Artikel zum Thema Verkehr
Verkehr in 140 Zeichen am 25.02.2015
  • RT @URBANOPHIL: Mehr als nur parken. Sinnvolle #Umnutzung vom innenstädtischen #Parkhaus oder #Carloft 2.0? http://t.co/B45ILwUGWX ->
  • Streit um Mittel für den Nahverkehr: Kommunen und Verbände werfen Bund Verzögerung vor – Tagesspiegel – http://t.co/GuXOHiYN6H ->
  • Diese geplanten ÖPNV-Projekte sind aufgrund fehlender GVFG-Mittel akut gefährdet: Berlin: Neubaustrecke Ostkreuz, Barrierefreier Ausbau,… ->
  • Bochum/Gelsenkirchen: 6. Bauabschnitt Stadtbahnlinie 301, Lückenschluss Straßenbahnlinie 310, Niederflurausbau der Haltestellen in Witten ->
  • Dresden: Stadtbahnprogramm 2020; Düsseldorf: Verlängerung der U81 mit Rheinquerung; Duisburg: Erneuerung der Zugsicherung, Barrierefreiheit ->
  • Essen: Neubau Berthold-Beitz-Boulevard, 2. und 3. Bauabschnitt der Straßenbahntrassen; Frankfurt am Main: Nordmainsche S-Bahn, Regionaltangente West ->
  • Köln: Ausbau Ost-West-Achse Stadtbahn; Magdeburg: Ausbau Leipziger Str., Große Diesdorfer Str, Verlängerung Straßenbahn Kannestieg-Pfahlberg ->
  • Mainz: Erneuerung Gleisanlage Innenstadt (Alicenplatz – Münsterstr.), Umbau Rasengleise; Nürnberg: Bau der Stadt-Umland-Bahn;… ->
  • Stuttgart: Verlängerung der S-Bahnlinie S2 Bernhausen – Neuhausen; Ulm: Straßenbahn Linie 2

    Projektumfang in Summe: mind. 2,1 Mrd. € ->

  • Verkehrsbetriebe Zürich werben mit Auto-Schutzhüllen fürs Umsteigen auf Tram und Bus. – http://t.co/4VLPmL1uG9 http://t.co/d0orlQWbqS ->
  • Eine Industrie im Wandel – Wie Autovermietung der „Mobilität der Zukunft“ begegnet http://t.co/3QX0NDBSI2 ->
  • Flugpassagierdaten sollen auch innereuropäisch ausgewertet werden. Die Speicherfrist soll fünf Jahre betragen. – http://t.co/fz2ymauuXS ->
  • Die starke Luftverschmutzung in Indien verkürzt die Lebenserwartung um drei Jahre – http://t.co/jalku9Gxyp ->
  • Flughafen Addis Abeba soll bis zum Jahr 2018 für rund 300 Millionen Dollar. ausgebaut (7 auf 21 Mio. PAX) werden. – http://t.co/pfAPvwWIb0 ->
  • Schallschutzprogramm kommt nur langsam bei #BER-Anwohnern an – airliners – http://t.co/5PnYjg5YR0 ->
Leider gescheitert: Der Modec Van, ein Elektro-Transporter für die Citylogistik

Der heutige städtische Güterverkehr steht vor einigen Herausforderungen: steigende Energiepreise, wachsendes Verkehrsaufkommen und der daraus resultierende Stau, Parkplatzmangel, die Schnittstellenproblematik „Rampe“, Umweltauflagen (CO2, Feinstaub, NOx), Lärmschutz insbesondere in der Nacht, Kostendruck, Lieferzeit- und Lieferortbeschränkungen, kleinteiligere Sendungen (insbesondere Pakete im eCommerce) und ein zunehmendes Umweltbewusstsein bei Empfängern und Versendern.

In Deutschland werden pro Tag etwa 160 000 Auslieferungstouren abgewickelt. Ein nicht geringer Anteil dieser Auslieferungen wird durch Lkw abgewickelt, die nur zur Hälfte beladen in Städte einfahren und vorhandene Infrastruktur nur ineffizient nutzen.1 Hinzu kommt, dass beispielsweise 7,5-Tonner stadtunverträglich und nicht geeignet für historische Altstädte mit engen Gassen sind. Eine Folge: Lieferzeit- und Lieferortbeschränkungen.

