- Der frühere Vorstandschef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, Wilhelm Bender, soll neuer Chef des Berliner Großflughafens werden.
- Bombardier und die TU Dresden verlängern ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Eisenbahnforschung um fünf Jahre – http://bit.ly/12bOc0j
- Shell wegen Umweltverschmutzung in Nigeria verurteilt. Allerdings ist das Urteil verbesserungswürdig. – Telepolis - http://bit.ly/12bPdp1
- Car Symposium in Bochum: Das fahrerlose Auto kommt schnell, das Elektroauto eher langsam – carIT - http://bit.ly/VvyrvO
- EuGH: Mehr Rechte für Passagiere bei Flugausfällen – Tagesschau – http://bit.ly/11jEj0g
- Kretschmann kann oder will die Chancen zum Ausstieg aus Stuttgart 21 nicht nutzen. – Nachdenkseiten - http://bit.ly/11jJmOl
#s21 - Moderne Kennzeichenüberwachung für die sichere Lieferkette – MM Logistik - http://bit.ly/11jKhOF
- Indonesische Fluggesellschaft Batavia Air am Ende – AeroTELEGRAPH - http://bit.ly/VvW5s0
- Karl-Thomas Neumann wird neuer Opel-Chef – ATZ Online - http://bit.ly/Vw1wHy
- Neue Untersuchung: Pendler, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, sind am glücklichsten – BikePortland - http://bit.ly/WCw23R
- Franken-Sachsen-Express zwischen Nürnberg und Dresden bis 2016 (evtl. 2023) gesichert – Nordbayerischer Kurier - http://bit.ly/U2XjhF
#fsx - Bislang hat die DB die Direktverbindung als IRE eigenwirtschaftlich betrieben (alle 2h, dazwischen ein bestellter RE mit gleichem Laufweg).
- Bayern möchte sich nun finanziell am IRE beteiligen, Sachsens Zustimmung steht noch aus. SPNV in Sachsen ist aber auch etwas problematisch.
- Google startet die Seite “Google Automotive” auf Google+ mit Informationen zu autonomen Fahrzeugflotte Googles: http://j.mp/YmfOuP
- Japan: PKW-Verkäufe mit -13,6% zum Vormonat – Querschüsse - http://bit.ly/UIKmrb
- Die Suche nach der am schlimmsten gestalteten Kreuzung in den USA geht weiter – Streetsblog Capitol Hill - http://bit.ly/YnZbyZ
- MOBIL-Städtevergleich: Berlin ist die autofreundlichste Stadt Deutschlands. Wegen der vielen Alternativen. http://j.mp/YICQ2R
- Airbus hat nach eigenen Angaben einen Plan für den A350 entwickelt, wenn Probleme mit den Batterien auftreten sollten - http://j.mp/VEnNDc
- Daimler beteiligt sich mit zwölf Prozent an Beijing Automotive (kurz: BAIC, fünftgrößter Automobilproduzenten Chinas) - http://j.mp/VEpiBk
- Heidelberg führt Kaufprämie in Höhe von 1.000 Euro für Elektro- und Erdgasfahrzeuge ein – PM Heidelberg - http://j.mp/VEpwZ8
#elektroauto - Germania will innerdeutsche Flugstrecken von OLT übernehmen. Nur welche und womit? B737-700 und A319 sind zu groß. - http://bit.ly/Vvhgsr
- Staatssekretär Roland Werner wirbt in Brüssel für Bahn-Neubaustrecke Dresden-Prag durch das Erzgebirge – PM Sachsen – http://j.mp/12iHi9m
- Supply-Chain-Finanzierung: Logistik und Wertschöpfungsketten rücken in den Fokus der großen Banken in Europa - http://j.mp/12iHSEl
- Neuer Vorschlag zur Lösung des Londoner Flughafenproblems: Vier Flughäfen statt eines einzelnen Mega-Airports - http://j.mp/12iIaek
- Hamburg: Zeit für die Stadtbahn – Hamburger Abendblatt - http://j.mp/12iIjyi
#HH#hamburg#hochbahn - Die Autobahn 10 darf zwischen den Dreiecken Potsdam und Nuthetal (9 km) von sechs auf acht Spuren ausgebaut werden - http://j.mp/12iIXfi
- Britische Kommunen und Landkreise machen sich bereits heute Gedanken über ihre Verkehrssysteme, wenn HS2 eröffnet wird – http://j.mp/X3EqYi
- USA: Total Light Vehicle Sales mit +14,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat – Querschüsse - http://bit.ly/X497g9
- Rechtskonservative Partei Ungarns: Der Klau von Oberleitungen soll als terroristischer Akt gelten – Politics.hu - http://j.mp/VxJClX
- Big Data: Die Welt als Forschungslabor – Netzökonomie-Blog – http://bit.ly/WH0jyw
- Hauptstadt der Baumängel: Bröckelnde Bahnhöfe in Berlin – Tagesspiegel - http://bit.ly/11wxwk4
- [Video zum Wochenende] Die Rolle der Straßenbahn in der Stadt der Zukunft http://j.mp/11iqgsJ
- Niederlande: PKW-Neuzulassungen mit -31,5% zum Vormonat – Querschüsse - http://bit.ly/XC6kL7
Im Januar 2011 hat Harald Jahn, Straßenbahnenthusiast aus Wien, bei der Agenda 21 plus einen Vortrag über die Zukunft der Städte und die Rolle der Straßenbahn am Fallbeispiel Frankreich gehalten. In den vergangenen Jahren hat die Straßenbahn bzw. Stadtbahn insbesondere in Frankreich eine Renaissance gefeiert.

