Eisenbahn Hochgeschwindigkeitszug

[Fussball-WM] Afrikas erster “Hochgeschwindigkeitszug”: der Gautrain

Dieser Artikel ist Teil der Serie Fußballweltmeisterschaft 2010 – Infrastruktur in Südafrika. Eine Übersicht über alle Artikel finden Sie hier.

Pünktlich zur Fussball 2010 ist die erste Hochgeschwindigkeitszugstrecke Afrikas eröffnet worden. In den letzten Jahren wurden bereits mehr als 24 Milliarden Rand (~3 Milliarden USD) in das 80 Kilometer lange Eisenbahnsystem “” investiert, das Johannesburg über Sandton mit Pretoria  (Tshwane) und dem Internationalen Flughafen Johannesburg  (O R Tambo International Airport) verbinden soll. Zur Fussball- wurde der erste Streckenabschnitt zwischen Sandton und dem Internationalen Flughafen OR Tambo eröffnet.

Die neue Eisenbahnstrecke soll vor allem die Verkehrsinfrastruktur zwischen den wichtigen südafrikanischen Städten Johannesburg und Pretoria . Die endgültige Fertigstellung ist für 2011 geplant. Der Bau der Strecke erste ist das erste neue Bahnprojekt in seit über 40 Jahren.

WM Streckenplan Gautrain Suedafrika Südafrika

Der Zug fährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 160km/h. Dies kommt zwar noch lange nicht an europäische und asiatische Hochgeschwindigkeitszüge heran, allerdings ist dies trotzdem eine Spitzengeschwindigkeit im Vergleich zu anderen afrikanischen Eisenbahnsystemen. Um die insgesamt 10 Stationen (OR Tambo International Airport, Pretoria, Johannesburg, Rosebank, Sandton, Marlboro, Mitrand, Centurion, Hatfield und Rhodesfield (Kempton Park)) an das Nahverkehrsnetz anzubinden, werden mehr als 150 Busse in einem Umkreis von fünfzehn Kilometern um die Bahnhöfe verkehren.

Gautrain Bombardier Zug Südafrika WM 2010

Besonders interessant ist, dass dieses Eisenbahnprojekt zuerst unabhängig von den WM-Infrastrukturplanungen geplant und begonnen wurde. Das Projekt ist vor allem dazu gedacht die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und das Land zu modernisieren. Das südafrikanische Verkehrsministerium arbeitet daher auch nach der WM weiter an den Planungen für den Aus- bzw. Neubau eines Hochgeschwindigkeitszugnetzes, das noch dieses Jahr der südafrikanischen Regierung zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Insbesondere die drei wichtigsten wirtschaftlichen Zentren des Landes – Johannesburg, Durban und Cape Town – sollen per miteinander verbunden werden. Vor allem die Verbindung Johannesburg – Durban genießt eine hohe Priorität. Derzeit sind die 600 Kilometer weit voneinander entfernten durch die Nationalstraße N3 miteinander verbunden, die sehr belebt ist und ein hohes zu bewältigen hat. Die sehr unfallträchtige Strecke könnte durch ein leistungsfähiges Zugnetz erheblich entlastet werden.

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Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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