Neben der Konsolidierung von Sendungen über verschiedene (Bündelungs-) Konzepte wie Cross Docking (Einbeziehung eines bestandslosen Umschlagpunktes und einer getrennten Optimierung von Abhol- und Zustelltouren), Multi-Pick (Optimierung von Abholtouren für einen bestimmten Empfänger und Erhöhung der Entlademengen pro Anlieferadresse) sowie By-pass (Abholung von bereits empfängerbezogenen kommissionierten Sendungen) werden neue technische Lösungen und Fahrzeugkonzepte für den innerstädtischen Güterverkehr benötigt.

Foto: TrevorPower @ Wikimedia Commons (ursprünglich Modec Limited, lizensiert unter GFDL von Trevor Power) – CC BY-SA 3.0

Ein neues Fahrzeugkonzept war der Modec Van des gleichnamigen britischen Herstellers von Elektroautos und Elektrolastkraftwagen. Das Unternehmen wurde 2005 von Lord Jamie Borwick gegründet und begann im Jahr 2007 mit der Produktion des Modec Van. (mehr …)

Verkehr in 140 Zeichen am 29. – 31.01.2015
  • Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstags Nehm fordert Pkw-Maut für alle – heise online – http://t.co/uqwrzMW3SS #maut #pkwmaut ->
  • Und zudem forderte der Verkehrsgerichtstagspräsident die Nutzung von Maut-Daten zur Verbrechensbekämpfung – NDR – http://t.co/nynMIKtS6n ->
  • Münchner Flughafen-Chef hält am Bau einer dritten Startbahn fest – airliners – http://t.co/CNvL0c305g #MUC ->
  • RT @fahrradio: Langer Text mit vielen Zahlen: „Die wahren Kosten eines Kilometers Autofahrt“ von @zukunftmobil #interessant http://t.co/nv… ->
  • Mindestlohn für ausländische Lkw-Fahrer bei Transitfahrten vorerst ausgesetzt – Tagesschau – http://t.co/siRlmscSIl ->
  • Flughäfen lehnen bundeseinheitliche Vorgaben bei den lärmabhängigen Start- und Landeentgelten ab – airliners – http://t.co/nI0zySCayC ->
  • Prof. Andreas Knie: „Autofahren ist viel zu billig“ – ZEIT – http://t.co/HM8R9jz4Ea ->
  • 2014 wurde auf der Schnellfahrstrecke Peking – Shanghai ein Ticketumsatz von über 5 Mrd. US-Dollar generiert – http://t.co/gQsLKCVOtr ->
  • Der Mann hinter dem New Yorker Entwicklungsplan des damaligen Bürgermeisters Michael Bloomberg: Jan Gehlhttp://t.co/fm3eiT2FO4 ->
  • Von rund 25% der US-Flughäfen kommt man schneller mit dem ÖPNV als dem Taxi in die Innenstadt, beim Rest ist es umgekehrt. http://t.co/vXzkBYTA6m ->
  • In London wird ab Frühjahr der erste „Cycle Superhighway“ errichtet. Länge: 8,85 km, Kosten: 30,5 Mio. € – http://t.co/WW8W6xPiRE ->
  • Das US-Rideselling-Unternehmen Lyft ist in den großen Märkten profitabel und weitet das Angebot USA-weit aus. – http://t.co/sz2YcthkGi ->
  • Öffentliche Fahrradverleihsysteme können ein mögliches Werkzeug zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit sein – http://t.co/EH4lHMudsK ->
  • Chinesische Unternehmen bauen in Äthopien eine 700 km lange Bahnstrecke von Addis Abeba bis Dschibuti – http://t.co/JznsLE2j87 ->
  • In Ghana wird der 330 km lange Schienen-Ostkorridor von Tema nach Nsawam und Kumasi wieder aufgebaut – http://t.co/q7U72guHJD ->
  • China spielt bzw. investiert mittlerweile verstärkt im Hinterhof der USA: Lateinamerika – Yahoo – https://t.co/yiitDhy4WR ->
  • Der Markt für Elektro- und Hybridbusse könnte bis zum Jahr 2025 ein Volumen von mehr als 72 Mrd. US-Dollar erreichen. http://t.co/pb9YvzkkS7 ->
  • Inflationsbereinigt ist Kraftstoff in den USA zwar günstiger, aber noch lange nicht günstig. http://t.co/2EREG8NPUC http://t.co/GIa5ntC9iq ->
  • Die Europäische Union fördert einige polnische SPNV- / ÖPNV-Projekte mit 293 Millionen Euro aus dem Kohäsionsfond – http://t.co/DdGyBxF9Al ->
