Artikel zum Thema Verkehr
Wieso die Behauptung „Fahrradhelme verhüten 85% der Kopf- und 88% der Hirnverletzungen.“ (Thompson et al. 1989) nicht belastbar ist

Alles Wissenswerte zum Thema Radhelmpflicht und deren Wirkung auf den Radverkehr finden Sie in unserem Dossier.

Die Studie A Case-Control Study of the Effectiveness of Bicycle Safety Helmets“ von Frederick P. Rivara, Diane C. Thompson und Robert S. Thompson aus dem Jahr 1989 wird von Medien, der Politik, Versicherungen und medizinischen Vereinigungen sowie Befürwortern einer allgemeinen Radhelmpflicht oft zitiert. Die damals erste größere Untersuchung der Wirksamkeit von Radhelmen kam zu dem Ergebnis, dass Fahrrad fahrende Personen durch Tragen eines Radhelms das Risiko einer Kopfverletzung um 85 Prozent und das Risiko einer Gehirnverletzung um 88 Prozent senken. Diese Werte werden seitdem oft wiederholt:

Internationale Studien zeigen, dass ein Radhelm das Risiko einer Schädel-Hirn-Verletzung bis zu 85 Prozent reduzieren kann.

– Kuratorium für Verkehrssicherheit (2003)

Der Fahrradhelm verhindert 85 Prozent aller Kopfverletzungen und 88 Prozent aller Gehirnverletzungen und schützt vor tödlichen Unfällen und Dauerschäden.

– Vorarlberger Landes-Versicherung VaG

Das Tragen eines Schutzhelms beim Fahrrad fahren reduziert nach einer Emnid-Studie das Risiko von Kopfverletzungen um 85 Prozent, die Gefahr einer Gehirnverletzung sogar um 88 Prozent. [Anmerkung Martin Randelhoff: Es steht zu vermuten, dass Emnid ebenfalls nur Thompson et al. zitiert hat.]

– Pressemitteilung der uniVersa Lebensversicherung a.G. vom 09.04.2008

Es gibt nur ein Problem: Die Werte sind nicht belastbar. Thompson et al. haben sich in einer neuen Studie aus dem Jahr 1997 sogar selbst widerlegt1. (mehr …)

  1. Rivara FP, Thompson DC, Thompson RS. Epidemiology of bicycle injuries and risk factors for serious injury. Injury Prevention 3: 110-114 (1997). Online im Internet
Auf dem Weg zur Fahrradstadt: Paris errichtet bis 2020 innerstädtische Radschnellwege (REV) und investiert 150 Millionen Euro in den Radverkehr

Paris hat sich das ambitionierte Ziel gegeben, bis zum Jahr 2020 eine der bedeutendsten Fahrradstädte der Welt zu werden und zu Kopenhagen und Amsterdam aufzuschließen. So soll beispielsweise der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen von heute fünf auf 15 Prozent gesteigert werden. Über 150 Millionen Euro stehen für Investitionen in den Radverkehr zur Verfügung, neben der Verdopplung des Radwegenetzes von 700 auf 1.400 km auch für die Errichtung innerstädtischer Radschnellwege mit dem Namen réseau express vélo, kurz REV.

Die 80 km langen Hauptachsen verlaufen in Nord-Süd sowie in West-Ost-Richtung und entlang der beiden Seine-Ufer (in der Karte pink markiert). Die Nord-Süd-Achse führt vom Porte d’Aubervilliers bis zum Porte d’Orléans und passiert den Gare de l’Est, châtelet, saint-Michel und Denfert-Rochereau. Die West-Ost-Achse verläuft vom Stadtpark Bois de Boulogne im Westen nach Vincennes im Osten und passiert den Place de l’Etoile, de la Concorde, Rivoli, die Bastille (mit dem neuen Maison du vélo) und die Avenue Daumesnil.