Straßenbahn in Straßburg – Foto: Maximilian Dörrbecker @ Wikimedia Commons – CC BY-SA 2.5+
In den Jahren 1986 – 1997 und im Jahr 2006 wurde der Bau neuer Straßenbahnstrecken staatlich gefördert. In den vergangenen Jahrzehnten wurden neue Straßenbahnnetze unter anderem in Grenoble, Nantes, Bordeaux und Strasbourg neu eröffnet. Seit 1992 gibt es auch im Großraum Paris wieder eine Straßenbahn, das zurzeit nur aus Einzelstrecken bestehende “Netz” soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Mittlerweile gibt es in fast allen französischen Großstädten wieder eine Straßenbahn.
(Videoempfehlung via Patrick S.)
Ein kleiner Programmhinweis für den morgigen Samstag, den 26.01.2013. Ich habe ab 11:00 Uhr mit Daniel Fiene und Herrn Pähler im Onlinetalk bei DRadio Wissen über heutige und zukünftige Trends, Herausforderungen und Chancen im Bereich Mobilität gesprochen. Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist hier zu finden.

Ich stand im Radiostudio Vier des MDR Landesfunkhauses Dresden, Daniel Fiene und Herr Pähler in Köln
Die Sendung dauerte etwa 55 Minuten. Wir hatten also ausreichend Zeit, das Thema intensiv zu diskutieren. Ich hatte selbst keine Ahnung über die konkreten Gesprächsthemen und musste mich einfach überraschen lassen, in welche Richtung sich das Gespräch entwickelt. Unterhalten haben wir uns über alle wichtigen Verkehrsträger. Die Bereiche Radverkehr, Straßénverkehr, Schienenverkehr, Luftverkehr und sogar der Weltraumtourismus wurden abgedeckt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich beim letzten Thema nicht wirklich viel Ahnung hatte und das in diesem Blog normalerweise nur eine minimale Rolle spielt. Ist eben zu “abgehoben”. ;-)
Um die angeschnittenen Themen ein wenig weiter zu vertiefen, empfehle ich folgende Artikel:
- Münster – Fahrradstadt wider Willen. Die Problematik mit der Radwegbenutzungspflicht.
- Welche Rolle spielen Taxis für den ÖPNV?
- Geometrie des Taxiverkehrs
- Das zusammenklappbare Auto: Der Hiriko Fold
- Diverse Designstudien von interessanten Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten
- Der nie anhaltende Hochgeschwindigkeitszug
- Elektrofahrzeuge und CO2-Emissionen: Elektroautos können den CO2-Ausstoß erhöhen und Wie viel CO2 emittieren Elektroautos wirklich?
- Der erste Artikel im Blog: Weltraumtourismus würde gerne umweltfreundlich sein
Wer Themenvorschläge, Fragen oder Anregungen hat, kann gerne immer einen Kommentar abgeben oder mir eine Mail schreiben.
DRadio Wissen wird ausschließlich digital über den Digitalradio-Standard DAB+, Kabel, Satellit und im Internet als Livestream in verschiedenen Formaten ausgestrahlt. Der Livestream ist hier zu finden.
Wer möchte, kann das Gespräch auch noch im Nachhinein als Podcast hören.

