Was passiert, wenn man Rainer Bomba (CDU), Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Fritz Mielert, einen der führenden Köpfe hinter den Protesten um das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21, auf ein Podium setzt? Wir werden es heute Nachmittag erfahren. Der Verein Deutscher Ingenieure VDI veranstaltet heute in Düsseldorf den 26. Deutschen Ingenieurtag. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet auch eine Podiumsdiskussion zum Thema “Infrastruktur der Zukunft – Menschen sinnvoll vernetzen” statt, die von Tom Buhrow moderiert wird.
Mit einem Politiker, einem Medienvertreter mit Ingenieurtechnischen Hintergrund, einem sogenannten “Wutbürger”, einem Projektplaner, der die Londoner Olympiastätten termin- und kostengerecht fertigstellen konnte und einem Kommunikationsexperten ist das ganze Spektrum von Akteuren in der Infrastruktur- und Verkehrsplanung vertreten. Aus diesem Grund habe ich mich auch dazu entschlossen, die Podiumsdiskussion live von 16:00 – 17:30 Uhr an dieser Stelle mitzuprotokollieren und festzuhalten. Ich habe vermutlich auch die Möglichkeit, den Herrschaften im Anschluss noch einige Fragen zu stellen. Alternativ kann man die Diskussion hier im Livestream verfolgen.
Bis zu Beginn der Podiumsdiskussion empfehle ich die Lektüre des Interviews mit Fritz Mielert “Sauber, transparent, demokratisch und ohne Hinterzimmergespräche” im VDI-Blog.
Dr.-Ing. Willi Fuchs:
Seit 1999 ist er Direktor und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDI und Herausgeber der VDI nachrichten. Er studierte allgemeinen Maschinenbau an der Universität Siegen, an der er 1986 promovierte.
Rainer Bomba:
Mitglied der CDU und im BMVBS zuständig für die Bereiche Umweltpolitik, Infrastruktur und Grundsatzfragen des Ressorts, Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten, Raumordnung, Stadtentwicklung und Wohnen sowie für den Straßenbau.
Klaus Grewe :
Als Senior Projektmanager für die Olympic Delivery Authority (ODA) koordinierte er von 2007 bis 2012 den Bau von rund 100 großen Olympiabauwerken, darunter das Londoner Olympiastadion, mit einem Gesamtvolumen von EUR 10,7 Mrd.
Dipl.-Ing. Fritz Mielert:
Geschäftsführer des Bürger- projekts „Die AnStifter“ in Stuttgart. Davor betreute er beim Online-Netzwerk „Campact – Demokratie in Aktion“ Projekte im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung und baute die „Parkschützer“ als eine der wichtigsten Gruppierungen im Protest gegen Stuttgart 21 auf.
Klaus Eck:
Als Geschäftsführer von Eck Kommunikation berät er Unternehmen in den Themen Onlinekommunikation, Online Reputation Management und Social Media Strategie. Außerdem ist er Herausgeber des PR-Blogger, gefragter Veranstaltungsreferent und Buchautor.
Hinweis: Ich bin bis kommenden Freitag in Stockholm. Aufgrund eines engen Zeitplans und vermutlich schlechter Internetverfügbarkeit kann ich in den nächsten Tagen nicht twittern. Daher entfällt in den kommenden Tagen auch Verkehr in 140 Zeichen. Ich bitte um Verständnis!
- Automobilbranche: Rabatte für Neuwagen steigen deutlich an – FAZ -http://bit.ly/WoUbM7
- Air India flog Dreamliners nach der grounding order unter strikten Vorgaben nach Mumbai. Natürlich ohne Passagiere! - http://bit.ly/XirzzV
- Weniger Züge politisch gewollt: Berliner Senat lenkte S-Bahn in die Sparspur – Tagesspiegel - http://bit.ly/XRPsOA
#berlin - San Diego entfernt Verkehrsüberwachungskameras, da diese keinen Effekt auf die Verkrhrssicherheit gehabt hätten - http://bit.ly/XRQbiJ
- Neu-Delhi preist den eigenen Terminal nach Bau in Rekordzeit von nur 37 Monaten – Tagesschau - http://bit.ly/X9QtU0
- Der frühere Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender wird nicht Flughafenchef in Berlin. – airliners - http://j.mp/X9UMPi
#BER - Liebe Alitalia, den Unfall der Carpatair ATR-72 hätte ich ja eigentlich bereits vergessen. Nach den Malerarbeiten jedoch nicht!
#alitalia - Früher wurde das Umlackieren übrigens öfters gemacht (http://j.mp/X9Wm3x ). Bringt nur heutzutage in Zeiten von Social Media nichts mehr!
- Social Media bei der
@DB_Bahn: Jetzt bloggt auch Rüdiger #Grubeund Fan-Anzahl ist nicht mehr Zielvereinbarung - http://j.mp/XiV44r #bahn - PSA Peugeot Citroën und Bosch entwickeln ein Hybridfahrzeug mit Membranspeicher. Es fährt nicht (!) mit Luft! http://j.mp/11kvRPg
- Deutschland: PKW-Neuzulassungen im Januar mit -8,6%, erstmals wurden mehr Dieselfahrzeuge als Benziner zugelassen -http://bit.ly/XaZAUz
- Französischer Öltanker mit 17 Besatzungsmitgliedern an Bord vor der Küste der Elfenbeinküste von Piraten entführt - http://j.mp/UoXiVf
#S21 am Ende? “derzeit keine ausreichende Grundlage … das Milliardenprojekt weiterzuführen” - http://j.mp/TAWs6e (via @elba013)#bahn- Viele Kommunen und Länder (Belgien) schalten nachts aus Kostengründen an Straßen und in Kreuzungsbereichen die Straßenbeleuchtung ab.
