Artikel zum Thema Marokko
Verkehr in 140 Zeichen am 23. – 26.04.2014
  • Wettbewerb um innovative Lösungen zu urbanen Herausforderungen: Bloomberg Philanthropies benennt 21 europäische Städte als Finalisten. ->
  • Alle 14 deutsche Bewerber sind übrigens schon in der Vorrunde ausgeschieden. Übrig geblieben sind diese: http://t.co/zcYy2K8RVa ->
  • Wenn man sich die Gewinnerprojekte 2012-2013 anschaut, ist es kein Wunder, dass deutsche Städte ausgeschieden sind: http://t.co/MWHFbDu92S ->
  • Indien plant die Einführung einer Umweltabgabe auf Dieselfahrzeuge in Höhe von 30 % sowie strengere Abgasvorschriften http://t.co/1hmt1tDP8l ->
  • Prognose: China wird den US-Markt für Elektrobusse dominieren. – http://t.co/giS3Zuk2W0 Meine Prognose: Auch den europäischen. ->
  • Verhandlungen über Etihad-Einstieg bei finanziell angeschlagener Alitalia stocken. – airliners – http://t.co/KS8O2dWb0m ->
  • Bürgermeister bringt Insolvenz des Flughafen Lübeck (als Lösung) ins Gespräch – airliners – http://t.co/1s8TTs15Sj ->
  • Regionalflughafen Lübeck meldet Insolvenz an – NDR – http://t.co/mCg5ZE7Car ->
  • Meistens sind es eben doch die kleinen Dinge, die den Unterschied machen! ;-) http://t.co/jyjMcCVbs9 / @TransitScreen ->
  • Schlaue Lösung, große Wirkung: SmartWalk verwandelt jede öffentliche Fläche in ein Fahrgastinformationssystem http://t.co/8OvKxA4dSf ->
  • Baden-Württemberg: 8000 Kilometer langes Alltags-Radnetz soll alle Städte miteinander verbinden – PM BaWü http://t.co/P2Nh84uNR7 #radverkehr ->
  • Langfristiges Ziel in BaWü: landesweiter Radverkehrsanteil von 20 Prozent, Fördermittel wurden 2014 von 10 auf 15 Millionen Euro erhöht. ->
  • Russische Staatsbahn fokussiert sich auf den Ausbau der internationalen Transitsstrecken zwischen Asien und Europa. – http://t.co/hH189ynfVb ->
  • Die EU beabsichtigt zwischen 2014 und 2020 den Bau von Schnellfahrstrecken mit rund 26 Mrd. € zu fördern. – http://t.co/gzjGSWpLpv #bahn ->
  • Der Bau der ersten Schnellfahrstrecke in Marokko (320 km/h, 183 km, Ende 2015) Tanger-Kénitra verläuft nach Plan. – http://t.co/ruEXx1cweO ->
  • Laut einer @McKQuarterly Studie sind Pkw in den USA 96 % der Zeit geparkt: http://t.co/2iJ4IIuy0O http://t.co/OcaMdIt888 via @SharedMobility ->
  • Verkehrspsychologe Bernhard Schlag (TU Dresden): “Unsere Beziehung zum Auto wird rationaler” – ZEIT – http://t.co/sBYC7flXNG #carsharing ->
  • #Uber wird eher von jungen und wohlhabenderen Menschen genutzt. #Uber-Daten zeigen daher gut, wo die Reichen & Schönen wohnen, feiern und arbeiten: http://t.co/NHG3uvKSPl ->
  • München: Neue Trambahnen von Typ “Avenio” (Siemens) und neue U-Bahnen vom Typ “C2″ bleiben mangels Zulassung im Depot http://t.co/86xODjRmf8 ->
  • General Electric soll angeblich die Alstom SA übernehmen wollen, welche auch Züge & Streckenausrüstung fertigen. – http://t.co/1P872APSDM ->
  • Abu Dhabi soll bis 2020 zu einem “Fußgänger- und Radfahrerfreundlichen Emirat” umgestaltet werden. http://t.co/Dw5sKAHcT1 Ich bin gespannt! ->
  • London: Ab Ende 2014 wird man in #London Fahrkarten via “swipe your smartphone” und einer App kaufen können. – http://t.co/WZ8ViQsX0a #TfL ->
  • MTR steht unter massiver Kritik aus China wegen der zweijährigen Verzögerung beim Bau der SFS Guangzhou – Hongkong. – http://t.co/tAo5If0UGm ->
  • RT @AlpenTram: @SZ, 24.4. O.Schwedes, Prof. für Verkehrsplanung: “Politik ist oft irrational und Verkehrspolitik ist besonders irrational.“ ->
  • Der New Yorker Generalstaatsanwalt nimmt nach Airbnb nun #Uber ins Visier – New York Times – http://t.co/AjHBZBJIoM ->
  • Spekulation: General Electric soll Alstom für 13 Milliarden USD übernehmen wollen – Bloomberg – http://t.co/jgFDTWsEFg #jetztmitlink ->
  • Steuerüberschuss soll in Straßenbau fließen – Spiegel Online – http://t.co/IF7hfKfU1Z Ein langfristig tragfähiges Konzept sieht anders aus.. ->
  • Die US-Marine erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Meerwasser, einer praktisch unbegrenzt verfügbaren Ressource. – Golem – http://t.co/hjxHp9Cqpt ->
  • [Aktualisiert] Solarautobahnen: stromerzeugende Straßen aus Glas und Solarzellen – http://t.co/IRj5nQTjNI ->
  • Studie: Angebot und Preise des Schweizer öffentlichen Verkehrs im europäischen Vergleich – bahnONLINE – http://t.co/g9FNmIwih1 #bahn #sbb ->
  • Zustand der Verkehrswege: “Schlechter, als man denkt” – Tagesschau – http://t.co/zgY7ryQ89H ->
  • Amazon testet einen eigenen Paketzustelldienst in Konkurrenz zu FedEx und UPS – WSJ – http://t.co/2dW51gymaK (leider hinter einer Paywall) ->
  • Auch die USA haben große Probleme ihre Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren. – The Atlantic Cities – http://t.co/eL5xYwSh6G ->
  • Hamburger Seilbahn-Projekt: Bürgerbegehren erfolgreich – NDR – Regional – Hamburg – http://t.co/2uI1xyjnhj #HH #hamburg ->
  • Laden während der Fahrt: Britische Highways Agency will eine Autobahn mit Induktionsspulen in der Fahrbahn ausrüsten. http://t.co/rji88YE5at ->
  • Schienenverkehr in Österreich: 2013 gab es ein Plus von 12 Millionen Fahrgästen (+4,6 %) – http://t.co/TLDmzvrALB SPFV in Dtl: -1,4% #bahn ->
  • Elons Musks Vision von der “Gigafactory” – Technology Review – http://t.co/oSHSCcxYRj #Elektroauto #Tesla ->
  • 192 Menschen starben im Februar 2014 im Straßenverkehr (+6,7 % bzw. 12 Tote mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) https://t.co/efArwr07nM ->
  • Die Polizei nahm 3,7 % weniger Unfälle (rund 169500) auf, jedoch gab es mehr Todesfälle und Unfälle mit Personenschaden +(14,4 %). -> Wetter ->
  • Aufwind im Low Cost Markt: Umbau der klassischen Airlines bringt Wachstum bei Billigfliegern, Tickets werden teurer – http://t.co/TAB8Yn7H6o ->
  • Deutsche Autoindustrie: In der China-Falle – Süddeutsche Zeitung – http://t.co/jqbLS5nuHb ->
  • Paris plant Widerstand gegen Alstom-Übernahme – Tagesschau – http://t.co/zNR26GrU8n ->
  • Elektromobilitätsgesetz: Das Bundesverkehrs- und das Bundesumweltministerium haben Eckpunkte für ein neues Gesetz vereinbart. #elektroauto ->
  • Pkw, die entweder max. 50 g CO2 / km ausstoßen oder mindestens 30 km rein elektrisch fahren können, sollen eine Plakette erhalten. ->
  • Die soll das Befahren von Busspuren sowie die Nutzung von Sonderparkplätze gestatten. Ab 2018 werden 40 km Reichweite gefordert #elektroauto ->
  • Jetzt anmelden! Future Mobility Camp Dresden 2014 am 17. und 18. Mai 2014 – http://t.co/9Q5bcMmW58 / @mobilitycamp ->
  • Dar es Salaam setzt auf Bus Rapid Transit mit überlangen Bussen (25 m) um den Verkehrsproblemen Herr zu werden. – http://t.co/XwOAsBpQM0 ->