  • Die EIB finanziert die Erweiterung der Londoner Northern Line mit 480 Millionen Pfund – IRJ – http://t.co/dCeefc6DoG #London #tube ->
  • Nächste Episode bei der Ausschreibung der Schnellfahrstrecke Mexico City – Queretaro: Mexiko verschiebt erneut – http://t.co/I4OSE3ZRyv ->
  • Der internationale Güterverkehr soll sich bis 2050 vervierfachen. Durch die Verschiebung der Handelsströme wächst die Transportweite um 10%. ->
  • Dies sind Kernaussagen des ITF Transport Outlook 2015: http://t.co/FKYzrNkr8v ->
Verkehr in 140 Zeichen am 25.01.2015
  • EU-Kommissarin Bulc prüft Einführung einer europaweiten fahrleistungsabhängigen Pkw-Maut – http://t.co/HVQOUqB5de #maut #pkwmaut ->
  • Experten fordern niedrigere Promille-Grenze von 1,1-Promille statt 1,6 mg/g für Radfahrer – ZEIT ONLINE – http://t.co/q4AF1ISMhA ->
  • US-Verkehrsminister Foxx fordert die Kommunen auf mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen – http://t.co/GsLDXTRGq6 ->
  • New York City und San Francisco versuchen auf unterschiedlichen Wegen die Sicherheit für Fußgänger zu verbessern – http://t.co/cBMbX6POc6 ->
  • Starke Zersiedelung: Chinesische Großstädte sind bei Weitem nicht so dicht wie in anderen Ländern – The Economist – http://t.co/pvH1QnzE5p ->
  • Die neuseeländische Stadt Auckland prüft den Bau einer Stadtbahn – IRJ – http://t.co/8109nIyPcG ->
  • So möchte Stuttgart sein massives Luftreinhalteproblem lösen: erst ein paar Jahre Freiwilligkeit, dann mehr Pflicht http://t.co/O1TzhLwLUZ? ->
  • Der Dieselantrieb und sein Einfluss auf die öffentliche Gesundheit – Sustainable Mobility – http://t.co/tuGbzuCzIo ->
  • In Schweden setzt der Straßengüterverkehr immer stärker auf die Energieträger CNG und LBG (verflüssigtes Biogas) – http://t.co/qsIgCl5Z0w ->
  • In Deutschland verkaufte Pkw haben laut CAM im Jahr 2014 im Durchschnitt 133 g CO2 je Kilometer emittiert (2013: 136 g CO2 / km). ->
  • Auch in den USA besteht unbeschreiblich großer Bedarf für Infrastrukturerhaltungsinvestitionen – Wired – http://t.co/a77xUPJ8cL ->
  • Seoul plant massive Investitionen und Förderungen im Bereich Elektromobilität. Ziel: 50000 Elektroautos bis 2018 – http://t.co/kLMOMiTC1C ->
  • Tokio will bis 2020 den Bau von H2-Tankstellen und Anschaffung von Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit 330 Mio. € fördern http://t.co/2lRGEBCFSW ->
  • Shanghai startet elektrisches #Carsharing im Regelbetrieb mit 350 Fahrzeugen, Ausweitung auf 2000 Fzg. ist geplant – http://t.co/udHxVHBQpp ->
  • Die Europäische Investitionsbank unterstützt Airbus mit 500 Millionen Euro (seit 2011 insgesamt 1,3 Milliarden Euro). http://t.co/4JDumvhoc1 ->
  • Dobrindt lässt bei der EU elf mögliche ÖPP-Projekte prüfen und will diese auch auf Bundesstraßen ausweiten. Investitionssumme: 7,5 Mrd. ->
  • Für Erhaltung und Betrieb werden über 30 Jahre nochmals 7,5 Mrd. € veranschlagt. Projekte: 670 km BAB, Ausbau B 247 Bad Langensalza – A 38 sowie B 402/213 Meppen – Cloppenburg ->
Verkehr in 140 Zeichen am 22. / 23.01.2015
[Verkehrswissen kompakt] Neuzugelassene Elektrofahrzeuge im Jahr 2014

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Im Jahr 2014 waren unter 3,04 Millionen Pkw-Neuzulassungen 8.522 Elektrofahrzeuge. Dies entspricht einem Anteil von 0,28 Prozent. 2013 gab es 6.051 Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (2012: 2.956), 2014 wuchs die Zahl der Zulassungen um +40,84 Prozent (2013 zu 2012: +104,7 %).

