Artikel zum Thema Zukunft
Verkehr in 140 Zeichen am 15.05.2013
Verkehr in 140 Zeichen vom 02. – 07.05.2013
[Infografik] Wie misst man die Radverkehrsfreundlichkeit einer Stadt?

Die League of American Bicyclists vergleicht seit mehreren Jahren die Radverkehrsfreundlichkeit amerikanischer Städte und Bundesstaaten. Der Bicycle Friendly America Award dürfte im weiteren Sinne mit dem deutschen  des ADFC vergleichbar sein. Die betrachteten Regionen werden in Bronze, Silber, Gold, Platin und Diamant eingestuft.


Um die Einteilung vornehmen zu können, wurden bestimmte Kriterien festgelegt, welche die Fahrradfreundlichkeit einer Kommune bestimmen. Was sind die grundlegenden Voraussetzungen für eine niedrigste Kategorie und wie können sich von dort hin zu Silber oder Gold verbessern?

Die  hat für eine bessere Übersicht über die Kriterien eine spezielle erstellt. Da die Bewertungsgrundlage meiner Meinung nach allgemeingültig ist, können auch europäische und deutsche Kommunen diese Maßstäbe an sich anlegen und die Radverkehrsfreundlichkeit ihrer Stadt und Gemeinde bewerten.

Radverkehrsfreundlichkeit Infografik USA

Kritieren der League of American Bicyclists zur Einstufung der Radverkehrsfreundlichkeit von US-Kommunen und Bundesstaaten (für Großansicht bitte klicken)

Pkw-Fahrleistung in den USA sinkt immer weiter

Die neusten Zahlen des US-Verkehrsministeriums zum zeigen, dass sich der Trend einer abnehmenden Fahrleistung immer weiter fortsetzt. Im Februar 2013 ging die Fahrleistung im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent (3,1 Milliarden Fahrzeugkilometer) zurück.

Die Fahrleistung im gesamten US-Straßennetz liegt mit etwa 2,95 Billionen Fahrzeugkilometern um 2,83 Prozent unter dem Hoch aus dem November 2007:

Fahrleistung in den USA

Schätzung der Fahrzeugkilometer, die auf dem US-Straßennetz von 1971 – 2013 zurückgelegt wurden – Daten: U.S. Department of Transportation, Grafik: Doug Short, Advisor Perspectives, Inc.

Seit Anfang der 1970er Jahren bis Mitte der 2000er Jahre ist die Fahrleistung, mit Ausnahme zweier kleiner entgegengesetzten Entwicklungen Mitte der siebziger und zu Beginn der achtziger Jahre, gewachsen.

Statistisch ist eine Bemessung der Fahrleistung anhand einer anderen Bemessungsgröße, wie beispielsweise der Bevölkerungsentwicklung, sinnvoll. Eine wachsende Bevölkerungszahl beeinflusst die Gesamt-Fahrleistung in einem Straßennetz, obwohl das einzelne Individuum seine persönliche Fahrleistung nicht ausweitet. Es bietet sich daher an, einen Deflator aus realem und nominalem Fahrleistungswachstum in Abhängigkeit der Bevölkerungsgruppe der ab 16-Jährigen anzuwenden, so wie es der Analytiker Doug Short in seiner Analyse gemacht hat.

USA Fahrleistung 1970 - 2013

Fahrleistung im US-Straßennetz, geglättet um die demographische Entwicklung – Daten: U.S. Department of Transportation, Grafik: Doug Short, Advisor Perspectives, Inc.

Die nominale 39 Monate dauernde Senkung, die im Mai 1979 begann, dauerte 61 Monate (über fünf Jahre). Das Maximum wurde im Juni 2005 erreicht. Seitdem ist die demografisch bereinigte Fahrleistung um 8,75 Prozent gesunken und liegt mittlerweile auf dem Niveau des Jahres 1995. Die derzeitige Entwicklung dauert mittlerweile 50 Prozent länger, als der Rückgang der Fahrleistung während der Ölkrise in den siebziger Jahren.

