Artikel zum Thema Treibstoffpreis
[Serie] Entwicklung der Kraftstoffpreise und -märkte in Deutschland

Die Weltwirtschaft wie auch die meisten Pendler, egal ob sie mit dem PKW oder der Eisenbahn zur Arbeit fahren, sind hochgradig von der Entwicklung der Kraftstoff- und Ölpreise abhängig. In dieser Artikelserie wollen wir in Zukunft die Entwicklung der Treibstoffpreise begleiten, kommentieren und die (hoffentlich richtigen) Schlüsse für die Zukunft ziehen.

Jedes Jahr zu Ostern und zu Pfingsten ist dasselbe Schauspiel zu betrachten. Die Benzin- und Dieselpreise ziehen an und reflexartig schimpfen ADAC, BILD, Politik und deutsche Autofahrer im Kollektiv auf die Mineralölkonzerne, die dem kleinen Mann schamlos das Geld aus der Tasche ziehen. Aber ist dem wirklich so?

Aufgrund der besseren Wetterverhältnisse fahren die Deutschen ebenso wie alle anderen Autofahrernationen im Frühling wieder mehr Auto. Die Nachfrageeinbrüche der Wintermonate lassen sich in den unterstehenden Analysen der Monate Januar und Februar relativ gut nachvollziehen. Im März – wenn Schnee und Eis weggetaut sind – kann aber wieder hemmungslos Gas gegeben werden, die Autosaison hat wieder begonnen. Ich frage Sie: Wer von Ihnen macht ab März / April wieder eine “Fahrt ins Grüne”?

In den USA wird diese Entwicklung wieder einmal auf die Spitze getrieben. Am Memorial Day (26. Mai) wird mit dem Beginn der “Driving Season” der Tank vollgeknallt und auf High- und Freeways richtig aufs Gaspedal gedrückt. Kein Wunder, dass im Frühjahr die Benzinpreise weltweit explodieren.

Unabhängig von der frühjahrlichen Preisentwicklung gilt zudem: Erdöl ist ein endlicher Rohstoff. Das bedeutet, dass das Angebot irgendwann zur Neige gehen wird. Im Golf von Mexiko und in der Nordsee ist das Fördermaximum bereits überschritten und die Fördermengen nehmen kontinuierlich bei weltweit steigender Nachfrage ab. 1990 lag die Nachfrage nach dem “Schmiermittel der Weltwirtschaft” bei nur 65 Millionen Barrel Rohöl am Tag, im Jahr 2000 wurden tagtäglich bereits 75 Millionen Barrel Rohöl nachgefragt. Und der weltweite Durst steigt immer weiter.

Eine kurze Bestandsaufnahme

Anfang 2008 wurden bei einer täglichen Nachfrage von 87 Millionen Barrel Erdöl 88 Millionen Barrel gefördert. Nur Saudi-Arabien hatte nach eigenen Angaben noch Kapazitätsreserven in Höhe von etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag (auch wenn dies zumindest von US-amerikanischer Seite angezweifelt wird wie durch Wikileaks veröffentlichte Cables belegten). Der drohende Lieferengpass ließ den Preis für ein Barrel Rohöl auf 147,50 US$, den bisherigen historischen Höchstpreis, steigen. Aufgrund der Finanzkrise und der schwächelnden Weltkonjunktur sank die tägliche Nachfrage nach Rohöl auf nur noch 83 Mio. Barrel Rohöl, der Preis sank folgendermaßen auf unter 50 Dollar je Barrel.

Jedoch sank die weltweite Nachfrage nach Erdöl nicht gleichmäßig. Der wachsende Energiehunger Chinas, Indiens und weiterer asiatischer Schwellenländer ließ den weltweiten Verbrauch nicht so stark einbrechen wie durch den Preisverfall eigentlich impliziert wird. In Europa sank die Nachfrage um 1,6 Millionen Barrel pro Tag, im Gegenzug stieg sowohl die chinesische Nachfrage als auch die Nachfrage kleinerer asiatischer Staaten um jeweils 1,23 Millionen Barrel / Tag.

Bei “normaler” wirtschaftlichen Entwicklung steigt die Nachfrage nach Rohöl um rund 1,6 Prozent pro Jahr.

Insbesondere die USA gehen verschwenderisch mit dem “schwarzen Gold” um.

40 Prozent aller in den USA zurückgelegten Wege sind 3,2 Kilometer (= zwei Meilen) oder kürzer. Aber nur 12% werden zu Fuß oder per Rad zurückgelegt obwohl diese Entfernung leicht unmotorisiert zurückgelegt werden könnte. Aber nicht nur in der Bevölkerung fristen per Fuß und per Rad zurückgelegte Wege ein Schattendasein: beide Transportmodi erhalten nur zwei Prozent des jährlichen Bundesbudgets des amerikanischen Verkehrsministeriums.

