Artikel zum Thema Schifffahrt
Verkehr in 140 Zeichen am 15. – 21.01.2015
Verkehr in 140 Zeichen am 30. / 31.12.2014
  • Sind Busse die beste Form des Elektrofahrzeugs? – Co.Exist – http://t.co/5MlrcYetcO #elektromobilität ->
  • Abu Dhabi möchte bis zum Jahr 2020 ein attraktives Emirat für Fußgänger und den #Radverkehr werden – Gulf News – http://t.co/gQ86z9W5RD ->
  • Der vom Radar verschwundene Air Asia Airbus A320 wurde gefunden. Alle Flugzeuginsassen scheinen ums Leben gekommen zu sein. – http://t.co/AHOhgqWPQR ->
  • Der am zweithäufigsten gelesene Artikel 2014: ICx, das neue Rückgrat des DB Fernverkehrs http://t.co/8AARFGBYza #bahn http://t.co/InspT3y9Qr ->
  • Der Shinkansen-Anschluss an Tokio hat für viele kleine japanische Städte wirtschaftlichen Aufschwung gebracht – http://t.co/L8BnWCmzqd ->
  • Die indische Eisenbahn plant in den kommenden Jahren Solarkraftwerke mit einer Leistung von einem Gigawatt zu bauen – http://t.co/AJ8RUlHczG ->
  • RT @elba013: Prognose des Finanzvorstands: Deutsche Bahn verfehlt ihre Gewinnziele http://t.co/EqHWoQq1fN #Handelsblatt ->
  • Mittlerweile zum Normalzustand geworden: Die Krise der Containerschifffahrt geht 2015 ins siebte Jahr.
  • Und auch 2014 der Artikel mit den besten Abrufzahlen: Die wahren Kosten eines Kilometers Autofahrt –
  • Es hat sich angedeutet: Die chinesischen Bahnhersteller CNR und CSR schließen sich (wieder) zusammen –  
  • Ab morgen ist die französische Staatsbahn SNCF wie die Deutsche ein integrierter Konzern und vereint Bahnbetrieb und Infrastruktur.
  • Eine sehr gute Idee: Dieses Signal zeigt Busfahrern, dass ein Zug einfährt und er den Anschluss sichern kann / soll. 
  • In Atlanta wurde die neue moderne Straßenbahn eröffnet. Gefeiert wird mit drei Monaten kostenlosen Fahrten. – IRJ –
  • Am 28.12.14 wurden acht (!) U-Bahn-Linien in vier chinesischen Städten neu eröffnet. Am 30.12. folgten zwei weitere.
  • Nutzungshäufigkeit des ÖPNV in den USA 1917 – 2010:
  • Die portugiesische Stadt Porto stattet 600 Busse und Taxis mit Hotspots aus und schafft so das größte rollende wireless network der Welt.
  • Die Fahrzeuge wurden ebenfalls mit Sensoren ausgestattet und sammeln ständig Daten über ihr unmittelbares Umfeld. –
  • Könnte die Ortung von Flugzeugen verbessert werden? Ja, aber das wäre vergleichsweise teuer… –
  • Österreich: Projekt EMILIA sucht Ideen für elektrischen Güterverkehr auf der letzten Meile – futurezone –
  • Ein Rückblick auf 40 Jahre Automobil. Aus dem Jahr 1939.
  • Die Nutzung kleinerer Lieferfahrzeuge nach europäischem Vorbild könnte US-Städte sicherer machen – Citylab –
  • KPMG: Heute haben 57% aller US-Haushalte zwei oder mehr Pkw, bis 2040 könnte diese Zahl auf 43% zurückgehen. – CNBC –
Verkehr in 140 Zeichen am 10.11.2014
  • Der Schifffahrt geht es schlecht. Mal wieder. Aber so lang dauerte die Krise noch nie. – ZEIT ONLINE – http://t.co/Eysnl74yr2 ->
  • DeinBus.de in der Insolvenz: Überrollt von der Konkurrenz – http://t.co/F5HUmwS6uN #fernbus Mir tut das für die Jungs echt leid! ->
  • Großbritannien investiert 15 Milliarden britische Pfund, um über 100 Flaschenhälse im Straßennetz zu beseitigen – http://t.co/z5QLizKxOv ->
  • Der #Radverkehr bringt einen Nutzen von 0,16 € / km. Der Pkw kostet im Vergleich 0,15 € / km. http://t.co/g1XGPvrMoD http://t.co/wn6iLuko0Z ->
  • RT @DJanecek: Dr. Matthias Klauda (Bosch GmbH): “30% des innerstädtischen Verkehrs ist Parkraumsuchverkehr” #GreenCar ->
  • RT @DJanecek: Kann das vernetzte Auto Verkehr substituieren oder erzeugt Vernetzung einen eher komplementären Effekt für die Mobilität? (Prof. Rammler) ->
  • RT @DJanecek: “Flächendeckend Fahrzeuge fernsteuern – da glauben wir eigentlich nicht dran” Dr. Klauda (Bosch) zur Perspektive Autonomes Fahren ->
  • RT @DJanecek: “Entscheide ich in Unfallsituation pro Radfahrer oder SUV?” – Ethische Fragestellungen beim Autonomen Fahren unbeantwortet (Prof. Rammler) ->
  • RT @DJanecek: Jens Redmer (Google): “Warum sind wir im Auto? Weil es geht. Ob daraus ein gewinnbringendes Geschäftsmodell wird, weiß ich nicht.” ->
  • ADAC steigt aus Joint Venture ADAC Postbus aus. Die Deutsche Post wird ab 11/14 den Postbus alleine steuern http://t.co/p4v6rHO7B0 #fernbus ->
  • Wie sich Google die Autoindustrie in die Arme treibt – Medium – https://t.co/mHgJNAj07J ->
  • ÖBB-CEO: Der schlechte Netzausbau behindert den Güterverkehr auf der Schiene – Wirtschaftsblatt – http://t.co/i3dHpCLIpE #Bahn ->
  • Auch ein Mittel. In Boston kostet die Fahrt mit dem ÖPNV vom Flughafen in die Stadt nichts, der Rückweg aber schon. http://t.co/z6IBqLjAT1 ->