2014 wurden zudem 27.435 Hybridfahrzeuge neu zugelassen (2013: 26.348 | +4,13 %, 2012: 21.438 Pkw | +22,9 %). Der Anteil der Neuwagen “mit alternativen Antriebsarten” an allen im Jahr 2014 neu zugelassenen Fahrzeugen ist von 1,6 auf 1,7 Prozent gestiegen.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Wenn auch Sie eine interessante Zahl aus dem Bereich Verkehr haben, dann lassen Sie es mich bitte wissen! Vielen Dank!

Stadtplaner Jan Gehl über die gesunde Stadt

Der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl gilt als einer der einflussreichsten Stadtplaner der Welt. Mit seinem Fokus auf die städtebauliche Qualität für Fußgänger und Radfahrer hat er nicht nur die Basis für die hohe Lebensqualität in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gelegt, sondern auch in anderen Städten auf der Welt  wie beispielsweise New York City  wichtige Impulse gesetzt, um die Situation für Fußgänger und Radfahrer substanziell zu verbessern.

Shared-Space-Projekt von Gehl Architects in der New Road, Brighton (Großbritannien) – Foto:

Der Gründer von Gehl Architects und emeritierte Professor der Königlichen Dänischen Kunstakademie verfolgt konsequent das Ideal einer lebhaften, sicheren, nachhaltigen und gesunden Stadt.

Eine nachhaltige Stadt ist für ihn vor allem eine äußerst menschenfreundliche Stadt. Eine Stadt mit guten öffentlichen Räumen und einer gewissen Kompaktheit, welche Menschen anregt, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Darüber hinaus soll ein starker öffentlicher Personenverkehr die Pkw-Abhängigkeit weitestgehend reduzieren.

Kernelement des Verkehrs in der Stadt sollte laut Gehls Meinung jedoch der Fußverkehr und Radverkehr sein. Für dessen Belange solle die Stadt attraktiv und sicher gestaltet werden.

Eine hohe Attraktivität einer Stadt bestimmt sich auch an dem Grün im Stadtgebiet. Parks und bepflanzte Flächen verbessern die Luftqualität und senken die Temperatur in der Stadt. Zudem gestalten sie den Aufenthalt für die Menschen in der Stadt angenehmer. Gehl weist zudem darauf hin, dass für eine „grüne Stadt“ auch energieeffiziente und ökologisch nachhaltige Gebäude gehören. Eine Ansammlung einzelner „grüner Gebäude“ macht jedoch noch keine „grüne Stadt“. Wie beispielsweise in Dubai ist, und bleibt es, eine reine Ansammlung von Gebäuden.

Energieeffizienz sollte im Fokus einer jeden Stadt stehen.

Die größten Herausforderungen unserer Zeit finden sich in afrikanischen und asiatischen Städten. Agglomerationen mit mehreren zehn Millionen Einwohnern bringen ein neues Ausmaß an Herausforderungen mit sich. Lösungen, welche sich in Industrieländern der westlichen Welt bewährt haben, sind aber noch lange nicht auch für diese Art von Megacities geeignet. Vielmehr sollte auf Basis der lokalen und regionalen Gegebenheiten nach entsprechenden Lösungen gesucht werden.

Viele Städte in China eifern dem westlichen Ideal der Stadt mit all ihren Schwächen nach. Neue chinesische Städte, die von Grund auf neu geplant und gebaut werden, wirken den Städten sehr ähnlich, welche heutzutage in West- und Osteuropa aufgrund der Vielzahl an Schwächen rückgebaut werden, so Gehl. Auch in der Verkehrsplanung folgt China einem Konzept, welches sich als nicht tragfähig herausgestellt hat. Ein Gesamtverkehrssystem nach US-amerikanischen Vorbild mit einer hohen Abhängigkeit vom Pkw und einer Ignoranz gegenüber Fußgängern und Radfahrern. Laut Gehl ist dies der Grundstein für ein Desaster und eine der größten Herausforderungen für die Entwicklung nachhaltiger Städte auf dieser Erde.

Dass es auch anders geht, hat die kolumbianische Stadt Bogotá in einem Umfeld aus bürgerkriegsähnlichen Zuständen und einem großen sozialen Ungleichgewicht bewiesen. Der damalige Bürgermeister der acht Millionen Einwohner-Stadt, Enrique Peñalosa, hat ein Bündel an verschiedenen Maßnahmen umgesetzt (siehe auch: Enrique Peñalosa: Ein Vorbild für viele Bürgermeister).