Zielnetz 2020 für den Pariser Radverkehr, unter anderem mit Radschnellwegen und Tangentialverbindungen – Grafik: Mairie de Paris

Die Radschnellwege sollen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h ermöglichen. Ergänzt werden sie durch ein nachrangiges Radwegenetz, welches wichtige Tangentialverbindungen über drei Ringe (durchgängig grün markiert und fett grün gestrichelt) sowie die Feinerschließung von Stadtvierteln (dünn grün gestrichelt) abbildet. Ebenfalls werden die Pariser Brücken, die Wälder von Vincennes und Boulogne sowie Teile außerhalb der Verwaltungsgrenze von Paris erschlossen. Das Radwegenetz soll 365 Tage im Jahr rund um die Uhr nutzbar sein. Hierfür sollen ausreichend Personal und Finanzmittel bereitstehen. In der Nacht sollen Radwege beleuchtet werden. Sensoren detektieren die Annäherung eines Radfahrers und beleuchten den jeweiligen Abschnitt. (mehr …)

Verkehr in 140 Zeichen am 05.05.2015
  • Zwei U-Bahn-Züge sind in Mexiko City in der Station Oceania zusammengestoßen. Es gibt Meldungen über mehrere Verletzte. ->
  • RT @jpressmx: ¡Lo que faltaba! Ahora chocó el metro en la estación Oceanía http://t.co/aLQ4v9kyOE ->
  • RT @SiprorDelta1: Estación Oceanía del Metro http://t.co/NCFpPOmZmp ->
  • Ein Blick hinter die Kulissen bei der Zentralen Verkehrsleitung von DB Fernverkehr in Frankfurt: http://t.co/nzQXMx9wwY [03:03 min] #bahn ->
  • Siegen holt die Sieg wieder zurück in die Stadt! http://t.co/LGRRZBhRqJ http://t.co/gEG97zQGmx ->
  • In einem US-Gerichtsverfahren soll geprüft werden, ob #Uber-„Partner“ in Wahrheit nicht abhängig Beschäftigte sind. – http://t.co/i3TSn5ivSX ->
  • Bundesfinanzministerium: Es wird auch in Zukunft Entflechtungsmittel und Mittel für die Regionaliserung gebenhttp://t.co/aMnfohfHKJ ->
  • RT @elba013: @zukunftmobil Das war eine PK http://t.co/qAMYzuzrXo – m.E. wenig Inhalt. ->
  • Im 1. Quartal 2015 wurden in der EU 24.630 #Elektroautos und PHEV zugelassen (+118 % zum Vorjahreszeitraum) – http://t.co/YNkY0Vmu8W ->
  • Elektroflugzeug E-Fan: Airbus baut Montagewerk für Serienfertigung – airliners – http://t.co/7PO2spLF2i ->
  • [Verkehrswissen kompakt] Explorationskosten für Erdöl und Erdgas zwischen 2000 und 2011 http://t.co/fCMIwW3kmu ->
  • DLR-Studie bestätigt hohe Klimaschädlichkeit des Flugverkehrs – http://t.co/GPaw34Wk4U ->
  • Die geplante 330 km lange Schnellfahrstrecke zwischen Singapur und Kuala Lumpur wird wohl nicht bis 2020 fertig – http://t.co/lhwV2sLtDE ->
  • Warum Züge manchmal Verspätung haben. – SBB Blog. – http://t.co/74WBXNXZEr #Bahn #SBB ->
  • Tarifstreit: Die Deutsche #Bahn will der #GDL morgen einen neuen Lösungsvorschlag unterbreiten – Tagesschau – http://t.co/3sUlEToOf4 #streik ->
  • In Singapur entsteht für 1,8 Milliarden US-Dollar ein neuer Tiefwasser-Hafen – gCaptain – http://t.co/1OAToQFA8A ->
  • In Frankreich wird mit der 302 km lange LGV Sud Europe Atlantique erstmals eine Schnellfahrstrecke von einem privaten Unternehmen (LISEA)… ->
