Select Page

DB Cargo plant ab 2017 die Erprobung von Güterzug-Autopiloten auf der Betuweroute~1 Minuten Lesezeit

DB Cargo plant ab 2017 die Erprobung von Güterzug-Autopiloten auf der Betuweroute<span class="wtr-time-wrap after-title">~<span class="wtr-time-number">1</span> Minuten Lesezeit</span>

Der niederländische Eisenbahninfrastrukturbetreiber hat auf den TEN-T-Tagen in Rotterdam angekündigt, die Voraussetzungen für die Erprobung des automatisierten Fahrens von Güterzügen auf der Betuweroute schaffen zu wollen. Die verbindet als 158,5 km lange zweigleisige Güterverkehrsstrecke seit Mitte 2007 den Rotterdamer Hafen mit Zevenaar in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze. Von dort führt die Strecke weiter über Emmerich bis ins Ruhrgebiet.

Die -Tochter AG hatte die Testfahrten im Jahr 2015 (damals noch als DB Schenker Rail AG) beantragt. Erste Güterzüge sollen im Rahmen eines Testlaufs ab 2017 von einem Autopiloten gesteuert werden, ein Triebfahrzeugführer soll dessen Funktion konstant überwachen und gegebenenfalls eingreifen. Derzeit erarbeitet ProRail eine Risikoabschätzung und die notwendigen Bestimmungen, um entsprechende Testfahrten sicher abwickeln zu können.

Die Strecke ist als Teil des ERTMS-Korridor A vollständig mit Level 2 (SRS 2.3.0) ohne ortsfeste Lichtsignale ausgerüstet. Dies ist minimale infrastrukturelle Voraussetzung für einen automatisierten Betrieb auf freier Strecke, auch wenn ursprünglich für den manuellen Betrieb spezifiziert wurde. Weitere technische Hintergründe können dem Artikel „Automatisierter Bahnbetrieb und führerlose Züge: Eine Einführung (Technik, Vorteile, Hürden, Umsetzungszeitraum)“ entnommen werden.

Zusammenspiel ATO und ETCS Bahnbetrieb

Schrittweises Zusammenspiel von ATO und unterschiedlichen ETCS-Leveln – Grafik: Bob BARNARD, Benoît BIENFAIT, Patrick ZOETARDT (Alstom): Automatic Train Operation – The mandatory improvement For ETCS application; September 2012

Dieser Artikel wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Bei neuen Entwicklungen freue ich mich über Hinweise in den Kommentaren.

Verfasst von

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Hinterlasse einen Kommentar

Benachrichtige mich zu:
avatar
Bild(er) hinzufügen
 
 
 
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Dietmar Graf
Gast
Interessanter Artikel, ein Neubeginn auf der Schiene, aber erst der Anfang. Ich Habe mir ebenfalls Gedanken darüber gemacht. Nachfolgend mein Ansatz: Gütertransport der Zukunft Jeder von uns hat sich schon über verstopfte Straßen geärgert. Einen großen Anteil daran hat der LKW-Verkehr. Nicht nur, dass dieser die Straßen überproportional belastet, auch unter dem Umweltgedanken sind diese ein nicht unerheblicher Belastungsfaktor. Aber was tun? Alle wollen, dass unsere Waren jederzeit und überall sofort verfügbar sind, aber keiner will die LKWs. Weder vor seiner Türe, noch im Straßenbild und auch nicht auf der Autobahn. Früher wurde ein großer Teil der Waren mit der Bahn transportiert. Nur, diese konnte weder mit dem Preis noch mit der Geschwindigkeit des LKW Schritt halten. Das hat aber erst zu den heute tlw. chaotischen Zuständen im Individualverkehr geführt. Neue Überlegungen gehen dahin, den Lastwagenverkehr autonom, d.h. ohne Fahrer auszurichten. Die KFZ- Industrie hat ein hohes Interesse daran, lässt sich damit doch eine Menge Geld verdienen. Und es ist ja auch so bequem. Man muss sich keine großen Gedanken über die Errichtung und den Erhalt der Autobahnen und Straßen machen. Darin liegt auch die irrige Berechnung, dass der LKW- Verkehr günstiger ist als der Schienenverkehr, weil der Unterhalt der… Read more »
wpDiscuz
Leserbefragung 2017 Zukunft Mobilität ZM

Jetzt abonnieren!

Twitter

Auszeichnungen

Grimme Online Award Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den Grimme Online Award 2012 in der Kategorie Information erhalten. Ich möchte mich bei all meinen Lesern für die Unterstützung bedanken!

PUNKT Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den PUNKT 2012 der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) in der Kategorie "Multimedia" gewonnen.

Logo VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hat mich im Rahmen der VDV-Jahrestagung 2013 in Mainz als “Talent im ÖPNV” des Jahres 2013 ausgezeichnet. Der VDV vertritt rund 600 Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs, des Schienenpersonennahverkehrs, des Schienengüterverkehrs, der Personenfernverkehrs sowie Verbund- und Aufgabenträger-Organisationen.

Lizenz

Zukunft Mobilität Creative Commons

Die Inhalte dieses Artikels sind - soweit nicht anders angegeben - unter CC BY-SA 3.0 de lizensiert. Grafiken sind von dieser Lizenz aus Vereinfachungs- und Schutzgründen ausgenommen (Anwendung aufgrund der Verwendung von Grafiken / Bildern mit unterschiedlichen Lizenzen zu kompliziert) außer die CC-Lizenz ist ausdrücklich genannt.

Weitere Informationen
Share This