Artikel zum Thema Rostock
Verkehr in 140 Zeichen am 23. – 25.04.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 07.03. – 10.03.2013
  • Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft zeigt sich besorgt um den Zustand deutscher Regionalflughäfen – http://t.co/y7Tvb6yZRF ->
  • Zweibrücken: Saarland prüft Anteilsübernahme des rheinland-pfälzischen Flughafens – airliners – http://t.co/KixWZlxnoR ->
  • Usedom: Gutachten warnt vor Schließung des Regionalflughafens Heringsdorf auf Usedom – airliners – http://t.co/QXcKHJnFgV ->
  • Tourismusbranche kämpft um Flughafen Heringsdorf (12.000 PAX / Jahr) – airliners – http://t.co/Ztd6cPKe1R ->
  • Hannoversche Verkehrsbetriebe sollen prüfen, wie teuer ein Test mit WLAN in ihren Fahrzeugen wäre – heise online – http://t.co/JFK3dDAXkD ->
  • Nicht vergessen! Die Bewerbungsphase für das FMC 2013 startet heute um 14:00! http://t.co/qC4EmAXIXc ->
  • Ramsauer befürchtet teurere Bahntickets wegen “Stuttgart 21″, wenn Stadt und Land nicht mehr zahlen – Tagesschau http://t.co/IHEKAz8C0V #s21 ->
  • Das Manöver von Ramsauer, die deutschen Bahnkunden gegen das Land BaWü und Stuttgart aufzuhetzen, ist so durchschaubar wie bezeichnend. #s21 ->
  • Ein Riss geht durch Europas Autoindustrie – Tagesschau – http://t.co/2USn7iDphp ->
  • Kommentar: Geht’s eigentlich noch, Herr Ramsauer? – SWR – http://t.co/0mSpLxMfwa #s21 #bahn ->
  • Deutsche Anflugverbote auf Flughafen sind rechtens – Tagesschau – http://t.co/kfrEdgZQJy ->
  • Btw: Der Ständerat in Bern hat das Fluglärmabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz trotz deutscher Nachbesserungswünsche ratifiziert. ->
  • Anfang 2014 soll ein erster etwa 7,5 Kilometer langer Bus Rapid Transit-Korridor in Washington D.C. eröffnet werden – http://t.co/EYtcY4ss3e ->
  • Wegen des US-Sequesters erhalten ÖPNV-Systeme im Nordosten der USA 545 Millionen Dollar weniger – http://t.co/FBfiTUhdhQ #sequester @USDOT ->
  • Die neuen unübersichtlichen Preismodelle von Drive Now und car2go – daniel fienes weblog – http://t.co/rkAGOEylsV ->
  • Peinlich für Deutschland: Der Nord-Ostsee-Kanal ist für große Schiffe wegen zwei defekter Schleusen gesperrt – http://t.co/nhZ04zwhsy #nok ->
  • Dubais Flughafen-Chef Paul Griffiths über die Effizienz autokratischer Regime bei Infrastrukturprojekten – ZEIT – http://t.co/tMy72AWNtU ->
  • Verkehrssicherheit in Berlin: Weniger Verkehrstote, aber mehr verletzte Radfahrer und Senioren – Polizei Berlin http://t.co/kyLHIv5U7T (PDF) ->
  • Am Freitag streikt erneut das Sicherheitspersonal am Flughafen /Bonn – WDR – http://t.co/ph4kCcACvU #NRW #streik #CGN ->
  • Schweizer Vignette wird 2015 150% teurer. Mit den Mehreinnahmen wird das Nationalstrassennetz um 390 km ausgebaut – http://t.co/kKJL9iUoHw ->
  • Der ADAC ist natürlich gegen die Erhöhung und kritisiert die Abzocke deutscher Urlauber. – PM ADAC – http://t.co/lUpXVKNjHl #schweiz #maut ->
  • Radverkehr und ökonomische Entwicklung – Bacon’s Rebellion – http://t.co/aopb1cada2 ->
  • Better Place: Was ist beim Aufbau des Batteriewechselnetzwerkes schiefgegangen? (Ausnahme Dänemark und Israel) – http://t.co/mDmFYUpW7j ->
  • Volvo kündigt Detektionssystem für Fußgänger und Radfahrer an – Copenhagenize – http://t.co/0blvG4654a #verkehrssicherheit ->
  • In Paris sollen bis 2030 200 Kilometer neue -Strecken mit 72 Stationen entstehen. Die Baukosten sind auf 27 Milliarden € projektiert. ->
  • Der Grand Paris Express soll die Region um Paris besser an die Métro Paris und die Stadt anbinden. Kernstück sind vier automatisierte Linien ->
  • Dazu soll die bereits existierende fahrerlose Linie 14 der Pariser Métro als Ligne bleue (Blaue Linie) in das System integriert werden. ->
  • Informationen bei metro: http://t.co/0DR01v6VvO Zur Refinanzierung sollen u.a. die Bußgelder für Falschparker von 17 auf 35€ erhöht werden. ->
  • #BER in Kürze: Beraterlösung vorerst vom Tisch, Lufthansa fordert Ende der Nachtflugdiskussion – airliners – http://t.co/HZ66b9s8tR ->
  • Berlin, die Möchtegern-Metropole – Cicero Online – http://t.co/bLrdysCaSB ->
  • Österreich: PKW-Neuzulassungen im Februar 2013 mit -11,4% z.Vj. – Querschuesse – http://t.co/JhQYzQbgyk ->
  • UK: PKW-Neuzulassungen mit +7,9% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/Kln9aX9Gwp ->
  • Mehdorn wird Chef des #BER! Und ich hatte damals noch Witze gemacht! Einfach unfassbar… ->
  • Berlin: Aufsichtsrat berät über Investitionen in den Flughafen Tegel – airliners – http://t.co/IEbCyFtsqe #txl ->
  • Umfrage: Mehrheit dachte, Mehdorn wäre schon längst Chef von Berliner Flughafen BER – Der Postillon – http://t.co/LrTMgjuNLv #BER  ->
  • Spediteure fordern vom Bund bis zu 1,75 Milliarden Euro Lkw-Maut zurück – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/fzAdfzzaJg ->
  • Carsharing-Service kommt nach Deutschland – Gas 2 – http://t.co/qKc1pxJQEq ->
  • Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann schweigt zum Fluglärmstreit mit der Schweiz – BLICK – http://t.co/r0JnZ80tsY ->
  • NTSB legt Untersuchungsbericht zur Boeing 787 #Dreamliner vor – heise online – http://t.co/VZTBBO9We8 Download: http://t.co/QJ36UCciDs (PDF) ->
  • Shanghai plant die Einführung von Elektrofahrzeug-Carsharing – Gasgoo – http://t.co/2hFqxM8EWN #carsharing ->