  • Lübecks Bürgermeister weist Vorwürfe in Sachen Flughafen zurück. Er “habe keine Fehler gemacht.” – airliners – http://t.co/F2UEfK73p0 ->
  • Das Recht auf saubere Luft: Das enge Zusammenspiel zwischen Verkehr und sauberer Luft. – TheCityFix – http://t.co/TEXZHzCzud ->
  • Etihad Regional: Etihad darf keine Umsteigeverbindungen verkaufen. Codesharing wurde ebenfalls untersagt. – http://t.co/oBPGTIBCmY ->
  • Open Data wird Städte in “intelligente Bienenstöcke” verwandeln. – SustainableCitiesCollective – http://t.co/GY0VEhd8LV ->
  • Nach Kalifornien, Florida Michigan und Nevada könnten autonome Fahrzeuge bald auch in Washington D.C. zugelassen sein http://t.co/GnBiprrTzx ->
  • Voronoi-Diagramme sind für die Visualisierung von Einzugsgebieten (Beispiel: Flughäfen) ziemlich großartig: https://t.co/8nYSVQAHdl Toll! ->
  • RT @e4Motion: IHK-Chef Bochum: “Glaubt jemand, dass man Warenlieferungen mit dem Fahrrad machen kann?” Warum nicht? —> http://t.co/1PpzJj… ->
  • RT @e4Motion: Was der Bochumer IHK-Chef nicht weiß, dass ein multi-nat. Paketkonzern schon mit Fahrrädern Pakete ausliefert – in seinem Bezirk. ->
  • Wie man Congestion Pricing einführt: Kommunikation ist der Schlüssel, die Menschen müssen den Gegenwert spüren können http://t.co/l296FbU4pO ->
  • Man weiß echt nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll: http://t.co/eQp9A5kvtG Anfang kommender Woche kommt meine Analyse -> mitweinen! ->
  • Uber vs Taxibranche: Die Mär von David und Goliath – ZEIT Online – http://t.co/LU4aEF8LeF #Uber ->
  • Zum Thena #Uber versus Taxi hätte ich auch noch etwas beizutragen: http://t.co/pG5Qs5NFcI ->
  • Ich finde die Parallelen im ZEIT-Artikel und bei mir (Osloer Institut für Verkehrsökonomie) irgendwie witzig… ;-) #hust ->
  • Arizona wollte anders als andere Bundesstaaten #Uber & Co von der Taxiregulierung ausnehmen. Ein Veto verhindert dies http://t.co/nPg2tHQYkx ->
  • Studie (n = 100.000): Junge Männer und ältere Frauen sind am Straßenverkehr am stärksten gefährdet – http://t.co/VHzyFujfHA ->
  • Gemessen am Bruttoinlandsprodukt investiert kaum ein Industrieland so wenig in seine Infrastruktur wie Deutschland. – http://t.co/eWDxNZRYoo ->
  • Agrosprit in den USA: Das Beimischungsziel zu konventionellem Kraftstoff für 2013 wurde fünf Monate nach Jahresende drastisch gekürzt. ->
  • Im Gesetz aus 2007 steht eine Beimischungsmenge von einer Milliarde Gallonen, neuer rückwirkender Zielwert: 810.185 (0,081%) #agrosprit #USA ->
  • Die Mär vom sauberen Diesel: Euro-6 NOx-Grenzwert: 80 mg/km, reale (!) Werte: 500 – 800 mg/km. – http://t.co/NwNrE0Rowa #EURO6 #Stickoxide ->
  • Kreuzfahrtsschiffe: Gigantismus auf hoher See – Zeit Online – http://t.co/9qyvbpjDxK ->
  • Es gibt Gespräche zwischen Jordanien, Saudi-Arabien und der Türkei über den Bau einer SFS Istanbul-Medina http://t.co/1PH1nZFwDb Fehlt nur Syrien ->
  • Richtungwechsel der UN / IPCC: Biosprit aus Mais führt zu höheren Gesamtemissionen als erdölbasierte Kraftstoffe. – http://t.co/pEKnxuQHtM ->
  • Siehe auch IPCC-Bericht, Kapitel 8, S. 20 f.: http://t.co/LcfjlbAR7J ->
Verkehr in 140 Zeichen am 29.07.2013
  • RT @taljournal Wir führen immer noch die gleichen Debatten wie 1992. #Stillstand #ÖPNV http://t.co/eqAoTYY46O #Semsterticket #Bürgerticket ->
  • Flughafen Salzburg wegen Ramsauers Wahlkampfversprechen vor dem Aus? – http://t.co/3tohJMLfr3 Ende Oktober ist eh wieder alles anders… ;-) ->
  • Mindestens 39 Tote bei Busunglück in Italien – Tagesschau – http://t.co/NehF63yh4s ->
  • Elektromobilität: Die Autonation Deutschland wird abgehängt – Spiegel Online – http://t.co/rJ1l9sjlrt #elektroauto ->
  • Eine Gummifüllung macht das Überqueren von Bahngleisen für Radfahrer sicherer – fiets beraad – http://t.co/skN9RDv2OX #radverkehr #unfall ->
  • Wenn man die Verkehrssicherheit für Ältere erhöhen will, muss man heute auch zwingend über E-Bikes nachdenken! http://t.co/GvfRjLaZMn ->
  • Auto-Lobbyist Wissmann (VDA) warnt davor, die deutschen Hersteller “kaputtzuregulieren” und bittet um mehr Rücksicht http://t.co/1B9QOgJBJe ->
  • UPS setzt in Kalifornien 40 weitere elektrisch angetriebene Lieferfahrzeuge ein – FleetOwner – http://t.co/XrLS4CJkk1 #elektromobilitaet ->
  • SNCF überprüfte nach der Entgleisung in Brétigny-sur-Orge die Schienenlaschen: Bei etwa 15% wurde nachgearbeitet – http://t.co/gsKbYHoLtO ->
  • Politiker in Spanien und Marokko sprechen sich zum wiederholten Male für einen Tunnel zwischen beiden Ländern aus – http://t.co/SWUTkWwIXO ->
  • Flughafen Hahn: Nachtflugdebatte spaltet Politik in Rheinland-Pfalz – airliners – http://t.co/mhd30JpGvi ->
  • Autonome Fahrzeuge entfernen uns wieder von der Idee einer autofreien Stadt – New York Times – http://t.co/yZYWtgM1F7 ->
  • Spatenstich in Mühldorf. Weitere wichtige Etappe beim Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing – http://t.co/eCmloXqZTo ->
  • RT @elba013: Bei der Anzahl der Spatenstiche auf dem Streckenabschnitt: Baut da sonst noch jemand außer Ramsauer, oder macht er’s allein? ->
  • RT @elba013: Oder andersherum: So oft wie Ramsauer da mit dem Spaten zusticht, muss man fragen, ob es sich nicht um Leiharbeit handelt. ->
  • In Riad wird für 16,3 Milliarden Dollar eine neue 176 km lange vollautomatische U-Bahn gebaut. – Railway Gazette – http://t.co/UrNpyCvIfO ->
  • Der Bau der sechs Linien und 85 klimatisierten Stationen wird parallel durchgeführt und soll insgesamt nur vier Jahre dauern! #Riad #Metro ->
  • In der Westschweiz sind zwei Regionalzüge frontal zusammengestoßen, 33 Menschen wurden verletzt – CNN – http://t.co/tJuod0tALp ->
  • Dieser Monat ist kein guter Monat in Sachen Verkehrssicherheit. Zugunglücke in Spanien, Frankreich und d Schweiz, Busunfall in Italien, usw ->
  • Interessant: Paul Krugman stellt eine Verbindung zwischen Suburbanisierung und sozialer Ungerechtigkeit her – http://t.co/rx4Py0HBY8 ->
  • Zwei Züge im Waadtland kollidiert – Neue Zürcher Zeitung – http://t.co/W0mAz6irXw #schweiz #sbb #bahn ->
  • Oregon hat die striktesten Landnutzungsregelungen. Stranguliert dies die Wirtschaft? – The Economist – http://t.co/5kAxl91MRu ->
  • Nimmt Bus Rapid Transit in Indien jetzt richtig Fahrt auf? – The City Fix – http://t.co/XTF2tThqDx #brt #öpnv #indien ->
  • 134 Mio. Euro von EU für Bahnausbau in Österreich, darunter 106 Mio. Euro für Brennerbasistunnel und Zulaufstrecke – http://t.co/EwCcVGGMTp ->
Hochgeschwindigkeitszugverkehr im Jahr 2012: Die chinesische (und andere) Revolutionen

