Artikel zum Thema Lichtsignalanlagen
[Video zum Wochenende] Lviv in Bewegung


Die ukrainische Stadt Lviv (Lemberg) ist mit 750.000 Einwohnern die wichtigste Stadt der Westukraine. Lviv liegt etwa 80 km östlich der Grenze zu Polen. Die historische Altstadt ist von Renaissance, Barock, Klassizismus und Jugendstil geprägt und befindet sich auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. In der Stadt leben zudem etwa 100.000 Studierende.

Durch die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs sowie eines erhöhten Durchgangsverkehrs hat sich die Verkehrs- und Parkplatzsituation vor allem am Rande der historischen Innenstadt und den angrenzenden Wohngebieten deutlich verschärft und schränkt die Aufenthaltsqualität sowie die Qualität der öffentlichen Räume zum Teil erheblich ein. Die Errichtung großer Einkaufszentren am Rande der Stadt und der damit verbundenen Verlagerung von Kaufkraft und Kapital bedroht zunehmend den kleinteiligen Branchenmix entlang der bisherigen Geschäftsstraßen. Die quartiersnahe Versorgung der in der Altstadt wohnenden Bevölkerung wird hierdurch stark gefährdet. Durch zunehmende Spekulationen, auch ausländischer Investoren, lastet ein hoher Druck auf dem innerstädtischen Boden- und Immobilienmarkt. Lviv steht folglich vor großen Herausforderungen.

Modal Split in Lviv (2010) und Deutschland, 2002. Grafik: Stadt Lviv, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH: INTEGRIERTES ENTWICKLUNGSKONZEPT FÜR DIE ALTSTADT VON LVIV, Seite 31 / Daten: PTV, VCDB, DREBERIS, Verkehrsstrategie, 2009, BMVBS, Mobilitätsentwicklung, 2006

Der öffentliche Personennahverkehr der Stadt wird mit Straßenbahnen, Oberleitungsbussen und Dieselbussen durchgeführt. Ergänzend dazu stehen privatwirtschaftlich betriebene Marschrutki (Sammeltaxis) zur Verfügung. Diese nehmen eine dominante Rolle im ÖPNV ein, da sie ca. 74% der Passagiere in der Stadt Lviv befördern.

Die Streckenlänge des Straßenbahnnetzes beträgt 73,5 Kilometer. Rund 120 Straßenbahnen verkehren auf zehn Linien mit einer Liniennetzlänge von etwa 40 Kilometern. Fuhren 1991 noch fast 140 Millionen Passagiere mit der Straßenbahn, so waren es 2002 nur noch 60 Millionen. Zudem kann ein großer Teil der Fahrgäste, rund 65 Prozent, aufgrund von Gesetzen die Bahnen kostenlos benutzen. Das Defizit wird von der Oblast Lwiw (ukranisische Verwaltungseinheit) getragen. Seit August 2013 verkehren neue Niederflur-Straßenbahnen auf der Linie 9a.

Aufgrund des schlechten Zustandes eines Großteils der Fahrzeugflotte und der Infrastruktur wird der ÖPNV stark behindert. Hiervon sind zumeist die Straßenbahnen betroffen, die mit ihrer geringen Geschwindigkeit von zum Teil nur 10 km/h (Linie 1) und ihrer geringen Taktung einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Marschrutkas ausweisen.

Das Straßenbahnnetz wird durch ein umfangreiches O-Busnetz ergänzt. Straßenbahn und O-Bus stellen den Elektrotransport dar. Dieser verkehrt etwa in der Zeit von 5 bis theoretisch 23 Uhr, die Marschrutka-Linien operieren dagegen bis ca. 2 Uhr morgens und stellen somit die einzige ÖPNV-Möglichkeit in den Abend- und Nachtstunden dar. Eine Ausweitung des Spätverkehrs bis ca. 1 Uhr auf städtischen Hauptrouten wurde mangels Nachfrage aufgrund schlechter Kommunikation der Leistungsausweitung wieder rückgängig gemacht. Üblicherweise hat man Schwierigkeiten nach 22:30 Uhr noch einen Bus zu erwischen, obwohl Betriebszeiten für einzelne Buslinien bis 23 oder 24 Uhr in den Leistungsverträgen vereinbart wurden. Die vorgeschriebene Ausrüstung von Bussen mit GPS-Geräten und das kürzlich in Betrieb genommene Verkehrsleitzentrum werden hier jedoch vermutlich zu Verbesserungen führen.