Ein flächendeckendes ÖPNV-Angebot ist eine effiziente Möglichkeit zur Ortsveränderung, wenn diese ausreichend finanziert ist. Eine Studie der American Public Transportation Association hat nachgewiesen, dass ein Amerikaner bei Nutzung des ÖPNV statt des Autos durchschnittlich 9.656 Dollar im Jahr sparen kann.

Ein leistungsfähiger ÖPNV und mehr per Fuß oder Rad zurückgelegte Wege würden den Energieverbrauch des amerikanischen Transportsektors senken. Dieser liegt derzeit bei 27%. Jeder eingesparte Tropfen Erdöl würde die Energieabhängigkeit der USA sowie den Ölpreis verringern und auch in Zukunft ein hohes Maß an Mobilität ermöglichen. Allerdings sieht es derzeit nicht so aus, als ob die USA diesen Weg einschlagen würden.

Der Unterschied zwischen WTI, OPEC Korb und Brent

Um die Analysen richtig lesen zu können, muss dem Leser der Unterschied zwischen dem Nordseeöl Brent und dem amerikanischen West Texas Intermediate (WTI) klar sein.

Der internationale Ölhandel orientiert sich in der Regel an zwei Referenzölen. Für Europa ist Öl der Sorte Brent entscheidend, für die USA der Sorte WTI.

Brent ist eine europäische Ölsorte mit niedrigen Schwefelgehalt von rund 0,37 Prozent. Brent Crude war ursprünglich Brent Blend von Esso und Shell, das hauptsächlich auf den Feldern Brent und Ninian zwischen den Shetlandinseln und Norwegen gefördert wurde. Da beide Felder ihr Fördermaximum bereits überschritten haben, ist Brent Crude im Moment ein synthetisches Blend, dessen Bestandteile auf den Feldern Brent, Oseberg, Ekofisk and Forties gefördert werden. Das jeweilige Brent ist damit die Referenznordseesorte, in Norwegen ist es zusätzlich Ekofisk. Brent Crude wird an der Londoner Warenterminbörse ICE Futures, der einstigen International Petroleum Exchange (IPE) gehandelt.

Auch West Texas Intermediate (auch WTI) ist ein leichtes (viele niedrigsiedende und damit wertvollere Bestandteile), süßliches (wenig Schwefelanteile) Rohöl aus den USA. Die New York Mercantile Exchange (NYMEX) bestimmte den Ort Cushing in Oklahoma im Jahr 1983 zum offiziellen Auslieferungszentrum für leichtes Rohöl. Daher wird WTI auch heute noch nur in Cushing gehandelt.

Die Organisation erdölexportierender Länder, kurz OPEC, ist ein Kartell aus erdölexportierenden Ländern, die etwa 40 Prozent der weltweiten Erdölproduktion fördern und über drei Viertel der weltweiten Erdölreserven verfügen. Die Mitgliedsländer sind: Algerien, Angola, Libyen, Nigeria, Irak, Iran, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Ecuador und Venezuela.

Durch Festlegung von Förderquoten für die einzelnen OPEC-Mitglieder möchte die OPEC den Weltmarktpreis kontrollieren. Allerdings kommt es vor, dass sich einzelne Mitglieder nicht an die festgesetzten Förderquoten halten, sondern ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Ziele verfolgen.

Weitere Refenzsorten sind beispielsweise Dubai Fateh (marktbeherrschend in Asien), Maya, Light Sweet Crude, Leona, Tijuana, Alaska North Slope, Zuetina oder Urals. Diese sind jedoch im Realölhandel indirekt an Brent und WTI gekoppelt.

Der Preisverlauf für Benzin und Diesel der letzten Jahre

Hinweis: Die amtlichen Mineralölabsatzzahlen werden in Deutschland vom Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV) erhoben und veröffentlicht. Leider dauert dies immer etwas, sodass wir unsere Monatsanalysen nicht zeitnah veröffentlichen können. Im Schnitt werden die Absatzdaten etwa zwei Monate nach Monatsende des betrachteten Monats veröffentlicht (sprich: Februar im April/Mai, März im Mai/Juni, usw.). Ich bitte um Verständnis.

2011

Kraftstoffmärkte im Januar 2011: Benzinpreis, Dieselpreis, Absatz, Ölpreis in Euro und Dollar
Kraftstoffmärkte im Februar 2011: Benzinpreis, Dieselpreis, Absatz, Ölpreis in Euro und Dollar

1950 – 2009

Entwicklung der Treibstoffpreise in Deutschland 1950 – 2009

Foto von Aguno @ FlickrCreative Commons

[Fakt der Woche] Kraftstoffmärkte im Februar 2011: Benzinpreis, Dieselpreis, Absatz, Ölpreis in Euro und Dollar

Dieser Artikel ist Teil der Serie Entwicklung der Kraftstoffpreise und -märkte in Deutschland. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

Der monatliche Durchschnittspreis für Superbenzin und Diesel hat sich im Vergleich zum Vormonat uneinheitlich entwickelt. Für einen Liter Benzin ist der Preis leicht gesunken, für Diesel jedoch um knapp 4,5 Cent gestiegen. Für die Preissteigerungen des Dieselkraftstoffes sind mehrere Faktoren ursächlich:

Die weiterhin erstarkende Weltkonjunktur lässt die Nachfrage nach Transportleistung und Rohstoffe weiterhin stark steigen. Da LKW, die vorrangig im Güterverkehr eingesetzt werden, Diesel tanken, steigt die Nachfrage nach Dieselkraftstoffen weiter an. Da auf der anderen Seite das Angebot aber wenig elastisch ist, wirken sich bereits kleinere Nachfragesteigerungen stark auf die Preise aus.

