Artikel zum Thema Martin Randelhoff
[re:publica 13] Im Gespräch mit Dieter Zetsche, CEO Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars

re publica 2013 Berlin

An dieser Stelle möchte ich heute auf eine Session mit und mir auf der re:publica 13 am 07. Mai, 13:45 Uhr – 14:45 Uhr, hinweisen. Die re:publica ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, speziell Weblogs, soziale Medien und die Digitale Gesellschaft. Sie wird seit 2007 jährlich in veranstaltet.

Die siebte re:publica findet vom 6. bis zum 8. Mai 2013 unter dem Motto IN/SIDE/OUT statt. Veranstaltungsort ist zum zweiten Mal die STATION Berlin. Eingeladen sind 350 Redner, 5000 Besucher werden erwartet.

Am zweiten Tag werde ich mich mit Dr. Dieter Zetsche über “Das vernetzte Auto – wie verändert sich unsere Mobilität?” auf Stage 1 unterhalten. Thema wird die Veränderung der automobilen und die Stellung des Pkw in der sein.

Porträt Dieter Zetsche

Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands AG / Leiter -Benz Cars – Foto: Daimler

Angesprochen werden von mir auf jeden Fall die Bereiche (), , die intermodalen Serviceansätze, welche die Daimler Mobility Services verfolgt, autonome Fahrzeuge und das breite Feld der Konnektivität und der Car-2-X-Kommunikation.

Da ich vollkommen frei in der Auswahl meiner Fragen bin, darf man sich auf einige interessante und kritische Fragen meinerseits freuen. Natürlich kann ich nicht allzu sehr ins Detail gehen, da ich die Zuhörerschaft nicht überfordern möchte. Ich bin mir aber sehr sicher, dass es sehr interessante 60 Minuten werden!

Das Gespräch wird via Livestream über die re:publica-Webseite übertragen. Das Video steht nach einiger Zeit auch im Archiv zum Ansehen bereit.

Disclosure: Die Daimler AG hat das in finanziell unterstützt. Des Weiteren besteht Kontakt zu verschiedensten Mitarbeitern der unterschiedlichsten Abteilungen der Daimler AG inkl. Tochterunternehmen. Für mein Gespräch mit Herrn Dr. Zetsche werden Reise- und Hotelkosten von Seiten der re:publica übernommen. Des Weiteren erhalte ich ein Ticket für die drei Tage re:publica 13 zum Normalpreis von 150 Euro. Er erfolgen keine Zahlungen seitens Daimler.

Zukunft Mobilität wird drei Jahre alt!

Im Nachhinein ist das Startdatum von mit dem 01. April 2010 sicherlich etwas schlecht von mir gewählt worden. Das Internet quillt über vor Aprilscherzen und hier wird der dritte Blog-Geburtstag gefeiert.

Mit drei Jahren kann ein Kind rennen, laufen und springen, kann erste Sätze bilden und kreativ in einzelnen Kategorien denken. Für viele Eltern noch “erfreulicher”: Die Trotzphase hat begonnen!

Dieses Blog hat in den vergangenen 365 Tagen ebenfalls gewaltige Entwicklungsschritte nach vorne gemacht. Über 300 Prozent mehr Besucher im vergangenen Jahr, ein Wachstum der Page Impressions um mehr als 500 Prozent und eine wachsende Verweildauer. Sicherlich haben der Grimme Online Award und der PUNKT Journalismuspreis für Technikjournalismus diesem Blog nochmals einen Schub gegeben.

Diese ganzen Werte sind aber recht sekundär, wenn ich daran denke, wie viele interessante Menschen ich in den vergangenen Jahren kennen lernen durfte. Dies ist auch mit Abstand die schönste Erfahrung, die das Bloggen mit sich gebracht hat. Sich mit Menschen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft austauschen zu dürfen, die sich dem Thema und Mobilität ebenso intensiv und leidenschaftlich widmen wie ich. Mit dem Future Mobility Camp (20. / 21. April in Dresden) wollen wir viele dieser Persönlichkeiten zusammenbringen und gemeinsam Entwicklungen und Trends im Mobilitätsbereich diskutieren.

Durch die vielen Termine, die ich mittlerweile wahrnehme, und den vielen Aufträgen, die ich für verschiedenste Institutionen und Unternehmen bearbeite (Kurzkonzepte, Marktanalysen, u.v.m.), passiert das Spannende mittlerweile sogar außerhalb des Blogs. Durch die zeitliche Begrenzung des Tages auf 24 Stunden bin ich vor allem in den vergangenen Monaten mehrfach an meine Grenzen gestoßen und musste daher einige “interne Restrukturierungen” vornehmen. Klingt irgendwie schon nach Konzern, ist es aber sicherlich nicht! ;-)

Ich werde mir in den kommenden Wochen und Monaten auch überlegen müssen, was ich in Zukunft machen möchte. Das Bloggen werde ich aber definitiv nicht aufgeben. Dieser Blog wird definitiv weiter bestehen und das Kinderalter verlassen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr die Entwicklung dieses Blogs weiterhin mitbegleiten würdet!