Radverkehr in Lviv

Auch in der Ukraine soll der Radverkehr als Alternative zum motorisierten Individualverkehr platziert und gestärkt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt zum Beispiel Lviv und Donetsk beim Aufbau und der Planung entsprechender Infrastruktur. Die Entwicklung des Radverkehrskonzeptes der Stadt Lviv wurde im Rahmen technischer Zusammenarbeit von der GIZ entsprechend begleitet. So wurden die entsprechende Arbeitsgruppe, der Radverkehrsbeauftragte und die Aufbereitung und Kommunikation internationaler best practice-Beispiele mit deutscher Unterstützung bedacht. Zudem wurde die Umsetzung von mehr als 30 Kilometer Radweg qualitätssichernd begleitet und 15 Kilometer mitfinanziert.

Anfang April 2014 führte die Stadtverwaltung einen öffentlichen Workshop zur zukünftigen Radverkehrspolitik und -förderung durch. Der Workshop sollte neue Ideen und Strategien hervorbringen, wie das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel platziert und gefördert werden kann. Derzeit liegt der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen bei nur einem Prozent. Ursache ist auch der desolate Zustand der Infrastruktur. Zum Teil stehen Schienen der Straßenbahn bis zu drei bis vier Zentimeter aus dem Straßenbelag heraus und sind somit eine Gefahr für den Radverkehr. Verkehrsreiche Kreuzungsbereiche sind nicht mit Lichtsignalanlagen versehen und somit für Fußgänger wie auch Radverkehr nur unter großer Vorsicht und Gefahr für Leib und Leben zu queren. Hinzu kommen viele behindernde Pkw, welche aufgrund des hohen Parkdrucks in der zweiten oder gar dritten Reihe parken.

Zwischen 2011 und 2020 sollen neben der Modernisierung bestehender Verkehrswege 268 Kilometer Radwege neu gebaut werden. 15 Kilometer wurden aus deutschen Fördermitteln über die GIZ mitfinanziert. Finanzierungsbeiträge seitens der GIZ werden im Ausnahmefall im Rahmen von Pilotmaßnahmen gewährt, eine höhere Förderung von Infrastrukturen kann jedoch im Rahmen der finanziellen Entwicklungszusammenarbeit erfolgen (also über Kredite der KfW, ggf. in Kombination mit weiteren nicht-rückzahlbaren Beiträgen des Bundes).

In den kommenden Jahre sollen diverse Verbesserungsmaßnahmen auf Basis verbindlicher Leitlinien durchgeführt werden:

  • Ausbau eines leistungsfähigen und kostengünstigen Nahverkehrssystems zur Verringerung des Individualverkehrs und Stärkung eines ÖPNV mit hohen Taktzahlen, kurzen Fahrzeiten und optimaler Vernetzung
  • Ausbau eines attraktiven Gehwegnetzes, Erleichterung der Durchquerung der Altstadtquartiere für Fußgänger sowie Ausweisung und kontinuierlicher Ausbau der verkehrsberuhigten und Fußgängerzonen im historischen Zentrum
  • Weitere Beschränkung der Zugänglichkeit des inneren Altstadtgebietes für den motorisierten Individualverkehr mit Ausnahmen für Anwohner, Hotels und ausgewählte Bereiche der Verwaltung
  • Aufbau eines Radwegenetzes und Verbindung der Netze innerhalb und außerhalb des Konzeptgebietes, Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
  • Erneuerung bzw. Weiterentwicklung zentraler Verkehrs- und Erschließungsstraßen zur Lenkung des Verkehrs und Entlastung attraktiver Seitenstraßen
  • Entwicklung und Umsetzung eines Parkraumkonzeptes, das eine konsequente Parkraumbewirtschaftung in der inneren und äußeren Altstadt beinhaltet, um verkehrsberuhigte Straßen und Innenhöfe vom ruhenden Verkehr freizuhalten
  • Anpassung der Straßenoberflächen bei deren Instandhaltung oder Erneuerung entsprechend den Gestaltungsrichtlinien zum öffentlichen Raum