Hochgeschwindigkeitszüge bieten in vielen Ländern eine schnelle und verlässliche Verbindung zwischen Städten. Je monozentrischer ein Land ausgeprägt ist, desto größere Wirkung kann ein Hochgeschwindigkeitsverkehr entfalten. Viele Länder investieren derzeit in den Aus- bzw. Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes. Auch im Jahr 2012 gab es einige Fortschritte, von denen ich einige vorstellen möchte. Da mittlerweile sehr viele Länder in Schnellfahrstrecken und Hochgeschwindigkeitsverbindungen investieren, ist die Aufstellung nicht vollständig. In Marokko, der Türkei, Russland, Brasilien, Thailand, Laos und weiteren Ländern gab es ebenfalls einige Fortschritte, die allerdings vor allem die Planung und Finanzierung neuer Strecken betreffen. Ich habe versucht, mich auf die Eröffnung neuer Streckenabschnitte und die Schließung von Netzlücken zu beschränken.

China

Das Jahr 2012 stand im Schatten des schweren Hochgeschwindigkeitszugunglücks bei Wenzhou im Jahr 2011. Hinzu kamen Ermittlungen wegen Korruption im Eisenbahnministerium, in deren Rahmen der Eisenbahnminister Liu Zhijun abgelöst wurde.

Trotz des schwierigen Vorjahrs war das Jahr 2012 recht erfolgreich. Mit mehr als 9.300 Kilometern in Betrieb befindlicher Strecke, ist China auf dem besten Weg das Ziel von 18.000 Kilometer HGV-Strecke bis 2015 zu erreichen. Im vergangenen Jahr wurde der erste von vier Nord-Süd-Korridoren fertiggestellt. Die Strecke zwischen Peking und Schanghai mit einem Abschnitt nach Hefei ist im Oktober vollständig in Betrieb genommen worden. Fortschritte gab es auch beim zweiten Nord-Süd-Korridor zwischen Peking und Harbin. Der 904 Kilometer lange Abschnitt zwischen Harbin und Dalian über Shenyang und Changchun ist seit dem 1. Dezember in Betrieb.

Große Fortschritte gab es auch beim Bau des 2229 Kilometer langen dritten HGV-Korridors Peking–Guangzhou–Shenzhen–Hong Kong. Am 28.09.2012 wurde der Abschnitt Zhengzhou – Wuhan und am 26.12.2012 die Abschnitte Shijiazhuang – Zhengzhou und Peking – Shijiazhuang eröffnet. Bis 2016 soll der Abschnitt Shenzhen – Hong Kong fertiggestellt sein.

In Ost-West-Richtung wurden 2012 Streckenabschnitte der Hochgeschwindigkeitsstrecke Shanghai–Wuhan–Chengdu zwischen Wuhan und Yichang (Mischbetrieb, 250km/h), Chongqing und Suining (Mischbetrieb, 200km/h) sowie zwischen Yichang und Lichuan (Mischbetrieb, 200km/h) freigegeben.

Mit 200 km/h sind auch die 2012 eröffneten Strecken Longyan–Xiamen und Jiangyou–Mianyang–Chengdu–Leshan befahrbar.

Einige Linien, deren Fertigstellung für 2012 projektiert war, können erst leicht verzögert 2013 eröffnet werden, z.B. Qinzhou–Beihai, Qinzhou–Fangchenggang, Nanning–Qinzhou, Tianjin–Qinhuangdao und Xi’an–Baoji.

Hauptproblem des Jahres 2012 waren jedoch die hohen Kapitalkosten, die den Etat des Eisenbahnministeriums stark belasteten. Für das 1. Halbjahr des Jahres 2012 wurde nach Steuern ein Verlust von 8,8 Milliarden Yuan, umgerechnet eine Milliarde Euro, ausgewiesen. Das zweite Halbjahr dürfte das negative Ergebnis nicht verbessert haben.

Großbritannien

High Speed Two in Großbritannien mit den geplanten zwei Baustufen – Cnbrb @ Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

CC BY-SA 3.0

Im Januar wurde der Bau von High Speed Two (HS2), der Schnellfahrstrecke London – Birmingham, vom britischen Kabinett beschlossen. Der Bau könnte 2026 fertiggestellt sein, allerdings ist das Projekt vor allem wegen der Kosten in Höhe von 32,7 Milliarden Pfund stark umstritten.

Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien wurde der Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Mekka – Medina an ein spanisches Konsortium unter Führung von Talgo und Renfe vergeben. Der Bau der 450 Kilometer langen Strecke kostet 6,9 Milliarden Euro und umfasst neben der Konstruktion auch den Betrieb und die Instandhaltung über 12 Jahre.

Frankreich

Anfang des Jahres 2012 haben Frankreich und Italien den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon – Turin beschlossen. In der ersten Baustufe ist der Bau eines 57 Kilometer langen Tunnels zwischen Saint-Jean-de-Maurienne in Frankreich und Susa in Italien enthalten. Insbesondere auf italienischer Seite kam es wiederholt zu Protesten und Demonstrationen gegen den Bau.

Im März wurde ein erster Test zum Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsgüterverkehrs durchgeführt. Ein TGV der französischen Post transportierte Päckchen von Lyon Saint-Exupéry nach London St. Pancras mit Zwischenstopp am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle. Weitere Tests mit der Perspektive auf den Aufbau eines europaweiten Frachtnetzes dürften folgen.

