Eine Asiana Airlines Boeing 777-200 (HL7742) auf dem Flug von Seoul (Südkorea, ICN) nach San Francisco (USA, SFO) mit 291 Passagieren und 16 Crewmitgliedern an Bord, landete auf der Landebahn 28L. Dabei berührte das Flugzeug aus noch unbekannten Gründen etwa 15 Meter rechts der Centerline die Böschung zwischen Landebahn und San Francisco Bay. Durch die Berührung wurden das Heck und das Hauptfahrwerk vom Rumpf getrennt. Die Boeing 777-28EER begann wenige Sekunden nach dem Auftreffen auf die Landebahn sich nach links um die Hochachse zu drehen. Dabei wurden der rechte Flügel und das Heck um bis zu 45 Grad angehoben, bevor das Flugzeug wieder zu Boden sank. Es rutschte auf der Landebahn entlang, der linke Flügel berührte den Boden. Dadurch lösten sich die Triebwerke, das Flugzeug drehte sich um nahezu 360 Grad gegen den Uhrzeigersinn und kam etwa 490 Meter hinter der Landebahnschwelle links neben der Landebahn nahe Taxiway “Foxtrott” zum Stehen (siehe auch dieses Bild). Die beiden Teile des Höhenleitwerks sowie das Seitenleitwerk blieben vor der Schwelle der Piste liegen. 305 Personen konnten das Flugzeug rechtzeitig verlassen, bevor es in Flammen aufging und ausbrannte.
Zwei Personen wurden bei dem Unfall getötet, zehn Personen (8 Erwachsene, 2 Kinder) wurden schwer verletzt, 38 weitere Personen mussten in Krankenhäusern behandelt werden. 82 Insassen wurden leicht verletzt. Der Großteil (175 PAX) entkam ohne Verletzungen. ILS/GS war auf den Bahnen 28L und 28R außer Betrieb, PAPI aktiviert.
Die NTSB berichtete im Rahmen einer Pressekonferenz, dass einer der Piloten sieben Sekunden vor dem Aufschlag eine zu geringe Geschwindigkeit Vapp = 137 Knoten (Vapp = target approach airspeed; Zielgeschwindigkeit für den Anflug) bemerkte, drei Sekunden später der Stick-Shaker aktiviert wurde (Überziehwarnanlage – warnt vor einem drohenden Strömungsabriss) und anderthalb Sekunden vor dem Crash der Befehl zum Durchstarten erfolgte.
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