Weitere Informationen und Planungen können dem INTEGRIERTEN ENTWICKLUNGSKONZEPT FÜR DIE ALTSTADT VON LVIV, welches gemeinsam von der Stadt Lviv und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH erarbeitet wurde, entnommen werden.

(via des sehr zu empfehlenden GIZ Transport and Mobility Newsletter)

Verkehr in 140 Zeichen am 23. – 27.12.2013
  • Auch Ampeln, Entschuldigung, Lichtsignalanlagen sind Objekte künstlerischen Formats. – http://t.co/6HoZCO0qWW ->
  • Autonome Autos: Autobranche vs. Google – heise online – http://t.co/7NCBtuYh06 ->
  • Forscher haben ein sogenanntes Windschiff entwickelt, dessen Rumpf als Segelfläche dient. – Technology Review – http://t.co/XzMHfFxQa0 ->
  • Der Terror des Teilens – FAZ – http://t.co/kXF6qoZgBg #Carsharing #Uber ->
  • Verdi: Amazon habe am MontagP mind. 600 befristet Beschäftigte gekündigt und das sofortige Verlassen des Geländes verlangt http://t.co/1wiuFBDWgM ->
  • Google und Continental stehen kurz vor einem Deal zu autonomen Fahrzeugsystemen. Evtl. folgt auch noch IBM. – http://t.co/v1fpAy6Bx9 ->
  • Der Bahnkunde als Feind – Kontext Wochenzeitung – http://t.co/fNOTCNrZIa #bahn #bahnreform ->
  • Mehrmals täglich schieben sich Kreuzfahrtschiffe durch Venedig. Ihre Wellen und Emissionen sorgen für ernste Probleme http://t.co/tbtqpgdQoB ->
  • Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) schreibt Bikesharing-Systems aus (mind. 900 Räder, Stammkunden 30 min frei) – http://t.co/lfkjphBpVQ #köln ->
  • Ehemaliger BP-Geologe: Peak Oil ist da und es wird einige Volkswirtschaften extrem hart treffen. – Guardian – http://t.co/ZoP10nbQBS ->
  • Auch die türkische Staatsbahn und ihr Direktor Karaman ist von den Korruptionsermittlungen in der Türkei betroffen. – http://t.co/Ut8ndoWrDf ->
  • Im Oktober 2013 verloren 308 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben (- 7,2 % / 24 Personen zum Vorjahresmonat). – http://t.co/DYOCgD2zLC ->
  • Von vielen vergessen: Die Bedeutung der Seeschifffahrt für unsere Gesellschaft http://t.co/v8J0OcbqzB ->
  • Eine NYCDOT-Studie beschreibt eine neue Methode um den Nutzen von “lebenswerteren” Straßen quantitativ zu beschreiben http://t.co/a8gfyaSeZK ->
  • Der Bau der Schnellfahrstrecke Turin – Lyon (220 km/h) mit dem Mont-Cenis-Basistunnel soll 2014–2015 beginnen. – http://t.co/IWJwiDGJ0y ->
  • Da Frankreich das Projekt nicht als prioritär ansieht, sollte es meinen Informationen zufolge eigentlich Haushaltskürzungen zum Opfer fallen ->
  • Sicherere, leichtere und autonome Fahrzeuge werden effizienter sein. Und das Autofahren noch attraktiver machen. – http://t.co/OuzNpBGMXq ->
  • Radfahrer, die keinen Fahrradhelm tragen, sind deswegen nicht verantwortungslos. – chicago bike advocate http://t.co/kiMDW5xnjS #radverkehr ->
  • Welche Städte sind weltweit führend im Bereich der “nachhaltigen urbanen Mobilität”? – Sustainable Cities Collective http://t.co/LZriPZPY2y ->