  • errichtet und betrieben. Die Konzession läuft bis zum Jahr 2061. Die TGV-Betreiberin SNCF ist jedoch nicht bereit die geforderte… ->
  • Trassengebühr von ~20 € / km zu bezahlen und plant statt 19 nur drei Zugpaare Paris – Bordeaux und sieben statt heute 14 Paris – Angoulême..  ->
  • ..fahren zu lassen. LISEA droht nun ein jährliches Defizit von 200 Mio. €. Die LGV hatte 7,8 Mrd. Euro gekostet.  ->
    Anmerkung Martin Randelhoff:
    Von den 7,8 Milliarden Euro finanziert LISEA 3,8 Milliarden Euro. Die restlichen Finanzmittel kommen vom französischen Staat und der Europäischen Union (3 Milliarden Euro) sowie von SNCF Réseau (eine Milliarde). Anteileigner von LISEA sind Vinci (33,4 %), CDC Infrastructure (25,4 %), Meridiam (22 %) und Ardian (19,2 %).
  • RT @Zugpendler: @zukunftmobil Zum Vergleich DB Netz verlangt 2016 9,74€/km für Fplus Strecken und 4,97€/km für F1 Strecken. ->
  • RT @Zugpendler: @zukunftmobil FPlus bedeutet >280km/h F1 bedeutet >200 km/h bis 280 km/h. ->
  • Die australische Stadt Adelaide hat ihre Innenstadt erfolgreich zu einem belebteren Ort transformiert – Citiscope – http://t.co/TZPtp2ogGE ->
  • Interview mit dem ehemaligen Bürgermeister Adelaides über seine Ideen, Ansätze und die politische Umsetzung: http://t.co/YhDRQO1oJa ->
  • Neuer Spritzbeton aus Bochum schützt Bauwerke wie bspw. Tunnel und Brücken besser vor Feuer und Explosionen – http://t.co/n4HZfUtMO2 ->
  • Wissenschafter der University of Texas haben ein kostengünstiges Zentimeter-genaues GPS-System entwickelt – http://t.co/tBSMe6gThq ->
  • Der Kampf gegen die Luftverschmutzung in Peking zeigt erste kleine Erfolge – Citylab – http://t.co/LC5f2eiBmu ->
  • Das Weiße Haus weist Kommunen und Bundesstaaten darauf hin bei Infrastrukturplanung den Klimawandel mit einzubeziehen http://t.co/jcY3yk3EWn ->
  • Wie Amsterdam zur Fahrradstadt wurde – Guardian – http://t.co/hJh2tLXSfq #radverkehr http://t.co/KtHTJ7Sy2g ->
  • VRR-Semesterticket: Bei den Abstimmungen durch die Studierenden zeichnet sich eine breite Zustimmung ab – http://t.co/M1wPws3C7G #VRR #NRW ->
  • In Washington D.C. wird bereits seit über zwanzig Jahren an einer Straßenbahn herumgeplant – http://t.co/ONSNgtsG8o ->
  • Frankreich: PKW-Neuzulassungen im April 2015 mit +2,3% zum Vorjahresmonat (170.768 Pkw) – Querschüsse – http://t.co/OvNH6JzM30 ->
  • Spanien: PKW-Neuzulassungen im April 2015 mit +3,2% zum Vorjahresmonat (82.715 Pkw) – Querschüsse – http://t.co/3P8akyk9NU ->
  • Stuttgart 21/EBA: Planänderung beim Tunnel Obertürkheim (darf wegen Grundwasser vier Meter tiefer liegen) – http://t.co/IKE2akhDZ1 #s21 ->
  • Studie: 25 % der Fahrzeuge (n = ~100.000) emittieren 90 % aller verkehrsbezogenen Luftschadstoffehttp://t.co/x7Dp6KY2Qo ->
  • USA: Die Homeland Security schränkt ihre Pläne für eine US-weite Kennzeichenerfassung leicht ein – The Hill – http://t.co/dzeKQ92E1a ->
Schneller, höher, weiter: Reiseweiten in den USA 1800 – 1930

Von Jahr zu Jahr braucht man weniger Zeit, um über den Ozean, aber mehr Zeit, um ins Büro zu kommen.