Für den Anschluss des spanischen Hochgeschwindigkeitszugnetzes wurde im April der Bau der LGV von Bordeaux über Toulouse bis zur spanischen Grenze beschlossen. Das 410 Kilometer lange Grand Projet ferroviaire du Sud-Ouest soll 2020 fertiggestellt sein. Ebenfalls Anfang April wurden 40 TGV-Duplex-Einheiten aus einem Rahmenvertrag mit dem Hersteller Alstom bestellt.

Am 28. Juni wurde der auf 25 Jahre ausgelegte PPP-Vertrag zum Bau und der Finanzierung der Misch-Hochgeschwindigkeitsstrecke Nîmes – Montpellier unterzeichnet. Ende Juli erfolgte der Spatenstich zum Bau der 132 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke Le Mans – Rennes.

Spanien

Spanien hat nach China das zweitlängste HGV-Netz der Welt und pro Einwohner die meisten HGV-Kilometer. Zudem gibt es kein Land auf der Welt, das einen größeren Anteil von Schnellfahrstrecken am gesamten Streckennetz hat wie Spanien.

Im Jahr 2012 wurden keine größeren Bauprojekte fertiggestellt. Diesbezüglich wird das Jahr 2013 interessanter. Wichtig für das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz war 2012 jedoch der Beschluss Frankreichs das HGV-Netz von Bordeaux nach Toulouse bis an die spanische Grenze auszubauen.

Spanisches Hochgeschwindigkeitsnetz um Barcelona mit der grenzüberschreitenden Verbindung Figueres – Perpignan – Classical geographer – CC BY-SA 3.0

Die Europäische Investitionsbank hat Spanien zudem 500 Millionen zusätzlich für den Bau des Baskischen Y, eine Schnellfahrstrecke in Y-Form zwischen Bilbao, Vitoria und San Sebastián zur Verfügung gestellt. Insgesamt hat die EIB eine Milliarde Euro für das Projekt an Spanien geliehen, die Fertigstellung ist für 2016 geplant.

Die 131 Kilometer lange Strecke zwischen Figueres und Barcelona ist mittlerweile fertiggestellt und wir im kommenden Jahr offiziell in Betrieb genommen.

Italien

Trenitalia ETR 500 Frecciarossa im Mailänder Hauptbahnhof – public domain

In Italien wurde im Jahr 2012 ein neues Kapitel im Hochgeschwindigkeitsverkehr geschrieben. Es dauerte fünf Jahre und benötigte etwa 1,3 Milliarden Euro Investitionen. Mit Italo fährt nun der erste private Anbieter für Hochgeschwindigkeitsverkehr in Italien. Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV) fährt die Strecken Turin (Porta Susa) – Mailand (Porta Garibaldi, Rogoredo) – Bologna (Centrale) – Florenz (S. Maria Novella) – Rom (Ostiense, Tiburtina) – Neapel (Centrale) – Salerno (Centrale) und Rom – Florenz – Bologna – Padova (Centrale) – Venedig (Santa Lucia, Mestre) in Konkurrenz zum Angebot der staatlichen italienischen Eisenbahngesellschaft Trenitalia. Diese musste auf das neue Angebot mit Verbesserungen der eigenen Dienstleistung reagieren.

USA

Ein Entwicklungsland in Sachen schneller Eisenbahnverkehre sind ohne Zweifel die USA. Als Technologieführer in vielen Bereichen ist der Schienenpersonenverkehr in vielen Landesteilen dennoch unterentwickelt. Auch im Jahr 2012 gab es nur geringen Fortschritt. Der Fokus liegt eindeutig auf zwei Projekten: der Nordostkorridor zwischen Boston – New York und Washington und Kalifornien. Alle anderen Strecken, die in de letzten Jahren diskutiert wurden, sind nie über einen frühen Planungsstand hinausgekommen.

Rendering des kalifornischen Hochgeschwindigkeitszugprojekts

Aber auch der Bau des 130 Meilen langen Abschnitts im kalifornischen Central Valley hat mit Finanzierungs- und Organisationsproblemen zu kämpfen. Viele Republikaner sind gegen die milliardenschweren Investitionen. Ihr Protest wird auch teilweise von demokratischer Seite unterstützt.

Die Finanzierung des 151 Milliarden Dollar teuren Nordostkorridors wird ebenfalls noch einige Jahre dauern. Amtrak versucht währenddessen den Acela Express durch neue Zuggarnituren, die 2015 geliefert werden sollen, aufzuwerten.

Südkorea (Danke an Nikola!)

Südkorea hat im Mai 2012 den Hochgeschwindigkeitszug HEMU-430X präsentiert, der eine Geschwindigkeit von bis zu 430 km/h erreichen soll. Korail, das Korea Railroad Research Institute (KRRI) und Hyundai-Rotem haben gemeinsam mit anderen Industriepartnern den Zug für 79,69 Millionen Dollar entwickelt. Die Testphase soll 2015 abgeschlossen sein, der reguläre Einsatz wird für 2016 / 2017 geplant. Parallel wird derzeit bereits der HEMU-500X entwickelt, der Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h erreichen soll.

Der HEMU-430X soll die Fahrzeit zwischen den beiden größten Städten Südkoreas, Seoul und Busan, von 2 Stunden 20 Minuten auf eine Stunde und 30 Minuten senken.

Im Juni wurde mit dem Bau der 120,3 Kilometer langen West-Ost-Verbindung von Wonju nach Gangneung begonnen (250 km/h, Eröffnung 2017). Die Strecke soll mit dem Incheon International Airport in Seoul verbunden werden, um eine leistungsfähige Anbindung in die Ausrichterstadt der Olympischen Winterspiele 2018 Pyeongchang zu haben.

Zum Ende des Jahres wurde der Betrieb auf der neuen KTX-Verbindung von Seoul nach Jinju aufgenommen. Zu diesem Zweck wurde ein 53,3 Kilometer langes Teilstück der Strecke in Richtung Gwangyang eröffnet. Die Fahrzeit zwischen Seoul und Jinju sinkt von 6:50 Stunden auf 3:28 Stunden.

Die Flughäfen mit dem weltweit größten Passagieraufkommen 2011

Die Wachstumsraten im Luftverkehr waren in den letzten Jahren enorm. Insbesondere in Asien und Südamerika scheinen die Passagierzahlen zu explodieren.

Diese Liste zeigt wie bereits im vergangenen Jahr das Passagieraufkommen der weltweit größten und wichtigsten Flughäfen. Diese Liste wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Sollten Ihnen fehlende oder gar fehlerhafte Daten auffallen, würde ich mich über einen kleinen Hinweis in den Kommentaren freuen (bitte mit Quellenangabe).

(mehr …)

Hochgeschwindigkeitszüge im Jahr 2011: Spannung(en) in China und den USA

Das Jahr 2011 war auch im Bereich Eisenbahn insbesondere Hochgeschwindigkeitsverkehr ein spannendes Jahr. Viele Länder wie Marokko haben mit dem Bau von neuen Strecken begonnen, auch das französische Hochgeschwindigkeitsnetz wächst trotz aller Probleme weiter. In Deutschland sind wir immer noch mit dem Bau der SFS Nürnberg – Erfurt beschäftigt, der Bau der Y-Trasse wurde auf unbestimmte Zeit verschoben und auch die SFS Wendlingen – Ulm ist eng mit dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 verbunden.

Diskussionen und Zweifel gab es jedoch auch in den USA und Großbritannien. Polen musste aufgrund fehlender Geldmittel sogar die Pläne für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Warschau – Łódź – Kalisz mit Verlängerungen nach Breslau und Posen beerdigen.