Grundsätzliche Erkenntnis war, dass nur 20 Prozent der Einwohner private Pkw nutzen, jedoch nahezu das gesamte Budget in den Straßenbau floss. Indem er dieses Verhältnis umkehrte und 80 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel in den ÖPNV sowie den nicht-motorisierten Verkehr investierte, beeinflusste er nicht nur das ökologische, sondern auch das soziale Gefüge der Stadt.

Durch den Bau neuer Gehwege und einer Aufwertung von Flächen in der Innenstadt wuchs die Attraktivität für Fußgänger. Das Entstehen einer Fahrradkultur wurde gezielt gefördert. Jeden Sonntag wurden 120 Kilometer Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt und sogenannte „cyclovia“-Festivals mit bis zu 1,5 Millionen Teilnehmern organisiert. Ebenso investierte Bogotá in den Aufbau von Radverkehrsinfrastruktur. Durch den Aufbau des Bus Rapid Transit-Systems „TransMilenio“ wurde der ÖPNV effektiv und zugleich effizient verbessert. Dieses neue öffentliche Verkehrsangebot ermöglicht auch ärmeren Bevölkerungsschichten einen schnellen Zugang zu ihrer Arbeitsstelle und ist somit von großer sozialer Bedeutung.

Das Fahrrad an sich ist ein sozial und ökologisch sehr gerechtes Verkehrsmittel, da es Grenzkosten von nahezu null aufweist. Auch aus sozialpolitischer Sicht ist das Fahrrad daher für Städte von großem Vorteil. Dies gilt nicht nur für Städte in ärmeren Weltregionen, sondern auch in den großen Metropolen in Industrieländern. Bislang ist das Fahrrad dort jedoch stiefmütterlich behandelt worden. Städte wie Melbourne oder New York City versuchen den Radverkehr gezielt zu fördern. Laut des New York City Transport Plan, welcher unter dem damaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg entwickelt wurde, sollen in den kommenden Jahren 6.000 Kilometer neue Radwege errichtet werden. Diese Maßnahme wird durch den teilweisen Rückbau der Fahrbahn unterstützt. Laut Gehl ist eine radverkehrsorientierte Strategie für New York ideal, da es eine sehr dicht besiedelte und flache Stadt mit guten Wetterverhältnissen ist. Zudem sind die Straßen im Allgemeinen sehr breit, sodass ausreichend Fläche für Radverkehrsanlagen und die Aufwertung des Straßenraums zur Verfügung stehen dürfte.

Ebenfalls kann sich der Aufbau öffentlicher Fahrradverleihsysteme und die Integration derselben in vorhandene Strukturen positiv auf die Stadt und das Leben in dieser auswirken.

Nachhaltige Städte des 21. Jahrhunderts sollten laut Gehl lebhaft, sicher, nachhaltig und gesund sein. Diese Eigenschaften könnten durch eine einzelne politische Zielsetzung erreicht werden. Wenn man den Menschen in den Mittelpunkt stellt und ein attraktives Umfeld mit einer guten Struktur für Fußgänger und Radfahrer schafft, herrscht automatisch Leben in der Stadt. Je mehr Menschen öffentliche Plätze nutzen und bevölkern, umso sicherer sind diese. Durch einen starken ÖPNV sowie einen hohen Anteil des Fuß- und Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen dominieren energetisch und flächenmäßig effiziente Verkehrsarten. Dadurch wird die Stadt ökologischer. Durch das mehr an Bewegung werden Menschen gesünder. Insbesondere die für das Gesundheitssystem teuren Herz-Kreislauferkrankungen und Folgeerkrankungen durch Übergewicht werden verringert.

Indem Städte menschenfreundlicher werden, werden sie automatisch lebhafter, gesünder, nachhaltiger und gesünder.

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Schlußstrich

Ich kann Politiker als Klasse nicht leiden. Sie sind die letzte Gruppe, auf die wir uns konzentrieren sollten, wenn wir unsere Städte richtig hinbekommen wollen. Ihr Geschäft ist – von einigen Ausnahmen abgesehen – der Kompromiss, die Verhandlung, nicht Überlegungen, was getan werden müsste und wie wir es tun. Ich sage meinen Studenten: Erkundet, was nötig ist, aber denkt nicht darüber nach, ob Politiker das umsetzen können. Vergesst die. Ich glaube nicht an Masterpläne. Die Einstellung, dass alles kontrolliert werden muss, gefällt mir nicht. Ich glaube an eine Stadtplanung, die mehr dem Aussäen auf einem Acker gleicht, auf dass dort etwas von unten wachsen kann.
Richard Sennett, Kultursoziologe, ZEITWissen vom 15.11.2013

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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