Radverkehr in deutschen Kommunen – es gibt nur wenige Stadtoberhäupter, Stadträte und Vertreter der Verwaltung, die auf die Frage nach den Bedingungen für den Radverkehr in ihrer Stadt nicht antworten, dass man auf einem guten Weg sei. Die deutsche Bundeshauptstadt ist hier keine Ausnahme. Das Fahrrad sei als Verkehrsmittel im Alltag angekommen, die Bedingungen würden sich verbessern, man habe das Radverkehrsbudget erhöht und der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen steige kontinuierlich: von 7 Prozent im Jahr 1992 auf 10 Prozent im Jahr 1998 und 13 Prozent im Jahr 20081. Im Jahr 2013 lag der Wert ebenfalls bei 13 Prozent2, ist jedoch aufgrund methodenbedingter Effekte nicht direkt mit dem Jahr 2008 vergleichbar. Unter Anwendung von Umrechnungsfaktoren ergibt sich mit der...
Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen
Die Wirkung einer E-Scooter-Stationspflicht auf das Nutzungsverhalten
Der Ausbau der Autobahn A4 zu einem multimodalen Korridor in Luxemburg
Gestaltungsleitfaden Fahrradparken / Bicycle Parking Design Guide von ARGUS studio/ & Ector Hoodstad Architects
[Veröffentlichung] Relative Erfolgsfälle strategischer Verkehrsplanung und Verkehrspolitik in Europa
Fuß- und Radverkehr
Am 21. November 2015 wurde unter dem Amsterdamer Hauptbahnhof “Amsterdam Centraal” die neue “langzaamverkeerspassage” für den Verkehr freigegeben. Der 110 Meter lange, drei Meter hohe und zehn Meter breite Tunnel ermöglicht Fußgängern und Radfahrern eine direkte Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und den Fähren in Richtung Amsterdam Noord sowie den Radwegen entlang des IJ. Der Tunnel führt in direkter Linie von der Martelaarsgracht vor dem Bahnhof zum IJ. Ein von @nicoleblommers gepostetes Foto am 22. Nov 2015 um 6:28 Uhr Etwa 15.000 Radfahrer und 10.000 Fußgänger sollen Schätzungen zufolge den Tunnel Cuyperspassage täglich nutzen. Dem Fußverkehr und Radverkehr stehen jeweils fünf Meter zur Verfügung, beide Verkehrsarten sind klar und sauber durch die...
Mit dem Niedergang der Sowjetunion und dem Ende des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe als sozialistische Pendant zum Marshallplan und zur OECD stürzte Kuba in eine schwere Wirtschaftskrise. Das Land hatte seine wichtigsten Handelspartner und Geldgeber verloren. Diese sogenannte “Sonderperiode” fand im Jahr 1993 ihren Höhepunkt. Es kam zu Nahrungsmittelknappheit, Industrie und Transportwesen kamen wegen Ölmangels zum Erliegen. In dieser Zeit erlebte Kuba eine Fahrrad-Revolution. Der große Mangel an Kraftstoff ließ nur wenige Alternativen, um von A nach B zu kommen. Das Fahrrad erlebte einen Boom, tausende stiegen um und das Fahrrad wurde wichtigstes Verkehrsmittel im sozialistischen Karibikstaat. Jahre später, als die Wirtschaftskrise bewältigt war, stieg die Nutzung...
Radwege – ja oder nein? Und wenn ja, wie müssen sie gestaltet sein? Sollten radfahrende Menschen auf der Fahrbahn fahren und sich den ihnen zustehenden Raum erkämpfen (müssen)? Oder sollte stärker Druck auf die Politik ausgeübt werden, dass diese gute Bedingungen für den Radverkehr in Form eines durchgängigen und sicheren Radwegenetzes schafft und dafür zum Beispiel auch Raum umverteilt wird? Zum Beispiel Flächen, die heute für das Parken genutzt werden? Kann die Politik dies mit Unterstützung aus der Gesellschaft umsetzen und dem Druck standhalten? Und muss es eigentlich ein “entweder oder” sein? Ginge nicht auch beides? Wo man fährt und für welche Position man sich engagiert, ist in der Fahrrad-Community ist das Thema nicht unumstritten. Dies ist auch kein Wunder, geht...
In vielen Städten erlebt das Fahrrad derzeit eine Renaissance. Zunehmende Probleme mit dem wachsenden motorisierten Individualverkehr wie beispielsweise Staus, Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen, Unfälle und Flächenkonflikte, z. B. zwischen Wohnen und Parken, zwingen zu einem Umdenken. Das Fahrrad an sich ist flächensparsam, leise, energieeffizient, schadstofffrei und fördert die Gesundheit. Hinzu kommt, dass Infrastruktur für den Radverkehr vergleichsweise günstig ist – in Zeiten knapper kommunaler Kassen ein entscheidendes Kriterium. Der Bau von Infrastruktur für den Radverkehr in Form gesonderter Radwege hat in Deutschland bereits in den 1920er Jahren begonnen. Das Fahrrad, welches zu dieser Zeit den Stadtverkehr wegen seines erschwinglichen Preises dominierte, behinderte in den...
Der Bau von Radverkehrsinfrastruktur wird hin und wieder sehr kontrovers diskutiert. Insbesondere wenn die Baumaßnahmen die Umverteilung von Straßenraum zugunsten des Radverkehrs beinhalten. Der Wegfall von Parkplätzen, die Verengung eines Fahrstreifens oder eine Umwandlung derselben zugunsten von Radwegen, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen gehen oft Protesten und Widerstand einher. Oftmals wird dabei das Argument angeführt, dass der Radverkehr den Autoverkehr ausbremse, wenn ein Fahrstreifen wegfiele. Doch ist dies wirklich so? Welche Wirkung hat die Anlage von Radfahrstreifen und Schutzstreifen in einem Straßenzug auf den motorisierten Individualverkehr?
Wenn man das erste Mal in die niederländische Stadt Almere fährt, wundert man sich. Die Stadt, mit dem Zug etwa 25 Minuten und mit dem Auto dank Stau rund 45 Minuten von Amsterdam entfernt, fühlt sich nicht niederländisch an. Breite Straßen durchziehen die Stadt, keine Radwege sind zu sehen und links und rechts uniforme Reihenhaus-Züge. Kilometerweit. Ein von Zukunft Mobilität (@zukunftmobil) gepostetes Foto am 14. Jun 2015 um 1:48 Uhr Almere ist die jüngste Stadt der Niederlande und wird seit 1975 nach der Einpolderung des Flevolandpolders im Ijsselmeer errichtet. Mittlerweile leben 197.318 Menschen in der Stadt (Stand: 01.03.2015). Die siebtgrößte Stadt der Niederlande besteht aus den Stadtteilen Almere Stad, Almere Haven (ältester Stadtteil) und Almere Buiten. In Bau sind die...





