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Martin Randelhoff

Radverkehrsinfrastruktur PLANUNG & IM BAU | Aktuelles zum Radschnellweg Ruhr RS1

Empfohlene Beiträge

Hallo,

Aktuelle Meldungen zum Bau des Radschnellweg Ruhr RS1 in Nordrhein-Westfalen. Der 101 Kilometer lange Radschnellweg soll eine attraktive Verbindung zwischen den Städten Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm bieten. Seit 2010 wird die Idee eines Radschnellweges verfolgt.

Für den RS1 entstehen geschätzte Gesamtkosten von 183,7 Mio. Euro, davon fast die Hälfte für Brücken und Unterführungen. Ein Klimeter RS1 soll etwa 1,8 Millionen Euro kosten. Der Radschnellweg ist als Landesstraße kategorisiert, sodass das Land Nordrhein-Westfalen für Bau und Instandhaltung verantwortlich ist.

Am 27. November 2015 wurde der erste sechs Kilometer lange Teilabschnitt des Radschnellwegs Ruhr zwischen den Zentren von Mülheim an der Ruhr und Essen eröffnet. 

Webseite

Streckenverlauf (kann sich noch ändern)

Download der Machbarkeitsstudie: Langfassung | Kurzfassung

Wikipedia

Imagefilm:

 

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Hallo,

in Essen ist der Weiterbau des RS1 in Stocken geraten. Statt in Kürze mit dem Weiterbau zu beginnen, wird mit einem Baubeginn erst für das Jahr 2019 oder 2020 gerechnet. 

Laut Aussagen des Essener Oberbürgermeisters bei Facebook kommt es aus verschiedenen Gründen zu Verzögerungen unterschiedlicher Intensität:

  • Die Rodungsarbeiten auf dem Bahndamm mussten aufgrund von Einsprüchen der Naturschutzbehörde erstmal ruhen.
  • Eine Entbehrlichkeitsprüfung der Deutschen Bahn AG hinsichtlich der Güterbahnstrecke steht noch aus.
  • Die Beschaffenheit des Bahndamms (mögliche Altlasten) muss bei den Planungen berücksichtigt werden. 
  • Der vorgesehene Baubeginn im Januar 2017 konnte nicht gehalten werden, weil gemäß Änderung des UVP-Gesetzes im Dezember 2016 nunmehr eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig ist. Diese UVP wiederum macht gemäß § 38 Abs. 1 StrWG NRW ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Mit der UVP soll zeitnah (April 2017) begonnen werden (Dauer ca. 9 Monate) und in diesem Zusammenhang die Öffentlichkeit beteiligt werden. Der Einstieg in das Planfeststellungsverfahren ist für das erste Halbjahr 2018 vorgesehen (Dauer ca. 2 Jahre).

Bei der Änderung des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes UVPG wurde § 3d bezüglich einer UVP-Pflicht bei Störfallrisiko eingeführt (siehe auch Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 57 vom 06.12.2016). Die Trasse verläuft in Essen nördlich und in unmittelbarer Nähe des Chemiewerks von Evonik Goldschmidt. Dies macht die Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig:

https://www.google.de/maps/@51.4649064,7.0267125,3a,75y,72.7h,89.07t/data=!3m9!1e1!3m7!1sobiD8xEBa8iQ-k9Uhsb1bg!2e0!7i13312!8i6656!9m2!1b1!2i43!6m1!1e1?shorturl=1

In Verbindung mit der Pflicht zur Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens gemäß § 38 Abs. 1 StrWG NRW dürfte sich die Erteilung von Baurecht für den Weiterbau des RS1 auf Essener Stadtgebiet um Jahre verzögern...und das kaum, dass man "Europäische Umwelthauptstadt" geworden ist.

via VeloCityRuhr

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Hallo,

Das Problem im Essener Abschnitt scheint doch nicht so gravierend wie zunächst berichtet zu sein. Laut Einschätzung des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums sei auch entlang des rund ein Kilometer langen Abschnitt in unmittelbarer Nachbarschaft von Evonik-Degussa (Goldschmidt) keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, eine Verzögerung wegen UVP und PFV tritt daher nicht ein. Fraglich ist aber weiterhin die Zukunft des Bahndamms und die geforderte Abtragung desselben von Seiten Essener Kommunalpolitiker.

Quelle: WAZ

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Die aktuelle Lage rund um die Führung im Essener Eltingviertel soll sich wie folgt darstellen:

Der RS1 soll kreuzungsfrei auf dem Bahndamm geführt werden, ein Abtragen des Bahndamms oder eine Stelzenvariante soll verworfen worden sein. Nach der Brücke an der Gladbecker Straße soll der RS1 mit einem großzügigen Kurvenradius an den südlichen Rand des Bahndamms verschwenkt werden, um Spielraum für Wohnbebauung zu lassen.

Für diese Y-Brücke über die Gladbecker Straße  Jedoch liegt noch keine Planung vor, zum anderen ist das Problem mit dem Bahnverkehr für Evonik noch nicht abschließend geklärt. Die Brücke über die Gladbecker Straße beeinflusst die zeitliche Planung für die Fertigstellung des RS1 maßgeblich und ist daher entsprechend wichtig.

Quelle: Radschnellweg RS1 und das Eltingviertel – die neue Lage, eingestellt von Joachim Drell am 21.02.2017

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Von Essen in Richtung Wattenscheid / Stadtgrenze Gelsenkirchen ist der Freischnitt nun erfolgt (Abschnitt E06 und GE01). Für den Bau muss jedoch erst Baurecht vorliegen. Dies könnte Ende 2017 der Fall sein.

 

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In Mülheim wurden am Stadthallenparkplatz (Fährstraße) die Voraussetzungen für den Weiterbau geschaffen. 38 Robinien und zwei Spitzahorne wurden gefällt, um zunächst eine Baustellenzufahrt und später eine Zugangsrampe zum RS1 zu errichten. Im Sommer soll der Umbau der Eisenbahnbrücke beginnen. Für jeden gefällten Baum wird es im Umfeld des RS1 Ersatzpflanzungen geben. Die Bezirksvertretung 3 hatte der Entfernung der Bäume zugunsten der Radwegrampe Ende Januar einstimmig zugestimmt.

Quelle: NRZ

Bilder der Bauarbeiten in Mülheim an der Ruhr zwischen Hbf und Hochschule Ruhr West:

Empfohlen seien noch die folgenden Videos von biking tom, der den RS1-Streckenabschnitt  Mülheim / Ruhr bis Essen / Herbrüggenstraße und von der Grenze Mülheim / Ruhr bis zum derzeitigen Ende am Uni-Viertel in Essen (noch kein durchgängiger Radschnellweg-Standard) filmisch festgehalten hat:

 

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Hallo,

in Essen wird für den RS1 eine Brücke über den vierstreifigen Berthold-Beitz-Boulevard parallel zur Pferdebahnstraße errichtet werden. Die Länge der Stahlbrücke (Stahlverbundkonstrukiton, gebildet aus Stahlbetonwiderlagern und Stahlverbundfertigteilen) wird 72 Meter, die Innenbreite 6,3 Meter betragen. Die Brücke ist derzeit in der Planungsphase und soll ab Frühjahr 2018 errichtet werden.

csm_11_Vorplanung_Bruecke_Berthold-Beitz

Abbildung: Ansicht - Planungsskizze Brücke Berthold-Beitz-Boulevard. RVR

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt zum einen im Rahmen der Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GWR) des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms NRW durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalens und des Bundes und zum anderen durch Eigenmittel des Regionalverbandes Ruhr.

Planungsskizze Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard [Stand: Februar 2017]

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