Short stellt zudem fest, dass das derzeitige Absinken der Fahrleistung nicht gut mit der Entwicklung der korreliert. Ebenso ist keine Korrelation mit der wirtschaftlichen Entwicklung nachweisbar. Langfristig wirkende Faktoren wie ein wachsender Anteil Telearbeiter, die das Rentenalter erreichende Generation der Babyboomer und eine insbesondere bei jüngeren Menschen abnehmende Fahrleistung. Zwischen 2001 und 2009 ist die Fahrleistung von Menschen zwischen 16 und 34 um insgesamt 23 Prozent zurückgegangen.

Fazit

Eine der US-Fahrleistung zeigt, dass auch in den eine positive Entwicklung eingesetzt hat. Die zurückgelegten Fahrzeugkilometer sinken seit mehreren Jahren und sind nicht mehr nur mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu erklären. Auch in Deutschland beobachtete die Verkehrswissenschaft im Jahr 2008 erstmals einen Rückgang der im Vergleich zum Jahr 2003. Ob dieser Trend nachhaltig und sowohl für Nordamerika als auch Westeuropa gültig ist, wird man in den kommenden Jahren näher betrachten müssen. Ein Verkehrsmengenwachstum, wie es beispielsweise in der Bundesverkehrswegeplanung unterstellt wird, kann daher nicht mehr ex ante festgelegt werden.

Das Future Mobility Camp 2013 in Dresden – ein Fazit

Ich besuche mittlerweile recht viele Kongresse, Symposien oder Vortragsreihen. Entweder als Referent oder als Teilnehmer. Mir ist in den vergangenen Monaten immer öfter aufgefallen, dass die Teilnehmer oder sogar eine ganze Branche auf solchen Veranstaltungen in den meisten Fällen im eigenen Saft schmort. Natürlich versuchen einige Veranstalter durch Vernetzung mit anderen Branchen (z.B. Immobilien oder Umwelttechnik) diese Strukturen aufzubrechen, der große Wurf war allerdings noch nicht dabei.

Sehr problematisch ist es in meinen Augen, dass Branchen meistens unter sich diskutieren. Ganzheitliches Denken und das Überwinden ideologischer Schranken sind im so wichtig wie nie zuvor. Was bringt es, wenn auf der einen Konferenz mit anderen Radfahrern über die im öffentlichen Verkehr diskutieren, der ÖPNV und die Bahnbranche aber auf anderen Konferenzen und Symposien anzutreffen sind? Wir reden heute leider immer noch bei sehr vielen Themen aneinander vorbei, anstatt einfach miteinander zu reden. 

Dies setzt natürlich voraus, dass auf allen Seiten eine gewisse geistige Flexibilität vorhanden ist und man nicht mit Maximalforderungen in eine Diskussion einsteigt. Diese ideologischen Grabenkämpfe existieren heutzutage leider immer noch sehr häufig. Und dies betrifft jetzt nicht nur den ADAC, in dem mir persönlich auch verstärkt progressive Kräfte auffallen, sondern ist in allen Verbänden, Institutionen und Organisationen zu beobachten.

Ich habe mir vor einigen Monaten sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie wir eine ideologiefreie Diskussionsbasis schaffen können. Seit dem vergangenen Jahr gibt es vermehrt sogenannte “Bürgerdialoge”, in denen Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für die zukünftige Gestaltung unserer und der strukturellen Ausrichtung und Entwicklung des Verkehrs machen können. Leider ist der Zuspruch noch nicht allzu groß.

Im Rahmen solcher Veranstaltungen tritt zudem oft ein bestimmtes Problem auf: Man diskutiert mit dem Hintergrund der persönlichen Betroffenheit. Um eine ergebnisorientierte Diskussion herbeizuführen, ist die persönliche Betroffenheit natürlich ein sehr guter Motivator, birgt jedoch die Gefahr, dass man sich in einem “Klein-Klein” verliert und die Zusammenhänge nicht deutlich genug werden. Veranstalter solcher Diskussionsrunden müssten daher im Vorfeld entsprechende Informationen zur Verfügung stellen, sodass alle Teilnehmer einer Diskussion eine Art Grundstock an Wissen aufweisen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Diskussionen um ein Vielfaches fruchtbarer und mit einer größeren Zufriedenheit auf allen Seiten verbunden sind.