  • RT @w_skowronek: @zukunftmobil #radverkehr viele Radfahrer mit und ohne Fahrradhelm sind verantwortungslos, behindertenfeindlich & asozial ->
  • RT @w_skowronek: @zukunftmobil – rasen auf Blindenleitsystemen oder hängen ihr Fahrzeug an Handlauf f. Mobilitätsbehinderte – #radfahrer -… ->
  • .@w_skowronek Ich finde Verallgemeinerungen ja immer ganz toll. Ich glaube, dass der Großteil unserer Gesellschaft durchaus zu Respekt… in reply to w_skowronek ->
  • .@w_skowronek ..und Rücksichtnahme fähig ist. Und wenn man ehrlich ist: Idioten gibt es überall. Sieht man ja auch auf Twitter… ;-) in reply to w_skowronek ->
  • U.S. Energy Information Administration (EIA): 2040 wird nur ein Prozent der abgesetzten Pkw ein Elektroauto sein. – http://t.co/gEovz6JGhI ->
Verkehr in 140 Zeichen am 09./10.08.2013
  • Ein paar Gedanken zur Situation in #Mainz: Die nun stattfindenden Runden von Politikern mit #Bahn und Gewerkschaften bringen gar nichts! ->
  • Eine schnelle Lösung kann und wird es nicht geben! Die Ausbildung neuer Fahrdienstleiter dauert etwa 3 Monate. #bahn #mainz ->
  • Bei der existierenden schwachen Personaldecke wird man auch schwer andere Fdl finden. Eine Folge der vergangenen Jahre. #bahn #mainz ->
  • Sollte man irgendwo einen freien Fahrdienstleiter finden, müsste dieser erst auf das komplexe Mainzer Stellwerk geschult und geprüft werden. Das geht nicht so fix! ->
  • Zumal die Beinahe-Kollision die Notwendigkeit eines sichereren Ablaufs verdeutlicht hat. Dann lieber ein paar Züge ausfallen lassen… ->
  • Die #Bahn hat nicht nur Defizite bei Rollmaterial & Ausweichstellen/-strecken, sondern auch beim Personal. #Mainz wird es noch öfters geben! ->
  • SBB legt Fahrplankonzept auf der Gotthard-Strecke bis 2020 fest – PM SBB – http://t.co/tSNkyHGjCC #bahn #schweiz #SBB ->
  • In Beirut (Libanon) wurden zwei Piloten der Turkish Airlines gekidnappt – Al Jazeera – http://t.co/lkWg1OD7Tf ->
  • Dschibuti (5,9 Mrd. USD) und Tansania (~ 11 Milliarden USD) planen neue Großhäfen – GTAI – http://t.co/pxQGZYVsmr ->
  • Countdown-LSA: mehr Sicherheit, besser informierte Entscheidungen bei Querung der Straße und weniger Rotläufer – http://t.co/xWvXWqBWOT ->
  • Ist es eigentlich Absicht, dass jeder Verkehrsinvestitionsbericht, Straßenbaubericht, usw. anders aufgebaut ist, liebes BMVBS? #grml ->
  • Spanische Regierung will Sicherheitssysteme und die Geschwindigkeitsbegrenzungen im gesamten Schienennetz prüfen – http://t.co/L4mD5VWobQ ->
  • China: PKW-Verkäufe mit +10,48% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/yq5iHr9NwS ->
  • VCÖ bestätigt Kurs des Österreichischen Verkehrsministeriums zur Zukunft der Mobilität – PM BMVIT – http://t.co/z9zsLUhz11 ->
  • Personalnot als Dauerzustand: Minimale Ausbildung, maximale Dienstzeit – Rhein-Zeitung – http://t.co/9BJbnQ0tMn #bahn #mainz ->
  • Sehr geehrte Vandalen, bitte bitte lasst die Kamera ganz! – http://t.co/FijjdBccLt #bahn #s-bahn #berlin ->
  • Tesla Motors beginnt den Aufbau des europäischen Schnellladenetzwerks in Norwegen. Erste Ladestationen sind im Bau. http://t.co/R91XFQd0n6 ->