Foto: pittaya @ Flickr – CC BY 2.0
Dieser Artikel wurde von Roger Wood verfasst und mit freundlicher Genehmigung von Thisbigcity übernommen. Er ist auch in Englisch und traditionellem Chinesisch verfügbar.
Die Verwaltung des südostasiatischen Stadtstaats Singapur sammelt eine große Menge Daten mit Hilfe von stationären und mobilen Sensoren, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. In Zusammenarbeit mit der Singapore-MIT Alliance for Research and Technology (SMART) hat die Stadt eine offene Plattform für Drittanwendungen geschaffen, die GPS-Daten von Taxis zugänglich macht, aufbereitet und kategorisiert.
Die Wissenschaftler des SMART veröffentlichen eine Vielzahl von fesselnden Datenvisualisierungen, die Singapur bei der Selbstorganisation helfen. Die Visualisierungen werden oftmals als Feedback-Kreislauf zwischen Menschen, ihren Aktionen und der Stadt beschrieben. Praktische Anwendungen dieser Daten lassen sich beispielsweise im Bereich der Straßenplanung finden, die mithilfe der Daten genauer und effektiver erfolgen kann. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Vielzahl von Smartphone-Anwendungen, welche die Bestellung eines Taxis massiv vereinfachen.
Durch die Schaffung einer Open Software-Plattform wurde Anwendungsentwicklern wiederum die Möglichkeit gegeben, die Geometrie des Taxiverkehr zu nutzen, um bessere und intelligentere Taxiangebote schaffen zu können (dazu später mehr). Dieser Kreislauf von Daten, Anwendungen und Informationen könnte in einigen Jahren ein Grundstein für die fahrerlose Navigation werden.
Die Mathematik des Taxiverkehrs
Die Geometrie des Taxiverkehrs (Taxicab Geometry) ist eine Form der Geometrie, in der die Entfernung zwischen zwei Punkten A und B die Summe der absoluten Differenzen ihrer Koordinaten ist und nicht wie in der euklidischen Geometrie die Länge einer Strecke von A nach B.
Taxicab Geometry lässt sich durch die folgende Formel ausdrücken:
AP+PB= |x2-x1| + |y2-y1|

Die Geometrie des Taxiverkehrs
Während in der euklidischen Geometrie nur ein Liniensegment einer bestimmten Länge gibt, existieren in der Taxi-Geometrie mehrere Liniensegmente einer bestimmten Länge. Das Raster stellt ein Straßennetz dar, in dem der Taxifahrer navigieren muss. Es ist bemerkenswert, dass der Taxifahrer - beginnend am Punkt A – verschiedene Wege der exakt gleichen Länge nehmen kann und sich kontinuierlich dem Zielpunkt B annähert. Unterschiedliche Wege zum selben Zielpunkt können durchaus dieselbe Länge haben, die als sogenannte Taxi-Linie bzw. T-Linie bezeichnet wird. Die Abbildung auf der rechten Seite zeigt ein Beispiel von äquidistanten T-Linien, die unter anderem für die Berechnungen von Taxi Apps verwendet werden.

Links: Punkt-zu-Punkt-Verbindung, Rechts: Drei T-Linien derselben Länge führen von A nach B
Singapur fördert analytische Ansätze, die Unterstützung bei der Koordinierung von über 23.000 Taxis, die im Durchschnitt täglich 588.632 Fahrten durchführen, leisten. Diese Unternehmen sammeln, berechnen und arbeiten Echtzeitdaten des Taxiverkehrs auf, sodass die Bevölkerung und die Unternehmen Taxis in Abhängigkeit der jeweiligen Verkehrslage am effizientesten nutzen können. Sie helfen beispielsweise bei der Beantwortung der Frage, wie lange es dauern wird, bis man von zu Hause aus zu einem anderen Ziel gelangt ist.
Eine Forschergruppe des SMART hat sogar eine dynamische isochrone Karte entwickelt, die über dreidimensionale Formen den Betrachter in kürzester Zeit über die Fahrzeit von einem Punkt zu einem anderen Punkt innerhalb Singapurs in Abhängigkeit der jeweiligen Stunde und des jeweiligen Tages informiert.

Isochrone Karte des Verkehrs in Singapur – MIT Senseable Lab
Diese isochrone Karte und andere Anwendungen können bald von Taxiunternehmen verwendet werden, um Taxis in Gebiete mit erhöhtem Bedarf zu disponieren. Die jeweiligen Mehrbedarfe können in Abhängigkeit von Veranstaltungen oder auch der Wetterlage ermittelt werden.
