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Mobilität zum Anziehen – Das XOR-Exoskelett (Designstudie)

Mobilität zum Anziehen – Das XOR-Exoskelett (Designstudie)

Der indische Transportdesign-Student hat für seine Masterthesis am Industrial Centre (IDC) des IIT Bombay ein sehr neuartiges und innovatives Verkehrsmittel entworfen. Das XOR-Exoskelett ist ein Individualverkehrsmittel für die Kurzstrecke, das sich sowohl in heutige Strukturen einpasst als auch aus ihnen herausbricht.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Foto: Bimal Rajappan

Ein Exoskelett ist eine Art Rüstung, welche die natürlichen Bewegungen des Körpers unterstützt und verstärkt.

Es besteht aus zwei selbstausgleichenden Rädern mit Elektromotor und zwei an den Armen angeschlossenen Steuergeräten. Gesteuert werden die beiden übergroßen „Rollschuhe“ mittels Körperbewegungen und zwei Tasten zur Geschwindigkeitskontrolle.

Die Bewegungen werden mit Hilfe von Druckluftbetriebenen „Muskeln“ auf Höhe der Oberschenkel massiv erleichtert, indem sie entsprechend der Körperbewegungen kontrahieren bzw. expandieren. Diese stellen auch die Verbindung zwischen Antriebs- und Steuereinheit dar. Am Rücken befinden sich auch die -Panele, welche die Elektromotoren mit Energie versorgen. Unterhalb der Rückleuchte finden sich Lüftungsschlitze zur Kühlung der Akkus.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Bild: Bimal Rajappan

Im Kniebereich befinden sich zwei Aktivdämpfer, die die Gelenke vor Erschütterungen schützen. Die nabenlosen Räder sind in gebaut. Der Elektromotor befindet sich am Radumkreis („Orbit“), bei dem die Nabe der Felge gleich gestellt ist.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Bild: Bimal Rajappan

Die nabenlosen Räder sind in Leichtbauweise gebaut. Der Elektromotor befindet sich am Radumkreis („Orbit“), bei dem die Nabe der Felge gleich gestellt ist.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Bild: Bimal Rajappan

Aus Sicherheitsgründen ist die Höchstgeschwindigkeit auf 10 km/h begrenzt.

Die Idee eines Exoskeletts ist übrigens nicht so weit verbreitet, auch wenn ich im Blog bereits das Ein-Personen-Motorrad „Deus ex Machina“ von Jake Loniak vorgestellen habe.

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

4 Kommentare

  1. Jan Niemeyer

    Ich fürchte, dass meine Beiträge bisher sehr monothematisch waren, aber es muss einfach sein:

    Und wo ist das besser als ein Fahrrad?

    Als Nerd finde ich das natürlich auch supercool. Kommt natürlich darauf an, in welchem Gelände man sich damit bewegen kann.

    Antworten
  2. Martin Randelhoff

    …^^

    Bessere Mitnahmemöglichkeit in den Öffis. Ausreichend? ;-)

    Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, ob wir so etwas brauchen. Ich glaube eher nicht. Aber es ist mal was Neues und von daher interessant. Umsetzbarkeit bzw. Nutzen? -> Fragwürdig…

    Muss aber ja auch nicht immer sein.

    Antworten
  3. Jan Niemeyer

    Dann sind Inliner oder Tretroller mein Gegenvorschlag. Wobei man dafür dann genügend Selbstvertrauen braucht.

    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das so gut angenommen wird, wenn auf einmal Robocop in der Straßenbahn steht.

    Antworten
  4. moni

    Ist ja mal ne geniale Idee:-)! Stimmt aber schon ob man das wirklich braucht. Aber es ist interessant und macht die Leute Neugierig so wie mich gerade.

    Antworten

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