  • Salzburger Flughafen im deutschen “Wahlkampfnirwana” – Standard – http://t.co/U1fN3gb6qT #ramsauer #fluglärm #bayern ->
  • Salzburger Verkehrsstadtrat Padutsch: Bayern kaum von Flughafenlärm betroffen – Salzburger Nachrichten – http://t.co/58RaVbqoBD #bayern ->
  • Die relevante Lärmzone soll gerade einmal 150 Meter über die Grenze D/A in unbewohntes Waldgebiet von Freilassing hineinreichen. #salzburg ->
  • Könnte auch sehr lustig werden, wenn Österreich jetzt die bisherige Anflugroute des Münchner Flughafens wegen Fluglärms untersagt. #MUC #SZG ->
  • In Ho-Chi-Minh-Stadt soll der erste 25 km lange Bus Rapid Transit-Korridor 2017 eröffnet werden – Talk #Vietnamhttp://t.co/1NrEkJ97JU ->
  • Mit einem kleinen Trick werden die strengen kalifornischen Umweltgesetze für den Bau der Schnellfahrstrecken umgangen http://t.co/MyCaRkG8pL ->
  • Zehn Beispiele, die hoffen lassen, dass China sauberer wird und mehr Rücksicht auf die Umwelt nimmt – http://t.co/TkPoVpVpGD #china ->
  • Die USA setzen verstärkt auf Private Public Partnerships – ithacajournal – http://t.co/82VstmqQ8G #usa #PPP #infrastruktur ->
  • Germà Bel: Der spanische Ausbau des HGV-Netzes, des Autobahnnetzes und der Flughäfen bedroht das Wirtschaftswachstum http://t.co/MjsjU1Mwyc ->
  • Wenn man natürlich nur Geisterflughäfen wie in La Mancha baut, dann ist das natürlich kein Wunder! – http://t.co/7zPqtTFYsW #verschwendung ->
  • Der Soziologe Peter Wagner zeigt auf, wie mit Mitbestimmungsmodellen umstrittene Projekte besser durchgesetzt werden können als mit.. (1/2) ->
  • ..autoritären Durchregieren. Und: Der gutverdienende Mittelstand ist meistens deutlich überrepräsentiert! – http://t.co/Zkj9C2Ao3b (2/2) ->
  • Und so ein Kommentar kommt ausgerechnet aus der Schweiz! “Zu viel Bahn ist gefährlich!” – http://t.co/MyGF9rhYye #sbb #bahn #schweiz ->
  • Griechenland: PKW-Neuzulassungen mit +12,2% zum Vorjahresmonat (weiterhin schwaches Niveau!) – Querschüsse – http://t.co/zPr6yQKpfa ->
  • Die neue SFS Moskau – Kasan (Fahrzeit von 11,5 auf 3,5 Stunden) soll laut Putin bis Krasnojarsk verlängert werden. – http://t.co/H2XtoduP5h ->
  • Nicaragua und der “Große Kanal” – Telepolis – http://t.co/RifOhCdNJI ->
  • Oh, schön! Die SFS zwischen Rathenow und Stendal ist anscheinend nur gering beschädigt und kann evtl. ab 09/13 wieder befahren werden. #bahn ->
  • Nord-CDU fordert Verkehr-Masterplan – NDR – http://t.co/kmbktuHk1g #infrastruktur #btw13 ->
  • Der ADFC #Hamburg hofft auf eine intelligente Verkehrsplanung bei der Entwicklung der Altonaer Eisenbahnareale – http://t.co/Elr6s8EAGE ->
  • Töten die Vororte den Amerikanischen Traum? – http://t.co/eF7ASyvRmG #suburbanisierung #sozialgefuege #wirtschaft #usa #suburbs  ->
  • Im ersten Halbjahr 2013 waren rund 25 Prozent aller Flüge weltweit eine Viertelstunde oder mehr verspätet. – ORF – http://t.co/UBSQr24tJb ->
[Video zum Wochenende] Radfahren in den USA. Aus einer niederländischen Perspektive.

