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Mehr Transparenz bei Bauvorhaben: Videobeiträge als Teil der Baustellen- und Projektkommunikation

Bauprojekte sind spannende Ereignisse, die filmisch sehr gut aufgearbeitet werden können. Insbesondere kann die Komplexität von Neu- und Ausbauprojekten wie auch Instandhaltungsprojekten gut kommuniziert und somit mehr Verständnis von Anwohnern und anderen Beteiligten geschaffen werden. Im Folgenden möchte ich mehrere Videos vorstellen, welche Projekt- und Baufortschritte auch für Laien aufbereitet und kommunikativ zusammengefasst haben.

Der ukrainische Fotograf und Filmemacher Kirill Neiezhmakov hat über drei Monate hinweg den Austausch eines Gleisdreiecks in der ukrainischen Stadt begleitet.

Ein gutes Beispiel für die Kommunikation im Bereich kommunaler Verkehrsunternehmen ist der Umbau der Dresdner Gleiskreuzung Bautzner / Hoyerswerdaer / Rothenburger Straße im Sommer 2013 durch die .


Bislang werden Filmbeiträge häufig nur bei Großprojekten erstellt. Wie die beiden obigen Beispiele zeigen, kann eine filmische Begleitung aber auch bei kleineren Baumaßnahmen ihre Wirkung entfalten.

Europaweit führend in der Baustellen- und Projektkommunikation ist derzeit mit einigem Abstand , ein -Verkehrsprojekt im Großraum London. Die etwa 180 km lange Regionalexpresslinie soll Shenfield im Osten und Maidenhead (bzw. Reading) im Westen miteinander verbinden. Kernstück des Projekts ist ein neuer Eisenbahntunnel, der London vom Bahnhof Paddington im Westen mit dem Bahnhof im Osten Londons verbinden soll. Dabei sollen fünf neue unterirdische Bahnhöfe mit Umsteigemöglichkeiten zu vorhandenen - oder Underground-Linien entstehen: Whitechapel, Liverpool Street, , Tottenham Court Road und Bond Street. Der Bahnhof Paddington soll um einen zusätzlichen unterirdischen Teil für Crossrail erweitert werden. Die Baukosten belaufen sich auf 16 Milliarden Britische Pfund (ca. 18 Mrd. Euro).

Crossrail begleitet nahezu alle Bauabschnitte mit entsprechenden Kurzdokumentationen und monatlichen Zusammenfassungen.

Das unter besondere Beobachtung stehende Bauprojekt Stuttgart 21 und die damit verknüpfte Neubaustrecke Wendlingen – Ulm versuchen sich ebenfalls an einer aktiven Projektkommunikation. Die Videos über den Projektfortschritt sind aber bislang noch etwas langatmig, da Aufnahmen von den Bauarbeiten selber fehlen und die Stimme der Sprecherin relativ monoton klingt.

Weitaus spannender sind die Vorstellungen und Interviews mit den Abschnittsleitern:

Erste Gehversuche mit Baustellen- und Projektvideos hat die DB ProjektBau GmbH / DB Netz AG beim Großprojekt VDE 8 Nürnberg-Berlin gemacht. Leider fehlen abseits der Visualisierungen und allgemeinen Projektvideos oft notwendiger Kontext und für Laien aufbereitete Informationen.

Beim Bahnprojekt Karlsruhe-Basel gelang die Projekt- und Baufortschrittskommunikation schon viel besser:


Ebenfalls sehr informativ und interessant sind die Videos der SBB zur Zürich gestaltet. Auch die SBB hat sich nicht für mehrere Videos in relativ kurzen Abständen entscheiden, sondern fasst mehrere Monate Bautätigkeit in einem längeren Video zusammen:

Monumental und aufwändig produziert kommt das Video über den des Klang Valley Mass Rapid Transit-Projekts in der Region um (Malaysia) daher. Zwischen dem Vorort Kajang südöstlich von Kuala Lumpur und dem Vorort Kota Damansara im Nordwesten der malaysischen Hauptstadt wird die erste Linie mit 31 Stationen von insgesamt drei neuen Linien (MRT Sungai Buloh-Serdang-Putrajaya Line und die MRT Circle Line) gebaut.

Abseits von Schienen- und ÖPNV-Projekten kommen Videoberichte natürlich auch bei Projekten anderer Verkehrsträger vor. Der Bau und Ausbau neuer Flughäfen, welche häufig internationale Bedeutung haben, wird schon seit längerem intensiv kommunikativ begleitet.


Das derzeit größte deutsche Flughafenprojekt, der Bau des Flughafens Brandenburg BER, verzichtet leider auf diese Form der Kommunikation des Projektfortschritts. Der Frankfurter Flughafen setzt ebenfalls nur auf allgemeine Informationsvideos und begleitet Projekte am Flughafen nicht direkt mit der Kamera.

Im Straßenbau und insbesondere im Bereich von Fernstraßen ist eine Kommunikation des Baufortschritts ebenfalls unüblich. Auch die österreichische Infrastrukturgesellschaft ASFINAG, welche für die Planung, die Finanzierung, den Ausbau, die Erhaltung, den Betrieb und die Bemautung des österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes zuständig ist, verzichtet auf eine derartige Kommunikationsform.

Im kommunalen Straßenbau sind ebenfalls nur sehr wenige Beiträge zu finden.

In Summe zeigt sich, dass die Kommunikation von Bauvorhaben weiterhin verbesserungswürdig ist. Beispiele wie die Dresdner Verkehrsbetriebe zeigen jedoch, dass auch kleinere Vorhaben wie die Umgestaltung eines Kreuzungsbereichs spannend und informativ dargestellt werden können. Es bleibt zu hoffen, dass sich weitere Verkehrsunternehmen, Kommunen und Vorhabenträger ein Beispiel daran nehmen werden.

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Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden.
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