Eines der Kernziele dieses Blogs ist eindeutig das Vermitteln von Wissen und dem Aufzeigen von Zusammenhängen. Anfang dieses Jahres haben mein Kommilitone Moritz Dorka und ich daher die Entscheidung getroffen, eine Veranstaltung durchführen zu wollen, die ein paar bestimmte Ziele erreicht. Wir wollten eine ganzheitliche, ideologiebefreite Diskussion mit verschiedensten Teilnehmern und Akteuren aus den unterschiedlichsten Bereichen. Wir hatten das Ziel mit einem “Austausch zwischen Wissenschaft, und Gesellschaft” definiert. 

FMC 2013 Zeitplan Dresden

Das Samstags-Programm des Future Mobility Camps 2013 in

Um eine möglichst große Themenvielfalt bieten zu können, haben wir darauf verzichtet, ein Kolloquium oder eine Konferenz mit vorab feststehendem Programm durchzuführen. Am Ende stand das Konzept für ein “Future Mobility Camp“. Es war uns bewusst, dass wir damit bestimmte Kreise, die sehr häufig auf Konferenzen und anderen Veranstaltungen starreren Formats anzutreffen sind, nicht erreichen würden. Wir wollten aber auch ganz bewusst nicht Verbandsvertreter, Politiker und Vertreter anderer Institutionen – auch wenn deren wichtige Rolle uns natürlich bekannt ist – persönlich einladen, um die Ausrichtung der Veranstaltung nicht zu zementieren. 

Future Mobility Camp 2013 Dresden Sonntag

Das Sonntags-Programm des Future Mobility Camps 2013 in Dresden

Als Fazit dieser zwei sehr intensiven Tage lässt sich festhalten, dass wir unser Ziel im Großen und Ganzen erreicht haben. Wir hatten eine große Begeisterung von Teilnehmerseite über Themen, die bislang nicht unbedingt im Fokus gestanden haben. Wir hatten qualitativ sehr hochwertige Diskussionen, die ich in diesem Umfang bislang noch auf keiner Veranstaltung erlebt habe. Es ist natürlich sehr einfach, die eigene Veranstaltung, und damit auch seine eigene Leistung zu loben. Allerdings wird diese, meine, Meinung sicherlich von dem ein oder anderen Teilnehmer unterstützt werden. Wir haben es leider noch nicht geschafft, die “normale Bevölkerung” mit einzubeziehen. Die Teilnehmer haben sich sehr stark auf den Verkehrsbereich konzentriert und fachlich durchaus anspruchsvoll diskutiert. Hier werden wir für eventuelle Nachfolgeveranstaltungen etwas verändern müssen, ohne natürlich den speziellen Charme des letzten Wochenendes zu verwässern.

FMC 2013

Das Future Mobility Camp 2013 am Samstag Morgen, 15 Minuten vor Beginn – CC BY-SA 3.0

Und vielleicht werden wir in einigen Jahren eine Veranstaltungsreihe entwickelt haben, die von unten nach oben wirkt. Eine Plattform, auf der gemeinsam Entwicklungen und Trends im Verkehrs-, Logistik- und Mobilitätsbereich diskutiert und analysiert werden und die wichtige Impulse für ein besseres Miteinander der Verkehrsmittel, und Verkehrsteilnehmer schafft. Es wäre definitiv zu wünschen!

Das Experiment “Future Mobility Camp” ist meiner Meinung nach auf jeden Fall erfolgreich gelungen!

IZBE-Symposium ”Nachhaltigkeit in der Bahntechnik – Belastung oder Mehrwert?” in 140 Zeichen

Ich hatte in der vergangenen Woche ja bereits den Mitschnitt der Podiumsdiskussion im Rahmen des Symposiums ”Nachhaltigkeit in der Bahntechnik – Belastung oder Mehrwert?” des Innovationszentrum Bahntechnik Europa (IZBE) veröffentlicht. Neben der Aufnahme von Fachvorträgen habe ich auch parallel getwittert und meine Twitter-Follower mit Bahntweets überschwemmt. Da diese nicht in “Verkehr in 140 Zeichen” untergehen sollen und die wichtigsten Statements und Inhalte aus den Vorträgen umfassen, möchte ich diese hier ebenfalls veröffentlichen:

  • Zunächst erfolgen Begrüßung und eine erste Einführung.
  • Dirk Flege von der Allianz pro Schiene hält nun den ersten Fachvortrag:
  • Die Politik drückt sich vor Zielkonflikten und der öffentlichen Diskussion! Massenmedien: Man muss sehr stark polarisieren! #bahn #izbe ->
  • Dirk Flege stellt gerade den Bundesländerindex Mobilität vor: http://t.co/ydTChrXunF #bahn #izbe ->
  • Nun spricht Axel Schuppe, Geschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. #bahn #izbe ->
  • Umsatzvolumen Bahntechnik weltweit: 106 Mrd. € p.a., Europa: 32 Mrd. (+1,9%), GUS/Asien: 37 Mrd. (+0,2% 2011), Brasilien: 3,9 Mrd. (+7,5%) ->
  • Der asiatische Wachstums-Wert ist so niedrig, da China 2011 alle Ausbauvorhaben wegen Unfällen und Korruption gestoppt hatte. #bahn #izbe ->
  • Was bringt ECTS energietechnisch? Güterzug, 1000t, 100km Strecke: ECTS -> nur elektrisch bremsen möglich -> 18% weniger Energie bei +4% Zeit ->
  • In Deutschland müssten 600 Diesellokomotiven dringend ersetzt werden -> Umweltprämie? 20% AK = 80 Mio.€ p.a. über 3 Jahre = 240 Mio.€ insg. ->
  • Jetzt wird es spannend: Vortrag “Schienenverkehr in Rahmen des Korridorkonzepts des transeuropäischen Verkehrsnetzes” von Gudrun Schulze. ->
  • Teamleiterin Infrastruktur und nachhaltige Mobilität bei der EU-Kommission, Generaldirektion Mobilität und Verkehr. ->
  • Hat übrigens in Dresden Verkehrsingenieurwesen studiert. Also auch ein Weg in die Politik / Verwaltung. ;-) ->
  • EU-Kommission: Steigende Mobilität bedeutet keinesfalls eine wachsende Verkehrsmenge, sondern sehr viel Nahmobilität. #bahn #izbe ->
  • Verkehr zurzeit für 25% der CO2-Emissionen verantwortlich, im Nullfall erreicht er 2050 einen Anteil von 50 Prozent! ->
  • EU-weit soll der Güterverkehr um 30% reduziert werden und bis 2050 um 50%. (Ich nehme an, sie meint die Emissionen…) ->
  • Die EU-Kommission plant diesen Sommer eine Revision der Eurovignette, um die externen Kosten des Verkehrs weiter zu internalisieren. ->
  • Infrastruktur prägt Mobilität. Die EU hat Infrastrukturpolitik lange Zeit als den Bau von Großprojekten verstanden. Dies soll sich ändern. ->
  • Jetzt spricht Toni Eder, Vizedirektor des Bundesamts für Verkehr der und Leiter Infrastruktur zur NEAT Infrastrukturplanung. ->
  • Die Schweiz muss alle Projekte priorisieren, allerdings ohne Straße und Schiene gegeneinander auszuspielen. Die Schweiz prüft ex-ante Nutzen ->
  • Die Schweiz nutzt : Nachhaltigkeitsindikatoren für Bahninfrastrukturprojekte, die Nachfrageänderungen und Altinfrastruktur einbezieht. ->
  • Niba umfasst eine Kosten-Nutzen- inkl. Unterhaltskosten sowie eine Vergleichswertsanalyse (Fahrplanstabilität und Etablierungsmögl.) ->
  • In der Schweiz ergibt sich eine eindeutige Priorisierung der Infrastrukturprojekte. Allerdings ohne Aussage zur Effizienz. ->
  • Download des NIBA-Leitfadens: http://t.co/TGdlfDxjH6 ->
  • Bewertungsgrundlage vin NIBA, der Bewertung von Eisenbahnprojekten in der Schweiz. http://t.co/xYwnuM4BMX ->
  • In der Schweiz ist Lärm ebenfalls ein Problem. Das neue Lärmsanierungsgesetz sieht ab 2020 ein Verbot von Graugusssohlen vor. ->
  • Jetzt spricht Markus Hofmann von InnoZ & Leiter Marketingstrategie Infrastruktur der Deutschen Bahn AG: Infrastrukturen vernetzt entwickeln ->
  • “Jedes Land hat die Infrastruktur, die es verdient.” Gleich am Anfang ein Kracher! ;-) ->
  • Verlassen Sie das Ghetto der Verkehrstechnik und denken sie frei in die Zukunft. Infrastruktur sollte eher Infranetz heißen! ->
  • InfraNets verkörpern die Transaktionskosten einer arbeitsteiligen Gesellschaft. ->
  • Wir werden in den nächsten 20 Jahren die Technologisierung der Autobahn erleben. #izbe #bahn ->