Verkehrsplaner und Radverkehrsenthusiasten aus der ganzen Welt besuchen regelmäßig die Niederlande, um sich einen Eindruck von guter Radverkehrsinfrastruktur und der dort existierenden Radkultur zu verschaffen. Der niederländische Betreiber des Blogs BICYCLE DUTCH, Mark Wagenbuur, ging den umgekehrten Weg und besuchte die USA. Und war keinesfalls begeistert.

Mark Wagenbuur besuchte Chicago, San Francisco und Davis, eine kalifornische Universitätsstadt mit 65.000 Einwohnern. Die drei Städte gelten als radfreundlich und sind daher gut geeignet, um Radverkehrsinfrastruktur in den USA vorzustellen. San Francisco hat einen der höchsten Radverkehrsanteile im Berufsverkehr, Chicago, die drittgrößte Stadt der USA, wird New York in Kürze bei der Länge des Radwegenetzes überholen.

Davis war Anfang der siebziger Jahre die erste Stadt in den USA, die Radwege und spezielle Lichtsignalanlagen für Radfahrer, eingerichtet hat. Mit 15 Prozent weist Davis den größten Radverkehrsanteil unter Pendlern in den USA auf. Jedoch lag der Radverkehrsanteil im Jahr 1990 noch bei 22 Prozent, sodass Davis eine der wenigen Radverkehrsstädte weltweit ist, die Anteile am Modal Split verloren hat. Verschiedene NGOs und Organisationen versuchen, den Trend umzukehren.

Nichtsdestotrotz ist Davis im Verglcih zu anderen US-Städten vorbildlich: So gibt es in der Stadt keine Schulbusse, sodass SchülerInnen häufiger als im US-Durchschnitt den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Stadt wurde von der League of American Bicyclists als Bicycle Friendly Community ausgezeichnet und erhielt als erste von drei Kommunen in den USA (neben Boulder und Portland) die höchste Auszeichnungstufe in Platin.

Die von Mark Wagenbuur beobachteten Unterschiede zwischen den USA und den Niederlanden im Überblick:

  • Radfahren gilt in den USA nicht als normale Fortbewegungsart, sondern vorrangig als Freizeitbeschäftigung.
  • Der durchschnittliche Radfahrer ist jung, sportlich, hauptsachlich männlich und wirkt vergleichsweise gehetzt und ist in ständiger Eile.
  • Sehr viele US-Amerikaner tragen einen Fahrradhelm wegen eines konstanten sozialen Drucks. Ebenfalls dürfte das geringe Sicherheitsgefühl den Griff zum Fahrradhelm verstärken.
  • Die Wahrscheinlichkeit als Radfahrer in einen Unfall verwickelt zu werden, ist in den USA 30 Mal höher als in den Niederlanden.
  • Radwege werden meistens nur auf die Straße aufgemalt und enden meist kurz vor Knotenpunkten. Einige werden mit Pollern vom restlichen Verkehr abgetrennt, jedoch wirken diese Installationen meist etwas provisorisch.
  • Einige Radfahrer fahren lieber auf den Gehwegen und queren Straßen an Fußgängerampeln.
  • US-amerikanische Autofahrer zeigen im Allgemeinen großen Respekt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern (Fußgänger und Radfahrer)
  • US-Radfahrer tragen sehr oft spezielle Radkleidung und fahren nicht wie in den Niederlanden und Dänemark in normaler Freizeit-/Arbeitskleidung. Dies dürfte aber zum Teil auch mit den unterschiedlichen Fahrweiten in den Städten zusammenhängen. Durch die vergleichsweise geringe Flächenausbreitung der meisten europäischen Städte und eine bessere Nutzungsdurchmischung sind die Entfernungen in den Niederlanden weitaus geringer als in den USA. Dies kann durchaus die Kleidungswahl beeinflussen.
Verkehr in 140 Zeichen am 09.06.2013
Einsatzmöglichkeiten von Open Data in der Verkehrsplanung

Staatliche Einrichtungen besitzen eine Vielzahl von unterschiedlichen Daten, welche die verschiedensten Bereiche abdecken. In der Verkehrsplanung spielen vor allem infrastrukturbezogene Daten eine große Rolle. Als Beispiel sei an dieser Stelle die exakte Lage von Straßen und Parkplätzen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Standorte der Stadtmöblierung, Zugangsmöglichkeiten zu Bahnhöfen, Haltestellen und barrierefreie Eingänge genannt. Hinzu kommen verkehrsrelevante Daten wie die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke auf bestimmten Straßenabschnitten, die Echtzeitbelegung von Straßen, GPS-Daten von Bussen und Taxis, uvm.