  • Fahrgastzahl vom Flughafen in die Stadt (kostenfrei): +18 % / Rückweg (bezahlt): +70 % an Werktagen, Sonntag +38 %. ->
  • Ergebnisse SrV (46 kommunale Auftraggeber, >100 deutsche Städte, n >130.000 Personen) 2008 – 2013: MIV -5%, ÖPNV +8%, Rad +8%, Fuß konstant ->
  • Verkehrsleistung (Summe der Weglängen an einem Tag): #Radverkehr +11%, Motorisierter Individualverkehr -2%, ÖPNV -11%, Fuß -11%. #SrV  ->
  • #Carsharing und #Bikesharing sind aus der Nische raus und >1 %. Wenn vorhanden, Nutzeranteile mittlerweile schon bei fünf bis zehn Prozent. ->
  • Senioren: Mehr Führerscheine, mehr Pkw, stärkere Pkw-Nutzung. Senioren kompensieren das ökologischere Mobilitätsverhalten junger Menschen. ->
  • SrV: Anteil Haushalte ohne Pkw: 32 Prozent (2008: 37 %). Bei Personen bis 45 Jahre Abnahme, über 45 Jahre Zunahme der Motorisierung. ->
  • Die auf Stadtebene bezogene Entwicklungen werden sicherlich sehr spannend! Veröffentlichung dauert aber noch etwas… http://t.co/GcUBSzGZhe ->
  • Für jene welche es nicht wissen: SrV = „Mobilität in Städten–SrV 2013“ (System repräsentativer Verkehrsverhaltensbefragungen) (Prof. Ahrens) ->
  • SrV wird alle 5 Jahre durchgeführt und ist die am längsten kontinuierlich durchgeführte verkehrswissenschaftliche Untersuchung Deutschlands ->
  • Die zweite große Studie dieser Art ist MiD – Mobilität in Deutschland. Unterschied: SrV fokussiert sich auf Städte. https://t.co/uFgojCeGSW ->
  • Regeln für Roboterautos: Gesetze für autonomes Fahren fehlen – heise online – http://t.co/guPH9j2xkM ->
  • BMW stellt Straßenlaterne zum Aufladen von #Elektroautos vor – http://t.co/BncDM1Vg1i Ubitricity wird wohl weniger erfreut sein… ->
  • Autofahrer verbrachten während des #Bahnstreik 30 Prozent mehr Zeit im Stau – Spiegel Online – http://t.co/sdfnRN1DTh #streik #gdl ->
  • Resonator Forschungspodcast: Verkehrsforschung am DLR mit Barbara Lenz – https://t.co/SCpd6KbtpV [01:47:29] ->
  • Teil 2: Verkehrsforschung am DLR aus der Ingenieursperspektive (Pkw und #Bahn) – https://t.co/2Mwuj0q0ap [01:53:04] ->
  • Wieso Stau in großen Metropolen und Städten auch ein Problem für kleine Städte ist. – Citylab – http://t.co/CGCnMBO64e ->
  • Chile plant Investitionen von 4,2 Milliarden US-Dollar in den öffentlichen Verkehr (dauert aber noch). – IRJ – http://t.co/AKrUe160XK ->
  • Eine ganz besondere Nachtschicht: Wie Mitarbeiter der S-Bahn Berlin den Mauerfall und die Zeit danach erlebten – http://t.co/KEsARS0efD ->
  • Bericht des Tf Dieter Müller über seinen Dienst in jener Nacht, in der die Mauer fiel, in voller Länge: http://t.co/n6pGaZc0Aw ->
Verkehr in 140 Zeichen am 29.10.2014
  • Amtrak verzeichnet erneut einen Rekordumsatz, verliert jedoch auf der Langstrecke Fahrgäste und wächst im NE-Korridor http://t.co/CNULmbc4Hy ->
  • Ryanair in Frankreich wegen Schwarzarbeit zu Millionen-Schadenersatz und einer Geldstrafe verurteilt – airliners – http://t.co/LqOEElS9St ->
  • US-Postverkehr wird intensiver überwacht als angenommen – heise online – http://t.co/aoHaJMQQIM ->
  • USA: Programme für sichere Schulwege können den Fuß- und Radverkehrsanteil unter Schülern bis zu 30% steigern – http://t.co/PfgWJyAVHZ ->
  • Chinesische Zugbauer CNR und CSR planen Fusion (Gesamtumsatz: 33,7 Mrd. $). Für Bombardier und Siemens könnten schwere Zeiten anbrechen… ->
  • CNR und CSR waren einst ein Unternehmen. Im Jahr 2000 hat der chin. Staat den Konzern für eine größere Wettbewerbsfähigkeit aufgespalten. ->
  • Im 1. Halbjahr 2014 hat der Güterumschlag der Seeschifffahrt gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 um 2,7 % zugenommen. https://t.co/y3QWjt06ik ->
  • Diskussion über Radverkehrssicherheit in den USA: Laut Bericht der Governors Highway Safety Association stieg die Zahl verunglückter… ->
  • … Radfahrer in den Jahren 2010 – 2012 um 16 Prozent – http://t.co/8SFPT4dHOs [Bericht als pdf] ->
  • Bei wachsendem Radverkehr und einer wachsenden Zahl mit Fahrrädern zurückgelegten Wegen ist dies aber auch kein Wunder. ->
  • Richtige Messgröße ist das Risiko eines Unfalls je Weg. Und dieses Risiko sinkt. http://t.co/fVFq6O1Sv9 ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Alternative passende Mess- bzw. Bezugsgrößen wären Personenkilometer oder die mit dem Verkehrsmittel zurückgelegte Zeit. Risikomessgrößen wären somit (durchschnittliche) Unfallzahl / Fahrleistung bzw. Unfallzahl / Zeit. Die Messgröße “Personenkilometer” ist vergleichsweise gut geeignet, da in ihr eine Kombination der Verkehrsleistungen “gefahrene Kilometer” und “Anzahl der beförderten Personen” enthalten ist.