Der Winter auf der Nordhalbkugel hat den Dieselpreis ebenfalls steigen lassen. Man mag sich nun vielleicht fragen: Wieso ist das so? Was hat ein steigender Dieselverbrauch mit dem Winter zu tun? Die Erklärung ist jedoch recht einfach: Diesel ist wie Heizöl ein sogenanntes Mitteldestillat. Diese Produkte werden bei der Raffination von Rohöl im “mittleren” Siedebereich bei etwa 150 °C bis 390 °C gewonnen.

Steigt im Winter die Nachfrage nach Heizöl, so kommt es zu einem relativen Engpass bei den Mitteldestillaten. Um die erhöhte Heizölnachfrage decken zu können, muss das Dieselangebot eingeschränkt werden. Bei gleichbleibender oder gar wachsender Nachfrage nach Dieselprodukten erhöht dies den Preis weiter.

Preise

Preisverlauf eines Liters Super Plus im Februar 2011

Der Benzinpreis stagnierte im Vergleich zum Januar (1,48€) mit einer leicht steigenden Tendenz zum Monatsende. Im Monatsmittel lag der Preis für einen Liter Super im Februar bei 1,483 Euro und notierte damit 0,3 Cent höher als im Vormonat.

Preisverlauf eines Liters Super Plus Februar 2010 – Februar 2011

Vor einem Jahr lag der durchschnittliche Benzinpreis noch bei 1,352€ je Liter. Die Preissteigerung liegt somit bei 9,69 Prozent.

Preisverlauf eines Liters Diesel im Februar 2011

Für den Monat Februar 2011 ergibt sich ein durchschnittlicher Dieselpreis von 1,372 Euro je Liter. Im Vormonat Januar lag dieser noch bei 1,325 Euro je Liter (+ 3,55%).

Preisverlauf eines Liters Diesel Februar 2010 – Februar 2011

Diesel notierte im Februar 2010 bei 1,139€ und damit 23,3 Cent niedriger als im Februar 2011. Somit ergibt sich eine Preissteigerung in Höhe von 20,46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (mehr …)

Das Jammern über die hohen Spritpreise in den USA

In vielen amerikanischen Haushalten herrscht derzeit blankes Entsetzen über die rasch steigenden Benzinpreise. Mittlerweile liegt der Preis für eine Gallone (3,785 Liter) Benzin bei über 4 Dollar. Am 24.3. kostete der Liter Normalbenzin sowie der Liter Super Plus umgerechnet 0,66€ je Liter. Ein Liter Superbenzin war für 0,59€ zu bekommen, der Liter Diesel kostet umgerechnet 0,71 Euro. Preise von denen Autofahrer in Deutschland und ganz Europa nur träumen können.

Nichtsdestotrotz herrscht auch in vielen us-amerikanischen Blogs, die sich mit den Themen Verkehr und Mobilität auseinandersetzen, eine gewisse Panik. Es wird wild gerechnet und gemutmaßt was dies nun für die amerikanische Wirtschaft, das Mobilitätsverhalten der Amerikaner und die Fahrleistung bedeutet (siehe auch: Steigende Benzinpreise beeinflussen die Fahrleistung – zumindest in den USA).

Die Diskussion gewann nochmals an Schärfe, nachdem sich die Republikanerin und “Tea-Party-Königin” Sarah Palin mit einem populistischen Aufruf in die Debatte eingeschalten hat.

In ihrem Post auf Facebook beschuldigt sie Präsident Obama, dass dieser durch die Förderverbote nach der Explosion der Deepwater Horizon und der damit verbundenen Ölpest im Golf von Mexiko, den Benzinpreis nach oben getrieben habe. Des Weiteren seien keine weiteren Erkundungsbohrungen in Umweltschutzgebieten Alaskas erlaubt. Weitere Gründe seien abgeschaffte Steuervergünstigungen für Öl- und Energiekonzerne sowie die allgemein negative Haltung der Obama-Regierung gegenüber Ölförderung im eigenen Land. Dadurch dem amerikanischen Mittelstand Geld aus der Tasche gezogen werden und den Reichtum ausländischer Regime mehren.

Ich hatte vorhin schon angemerkt, dass die Amerikaner auf einem sehr hohen Niveau jammern. Weltweit steigen die Benzin- und Dieselpreise kräftig an. Dies hat nicht nur etwas mit der mangelnden Freundschaft Obamas zu amerikanischen Ölkonzernen zu tun, sondern auch etwas mit der steigenden Nachfrage in Asien, den Unruhen in vielen erdölexportierenden Staaten, der wachsenden Zahl der Autos auf diesem Planeten, höherer Fahrleistung, etc.pp.