  • Stadtumbau in San Francisco erzeugt große Herausforderungen für die innerstädtischen Verkehrssysteme – SF Examiner – http://t.co/vLWZRP6iWe ->
  • Neue Regionalfluggesellschaft Rostock Airways soll ab August zu Drehkreuzen wie #FRA, #MUC und #CPH fliegen http://t.co/8dnfOYjwmV #RLG ->
  • USA: Privatisierung von öffentlichen Verkehrsunternehmen bringt nicht die erwünschten Erfolge – Bay Citizien – http://t.co/bQSEppO4DA ->
  • Lösung des Reichweitenproblems: stellt Elektroautokunden leihweise Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zur Verfügung http://t.co/YDlEhot9fE ->
  • Ich hatte vor einigen Monaten #Europcar einen sehr ähnlichen Vorschlag gemacht: http://t.co/C5kKO9ILAr #elektroauto #intramodalitaet ->
  • Es ist übrigens interessant zu sehen, wie fast alle Bundesländer “noch schnell mal” Projekte für den Bundesverkehrswegeplan anmelden. ->
  • Das ist ein Grundfehler in der BVWP-Konzeption und täuscht Aktivität vor. Es passiert trotzdem 20+ J. nichts. http://http://t.co/3WEmJUc5mh ->
  • : Was beim in wirklich schief läuft – WiWo Green – http://t.co/FuLIdermY9 ->
  • “Tegel war ein Ort zum Wegfliegen oder Ankommen, unprätentiös, mühelos – und sonst gar nichts.” – FAZ – http://t.co/cB4DMzPGGw #TXL #BER ->
  • Nach Focus-Informationen hat sich die Zahl der Bauschäden am #BER mittlerweile auf 40.000 verdoppelt. ->
  • London plant Radverkehrsinfrastruktur im Wert von 1,05 Milliarden Euro – Guardian – http://t.co/WQwsEOR6PG ->
  • Kernstück des Londoner Radverkehrsnetzes wird ein 24 km langer, baulich getrennter Radweg quer durch die Stadt http://t.co/CGv0A42pKf ->
  • “I’m spending £1 billion on cycling not just help cyclists. It will create better places for everyone” Boris Johnson, Londoner Bürgermeister ->
  • “Timid, half-hearted bike improvements are out – we will do things at least adequately, or not at all” Boris Johnson, Londoner Bürgermeister ->
  • Jetzt muss das Geld nur wirklich bereitgestellt werden. Johnson hat auch schon viel verschwendet, siehe Wiedereinführung des Routemasters. ->
  • Indien gewährt der Fluggesellschaft Air India Milliardenbeihilfen (Vier Milliarden über neun Jahre) – aeroTELEGRAPH – http://t.co/xiSMf9IItR ->
  • Irland: PKW-Neuzulassungen mit -7,6% zum Vorjahresmonat – Querschüsse – http://t.co/gqAExBZ1a7 ->
  • startet dieses Jahr das Fernbusangebot „City2City“ und möchte binnen fünf Jahren Marktführer werden http://t.co/gw5wQNQpoB ->
  • Schweiz: Die SBB befördert weniger Passagiere als im Vorjahr, Bahnfahrer steigen erstmals aufs Auto um – http://t.co/cUmeRK1tiX #bahn #sbb ->
  • OpenTransit: Offene Daten für den Verkehr – ruhrmobil-E – http://t.co/eMrjgXWIeU #opendata ->
  • Das Sicherheitspersonal bestreikt morgen von 4.00 bis 24.00 Uhr den Flughafen Düsseldorf – WDR – http://t.co/zyf9st9acQ #DUS #nrw #streik  ->
  • Stuttgart 21: Ramsauer bringt Kretschmann in Rage – SWR – http://t.co/DhHzDeHtZJ #s21 ->
  • Singapur und Malaysia beschließen Bau einer zwischen Kuala Lumpur und Singapur (315 km, 90 Min) http://t.co/AlJom5NI9f ->
  • Bürgerentscheid in Aachen: Bürger lehnen Bau der Campusbahn mit 66,34 Prozent ab – Stadt #Aachenhttp://t.co/FYlynlmZhi #campusbahn ->
Verkehr in 140 Zeichen am 20.08.2012
  • St. Galler Regierung fordert das Ostschweizer Bahn-Y und unterstützt den Ausbau der Schiene im Rheintal – http://t.co/DyFHyLTT ->
  • Der Regionalflughafen Rostock will einen höheren Landeszuschuss wegen sinkender Linienfluggastzahl – airliners – http://t.co/Ueb2y0vP ->
  • Plan des Bundesverkehrsministers: Städte sollen Autokennzeichen frei wählen können – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/XdItGuxk #ramsauer ->
  • Kommentar zu Kfz-Kennzeichen: Als wäre nichts Wichtigeres zu tun – Tagesschau – http://t.co/iOueL7UQ ->
  • Britisches Innenministerium greift Idee von Sicherheitsschleusen an (U-)Bahnhöfen wieder auf – Evening Standard – http://t.co/DnPXFCBb #tfl ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    U-Bahnen sind, solange sie unter der Erde verkehren, ein geschlossenes System. Hier wären Sicherheitskontrollen noch darstellbar. Bei überirdischer Streckenführung oder gar im Bereich der mit tausenden Streckenkilometern und zum Gleisfeld hin offener Bahnhöfen ist die lückenlose Kontrolle keinesfalls durchführbar, auch wenn einige Sicherheitspolitiker dies immer wieder fordern. Auch in gab es solche Ideen bereits. Ich habe Ende 2010 bereits einen Artikel zu dieser Thematik veröffentlicht: Wieso gibt es an Bahnhöfen eigentlich nicht die gleichen Sicherheitskontrollen wie an Flughäfen?
  • Eine Frage, die die Mobilität der Zukunft auch beeinflusst: Wo leben wir in zehn Jahren? – Frankfurter Rundschau – http://t.co/Sk5N0sG0 ->
  • DHL-Paketdienst: Wenn der Paketbote gar nicht klingelt – SPIEGEL ONLINE – http://t.co/7hmTk1nr #dhl ->
  • Verwaltungsgerichtshof weist Eilantrag eines Grundstückseigentümers gegen zurück – Zughalt – http://t.co/xwC2aoxN #s21 #bahn  ->
  • Umweltverbände erleben Schlappe bei #Elbvertiefung – Welt Online – http://t.co/JG1RtHbq ->
  • “Dabei kann man jeden Tag im Straßenverkehr erkennen, warum die Debatte verlogen ist – und Benzin noch viel zu billig” http://t.co/epCyGfbL ->
Verkehr in 140 Zeichen am 12.06.2012
Die Flughäfen mit dem weltweit größten Passagieraufkommen 2011