– Unbekannt

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Reisegeschwindigkeit weiter zugenommen. So beträgt die Reisezeit zwischen New York City nach Los Angeles mit dem Flugzeug im Jahr 2015 fünf Stunden und 45 Minuten, im Jahr 1800 war eine mehrmonatige beschwerliche Reise notwendig und im Jahr 1900 war man mit der Eisenbahn mindestens vier Tage unterwegs.

Die folgenden Karten zeigen die Entfernungen, welche in einem gewissen Zeitraum von New York City in den Jahren 1800, 1830, 1857 und 1930 zurückgelegt werden konnten. Hierfür wurde die Entfernung zu ausgewählten Punkten auf Karten geplottet und über Isochronen miteinander verbunden. Die Isochronen bilden die möglichen Punkte ab, die innerhalb einer bestimmten Reisezeit oder Entfernung von New York City erreichbar sind.

Die ersten drei Karten (A, B, C) verwenden Wochen als Zeiteinheit, die vierte Karte (D) Tage und die fünfte Karte (E) 12-Stunden-Intervalle. Bei den Karten A, B und C war die Datenlage am schlechtesten, sodass insbesondere größere Entfernungen näherungsweise anhand der geografischen Gegebenheiten (Flüsse, Berge, Täler) ermittelt wurden.

Im Jahr 1800 waren Reisen auf dem Wasserweg oder mit der Postkutsche von New York City auf ein Gebiet beschränkt, welches im Norden von Boston, Bennington und Albany, Richmond im Süden und die Allegheny Mountains (Teil der Appalachen) im Westen begrenzt war. Für eine Reise von New York City nach Charleston benötigte man auf dem Seeweg mindestens zehn Tage und nach New Orleans 26 bis 28 Tage.

Zeitabhängige Reiseweiten von New York City im Jahr 1800 und 1830 mit den Verkehrsmitteln Boot und Postkutsche – Karten: Paullin, Charles Oscar (1868 oder 1869-1944): Atlas of the historical geography of the United States, Redaktion: Wright, John Kirtland, 1891-1969, Washington, D. C., Pub. jointly by Carnegie institution of Washington and the American geographical society of New York, 1932. – Public Domain

Auf dem Landweg benötigte man nach Buffalo mindestens neun Tage über die Hudson-Mohawk Route und nach Pittsburgh zehn Tage mit einer abenteuerreichen Gebirgsquerung.

Zwischen 1800 und 1830 entwickelte sich das US-Verkehrsnetz sowohl zu Land wie auch auf dem Wasser mit hoher Geschwindigkeit. Zum einen wurde in diesem Zeitraum das Dampfschiff erfunden und zum anderen der Eriekanal fertiggestellt. 1811 wurde mit dem Bau des ersten US-Highways begonnen. Die „National Road“, auch bekannt als „Cumberland Road“ erstreckt sich über 1.000 km in Richtung Westen von Cumberland in Maryland bis zum Ohio River (1818) und weiter bis Vandalia in Illinois (1839). Ein geplanter Weiterbau bis zum Mississippi wurde durch die Wirtschaftskrise von 1837 verhindert.

Die Reisezeit von New York nach Charleston reduzierte sich von zehn Tagen auf sechs und nach New Orleans von 26-28 Tagen auf 14 Tage. Cleveland war noch eine Zehn-Tages-Reise und Detroit eine 13-Tages-Reise entfernt. Der Weg von Detroit nach Chicago benötigte auf dem Landweg sechs Tage und auf dem Wasserweg immer noch über zwei Wochen.