Die USA haben bereits heute die geringsten Steuern auf Kraftstoffe, ganz im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern. Durch diese erhöhte Steuern kann in Europa allerdings im direkten Vergleich zu den USA mehr in den ÖPNV, das Eisenbahnnetz und andere Transportinfrastrukturnetze investiert werden. Aus diesem Grund können Europäer, so er denn gewillt ist, eine Autofahrt theoretisch leichter substituieren als ein Amerikaner.

Ben Jervey und Alan Boccadoro haben in einem Artikel für das US-Onlinemagazin GOOD.is die weltweiten Benzinpreise miteinander verglichen. Erwartungsgemäß rangieren die USA ganz unten im Vergleich mit Kanada und den europäischen Staaten.

In den meisten anderen Ländern auf dieser Planeten liegen die Treibstoffpreise ebenfalls über denen der USA (einige erdölexportierenden Länder mit hochsubventioniertem Benzin ausgenommen):

  • Afghanistan: $8.04
  • Bolivien: $2.26
  • Brasilien: $5.99
  • China: $4.47
  • Grönland: $7.14
  • Hong Kong: $7.67
  • Indien: $4.57 (Normalbenzin, 14. Juli 2010)
  • Iran: $1.47
  • Irak: $1.44
  • Israel: $6.51 (13. Juni 2010)
  • Russland: $3.68
  • Südafrika: $4.78
  • Venezuela: $2.62 (Normalbenzin)

In einer Infografik von Fast Company wird dieser Unterschied noch deutlicher. Als Basis wurde der durchschnittliche Benzinpreis in den USA in Höhe von 3,14 Dollar je Gallone gewählt. Je dunkelgrüner ein Land eingefärbt ist, desto weniger muss die dortige Bevölkerung für ihr Benzin bezahlen. Insbesondere die erdölexportierenden Länder subventionieren massiv den Treibstoff für ihre Bevölkerung. Je röter ein Land gefärbt ist, desto teurer ist das Benzin und der Diesel in einem Land. Insbesondere in den europäischen Ländern ist der Steueranteil und somit der Preis besonders hoch.

Und nicht nur im Vergleich zu anderen Ländern ist das Benzin in den USA relativ billig. Verglichen mit anderen Flüssigkeiten wie Parfüm, Latte Macchiato, Nagellack, Wein, Energy Drinks, etc. ist Benzin wirklich spottbillig:

Unabhängig vom politischen Diskurs sollten sich die USA überlegen, wie sie in die nächsten Jahrzehnten ihre Mobilität sicherstellen wollen. Die USA sind ein Land mit einem sehr hohen PKW-Anteil am Modal Split. Klar ist auch, dass die Treibstoffpreise auf lange Sicht eher steigen als fallen werden. Dies hat nicht viel mit den jüngsten Entwicklungen in nordafrikanischen Ländern zu tun. Libyen ist mit lediglich rund 2% der Weltproduktion ein vergleichsweise kleiner Produzent. Diese Fehlmenge von rund 500.000 bis 600.000 Barrel pro Tag könnten andere OPEC-Länder wie Saudi-Arabien ohne weiteres ausgleichen. Das Problem ist eher die Knappheit des Rohstoffes Erdöl und einem nahenden wenn nicht sogar bereits überschrittenen Peak.

Zwar sinkt der Erdölverbrauch der OECD-Staaten kontinuierlich, die freigewordene Nachfragemenge wird aber von den aufstrebenden Schwellenländern wie China, Indien, etc. rasch aufgebraucht. Daher sind die Preissteigerungen in den letzten Jahren, wenn auch kurzfristig gedämpft durch die Weltwirtschaftskrise, in diesen Kontext einzuordnen und zeigen uns – und hoffentlich auch Sarah Palin – nochmals auf, dass wir dringend einen technologischen wie auch politisch-gesellschaftlichen Paradigmenwechsel benötigen.

Alles andere ist purer Populismus.

Bitte lesen Sie auch unsere Artikelserie Entwicklung der Kraftstoffpreise und -märkte in Deutschland. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

[Fakt der Woche] Kraftstoffmärkte im Januar 2011: Benzinpreis, Dieselpreis, Absatz, Ölpreis in Euro und Dollar

Dieser Artikel ist Teil der Serie Entwicklung der Kraftstoffpreise und -märkte in Deutschland. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

Der Januar 2011 war für die Autofahrer kein angenehmer. Die Preise stiegen nach Weihnachten immer weiter und verblieben den ganzen Januar auf einem hohen Niveau.

Grund für den Anstieg der Benzin- und Dieselpreise war unter anderem die weltweite konjunkturelle Entwicklung. Die Energienachfrage ist weltweit gestiegen. Insbesondere aufstrebende Länder wie China und Indien haben im Januar eine starke Nachfrage an den Weltmärkten ausgeübt.