Letztes Jahr ist in diesem Bereich also einiges geschehen. Drei Eckpunkte, die auch im Jahr 2012 einen Einfluss haben werden, möchte ich nun kurz vorstellen:

Vorbereitungen für einen neuen Geschwindigkeitsrekord:

Im Dezember 2010 hatte der chinesische Hochgeschwindigkeitszug CRH 380A mit 486,1 Stundenkilometern einen neuen Geschwindigkeitsrekord für einen Serienzug aufgestellt.

Bereits im Januar 2011 erfolgte die nächste Rekordfahrt im Reich der Mitte. Ein Hochgeschwindigkeitszug des Typs CRH380BL erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 487,3km/h.

Aber die Chinesen streben nach Größerem. Im Dezember wurde der Testzug CIT500 geliefert, der die magische Grenze von 500 Stundenkilometern durchbrechen soll. Der Hochgeschwindigkeitszug basiert auf der Baureihe CRH380AL, wurde für die Rekordfahrt allerdings speziell modifiziert. So wurden alle antriebslosen Zwischenwagen weggelassen, sodass der Zug nur noch 6 Wagen lang ist.Durch spezielle aerodynamische Verkleidungen im Frontbereich soll der Luftwiderstand gesenkt werden. Der Rumpf besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff mit einer Magnesium-Legierung. Die nominale Leistung beträgt 22,8 MW (30.600 PS). Leider bringt uns das chinesische Hochgeschwindigkeitsprogramm nicht nur neue Rekordfahrten, sondern auch einige negative Ereignisse:

Schweres Zugunglück in China als mahnendes Beispiel für schwache Strukturen

Im Juli 2011 starben in China 40 Menschen bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Wenzhou. Dieses Unglück bedeutet für das chinesische Streben nach immer neuen Rekorden einen leichten Dämpfer.

Ursache für das Unglück war ein Blitzschlag. Dieser brachte den ersten Schnellzug zum Stillstand. Da die Signalanlagen in den Zügen aufgrund eines schwerwiegenden Konstruktionsfehlers nicht mehr richtig funktionierten, fuhr der zweite Hochgeschwindigkeitszug auf den stehengebliebenen Zug auf. Zwei Waggons stürzten dabei von einer etwa 20 Meter hohen Brücke. 40 Menschen starben, 172 wurden zum Teil schwer verletzt.Problematisch war auch die Aufklärung des Unglücks. Anfangs versuchten lokale Behörden die Unfallursache zu vertuschen. Baumaschinen sollten die zertrümmerten Züge an Ort und Stelle vergraben um eine Untersuchung zu behindern. Erst massive Proteste aus der Bevölkerung führten zu einer Untersuchung bei der am Ende 54 Beamte mit Degradierungen und Parteiausschlüssen bestraft wurden.Das Eisenbahn-Ministerium kündigte an, den Familien jedes Opfers 915.000 Yuan (ca. 120.000 Euro) als Entschädigung zu zahlen. Eine Vereinbarung mit den Familien der drei ausländischen Opfern wurde jedoch noch nicht erreicht. Das Ministerium hat außerdem mit 101 der insgesamt 172 Verletzen Entschädigungsverträge unterzeichnet. Details über die Höhe der Entschädigung für die Verletzten wurden allerdings nicht bekannt.Das chinesische Hochgeschwindigkeitsverkehrsnetz krankt aber nicht erst seit dem Unglück an Mängeln. Korruption, eine nicht zeitgemäße Verwaltung und Bahnaufsicht sowie Lücken in der Gerätebeschaffung lassen immer wieder Zweifel an Chinas Highspeed-Netz aufkommen. Bereits im Februar wurden der chinesische Bahnminister Liu Zhijun und der stellvertretende Chef-Ingenieur des Ministeriums, Zhang Shuguang, wegen Korruption aus ihren Ämtern entlassen.

Aber es existieren noch weitere Probleme mit Chinas Hochgeschwindigkeitsstrecken:

Durch die Verwendung von minderwertigem Beton kann es schon in einigen Jahren zu Problemen kommen. Die Folge wären die Herabsetzung der gefahrenen Geschwindigkeiten sowie massive Reparaturmaßnahmen.

Problematisch ist auch die hohe Verschuldung des chinesischen Eisenbahnsektors aufgrund der hohen Investitionsausgaben. Unter dem ehemaligen Eisenbahnminister Liu Zhijun wuchs der Schuldenberg auf zwei Billionen Renminbi Yuan (etwa 250 Milliarden Euro). Jedoch bleiben die Einnahmen hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund der hohen Ticketpreise können sich nur sehr wenige Chinesen die Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug leisten. Nach dem schweren Unfall sind die Züge teilweise nur noch zu 30 Prozent ausgelastet. Die große Allgemeinheit muss weiterhin die langsameren Züge nutzen, für deren Netz aufgrund der hohen Investitionen in das Hochgeschwindigkeitsnetz nicht die notwendigen Investitionsmittel bereit stehen. Dies wird sich vermutlich in den nächsten 20 Jahren kaum ändern.

Hochgeschwindigkeitszüge in den USA – der sterbende Schwan?

2010 war das Jahr der großen Ankündigungen, wenn es um den Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in den USA ging. 2011 folgte die Ernüchterung.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage in den USA und der ablehnenden Haltung der meisten Republikaner im Senat und Kongress, war das Jahr 2011 ein äußerst schwieriges Jahr für die Einführung von Hochgeschwindigkeitszugverkehren in den USA.

Hoffnungsträger war lange Zeit der Bundesstaat Kalifornien. Viele Politiker standen hinter dem Projekt, das auch die meisten Bundesmittel bisher erhalten hat. Allerdings gab es im vergangenen Jahr einige Probleme, die das Projekt verzögern wenn nicht gar komplett verhindern werden.

Im Januar 2010 kündigte US-Präsident Obama die Bereitstellung von acht Milliarden Dollar für den Aufbau eines nationalen Hochgeschwindigkeitsnetzes an. Kurz darauf setzten kritische Stimmen in Florida und Kalifornien ein. Insbesondere Vertreter der Tea Party, dem rechten Rand der Republikaner, begannen gegen die Projekte zu opponieren. Die Kritik wurde lauter, nachdem Obama und Joe Biden im Februar 2011 weitere 53 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von sechs Jahren für den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken zur Verfügung stellen wollten. Die republikanischen Gouverneure aus Wisconsin, Ohio und Florida lehnten die Gelder und den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken in ihren Bundesstaaten mit Rücksicht auf ihre Wählerkreise ab.

Der schwärzte Tag war jedoch die Haushaltsverhandlung im November 2011. Am Ende wurden alle Mittel für den Aufbau des Netzes nach Obamas Plänen von republikanischer Seite gestrichen. Dies muss nicht zwingend das Ende der Hochgeschwindigkeitsträume per se sein, stellt aber schon eine gewaltige Hürde dar.

Die Planungen für ein nationales Schnellfahrnetz war allerdings auch technisch relativ suboptimal gestaltet. Das zur Verfügung stehende Geld sollte statt konzentriert in den Bau von ein oder Zwei Projekten in den Bau von zehn verschiedenen Hochgeschwindigkeitskorridore mit einer Länge von 160 bis 1.000 Kilometer fließen. Der Nordostkorridor zwischen Washington, New York und Boston sollte vollkommen außen vor bleiben. Dabei bietet diese Strecke aufgrund ihrer Beschaffenheit und den großen Bevölkerungsdichten die größten Chancen.

