urbane Mobilität

[Video zum Wochenende] Vancouver in Bewegung

Radverkehr in Vanocuver Streetfilms
Screenshot aus Vancouver’s Multi-Modal Success Story von STREETFILMS
Vancouver arbeitet seit wenigen Jahren konsequent an der Verkehrswende und hat sich bis zum Jahr 2040 ambitionierte Ziele gesetzt. Durch den Bau von baulich getrennten Radwegen, einem konsequenten Ausbau des ÖPNV und der Umgestaltung des Straßenraums steigt die Nutzung von Verkehrsarten des Umweltverbunds kontinuierlich an.

Die kanadische Stadt Vancouver mit ihren etwa 2,5 Millionen Einwohnern (Region, Stadt: 600.000) an der Westküste Kanadas ist ein klassischer Vertreter einer nordamerikanischen Metropole, welche ihren Fokus vom motorisierten Individualverkehr hin zu Verkehrsarten des Umweltverbunds (Fuß, Rad, ÖPNV) verlagert. Im Jahr 2016 haben der , Radverkehr und öffentliche Personennahverkehr einen Anteil von über 50 % am Gesamtverkehrsaufkommen erreicht. Ursprünglich sollte dieses Schwelle, laut den im Verkehrsentwicklungsplan 2040 dargelegten Planungen der Stadt, erst 2020 erreicht werden.

Bis 2040 soll der Anteil des Fußverkehrs von 17 % (2011) auf 22 % wachsen, der von 4 % (2011) auf 12 % erhöht werden. Im Jahr 2040 sollen 33 % aller Wege in der wachsenden Stadt mit dem ÖPNV zurückgelegt werden (2011: 23 %). Um diese Verlagerung zu ermöglichen, soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis zum Jahr 2040 von 54 % (2011) auf 33 %gesenkt werden. Erreicht werden soll dieses Ziel durch eine Reduktion und Bepreisung von Parkraum sowie diversen Programmen zur Nachfragesteuerung. Möglich wäre auch die Einführung einer regionalen Straßennutzungsgebühr oder einer . Durch , die Platzierung von Nutzungen mit einem hohen in der Nähe von leistungsfähigen Knotenpunkten des öffentlichen Personennahverkehrs und einer attraktiven und sicheren Straßenraumgestaltung soll das reduziert und gegebenenfalls verlagert werden.

Vancouver profitiert heute stark von der Entscheidung aus den 1960er und 1970er Jahren, keine Autobahnen im Stadtzentrum oder entlang der Küste zu errichten. Der Trans-Canada Highway verläuft als einziger Highway auf Vancouver Stadtgebiet im äußersten Osten der Stadt. Das restliche Straßennetz ist nach einem Gittermuster aufgebaut und wird durch 170 km Radwege ergänzt. Zunehmend wurden in den vergangenen Jahren errichtet, welche neue Bevölkerungsgruppen auf das umsteigen und den Radverkehrsanteil von vier auf sieben Prozent ansteigen ließen:

Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs in Vancouver und Umgebung ist der vollautomatisch fahrende SkyTrain, der größtenteils als Hochbahn ausgeführt ist und in der in einem 90- bis 180-Sekunden-Takt verkehrt. Ergänzt werden die drei SkyTrain-Linien, die Evergreen Line wurde am 2. Dezember 2016 eröffnet, von einem dichten , welches aus 215 Linien besteht. 13 dieser Linien werden von Oberleitungsbussen befahren.

Der Hafen besitzt eine große Bedeutung für die Seeschifffahrt wie auch den . Aufgrund der Seelage verbinden die SeaBus-Personenfähren das Stadtzentrum von Vancouver mit North Vancouver. SeaBus ist Teil des Verkehrsverbundes und entsprechend in das öffentliche Verkehrsangebot integriert.

Martin Randelhoff

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

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Martin Randelhoff

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