänger und Radfahrer)
  • US-Radfahrer tragen sehr oft spezielle Radkleidung und fahren nicht wie in den Niederlanden und Dänemark in normaler Freizeit-/Arbeitskleidung. Dies dürfte aber zum Teil auch mit den unterschiedlichen Fahrweiten in den Städten zusammenhängen. Durch die vergleichsweise geringe Flächenausbreitung der meisten europäischen Städte und eine bessere Nutzungsdurchmischung sind die Entfernungen in den Niederlanden weitaus geringer als in den USA. Dies kann durchaus die Kleidungswahl beeinflussen.
Verkehr in 140 Zeichen am 09.06.2013
Einsatzmöglichkeiten von Open Data in der Verkehrsplanung

Staatliche Einrichtungen besitzen eine Vielzahl von unterschiedlichen Daten, welche die verschiedensten Bereiche abdecken. In der Verkehrsplanung spielen vor allem infrastrukturbezogene Daten eine große Rolle. Als Beispiel sei an dieser Stelle die exakte Lage von Straßen und Parkplätzen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Standorte der Stadtmöblierung, Zugangsmöglichkeiten zu Bahnhöfen, Haltestellen und barrierefreie Eingänge genannt. Hinzu kommen verkehrsrelevante Daten wie die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke auf bestimmten Straßenabschnitten, die Echtzeitbelegung von Straßen, GPS-Daten von Bussen und Taxis, uvm.

Die Stadt New York hält in ihrem Open Data-Angebot unter anderem Karten zu den folgenden Themen vor (auf New York scrollen und dann die entsprechenden Layer einschalten):

Die Delaware Valley Regional Planning Commission bietet einen Zugriff auf die Fußgänger- und Radfahrer-Zählungen in Philadelphia an:

Fußgänger- und Radverkehrszählung in Philadelphia als Anwendung fürOpen Data – DVRPC

Diese Werte stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Anhand dieser Daten kann beispielsweise die Netzplanung des Radverkehrs transparent gemacht und die Wirkung von Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur nachvollzogen werden. Neben den Karten für den Fußgänger- und Radverkehr wird auch eine Vielzahl weiterer interaktiver Karten zum motorisierten Straßenverkehr, Infrastrukturmaßnahmen, usw. angeboten. Viele Datensätze können auch im maschinenlesbaren Format heruntergeladen und weiterverarbeitet werden.

Echtzeit-Durchschnittsgeschwindigkeiten in New York 

In New York betreibt das Traffic Management Center (TMC) eine Übersichtskarte über die derzeit im Straßennetz gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten. Die dazu notwendigen Daten stammen von Detektoren verschiedener städtischer und staatlicher Einrichtungen. Über eine Schnittstelle kann auf diese Daten in Echtzeit zugegriffen werden

Hubway-Bikesharing in Boston

Das Bikesharing-Angebot Hubway in Boston hat zum Jahresende eine große Zahl von anonymisierten Nutzungsdaten veröffentlicht. Im Rahmen eines Visualisierungswettbewerbs wurden 67 Visualisierungen eingereicht, die verschiedenste Gebiete abdecken. Ari Ofsevit hat beispielsweise die gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten auf unterschiedlichen Relationen abgebildet:

Gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen den einzelnen Ausleihstationen des Bostoner Bikesharing-Angebots – Ari Ofsevit

Das genauere Vorgehen und weitere Charts und Tabellen lassen sich auf Ari Ofsevits Webseite finden.

Der Hubway Trip Explorer von Andy Woodruff schlüsselt die Ausleihvorgänge in Abhängigkeit von Zeit, Wetter, usw. (insgesamt 10 Faktoren) auf. Die interaktive Karte kann Auskunft sowohl über das Gesamtsystem als auch einzelne Stationen geben und ermöglicht einen Einblick in das Verkehrsverhalten der Bostoner Bevölkerung und Touristen an Wochenenden, Werktagen, nachts, in den Abendstunden, usw. Eine Übersicht kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Screenshot des Hubway Trip Explorer von Andy Woodruff

Hubway Bikes In / Bikes Out von Kim Ducharme, Kenn Knowles, Verena Tiefenbeck und Zia Sobhani zeigt die Zahl der ausgeliehenen und zurückgegebenen Fahrräder nach Zeit an. An Bikesharing-Stationen in Nähe von Bahnhöfen lassen sich insbesondere am Morgen und Abend die Ausleihvorgänge beobachten, während in den touristisch genutzten Gebieten vor allem am Abend die Nutzungszahlen steigen.