Singapur + Google = eine fahrerlose Zukunft
Googles Mission ist es, alle weltweit verfügbaren Informationen zu organisieren und Navigationsinformationen sind eindeutig ein Teil dieses Vorhabens. Google investiert auch Unsummen in die Entwicklung von künstlicher Intelligenz, die essenziell für eine fahrerlose Zukunft ist.
In Zusammenarbeit mit dem Artificial Intelligence Stanford University Laboratory leitet Sebastian Thrun (mittlerweile bei Google) ein Projekt, in dem Autos mit einer Kombination von Sensoren, Kameras und Laser-Scannern einen “Sinn” entwickeln sollen, der weit über die menschlichen Fähigkeiten hinausgeht.
Um dieses Ziel zu erreichen, umfasst Googles Vision, dass Menschen beim Autofahren ständig Daten auf bestimmten Routen sammeln. Ich glaube, dass das nur die eine Hälfte des Puzzles ist, die gelöst werden muss, um die Effizienz unserer automobilen Fortbewegung zu steigern. Meine Hypothese ist, dass wenn das intelligente Auto mit einem intelligenten Netz von Ampeln, Mautstellen und digitaler Beschilderung kommuniziert, die Rate des akkumulierten Wissens viel schneller wachsen wird. Da immer mehr intelligente Fahrzeuge immer mehr Daten in das Netz übertragen, wird die Intelligenz des Netzes exponentiell wachsen. Da dieses übergeordnete Netz immer mehr über das Verhalten der Verkehrsteilnehmer lernt, kann es autonomen Fahrzeugen intelligentere Anweisungen geben und so die Einflüsse der “Taxi-Geometrie” vergrößern.
Sobald die Intelligenz des Verkehrsnetzes und der Fahrzeuge exponentiell wächst, wird die Kommunikation mit dem Menschen, was gerade los ist, nuancierter werden und wird werden die Möglichkeit erhalten mit der Stadt und dem Fahrzeug wie mit einem Taxifahrer zu sprechen.
Mit freundlicher Genehmigung von This Big City.
Im Jahr 1850 hat die Reise von London nach Mumbai noch zwei Monate gedauert, 50 Jahre später nur noch drei Wochen, 1950 noch 14 Stunden und heutzutage reichen neun Flugstunden für die 7.203 Kilometer (Luftlinie) lange Strecke. Alleine dieses Beispiel zeigt recht gut, wie wir heute mit Entfernungen umgehen und welche Bedeutung diese noch für uns haben.
Arte hat vor dem Hintergrund des weltweiten Bevölkerungswachstums, der zunehmenden Verstädterung und des Wirtschaftswachstums betrachtet, wie sich der globale Verkehr in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und in den nächsten Jahrzehnten weiter entwickeln wird. Diese wachsende Nachfrage nach Transport hat positive und negative Auswirkungen auf unser aller Leben. Es ist für uns heute viel einfacher geworden tausende Kilometer zurückzulegen. Gleichzeitig aber werden die täglichen zehn Kilometer Weg zur Arbeitsstelle oder Schule immer mühsamer. Stau, Lärm und Abgase beeinträchtigen unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit, die Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs und Kennenlernens erweitert unseren Wissenshorizont und sorgt für gegenseitiges Verständnis und ein friedlicheres Zusammenleben der Völker.
PS: Prüfungsphase vorbei. Hiermit melde ich mich zurück. Da ich dieses Jahr keinen Urlaub mache, wird der “Normalbetrieb” nun wieder aufgenommen.