  • Schiene = chronisch unterfinanziert? Straße = Stauland Energienetze = veraltet und an Kapazitätsgrenzen. ->
  • In Preußen war die Begeisterung für Energienetze so groß wie heute für das Internet. Frage heute: Brauchen wir mehr Infrastruktur? ->
  • Die Deutsche Bahn ist der größte Energieverbraucher Europas. #bahn #izbe ->
  • Jetzt: Prof. Jens-Uwe Fischer von der Uni Leipzig zum Thema Flächenverbrauch und nachhaltiges Flächenmanagement in Deutschland. ->
  • 30% des Verkehrsflächenverbrauchs in Deutschland ist nicht für Deutschland, sondern für Europa (Transitfunktion). ->
  • In Europa existiert das EU-Ziel des Null-Flächenverbrauchs ab 2050 (wenn man etwas neu bebauen will, muss man etwas anderes stilllegen). ->
  • Im Großteil Deutschlands werden 2050 über 75% der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein! Die Schülerzahl sinkt um 16,7% insgesamt. ->
  • Der ländliche Raum wird 80-90% der Schüler verlieren. Der Schülerverkehr ist heute bereits das Rückgrat des auf dem Land. ->
  • In Deutschland verbrauchen wir jedes Jahr 86ha Fläche (2012). Diese Flächeumnutzung geht meistens zulasten der landwirtschaftlichen Fläche. ->
  • Das Schienen- und Busnetz sollte das Leitbild für die Siedlungsstruktur sein. ->
  • Jetzt: Dr. Jung, IZP Dresden und Herr Obieray, ARGE Fahrbahn Gotthard über Ausschreibungen, Planung und Bau des Gotthard Basistunnels. ->
  • Beim Gotthard Basistunnel wurde das erste Mal RAMS/LCC im Ausschreibungsverfahren genutzt. Das ist zunächst eine Mehrbelastung, macht aber.. ->
  • ..Probleme lösbarer und minimiert das Risiko von Problemen in der Bauausführung. ->
  • Zieschank: Kaum ist eine Kommission im Verkehrsbereich fertig, machen wir die nächste. Wir wissen doch alle, was die Probleme sind. ->
  • Wir machen nur nichts. Man könnte auch sagen Planwirtschaft ohne Plan! #bahn #izbe ->
  • Die Deutsche #Bahn plant bis 2020 Investitionen in Höhe von 86 Mrd. EUR Brutto. (Fahrzeuge, Netz, Stationen und Servicestruktur) ->
  • Die Technikstrategie der Deutschen Bahn bis 2030 hat 6 Stoßrichtungen in 43 Handlungsfeldern und ca. 100 Projekten. #bahn #izbe ->
  • Die Deutsche #Bahn vernetzt bis 2030 alle Verkehrsmittel und wird alle Grenzen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln auflösen. ->
  • Der Kunde wird jederzeit und an jedem Ort über seine Reisekette informiert. Ziel ist das Anbieten von verkehrsmittelübergreifenden Ketten. ->
  • 2030 sollen Fahrzeugpools europaweit einsetzbar sein, sowohl Fern- als auch Nahverkehrsflotten. #bahn #izbe ->
  • Bahn im Jahr 2030: E-Traktion mit Speicherfahrzeugen und Umrüstung von Dieselfahrzeugen auf Hybridtechnik. Lärm das wichtigste Feld! ->
  • Die Bahn geht davon aus, bis 2030 keine wesentlichen Großprojekte durchzuführen und setzt auf die Erweiterung der Trassenkapazität im… ->
  • …bestehenden Netz. Man möchte auch auf eine proaktive Instandhaltung umschwenken. #bahn #izbe  ->
  • Die deutsche Bahn möchte die wichtigsten Nord-Süd- und West-Ost-Güterverkehrskorridore für 1.500 Meter lange Güterzüge ausbauen. ->
  • Zwei 740 Meter Züge sollen zusammengekuppelt und damit die Trassen effizienter ausgelastet werden. ->
  • Durch Fahrerassistenzsysteme soll ein Potenzial von 30% Rückspeisequote bei E-Traktion erreicht werden. #bahn #izbe ->
  • In dieser Woche hat die Deutsche Bahn die europaweite Zulassung durch die UIC für die LL-Sohle erhalten! #laerm #bahn #izbe ->
  • Bis Juni soll der Einbau der Bremssohle in die Wagen auch geregelt sein und die Umrüstung der Güterwagen schrittweise beginnen. #bahn #izbe ->