Rein definitionsgemäß müssen Schnellfahrstrecken in Europa mit mindestens 250 Stundenkilometer befahrbar sein. In den USA sind allerdings auch Strecken im Hochgeschwindigkeitsausbauprogramm, die nur mit etwa 180 Stundenkilometern (u.a. Milwaukee – Madison, geschätzte Kosten 823 Millionen Dollar) bzw. nur mit 130 Stundenkilometer (Cincinnati – Cleveland, geschätzte Kosten 400 Millionen Dollar) befahrbar sein sollen. Durch Forderungen lokaler Politiker sollen die Hochgeschwindigkeitszüge ähnlich wie in Deutschland auch in kleineren Städten halten, sodass die Reisegeschwindigkeit weiter sinkt.

Die einzig “wahre” Hochgeschwindigkeitsstrecke, die ihren Namen auch verdient, soll im Bundesstaat Kalifornien gebaut werden. Die Strecke von Los Angeles nach San Francisco soll auf 350 Stundenkilometer ausgelegt werden und verbindet zwei Metropolen mit jeweils sieben Millionen Einwohnern. Durch die Autozentriertheit Kaliforniens dauert eine Fahrt zwischen beiden Städten heutzutage etwa sechs Stunden, es gibt auch einige Flugverbindungen zwischen beiden Städten. Die Planungen für das Projekt dauern mittlerweile schon einige Jahrzehnte, das einzige was immer fehlte war das Geld.

Karte der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke in Kalifornien, Urheber: CountZ @ Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Der Staat Kalifornien hatte bereits zehn Milliarden Dollar finanziert, Obamas Konjunkturprogramm stellte weitere Milliarden zur Verfügung. Das Problem war und ist eher die mangelhafte Kommunikation, die das Projekt wahrscheinlich noch scheitern lässt (Parallelen zu Stuttgart 21 existieren durchaus).Problem Nummer 1 sind überzogene Fahrgastprognosen. Das Projekt sollte mehr als 100 Millionen Fahrgäste pro Jahr befördern und im Betrieb profitabel sein. Nachdem Kritik an der Finanzierung laut wurde, wurden Kritiker von Seiten der Projekt- und Planungsgesellschaft angegriffen anstatt ihre Bedenken auszuräumen (Problem 2). Zum Ende dieses Jahres musste dann zugegeben werden, dass sich die Bauzeit verdoppeln, die Fahrgastprognose nicht erfüllen und die Kosten ebenfalls mehr als verdoppeln werden. Fraglich ist, wie diese Kostensteigerung finanziert werden soll (Problem 3).

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die hohe Zustimmung in der Bevölkerung allerdings schon in eine hohe Ablehnung gewandelt. Beinahe zwei Drittel der Kalifornier lehnen das Projekt mittlerweile ab (Problem 4). Um die Hochgeschwindigkeitsstrecke doch noch irgendwie bauen zu können, soll eine Art “Fuß in der Tür”-Taktik angewandt werden: der erste Bauabschnitt wird zwischen den relativ kleinen Städten Fresno und Bakersfield realisiert werden. Gewählt wurde dieses Teilstück, da es relativ gerade verläuft und einfach zu errichten ist. Kritiker sprechen dahingegen von “einem Zug ins Nichts”.

Es wird immer noch gehofft, mit dem Bau im Herbst 2012 beginnen zu können. Derzeit befindet sich das Projekt jedoch weiterhin in der politischen Diskussion. Man muss abwarten, was in Washington und Sacramento letztendlich entschieden wird.

Auf jeden Fall wird das Jahr 2012 was Hochgeschwindigkeitszüge und den Bau neuer Strecken angeht, keinesfalls langweilig.

2010 – was das vergangene Jahr mit sich brachte

Eigentlich mag ich Jahresrückblicke nicht. Dies liegt jetzt nicht am Blick in die Vergangenheit, ein schöner Blick zur Selbstreflexion, sondern eher an der Masse an Jahresrückblicken, die uns derzeit überschwemmen.

Irgendwie möchte man nicht, kann sich jedoch nicht so ganz entziehen.

Zuerst möchte ich mich jedoch bei allen meinen Bloglesern bedanken, die mir ihre Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ich nehme dies einfach mal als persönliche Wertschätzung wahr. Ganz besonders möchte ich mich natürlich bei denen bedanken, die mir per Kommentar oder Mail eine Rückmeldung gegeben haben. Dies darf 2011 gerne noch mehr werden! ;-)

Insgesamt war 2010 für dieses Blog ein erfolgreiches Jahr. Obwohl dieses Blog erst seit dem 01. April 2010 existiert, hat sich – wenn ich die Statistik richtig lese – eine überraschend große Stammleserschaft etabliert. Die Besucherzahlen sind ebenfalls jeden Monat kontinuierlich gestiegen und haben sich binnen Jahresfrist mehr als verzwölffacht! Dafür meinen herzlichen Dank!

Sollten Verbesserungsvorschläge, Lob und Kritik bestehen, bitte nicht zögern: die Kommentarfunktion steht immer offen! :-)

Aber nun zu den Sachen, auf die ich selbst keinen Einfluss habe und denen ich 2010 besondere Aufmerksamkeit schenken durfte bzw. die mich persönlich sehr erfreut haben:

Das Entstehen von Bus-Rapid-Transit-Netzen (Schnellbus-Netzen) weltweit

In den letzten 12 Monaten sind in vielen Städten neue BRT-Systeme eröffnet worden. Schnellbusnetze sind eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit Autofahrten zu vermeiden und ein effizientes und gut funktionierendes öffentliches Verkehrssystem aufzubauen.

Im Februar 2010 wurde das BRT in Guangzhou (China) eröffnet. Es ist das Schnellbusnetz mit der weltweit höchsten Frequenz, den längsten Haltestellen, den meisten aus- und zusteigenden Fahrgästen an den Haltestellen, etc.pp.

Karl Fjellstrom – ITDP-Chinatransportphoto.netCreative Commons

Eine Besonderheit ist, dass in den Haltestellen viel Platz für das Abstellen von Fahrrädern verfügbar ist. Insgesamt besitzt das BRT-System 980 Busse, die an 26 Haltestellen halten sowie 23 Kilometer Busspuren. Pro Tag fahren mehr als 800.000 Fahrgäste mit dem Schnellbussen in Guangzhou.

Karl Fjellstrom – ITDP-Chinatransportphoto.netCreative Commons

Ein weiteres BRT-Netz, das 2010 neben dem U-Bahnnetz der Stadt erheblich ausgebaut wurde, ist das Teheraner Schnellbusnetz. Die derzeitige Länge beträgt 100 Kilometer, soll aber in den nächsten Jahren auf mehr als 300 Kilometer ausgebaut werden.

Foto von Iroony – Public Domain

Die erste Linie wurde erst im Jahr 2008 eröffnet.

Ein anderes BRT-Netz wurde im April dieses Jahres eröffnet. Die kolumbianische Stadt Barranquilla ermöglicht so einen schnelleren und verbesserten öffentlichen Personennahverkehr in der viertgrößten Stadt Kolumbiens (1,9 Millionen Einwohner). Derzeit befördert das Transmetro genannte Schnellbussystem mehr als 200.000 Fahrgäste am Tag. Bis 2015 sollen insgesamt 28 Kilometer Busspuren erichtet werden. Zum Einsatz kommen 18 Meter lange Busse, welche die Euro 4-Abgasnorm erfüllen. Dadurch konnte binnen Jahresfrist 61.511 Tonnen CO2 eingespart werden sowie die Zahl der Straßenverkehrsunfälle drastisch gesenkt werden.