Preise

Preisverlauf eines Liters Super Plus im Januar 2011

Sowohl der Preis für Super Plus als auch der Preis für Diesel stieg um etwa zwei bis drei Cent je Liter.

Preisverlauf eines Liters Diesel im Januar 2011

Gegenüber Januar 2010 notierte der durchschnittliche Preis für einen Liter Super Plus im Januar 2011 von 1,48€ um 12,4 Cent höher (2010: 1,356€). Dies entspricht einer Preissteigerung von 9,14%.

Preisverlauf eines Liters Super Plus Januar 2010 – Januar 2011

Der Preis für einen Liter Diesel stieg von 1,151€ im Januar 2010 auf 1,325€ im Januar 2011. Dies entspricht einer Preissteigerung von 17,4 Cent (15,1%).

Preisverlauf eines Liters Diesel Januar 2010 – Januar 2011

Absatz

Die vorläufigen Absatzzahlen des Mineralölwirtschaftsverbands e.V. zeigen den für die Wintermonate typischen Nachfragerückgang. Im Januar lag der Absatz von Ottokraftstoffen mit 1,51 Millionen Tonnen um 10,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Insbesondere die Nachfrage nach Normalbenzin ging um 16,2 Prozent zurück. Der Absatz von Super Plus verringerte sich nur um 8,6 Prozent während der Dieselabsatz um 2,4 Prozent auf 2,38 Millionen Tonnen zulegen konnte.

Vorläufiger Absatz von Ottokraftstoffen und Dieselkraftstoffen in Deutschland Februar 2010 – Januar 2011 in Tonnen

UPDATE: AMTLICHE ABSATZDATEN (07.04.2011)

Laut den amtlichen Absatzdaten wurden im Januar 1.515.816 Tonnen Ottokraftstoff sowie 2.304.638 Tonnen Dieselkraftstoff abgesetzt. Hinzu kommen noch 87249 Tonnen Bioethanol sowie 161778 Tonnen Biodiesel (FAME) und Pflanzenöl.

Amtliche Absatzdaten von Ottokraftstoffen und Dieselkraftstoffen in Deutschland Februar 2010 – Januar 2011 in Tonnen

Da die Vorstellung einer Tonne Treibstoff relativ schwierig ist, rechne ich die vom Mineralölwirtschaftsverband bereitgestellten Tonnenangaben in Liter um.

Die Dichte bei 15°C liegt für unverbleite Ottokraftstoffe DIN 228 bei 720 bis 775 kg/m³, für Diesel nach DIN 590 bei 820 bis 845 kg/m³. Somit wiegt ein Liter Benzin zwischen 720 g und 775 g, ein Liter Diesel zwischen 820 g und 845 g.

Für die Berechnung nutze ich die Umrechnungsfaktoren 0,755 für Super Plus und 0,845 für Diesel.

Beispielrechnung Umwandlung Diesel Gewicht in Tonnen in Liter:

Rho (Dichte) = Masse/Volumen

1 Tonne = 1000 kg (Masse)
Dichte liegt bei Rho = 0,845g/cm^3

1 000 000 g/ 0,845g/cm^3 = 1 183 431,95 cm^3
1000 cm^3 = 1 Liter
1183,432 Liter

Im Januar 2011 wurden in Deutschland etwa 1 948 387 096 Liter Ottokraftstoffe (vorläufiger Wert) und etwa 2 816 568 041 Liter Dieselkraftstoff (vorläufiger Wert) verkauft. Die endgültigen amtlichen Mineralöldaten für Januar 2011 sollten im März oder April vorliegen. Ich werde diesen Artikel dann entsprechend ergänzen.

Vorläufiger Absatz von Ottokraftstoffen und Dieselkraftstoffen in Deutschland Februar 2010 – Januar 2011 in Litern

Laut amtlicher Absatzdaten wurden in Deutschland im Januar 2011 etwa 1 955 891 612 Liter Ottokraftstoffe und etwa 2 727 382 242 Liter Dieselkraftstoff abgesetzt.

Amtliche Absatzdaten von Ottokraftstoffen und Dieselkraftstoffen in Deutschland Februar 2010 – Januar 2011 in Litern

Rohölpreise in Dollar

Der Rohölpreis hat im Januar 2011 erstmals seit 2008 die 100-Dollar-Marke wieder überschritten.

Chartvergleich WTI – Brent im Zeitraum 03.01.2011 – 31.01.2011 (Preise in Dollar) – finanzen.net

Wochendurchschnitte für je ein Barrel Rohöl (Brent, WTI, OPEC) in Dollar im Januar

Für den Preisauftrieb sorgte vor allem die unsichere Lage im arabischen Raum, speziell in Ägypten. Derzeit werden die Ölpreise vor allem durch Ängste vor einer drohenden Angebotsverknappung getrieben. Die politischen Unruhen in Ägypten und Tunesien bergen demnach hohe Ansteckungsgefahren für die Nachbarländer. Hierzu gehören die großen nordafrikanischen Ölproduzenten Libyen und Algerien. Daher sind die derzeitigen Preisaufschläge als geopolitische Risikoprämie zu interpretieren. Für den Januar kann daher mit weiter steigenden Rohölpreisen gerechnet werden.