Die Auswirkungen der Entwicklung des Verkehrsträgers Schiene in den USA im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts zeigen sich in Karte C. Das US-Schienennetz hatte bis dahin den Mississippi und den Süden Wisconsins aus östlicher Richtung erreicht. Weiter in Richtung Westen wurde weiterhin die Postkutsche oder der Wasserweg genutzt.

Zeitabhängige Reiseweiten von New York City im Jahr 1857 mit dem Verkehrsmittel Eisenbahn – Karten: Paullin, Charles Oscar (1868 oder 1869-1944): Atlas of the historical geography of the United States, Redaktion: Wright, John Kirtland, 1891-1969, Washington, D. C., Pub. jointly by Carnegie institution of Washington and the American geographical society of New York, 1932. – Public Domain

Im Jahr 1869 wurde die 3069 Kilometer lange „First Transcontinental Railroad“ als erste Ost-West-Eisenbahnverbindung eröffnet. Die Bahnstrecke zwischen dem Missouri River und Kalifornien wurden zwischen 1863 und 1869 durch die Bahngesellschaften Central Pacific Railroad (CP) und Union Pacific Railroad (UP) erbaut.

Bis 1930 wuchs das US-amerikanische Schienennetz rasant an und verringerte die Reisezeiten maßgeblich.

Zeitabhängige Reiseweiten von New York City im Jahr 1930 mit dem Verkehrsmittel Eisenbahn – Karten: Paullin, Charles Oscar (1868 oder 1869-1944): Atlas of the historical geography of the United States, Redaktion: Wright, John Kirtland, 1891-1969, Washington, D. C., Pub. jointly by Carnegie institution of Washington and the American geographical society of New York, 1932. – Public Domain

Reisezeitgewinne aufgrund des engmaschigeren Schienennetzes wurden jedoch vergleichsweise langsam erzielt. Grund war der Infrastrukturaufbau, wer einige Jahrzehnte und entsprechende Investitionsmittel in Anspruch nahm.

Mit dem Aufkommen des Luftverkehrs verringerten sich die Reisezeiten nochmals signifikant, auch wenn diese Form des Reisens für viele Menschen nicht erschwinglich war und im Vergleich zu heute deutlich langsamer war.

Zeitabhängige Reiseweiten von New York City im Jahr 1930 mit dem Verkehrsmittel Flugzeug – Karten: Paullin, Charles Oscar (1868 oder 1869-1944): Atlas of the historical geography of the United States, Redaktion: Wright, John Kirtland, 1891-1969, Washington, D. C., Pub. jointly by Carnegie institution of Washington and the American geographical society of New York, 1932. – Public Domain

Die höhere Reisegeschwindigkeit bei konstantem Reisezeitbudget bedeutet im Umkehrschluss, dass wir unsere Reiseweiten ausgeweitet haben und auch in Zukunft weiter ausweiten werden. Deutsche über 14 Jahre legen heutzutage im Schnitt 21.500 km pro Jahr und Person zurück, darauf entfallen 45 Prozent auf Fernreisen (~10.000 km)1. Wachsende Entfernungen werden jedoch nicht nur im Fernverkehr zum Beispiel auf dem Weg in den Urlaub (Flug nach Südostasien oder in die USA statt Zugfahrt an die Nordseeküste), sondern auch bei unseren täglichen Wegen zurückgelegt. Denn auch im Nahbereich haben die Erfindung des Fahrrads, des Automobils, des Busses und schienengebundener Nahverkehrsfahrzeuge sowie Infrastrukturverbesserungen die Reisegeschwindigkeiten sukzessive erhöht. Durch die folgende Fahrleistungsausweitung (z.B. Fahrt ins Grüne oder in die nächstgrößere Stadt) haben sich in den nachfolgenden Jahren / Jahrzehnten Strukturen derart verändert, dass im Nahbereich grundlegende Bedürfnisse nicht mehr an allen Orten Deutschlands fußläufig gedeckt werden können und man auf die Nutzung entsprechender Verkehrsmittel – insbesondere des Pkw – angewiesen ist.