Artikelaktualisierung Zukunft Mobilität

Die Wachstumsraten im waren in den letzten Jahren enorm. Insbesondere in und Südamerika scheinen die Passagierzahlen zu explodieren.

Diese Liste zeigt wie bereits im vergangenen Jahr das der weltweit größten und wichtigsten . Diese Liste wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Sollten Ihnen fehlende oder gar fehlerhafte Daten auffallen, würde ich mich über einen kleinen Hinweis in den Kommentaren freuen (bitte mit Quellenangabe).

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[Fakt der Woche] Öffentlicher Verkehr in europäischen Städten – ein Vergleich

Im Jahr 2009 wurde im Auftrag der Europäischen Kommission eine Meinungsbefragung zur Lebensqualität in 75 europäischen Städten durchgeführt. Zur Lebensqualität gehört natürlich auch die Zufriedenheit mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Generell gilt Europa als relativ ÖV-affin, zum Beispiel im Vergleich zu den USA. Aber auch innerhalb der Europäischen Union gibt es ein starkes Gefälle.

Haltestelle HaltestellenzeichenBild von 96dpi @ FlickrCC BY-NC 2.0

In der Zeit vor 1960 hatte der ÖPNV eine höhere Stellung im öffentlichen Leben als dies heute der Fall ist. Insbesondere in Westeuropa hat der ÖPNV massiv Marktanteile an den verloren. Durch die gestiegene -Verfügbarkeit kam es zu einer zunehmenden Suburbanisierung, die mit einer zunehmenden räumlichen Trennung von Arbeit und Wohnen und geringeren Bevölkerungsdichten einherging. Dies machte die Erbringung öffentlicher Verkehrsleistungen immer schwieriger und unprofitabler.