- Wowereit: Flughafen-Starttermin nicht von Politik festgelegt – RBB – http://t.co/oPHvaG1b #BER #BERfail #Berlin->
- Hyundai und KRRI stellen mit dem HEMU-430X einen neuen 430 km/h-schnellen experimentellen Hochgeschwindigkeitszug vor – http://t.co/iVkpb4jJ->
- Downsizing erhöht Marktdurchdringung von Ottomotoren – ATZ – http://t.co/iIgPT6ZU->
- Die ideale Stadt: Die Zauberworte lauten Durchmischung, Dezentralisierung und Dichte – Der Standard – http://t.co/hcJ8fdBB #Lampugnani #urban ->
Anmerkung Martin Randelhoff:
Ein äußerst interessantes Interview mit dem Architekturhistoriker Vittorio Magnano Lampugnani, das hiermit empfohlen sei. - Bergung der “Costa Concordia” soll kommende Woche beginnen – Tagesschau - http://t.co/xZyNtxKp ->
- Fertigstellung des JadeWeserPorts verzögert sich weiter – THB - http://t.co/oSk7FVHw #jwp ->
- Industrie- und Handelskammern in Norddeutschland: Küstenautobahn A20 vorantreiben – THB - http://t.co/wDopBs4v ->
- Parkraumbewirtschaftung und Verfolgung von Bagatell-Verkehrssünden. Stress mit Mautpflicht, Sonderparkzonen und Umweltzonen. Das Motto der Staatsorgane lautet immer häufiger: Im Zweifel gegen die Freiheit. – Hinter den Schlagzeilen - http://t.co/ZdU6n1sZ ->
Anmerkung Martin Randelhoff:
Ebenfalls ein äußerst interessanter Artikel mit dem ich persönlich jedoch einige Probleme habe. Die Bemängelung einzelner Punkte mag durchaus gerechtfertigt sein, den Freiheitsbegriff allerdings mit dem Recht auf ungehinderte und vor allem ungeregelte Autofahrt zu beziehen, erscheint mir ein wenig zwiespältig. Die existierenden Regeln sollen einen Ausgleich zwischen den Rechten der Autofahrer und der anderen Verkehrsteilnehmern, Anwohnern, usw. schaffen. Eine einseitige Betrachtung des Freiheitsgefühls durch den autofahrenden Autors blendet die Ansprüche und Entfaltungstendenzen aller anderen aus. - Wie weit kommt man mit dem Nahverkehr in 30 Minuten? http://t.co/inWsURwo ->
- Warum die moderne #Stadt kaum neue Plätze für ihre Bürger hat. – Wirtschaftswoche - http://t.co/JUMRUFlH ->
- Manch historischer Kern einer deutschen Stadt ist ein wahres Glück – die schönsten Plätze #Deutschlands - Wiwo - http://t.co/M8aEKzMB ->
Anmerkung Martin Randelhoff:
Ich weiß nicht wieso die Wirtschaftswoche ein relativ altes Foto genutzt hat. Mittlerweile sieht der Neumarkt so aus: Foto aus dem Mai 2012 von Gerhard Bock (Sacramento, USA). Und der Altmarkt wird nicht mehr als Parkplatz genutzt. Nach einem Umbau befindet sich unter dem Altmarkt eine Tiefgarage, die Fahrzeuge sind allerdings aus dem Stadtbild verschwunden. - Kurzupdate zum Baltic Dry Index – Querschuesse - http://t.co/sfsP0L2q #BDI #frachtraten #schifffahrt ->
- Schiffsunglück: Türkischer Frachter kentert vor der griechischen Insel Zakynthos – SPIEGEL - http://t.co/XQt3j2fj ->
Wie werden sich die Mobilitätsbedürfnisse in europäischen Städten aber auch in den Megacities im asiatischen Raum entwickeln? Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Und welche Trends lassen sich daraus ableiten?
Diese und viele weitere Fragen wurden im Rahmen der von der Heinrich-Böll-Stiftung (parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen) veranstalteten Konferenz “Urban Futures 2050” im Mai 2011 diskutiert. Die Podiumsdiskussion beschäftigt sich eingehend mit Problemen und Konzepten für die Zukunft. Sie bietet eine Informationsdichte, die ich persönlich nur sehr selten erlebt habe. Die neunzig Minuten sind sicherlich sehr gut investiert…
Integrierte grüne Mobilität heißt die gegenwärtig populäre Zukunftsvision: Das grüne E-Car wird mit Hilfe moderner Informationstechnologien mit dem Fahrrad und dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt. Autokonzerne werden Mobilitätsdienstleister, der einzelne Kunde nutzt je nach Bedürfnis die unterschiedlichen Mobilitätsangebote. Wie verändert sich Mobilität in der grünen Stadt der Zukunft?
Diskutiert haben
- Anumita Roychowdhury, Leiterin, Centre for Science and Environment, Delhi
- Weert Canzler, Projektgruppe Mobilität, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
- Ruedi Ott, Leiter, Tiefbauamt Zürich
- Moderation: Dorothee Landgrebe, Referentin Ökologie und Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung
die nach ihre Kurzvorträgen auf Fragen aus dem Publikum eingegangen sind.
