Artikel zum Thema Verkehrsunfälle
Verkehr in 140 Zeichen am 13.05.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 27. – 31.03.2013
Einsatz von Open Data zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Das Erkennen von Unfallhäufungsstellen (UHS) und Unfallhäufungslinien (UHL) ist eine wichtige Voraussetzung, um Maßnahmen zur Beseitigung der Unfallursache ergreifen zu können. Unfälle können entweder aufgrund des Verhaltens von Verkehrsteilnehmern (zu schnelles Fahren, Vorfahrtsverstöße, usw.) oder wegen Mängeln in der (schlechte Einsehbarkeit und Erkennbarkeit) entstehen. Um die jeweilige Ursache zu erkennen, führt die Polizei sogenannte Unfallsteckkarten, in denen die Unfälle entsprechend ihrer Art und Schwere markiert werden. Die verschiedenen Farben zeigen den Unfalltyp (Konfliktvorgang, der zum Unfall führte) und die verschiedenen Durchmesser der Nadeln die Unfallkategorie (Getötete, Schwer- und Leichtverletzte sowie Sachschaden). Zusätzlich können die Nadeln mit Markierungen (kleinen Dreiecken) hinterlegt werden, die weitere Unfallumstände betreffs Unfallursache (Alkoholunfall, Wildunfall) oder Unfallart (Aufprall auf einen Baum, , ) aufzeigen. Zusätzlich zur Karte werden Unfallblattsammlungen geführt, die weitere ausführliche Daten enthalten, so zum Beispiel zum Unfallhergang, zum Straßenzustand, zur Witterung, zu den Sichtverhältnissen usw.

Früher wurden Stecknadeln zur Markierung von Unfällen in der Unfalltypenkarte genutzt, heutzutage werden meistens elektronische Unfallsteckkarten eingesetzt. Weit verbreitet ist beispielsweise EUSka, die elektronische Unfalltypen-Steckkarte, der PTV AG. Die Polizei in nutzt GEOPOLIS V (“Geografisches polizeiliches Informationssystem für “).

Die elektronisch vorliegenden Unfalldaten werden heutzutage allerdings nicht veröffentlicht. EUSka kann über das integrierte Model “Datenweitergabe” die Daten in Formate der Statistischen Landesämter ausgeben oder im EUSka-Format weiterleiten und in anderen EUSka-Auswertungsanwendungen überspielen.

Eine Umwandlung in offene Datenformate sollte ebenso wie ein Onlinezugriff auf die Unfallsteckkarten ohne große Probleme machbar sein.

Durch die Veröffentlichung der entsprechenden Unfallkarten dürfte das Bewusstsein für Unfallschwerpunkte in der Bevölkerung wachsen. Entsprechende Maßnahmen wie die Anordnung einer und andere geschwindigkeitsdämpfender Maßnahmen dürften eine höhere Akzeptanz erfahren. Neue Tempolimits sind oft Gegenstand einer starken und langlebigen Diskussion. Die Argumentation der jeweiligen anordnenden Behörde oder anderer öffentlichen Stellen bleibt zurzeit leider oftmals sehr vage und argumentiert nicht faktenorientiert. Eine Veröffentlichung bzw. ein Zugriff auf die 1-Jahreskarte (alle Unfälle innerhalb von 12 Monaten), die 3-Jahreskarte (P) (Unfälle mit Personenschäden innerhalb von 36 Monaten) und die 3-Jahreskarte (SP) (Unfälle mit schweren Personenschäden innerhalb von 36 Monaten) dürfte die Zahl, Ursache und Schwere von Unfällen nochmals vor Augen führen. Die Kenntnis aller Unfälle der vergangenen drei Jahre auf einem bestimmten Streckenabschnitt dürfte in der Bevölkerung meistens nicht vorhanden sein.

In den USA und mit einer ausgeprägteren -Kultur ist das Veröffentlichen von Unfalldaten schon länger üblich. Die britische Regierung veröffentlicht Unfalldaten über ihr Open Data-Portal data.gov.uk. Mehrere Kartendienste helfen bei der Visualisierung der Unfälle.