In den letzten Jahren setzte eine stärkere privatwirtschaftliche Durchdringung des Marktes zur Erbringung des öffentlichen Verkehrs ein. Staatliche Bahngesellschaften wurden privatisiert oder in eine privatwirtschaftliche Rechtsform transformiert. Die Erbringung von Verkehrsleistungen wurde ausgeschrieben und teilweise oder vollständig dereguliert.

In manchen Regionen Europas hatte dies negative Auswirkungen – in den ländlichen Gebieten Großbritanniens sank die Nutzung des Busverkehrs in den Jahren zwischen 1986 und 2000 um 34 Prozent – und in anderen positive. Genannt seien hier vor allem der Großraum Helsinki, die Städte Göteborg, Dijon, Frankfurt (Oder), Bocholt, Frankfurt / Main und die Region Hannover 1

Die Erhebung zur Lebensqualität in 75 europäischen Städten wurde von The Gallup Organization Hungary durchgeführt. In jeder Stadt wurden 500 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab einem Alter von 15 Jahren befragt. Dadurch ergab sich ein repräsentativer Querschnitt der breiteren Bevölkerung; die Befragten stammten aus allen Teilen der an der Erhebung beteiligten Städte. Im Zeitraum vom 30. Oktober bis zum 10. November 2009 wurden insgesamt 37 500 Befragungen durchgeführt.

Die Daten sind zwar gut beschrieben, geben aber wenig Hintergrundinformation oder gar eine Einordnung. Daher möchte ich dies nun kurz versuchen.

Zufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Zufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in europäischen Städten - ein VergleichDie Zufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein wichtiger Indikator für die Nutzungshäufigkeit (siehe weiter unten). Bei der Zufriedenheit ist im Groben ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten. So waren in Helsinki 93 Prozent generell zufrieden, in Palermo waren es nur 12 Prozent. In Palermo war fast niemand sehr zufrieden mit dem ÖV-Angebot (1%) während 53% der Befragten in Wien sehr zufrieden mit dem ÖPNV-Angebot waren.

In Wien, Helsinki, , Stockholm, , Newcastle und Groningen waren über 80% der Befragten zufrieden mit dem ÖV-Angebot. Problematisch war in Palermo insbesondere die niedrige Taktfrequenz.

Die deutschen Städte schlossen recht gut ab. Neben Hamburg finden sich Rostock, München, Leipzig und Dortmund im oberen Drittel. Nur Berlin und Essen fielen im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten leicht in der Zufriedenheit zurück. In Berlin waren aber immer noch 25 Prozent sehr zufrieden und 43 Prozent zufrieden. Gar nicht zufrieden waren nur acht Prozent. In Essen waren 20 Prozent sehr zufrieden, 45 Prozent zufrieden und fünf Prozent unzufrieden. Im Vergleich der deutsche Spitzenreiter in der Zufriedenheit, Hamburg: Hier waren 39% sehr zufrieden und 47% zufrieden (insgesamt zufrieden waren somit 88 Prozent). Unzufrieden waren gerade einmal zwei Prozent der Befragten.

Betrachtet man nun die Häufigkeit der ÖV-Nutzung und vergleicht diese mit der Zufriedenheit, so lässt sich eine Korrelation beobachten. (welch Überraschung!)

Häufigkeit der Nutzung von öffentlichen VerkehrsmittelnHäufigkeit der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in europäischen StädtenAm häufigsten werden öffentliche Verkehrsmittel in Metropolen wie Paris, London, Prag, Stockholm, und anderen dicht besiedelten Großstädten genutzt. In diesen Städten nutzten mindestens drei Viertel der Befragten mindestens einmal pro Woche den Bus, die , die Straßenbahn oder ein anderes öffentliches Verkehrsmittel ihrer Stadt (zwischen 75 % und 86 %). Dies hat zum einen mit dem geringen Raum zum Abstellen von PKWs (Parkraumnot), den hohen Lebenshaltungskosten und dem gut ausgebauten Angebot zu tun. Erstaunlich ist, dass die Städte mit den zufriedensten ÖV-Kunden nicht die höchste Nutzung aufweisen. Helsinki findet sich auf Platz 6 wieder, Wien auf Platz 13 und Groningen sogar nur auf dem siebzigsten Platz. obwohl eine hohe Zufriedenheit (Platz 11) existiert. Jedoch nutzen nur knapp über 24 % „häufig“ öffentliche Verkehrsmittel und nur 9 % nutzten öffentliche Verkehrsmittel, um zur Arbeitsstelle oder Ausbildungseinrichtung zu gelangen. Allerdings besitzt Groningen einen hohen Radverkehrsanteil. Um mehr Autofahrer zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen, wird daher über die Wiedereinführung einer Straßenbahn nachgedacht.

Der Wert für Amsterdam lag auch relativ niedrig. Meiner Meinung hat dies damit zu tun, dass die Wege im Innenstadtbereich relativ kurz und damit prädestiniert für die Nutzung von Fuß / Rad ist. Für seinen hohen Radverkehrsanteil ist Amsterdam schließlich auch berühmt. Eine Parallele zu ist erkennbar. Die Nutzung des ÖV aus den Außenbezirken in die Innenstadt ist sicherlich höher. Anzumerken ist des Weiteren, dass durch die Verlängerung der U-Bahn der U-Bahnverkehr derzeit sehr eingeschränkt ist.