Bike In / Bike Out des Hubway Bikesharing-Angebots in Boston

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Verkehr in 140 Zeichen am 03.12.2012
Anstatt einer Umweltzone: 45 Maßnahmen für bessere Luft in den Städten und weniger Emissionen im Verkehr

Alles Wissenswerte zum Thema Luftverschmutzung durch den Verkehr, Feinstaub, Luftreinhaltepläne und Umweltzonen finden Sie in unserem Dossier.

In den vergangenen Tagen gab es eine größere Diskussion um den Gastartikel “Umwälzzone oder Umweltzone: Sinn und Unsinn der Feinstaubmessung“, den Paul in diesem Blog veröffentlicht hat.

Was wären mögliche Maßnahmen, die effektiver als eine Umweltzone sind? Dr Lehrstuhl für Verkehrsökologie der TU Dresden hat zur Beantwortung dieser Frage im Jahr 2009 eine Übersicht über Maßnahmen zur Emissionsreduktion bei CO2, NOx, NO2 und Partikeln aus dem Verkehr am Beispiel einer herkömmlichen deutschen Großstadt vorgelegt 1.

Einführung

Grundsätzlich möchte ich vorab noch einmal auf den Unterschied zwischen Verkehr und Mobilität hinweisen, der an dieser Stelle eine große Bedeutung hat. Viele Maßnahmen, die für eine bessere Luftqualität und somit einen besseren Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsschäden, ergriffen werden, scheinen auf den ersten Blick wirtschaftlichen Interessen und dem Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung entgegen zu stehen. Dem ist aber keineswegs so!

Eine Reduktion des Verkehrs muss keinesfalls einen Verlust an Mobilität bedeuten. Dies wird klar, wenn man zwischen dem Ziel (Mobilität) und dem Werkzeug (der Verkehr) unterscheidet. Es ist möglich durch eine gute Durchmischung von Vierteln und ein gutes Angebot im unmittelbaren Wohnumfeld ein hohes Maß an Mobilität zu erreichen, ohne viel Verkehr zu erzeugen. Der Verkehr entspricht dem Input, den wird benötigen, um den Output Mobilität zu erzeugen. Natürlich ist mir bewusst, dass zum Decken mancher Bedürfnisse weitere Entfernungen zurückgelegt werden müssen, die einen motorisierten Verkehr benötigen. Durch eine intelligente Stadtplanung können wir allerdings Zustände wie in Los Angeles oder Perth bereits im Vorfeld verhindern.

Das pauschale Verteufeln des Verkehrs ist ebenso schädlich wie das pauschale Ablehnen von Maßnahmen, die das Verkehrsaufkommen regeln und steuern sollen. Jede Einzelmaßnahme hat ihre Vor- und Nachteile, die in einem Abwägungsprozess gegeneinander aufgewogen werden sollten. Zurzeit sind wie von einem solchen Entscheidungsprozess jedoch meilenweit entfernt, da Populismus und Halbwahrheiten den Status quo glorifizieren und für die Allgemeinheit sinnvolle Anpassungen bereits im Keim ersticken.

Das Verhindern einer offenen Diskussion kostet die Volkswirtschaft und die Bevölkerung mittel- und langfristig viel Geld. Steigende Energiepreise, wachsende Gesundheitskosten und höhere Umweltschäden sind die Folgen, mit denen eine Gesellschaft rechnen muss, die sich vor dieser Diskussion drückt. Auch die lokale Wirtschaft, das Handwerk und die Autofahrer profitieren von einer gesunden, ökologisch intakten und dennoch verkehrlich nicht ausgebremsten Stadt. Die Wirkungszusammenhänge sind komplex und kompliziert. Man muss ab und zu über seinen eigenen Schatten und seine eigenen Egoismen springen, um eine für die Stadt optimale Entwicklung einzuschlagen.

Der technologische Fortschritt hat in den letzten Jahrzehnten bereits eine große Verbesserung der Luftreinheit ermöglicht. Langfristig sind die technischen Entwicklungen jedoch begrenzt und werden je nach Komplexität und Wirkungsumfang immer teurer, aufwendiger und ineffizienter. Auch nehmen die Zielkonflikte zu. Durch die Einführung von Oxidationskatalysator und katalytisch beschichteten Partikelfiltersystemen für Dieselfahrzeuge nahm die Partikelemission zwar ab, die absoluten NO2-Emissionen stiegen jedoch stark an. Große Innovationssprünge werden im Bereich der Verbrennungsmotoren nur noch im begrenzten Umfang möglich sein. Durch begleitende Maßnahmen ist es allerdings möglich, den technischen Fortschritt zu begleiten und den positiven Effekt zu verstärken. Neben der Fahrzeugoptimierung spielt also die Optimierung des Gesamtsystems Verkehr eine große Rolle. Dabei sind die gegenseitigen Wechselwirkungen und vor allem die dynamischen Effekte (z.B. Grüne Welle -> höhere Durchschnittsgeschwindigkeit -> bei konstantem Reisezeitbudget Ausweitung der Fahrleistung -> steigende Gesamtsumme der Fahrzeugemissionen) zu beachten.