Wenn ihr zum Geburtstag gratulieren möchtet, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir Vorschläge, Anmerkungen, Kritik und auch Lob in den Kommentaren, per Mail, Twitter, Google Plus und Facebook zukommen lassen würdet, damit ich Zukunft Mobilität in Zukunft an den entscheidenden Stellen noch besser machen kann!

Erste Gedanken zu BECKER et al. (2012): Externe Autokosten in der EU-27

In den vergangenen Tagen bin ich mehrmals von unterschiedlichen Seiten zu einer Einschätzung der Studie “Externe Kosten für die Nutzung von Autos in der EU-27″ von Prof. Udo Becker (TU ) 1 gebeten worden (Download der Studie). Die Untersuchung wurde im Auftrag von Michael Cramer, MdEP Bündnis 90/Die Grünen, durchgeführt. In den vergangenen Tagen ist über die Studie nach der offiziellen Vorstellung am 25.02.2013 in Berlin mehrmals in verschiedenen Medien (u.a. ZEIT Online, FAZ, Übersicht bei Google News) berichtet worden.

Ich fühle mich natürlich sehr geehrt, dass ich von verschiedenen Seiten um eine Einschätzung gebeten wurde. Ich werde einen Artikel auch zu gegebener Zeit veröffentlichen, denke allerdings, dass eine wissenschaftliche fundierte Bewertung nur durch andere wissenschaftlich arbeitende Stellen möglich ist. Für eine persönliche Einschätzung der Studie benötige ich allerdings noch ein wenig Zeit.

Ich möchte allerdings bereits heute auf einige allgemeine Punkte eingehen. Aufgrund der medialen Berichterstattung wird die Studie in vielen Kommentarbereichen und Foren intensiv diskutiert. Wie bei fast allen MIV-kritischen Studien, wird das Ergebnis stark in Zweifel gezogen. Insbesondere der Auftraggeber, ein grüner Europa-Abgeordneter, lässt viele Kritiker voreilig Schlüsse ziehen, die in dieser Form nicht gerechtfertigt sind. Der Studienname verrät bereits, dass hauptsächlich ein Überblick über existierende Studien von Dritten und keine vollkommene Neuuntersuchung erstellt wurde. Um das zu erkennen, muss man aber wenigstens das Deckblatt der Studie gelesen haben…

BECKER et al. wird unterstellt, dass er die Studie ganz im Sinne seines Auftraggebers möglichst MIV-kritisch und einseitig verzerrt dargestellt habe. Es ist sehr häufig zu lesen, dass eine “unabhängige” Studie sicherlich zu einem anderen Ergebnis gekommen wäre. Ein Beleg für die Behauptung wird jedoch nicht mitgeliefert. Hinzu kommt, dass die Technische Universität Dresden eine der profiliertesten verkehrswissenschaftlichen Fakultäten Europas hat und keine Wald-und-Wiesen-Universität ist (Disclosure: Ich studiere an der TU Dresden). Grobe Unsauberkeiten und Käuflichkeit würden im wissenschaftlichen Bereich auf jeden Fall geächtet und streng sanktioniert werden!

Weitere Untersuchungen zu externen Kosten des (Straßen-)Verkehrs

Die externen Kosten des Straßenverkehrs sind in der Vergangenheit bereits häufig untersucht worden. Ebenso existieren Betrachtungen für den Verkehrsträger Schiene, den sowie die Schifffahrt. Der absolute Großteil dieser Studien wurde nicht von den Grünen, sondern von Ministerien verschiedener Länder sowie der Europäischen Kommission beauftragt. Die entsprechenden straßenverkehrsrelevanten Ergebnisse können beispielsweise bei folgenden Autoren nachvollzogen werden (Auszug):