Chartvergleich WTI – Brent im Zeitraum 01.01.2010 – 31.01.2011 (Preise in Dollar) – finanzen.net

Rohölpreise in Euro

Neben dem Rohölpreis  ist das Umtauschverhältnis Euro/US-Dollar der zweite große und bedeutende Einflussfaktor für unsere Ölpreise.

An den internationalen Warenterminbörsen werden die Rohölpreise seit jeher in US-Dollar gehandelt. Zwar werden die Ölpreise in erster Linie von den Rohölpreis-Notierungen in New York, London oder Rotterdam beeinflusst, doch der Einfluss des Dollarkurses auf die Ölpreise ist nicht zu unterschätzen.  Als Grundsatz gilt: Je stärker der US-Dollar im Vergleich zum Euro ist, desto teuerer wird der Import von Rohöl und somit auch unsere Kraftstoffpreise. Aufgrund der ökonomischen Lage in den USA notiert der Dollar im Vergleich zum Euro schwach. Daher sind die Auswirkungen des steigenden Ölpreises in Europa nicht so groß wie in den USA.

Preis für ein Barrel Brent in Euro, Januar 2011 – finanzen.net

Preis für ein Barrel Brent in Euro, März 2010 – Ende Februar 2011 – finanzen.net

Preis für ein Barrel WTI in Euro, Januar 2011 – finanzen.net

Preis für ein Barrel WTI in Euro, März 2010 – Ende Februar 2011 – finanzen.net

[Fakt der Woche] Steigende Benzinpreise beeinflussen die Fahrleistung – zumindest in den USA

Normalerweise ziehen steigende Preise eine sinkende Nachfrage nach sich. Bei Treibstoffen ist dies oftmals nicht der Fall. Zwar schimpfen Autofahrer allerorts über die unverschämte “Abzocke” und den Staat, der am verkauften Benzin / Diesel kräftig mitverdient; eine Nachfrageanpassung (sprich weniger und kürzere Autofahrten) erfolgt aber in der Regel nicht.

Dies hat zum einen den Grund, dass viele Menschen auf das Auto angewiesen sind und die Treibstoffpreise für das Entstehen von wettbewerbsfähigen Alternativen immer noch zu niedrig sind. Zum anderen mögen öffentliche Transportnetze in größeren Städten gut ausgebaut sein, Bewohner ländlicher Regionen sind aber meistens auf das Auto angewiesen und können die Transportmittelwahl nicht so leicht substituieren.

In einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF, gaben 55% der 1.292 Befragten an (Mehrfachnennungen möglich), Autofahrten einschränken zu wollen, 29% wollten benzinsparender fahren und 8% ihr Auto ganz abschaffen. 21% der Befragten – mehr als ein Fünftel – wollten ihr Fahrverhalten jedoch nicht ändern.

In den USA, der Autofahrernation schlechthin, war dies in den letzten Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, nicht anders. Obwohl der Preis pro Gallone von unter 1,40$ (1998) auf über drei Dollar (2010) stieg, nahmen die mit Autos zurückgelegten Kilometer pro Kopf nicht ab. 1956 fuhr ein amerikanischer Autobesitzer im Durchschnitt mit seinem Fahrzeug 4.000 Meilen pro Jahr, 50 Jahre später waren es bereits über 10.000 Meilen. Minimale Korrekturen waren allenfalls während der Ölkrise 1973 / 1974 (minus 210 gefahrene Meilen pro Jahr und Kopf) und während der iranischen Revolution 1978 – 1981 (minus 156 gefahrene Meilen pro Kopf und Jahr) zu verzeichnen.

In der Periode 2002 bis 2008 stiegen die Benzinpreise in den USA pro Gallone von etwa 1,60 US-Dollar auf über 3,30 US-Dollar. Alleine in den Jahren 2006 bis 2008 stieg der Benzinpreis um 21 US-Cent / Gallone. Diese Preissteigerungen hatten erstmals einen größeren Einfluss auf die gefahrene Kilometerzahl!

Der folgende Graph zeigt die durchschnittlichen Treibstoffpreise in den USA an der Y-Achse und die durchschnittlich von amerikanischen Autofahrern gefahrenen Kilometer pro Kopf und Jahr an der X-Achse.

In dieser Grafik (durch Klick vergrößerbar) ist sehr gut zu erkennen, wie die jährliche Fahrleistung seit dem Jahr 2006 erst leicht und ab 2008 stärker zurück ging.