Ich würde Sie daher bitten, unvoreingenommen die einzelnen Maßnahmen zu durchdenken und selber zu einem Maßnahmenbündel zu kommen, das in ihren Augen sinnvoll erscheint. Ich möchte dabei gerne helfen.

Maßnahmenbeurteilung

Um die einzelnen Maßnahmen beurteilen zu können, werden diese nach Kosten, zeitlicher Dauer und Auswirkungen auf CO2, NO2 bzw. NOx und Partikel eingestuft. Wichtig ist, dass Kommunen nicht nur im Bereich der Luftschadstoffe handeln müssen, sondern auch Maßnahmenpläne gegen Lärm und für eine höhere Verkehrssicherheit aufstellen. Einige Maßnahmen sind geeignet, alle drei Felder abzudecken. Fahrzeug- und motortechnische Maßnahmen sind in den meisten Fällen nur auf die Schadstoffbelastung bezogen.

Die Kosten werden in drei Kostendimensionen (geringe, mittlere, hohe Kosten) angegeben. Als „Kosten“ werden dabei die Kosten der Kommune, der Wirtschaft, der Verkehrsteilnehmer und der Gesellschaft insgesamt verstanden. Durch die unterschiedliche Kostenbelastung kann die Akzeptanz bei den verschiedenen Gruppen unterschiedlich sein. Eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung dürfte für Maßnahmen vorhanden sein, die beispielsweise die Kommune belasten. Kosten für die Verkehrsteilnehmer dürften im Allgemeinen größere Widerstände hervorrufen.

Der zeitliche Wirkungshorizont der Maßnahmen wurde ebenfalls in kurz, mittel und lang eingestuft. Die Zeitspanne umfasst den Zeitraum, der vom Beschluss bis zum mehrheitlichen Eintreten der Maßnahmeneffekte vergeht.

Die Maßnahmenwirkung auf die drei Bereiche CO2-Emissionen, Stickoxid-Emissionen und Partikel-Emissionen kann nur schwer abgeschätzt werden. Die Einschätzung gibt an, ob eine Maßnahme bei einer typisch, mittleren, ernst gemeinten Umsetzung einen geringen, mittleren oder hohen Reduktionseffekt haben kann. Wird für eine Maßnahme kein Reduktionseffekt erwartet bzw. kann sie sogar dazu führen, dass die Emissionen noch ansteigen, wurde dies vermerkt. Ein „hoher Reduktionseffekt“ ist dabei definiert als die Wirkung, die das gesetzlich geltende bzw. zum Klimaschutz geforderte Reduktionsziel im allgemeinen Fall erreicht. Ein „geringer Reduktionseffekt“ wird dabei definiert als Effekt, der im üblichen Rauschen der Immissionsgrenzwerte nicht mehr nachweisbar ist, der also keine oder nur geringe Emissionsreduktionen (von wenigen Prozentpunkten) liefert. Ein mittlerer Reduktionseffekt wird dabei definiert als ein Effekt, der zwischen den beiden anderen Werten liegt: Er ist nachweisbar und spürbar, reicht aber insgesamt auch in der Kombination mit einer Reihe anderer ähnlich großer Effekte nicht aus, um die Verkehrsemissionen spürbar zu senken. (vgl. BECKER et al., S. 84) (mehr…)

  1. Becker, U.; Clarus, E.; Schmidt, W.; Winter, M.: Stickoxide, Partikel und Kohlendioxid: Grenzwerte, Konflikte und Handlungsmöglichkeiten kommunaler Luftreinhaltung im Verkehrsbereich. Im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, Oktober 2009 – http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/vkw/ivs/oeko/dateien/Bericht_final_Luftreinhaltung_UB_20091126.pdf
Seite 1 von 3123

Schlußstrich

Wenn der in der Bundesrepublik noch nicht zum Abschluß gekommene Prozeß der Motorisierung auch nur annähernd im bisherigen Tempo weitergeht, kann es zu einem Verkehrsfiasko kommen, gegen das die bisherigen Verhältnisse auf diesem Sektor rührend unkompliziert sind.
zitiert aus «man auf der Straße», infas-Studie zur Verkehrssituation in Deutschland 1960

About

In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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