  • H. BAUM (2008): A critical review of the calculation of external costs of transport (Anmerkung : alle Externalitäten, EU-27)
  • W. SCHADE, C. DOLL, M. MAIBACH, M. PETER, F. CRESPO, D. CARVALHO, G. CAIADO, M. CONTI, A. LILICO, N. AFRAZ (2006): Analysis of the contribution of transport policies to the competitiveness of the EU economy and comparison with the United States (Anmerkung Martin Randelhoff: v.a. Staubezogen)
  • University of Leeds (2006): Generalisation of Research on Accounts and Cost Estimation (Anmerkung Martin Randelhoff: Stau, Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung, Straßen- und EU-25)
  • P. BICKEL (et al.) (2005): Developing Harmonized European Approaches to Transport Costing and Project Assessment (Anmerkung Martin Randelhoff: Stau, Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung, Straßen- und Schienenverkehr EU-25)
  • ECORYS, CE DELFT (2004): Marginal costs of Infrastructure use – towards a simplified approach (Anmerkung Martin Randelhoff: Stau, Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung, Straßen-, Luft- und Schienenverkehr EU-15)
  • VERMEULEN, et al. (2004): The price of transport – overview of the social costs of transport (Anmerkung Martin Randelhoff: Unfälle, Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel, Stau, Flächenverbrauch, Straßen-, Luft-, Schiffs- und Schienenverkehr in den Niederlanden)
  • N.B KRISTENSEN, A. OHM, J. HØY (2004): Marginal costs of traffic noise, Generalised values for pricing policies (Anmerkung Martin Randelhoff: Lärmkosten des Straßenverkehrs)
  • University of Leeds (2002): Unification of Accounts and Marginal Costs for Transport Efficiency (Anmerkung Martin Randelhoff: Unfälle, Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel, Stau, Natur und Landschaft, Boden- und Wasserverschmutzung, nukleare Risiken in der EU-15, Ungarn, Estland, , alle Verkehrsarten)
  • Bundesamt für Raumentwicklung, Schweiz (2002): Externe Kosten des Straßen- und Schienenverkehrs (Anmerkung Martin Randelhoff: Unfälle, Lärm, Luftverschmut- zung, Klimawandel, Natur und Landschaft, Boden- und Wasserver- schmutzung, Erschütterungen, sensible Räume, städtische Effekte, vor- und nachgelagerte Prozesse)
  • C. NASH, et al. (2000): Pricing European Transport Systems (PETS) (Anmerkung Martin Randelhoff: Stau, Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel, Unfälle in der EU, Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftverkehr)
  • INFRAS/IWW (2000, 2004): External costs of Transport: Accidents, Environmental and Congestion Costs of Transport in Western Europe (Anmerkung Martin Randelhoff: Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung, Klimawandel, Stau, Natur und Landschaft, städtische Effekte in der EU-15, Norwegen und der Schweiz)

Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass eine Diskreditierung der Studie von BECKER et al. anhand des Auftraggebers ein recht plumper Versuch ist, da diverse andere Studien zu ähnlichen Ergebnissen kommen (s.o.). Die Bandbreite der externen Kosten und der jeweiligen Kostensätze unterscheidet sich natürlich innerhalb der einzelnen Studien aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzungen. Eine Bewertung der von BECKER et al. errechneten Kosten kann nur anhand einer Gegenüberstellung der in anderen Studien errechneten Kostensätze und der Kostensätze der Studien, die von BECKER et al. verwendet wurden, unter Berücksichtigung der jeweiligen Abgrenzungen erfolgen.

Gegenargumente zu BECKER et al.

Es ist jedoch wissenschaftlicher Konsens, dass der Straßenverkehr die externen Kosten nicht vollständig internalisiert. Für mich ist es relativ interessant, dass der Verband der ausschließlich die Höhe der nicht-internalisierten Kosten sowie die nicht erfolgte Verrechnung mit den Internalisierungskomponenten der kritisiert. Der VDA verweist auf die Untersuchung von PULS (2009) 2, Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, der auf externe Kosten des Straßenverkehrs von 38 Milliarden Euro pro Jahr komme. 

Allerdings gibt es auch hier die Problematik der Abgrenzung. PULS setzt beispielsweise die weitaus niedriger an, “weil Autokäufer für mehr Sicherheitstechnik in ihrem Gefährt auch mehr zahlen und damit praktisch einen Teil der möglichen übernehmen. Außerdem bewertet das Institut den Ausstoß an Klimagasen anhand des Börsenpreises für Emissionszertifikate, der die Kosten, die mit der Vermeidung von Treibhausgasen verbunden sind, realistisch abbildet”. (ZITAT Pressemitteilung IW Köln 2009)

Problematisch ist diese Abgrenzung unter anderem, da der in Europa keine realistischen Preise abbildet. Aus diesem Grund verabschiedete beispielsweise der im betreffenden Verfahren nicht federführende Umweltausschuss des EU-Parlaments im Rahmen der Beratungen zur Energieeffizienzrichtlinie einen Beschluss, wonach die EU-Kommission zu Beginn der dritten Handelsperiode 2013 weitere insgesamt 1,4 Milliarden Emissionshandelszertifikate zurückhalten könnte (set aside), um den unerwartet niedrigen Preis von 7,40 Euro zu stützen. 

Eine genauere Bewertung der angenommenen Kostensätze von BECKER et al. im Vergleich zu PULS dürfte sehr aufschlussreich und ein Kampf der Abgrenzungen und Annahmen sein. Allgemein lässt sich jedoch vor dem Hintergrund anderer wissenschaftlicher Studien aus diesem Bereich, dass PULS Annahmen eine Minderheitsmeinung sind. Die genaue Wirkung der gewählten Abgrenzung muss natürlich genauer untersucht werden.

Besonderheit des Untersuchungsdesigns

Bei Kritik an der Studie “Externe Kosten für die Nutzung von Autos in der EU-27″ muss zudem beachtet werden, dass BECKER et al. die Kostensätze nicht selbst festgelegt, sondern nur aus einer Bandbreite von möglichen Kostensätzen ausgewählt haben. Die Datenauswahl lässt sich in der Studie nachvollziehen und wird natürlich auch Teil einer Analyse sein.