Mit über anderthalb Stunden Dauer ist dieses Podium sicherlich keine einfache Kost, lässt sich aber gut in mehrere 10-Minuten Pakete aufsplitten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Datei herunterzuladen und auf MP3-Player, o.ä. zu laden.
Weert Canzler versuchte zu skzzieren, wie in Städten der nördlichen Hemisphäre eine integrierte Mobilität sichergestellt werden kann, die energetisch vertretbar, nachhaltig und bezahlbar ist.
Er identifizierte hierzu vier große Trends in der Mobilität:
- Versachlichung /Entzauberung unseres Verhältnisses zum Automobil in Verbindung mit einem Aufschwung des Fahrradverkehrs
- Reurbanisierung in begrenztem Umfang
- Überproportionale Steigerung der Mobilitätskosten (MIV, ÖPNV, usw.)
- Ansätze einer post-fossilen Mobilität
Wichtig in einer solchen Betrachtung sind ebenfalls die Unterschiede zwischen urbaner und nicht-urbaner (ländlicher) Mobilität:
- Öffentlicher Verkehr ist in urbanen Räumen eine entscheidende Säule des Verkehrs
- Das Fahrrad ist eine entscheidende und immer wichtiger werdende Säule
- zu Fuß gehen ist die klassische Art der urbanen Mobilität
- Bedürfnis nach inter-modaler Mobilität (Integration / Verknüpfung mehrerer Verkehrsarten innerhalb einer Wegekette)
Ruedi Ott, Leiter des Tiefbauamts in Zürich, legte dar durch welche Maßnahmen der viel gelobte Züricher Verkehr zu dem geworden ist, was er heute ist. Dazu wagte er einen Blick in die Vergangenheit und die Gegenwart der Züricher Verkehrspolitik, die stets von der engen Einbindung und letztendlichen Entscheidungsgewalt durch die Bevölkerung, geprägt ist:
Die drei Säulen der Zuricher Verkehrspolitik sind Konstanz, Pragmatismus und Vernetzung.
Nach Otts Meinung ist der Fußverkehr das Rückgrat des Stadtverkehr. Seine Wichtigkeit wird in Zukunft weiter zunehmen. Ohne Fußverkehr ist kein Zugang zum öffentlichen Verkehr möglich. Bei einer restriktiven Parkraumbewirtschaftung ein nur einzelnen Parkhäusern ist der Fußverkehr auch hier für den Zugang von essentieller Bedeutung. eng mit dem Fußverkehr verbunden ist die Lebensqualität und Urbanität eines Gebietes.
Ziele und Entwicklungen für und in der Zukunft:
- Förderung eines multimodalen Verhaltens
- “virtuelle Mobilität”: Verzicht auf Wege durch Nutzung des Internets, Smartphone, soziale Netzwerke
- essentiell für Verhaltensänderungen: Wissen, können, wollen und tun -> erfahren
- Hauptaufgabe in der Verkehrsplanung: Verteilung der Ressourcen Raum und Zeit
- Verlangsamung und Entschleunigung des Verkehrs
- mobility pricing: Mobilität muss ihren Preis haben und ist heute zu günstig: Parkraumbewirtschaftung, Innenstadtmaut, fahrleistungsabhängige Maut für Schwerlastverkehr
- Herausforderung Energieverknappung (2000 Watt-Gesellschaft)
- Effizienz und Suffizienz im Verkehrsbereich: Wie sparen wie Verkehrsenergie und Verkehrsleistung ein?
Äußerst interessant sind die folgenden drei Broschüren der Stadt Zürich, die sich mit dem Verkehr 2050 in Zürich auseinander setzen:
- Zürichs Verkehr 2050 – Visionen
- Zürichs Verkehr 2050 – Tagebücher Mobilitätsmerkmale und Tagesabläufe ausgewählter Personenprofile (äußerst interessant für Verkehrsplaner!)
- Zürichs (Verkehrs-)Zukunft in drei Bildern, Fachartikel in «strasse und verkehr» (Ausgabe 1-2/2010)
Anumita Roychowdhury, Leiterin des Centre for Science and Environment in Delhi betrachtete die Entwicklungen in Indien. (Anmerkung: An dieser Stelle kann ich auch den Vortrag von Geetam Tiwari über Verkehr in Indien empfehlen, den ich bereits in diesem Blog vorgestellt habe.)