  • Das für Frauen weltweit unsicherste ÖPNV-Angebot: Bogota (Kolumbien) – https://t.co/REZHkJm4kC Südamerika und Asien sind am gefährlichsten. ->
  • Frauen fühlen sich laut der Untersuchung übrigens in New York City am sichersten. – Al Jazeera USA – https://t.co/63jfXaAJ36 ->
  • Aeromobil 3.0: Slowakische Firma stellt fliegendes Auto vor – heise online – http://t.co/7CxRMebkCK Fragt sich nur: Brauchen wir das? ->
  • RT @lokfuehrer_tim: Was ist eigentlich aus der ICE Bucket Challenge geworden?(by @ralphruthe) http://t.co/xlNgNAQAyp ->
  • RT @lokfuehrer_tim: +++ Wie man heute hat durchblicken lassen, plant die #GDL ab Montag, den 3.11. einen 91 stündigen #Bahnstreik! +++ ->
  • Bundesinnenminister De Maizière will Fluggastdatenspeicherung vorantreiben – Tagesschau – http://t.co/SHNsPRKxsA ->
ReVolt: autonom und elektrisch – Die Revolution für das short sea shipping?

Die Küstenschifffahrt spielt in Europa eine große Rolle im Güterverkehr und soll in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen. Jedoch sind die Margen aufgrund der hohen Energie- sowie Betriebskosten und anfallenden Steuern relativ gering. Die Klassifikationsgesellschaft DNV GL 1 arbeitet an der Zukunft der Seeschifffahrt und hat für die Herausforderungen der Zukunft “ReVolt” entwickelt – ein Schiff, das ökologischer, intelligenter und sicherer als konventionell angetriebene und betriebene Schiffe sein soll.