Diese ist für mich jedoch vor allem deswegen relativ schwierig, weil die Berechnung jedes einzelnen Werts betrachtet und analysiert werden muss. Maßgeblich für eine fundierte Aussage ist mindestens eine nähere Betrachtung der folgenden Untersuchungen:

  • CE Delft; Infras; Fraunhofer ISI, 2011. External Costs of Transport in Europe- Update Study for 2008. Delft : CE Delft.
  • Transport & Mobility Leuven, 2007. TREMOVE model description. s.l.:s.n.
  • Umweltbundesamt, 2010. CO2-Emissionsminderung im Verkehr in Deutschland. Mögliche Maßnahmen und ihre Minderungspotenziale. Dessau: Umweltbundesamt
  • Maibach, M. et al., 2007. Handbook on estimation of external cost in the transport sector. Delft: CE Delft.
  • Weltgesundheitsorganisation, 2005. Health effects of transport-related air pollution. Kopenhagen: Weltgesundheitsorganisation WHO Regionalstelle für Europa.
  • Weltgesundheitsorganisation, 2011. Burden of disease from environmental noise – Quantification of healthy life years lost in Europe. Kopenhagen: Weltgesundheitsorganisation WHO Regionalstelle für Europa. 
  • Europäische Kommission, 2002. Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm. Brüssel: Europäische Kommission.
  • Friedemann, J., Becker, T. & Becker, U., 2010. Wegekosten und externe Kosten – Analyse, Probleme, Bedeutung. In: Handbuch der kommunalen . Berlin: VDE Verlag.

Aufgrund des Umfangs dauert eine abschließende Bewertung eine längere Zeit. Ich bitte zudem darum, dass bei einer kritischen Auseinandersetzung mit der nun vorliegenden Studie die gewählten Kostensätze ebenfalls bei den jeweiligen Autoren betrachtet werden und keine pauschale Verurteilung aufgrund des Auftraggebers erfolgen sollte. Dies ist hochgradig unseriös!

Ich habe durchaus Verständnis und ermutige auch dazu, sich mit Studien kritisch auseinanderzusetzen. Natürlich ist die Nutzenkomponente des Straßenverkehrs in der Untersuchung nicht betrachtet worden. Die Abgrenzung ist jedoch auch extrem schwierig. Ein volkswirtschaftlicher Nutzen ist unter anderem durch die Erreichbarkeit und positive Zeitgewinne gegenüber anderen Verkehrsarten sowie die Arbeitsplatzeffekte und Wirtschaftsimpulse durch den gegeben. Allerdings hängen Investitions- und Standortentscheidungen von einer Vielzahl von Faktoren ab (Bildung, Boden, Kapitalverfügbarkeit und Kapitalkosten, Lohnniveau, u.v.m), sodass Erreichbarkeit zwar eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität ist, die Höhe dieser Nutzenkomponente allerdings nur mit großem Aufwand bemessen werden kann. An dieser Stelle würde ich mich über die Zusendung bzw. den Verweis auf entsprechende Untersuchungen sehr freuen!

Thema wird fortgesetzt…

Disclosure: Ich habe bei  Professor Becker Verkehr und Umwelt sowie Verkehrsökologie gehört. Ich war und bin darüber hinaus für verschiedene Unternehmen aus dem Fahrzeugbereich (Automobilhersteller, Zulieferer und Beratungsunternehmen) tätig und habe verschiedene Einladungen zu Veranstaltungen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen u.a. vom Europäischen Automobilherstellerverband, verschiedenen Parteien, usw. angenommen und dafür in den meisten Fällen ein Entgelt erhalten.

  1. Becker, Udo; Becker, Thilo; Gerlach, Julia: Externe Autokosten in der EU-27 Überblick über existierende Studien, Dresden 2012
  2. PULS, Thomas (2009): Externe Kosten am Beispiel des deutschen Straßenverkehrs – Ökonomisches Konzept, politische Relevanz, praktische Möglichkeiten und Grenzen, IW-Analysen Nr. 53, Köln 2009
[Programmhinweis] DRadio Wissen Onlinetalk über die Zukunft der Mobilität

Artikelaktualisierung Zukunft MobilitätEin kleiner Programmhinweis für den morgigen Samstag, den 26.01.2013. Ich habe ab 11:00 Uhr mit Daniel Fiene und Herrn Pähler im Onlinetalk bei DRadio Wissen über heutige und zukünftige Trends, Herausforderungen und Chancen im Bereich Mobilität gesprochen. Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist hier zu finden.

Wo das Intervie statt fand: Radiostudio Vier im MDR Landesfunkhaus Dresden

Ich stand im Radiostudio Vier des MDR Landesfunkhauses , Daniel Fiene und Herr Pähler in Köln

Die Sendung dauerte etwa 55 Minuten. Wir hatten also ausreichend Zeit, das Thema intensiv zu diskutieren. Ich hatte selbst keine Ahnung über die konkreten Gesprächsthemen und musste mich einfach überraschen lassen, in welche Richtung sich das Gespräch entwickelt. Unterhalten haben wir uns über alle wichtigen . Die Bereiche Radverkehr, Straßénverkehr, Schienenverkehr, und sogar der Weltraumtourismus wurden abgedeckt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich beim letzten Thema nicht wirklich viel Ahnung hatte und das in diesem Blog normalerweise nur eine minimale Rolle spielt. Ist eben zu “abgehoben”. ;-)

Um die angeschnittenen Themen ein wenig weiter zu vertiefen, empfehle ich folgende Artikel:

Wer Themenvorschläge, Fragen oder Anregungen hat, kann gerne immer einen Kommentar abgeben oder mir eine Mail schreiben.