  • Nun spricht Dr. Veit Steinle, Abteilungsleiter Umweltpolitik und Infrastruktur beim BMVBS zur Nachhaltigkeitsstrategie im Verkehrsbereich. ->
  • Das Bundesverkehrsministerium arbeitet derzeit mit den anderen Ressorts eine Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie für Deutschland. ->
  • Das Potential für Diesel-Hybrid-Triebwagen liegt im deutschen Schienennetz bei etwa 300 Fahrzeugen. #bahn #izbe ->
  • In der Hamburger Hafencity werden einige Balkone von Kreuzfahrtschiffen verrußt, sodass man jetzt ganz schnell nach Lösungen sucht. ->
  • Jetzt spricht Susanne Henckel, Hauptgeschäftsführerin der BAG-SPNV (Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV). #bahn #izbe ->
  • In den vergangenen 17 Jahren ist die Verkehrsleistung im SPNV um 64,4 % gewachsen. Grund sind Einsparungen durch günstigere Angebote. ->
  • Jeder Aufgabenträger, der heutzutage einen Verkehrsvertrag unterschreibt, weiß nicht, ob er ihn über die Laufzeit überhaupt bezahlen kann. ->
  • Von den Bestellerentgelten fließen 50% an DB Netz und DB Station&Services zurück, bei E-Traktion steigt der Anteil auf 64% wg. DB Energie. ->
  • Einerseits führen Konjunkturprogramme zu kurzfristigen Ausstattungsverbesserungen z.B. an SPNV-Stationen, aber: DB Station erhöht die Gebühr ->
  • Wettbewerbssituation folgt zu Angebotsverbeserung, aber Infrastrukturbetreiber bildet keine Vorteile für Mehrbestellungen im SPNV an ->
  • Regionalisierungsmittel werden neu geordnet (Höhe und Verteilung), aber die Bestellerentgelte enthalten immer größere Fixkostenblöcke. ->
  • Man plant langfristige Fahrplankonzepte (ITF), die heutige Finanzierungslage wirkt aber nur kurzfristig und ist langfristig nicht planbar. ->
  • Schienenfahrzeuge eines Typs mit Software von September 2012 sind nicht kuppelbar mit Zügen von April 2013. Man müsste neu zulassen! WTF? ->
  • Der Primärenergieaufwand zwischen E- und Dieseltraktion ist beinahe gleich, + Hybridtechnik kann sogar energieeffizienter sein ->
  • Im Gegensatz zum Pkw ist der Zug jedoch 3x energieeffizienter, im Güterverkehr ist es der Faktor 5. Auslastung der Züge muss aber hoch sein ->
  • Das Bundesverkehrsministerium wird jetzt endlich die wissenschaftliche Machbarkeitsstudie für einen Deutschlandtakt ausschreiben. ->
  • Jetzt spricht Michael Funke (Triple S-GmbH) über die geothermische Beheizung von Bahnsteigen zur Verlängerung der Lebensdauer des Bauwerks. ->
  • Steigende Ölpreise und die Probleme im Winter (eingefrorene Weichen, Oberleitungen, Bahnsteige) können durch Geothermie gelöst werden. ->
  • Vorteile: höhere Verkehrssicherheit, Verlängerung der Lebensdauer (keine Frost-Tau-Wechsel), geringere Betriebskosten, Entlastung der ->
  • In Dresden existiert die einzige Abteilung der für nicht elektrische Weichenheizungen, die noch übrig geblieben ist. ->
  • In Bad Lauterberg existiert der einzige flächentemperierte Bahnsteig Deutschlands (620 m2, Jahresheizleistung 155.000 kWh/a) ->
  • Im Sommer wird die Wärme des Bahnsteigs (60º C) in 200 Meter Tiefe gespeichert und im Winter zum Heizen genutzt (passives System). ->
  • Die Lebensdauer eines Bahnsteiges kann durch geothermische Beheizung von 20 Jahre auf 30 Jahre verlängert werden. ->
  • Die Ausstattung eines 620 m2 Bahnsteiges mit Geothermie und den entsprechenden Sonden betragen 250.000 Euro. ->
  • Im Innenstadtbereich könnte man die Wärme von Abwässern oder Industrieproduktion nutzen. Muss man nicht einmal bohren… ->
  • So, letzter Vortrag: Bewertung von Nachhaltigkeitskriterien im ökonomischen Spannungsfeld von Infrastrukturmaßnahmen von Thomas Böhm (DLR). ->
Fahrgastinformation im 21. Jahrhundert in einem störungsanfälligen Netz: Die DVB zeigt wie es geht!