ReVolt beim Ladevorgang im Hafen – Grafik: DNV GL

Für “ReVolt” setzt DNV GL auf Technik, welche derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium ist, jedoch die Zukunft maßgeblich prägen soll. Das Schiff wird rein elektrisch angetrieben und bezieht seine Energie aus einem Akku mit 3000 kWh Kapazität. Im Vergleich zu einem Schiffsdiesel kann der Elektromotor 60 Prozent der Energie in Vortrieb umsetzen. Bei einem konventionellen Dieselmotor wird in der Schifffahrt ein Wirkungsgrad von gerade einmal 15 Prozent erreicht. Zudem besteht der Elektroantrieb aus weniger wartungsintensiven Teilen – wie etwa rotierende Komponenten – und weist somit geringere Wartungskosten auf.

Der Antrieb besteht aus zwei Propellergondeln mit je einer Schiffsschraube (drei Meter Durchmesser). Hinzu kommt eine einziehbare Querstrahlsteueranlage. Der Rumpf besteht aus Stahl, da eine Leichtbauvariante aufgrund der geringeren Wasserverdrängung kleinere Schiffspropeller erforderlich gemacht hätte und somit die Gesamteffizienz des Schiffes gesunken wäre.

Speziell konstruierter senkrechter Bug des ReVolt – Grafik: DNV GL

Der Schiffsentwurf ist für eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Knoten ausgelegt. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit konnte das Schiff mit einem geraden, senkrechten Bug konstruiert werden und hat im Vergleich mit anderen Schiffen, die normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 8,7 Knoten unterwegs sind, über das gesamte Profil einen geringeren Wasserwiderstand. Zudem muss das Schiff aufgrund seines Designs keine Ballasttanks vorhalten.

Der durchschnittliche Schiffswiderstand 2 bei normalem Wellengang und Wind beträgt 120 Kilowatt. Bei ruhiger See reduziert sich der Widerstand auf 50 Kilowatt.