In deutschen Städten werden die öffentlichen Verkehrsmittel im Vergleich nicht so oft genutzt. Spitzenreiter ist hier München (29% tägliche Nutzung, 34% einmal die Woche, 5% nie) kurz vor Berlin (30% tägliche Nutzung, 32% einmal die Woche, 7% nie). Erstaunlich niedrig sind für mich die Werte in den anderen deutschen Städten. Zufriedenheits-Spitzenreiter Hamburg befindet sich nur im oberen Mittelfeld (29% tägliche Nutzung, 24% einmal die Woche, 7% nie). Noch schlechter sind allerdings Rostock (23% tägliche Nutzung, 27% einmal die Woche, 11% nie), Leipzig (24% tägliche Nutzung, 21% einmal die Woche, 12% nie), Dortmund  (22% tägliche Nutzung, 17% einmal die Woche, 22% nie) und Essen (21% tägliche Nutzung, 16% einmal die Woche, 22% nie).

Insbesondere die Ruhrgebiets-Städte fallen hier stark ab und finden sich in Nachbarschaft zu Piatra Neamț, Oviedo und Neapel wieder. Das Ruhrgebiet ist zum einen stark autozentriert, hier rächen sich nun die Planungsentscheidungen in den sechziger und siebziger Jahren (“Autogerechte Stadt”). Aber auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs scheint Verbesserungsbedarf zu bestehen. Die Güte der ÖV-Netze kann und müsste verbessert werden, um zukünftige Verkehrsströme aufnehmen zu können. Allerdings müssen dafür zum einen die finanziellen Mittel bereitgestellt werden und zum anderen muss der politische Wille vorhanden sein.

Besonders schlecht schneiden Braga, Palermo, Oulu und Nikosia (türk. Bezeichnung: Lefkosia) ab. Im zypriotischen Nikosia (84% fahren hier nie (!) mit öffentlichen Verkehrsmitteln) ist der Grund im ausbauwürdigen ÖPNV-Angebot zu finden. Eine Flotte von Sammeltaxis befördert den Großteil der Reisenden. Eisenbahnlinien sind nicht vorhanden. Etwa 20 Busunternehmen agieren unabhängig voneinander auf Zypern. Kooperationen existieren nicht. Für die Fahrt mit dem Bus muss man sich teilweise einen Tag vorher anmelden. An Mittwochen fahren die Busse teilweise nach Wochenendfahrplan, die Haltestellenbeschilderung ist mangelhaft. Fahrpläne werden öfters ohne Vorankündigung geändert (via Wikitravel). Eine bessere Struktur würde hier sicherlich die Nutzerzahlen des ÖPNV verbessern.

Die finnische Stadt Oulu, die nördlichste Großstadt der EU, ist zum einen überschaubar, hat aufgrund ihrer Lage am Meer einen großen Wasserflächenanteil und besitzt ein sehr gut ausgebautes Netz von Fahrradwegen, sehr oft mit Unterführungen unter großen Straßen und bis zu 2 m Breite. In Oulu nutzen zwar viele Menschen den ÖPNV, allerdings wegen der oben genannten Gründe eher sporadisch (einmal im Monat). Dies ergibt den geringen Nutzungswert.

Die Nutzungshäufigkeit öffentlicher Verkehrsmittel ist wiederum eng mit dem Weg zur Arbeit verbunden.

Verkehrsmittel zum PendelnWeg zur Arbeit - Welches Verkehrsmittel wird genutzt EuropaFür Fahrten zur Arbeitsstelle oder Ausbildungseinrichtung wurden öffentliche Verkehrsmittel von weniger als einem Zehntel in Nikosia und Oulu (4 % bzw. 7 %) bis zwei Dritteln in Paris und Prag (66 % bis 67 %) genutzt. Erneut waren die europäischen Hauptstädte unter den Städten mit dem größten Anteil der Befragten, die öffentliche Verkehrsmittel zum Pendeln nutzten – in London zum Beispiel 60 %, in Bratislava 56 % und in Sofia 52 %.

Während jedoch 91 % der Befragten in Nikosia mit dem Auto (oder Motorrad) zur Arbeit fuhren und nur 5 % zu Fuß zur Arbeit gingen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhren, war der Anteil der Befragten, die mit dem MIV zur Arbeit fuhren oder zu Fuß zur Arbeit gingen bzw. mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhren, in Oulu fast gleich hoch (45 % bzw. 48 %).

Ein genauer Blick auf die zum Pendeln genutzten Verkehrsmittel zeigte, dass in den italienischen, spanischen und griechischen Städten hauptsächlich das Motorrad bzw. ein Motorroller genutzt wurde. In Palermo gaben zum Beispiel 19 %, in Iraklion 14 % und in 13 % der Befragten an, für Fahrten zur Arbeit in der Regel ein Motorrad zu benutzen.