DRadio Wissen wird ausschließlich digital über den Digitalradio-Standard DAB+, Kabel, Satellit und im Internet als Livestream in verschiedenen Formaten ausgestrahlt. Der Livestream ist hier zu finden.

Wer möchte, kann das Gespräch auch noch im Nachhinein als Podcast hören.

Zukunft Mobilität: Das Jahr 2012 in Zahlen

Das Jahr 2012 war für dieses mit seinen zwei Jahren noch recht junges Blog und auch für mich persönlich das mit Abstand beste Jahr. Ich freue mich über 186.409 einzelne Besucher, die insgesamt 1.030.900 Seiten (PI) in den vergangenen 12 Monaten aufgerufen haben. Im Vergleich zum Jahr 2011 ist dies eine Steigerung um 121.879 Besucher bzw. 288 Prozent. Bei den Page Impressions ist die Steigerung mit 844.351 (+ 556,2 %) noch größer. Für ein Nischenblog sind diese Zahlen meiner Meinung nach recht eindrucksvoll und ich möchte mich an dieser Stelle auch recht herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken.

Die durchschnittliche Verweildauer lag mit 7 Minuten und einer Sekunde zwei Sekunden höher als im Jahr 2011. Die Absprungrate, also der Anteil der Besucher, die nur eine Seite aufgerufen haben, lag bei 15,25 Prozent.

Im Jahr 2012 habe ich insgesamt 469 Artikel veröffentlicht, davon waren 280 “ in 140 Zeichen”. Somit bleiben 189 Artikel, in denen ich Designstudien, Verkehrskonzepte oder Analysen vorgestellt habe.

Die meistgelesenen Artikel dieses Jahres waren:

Die meisten Besucher kamen auch 2012 durch Google, allerdings waren auch Facebook und Twitter starke Trafficbringer. Anfang des vergangenen Jahres hatte ich mir das Ziel gesetzt, bei Facebook mehr als 250 Fans zu haben. Damals betrug die “Fanbase” knapp über 100 Personen, mittlerweile sind wir bei über 700! Auch die Zahl der Twitter-Follower hat die Grenze von 700 durchbrochen. Bis zum Ende dieses Jahres würde ich mich freuen, wenn die 1000 auch noch geknackt werden würde! ;-)

Die meisten Besucher sind durch die folgenden Webseiten auf gelangt (Top 10):

  • Google
  • Facebook
  • Twitter
  • Grimme-Institut.de
  • T-Online
  • TV Spielfilm
  • WDR
  • heise online
  • Zeit.de
  • Standard.at

Wichtig, aber nicht in den Top 10, waren zudem der ORF, die Wikipedia, aber auch diverse Foren und andere Blogs. Insgesamt kamen im Jahr 2012 Besucher von 934 verschiedenen Webseiten und von 48 verschiedenen Suchmaschinen.

Bei den Suchmaschinen dominierte eindeutig Google mit über 80.000 Besuchern. Durch die neuen Privatsphäreeinstellungen konnten leider nicht alle Suchbegriffe erkannt werden. Aus etwa 80 Prozent der Suchanfragen lässt sich das folgende Ranking wichtiger Suchbegriffe erstellen (Top 15):

Recht positiv haben sich auch die Abrufzahlen bei Youtube entwickelt. Da sich dieses kleine Experiment noch ganz am Anfang befindet, dürften sich die Abrufzahlen 2013 noch steigern. Der Youtube-Kanal und das -Verzeichnis werden zu Beginn des Jahres weiterentwickelt.

Das Jahr 2012 hat sich auch im Bereich der Vorträge gut entwickelt. Für Termine habe 2012 mehr als 23.700 Kilometer zurückgelegt und dabei sehr viele interessante Menschen getroffen. Auch dafür vielen Dank!

Der spannendste Moment des Jahres 2012 war definitiv die Preisverleihung des Grimme Online Awards. Durch den Tausch der Nominierungskategorie war die Verleihung für mich eine emotionale Achterbahnfahrt. Spannend war aber auch meine Rede zum Erhalt des PUNKT-Preises der Akademie der deutschen Technikwissenschaften. Nachdem ich die Anrede des Bundespräsidenten, Bundesverkehrsministers, usw. ohne Probleme und vor allem ohne jemanden zu vergessen hinter mich gebracht habe, war der Rest der Rede eigentlich recht entspannt.

Erwähnt wurden ich oder Zukunft Mobilität in einer Vielzahl von Presseerzeugnissen. Mir persönlich sind über 50 Zeitungsartikel, Magainartikel und Erwähnungen im Radio bekannt. Ich kann nur hoffen, auch 2013 noch interessant zu bleiben.