Schätzung der Fahrzeugkilometer, die auf dem US-Straßennetz von 1971 – 2013 zurückgelegt wurden – Daten: U.S. Department of Transportation, Grafik: Doug Short, Advisor Perspectives, Inc.

Die höheren Reisegeschwindigkeiten lassen neue Phänomene wie „hypermobile Menschen“ oder „Super-Pendler“ entstehen. Letztere legen Arbeitswege von 4.000 km und mehr zurück. Eine kleine, aber wachsende Gruppe: In New York City ist die Zahl der “Super-Pendler” zwischen 2002 und 2009 um 60 Prozent gewachsen (22.200 Menschen).

Der technologische Fortschritt dürfte aller Voraussicht nach in den kommenden Jahrzehnten eine weitere Beschleunigung des Verkehrs ermöglichen und Distanzen weiter schrumpfen lassen.

  1. Frick, Roman; Grimm, Bente (2014): Long-Distance Mobility: Current Trends and Future Perspectives. ifmo, INFRAS, NIT: München, Bern, Kiel, S. 13
Verkehr in 140 Zeichen am 04. / 05.04.2015
Verkehr in 140 Zeichen am 04.03.2015
  • #Uber übernimmt das Startup deCarta (Kartenanwendungen und Suche) für die Verbesserung von UberPOOL und ETA-Schätzung http://t.co/UYzkVzZ6yO ->
  • Gründer verkaufen #Carsharing-App Carjump an den Berliner Investor Henri Kühnert – Gründerszene – http://t.co/fOPTeKC7KK ->
  • Tesla Motors hat mittlerweile ein Netz von 2.000 Superchargern aufgebaut. Im April 2014 waren es erst 100! – http://t.co/FgCa45gz7O ->
  • 2014 wurden 2,3 % weniger Güter auf dem deutschen Schienennetz transportiert (tkm konstant) – Destatis – https://t.co/bsRz6DZGNK ->
  • Großbritannien verkauft 40%-Anteil an Eurostar an den Pensionsfonds CDPQ (Kanada) und den Vermögensverwalter Hermes – http://t.co/HKnJDrwZ5C ->
  • Chinesische Städte öffnen sich stärker für #Carsharing – China Dialogue – https://t.co/OdYIrx6ql2 ->
  • In Hangzhou sollen bis 2018 100.000 geteilte Fahrzeuge (unklar ob Carsharing oder Ridesharing gemeint ist) verkehren. Ob das Sinn macht? ->
  • Flughafen München: Klagen von Kommunen gegen die dritte Start- und Landebahn erfolglos – PM BVerwG – http://t.co/CHfoGD7uMm #MUC ->
  • Die US-Luftraumüberwachung ist anfällig für Hackerangriffe, so ein Prüfbericht der US-Regierung – The Hill – http://t.co/qayoPRcPYH ->
  • Argentinien verstaatlicht die vor rund 25 Jahren privatisierte Eisenbahn – IRJ – http://t.co/Sjnby0gbCk ->
  • RT @railscanner: #Pesa #LINK Oberpfalzbahn tritt von Vertrag zurück. Grund sei während Projekt geänderte Normenlage. http://t.co/30DOjeOpWT… ->
  • Trotz Anstrengungen der EU wurde der Anteil der Short Sea Shipping-Verkehre in den letzten 15 Jahren nicht gesteigert http://t.co/t8NgoX59Tz ->
  • Kaum bekannt, aber sehr wichtig: Short sea shipping (Anteil am EU-Güterverkehr: 37 %) – Zukunft Mobilität – http://t.co/IT1ZO2P30n ->
  • Der dramatische Verfall des Ölpreises hat enorme negative Wirkungen auf den Schienenverkehr – IRJ – http://t.co/qddVnTIYIS #bahn ->
  • In Mumbai dient die Kreditkarte mit spezieller Abrechnungsfunktion nun als Fahrkarte für den ÖPNV – http://t.co/3NbNHn8Q4V ->
  • Wien zum sechsten Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. – Der Standard – http://t.co/tJ8ZazHPzS ->
  • Ursachen des Erfolgs: u.a. der gut ausgebaute öffentliche Verkehr, die geringe Feinstaubbelastung und viele Grünflächen. #Wien in reply to zukunftmobil ->
Verkehr in 140 Zeichen am 25.02.2015
  • RT @URBANOPHIL: Mehr als nur parken. Sinnvolle #Umnutzung vom innenstädtischen #Parkhaus oder #Carloft 2.0? http://t.co/B45ILwUGWX ->
  • Streit um Mittel für den Nahverkehr: Kommunen und Verbände werfen Bund Verzögerung vor – Tagesspiegel – http://t.co/GuXOHiYN6H ->
  • Diese geplanten ÖPNV-Projekte sind aufgrund fehlender GVFG-Mittel akut gefährdet: Berlin: Neubaustrecke Ostkreuz, Barrierefreier Ausbau,… ->
  • Bochum/Gelsenkirchen: 6. Bauabschnitt Stadtbahnlinie 301, Lückenschluss Straßenbahnlinie 310, Niederflurausbau der Haltestellen in Witten ->
  • Dresden: Stadtbahnprogramm 2020; Düsseldorf: Verlängerung der U81 mit Rheinquerung; Duisburg: Erneuerung der Zugsicherung, Barrierefreiheit ->
  • Essen: Neubau Berthold-Beitz-Boulevard, 2. und 3. Bauabschnitt der Straßenbahntrassen; Frankfurt am Main: Nordmainsche S-Bahn, Regionaltangente West ->
  • Köln: Ausbau Ost-West-Achse Stadtbahn; Magdeburg: Ausbau Leipziger Str., Große Diesdorfer Str, Verlängerung Straßenbahn Kannestieg-Pfahlberg ->
  • Mainz: Erneuerung Gleisanlage Innenstadt (Alicenplatz – Münsterstr.), Umbau Rasengleise; Nürnberg: Bau der Stadt-Umland-Bahn;… ->
  • Stuttgart: Verlängerung der S-Bahnlinie S2 Bernhausen – Neuhausen; Ulm: Straßenbahn Linie 2