In acht Städten gab mindestens eine relative Mehrheit von Befragten an, in der Regel zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeitsstelle oder Ausbildungseinrichtung zu gelangen. Bei den Befragten in Kopenhagen und Groningen war die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass sie diese Antwort auswählten (65 % bzw. 63 %). In Graz, Malmö, Oulu, Amsterdam und Oviedo gingen zwischen 38 % und 48 % der Befragten zur Fuß zur Arbeit oder fuhren mit dem Fahrrad.

In deutschen Städten ist auf dem Weg zur Arbeit ein hoher MIV-Anteil zu beobachten. Am häufigsten wird in Dortmund der MIV auf dem Weg zur Arbeit genutzt  (62 Prozent). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren nur 29 Prozent, die Nutzung des Fahrrads/Zu Fuß liegt bei nur acht Prozent. In Essen ist der MIV-Anteil mit 58 Prozent ebenfalls hoch. Der Anteil des ÖV liegt bei 27 Prozent, der Fahrrad/Zu Fuß-Anteil beträgt 12 Prozent.

Weitaus höher liegt der ÖV-Anteil mit jeweils 32 Prozent in Leipzig und Rostock. Auch der Fahrrad/Zu Fuß-Anteil ist in beiden Städten mit 22 Prozent identisch. In Rostock nutzen 46 Prozent der Arbeitnehmer den MIV auf dem Weg zur Arbeit, in Leipzig ist dieser Wert mit 44% leicht niedriger.

In Hamburg fahren 38% mit dem MIV zur Arbeit, 42 Prozent nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel und 20 Prozent gehen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad. In München fahren nur noch 34 Prozent mit dem MIV, 40% mit den ÖV und 24 gehen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad.

Die geringste MIV-Nutzungsrate für den Arbeitsweg weist allerdings Berlin auf. Nur jeder dritte Arbeitnehmer fährt hier mit dem PKW oder dem Motorrad zur Arbeit, dies entspricht etwa die Hälfte der Dortmunder Wertes. Immerhin 43 Prozent fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, 23 gehen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad.

Lässt man den ÖPNV außen vor und betrachtet nur den motorisierten Individualverkehr (PKW, Motorrad) und den unmotorisierten Verkehr(zu Fuß, Rad) ergibt sich die folgende Grafik:Anteil MIV Rad / Fußweg am ArbeitswegInsgesamt lässt sich eine Korrelation zwischen Zufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Nutzungshäufigkeit feststellen. In Städten, in denen der Weg zur Arbeit oft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird, ist die Nutzung insgesamt höher als in Städten mit niedrigeren Werten.

Minuten, die pro Tag benötigt werden, um zur Arbeitsstelle oder Ausbildungseinrichtung zu gelangen

Arbeitsweg Pendeldauer in verschiedenen europäischen Städten in Minuten

Städte der kurzen Wege weisen geringe Pendelzeiten auf. In diesen Städten ist die Nutzung motorisierter Verkehrsmittel meist nicht nötig. Daher weisen sie meist einen geringen Anteil öffentlichen Verkehrs und motorisierten Individualverkehrs auf (Bsp: Oulu).

Große Flächenstädte wie London und Paris weisen höhere Pendelzeiten aus. Dies hat zum einen mit den höheren Pendlerzahlen zu tun als auch den größeren Entfernungen, die von den Außenbezirken in die Innenstädte zurückgelegt werden müssen. In Paris, Stockholm, Rotterdam, Prag, Warschau, Bukarest, Budapest und London antwortete mindestens die Hälfte der Befragten, täglich mehr als 30 Minuten zu benötigen, um zu ihrer Arbeitsstelle oder Ausbildungseinrichtung zu gelangen (zwischen 50 % und 65 %). Außerdem war die Wahrscheinlichkeit bei den Befragten in London und Budapest am höchsten, dass sie eine Pendelzeit von mehr als einer Stunde angaben (23 % bzw. 32 %).

Die benötigte Pendelzeit hängt aber nicht mit dem genutzten Verkehrsmittel zusammen. Obwohl die Pendelzeiten in den europäischen Hauptstädten am längsten waren – diese Städte waren auch die Städte, in denen die Mehrzahl der Befragten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeitsstelle oder Ausbildungseinrichtung gelangte –gab es einige Beispiele von Städten mit genauso langen Pendelzeiten, in denen die Befragten hauptsächlich mit dem Auto/Motorrad oder Fahrrad fuhren. In Dublin gaben zum Beispiel 52 % der Befragten an, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, und ein ähnlich hoher Anteil der Befragten (48 %) gab an, mindestens 30 Minuten zu benötigen, um zur Arbeitsstelle zu gelangen. Ebenso gaben 48 % der Befragten in Amsterdam an, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeitsstelle zu gelangen und ein ähnlich hoher Anteil gab an, in der Regel 30 Minuten oder mehr zu benötigen, um zur Arbeitsstelle zu gelangen.

  1. Zukunftsfähiger öffentlicher Nahverkehr für Europa – ICLEI Europasekretariat, Verkehrsclub , Gefördert von der EU-Kommission, Generaldirektion Umwelt, Community Framework for Co-operation topromote Sustainable Urban Development (COM,2002/C26/08 – Freiburg 2004 -  http://www.increase-public-transport.net/fileadmin/user_upload/Procurement/SIPTRAM/Good_Practice_Guide/German_GPG_www.pdf
Einfach mal Danke sagen!