Pläne für 2013

Im Jahr 2013 möchte ich Zukunft Mobilität natürlich weiterentwickeln. Für 2013 sind mehrere Projekte geplant, von denen sich einige noch in einem frühen Stadium befinden. Ich werde auf jeden Fall versuchen mehrere Dossiers zu wichtigen Themenkomplexen (Pkw-Maut, Wirkungen des ÖPNV, usw.) zu erstellen und diese nicht nur im Blog zu veröffentlichen, sondern auch als PDF, epub und in anderen elektronischen Formaten anzubieten. So lassen sich beispielsweise Artikel auch über Amazon für den Kindle oder andere eBook-Reader herunterladen. Natürlich weiterhin kostenlos!

Geplant ist zudem die Entwicklung einer neuen Vortragsreihe, die im April dieses Jahres starten soll. Hier ist allerdings noch ein wenig Arbeit notwendig. Ausgebaut werden soll auch der Ton- und Videobereich. Der [Fakt der Woche] soll auch wieder regelmäßig erscheinen und das Angebot erweitern.

Ich werde im Laufe des Jahres 2013 auch eine Diskussion anstoßen, wie sich Zukunft Mobilität weiterentwickeln soll. Die große Frage ist, ob ich dieses Blog weiterhin als Einmannbetrieb umsetzen soll/kann, was im Laufe der Zeit weniger, aber dafür wahrscheinlich längere Artikel bedeuten dürfte, oder ob ich das Autorenteam behutsam und themenbezogen ausweiten soll. Von dieser Frage hängt auch die Grundausrichtung dieses Blogs ab, da ich persönlich ja für die Inhalte dieses Blogs stehe und mein Stil und meine Grundhaltung bisher dieses Blog definiert haben. Bei weiteren Autoren wird der Stil sich definitiv verändern, allerdings wird auch das Themenrepertoire erheblich erweitert. Diese Diskussion möchte ich auf jeden Fall im Jahr 2013 führen.

Sehr interessant wird auch die Diskussion um das Leistungsschutzrecht werden. Mit dem Leistungsschutzrecht wollen die Verlage erreichen, dass die „gewerbliche Nutzung“ von kostenfreien Inhalten vergütungspflichtig wird. Wer in Zukunft Auszüge aus einem Artikel – zum Beispiel einzelne Sätze oder eine Überschrift – verwenden will, soll nach Vorstellung der Verleger künftig eine Zustimmung („Lizenz“) benötigen und Vergütungen bezahlen. Wer sich nicht daran hält, müsste mit Abmahnungen, Klagen oder anderen Sanktionen rechnen (weitere Informationen bei IGEL). Das Leistungsschutzrecht bedroht daher direkt die Kategorie “Verkehr in 140 Zeichen”, in der meistens nur die Überschrift eines deutschen Presseerzeugnisses und der dazugehörige Link veröffentlicht werden. Im Jahr 2012 habe ich mehr als 60.000 Besucher auf Blogs und Online-Angebote deutscher und internationaler Verlage weitergeleitet!

Die Einführung eines Leistungsschutzrechts würde diese Kategorie und Artikelform von einem auf den anderen Tag vernichten. Alle Artikel der letzten 365 Tage müsste ich löschen, da das Risiko einer Abmahnung zu groß ist. Das Schließen von Lizenzen wäre zwar durchaus möglich, allerdings nur, wenn mir die Verwendung von Links und Überschriften kostenfrei gestattet werden würde, da ich mir als Betreiber eines werbefreien Blogs und Student das Zahlen von Lizenzgebühren nicht leisten kann. Hinzu kommt, dass das Gesetz vom Gesetzgeber so schwammig und unausgereift formuliert ist, dass erst durch eine gerichtliche Klärung die genaue Anwendung und Zahlungspflichten konkretisiert werden dürften. Letztendlich ist das Leistungsschutzrecht ein Segen für Abmahnanwälte, ein Risko dem ich mich nicht aussetzen kann. Ich persönlich stelle mir auch die Frage, ob es nicht Aufgabe der Verlage wäre, die Views von 60.000 Besuchern zu monetarisieren, anstatt mir de facto die Verlinkung zu untersagen bzw. eine Gebühr von mir zu verlangen.

Theoretisch wäre es weiterhin möglich, auf englischsprachige Inhalte zu verlinken, bzw. deutsche Inhalte nur noch aus dem deutschsprachigen Ausland zu beziehen. Dies bedeutet allerdings, dass lokale Berichterstattung aus Deutschland nicht mehr erwähnt werden kann und viele Themen, die Deutschland betreffen, nicht mehr verlinkt werden. Die Suche nach einer Lösung dieses Problems wird mich definitiv im Jahr 2013 beschäftigen. Und ich gehe fest davon aus, dass das Leistungsschutzrecht noch vor der Bundestagswahl beschlossen werden wird.

Das Jahr 2013 wird auf jeden Fall ein spannendes, aber auch arbeitsreiches Jahr. Auf die viele Arbeit und die Ergebnisse freue ich mich jetzt schon! Ich hoffe, dass ich auch 2013 den Kurs dieses Blogs weiterführen kann und ich den in mich gesetzten Ansprüchen gerecht werde!