Der 13. Februar ist in Dresden ein spezieller Tag. Tausende Menschen gedenken jedes Jahr der Zerstörung der sächsischen Landeshauptstadt im Jahr 1945. Wie jedes Jahr versuchen Hunderte Nazis diesen Tag des Gedenkens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und ihre von Hass zerfressene Ideologie zu verbreiten. Tausende Gegendemonstranten stellen sich Jahr für Jahr den Rechtsextremen gegenüber und haben in den letzten Jahren mit Blockaden “Trauermärsche” durch die Stadt verhindert. 

Neben den erfolgreichen Blockaden des Naziaufmarsches gibt es zudem eine Menschenkette rund um die Altstadt, die von der Oberbürgermeisterin der Stadt  gemeinsam mit den Fraktionen des Stadtrates, Vertreterinnen und Vertretern von und Wissenschaft, Kultur, Sport, Gewerkschaften und Kirchen, mit der Jüdischen Gemeinde und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren veranstaltet wird und an der mehrere Tausend Menschen teilnehmen.

Am Vormittag des 13. Februars findet zudem der Mahngang “Täterspuren” des Bündnisses Dresden Nazifrei statt, welche an die Geschichte von Taten und Tätern, Rassenwahn und Antisemitismus, Denunziation und Verfolgung, Zwangsarbeit und Rüstungsproduktion in Dresden erinnern soll.

Alle Veranstaltungen sind mit Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden, die auch die Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs in Dresden vor große Herausforderungen stellen.

Eine Vorabplanung von Umleitungen ist beinahe unmöglich, da Polizeisperrungen, Sitzblockaden und spontan entstehen und vonseiten der Dresdner Verkehrsbetriebe () nur reagiert werden kann.

Verkehrsunternehmen stehen nicht nur vor der Herausforderung die Linienverläufe möglichst schnell an die sich ständig ändernde Situationen anzupassen, sondern auch die Fahrgäste über Änderungen zu informieren. Die DVB nutzt schon seit längerer Zeit sehr intensiv Twitter, um Fahrgäste über Störungen und Umleitungen zu informieren. Bereits zum 13. Februar 2012 oder zum Evangelischen Kirchentag 2011 wurde Twitter sehr rege genutzt. (weiterlesen …)

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Schlußstrich

Verkehr hat dienende Funktion. Aber manchmal hat man den Eindruck, der Diener habe die Herrschaft übernommen.
Unbekannt

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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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