Ebenfalls in Südamerika wurde das Schnellbusnetz El Metropolitano in Lima eröffnet. Insgesamt wurden im Juli 2010 38 Haltestellen und 33 Kilometer Schnellbusspuren freigegeben.

Schnellbusstation in Lima – Flickr – Jim McIntoshCreative Commons

Diese vier aufgeführten BRT-Systeme stehen nur für einen kleinen Ausschnitt der 2010 eröffneten Schnellbusnetze. Würde ich alle 2010 eröffneten Schnellbusnetze hier aufführen, wäre dieser Artikel seitenlang (siehe alleine die südafrikanischen BRT-Linien). Ich bin mir aber sicher, dass auch 2011 weitere BRT-Linien eröffnet werden und viele Städte ihren öffentlichen Nahverkehr auf diese Art und Weise stärken werden.

Deutsche Bahn

Wenig Freude hat uns im letzten Jahr die Deutsche Bahn bereitet. Der Sparkurs der letzten Jahre scheint sich nun zu rächen. Sowohl im Sommer als auch im Winter hatte die Deutsche Bahn große Probleme, alle Strecken problemlos zu bedienen. Insbesondere die ICE-Züge bereiteten dem größten deutschen Eisenbahnunternehmen große Sorgen. (siehe auch Bahnprobleme im Sommer / Bahnprobleme im Winter)

Problematisch sind sowohl der Investitionsstau auf Netzseite als auch die mangelnden Kapazitätsreserven bei Rollmaterial und Werkstätten. Außerdem sind die Probleme bei der S-Bahn Berlin 2010 keinesfalls gelöst worden.

Die Politik und somit die Bundesrepublik Deutschland als Bahneigentümer konnte sich auch 2010 nicht dazu überwinden, dem System Deutsche Bahn mehr Aufmerksamkeit zu widmen und den Verkehrsträger Schiene zu stärken.

Im Ausland lief das Geschäft hingegen prächtig. Die Übernahme des britischen Eisenbahnunternehmens Arriva stellt wohl den Höhepunkt für das Auslandsgeschäft der Deutschen Bahn dar.

Die ersten Elektroautos fahren – die Massenproduktion läuft langsam an

Lange hat es gedauert, aber im Jahr 2010 haben es auch die ersten großen Autobauer geschafft, die ersten Elektroautos auf den Markt zu bringen. So kann eventuell nicht der Normalkunde, aber dennoch der Kunde mit einem dicken Geldbeutel, einen Nissan Leaf, Chevrolet Volt oder Mitsubishi i-MiEV kaufen.

Chevrolet Volt – das erste massenproduzierte Elektroauto von GM (ca. 32.000 Euro)

Weltweit forschen und entwickeln Autobauern an besseren Batterien, Elektromotoren und Fertigungsanlagen. Aber auch die Politik ist nicht untätig: weltweit werden hohe Zuschüsse beim Kauf eines Elektroautos gewährt. In Deutschland wurde die Nationale Plattform Elektromobilität aus der Taufe gehoben, an der alle namhaften deutschen Autohersteller sowie die wichtigsten politischen Vertreter teilnehmen. Die Ergebnisse des Elektroautogipfels von Bundeskanzlerin Merkel können nochmals hier nachgelesen werden. Eine kritische Betrachtung des Gipfels finden Sie hier: Nationale Plattform Elektromobilität – der Startschuss ins Nirgendwo

Im Jahr 2010 hat sich das Elektroauto endgültig zum Heilsbringer für die Automobilindustrie gemausert. Auch wenn die Chinesen einen nicht allzu kleinen Vorsprung haben. Die nächsten Jahre werden aber auf jeden Fall spannend.

Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull legt den europäischen Flugbetrieb lahm

Mitte April brachte die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in Europa zum Erliegen. Ganze sechs Tage waren der gesamte bzw. Teile des europäischen Luftraums gesperrt, Millionen Reisende saßen fest.

Da die Fluggesellschaften jeden Tag Millionen Euro Umsatz verloren, übten sie massiven Druck auf die Politik aus, die Flugverbote zu lockern. Diese blieb hart und berief sich auf Computermodelle der zuständigen Stellen. (siehe auch: Wieso Computermodelle bei der Vorhersage von Aschewolken sinnvoll sind)

Hochgeschwindigkeitszüge

Es fiel mir letztes Jahr persönlich sehr schwer, mich einen Tag lang nicht mit Hochgeschwindigkeitszügen zu beschäftigen. Derzeit entstehen auf der ganzen Welt neue Hochgeschwindigkeitstrassen. Spanien hat im Dezember 2010 Frankreich als Hochgeschwindigkeitseuropameister überholt. Das führende Land im Hochgeschwindigkeitszugverkehr ist ohne Zweifel China: gefühlt werden wöchentlich neue Hochgeschwindigkeitsstrecken eröffnet, auf denen immer schneller fahrende Hochgeschwindigkeitszüge immer neue Hochgeschwindigkeitsrekorde aufstellen (486,1 km/h). Finanziert wird der Bau der neuen Strecken von der chinesischen Regierung, die eine nahezu unlimitierte Menge Geld in das Hochgeschwindigkeitsnetz investiert.

Hochgeschwindigkeitszugstrecken China – The Transport Politic

2010 hat China den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke durch Thailand und Laos bis nach Singapur angekündigt. Des Weiteren werden derzeit die ersten Planungen für eine mögliche Schnellstrecke durch Kasachstan und die Türkei nach Bulgarien durchgeführt.

In einer erstaunlich kurzen Zeit hat sich China zum führenden Land mit Hochgeschwindigkeitszugverkehr entwickelt. Dies umfasst mittlerweile auch den Bau von Strecken und Zügen.

In den USA ist der Bau von Hochgeschwindigkeitszugstrecken kein technisches, sondern ein politisches Problem. Im Januar wurde vom amerikanischen Verkehrsministerium eine Milliarde Dollar bereitgestellt, im Oktober 2010 folgten fünf weitere Milliarden. Auch wenn es eine breite Pro-HSR Bewegung in den USA gibt, stehen insbesondere republikanische Gouverneure und Senatoren, Hochgeschwindigkeitszügen kritisch gegenüber. In Wisconsin und Ohio scheint der Bau von Hochgeschwindigkeitstrassen relativ unwahrscheinlich geworden zu sein. Nichtsdestotrotz werden die Planungen für Schnellstrecken in Kalifornien, Florida und dem Nordostkorridor voran getrieben.

Aber auch andere Länder wie die Türkei, Brasilien, Russland, Marokko, Spanien, Saudi-Arabien und viele andere Länder planen oder bauen derzeit neue Hochgeschwindigkeitsstrecken.

Hybrid- und Elektrofahrzeuge im ÖPNV und innerstädtischen Lieferverkehr

Der innerstädtische Lieferverkehr ist für Elektro- wie auch Hybridantriebe perfekt geschaffen. Durch das häufige Abbremsen und Wiederbeschleunigen wird viel Treibstoff verbraucht. Der Treibstoffbedarf könnte durch einen eingebauten Hybridmotor stark abgesenkt werden. Dies spart sowohl Kosten und verringert andererseits die Emissionen.

Elektro-Lieferwagen für die Stadt: Ford Transit Connect BEV

Elektrisch betriebene Lieferwagen könnten die CO2-Emissionen auf Null minimieren. Das Problem der begrenzten Reichweite könnte durch intelligente Tourenplanung minimiert werden. Im Jahr 2010 wurden die ersten Testflotten unter anderem bei UPS auf den Weg geschickt. Mit einem Ergebnis kann in den nächsten zwei Jahren gerechnet werden.