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir weitere Vorschläge für Zukunft Mobilität zukommen lassen würdet, mich weiterempfehlt und mich rechtzeitig informiert, wenn einmal etwas technisch oder auch inhaltlich daneben geht. Danke bereits im Voraus!

Und jetzt packen wir es an!

Verkehr in Woche 48/49 2012

Ausgabe Eins meines kleinen Videoexperiments, das heute gestartet ist. Ich plane zukünftig jede Woche einen kurzen Abriss der vergangenen sieben Tage zu geben und wichtige Meldungen und Nachrichten einzuordnen, zu interpretieren und zu kommentieren.

Im ersten Video beschäftige ich mich nochmals mit dem Zulassungsverbot von Motorrollern mit in China, dem Verkauf des Flughafens Lübeck und dem schlechten Zustand deutscher und der Diskussion um den Schweizer Nationalstraßeninfrastrukturfonds.

Ich würde mich auch sehr über Namensvorschläge für die Videoreihe freuen, da “ in Woche xy” etwas langweilig und trocken klingt.

Die Audio-Ausgabe wird noch nachgeliefert.

Zukunft Mobilität erhält PUNKT 2012 der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften

acatech – Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hat mit dem Journalismuspreis in der Kategorie Multimedia ausgezeichnet. Der PUNKT prämiert herausragende Wort-, Bild- und Multimediabeiträge rund um das Thema Technik. In der Kategorie Multimedia ausgezeichnet werden ”Formate, die die erweiterten Möglichkeiten des Internets wegweisend nutzen”.

acatech Journalismuspreis PUNKT 2012

Begründung der Jury

Mit seinem Online-Magazin „“ bietet der Student der TU eine klar konzipierte Informations- und Diskussionsplattform rund um das Thema Mobilität. Eigene Positionen, aber auch die Meinungen anderer, macht der 23-Jährige transparent und erfüllt damit ein zentrales journalistisches Qualitätskriterium. integriert Podcasts, Videos und RSS-Feeds, gibt weiterführende Links und lädt ein zum Austausch über Social Media-Kanäle wie Facebook und Twitter, die er selbst betreut. Das umfassende Engagement und insbesondere die Umsetzungsfähigkeit Randelhoffs als alleiniger Blogger und Redakteur überzeugte die Jury.

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:

  • Dr. Klaus Dartmann Wissenschaftsredakteur Deutsche Welle und Vorstandsmitglied Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.
  • Prof. Dr. Friederike Herrmann, Professorin für Medienwissenschaft, Hochschule Darmstadt
  • Reiner Korbmann, Wissenschaftsjournalist und Gründer von Science&Media, Büro für Wissenschafts- und Technikkommunikation
  • Sandra Lowin, Executive Director, init | AG für digitale Kommunikation
  • Christiane Riedel, Geschäftsführerin, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
  • Prof. Dr. Andreas Schümchen, Professor für Journalistik, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
  • Markus Weißkopf, Geschäftsführer, Wissenschaft im Dialog gGmbH

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird mir heute Abend im Rahmen der Festveranstaltung im Konzerthaus verliehen.VG Wort

Ein paar Worte noch von mir:

Für mich persönlich ist der Preis natürlich eine große Ehre, auch wenn ich persönlich nur noch sehr schwer begreifen kann, was alles passiert. Es ging mir schon beim Grimme Online Award so, dass ich persönlich ein ganz anderes Selbstverständnis von meiner Arbeit habe. Das ist die große Unsicherheit “Bin ich jetzt wirklich so gut oder sind die “anderen” einfach nur schlecht?”. Ich möchte auf diese Frage keine Antwort haben, es ist nur dieses Gefühl was mich schon seit einigen Tagen bewegt. Ich habe auch einige Pläne für den Verkehrsbereich im Hinterkopf, die ich gerne in den nächsten Monaten angehen möchte. Es wird auf jeden Fall spannend!

Und ich muss mich bei all denen bedanken, die diesen Blog lesen und mir damit ein Gefühl geben, etwas Wichtiges und Richtiges zu machen. Ohne euch würde das Schreiben über und Mobilität bei Weitem nicht so einen Spaß machen. Ich durfte in den letzten zweieinhalb Jahren auch sehr viele interessante Menschen kennen lernen, von denen einige gute Freunde geworden sind. Das alles wäre ohne die Motivation, die ich teilweise auch aus Kommentare und zugegebenerweise auch aus der Zugriffsstatistik erhalte, nicht möglich gewesen.

Ich habe auch sehr viel durch Kommentare, Mails und Anmerkungen gelernt. Es geschieht leider sehr schnell, dass man nur in ausgetretenen Pfaden denkt, was äußerst gefährlich und schädlich ist. Ich bin daher um jeden Besucher froh, der mir widerspricht oder zumindestens meine Ergebnisse kritisch hinterfragt. Ich habe die Weisheit bestimmt nicht mit Löffeln gefressen, auch wenn man von Unternehmen und Verbänden eingeladen wird und erzählen soll, wie die Welt in zehn oder zwanzig Jahren im Verkehrsbereich aussehen wird. Damit geht natürlich eine große Verantwortung einher, auch wenn ich diese Frage natürlich nicht beantworten kann und mich daher um die Beantwortung dieser Frage immer drücke.