In in Indien bzw. Asien existieren massive Urbanisierungstendenzen. Die Frage der Gegenwart und sicherlich auch der Zukunft ist, wie die Mobilitätsbedürfnisse der dortigen Bevölkerung gedeckt werden sollen.
Indien steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung. Aber bereits heute existieren massive Probleme. In mehreren Aktionsplänen hat die indische Regierung versucht, den wachsenden Problemen Herr zu werden. Allerdings steigt die Zahl der Probleme weitaus schneller, als die Möglichkeit, diese zu lösen.
Ein Hauptproblem ist die massive Luftverschmutzung mit den daraus folgenden Gesundheitsproblemen. Diese wird auch in Zukunft weiter steigen. Während sich Wirtschaftsleistung verdoppelte, verachtfachte sich die Verkehrsleistung im selben Zeitraum. Mit der massiven Zunahme des Verkehrs verbunden sind die Gesundheitsprobleme der Bevölkerung durch Luftverschmutzung und Lärm.
Indien versucht derzeit vor allem technologiebasierte Lösungen zu finden. Nachdem Busse in Dehli nicht mehr mit Diesel, sondern nur noch mit Erdgas betrieben werden dürfen, sank die Zahl der Totgeburten laut Weltgesundheitsorganisation um 3.500 Totgeburten jedes Jahr.
In einer zweiten Ebene wurde nicht nur die Volksgesundheit als schützenswert erklärt, sondern auch Maßnahmen gegen den Klimawandel beschlossen.
Allerdings sind die Maßnahmen mit einigen Problemen verbunden: Vor allem arme Menschen leben in den Städten. 40 – 50% der Bevölkerung in Delhi und anderen indischen Megacities lebt in Slums. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrung und sauberen Trinkwasser ist schwierig. Durch die durch den Verkehr verursachte Luft- und Lärmbelastung sinkt der Lebensstandard dieser Menschen noch weiter.
Das Hauptproblem ist die massive Zunahme des Pkw-Bestands um 16 – 20 Millionen neu zugelassene Fahrzeuge in den nächsten vier Jahren und wachsende Zahl Motorroller. Hinzu kommt eine Verschiebung in der Flottenzusammensetzung: Viele kleine und schwach motorisierte Fahrzeuge werden durch immer größere ersetzt. Der zunehmende motorisierte Individualverkehr verdrängt Fußgänger, Radfahrer, Rikschas und behindert den ÖPNV massiv. In Indien wird der Energieverbrauch in Zukunft vor allem durch den Verkehrssektor steigen.
Allerdings sind bereits heute die urbanen Räume mit extrem hohen Bevölkerungsdichten zugestaut. Es existiert kein Raum für weitere Straßen und Fahrzeuge. Und noch immer beträgt der Anteil des Umweltverbunds am Modal Split 60 – 70 Prozent. 85% aller Wege sind kürzer als 10 Kilometer, 45% weniger als fünf Kilometer. Allgegenwärtig ist jedoch der Wunsch der Bevölkerung, trotz der ganzen Probleme aus Statusgründen ein eigenes Automobil zu besitzen. Die durch öffentliche Verkehrsmittel bereitgestellte Mobilität wird nicht als ausreichend angesehen, obwohl diese im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr um ein Vielfaches höher ist.
Ein weiteres Problem ist die starke Fokussierung der Politik auf den Pkw: 14 Prozent der Bevölkerung besitzen ein eigenes Auto. Allerdings werden fast alle zur Verfügung stehenden Investitionsmittel für den Pkw-Verkehr und den Ausbau der Straßeninfrastruktur aufgewendet. Ein Großteil der Bevölkerung profitiert nicht.
Interessant ist auch, dass für Pkw-Stellplätze 23 Quadratmeter Fläche vorgesehen sind, eine arme Familie jedoch nur 18 Quadratmeter Raum vom Staat zugewiesen bekommt, um ein Haus zu bauen!
Auf der anderen Seite war Indien das einzige Land, das in der Wirtschafts- und Finanzkrise der Busindustrie staatliche Hilfe zukommen ließ und Kommunen Geldmittel zur Verfügung stellte, um Busse zu kaufen. Aber Busse werden immer noch stärker besteuert als Pkw, da Busanbieter von der kommunistisch geprägten Regierung als kapitalistische Unternehmen gesehen werden.
Interessant ist die DIskussion um die Rolle des Autos in der Zukunft ab 01:03:00