Dynamische Parkgebühren

Autos nehmen dem Menschen Lebensraum. Um diesen wieder für sich zurückzugewinnen, haben einige Städte begonnen, Parkraum zu verteuern. Ein weiteres Problem mit Parkplätzen ist die Zeit, die Autofahrer aufwenden müssen, um einen freien Parkplatz zu finden. Dies verbraucht Treibstoff und verursacht somit unnötige CO2-Emissionen.

In San Francisco wurde 2010 das größte dynamische Analysetool gestartet, das die Nachfrage nach Parkraum misst und diesen entsprechend der Nachfrage bepreist. Mehr als 6.000 Parkplätze auf den Straßen und 11.500 Parkplätze in Tiefgaragen und Parkhäusern werden von diesem System verwaltet.

Dr. Shoup: Parking Guru! von Streetfilms auf Vimeo.

Grundlage für das dynamische Bepreisen von Parkplätzen ist Professor Dr. Donald Shoup, der 2005 das Buch “High Cost of Free Parking” veröffentlicht hat. Shoups dynamisches System funktioniert ähnlich wie Telekommunikationssystemen, die während der Hauptnutzungszeiten genutzt werden. Wie bei Telefonhotlines stellt der Parkraum einer Stadt ein fixes Angebot dar, während die Nachfrage je nach Tageszeit und Ort stark schwankt. Sobald die Nachfrage nach Parkraum steigt, verlängert sich die Suchzeit nach freien Parkplätzen erheblich und somit auch der Kraftstoffverbrauch. Shoup verdeutlichte dies, indem er die Suche nach Parkraum in einem 15 Block großen Areal analysierte. Autofahrer,die in diesem Gebiet auf der Suche nach einem Parkplatz waren, verbrauchten bei ihrer Suche hochgerechnet auf ein Jahr mehr als 175.000 Liter Treibstoff.

Indem die Parkgebühren während der Hauptnutzungszeiten eines Parkplatzes höher liegen, als in den Nebenzeiten, kann die Nachfrage nach Parkraum dynamisch gesteuert werden. Dadurch sinkt die Zeit für die Parkplatzsuche und somit Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen.

Andere Städte wie Los Angeles und New York führten 2010 ebenfalls dynamische Parkraumgebühren ein.

Stuttgart 21

Das politisch aufregendste Verkehrsprojekt in Deutschland war ohne Zweifel Stuttgart 21. Zehntausende Bürger wollten mitbestimmen! Dies hat sowohl Politik wie auch Deutsche Bahn maßlos überfordert. Mit einem rüden Polizeieinsatz, bei dem ein Demonstrant sogar sein Augenlicht verlor und Pfefferspray gegen Kinder eingesetzt wurde, gossen die Verantwortlichen weiter Benzin ins Feuer und brachten die Bürger Stuttgarts und der gesamten Bundesrepublik weiter gegen sich auf.

Erst eine Schlichtung unter Leitung von Heiner Geißler konnte Druck aus dem Konflikt nehmen und brachte erstmals ein wenig Transparenz in die Vorgänge. Am Ende konnten die Gegner von S 21 das Projekt nicht stoppen, setzten allerdings einige Änderungen durch. Stuttgart 21 Plus löst zwar einige Probleme, wird aber sicherlich auch einige Millionen Euro teurer.

Auch im Jahre 2011 dürfte Stuttgart 21 (Plus) ein heißes Thema bleiben. Die Landtagswahl in Baden-Württemberg steht kurz bevor, das Ergebnis des Stresstests wird erwartet und weitere Demonstrationen sind angekündigt.

Weltmeisterschaft in Südafrika

Was haben wir gejubelt. Aber nicht nur die Erfolge der deutschen Elf freuten mich, sondern auch die Fortschritte für die Transportsystemen des Landes.

Drei Tage vor Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft, wurde der Gautrain eröffnet. Der Gautrain ist mit seiner Maximalgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer zwar kein wirklicher Hochgeschwindigkeitszug, aber verbindet dennoch Johannesburg und Pretoria in einer Rekordzeit miteinander. (siehe: Afrikas erster “Hochgeschwindigkeitszug”: der Gautrain | Südafrikas langfristige Eisenbahnpläne: ambitioniert aber machbar)

Nach der Vollendung der Strecken wird der Zug 80 Kilometer auf zwei Hauptrouten zurücklegen: einer Nord-Süd-Verbindung von Hatfield nach Marlboro und einer Ost-West-Verbindung von Park Station nach zum internationalen Flughafen von Johannesburg.

Aber nicht nur im Eisenbahnsektor hat die Weltmeisterschaft Südafrika verwandelt. Auch im Öffentlichen Personennahverkehr hat sich einiges getan. Neue Schnellbuslinien wurden in Port Elizabeth, Johannesburg und Cape Town eröffnet. Von dieser WM werden die Südafrikaner noch lange profitieren.

Aber dennoch muss ich Wasser in den Wein kippen: Obwohl die Weltmeisterschaft in Südafrika klimaneutral gestaltet werden sollte, wurden 6x soviele CO2-Emissionen in die Atmosphäre entlassen wie in Deutschland 2006. Dieses Ziel haben Südafrika und die FIFA eindeutig verfehlt.

Weitere Entwicklungen

Dies war natürlich nicht das Einzige, was 2010 geschehen ist. Ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen. Anzusprechen sind auf jeden Fall die Gigaliner, für die 2010 kein gutes Jahr war. Viele Bundesländer lehnen Testfahrten mit den überlangen LKWs auf ihren Straßen ab.

Weltweit nehmen Carsharing und Bikesharing-Programme zu. Diese Entwicklung wird sich 2011 weiter fortsetzen. Gestritten wurde in Deutschland (wieder einmal) über die Einführung einer PKW-Maut, zu beobachten ist zudem eine Verschärfung der Umweltzonen in deutschen Städten. Themen wie Elbvertiefung, Fehmarnbeltquerung oder der Airport Berlin-Brandenburg International haben uns letztes Jahr ebenfalls begleitet.

Mal schauen was 2011 so bringt.

Verkehr in 140 Zeichen am 11.12.2010
  • Verkehr leidet weiter unter Frostwetter – Tagesschau – http://j.mp/icnwkY #
  • Modellregion Rhein-Ruhr: Projekt untersucht Alltagstauglichkeit von E-Mobilität – Wattgehtab – http://j.mp/hvFsWN #
  • S-Bahn Berlin: Grüne fordern Kündigung des S-Bahn-Vertrages – RBB – http://j.mp/fKIDz1 #
  • Eröffnung von Schnellzugbrücke zwischen Kehl und Straßburg – AFP – http://j.mp/dQlBVx #
  • Marokkanische Eisenbahn bestellt bei Alston 14 TGV-Garnituren für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Tanger – Casablanca – http://bit.ly/ibhfe3 #
  • Oben ohne: Wie die Deutsche Bahn durch Leitungsklau Millionenverluste erleidet – Wirtschaftswoche – http://bit.ly/hg49H0 #
  • Vorsitzender der Monopolkommission, Justus Haucap, lehnt staatliche Programme zur Förderung der Elektromobilität ab – Berliner Zeitung print #
  • Zehntausende protestieren gegen “Stuttgart 21″ – SWR – http://goo.gl/fb/HDSn9 #
  • Erste Wasserstoffbusse für London – energy saving trust – http://j.mp/fUuETV #
Seite 1 von 212

Schlußstrich

Flugzeuge sind Grenzkosten mit Flügeln.
Alfred E. Kahn (*1917), amerik. Wirtschaftswissenschaftler u. Politiker

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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