Indem die Umschlagszeit in den Häfen vom Schiffsdesign auf etwa vier Stunden Liegezeit reduziert werden kann, ist der gesamte Zeitbedarf auch mit einer geringen Fahrgeschwindigkeit im Vergleich zu heute konventionell eingesetzten Schiffen wettbewerbsfähig. Für einen funktionierenden Schiffsbetrieb müssen die angefahrenen Häfen jedoch mit entsprechenden Ladestationen ausgestattet werden.

Größenvergleich des ReVolt zu einem komventionellen Schiff – Grafik: DNV GL

Das Schiff “ReVolt” ist eindeutig für den küstennahen Betrieb konzipiert. Der Akku speichert Energie für eine Reichweite von 100 Seemeilen, das sind umgerechnet 185 Kilometer. Mit einer Breite von 14,5 Metern und einer Länge von 60 Metern kann das Schiff maximal 100 Standardcontainer tragen und ist somit vergleichsweise klein. Das Konzept ist dennoch wirtschaftlich tragfähig.

Das Schiff entspricht mit seinen Eigenschaften hinsichtlich Reichweite und Tragfähigkeit den Eigenschaften der Schiffe, welche im Jahr 2012 in der Norwegian Economic Zone (NEZ) als Vorbild für das ReVolt analysiert wurden.

3D-Modell eines beladenen ReVolt-Schiffs – Grafik: DNV GL

Durch die autonome Steuerung entfallen die Personalkosten und somit ein wesentlicher Faktor der Preisbildung im maritimen Transportwesen. Durch den Wegfall der Kommandobrücke steht darüber hinaus mehr Ladefläche zur Verfügung. Die autonome Steuerung eines Schiffes ist dabei keinesfalls trivial. Bei Seegang führt ein Schiff drei gradlinige und drei Rotationsbewegungen aus: Bewegung entlang der Längsachse (Wogen), Bewegung entlang der Querachse (Schwoien), Bewegung entlang der Hochachse (Tauchen), Bewegung um die Längsachse (Rollen), Bewegung um die Querachse (Stampfen) und Bewegung um die Hochachse (Gieren). Die Steuerung eines autonom fahrenden Schiffes muss daher in der Lage sein, Manöver und Entscheidungen vor dem Hintergrund dieser Eventualitäten zu treffen. Entscheidungen, welche an Land richtig wären, können auf See vollkommen falsch sein! Hinzu kommen Schwierigkeiten und Herausforderungen beim An- und Ablegen in Hafenbecken. Mir persönlich stellt sich zudem die Frage, wie das Schiff Kollisionen mit kleinen Schiffen, welche nicht mit einem AIS-Transponder ausgestattet sind oder nur geringe Reflektionsflächen für das Radar bieten, vermeiden soll. Zwar ist das Schiff mit ECDIS, GPS, Radar, Lidar und Kameras ausgestattet (siehe: Fahrzeugumfeldsensorik: LiDAR, Radar, Infrarot, Ultraschall und Video im Vergleich – Funktionsweise, Vor- und Nachteile, Sensordatenfusion. Die Ergebnisse aus dem Pkw-Bereich gelten bei der Umfeldsensorik ebenso für den Schiffsverkehr), jedoch müssen diese auch bei Nebel und schlechten Wetterverhältnissen zuverlässig und korrekt funktionieren. Eine große Herausforderung.

Diese und andere Fragen müssen noch geklärt werden, bevor “ReVolt” produktiv eingesetzt werden kann. Derzeit befindet sich das Konzeptschiff in der Testphase und wird als drei Meter langer Prototyp in einem Fjord bei Oslo getestet. Das Modellschiff ist jedoch noch nicht komplett autonom unterwegs.

Mittelfristig soll “ReVolt” im short sea shipping eingesetzt werden. Eine schlagende Eigenschaft besitzt das Schiff im Vergleich mit heute eingesetzten Schiffen: Während einer rund 30-jährigen Lebensdauer soll ein ReVolt-Schiff durch seine geringen Personal- und Betriebskosten im Vergleich zu einem dieselbetriebenen Schiff bis zu 34 Millionen US-Dollar an Kosten einsparen. Und das trotz relativ hohen Batteriepreisen von 1.000 US-Dollar / kWh und einem zweimaligen Austausch des Batteriepacks über die Lebensdauer des Schiffs.