Hauptbahnhof. Es ist kurz vor Mitternacht und ich warte auf den Nachtzug, der mich gen bringen soll. Geplante Ankunft: 00:09 Nächster Halt: Bielefeld. Ich überlege mir gerade was das soll, zwischen Herford und Gütersloh auf freiem Feld zu halten, als ich jäh aus meinen Gedanken und dem schelmischen Lächeln gerissen werde. „DING-DONG-DONG Wegen verspäteter Übergabe aus dem Ausland verzögert sich die Ankunft von City Night Line VIER! FÜNF! SECHS! um wenige Minuten!“ Ich denke mir, was soll‘s, von zum Halt im Nichts sind es immerhin 400 Kilomee….weiter sollte ich nicht kommen, denn die ältere Dame neben mir fängt schon das Zetern und Kläffen an: „Die Deutsche Bahn sollte sich was schämen! Von Organisation haben die ja mal gar keine Ahnung! Man sollte die alle entlassen…“

Alle Leute im Umkreis von zehn Metern schauen sich gegenseitig tief in die Augen und fangen an zu grinsen. Es ist das Übliche. Eine Verspätung von wenigen Minuten und manche Leute regen sich auf, als ob sie in der brandenburgischen Pampa stünden und der letzte Zug in Richtung und somit ins Leben fällt ersatzlos aus. ERSATZLOS! Nächster Zug – fünf Stunden später! Kalt ist es und !

Aber hier handelt es sich nur um wenige Minuten, eine, zwei, fünf in der Metropole Berlin…nunja, am Ende fahren wir mit fünfzehn Minuten Verspätung in Berlin ab. Bei einem Zug, der aus kommt und nach fährt. Ich muss im Ruhrgebiet raus. wäre auch schön, aber Hamm in Westfalen tut es auch erst einmal.

Der Zug fährt ein und alle sind glücklich. Bis auf die ältere Dame, die sich nun nicht mehr so schön über die Deutsche Bahn aufregen kann und alle Aufmerksamkeit genoss. Jene, die in den Schlagwagen einstieg obwohl sie eine Liege im Liegewagen gebucht hatte. Jene, wegen der drei oder vier Fahrgäste wieder aussteigen mussten, damit jene Dame den richtigen Wagen noch erreicht. Sie haben sich übrigens nicht beschwert, sondern gelächelt. Oder war es eher ein schadenfrohes Grinsen?

Ich weiß es nicht. Ich liege in meiner Koje, schließe die Augen und lasse mich sanft in den Schlaf schaukeln.

Bielefeld, 400 Kilometer weiter im Nichts. Wir sind zehn Minuten zu früh. Ebenso wie in Hamm. Beim Aussteigen überlege ich, ob es der Dame wohl auffallen wird. Ob sie sich (innerlich) bei der Deutschen Bahn bedankt, dass sie zehn Minuten eher am Ziel sein könnte, wenn sie denn in Hamm ausstiege. Zehn Minuten kostbare Lebenszeit. Ich glaube, sie würde es ignorieren. Meine restliche Reise verlief normal.

Normalität ist etwas Schönes auf deutschen Schienen. Schade, dass sie so selten jemand zu schätzen weiß. Beim Beschweren und Nörgeln sind wir Deutschen Weltmeister, insbesondere wenn es gegen die Deutsche Bahn geht. Beim Loben kommen wir nicht über die Regionalliga heraus.

Apropos Regional. Bevor ich mit dem Zug von Berlin aus gefahren bin, bin ich vier Wochen Regionalzug gefahren. Täglich. Und nicht zum Vergnügen. Für eine Studie, welche die Technische Universität derzeit erstellt, habe ich mich mit einer Menge Fahrgästen unterhalten. Und es waren viele. Nicht nur viele Menschen, sondern auch viele unterschiedliche Charaktere.

Man muss vorausschicken, dass ich mich selbst als sehr kommunikationsfreudigen Menschen sehe und es mir relativ leicht fällt, Menschen anzusprechen. Dies war in diesen modernen Triebwagen nicht immer der Fall.

Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Identitäten.

Es waren Urlauber, Rentner, Werftarbeiter, Hartz 4-Empfänger, Hausfrauen, Schüler jeglicher Couleur, Polizisten, Arbeitslose, Selbstständige, (pensionierte) Lehrer, Arbeitnehmer und Zahnärzte unter den Befragten. Ein bunter Querschnitt durch unsere Gesellschaft.

Ich möchte jetzt keine Gruppe direkt herausgreifen, aber in jeder von ihnen waren freundliche und nette Menschen sowie das komplette Gegenteil darunter. Leider blieben mir die Unfreundlichen, Sonderbaren und Lustigen mehr in Erinnerung als die Freundlichen. Ich möchte also vorausschicken, dass ich auch viele „normale“ und nette Menschen getroffen habe und nicht nur die folgenden Gruppen:

Fußballfans haben zwei Gesichter. Einmal vor dem Spiel, noch nicht allzu stark alkoholisiert und nach dem Spiel – rotzevoll. Und rotzevolle Hansa -Fans sind für ihre „Freundlichkeit und Umgänglichkeit“ allseits bekannt und berüchtigt. Sitzt man dann nichtsahnend im Zug und auf einmal werden Fahnen ausgepackt und Hosen heruntergelassen, fragt man sich schon in welchem Film man derzeit ist. Innerlich war man durchaus amüsiert, wenn einer der besagten Fans so betrunken ist, dass er vom Sitz kippt und minutenlang braucht um sich wieder aufzurappeln. Nach außen muss man ernst bleiben, um seine körperliche Unversehrtheit sicherzustellen.