Die Stadt New York hält in ihrem Open Data-Angebot unter anderem Karten zu den folgenden Themen vor (auf New York scrollen und dann die entsprechenden Layer einschalten):

Die Delaware Valley Regional Planning Commission bietet einen Zugriff auf die Fußgänger- und Radfahrer-Zählungen in Philadelphia an:

Fußgänger- und Radverkehrszählung in Philadelphia als Anwendung fürOpen Data – DVRPC

Diese Werte stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Anhand dieser Daten kann beispielsweise die Netzplanung des Radverkehrs transparent gemacht und die Wirkung von Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur nachvollzogen werden. Neben den Karten für den Fußgänger- und Radverkehr wird auch eine Vielzahl weiterer interaktiver Karten zum motorisierten Straßenverkehr, Infrastrukturmaßnahmen, usw. angeboten. Viele Datensätze können auch im maschinenlesbaren Format heruntergeladen und weiterverarbeitet werden.

Echtzeit-Durchschnittsgeschwindigkeiten in New York 

In New York betreibt das Traffic Management Center (TMC) eine Übersichtskarte über die derzeit im Straßennetz gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten. Die dazu notwendigen Daten stammen von Detektoren verschiedener städtischer und staatlicher Einrichtungen. Über eine Schnittstelle kann auf diese Daten in Echtzeit zugegriffen werden

Hubway-Bikesharing in Boston

Das Bikesharing-Angebot Hubway in Boston hat zum Jahresende eine große Zahl von anonymisierten Nutzungsdaten veröffentlicht. Im Rahmen eines Visualisierungswettbewerbs wurden 67 Visualisierungen eingereicht, die verschiedenste Gebiete abdecken. Ari Ofsevit hat beispielsweise die gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten auf unterschiedlichen Relationen abgebildet:

Gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen den einzelnen Ausleihstationen des Bostoner Bikesharing-Angebots – Ari Ofsevit

Das genauere Vorgehen und weitere Charts und Tabellen lassen sich auf Ari Ofsevits Webseite finden.

Der Hubway Trip Explorer von Andy Woodruff schlüsselt die Ausleihvorgänge in Abhängigkeit von Zeit, Wetter, usw. (insgesamt 10 Faktoren) auf. Die interaktive Karte kann Auskunft sowohl über das Gesamtsystem als auch einzelne Stationen geben und ermöglicht einen Einblick in das Verkehrsverhalten der Bostoner Bevölkerung und Touristen an Wochenenden, Werktagen, nachts, in den Abendstunden, usw. Eine Übersicht kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Screenshot des Hubway Trip Explorer von Andy Woodruff

Hubway Bikes In / Bikes Out von Kim Ducharme, Kenn Knowles, Verena Tiefenbeck und Zia Sobhani zeigt die Zahl der ausgeliehenen und zurückgegebenen Fahrräder nach Zeit an. An Bikesharing-Stationen in Nähe von Bahnhöfen lassen sich insbesondere am Morgen und Abend die Ausleihvorgänge beobachten, während in den touristisch genutzten Gebieten vor allem am Abend die Nutzungszahlen steigen.

Bike In / Bike Out des Hubway Bikesharing-Angebots in Boston

(mehr …)

Verkehr in 140 Zeichen am 03.12.2012
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Schlußstrich

What’s bad about sprawl is not its uniformity, but that it is so uniformly bad.
James Kunstler, amerikanischer Autor, Zivilisationskritiker, einer der Begründer des New Urbanism in den USA

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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