    Projektumfang in Summe: mind. 2,1 Mrd. € ->

  • Verkehrsbetriebe Zürich werben mit Auto-Schutzhüllen fürs Umsteigen auf Tram und Bus. – http://t.co/4VLPmL1uG9 http://t.co/d0orlQWbqS ->
  • Eine Industrie im Wandel – Wie Autovermietung der „Mobilität der Zukunft“ begegnet http://t.co/3QX0NDBSI2 ->
  • Flugpassagierdaten sollen auch innereuropäisch ausgewertet werden. Die Speicherfrist soll fünf Jahre betragen. – http://t.co/fz2ymauuXS ->
  • Die starke Luftverschmutzung in Indien verkürzt die Lebenserwartung um drei Jahre – http://t.co/jalku9Gxyp ->
  • Flughafen Addis Abeba soll bis zum Jahr 2018 für rund 300 Millionen Dollar. ausgebaut (7 auf 21 Mio. PAX) werden. – http://t.co/pfAPvwWIb0 ->
  • Schallschutzprogramm kommt nur langsam bei #BER-Anwohnern an – airliners – http://t.co/5PnYjg5YR0 ->
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Schlußstrich

Ein Auto steht im Schnitt 23 Stunden am Tag, jeder Hund kommt mehr raus.
Prof. Dr. Michael Schreckenberg, theoretischer Physiker und Hochschullehrer an der Universität Duisburg-Essen im Haller Tagblatt vom 17.06.2014

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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