Weitaus friedlicher waren die vielen Urlauber in Nordostvorpommern, sprich . Auch wenn ich mich ganz herzlich bei den vielen Zahnärzten und pensionierten  Beamten bedanken muss, die mir grinsend ihre BahnCard 100 entgegen streckten und darauf bestanden, dass man ihre BahnCard 100 FIRST (!!!)und hier insbesondere das FIRST in einem egionalzug ohne 1. Klasse zur Kenntnis nimmt. Stark in Erinnerung blieb mir auch jene Dame, die sich tierisch über ihre Anfahrt von Karlsruhe in Richtung Berlin aufregte. Der ICE mit dem sie fuhr, musste auf offener Strecke etwa 15 Minuten warten, da ein Signal gestört war. Sie war nur schwer von der Idee abzubringen, dass der ICE bei Tageslicht und freier Sicht das gestörte Signal ja hätte überfahren können und somit keine Verspätung entstünde. Meinen Hinweis, dass Sie sich wahrscheinlich nur sehr begrenzt über einen entgegenkommenden Zug gefreut hätte und dass ein Überfahren eines roten Signales das Leben vieler hunderter Menschen wie auch des in diesem Falle suizidgefährdeten Lokführers  gefährden würde, überging sie geflissentlich.

Anzumerken ist, dass besagte Dame trotzdem auf die Minute pünktlich ankam und eigentlich froh sein müsste, 20 Minuten am zugigen Berliner Hauptbahnhof eingespart zu haben. Wieder einmal viel Aufregung um Nichts.

Für große Erheiterung sorgte bei mir auch eine Reisegruppe, die anscheinend sehr sehr sehr sehr selten Zug fuhr. Die eine Dame wunderte sich, dass der Zug, in dem sie und ich mitfuhren lauter war als derjenige, mit dem sie ihren Umsteigebahnhof erreichte. Ich meinte nur, dass Dieseltriebwagen durchaus lauter sein können als E-Lokbespannte Züge, was mit einem erstaunten: „Ach ja, wirklich?“ quittiert wurde. Eine weitere Beschwerde aus dieser Gruppe betraf den angeblich zu kurzen Aufenthalt zur Anschlussgewährung. Auf einer eingleisigen Strecke kann der Zug eben nicht ewig warten, denn irgendwann kommt auch einer entgegen. Dies konnten die Herrschaften glücklicherweise auch so akzeptieren.

Meine Akzeptanz hielt sich allerdings bei jenen Fahrgästen in Grenzen, die mich olfaktorisch einer harten Belastungsprobe unterstellten. Anscheinend hatten jene Auffälligen so viel zu tun, dass es für die tägliche Körperpflege nicht mehr reichte. Um die Intensität des Geruchs zu beschreiben, sollte man sich einfach vorstellen, dass die Klimaanlage 45 Minuten auf voller Leistung gefahren wurde, um den Gestank wieder aus dem Zug zu bekommen und selbigen in eine rollende Kühlkammer zu verwandeln.

Des Weiteren hatte man mit lärmenden und pöbelnden Schülergruppen im besten pubertären Alter, Burschenschaften auf Sauftour und muffigen Dorfbewohnern, die in die Stadt zum Arbeiten fuhren, zu tun.

Ich habe in diesen Wochen sehr großen Respekt und Demut vor Zugbegleitern, Busfahrern, etc. gelernt. Mir hat diese Zeit ehrlicherweise gereicht. Zugbegleiter, Lokführer, Polizisten, Sicherheitspersonal, Servicepersonal, Busfahrer, Stewardessen und viele andere im und außerhalb des Verkehrssektors haben täglich mit nervigen Kunden zu kämpfen. Besonders schlimm wird es, wenn irgendwelche Probleme auftauchen, für die insbesondere der Beschimpfte am wenigsten kann. Ich weiß auch, dass sich viele Zugbegleiter und andere über wachsende Aggression, Beleidigungen und sogar tätlichen Übergriffe Ihnen gegenüber beklagen. So etwas muss nicht sein.

Ich möchte auf diesem Weg einmal allen Menschen, die jeden Tag Menschen von A nach B bringen, danken, dass sie all diese Belastungen auf sich nehmen, sich im wahren Sinne des Wortes den Arsch für den noch so unfreundlichen Kunden aufreißen und trotzdem noch mit einem Lächeln zur Arbeit gehen können (okay, nicht alle, aber die Mehrzahl).

Dafür ein herzliches DANKE!

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Schlußstrich

Der Bahnverkehr auf der Schiene ist entscheidend für das künftige Wachstum Amerikas.
Warren Buffet, US-Großinvestor, November 2009

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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