UK Road Accident Map

Die UK Road Accident Map verzeichnet alle Unfälle auf einer Karte und gibt neben Zeit und Ort die Art der beteiligten Fahrzeuge, die Unfallschwere, die Zahl der Verunfallten, deren Alter und Geschlecht, den Straßentyp, etwaige Geschwindigkeitsbegrenzungen, Wetter- und Straßenzustand, Helligkeit und die Polizeibeteiligung an.Unfallsteckkarte Großbritannien Unfälle Open Data

Die Daten lassen sich nach beteiligten Fahrzeugen und Schwere des Unfalls klassieren und ein- bzw. ausblenden. (weiterlesen …)

[Infografik] Die Wirkungen der unterschiedlichen Verkehrsmittel auf die Gesundheit

Alles Wissenswerte zum Thema Luftverschmutzung durch den Verkehr, Feinstaub, Luftreinhaltepläne und Umweltzonen finden Sie in unserem Dossier.

Die Robert Wood Johnson Foundation, die größte philanthropische Stiftung in den USA, die sich ausschließlich dem Gesundheitswesen und der Pflege widmet, hat eine über die Wirkungen des Verkehrs auf unsere Gesundheit veröffentlicht. Der Fokus liegt dabei auf den Wechselwirkungen zwischen motorisierten Individualverkehr, dem öffentlichen , dem Zugang zu Haltestellen, Verkehrsunfällen und unserer Gesundheit.

Einige Fakten aus der Infografik:

  • Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs laufen im Durchschnitt 19 Minuten zur / von der Haltestelle
  • Länder mit einer niedrigen Zahl an übergewichtigen Menschen haben einen höheren Anteil von Pendlern, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit gelangen.
  • Das Risiko übergewichtig zu werden, steigt mit jeder Meile (~ 1,6 Kilometer), die im Auto zurückgelegt wird, um sechs Prozent und sinkt für jede Meile Fußweg um fünf Prozent,
  • Lange Wege zur Arbeit verursachen jedes Jahr Kosten in Höhe von 100 Milliarden Dollar durch den höheren Kraftstoffverbrauch und niedrigere Produktivität
  • Durch strenge Vorschriften für die Beförderung von Kindern und die Durchsetzung der Gurtpflicht, konnte die Zahl der Verkehrstoten in den USA um 25 Prozent (Basis: 2005) reduziert werden.

Das Thema Gesundheitsfolgen durch Verkehr war auch schon mehrmals Thema in diesem Blog. Hierzu seien die Artikel “Gesundheitsschädlich: Autofahren macht fett und träge“, “Bundesratsinitiative: SPD und CDU wollen Radhelmpflicht für Kinder“ und “[Fakt der Woche] Radfahrer in Städten inhalieren pro Atemzug Millionen von Feinstaubpartikeln” empfohlen.

Die Stiftung plädiert dafür, dass wir in Zukunft die Auswirkungen auf die Gesundheit mit in die Planungsvorbereitung und die Planung einfließen lassen sollten. Bereits heute fallen Gesundheitskosten in Milliardenhöhe für unsere Wohlstandkrankheiten wie Diabetes und Herzinfarkte an. Diese sind zu einem nicht geringen Teil durch unser Mobilitätsverhalten beeinflusst. Wir sollten darüber nachdenken, ob wir der Empfehlung der  folgen sollten.

Wechselwirkungen zwischen Verkehr und Gesundheit

Infografik: Wechselwirkungen zwischen Verkehr und Gesundheit – Robert Wood Johnson Foundation

Verkehr in 140 Zeichen am 12.09.2012
Verkehr in 140 Zeichen am 05.09.2012
Verkehr in 140 Zeichen am 08.07.2012
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Schlußstrich

[The automobile] will never, of course, come into as common use as the bicycle.
The Literary Digest, 1899.

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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