Lebenszykluskosten des ReVolt im Vergleich zu einem Schiff mit konventionellem Dieselantrieb – Grafik: DNV GL

  1. Klassifikationsgesellschaften erstellen technische Richtlinien zum Entwurf und zur Konstruktion von Schiffen und geben diese als Bauvorschriften heraus, DNV GL ist aus der Fusion der Det Norske Veritas (DNV) mit der Germanischer Lloyd (GL) entstanden.
  2. Der Schiffswiderstand gibt die Kraft an, die man aufwenden muss, um ein Schiff bei ruhiger See mit konstanter Geschwindigkeit zu ziehen.
Kaum bekannt, aber sehr wichtig: Short sea shipping (Anteil am EU-Güterverkehr: 37 %)

Der Kurzstreckenseeverkehr (short sea shipping) ist ein wichtiger Faktor im Güterverkehr, spielt jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Etwa 41 Prozent des Güterverkehrs in der Europäischen Union werden über die Schifffahrt (Binnenwasserstraßen und Seeverkehr) abgewickelt.

Modal Split des Güterverkehr in der EU-28. Anteil Luft- & Seeverkehr bezieht sich nur auf den Güterverkehr innerhalb der Europäischen Union. – Tabelle: Europäische Kommission (2014): EU TRANSPORT IN FIGURES – STATISTICAL POCKETBOOK 2014, S. 36

Im Zeitraum 2000 – 2020 soll der Kurzstreckenseeverkehr laut einer Prognose der EU-Kommission um 59 % und die Binnenschifffahrt um 28 % wachsen (Vergleich: Güterverkehr ingesamt +50 %, Straßengüterverkehr +55 %).1

Mit einer Transportleistung von 1.550 Milliarden Tonnenkilometern im Jahr 2012 liegt der Schiffsverkehr (Binnenwasserstraßen und Kurzstreckenseeverkehr) knapp hinter dem Straßengüterverkehr (1692 Mrd. tkm) und weit vor dem Schienengüterverkehr (407,2 Mrd. tkm).

Entwicklung des Güterverkehrs in der EU-28 nach Modus 1995 – 2012 in Tonnenkilometern – Grafik: Europäische Kommission (2014): EU TRANSPORT IN FIGURES – STATISTICAL POCKETBOOK 2014, S. 36

In Zukunft soll der Kurzstreckenseeverkehr im europäischen Güterverkehr als günstiger und ökologisch vergleichsweise verträglicher Transportmodus (SOx-, NOx- und Partikelemissionen müssen weiter reduziert werden) an Bedeutung gewinnen. Ein Schiff mit 4000 dwt (deadweight tonnage) ersetzt je nach Ladegut 100 bis 200 Lkw-Fahrten. Dadurch wird volkswirtschaftlicher Nutzen durch die Verringerung von Stau und Stauzeitverlusten, Luftverschmutzung und geringere Transportkosten generiert. Zudem können entlegene Regionen und Insel im Gebiet der Europäischen Union sicher und zuverlässig angebunden werden.

Für eine weitere Verlagerung von Ladung auf die Wasserwege muss short sea shipping jedoch besser in die Supply Chain integriert und die Effizienz verbessert werden. Hierfür muss die Verlässlichkeit und Bedienfrequenz des Kurzstreckenverkehrs gesteigert werden. Verspätungen und Umschlagzeiten in den Häfen sind zu reduzieren. Der Seehafenhinterlandverkehr muss entsprechend ausgebaut und an die wichtigen Zentren im Landesinneren angebunden sein. Über die bessere Anbindung an die Binnennetze und die Einrichtung von “Hochgeschwindigkeitsseewegen” zwischen den wichtigsten Häfen soll die seeseitige Netzstruktur und Geschwindigkeit verbessert werden. Über den Abbau von Bürokratie sowie Vereinheitlichung und Standardisierung (z.B. die Verwendung von IMO-­FAL­ Formularen, die beim Einlaufen eines Schiffs in einen Hafen sowie bei seinem Auslaufen verlangt werden) soll die Effizienz des Kurzstreckenseeverkehrs verbessert werden.