- US-Wissenschaftler konnten nun einen Zusammenhang zwischen Beleuchtung und Verkehrssicherheit empirisch nachweisen -http://bit.ly/YQbZlE
- In Deutschland erfolgt die Nachtabschaltung von Ampeln demselben Prinzip. Ist aber auch nur eine Umverteilung aus einer Tasche in die andere.
- Die Kommunen sparen Geld, das die Versicherungen für erhöhte Unfallkosten mehrfach wieder ausgeben. Volkswirtschaftlich total unsinnig!
- RT
@StefanLeifert Ramsauer im Irak: “D kann in Sachen Infrastruktur weltweit als Vorreiter gelten” Die Begriffe #S21 und #BER fielen nicht. - RT
@StefanLeifert #S21: Verkehrsminister Ramsauer dementiert in Bagdad Berichte, dass der Bund von #Stuttgart21 abrückt. “Das ist Quatsch.” - Die Sanierung der beiden Röhren des Alten Elbtunnels wird erst 2019 abgeschlossen und vermutlich viermal teurer - THB -http://bit.ly/Y7dF44
Der “neue, junge Online-Automobilclub und Mobilitätsverein” MOBIL in Deutschland e.V. (Eigendarstellung) hat sich an der Beantwortung der Frage nach der autofreundlichsten Stadt Deutschlands versucht (Übersicht der Ergebnisse). Das Ergebnis verwundert. Laut des Städtevergleichs sei Berlin die autofreundlichste Stadt Deutschlands. Einer Deutung, der jedoch jede Grundlage fehlt. Vielmehr dient die Untersuchung als gutes Beispiel, welche Fehler bei der Auswahl der Parameter gemacht werden können und wie systematische Fehler ein Ergebnis entwerten.
Im Rahmen des Städtevergleichs wurden die deutschen Großstädte Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Bremen und Dortmund miteinander verglichen.
Ergebnis
Für die Untersuchung wurden mehrere Kategorien mittels Schulnoten bewertet wurden. Folgende Bereiche wurden betrachtet: Fahrzeuge pro Einwohner, Straßenmeter pro PKW (sic!), Blitzer, Staulänge, Stand Umweltzone, Umweltzone (Größe), Autobahnring/ Innere Ringe, Taxis pro 1.000 Einwohner, Tankstellen sowie Räumfahrzeuge.
Aus den Einzelnoten wurde ein ungewichteter Durchschnittswert errechnet. Laut MOBIL in Deutschland unterscheidet sich die Autofreundlichkeit der untersuchten Städte wie folgt (absteigend, positiv: Note 1 & 2, negativ: Note 5 & 6):
- Berlin
Positiv: Wenige fest installierte Blitzer, Umweltzone umfasst nur einen geringen Anteil der Stadtfläche, Autobahnring und innere Ringstraßen, hohe Taxidichte
Negativ: geringe Pkw-Dichte, Umweltzone - München
Positiv: hohe Fahrzeugdichte, viele fest installierte Blitzer, Umweltzone umfasst nur einen geringen Anteil der Stadtfläche, fast geschlossener Autobahnring und innere Ringstraßen, hohe Taxidichte, viele Räumfahrzeuge
Negativ: -
Düsseldorf
Positiv: Hohe Fahrzeugdichte, wenige stationäre Blitzer, Autobahnring und innere Ringstraßen, Umweltzone umfasst nur einen geringen Anteil der Stadtfläche, hohe Taxidichte
Negativ: Straßenlänge je zugelassener Pkw - Hamburg
Positiv: Straßenlänge je zugelassener Pkw, geringe Staulänge, keine Umweltzone, hohe Taxidichte, viele Tankstellen im Stadtgebiet
Negativ: kein Autobahnring und keine inneren Ringstraßen, nur sehr wenige Räumfahrzeuge - Bremen
Positiv: Straßenlänge je zugelassener Pkw, Umweltzone umfasst nur einen geringen Anteil der Stadtfläche, viele Tankstellen im Stadtgebiet
Negativ: nur sehr wenige Räumfahrzeuge - Köln
Positiv: Hohe Fahrzeugdichte, Straßenlänge je zugelassener Pkw, Autobahnring und teilweise innere Ringstraßen,
Negativ: hohes Stauaufkommen - Frankfurt
Positiv: Autobahnring und innere Ringstraßen, hohe Taxidichte
Negativ: hohes Stauaufkommen, Große Umweltzone - Dortmund (Hinweis: Keine Angabe der Staulänge)
Positiv: Straßenlänge je zugelassener Pkw, geringe Stufe der Umweltzone
Negativ: Große Umweltzone, geringe Taxidichte, wenige Räumfahrzeuge - Stuttgart
Positiv: hohe Fahrzeugdichte, Straßenlänge je zugelassener Pkw
Negativ: viele stationäre Blitzer, sehr große Umweltzone, fehlender Autobahnring und innere Ringstraßen, wenige Räumfahrzeuge
Bereits an dieser Stelle kann man eine erste Bewertung des Ergebnisses vornehmen. Durch die nicht vorhandene Wichtung der Parameter nimmt die Umweltzone mit 20 Prozent einen überproportionalen Einfluss auf das Ergebnis. Das Nicht-Vorhandensein einer Umweltzone wird somit doppelt belohnt. Es ist auch fraglich, ob die Anzahl der Taxis in einer Stadt die Autofreundlichkeit wirklich beeinflusst und ob dieser Wert mit dem Stauaufkommen oder der allgemeinen Fahrzeugdichte gleichzusetzen ist.
Generell sollte jedoch auch die Eignung der einzelnen Parameter selbst anzweifelt werden. (weiterlesen …)