Für etwa zwanzig Jahre war den Benzinpreis in den USA relativ stabil. In Kombination mit steigenden Einkommen wuchs die jährliche Fahrleistung in dieser Periode um etwa 2.500 Meilen. Problematisch ist in meinen Augen neben der Ausweitung der jährlichen Fahrleistung, der Fakt, dass die Anzahl an Autofahrern durch die positive Bevölkerungsentwicklung insgesamt steigt und auch zukünftig weiter steigen wird.

Natürlich hängt der Rückgang der Jahre 2005 bis 2010 sehr stark mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zusammen. Sollten sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten deutlich bessern und die Arbeitslosigkeit in den USA zurückgehen, werden auch die gefahrenen Kilometer wieder ansteigen.

Nichtsdestotrotz scheint bei einem Benzinpreis von über drei Dollar pro Gallone den Amerikanern die Lust am Autofahren allmählich zu vergehen. Zum Vergleich: der Preis für eine Gallone Treibstoff beträgt in Europa etwa 6 Dollar. Amerikaner bezahlen folglich im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, relativ wenig für ihren Treibstoff. Dies dürfte aber nicht ewig so bleiben.

Und eine wachsende, wenn auch immer noch kleine Menge umweltbewusster Pendler hat die Zeichen der Zeit erkannt und steigt auf das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel um.

Bitte lesen Sie auch unsere Artikelserie Entwicklung der Kraftstoffpreise und -märkte in Deutschland. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

Was das Jahr 2011 hoffentlich mit sich bringt…

Was ich persönlich als junger Mensch und Betreiber eines Blogs mit dem Namen “Zukunft Mobilität” spannender finde als einen Jahresrückblick auf das Jahr 2010, ist ein Ausblick auf das wahrlich spannende Jahr 2011. Natürlich besitze ich keine Glaskugel. Aber ein kleines bisschen Hoffnung und eine oder auch ein paar mehr Ideen / Gedanken, die zu einem besseren Transportnetz in Deutschland und anderen Teilen der Welt führen könnten.

Höhere Treibstoffpreise

Sehr schönes Bild einer verfallenen Zapfsäule – Sinnbild für eine vergangene Zeit? – Flickr – K2D2vacaCreative Commons

Manche werden nicht verstehen, warum ich höhere Treibstoffpreise als gut empfinde, nein, sie mir sogar sehnlichst wünsche. Menschen, die täglich zur Arbeit pendeln, werden mich nicht verstehen. Genauso wenig wie Spediteure, die schon heute nicht allzu gut verdienen und denen höhere Dieselpreise recht ungelegen kommen dürften.

Aber ich glaube, dass höhere Treibstoffpreise den Wandel hin zu einem effizienteren und umweltfreundlichen Verkehr beschleunigen können. Ein höherer Benzinpreis bedeutet, dass Elektroautos den Durchbruch erfahren werden (bei einem Benzinpreis von etwa 2,50 € pro Liter). Ein höherer Benzinpreis bedeutet, dass Menschen über ihr eigenes Mobilitätsverhalten nachdenken und kleinere Entfernungen zu Fuß oder per Auto zurücklegen werden. Ein höherer Benzinpreis bedeutet, dass Menschen bei längeren Reisen die verschiedenen Verkehrsträger in Konkurrenz zueinander treten lassen. Eventuell für eine Zugfahrt auf einen Flug oder eine Autofahrt verzichten.

Wandel kann nicht von oben verordnet werden. Er muss von den Menschen selbst angestoßen werden. Und oftmals geht dies am besten über das Portemonnaie.

In den USA wird mittlerweile für das Jahr 2011 mit einem Benzinpreis von vier Dollar pro Gallone gerechnet. Dies sind umgerechnet 1,058 Dollar pro Liter oder 0,8€ pro Liter. Man muss dazu anmerken, dass die Preissteigerung für Benzin in den USA wie auch in Europa derzeit enorm ist. Vor kurzem wurde der Benzinpreis von 3 Dollar pro Gallone erreicht. Derselbe Preis lag eine Woche vorher noch bei 2,84 Dollar und vor einem Jahr bei 2,69 Dollar / Gallone.

Markus Gaertner hat sich vor kurzem einmal die Mühe gemacht und die Auswirkungen eines höheren Benzinpreises auf die Einkommen der amerikanischen Haushalte und die US-Konjunktur benannt:

Seit dem Börsentief im März 2009 hat sich Benzin an den Tankstellen der USA von 1,86 Dollar auf 2,96 Dollar verteuert. Dieser Preisanstieg von 1,10 Dollar ergibt – multipliziert mit dem Jahresverbrauch von 131 Mrd. Gallonen – zusätzliche Kosten von 144 Mrd. Dollar. Das sind nicht nur stattliche 12% des amerikanischen Einkommensteuer-Aufkommens im Bundeshaushalt 2009 – das sind auch umgerechnet 110 Mrd. Euro, genau die Größe des Griechenland-Bailouts. Hält das eine Volkswirtschaft ohne weiteres aus, erst recht in dieser Situation ? Ich glaube, die Antwort ist klar.