Die Europäische Kommission möchte im Rahmen der Entwicklung der transeuropäischen Netze vier “Motorways of the Sea” (deutsch: Meeresautobahnen) entwickeln. Geeignete Häfen an strategisch günstigen Punkten sollen über qualitativ hochwertige Seewege miteinander verbunden werden.

Die Ostseeanrainer sollten über eine Meeresautobahn mit den Staaten in Zentral- und Westeuropa verbunden werden. Der erste Korridor verläuft von der Ostsee in die Nordsee über den Nord-Ostsee-Kanal bzw. Skagerrak und Kattegat.

Der zweite Korridor soll entlang der Atlantikküste führen und die Pyrenäen umgehen. Der Bau eines Eisenbahntunnels durch die Pyrenäen zur Verlagerung von Lkw auf den Zug würde etwa sechs Milliarden Euro kosten. Weiterer Bestandteil ist die Anbindung Irlands und Großbritanniens an Kontinentaleuropa.

Ein dritter Korridor verbindet im Mittelmeer Spanien, Frankreich, Italien und Malta miteinander. Eine Verbindung von Slowenien bis Zypern soll über eine vierte Meeresautobahn sichergestellt werden. Sie verläuft von der Adria und das Ionische Meer bis Zypern und bietet eine Anbindung an das Schwarze Meer.

Karte “Motorways of the Sea” – Grafik: Eurographics / Europäische Union

Die Entwicklung der Meeresautobahnen werden über das EU-Förderprogramm Marco Polo finanziert. Das Budget für Marco Polo II (2007 – 2013) betrug 450 Millionen Euro.

  1. EU-Kommission, Generaldirektion Verkehr und Energie; Für ein Mobiles Europa – Nachhaltige Mobilität für unseren Kontinent. Halbzeitbilanz zum Verkehrsweißbuch der Europäischen Kommission von 2001, Brüssel 2006, S. 36
Öffentlicher Personennahverkehr in Istanbul: Eine Studie über Entwicklung und Zustand des öffentlichen Nahverkehrs in Istanbul

Dies ist ein Gastartikel von Tarik Özel. Wenn auch Sie Interesse haben, hier einen Gastartikel zu veröffentlichen, dann schreiben Sie uns bitte.

Verkehr in Istanbul – Foto: Keleigh Milliorn @ FlickrCC BY-ND 2.0

Zusammenfassung

Im Zuge der rasanten stadträumlichen Umwälzungen in Istanbul stellt zweifelsohne auch das öffentliche Nahverkehrssystem einen wichtigen Bestandteil der gegenwärtigen und künftigen Stadtentwicklung dar. Die hohe Einwohnerdichte und das nach wie vor ungebrochene Stadtwachstum stellen die Stadt und die Verantwortlichen vor große Herausforderungen. Die vorliegende Arbeit beleuchtet hierbei das gesamte ÖPNV-Angebot Istanbuls, wobei auch ein historischer Rückblick auf die Entwicklung desselben unternommen wird. Im Ergebnis wird ein gesamtheitlicher Überblick über das öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt formuliert, wobei gegenwärtige Probleme und künftige Entwicklungslinien gleichermaßen thematisiert werden.

Abstract

In the course of rapid urban changes taking place in the city of Istanbul, public transport undoubtedly represents an important part of the current and future urban development. The high population density and the still unbroken urban growth provide the city and its municipality with great challenges, which are to be solved in the coming decades. The present paper focuses on the public transport system of the city of Istanbul, whereby also a historical review on its development is performed. As a result, a holistic overview of the public transport network of the city is formulated, while current problems and future development lines are equally addressed. (mehr …)

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Schlußstrich

By analyzing the ways people occupy a place on the streets, we can learn in what ways people’s rights take place.
Rodrige Meneses-Reyes und José A. Caballero-Juárez

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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