Ich hoffe, dass ihr mir in Zukunft weiterhin die Treue haltet und sagt bitte Bescheid, wenn ihr Verbesserungsmöglichkeiten seht. Vielen Dank nochmals für Alles!

Und ich hoffe ebenfalls, dass ich mich heute Abend mit meiner Rede nicht blamiere (Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne noch bis 17:30 Uhr an) und niemanden der ganzen wichtigen Leute vergessen habe. Drückt mir die Daumen! ;-)

Redemanuskript

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrter Herr Bundesminister, sehr geehrte Herren Präsidenten, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Das Internet hat in den letzten Jahrzehnten unsere Gesellschaft und unser aller Leben gründlich durcheinandergewirbelt und verändert. Zum Großteil zum Positiven, im Kleinen vielleicht auch eher negativ.

Nichtsdestotrotz ist das Internet eine der größten Erfindungen der Menschheitsgeschichte und bietet jedem Einzelnen die Möglichkeit zur Kommunikation, zum Lernen und zum Verstehen.

Ich bin jetzt 23 Jahre alt und mit dem Internet aufgewachsen. Für mich persönlich ist es eine der größten Errungenschaften und hat es mir erst ermöglicht mich intensiv mit den Themen Verkehr und Mobilität auseinanderzusetzen. Ich kann mit voller Überzeugung behaupten, dass ich ohne das Internet heute hier nicht stehen würde.

Ich persönlich sehe mich auch weniger als Technikjournalist, denn als Wissenschaftskommunikator.

In der Wissenschaftskommunikation bietet dieses Medium noch ungeahnte Möglichkeiten. Wissenschaftler können ihre Ergebnisse frei und offen publizieren, in den Diskurs eintreten und sich unabhängig von Konferenzen und Kongressen mit Kollegen austauschen. Es bietet auch die Möglichkeit den großen Wissensschatz von misslungenen Experimenten und widerlegten Hypothesen zu veröffentlichen. Wissenschaft und Forschung profitieren ebenso von Fehlschlägen wie von positiven Ergebnissen.

Eine weitere große Möglichkeit bietet sich im Feld der Kommunikation. Wir können heute Rohdaten zur Verfügung stellen, aber auch zielgruppenorientiert Forschungsergebnisse präsentieren und noch viel wichtiger erklären.  So kann beispielsweise der Graben zwischen Öffentlichkeit und Fachpublikation peu à peu geschlossen werden. Man könnte auch sagen, dass Wissenschaftler den Elfenbeinturm verlassen und der gesellschaftlichen Notwendigkeit einer öffentlichen Legitimation der Wissenschaft mit offenem Visier entgegen treten.

Wenn wir als Wissenschaftler oder Journalist ehrlich zu uns selbst sind, wissen wir dass in einzelnen Fällen Ergebnisse nicht richtig in der Öffentlichkeit ankommen. So werden hin und wieder einzelne Aspekte herausgenommen und zu sehr in den Vordergrund gestellt, andere wichtige Erkenntnisse bleiben wegen ihrer Komplexität oder ihrer gesellschaftlich angeblich zu geringen Bedeutung außen vor.

Das Internet bietet nicht nur Journalisten die Möglichkeit, Wissenschaft mit unterstützenden Inhalten zu verknüpfen und unabhängig von Zeilenvorgaben zu erklären, sondern es bietet Wissenschaftlern, Erfindern und Unternehmen auch die Möglichkeit selbst zu kommunizieren. So können Forschungsergebnisse detailliert vorgestellt werden, auch wenn man sich nicht zu sehr in den Details verlieren sollte. Dies bedarf natürlich neuen Anforderungen an die wissenschaftliche Ausbildung und einen Mentalitätswechsel, dass Offenheit auch Klarheit und Verständnis mit sich bringt.

Für den Journalismus bedeutet dies aber ebenso eine Zäsur, da er auch im Bereich des Wissenschaftsjournalismus in den nächsten Jahren seine Gatekeeper-Funktion endgültig verlieren dürfte. Die Möglichkeiten spannende und herausragende Technik und Forschung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wachsen durch das Internet enorm. Video, 3D-Visualisierungen, interaktive Inhalte seien hier als Beispiel genannt. Der Journalismus wird sich diesen Herausforderungen stellen müssen. Aber ich bin mir sich, dass er diese auch in formidabler Weise bewältigen wird.

Zum Abschluss bleibt mir noch, im Namen aller Preisträger, acatech und der Jury zu danken und Ihnen einen anregenden Festabend zu wünschen.

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Schlußstrich

Das Fahrzeug der Zukunft hat einen CW-Wert von 0,2 und fährt 280. Völlig schadstofffrei. Es hat serienmäßig Allrad, ABS, Antischlupf, Bordcomputer und Klimaanlage. Außerdem getönte Scheiben, Telefon, Telefax, Stereo-Video, Liegesitze vorne und hinten. Und: Rallyestreifen.
aus einem Werbespot der DB zur Einführung des Intercity-Express, 1991

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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