Man sieht also, dass von einem höheren Benzinpreis einiges abhängt. Hoffentlich sind die Amerikaner und Europäer und Chinesen und Inder und Russen und und und… so schlau und ziehen die richtigen Schlüsse aus dieser Entwicklung. Auch wenn dies schmerzhaft für sie sein wird und einige Verhaltensänderungen erfordert.

Bikesharing

Ganz ohne Benzin, sondern mit reiner menschlicher Muskelkraft, funktioniert Bikesharing. Bereits 2010 entstanden weltweit einige Bikesharing-Angebote.

Bikesharing in Mexico City – SFview – Flickr – Creative Commons

Nicht nur in Mexiko City (Ecobici), sondern auch in Washington D.C. (Capital Bikeshare) und London (Barclays Cycle Hire) wurden 2010 Bikesharing-Angebote geschaffen, sondern auch in diversen anderen Städten auf der ganzen Welt. 2011 wird diese Entwicklung keinesfalls aufhören.

Ab 2011 sollen mehr als 1.000 Fahrräder in San Francisco, San Jose, Palo Alto, Mountain View und Redwood City bereitstehen. Miami Beach, Ottawa, Montréal werden bald folgen.

In Europa ist Bikesharing mittlerweile in mehr als 100 Städten möglich. Ein wahres Erfolgsmodell, das aktiv motorisierten Verkehr verringert, die Umwelt schützt und etwas für die Gesundheit und Fitness der Radfahrer tut.

Carsharing

Ich bin der Überzeugung, dass man in Großstädten kein eigenes Auto mehr besitzen muss. Meistens existiert ein gut ausgebauter ÖPNV und die Wege zum Einkaufen sind meist ebenfalls wohnortnah. Für größere Einkäufe oder den Wochenendausflug mit der Familie gibt es Carsharing!

Carsharing im multimodalen Verkehrsnetz – Streetblog New York CityCreative Commons

Meist neuwertige Fahrzeuge, die zu einem vergleichsweise günstigen Preis angemietet werden können, sind der große Vorteil. Des Weiteren entfallen die Kosten für einen (Tiefgaragen)-Stellplatz und Reparaturen sowie TÜV, AU, etc. Alleine in New York werden 19 Milliarden Dollar durch Autoverzicht eingespart.

Wird das Carsharing-Auto noch mit Strom betrieben, bekommt das Ganze einen noch grüneren Anstrich, der sich bei Verwendung von Ökostrom in ein grünes Auto verwandelt.

Natürlich bringt Carsharing auch einige Nachteile mit sich: der Carsharer kann sein Auto nicht personalisieren, muss es meist an bestimmten Orten abholen und zurückgeben und das Auto verliert seine Funktion als Statussymbol. (siehe auch diesen Artikel)

Nichtsdestotrotz ergänzt Carsharing perfekt die Mobilitätsansprüche eines Stadtbewohners neben dem ÖPNV. Dadurch wird der öffentliche Verkehr gefördert und der Straßenverkehr entlastet. Ich schreibe aber bewusst Stadtbewohner, da sich das System Carsharing nur schwer auf ländliche Regionen ausweiten lässt. Aber dennoch wird 2011 das Jahr der Carsharing-Anbieter! (siehe Carsharing in Paris / London)

Elektrofahrräder (Pedelec)

Elektrofahrräder boomen seit Jahren. Im Jahr 2005 wurden 25.000 E-Bikes verkauft. 2009 waren es schon 120.000. Tendenz stark steigend. Dieser Trend wird sich auch 2011 nicht stoppen lassen.

Egal ob für den Einkauf, die Fahrt zur Arbeit oder den Wochenendausflug. Man trifft immer öfter auf die surrenden Fahrräder mit Hilfsmotor.Dabei helfen sie aktiv bei der Verringerung des Autoverkehrs und emittieren je nach Stromquelle kein oder nur sehr wenig CO2.

Elektrofahrräder sind eine einfache und umweltschonende Alternative, auch wenn sie im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad immer noch teuer sind. Nichtsdestotrotz werden auch 2011 eine Menge Elektrofahrräder über den Ladentisch gehen.

Elektroautos

Eventuell wird das Jahr 2011 für das Elektroauto nicht das entscheidende Jahr. Allzu weit ist es noch von der allgemeinen Massenfertigung entfernt. Auch 2011 wird ein Auto mit herkömmlichen Verbrennungsmotor die erste Wahl für den Autokäufer sein. Hybridautos sind aber auch 2011 auf dem Vormarsch. Aber die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Autobauer fängt gerade erst an.

Ich glaube, dass wir 2011 Fortschritte in der Batterietechnik sehen werden. Insbesondere der Kurier- und Lieferverkehr und das Taxigewerbe werden von Elektroautos profitieren.

Verkehr in 140 Zeichen am 14.12.2010
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Schlußstrich

Wir sind nicht gegen die Autofahrer, sondern gegen das Auto.
Thilo Bode, Volkswirt, Soziologe und Autor, 1995-2001 Geschäftsführer der Umweltorganisation Greenpeace International

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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